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Srtfel drei Gräber und im Mai 1857 auf King-William-Laad Schriftstücke, welche besagten, daß beide Schiffe am 12. September 1846 von Eismassen völlig umschlossen wurden, und,daß nach dem Tode Franklins am 22. Mai 1848 die.Ueberlebeichcn, hundertundfünf an der Zahl, die Schiffe verlassen hatten, um unter Croziers Kommando den Groszen Fischflub »u erreichen. Eine völlige Aufklärung über das Schicksal dieses Restes"der Expedition erbrachte' erst die Schwatkasche Landreise 1880—1881; sie ergab, das; alle durch .Hunger und Entbehrtmgen umgekommen waren. Und weiter die Leiden, welche die Mannschaften des Dampfers „Hansa" der deutschen Expedition int Sommer 1869 zn ertragen hatten. Die „Hansa" wurde vom Eise zerdrückt und die Mannschaft gezwungen, sich auf einer riesigen Scholle zu retten, mit der sic vom 70 bis zuml >61 'Grad trieb. Erst nach unendlichen Mühen und Gefahren gelang es den wackeren.Männern, mit ihren Booten Frederiksschaal zu erreichen, von wo sie mit einem Schiss in die Heimat befördert wurden. Furchtbarer gestaltete sich das Geschick der Mannschaft des von Gordon Bennett, deut Besitzer des „Neuhork-Herald", ausgerüsteten Expetzitionsdampftrs „Jeanette". Am 12. Juni 1891 sank die Jeanette" gns eisige Grab. Die Mitglieder der Expedition retteten sich mit ihren drei Booten aufs Eis. Nach wochenlangem Marsche über die tükische, von Spalten zerrissene Fläche brsttcgen sie am' 12. September.die Boote, um das Lcnadelta zu erreichen. Tie Besatzung des einen Bootes erreichte ihr Ziel und sand bei den Tungusen Sibiriens Aufnahme, aber die der beiden anderen ging bis auf zwei Mann zugrunde. Tas von M. Gilder mit dem Dampfer „Rodgers" aufgefundene Tagebuch De Longs gibt über die fürchterlichen Situationen und Strapazen der Expedition Auskunft. Nacht besser erging es der Expedition des Leutnants Greelh — als sic.rm Herbst 1884 in der Nähe von Cap Sabine im Smithsund aufgefunden wurde, lebten von fünfundzwanzig Mann nur noch sieben. Nicht zu vergessen das Schicksal Andrees, der mit seinen Begleitern Strindberg und Eckholm das kühne Unternehmen, bett Pol mittels Luftballons zu erreichen, mit dem Tode gebüßt hat, denn höchst wahrscheinlich ist das luftige Fahrzeug in die See gestürzt. Die Katastrophe, die der Amerikaner Weltmann im Sommer 1894 erlebte, wobei sein norwegischer Dampfer vom Eise zerdrückt wurde, ging für ihn und die Mannschaft noch glücklich ab, aber Schiff und Ausrüstung waren verloren. Die ganze Polargcgend ist in Wirklichkeit ein Schlachtfeld, auf dem Scharen wackerer Männer ihr Leben gelassen Verben. Möge es der Expedition Schrödcr-Stranz erspcrrt'bleiben, das bittere Schicksal jener Braven zu teilen!
vermischter.
* Explosion im Schiff. Aus Triest wird gemeldet: An Bord des Dampfers „Sebeniso" der dalmatinischen Dampfschiffahrtsgesellschaft, der eine Ladung Karbid an Bord hatte, erfolgte heitte nacht eine furchtbare Explosion. Ein Mann wurde getötet, einer tödlich und mehrere Personen mehr oder minder schwer verletzt. Die Beschädigungen des Dampfers sind bedeutend.
kf. Tie Briefmarke als Verräter. „Mag ein Mensch schon etwas auf dem Kerbhotze haben, oder mag er noch als ehrenwerter Bürger durchs Dasein wandeln, auf alle Fälle sollte er seine Marken nicht in einer exzentrisch-indi- widuellen Weise auf seine Briefe kleben." Das der Rat, den ein alter Detektiv in einer englischen Wochenschrift erteilt, und dann erzählt er ein Histörchen, worin er nachweist, daß er durch eine „individuell" aufgeklebte Briefmarke auf die Spur eines Verbrechers gefommen sei. Ihm war bekannt, daß ein langgesuchter „schwerer" Junge die Marken stets in einer seltsamen Weise auf seine Briese zu kleben pflegte, und zwar so, daß oben in der rechten Ecke ein kleines Dreieck gebildet wurde. Zufällig Ivar er nun eines Tages auf einem Postamte anwesend: er sah zu, wie die Briefe sortiert wurden, und wer begreift fein Erstaunen, als fein Auge plötzlich auf einen Brief fällt, auf den die Marke in der oben beschriebenen Weise geklebt war. Kein Zweifel, der Absender konnte nur der langgesuchte Verbrecher sein! Und
an der Halft) des Briefes gelang es dem Kriminalisten, seinen Aufenthalt auszukundschaften und ihn dingfest zu machen.
Kleine Lageschronik.
Am Sonntag abend ivurde die Mark Brandenburg von einem starken Gewitter mit Hagelschlag und Schnee- sturm heimgesucht. Besonders stark wurde der Kreis Teltow und die Gegend um Potsdam betroffen.
Den „Daruiger Neuesten Nachrichten" zufolge ist am Freitag Morgen das Schloß des Oberamtmanns Dr. Mittag in Nada w n i tz vollständig niedergebrannt. Nur die Umfassungsmauern und der Turm sind erhalten geblieben. Der Schaden wird auf 180000 Mk. geschätzt.
