Ausgabe 
13.12.1913 Drittes Blatt
 
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Nr. 293

Erscheint Gßllch mH Wrfciatone bei cot-nlegl.

EieUftftn feeilinMner werden b«:n .eniriflfr* eierrrtnl wSchentllck bekriegt, baß Krdibletl flr Wa Krell Eietze,- imetmal wöchentlich. T-etee»wirrt*anil*ei 4dl- frefci** nschemen monatlich »wetmal.

163. Jahrgang

Samstag, 13. Tc^cmbcr 1913

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Göerheffen

Stotatienlbrurf und Verlor her Br übliche» ttniversitat»-Buch- und GttmDrutfevti. UL Lange, Grej.cn.

Strbnhicn, Expedition und Trnckerei: 6<LuT« firaße 7. Expedition imb Verlag: e-q# M. Sifbjfurt. cm 111 IcL- .idr-AiizeigerGteßen.

Mb. Deutscher Reichstag.

IV Sitzung, Freitag, den 12. Icjcmbcc. tm Tische bei Bunde»ea»»: Teil'i ad. von ? a o o: Kühn.

Kurze Anträgen.

-tkg. Holl kp.i tragt an: Tie Viehzählung bou: 2. Tc gi mbcr 1912 hat einen cibcbli4#cn '.Hudyu'ei, bee bfulidxn Bifb- beirande», in»bejondere der Äinbcr- und edprcmcbcfiänbe er- Sehen, bet bet bet maChknben Bevölkerung und dem steige,'den it;<.ticbotf be» deutschen Helfe» bebenflid, erschein; Zur <7»tschlicßung über die erforderlichen Kafjnatmfn ist die mag. lichsiftüh»eitigeBekanntgabeDe»vorläuf,gen Ergebnisse» der viekigählung bom 1. Dezember 191J munschenöweri. Selchen ter min kann bet Meid»*, tänzlet sur die Bekanntgabe diese» vorläufigen Ergebniste» in Aussicht stellen?

Geheimrol Muller Wenn das Maierial von den BnndcS- (laaten rechtzeitig eingrl", bann kann die Bekanntgabe biß Ende Januar 1914 enolaen.

Abg. Irl (Senk.) fragt an: Ka4 Artikel 63 bei Einto! - rungkgr setze» zur Reick>»pri<ickerung»ordnunfl bat der Bunde»- rat i m Jahre 1013 dem Reichstag bie gesetzt chcn vorschrislen übet die Rücklagen der Verufßgenossenschaslen Int erneuten Beschlußfassung vorzulegen flm 17. Mai 1911 at der tkrtreler der verbündeten Regierungen dem Reichstage ausdrücklich eine Gesetze »Vorlage oder eine Tenlschrift für da» Jahr 1913 zugetogt. Sann gedenkt der Reichskanzler dieser geseblichen Verpflichtung und außdrückltchcn Zusage nochzu- kommen!

Direktor im ReichSamt des Innern QafMr erklärt, daß eine solche Vorlage dem Rcckrtagc im Laufe der Session zugeben werde. (Hörtk Hört?)

Tie llcbetcinlunfi bet ressend Maßregeln gegen Pest, Cholera und Gelbfieber wird ongercmmcn.

Deutfdjlanö in San ffranzislo

Zur ztve.ten Lesung ftebt brr Antrag Bassetmann inl.i aus Gewährung von zwei Millionen Mark zur Beteiligung Deutschland» an der Wcltau »flcl - l u n fl i n Eon Franzisko.

STLfl. Basic em,.ui, (Stall.) berichtet übet die gestrigen Verhandlungen in der Budgetkorn- miffton. Pol likck'e Gründe ivurden für die Beteiligung Deutsch- land» in den Vordergrund geschoben. Wir wollen aber nicht wegen der Amerikaner die AuSsteltui'g l'esuchen, sondern, weil die eigenen Interessen der deutschen Industrie, der Handel» und de» <-k- werte» UN» dazu veranlassen sollten, hinein Druck der Urnen- kauet geben n?ir nicht nach. (?8 wurde dervorgehoben. 11>, eine deutsche Ausstellung in Can Franzisko unter allen Umständen erfolgen wird, und daß eS sich daher nur darum handelt, ihr em würdige» Gewand zu neben. 27 Rationen beteiligen sich, da wllie Deutschland nicht fern bleiben. Die Regierung trat diesem Wunsche entgegen und erklärte, die Industrie bäte sich zum großen Teile ablehnend verhalten. Tann wurden auch vertrauliche Gründe der äußeren Politik gel­tend gemacht, und e» wurde betont, daß wir einen politischen Schaden von der Richtbeteiligung nicht haben werden. C» wurde such festgestellt, daß England a u c r ft an uni mit einer Anfrage h e r a n g e t r e t e n itt. Vom Schatzsckrctar wurde bervorgchoben, daß die stinanzlagc^siickt so glanzend sei, da-, wir iin» eine solche AuSgalx odve weitere» flei,alten konnten Au» diesen Gründen erklärte die Regierung, dem Anträge nicht zu- stimmen zu tonnen. Diese Darlegungen vermochten aber auf die Kommission keinen Eindruck zu machen. _

