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!führt. Uebechaupt wird in kleinem Ausschnitt echt bäuerliches Leben aus dem Odenwald in großer Treue zur Darstellung kommen. Da ist nichts Geziertes und Gemachtes. Selbst die lSprache zeigt sowohl in dem Dialekte, der gar nicht sehr von nrnftrem oberhessischen verschieden ist (beide fränkisch), als auch besonders in den Nedensarten echt hessisches Odenwälder Gepräge. Dabei ist alles mit einem echten herzerfrischenden Humor durchzogen, und besonders im 2. Auszug die Szenen, die sich vor und bei dem Handstreiche abspielen, sind von -köstlichem, urwüchsigem Witze getragen. Man versteht, luenn 'inan das Stück sieht, wie cs einen förmlichen SiegeSzug durch die Starkenburger und Nheinhessischen Städte und Dörfer halten konnte. Der Dichter ist, wie wir hören, ein hessischer Lehrer, Franz Schmalbach, z. Z. in Heppenheim a. d. B., früher lange Fahre im eigentlichen Odenwalde wohnhaft. Die Darsteller, Mitglieder des Gesangvereins Eintracht in iKlein-Lindcn, sind von flinb auf im Dialekte heimisch, ein Vorzug, der sie über die allermeisten Berussschauspieler hinweghebt. ES ist auch nicht das erstemal, das; sie das Stück auf- führen. Jedenfalls können jedem Besucher sehr genußreiche Stunden in Aussicht gestellt werden. Man wird daher gut tun, sich beizeiten Eintrittskarten, die im Borvelkause in der Musikalienhandlung von E. Challier zu haben sind, zu sichern. -e.
Kreis Alsfeld.
oP. Alsfeld, 19. Juni. In dem Dekanat Alsfeld gingen für die Nationalspchrde zum Kaiserjubilänrn für die evangelischen Missionen ist den deutschen Kolonien und Schutzgebieten 1579.55 Mk. ein.
öl’. Alsfeld, 19. Juni. Auf dem .Holzplatze der Firma Sondermann & Bücking wurde heute morgen der ctiwi 50jährige Arbeiter Heinrich Zerr aus Eudorf, der Sägespäne in das Maschinenhmts gebracht hatte, von einem mit Holz beladenen Rollwagen ersaßt und tödlich verletzt. Der Verunglückte v e r sta r b bald darauf. Erhinter- läsit Frau und Kinder. Es ist noch nicht bekannt, durch welche Ursache der Wagen ins Rollen gekommen ist.
Kreis Schotten.
R. Babenhausen, 18. Juni. Bei der beute hier 1 sicittgefundenen GraSversteigerung von etwa 80 Morgen Wiesen wurde nicht einmal die Hälfte des Gewinnes im vorigen Jahre erzielt. Infolge der guten Aussichten von Grünfuttcr waren keine Steigerer von auswärts gekommen.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 18. Juni. Vor einigen Tagen war eine höhere Militärkommission dahier, welche sowohl die provisorischen Kasernen und den provisorischen Exerzierplatz, als auch das Gelände der neuen Kaserne, den neuen Exerzierplatz besichtigten.
Starkenburg und Rheinhessen.
cf). Bingen, 19. Juni. Das gestrige schwere Gewitter brachte am Mittolrhcin einen wolkenbruchartigen Regen. . Durch das enge Gebirge brauste ein heftiger Sturm, der überall Schäden anrick)tete und durch die engen Talschluchten fuhren W-assermengen nieder, die in der kürz-esten Frist gewaltige Schutt- und Schlamm-Mengen in die anliegen
den Städtchen unb Dörfer führten. Auf dem Dampfer „Rheinftein" wurden durch den Sturm die Sommertenne ^H^risl'en und davongeführt. Fast wäre unter den Fahr- gäften eine Panik entstanden, dock) konnte diese verhütet roerben. Infolge des Sturmes und Gewitters bat sich der Schleppkahn „Vadenia Nr. 3", der im Anhänge des Schleppdampfers „Niederrhein 1" bergwärts kam, beim Bacha- r ach er Werth festgefahren. Das Schiff bekam ein schweres Leck im vorderen Raum, füllte sich mit Wasser und sank.
ch N i e d e r - I n g e 1 h e i m, 18. Juni. Nach der neuen Landgerneindeordnung gehört mit voller Stimmberech- tigung der höchstbestcuerte Grundbesitzer, der ein Viertel der in der Gemeinde aufzu bringen den Grundsteuern bezahlt, oder derjenige, der einen Grundbesitz im Werte von mindestens 25000 Mk., die zu Gemeindebesteuerung heran* gezogen sind, besitzt, dem Gemeinderate an. Von der zweiten Art hat die (Gemeinde zwei Besitzer. Ter eine entrichtet als .Höchstbesteuerter die meisten Umlagen, der zweite hat Grundbesitz im fraglichen Werte. Ter Besitzer, der als Höchstbesteuerter in Frage kommt, wünscht nun Zulassung zu den Gemeinderatssitzungen; das Kreisamt Bingen ist aber der Ansicht, daß nicht er, sondern derjenige, dessen Grundbesitz die Höhe erreichte, die vorgeschrieben ist, ohne Rücksicht wieviel Umlagen er bezahlt, das Recht hat, den Sitzungen beizuwohnen. Diese Entscheidung wird angefochten.
.Hessen-Nassau.