Während die Frau des Maschinisten Spedzia in Oppeln die Wohnung verlassen hatte, spielten die Kinder im Alter von 5, 3 und V/2 Jahren mit dem Feuer. Es entstand ein Brand, bei dem die Kinder um kamen.
Märkte.
F.C. Wiesbaden. Vie üb o> -M arktbericht vom 17. Jan. Auftrieb: Rinder (Ochsen lö, Bullen O, Kühe 74), Kälber 103, Schafe -2, Schweine ^43.
Geschäft miuel. Preise für 100 mb
Lebend- Schlacht- O ck> > e n. aewicht
Pollfleischiae. tntSaemäftete. höchsten Schlacht- Mk. Mk.
wertes im Alter von 4-7 fahren .... 52—56 93—100
Tie noch nicht gezogen haben (nngejocht) . . öl -65 91—98
r-unae, fleischige, nicht auSgeinäslete und ältere
vuSgemästete ..... . . ..... 47—50 87—93 B u (l e n.
Pollsteiscbige. ausgeiv., höchsten Schlachtw. . . 47—51 83—90
Bollfleischige, jüngere..... 43—46 76—81
s ä r en. Kn l,>.
2chllsteisckiqe auSgenrästete Färsen Höchsten
Schlacbtivertes . . ....... 51—54 91—96
S'ollflelfchige ausgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis u . Jahren ... . 42—44 78—82
Wenig gut enlwittelte Rar len....... 46—51 87—95
Aeliere ousgemäsiete Kühe und wenig gut ent-
wiclelle jüngere Kühe . . ..... 36—40 71—78
Mastig genährte Kühe uns Färsen..... 31—35 70—75
K ä >. b e:.
Feinste Mastlälver...........68—70 113—117
Mittlere Man- uns beste Saugkälber .... 64-68 107 - 113 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 56—62 94- 103 Geringere c-auglalbec......... 50—55 83—92
to ch a *.*.
Weldeuiastfchass-
Masllämmer und ^lailtzanunel . . . 43 50—44 50 90—92 Schwein:.
T ollstetschige Schweine von 80—100 ü» Lebendgewicht .............. 67-68*/, 86—88
L ollfleischige Schweine unter 80üx Lebendgewicht 67-68 86-87
BoUstelschige Schweine von luO—12U kg Lebend
gewicht ........... 68'/,-70 86-88
Dollsteijehigs Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht “.............. 68-0) 85 - 00
bandel.
** Konkurse in Hess en. lieber das Verwogen der offenen Handelsgefellschaft Stein & Go., Lederwarenlabiik m Offenbart), wurde am 7. Dez. das Konkursveriahien eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Merchach zu Cffenbacn wurde zum Konkurs- Verwalter ernannt. Konkurs'orderungen sind bis zum 23. Fan. bei dem Amlsgericlu Cfkmbad) auzumeldeu. — lieber das Verwöaen des Wirtes Johannes D u I s ch m a u n in Gießen, Selters- »veg 70, wurde am 7. Jan. das Konkursversahren eröffnet Kaufmann L. Altbosf in (' ieöcn wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konknrsforderuugeii sind bis zum 25. Jan. bei dem Amtsgericht Gießen auzumeldeu. — lieber das Vermögen des Steiumetz- meisters Jakob '2113 b a ch in G testen wurde am 9. Januar das
Konkursverfahren eröffnet. Kaufmann 2. Althofs in Gießen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1. Fehr, bet dem Amtsgericht Gießen anzumelden. — lieber das Vermögen des Geschirrhändlers Rudolf W e i n g ä r t n e r in Ober-Roden wurde am 7. Jan. das Konkursverfahren eröffnet, da derselbe die Eröffnung des Konkursverfahrens über sein Vermögen beantragt und seine Zahlungsunfähigkeit dargctan hat. 91 echte an malt Lüft in Dieburg wurde zum Koukttrsverwalter er- nannt. Konkursforderunaen sind bis zum 1. Febr. bet dem Amtsgericht Dieburg auzinnelden. — lieber da§ Vermögen des Jakob S t r e i t in a n 11, Schuhwarenhaudler in Of' enbaeh, z. Zt. unbekannt wo? wurde am 6. Jan das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Weitz zu Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 8. Febr. bei dem Amtsgericht Dfienbach anzumelden.
Die Verjüngung der GesichtsHaüt.
Ein zeitaemäßer Wink.
Die Geuchtshaut erneut fiel) bekannilich dadurch, daß die oberste Hautschickxt sich losschält und burrfj eine neue zarte Schicht ersetzt wird. Besonders im Sommer tritt dies in deutlich bemerkbarer Weise auf. Diesen natürlichen Vorgang nun kann man beschleunigen bezw. jederzeit künstlich Hervorrufen, wenn einem daran gelegen ist, den unschön gewordenen Teint samt Sommersprossen, Mitessern, Pickeln usm. schnell loszuwerden und burch eine fammettveiche neue Haut zu ersetzen. Irgendwelche kostspielige oder umständliche Manipulationen sind da;u gar nicht notwendig. Man verwende einfach reine* Parinolwachs, von dem man sich eine entsprechende Quantität bei jedem Apotheker oder Drogisten holen läßt.
Trägt man reines Parinolwachs des Abends statt der üblichen Gold Cream auf und wäscht es morgens ab, so nimmt dies alle Haiitunreinigkeiten mit und hinterläßt eine rofige, aarte GesichtsHaüt. Infolge der vollkommenen Reizlosigkeit und Unschädlichleit des reinen Parinolwamses wird die Haut an und für sich durch diesen Vorgang in keiner Weise angegriffen, nur die unschöne alte £>aub schicht mit ihren Unreinigkeiten wird sozusagen aufgesaugt. Iss17/
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