er.Her trat aber eincRenderunginder Situation ein. Ein RegierungSbertreter brachte einen völlig neuen und erheblichen Gesichtspunkt vor. Er führte a-i», daß e» technisch Nicht möglich sei. in der noch zur Vertagung siedenden Zeu von 14 IRonatcn eine SuSsiellung ml X!eben zu ruien. die m ihrer äußeren Gestaltung uird inneren Qualität der Wurde be» Deutschen Reiche» entspricht. Tie-er Gesichtspunkt gab den weiteren Entschließungen der Hom Mission e:ne neue Richtung. Tie Kommission beschloß daher, von einer Beschlußfassung übet den «"trag abzusehen und dem Hause die Entscheidung zu überlaffen.

t Geheimrat Vetualb:

E» sind in brr Angelegenheit die folgenden Punkte zu be- rücksichtigen. Bei den früheren Ausstellungen in Amerika, in ttbifego und St. LouiS standen achtzehn Monate zur Verfügung und dabei hat e» der äußersten Anstrengung bedurft, um mit den Arbeiten rechtzeitig fertig zu werden. Sei der Ausstellung in San ,"ranz,»ko sieden numnebt 14 Monate und c:ne Woche gut Verfügung. C» fehlen also gegenüber den beiden früheren Ausstellungen vier Monate. Dazu kommt bie außerordentliche Entfernung. SS gibt eine Reihe van Transportwege,,. Eo kann man beispielsweise bi» Baltimore fahren und dann den ^Landweg benutzen, T'-* bei einem zuverlässigen Hamburger Spediteur e'ngezogenen Erkundigungen geben dahin, daß in normaler .ae,t ein detartiger Transport etwa sechs Wochen erfordert. M,t normalen Zuständen rt aber nicht zu rechnen, da für den Tran»- pert ja noch die Smtermonatc in Frage kommen und diese be­sondere Schwierigkeiten bieten.

Ter zweite Weg ist ter. daß man direkt durch den flanal fährt bi» zum Quai brr AuS'icllung. Rach dem. um» man m Er- ,cbrimp gebrach, hat. empfiehlt sich die Benutzung diese» Wege» noch nicht zu dieser Zeit. Ter dritte Weg gehr über: flap. Da kommen jedoch für Fahrdouer acbtunDncunzig Tage m Fvage Steckmet man dazu den TranSr'N. Zeit für Einladen usw, so brj-,:tt man eine Zeit von minderten» dreieinhalb Roiwien Ec- kommen clfo tm ganze» fünf b .- seck» Ronalr an Kotiere tun.Kfit in Frage. Diese Zeit ist zu kntz. Der Aufd<,u gebt nun so vor sich, daß der Architekt m tertnnburj mit dem Reict-Skommiiinr sich den besten Platz zu sichern sucht und d-?nn nach einem fesien Plan vorgegangen wird. Dann muß monate­lang zusammen gearbeitet weiden, denn die'Ausstellung soll eine Uebtrrc tura bebeuier, bak die Besucher sich sagen- wir haben gar nicht gewußt, daß Deutschland bat leisten kann. Wenn em solcher Eindruck nicht erweckt wird, ist bte Ausstellung wenlo». Tic Reiten für den Sau bei Deutschen frratol find zu r cdr.g angenommen worden. Erne Million genügt nicht. Da» Deut <fe Ajr} m -t. £om» bat 1 - 0000 Mark gekostet. 2a» m - :c mindesten wied.r au'gewandt werden. Zu ber ck-.chtigen sind b-.e b hcn amerikanischen Stunbenlcbne, die in#r i ter. noch großer geworden sind. D^zu komm-n die er^icn Lerjicherung»,ummen

