BczuasvreiS: monatlich 75P^., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Zeilenvreis: lokal 15Pj^ ausivärls 20 Pienniq Chefredakteur: A Goetz. Peranlivortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz für »Feuilleton", »Per- nnschtes" und,Gerichts- faal": Karl 9teuralh; für ^Stadt tind Land":
Dr. 2)5 Erstes Blatt 163. Jahrgang Samstag, |8. Gttober ltzl3
Der Eichener Anzeiger Ä a.
erscheint täglich, außer EW
WGretzenerMzelger
ggg General-Anzeiger für Oberhessen
bis vormittags 9 Uhr. Rotationr-Nlck UN- Verlag -er Brühl'fchen Univ.vuch UN- 5tein-ruckerei R. Lange. Re-aktion, Lxpe-ition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenleü:' H? B^ck.
Die heutige Nummer umfaht 20 Seiten.
Tageskalender aus dem Jahre 1813.
1r- Entscheidungsschlacht bei Leipzig. 300 000 Mann der Verbündeten kämpfen gegen 200 000 Franzosen. Napoleon kann trotz heldenmütiger^ Verteidi- WNg seinem Gegner nicht standhalten. Die Hessen im Kamps bei Holzhausen, Zuckelhaüsen, Steinberg, Stötteritz. 'Id. Oktober. Der Kamps vorden Toren von Leipzig.
.^ldennrütiges Verhalten der Hessen vor dem Grimm a- rschen Tor der Altstadt. Die Gefangennahme des Prinzen Emil von Hessen mit dem Rest seiner Brigade rn der Innenstadt.
Das 1. Bataillon des Hess. Füsilierregiments entgeht der Gefangenschaft und kommt in Torgau an.
Die wen-e eines Jahrhunderts.
Gießen, 18. Oft.
Ein Gedenktag Europas, nicht nur Deutschlands, ist heute, alles andere in den Schatten stellend, herangerauscht, und der traurige Tod der 26 Insassen des neuen Marinelnftschiffes hat die Stimmung bei noch unt einen Grad ernster gemacht. Tie Schlacht bei Leipzig, die am 18. Oktober eine halbe Million Streiter gegeneinander führte, hat in wenigen Stunden 50 000 Menschen dahingerafft, und man vergegenwärtigt sich heute zunächst das Bild des Schreckens, das der Angriff der verbündeten böhmischen Armee einer milderen Zeit erschütternd vor die Augen führte; „über die unbestatteten Leichen der zwei Tage zuvor gefallenen Kameraden", so schreibt Dreitschke, „ging der Heerzug hinweg, man hörte die Knochen der Toten unter den Hufen der Rosse und den Rädern der Kanonen knarren." Ebenfalls zwei Tage vorher, bei Möckern, hatte der Sieg Yorcks über Marmonts Truppen auf beiden Seiten je 8000 Tote erfordert'. Unter den Augen Napoleons gelang es der verbündeten Uebermacht nicht, die Gegner entscheidend zurückzuschlagen, erst als auf dem rechten Flügel die Nordarmee eintraf und Bülow den alten Feind von Großbeeren, Reynier, wiederum zurückwarf, wurde die Entscheidung herbeigeführt, die des Korsen Rückzug zur Folge haben mußte, da sein linker Flügel unter Ney völlig eingedrückt war.
Mcht nur die Nationalisten, sondern auch die kosmopolitisch Angehauchten, werden heute versucht fein, diese ernsten Blätter der Geschichte eifrig durchzugehen. Ein Weltreick) krachte damals in seinen Fugen, und auch der des vaterländischen Gedankens Entwöhnte muß anerkennen, daß es, namentlich für Deutschland, ein „Befreiungs!- kampf" war, daß die vorübergehenden fortschrittlichen und freiheitlichen Gaben aus dem Westen, aus den Ergebnissen pter großen Revolution, doch den unerträglichen Druck des Despoten nicht aufwogen, der das deutsche Leben verachtete und die nationalen Bedürfnisse unterdrückte. Es waren Kämpfe der Völker, nicht in erster Linie der Fürsten, so klingt es heute aus den Blättern der allerver- schiedensten Richtungen, von der freikonservativen „Post' bis zur „Frankfurter Zeitung" und zum „Vorwärts"; und so wird der Sieg bei Leipzig als blutiger Vernichtungs^ tag zwar ein ernstes Gedenken hinterlassen, aber zugleich doch innerhalb Deutschlands Grenzen als ein erhebender Freudentag, als ein Tag der Wiedergeburt des deutschen Namens immerdar im Ansehen stehen.