— Willingshausen, 19. Juni. Der Kriegerverein des lieblich an der Antrist gelegenen OrteS fescrt am 29. Juni sein 25jähriges Stiftungsfest. Es werden alle Anstalten getroffen, um ein schönes Fest erhalten zu können. Tic bunte Schwälmertracht, die so viele Maler in unser Dörfchen lockt, bietet dem Auge ein entzückendes Bild, besonders, wenn sich die Paare im Tanze drehen.
X. Hanau, 19. Juni. In der Kinzig ertrunken ist hclite abend der Gelegenheitsarbeiter Hellurann von hier.] — In einer Sitzung der Handelskammer wurde mitgeteilt, daß der große Distelrasentunnel zwischen Schlüchtern— Fulda der Bebraer Bahn nicht vor dem 1. Oktober 1914 eröffnet werden kann.
ok. Wasenberg, 18. Juni. Wahrscheinlich infolge eines Hitzschlages stürzte die 48iübrige Frau eines hiesigen Maurermeisters die Haustreppe hinab. Sie brach das Genick und starb kurz darauf. Tie Verunglückte ist Mutter von sieben Kindern, die zum Teil noch in die Schule gehen.
= Herborn, 19. Juni. Als Nachfolger für den Generalsuperintendenten I). Maurer wurde Hofprediger Ohly in Berlin in Vorschlag gebracht. Hofprediger Ohly entstammt einer alten nassauischen Pfarrfärnilie und steht im 54. Lebensjahre.
h. Dransfeld, 20. Juni. Der unter dem Namen „Papa Bühre" bekannte ehemalige Zimmermann Bühre feierte heute in verhältnismäßig großer Rüstigkeit seinen 100. Geburtstag.
Ihiiverfgtäts-Kad^rictyten,
0. X. Französische Universitätsstatistik. Die Zahl der Studenten, die gegenwärtig an den 14 Universitäten Frankreichs studieren, beträgt 41109. Bor 2 Jahren, 1911, zahlte man 41190 Studenten, sod aß man also sagen kann, daß die Zahl der ©htbenben
wie die der ganzen Bevölkerung stationär bleibt. Männlich- Studierende gibt es gegenwärtig 37053; die weiblichen Studierenten machen etwa '/, der Gesamtzahl, 4506 auS, während die Zahl der, Ausländer 566o beträgt. In den einzelnen Fakultäten stehen immer die Juristen nut der größten Zahl der Hörer an der Spitze, 16763; dann folgen die Mediziner mit 9744; die naturwissenschaftlichen Fakultäten zeigen einen merklichen Aufstieg, 6639 Studierende. 543 mehr als vor 2 Jahren, wahrend die schön- wissenschaftlichen Fakultäten fast ebensoviel Hörer verlieren und heute 6398 zählen. Die Ausländer bevorzugen die naturwissenschaftlichen Fakultäten, die ausländischen Studentinnen die schön- wisfenschastlichen. Bon den französischen Studentinnen gilt dasselbe; außer der schönivissenschaftlichen Fakultät hat nur noch die medizinische eine größere Zahl von weiblichen Hörern.
Verantwortlich für „AuS Stadt und Land" i. B : K. Neurath.
Müller'sche Baöcanftalt.-
Wasser wärme der Lahn am 20. Jllili: 176 R.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.
höchste Temperatur am 18, bis 19. Juni «■ + 22,3 • 0, Niedrigste „ „ 18. , 19. , ■ + 15,5 • 0.
Niederschlag: 1,6 nun.
Juni
1913
Barometer i auf 0° reduziert
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit ।
Relatwe 1 Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Grad btt Bewölkung in gehn«,! her stchld. Himmrlrfl.
Weller
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Die Bauhandwerkerschule zu 5k ob lenz, Löhr- straße 100, welche 1901 gegründet, ministeriell genehmigt ist und unter dec Leitung des Architekten Jos. Mayer steht, fxtt den Zweck, praktisch vorgebildeten Dauhandtverkern jeden Berufes in kürzester Zeit diejenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die zur selbständlgen Ausübung des speziellen Berufes als Polier, Baustihrec oder Meister erforderlich sind. Die Slutfc umfassen in entspreche,wer Mänderung und Zusammendrängung das Programm ähnlich dem einer Baugeioerlschule. Es soll insbesondere der Einsülwung der jungen Baul-aitdwerler in das Wesen unserer heimischen Bauweise besondere Aujmerlfamkeit geschenkt werden. Es sei Ijier bemerkt, daß der Unterricht nur von besonders tüchtigen Fachleuten erteilt wird, welckre eine gediegene Ausbildung gewährleisten. Ta viele Bauhondwerker nicht die nötigen Mittel besitzen, um eine Baugewerst'chule 5 Semester lang zu besuchen, so wird manchem der Äntritt in die Bauha'.cdwerkerschule, die zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung bei genügender Vorbildung nur 1 Semester vorsieht, sehr willlommen sein, da dies eine be- beutenbe Ersparnis zu gewährleisten vermag. In den letzten Wochen haben in verschiedenst .Handwerlskammerbezirken 14 Schüler der Bauha ndwer kerschule ihre Meisterprüsnng erfolgreich abgelegt, davon 10 Schüler mit dem Prädikat „g u t". Weitere 17 Schüler stehen gegenwärtig vor der Aleisterprüsung. Ter Eintritt in die Säwle kann jederzeit erfolgen. Näl-ere Auskunft erteilt und Prospekte versendet kostenlos die Schulleitung Jos. Mayer, Architekt. ___________________________ID276]____________________________ T rinkt Sanitätskraftbier!
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