in Amerika. Auf Grund dieser Erwägungen »ft man im Reich», amt de» Innern zu der übereinstimmenden Uebrrzeugung ge- !o:nmen. daß D.c cutte unter fünf Millionen nicht zu m.ub.n ist. Wenn man labet berücksichtigt, daß bie Ze t nicht ou»rrtd)to um eine Ausstellung binjuhelifn. die dem deutschen Armen gerade n Amerita. wo man bte höchsten Anforderungen stellt, k^nüge tut, |o muß man seine bisherige Ansicht ändern. Denn wenn e» nickt eine würdige AuSstelluni wird, dann ist jeber Betrag dafür in den iiiUen C van geworfen.

Präsident Tr. Macmpi:

C»th nehme an, daß' damit dieser Punkt der Tagesordnung erledigt ist.

Geile Lein s öea Etats, fFünfter Tag. i

Abg ArhrenS (Dirtfck. Dgg.):

Die ungünstige flonjunltur wird manche Etil erbSzto. ige un- günstig beeinflußen, den Etat wird sie aber nicht zum Wanken bringen, Icdcnjall» ifi Sparsamkeit geboten. Der Ruckiang der E i n n a b in e n au» der Branntweinsteuer ist ein ge­waltiger 8ort,d ritt ter Volk»wol Uohrt. Die vorkommnifie ui Zaber« mißbilligen wir auf» schärfste )m Rilitärlebcn wer­ten oft Lckimpsworte landinannj.l'aftlichcr Art gebraucht. Ter flricgsmin.sicr sollte darauf sehen, daß sie im oienulichrn Verkehr in feiner Weise me'-r vorkommen. Tic Berichterstattung über Zabern war tendenziös. Der amtt-chc Apparat Hai turckiau» vcr. sagt; er batte durch schnelle Berichtigungen manche ^Verbitterung und P.rargerung verhindern tonnen. Gegen baS Rißtraueuc- Votum haben wir gestimmt, weil bte Sozialdemokraten e» von vornherein al» voUcndcU» Mißtraueucootum bchantclkn, um Stimmung draußen zu machen. Ten Weg zum parlamentarischen Regiment geben wir nickst. Unsere ftclonialpeliti! leidet am Man­gel an Mensckicnmalerial; bie Behandlung der Eingeborenen be- iiiedigl un» nicht. Wichtiger al» der Arbcit»willigenschuy er­scheint un» ein besserer küutz gegen Bclcidigungen Duidi die Presse. Die Stimmung fiir bustercn Schutz hr .Irbc t-.-n-iQien ist erst sei» ter preußisele« tkandtagüwahl so stark geworden. Ter polilisckx Terrorivmu», der babci zutage trat, war ungeheuerlich. Man muß zuerst die Quelle diese» Terrorismus durch ein bcsiere.'. geheime« Wahlrecht vccstopscn. Ten schlimn sten Sloah- : on. zwang üben brr Unternehmer zugunsten der gelben Gewerk, schäfte» au». Wa» die ^uristeii in den Borentwurf hinein- gearbeitet haben, ist schlimmer oll ein Ausnahmegesetz.

Abg Cenda (Pole):

Daß dec ReichSkaiiler da» Mihlrauenvvotum so geringsckävig behiinbcln konnte, ist besäumend. Die auswärtige Politik hat ÄonflJtftoffc genug. Die Balkanküinpse sind ein Menelekel iur alle Volker, die nanonale Minderheiten unterdrücken, wie Preußen da» tut. 'Vizepräsident D r. Pnaschc rügt den Auddruckst D>c größte Gefahr Deutschlands si.id die Alldeutschen. Ten polnischen Ansiedlern verbietet die Pokiei jede Keuerstclle, so daß schon Erd­höhlen gebaut worden sind, die als Wasch- und Zlochranin verwendet werden. Ta» verbot polnischer Vorträge ist bei un» stet» an her Tagesordnung. Tic Polizei verhindert ben prioaicn llntciri.tn in der polnischen Spradc und bciiraft Zuwiderhandlungen selbst mit Gefängnis. llm>crfläiiblid) ift uns, daß b i c bereit» jid ei­nt al nboelebntc tstmarkenzulagc wieder in den die». ,übrigen Etat eingestellt wird.

Abg. Alprrö (Welfe):

An einen Arieg ziv.schen Deutschland und England ist nicht zu denken; wir (reuen uns der Verbesserung der Beziehungen. Teil B.merlungcn dc» Abg. Paasche gegenülcr über die Ge­staltung der Dinge in Braun sctiweig und Hanno- vcc und unsere Ltellung zu ihrer Reugestaitung mödite ich bie Aussorderung entgegensetzen, enblidi einmal nut ben Entstellungen über die Bestrebungen und die Ziele niemer Partei auszuhören. 3di muß e» zuruckwci'en, daß diese Bestrebungen gcrichlct sind gegen da» Teutsdx Reich. Dergleichen Behauptungen werden wider bcss: re» Wissen au-gestellr. Unsere Gegner vcr- solgen daun: die Absicht, die Partei zu di»kredit,eren. AI» im Frühjahr Welf und H o K e n z o 11 e r » sich die Hand zum Frieden reichten, glaubte ein großer Teil der deutschen Presse allen Ernste», daß nunmehr and, btt Ziele, die unsere Partei verfolgte, erfüllt feien. E» ergibt sich daraus, wie unsere vesire- bungen verkannt wurden. Hannover hat feinery t keinen Anlaß zum Arieg gegeben. Ter Slrtcg war ein Unrecht und damit ist anck, das Erge'.-ni» be» liriepc» cm Unrecht. Tarum protestieren wir gegen dieses Unrecht und fordern unser Recht von den übrigen dcutslen »niterii. Wir befinden un» damit in Heber- einst,mmung mit der christlichen Lehre, denn Papst Pius IX. bat auödrückitch erklärt, daß er einen Triumph der Gewalt über da» Recht nickst sanktionieren könne. Wir sind Födera- li'ien und k.'ne Partikular,sien. Wir sind Monarchlsten und können da» L.^gitim,tatSkr,nzip auch für Hannover nicht preis- geben. Eni.-reder gilt c» in Preuße» ebenso wie in Hannover oer überhaupt nicht. Tie Snnerion Hannover» aber ist ein Brucd de. k'cgi:imität»priniip» ES ist eine Revo- lution von oim.

Wir 'reuen uns. daß der Reich»tanzlcr da» Reast de» Lande» Brauii'chweig ausdrücklich anerkannt boi. Er bat dabei nicht nur d,e L'PDalüät be» Landes Braunschweig, sondern and) die de» unten ftiigcitcDt. Auf Grund diese» seierltchen Anerkenntniffe» de» Volk»- und Lande»rechte» fordern auch wir die Selbst- itänd'gke,, Hannover» Ta» kerndeutiche Hannover sieht eben io :rru zu flatfer und Reich wie Braunsckiwc.g, und e» unver'iändlicö. warum nicht auch Raum (ein soll für em Königreich Hannover neben den übrigen Römflicidxn

Deutsche» Rcickre». Der Rcick>»ka7izler kann nicht die Roiwen- digkeit der Annexion Hannover» beweisen. £b bie welfifchc Be­wegung wirklich zum Absterben verurteilt ,st. wie der Reichs­kanzler befauptet, doS soll mar. doch erst rub,g abwarten. Ebenso rr<n-..i w.e ir.ar. aus den süddeutschen Elfäfsern norddeuNche Preußen machen kann, tonn man e» au» ben nlebersääisrschen Hannoveranern. Hannover ist bereit zu iebem Cpfer. da» zum Wodl der Gesamt beit erfordert wird. 2er Herzog von Braun- ichw.-ig bat n fernem Brief an den Re ich» ton zier den gegen- reärtig.-n Besitzstand anertonr.-. Darrn lieg, kein Verzicht auf Hannover, weder direkt noch .nbirett. Daß die» nun endlich einwandfrei fe tgeftellt in. ha» in Hannover lebhafte Be- friedigung bcrocrpcrufcn. Auch wir find bereit, den Besttzstand de» Teutfchen ReuLeS aegen alle äußeren feinte mit zu ver- tc.bigen. Aber unbeschadet dieser selb'wernanblicheii Äoibmal. pilidit werden wir mcrnal» auibören, mit allen verfaffung»mäßigen fSittclr <: die D i c d erh e r ft« kl u « g de» Sönigreich» Hannover :m Rahmen de» Deut»cken Reiche» zu kämpfen. Dieser Kampf ch un» eine heilte sittliche Pflicht, deren Er­

füllung wir vor dem deutschen Vakeik ind und vor unseren Wühler« rrt "en. Wu werben ben stumpf fortfübten für Zreihest uni Recht. ^Beifall bei den Welsen )

Abg. Tr. David «Soz.!:

2<r Vorredner bat meine Partei ufgesolderk. a.ii ben Boden be 8 ewigen Rechte» zu treten und feine Bestre« düngen zu unterstützen. Da» heute geltende .ewige Recht' in Hannover besteht erst feit 1MW. bie i .vtpTeu fangt aber fchou vorher an. <Große Heiterkeit.> öir wissen auch nickst, wie groß du» stoingreich Hannover bei Edr> st4 «e- hurt gewesen , st. (HeUerkeit-, Der Vorredner v.»tritt in ^irfkdjfcit nur da» Recht einer guirz kleinen Mcnsckegruppe. Boni Eiandpuntt de» VolksicchwS'.:- er ganz anders sprechen müssen. In Hannover besteht ein etdbieredjt, d.i» e» der Sozial- bemofratte, der die große Mehrhcst der Bevölkerung angehärt. unmöglich macht, auch nur einen Vertreter in da» Hannoversche Stodtpurlament zu schicken. Da» v.-ibanken wir dem alten Herrick-erbause Tu große Mehrheit de» (Minwi'ctfdcn Volke» denki banilxr lvie bie Soziuldcmokrati. iSehr richtigk link».» Mit dem Verlauf der Etaidebutte braucht eigentlich nur einer zufrieden zu sein, der S ch a tz s e k r e t ä r. bat von' allen Seile» Lob erhalten Sein Grundsatz von der Sporsanikeit muß btihm führen, daß künftige einmalige Heere»ouSgat»e» nicht durch Anleihe», sondern durch eine Wiederholung bei Wehr beitrage» gedeckt werden. Die rlonservauvc» haben schon wieder offen betont, daß l»et neuen Rüstungen wieder da» Volk bie Lasten tragen muß. Ginge <8 nach den fionferoa. tiven. bann hüllen wir schon morgen neue R»st>inge,^it'«rungen. Die militärischen Säbelrassler sind ja zugleich interessiert an der Dividenden de r großen Rustung»s'rmen.

Ein fr edliche» VerbäNNi» zu liranhndi ist die Grund­lage de» curopäifdk"» ^rieben«. Ter «fall '.4 munbfen ist ein Teil icnc» System», da» nun in Habern wieder sid, hrrborflctau Hal. Grade mit den f k u nd i n a v i s ch c r-öl kern soll le» wir gute «fceundschaft halte». Wir wolle» auch keinen ftr;cg mu Rusilanb. Aber ein Truck sollte m.-grubt iccrbin auf diese» russische Regime Mit feinen u» menschlichen Gransamleile» ^inb schon d b a re '» Gräueln g e g e >, politische G e s a n g e n e. Aus dem Gr- bici der Toiialpchtit muß cnl'lidi wieder ein ^orndjntt cm» treten. Wie groß wäre da» Arbcterellnd. wem, d,e Gewerk- schuften nicht'wären! Der Reichskanzler will im Zabcrne r »all »ich- n ein schwebendes «erfahren eingresen Hat er md» and) in bie Moabiter Prozesse einbegriffen? In der Amac bi» A r b e i t » w i l l r g e n f ch u tz e » ist her Kanzler nur das Werkzeug der st^-nfervativen. Er ist der treibende ilattor hinter den Mul.fien. Dem General v. Bissing-Rettau hat er er« flirt er fei aiicb für weiteren AibeilSwilligenfchuv. aber wie solle er ba» mit diesem Reichstag cireichen! (Hort! Hort!, Tie stonservotiven wollen das deutsche Volk bot dem Terrorismus bcieatiicn, dl--,e Herren, deren ganze» Regiment nur Terrorismus ist. (echr richiig! hnlft.)

Wenn Sic wollen, bas bei .tii»speriungen keine luSichrestun- gen Vorkommen, dann starken Sie die Gelverkick-iiten. (Der R e , cb s k a n z l c r erscheint im Saale.) Ter stcitinet stall «st mj krasseste Beispiel dir Zllasjen^usiiz. Im Schwurgericht saßen nur Rittergut»- and ^abri bcitzer. Audi die dnijtl id,- nationalen «rbeifet sind gegen den ncu.n Vlrbul». willigenfchutz. In Den elementaren Rechten bet Arbeiterichaft eine ge­schlossene «balonr bilden gegen tic Scharimacher. Tic Sache de» fiortrU» der sd-asfenbcn 2ianbe roiro Doburd, nicht besser, daß der Reichskanzler vorangeht mit ter «lohne, auf der da» große «orte- monnaie steht, Herr v. Hktzdebrand mit dem Mar» schal Ist ab und Herr tr. Ccrtcl mit bet große,» X- o u f c. (Gtoße Heiterkeit | Ta» startell ter schassenden ->unde sollte abgelo.t werden bon einem Kartell d.r siundig Ldai'cnoenl sSrec richtig! bei den Soz.) Run Zabernl Saturn : .lt man Die Strafe be» Leutnant» v. Iorimer nickt mii< Im Elsaß ,pn« man davon, der Lcutnam l,abe für seine schweren Be'.eiDigungen unD srinen Lisziplinbruch acht Tage 5lub;narreu bekommen! Hott! fjert!| Unbestraft ist er auch nock wegen seine» «orpihcn» gegen den lahme» Sdiuhmock-er. In dem Prozeß geg.» die 9k.tu­ten fleht man schneller vor al» D c gestrige «erlrnnDlunfl geze gt bat. Taß die Bevölkerung einen idNp. rm S aten erleidet, »st für Den firiegemmtiter eine quanüte nöglijreiblc, wenn nur Den mililit. ck- n Aspirationen Genüge aeschieht.

Unsere An:tage auf militärische Rriorniri' welle» au» ttm Heere cif wirkliches «olldbccr schassen. Vom strieg»mi,.,ftcr kann man sagen: I ch ttn ein Teil Der Kraft, bie ft« t Da» Böse will u nD dock Da» Gu t e schafft? Turch fein Ver­halten arbeitet un» Der Kriegsminister am besten vor. W>r haben feinen «otitoß gegen bte deutsche Armee unternommen; bat L ff.zier korp» ' st nicht Die Armee! dl» der Redner Pen dem .sogenannten' Herrn Reichskanzler speicki, ruft Pro» iicDciu fr. Macmpf den Redner zur Crtnunp., Je. iannc Herren, der Herr Reichskanzler hat doch Diesen «nsDruck (clbft tn unseren Spradn'chutz eingefuhrt! Sehr gut d. d. Soz T'e i <uc " nta.- tunq b;c- ,'rterpeUation»rrdit» will nur e.n rafd-errv <kr a reu httbctiü6rcn. ein Zwang kann fiaat»rc<f«U.a> r !-t au>gcitbt werben; ba» wissen auch wir. Aber r» gibt auch einen moralischer -.irana! Tic .Germania' schrieb in biJ m vi'.in: .T c . M ora, lischt U nic r1e fl c n c bleibt der Re , L»kanz l er. T-.e CrHcntlidjIeit ,st flefpannt darauf, welche stonsequenzen denr nun Die r-icktsczialdemokratischen McHetze'tsparf en <iu? Dem _ny- 'rauensvot im zielen werden. Werden sie das X'erfafiung»- unb ''iilsturreckt fo reformtetei:, daß ähnl.cke» wie in labern num mehr t>or!cmmcr kann? Ta» märe dock da» mu rette, wo» man ernarten tonn. Sollten sich Die Verbal,niste anDern. bann werben tvit vielleicht auch unsere Betchlüsie ändern. T<nn sie sind keine 2cimcn und auch wir sind cm lebender körper, der iick wrt- entwickell. iHört, hört! 2er Entwicklung kann niemand Einhalt gebieten. Schäften Sie selbst Einrichtungen, ehe sie dazu ge, 1 pungen tr erden. Scbaffei Sie Die preußische ah l. re form. Die so lange versprochen ist.

Reichskanzler Dr. v. Vethmann Hollweg:

Wocnn Die verfassungsrechtliche Entwicklung ruhten wurde, von der der Abgeordnete TamD am Lck»luste seiner tHebe gesprochen hat, DaS beweisen t;e tozialDemekr<st.<chen An­trag: auf Vcrfastungränderinigen. Tiefe Anträge bedeuten eine völlige Verschiebung der Gewalten. Sie vetlangei» tie Ernennung und Entlassung des Reichskanzlers auf Grund eine» Be'chluste» de» Reichstag». Sie verlangen, daß Die Entscheidung über Är,eg und Ktteben Dem ReickStcm überlasten fein soll. Bo4 behütet Da» ar Der», al» Laß bie Macht ynb die Gewalt be» flaifcr«, wie fte von her Bee-