Die Ereignisse deS 19. Oktober im Jahre 1813 haben noch ein besonderes Gepräge. Sie singen ein Lied auch von nationaler Verirrung, Scham und Reue. Waren tags zuvor 3000 Sachsen unter Reynier in offener Feldschlacht zur Nordarmee der 58er Inin beten ü6 er getreten, so bot später das Eindringen in die Stadt Leipzig ein Bild sehr nachdenklicher Verlegenheit. Napoleon war mit seinen Franzosen nach dem Rheine unterwegs; die Sieger fanden in Leipzig feine Söldner, feine Vasallen! Wirklich, zumal für den König Friedrich August, der heute die Gäste aus allen Richtungen an dem neu erbauten Nationaldenkmal begrüßt, sind der 18. und 19. Oktober nicht gerade Jubeltage. Ernste Einkehr und heilige Vorsätze mögen da vorwalten. Der Ahne des heutigen Sachsenkönigs hat am 18. Oktober 1813 einen bitteren Kelch leeren müssen. Tie siegreichen Monarchen ließen ihn unbeachtet <m der Tür seines Hauses stehen. Es hat wenig unglückliche Völker gegeben, denen die Flut der Erniedrigung und Scham so bis an den Hals gestiegen ist, wie dem Sachsenlande und den Rheinbundstaaten. Hieraus fließt uns heute vornehmlich die Lehre der Erinnerung. Wir wissen heute den Wert der Einheit des Reiches zu schätzen, wenn es zu Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält. Der Reichsgedanke über alle Kleinstaaterei und Sonderinteressen! Müßten in diesem Erinnerungsjahr die gefährlichen Funken des Partikularis- mus, wie sie die Welsenpartei noch immer aufwirbelt, mcht endlich verlöschen? . . _ . ... r ....
Glorreiche Namen, bei denen jedes deutsche Herz hoher schlägt werden heute wieder genannt: Blücher, York, Gneifenau Das sind die Männer, die in feiner Stunde, ihres Gebens der Fremdherrschaft sich gebeugt hatten, die tatkräftig unb unverzagt das deutsche Ausehen wieder aus- richteten Mein lieber General, Sie haben das Beste getan, Sie sind der Befreier Deutschlands", so sagte am Sffienbi des 19 Oktober Kaiser dllexander zu dem Marschall Vorwärts,'indem er ihn umarmte. Und wirklich, mag des Alten strategische Kunst ihre Mangel gehabt habender war der Unermüdliche, der die Würfel zum Rollen brachte der, im Gegensätze zu dem Führer der Nordarmee, dem Kron- pttn^n von Schweden, vom heiligsten Gefühl für die vaterländische Sache durchdrungen war. Deutsche ^reue und Srfeit, fein Andrer hat sie so bewährt wie Blücher! Und neben ihm Yorck, der Eiserne, bis zum äußersten Opferfreudige, dessen Charakterstärke und Pflichtgefühl uns für alle Zetten lebendig bleiben soll! Wären sie von dem I
Geiste des Zauderers Bernadotte beseelt gewesen: die Siege von Möckern und Leipzig wären nicht erfochten worden.
Wohl selten mahnt uns ein Tag so eindringlich an deutsche Tugenden und deutsche Pflichten, kaum ein anderer erfüllt uns mit solcher Zuversicht und Hoffnung auf des Reiches Gedeihen wie der Tag von Leipzig! Vor einiger Zeit hat eine Zeitung darüber geklagt, daß in deutschen Landen die Verwendung des Superlativs zu sehr überhand nehme, daß man sich int Kultur- und Geschäftsleben mit Ausdrücken oft übernehme, allmählich den Maßstab verliere, um etwas als gut und minder gut zu bezeichnen und schließlich gar keiner Steigerung mehr fähig sei. Tas ist sehr wahr, und gerade das Feste-Feiern ist dafür ein schlagendes Beispiel. Man feiert das 20jährige Bestehen eines Radfahrer- oder Sängervereins, erfüllt die kleinen
Städte und Orte mit lauten Festesklängen, und schließlich' gehen die Mittel aus, um einen wirklich großen Tag würdig zu begehen. Heute vor hundert Jahren erwarteten abends beim Feuerscheine von zwölf brennenden Dörfern die verbündeten Sieger den Sturm auf Leipzig. Tie Stunde verdient es, daß zu gemeinsamem Gedenken die Gemüter zusammengeführt werden. 9hm sollte man aber einen Maßstab für künftige Feiern aufstellen und die in dieser Beziehung etwas verpfuschte Konstruktion unseres Volkslebens solider gestalten!
f.
Die Völkerschlacht bei Leipzig.
Von H a n s H a e f ck e (Berlin).
Nach einem vergeblichen Versuch, Blücher wieder über die Elbe zurückzutreiben, eilte Napoleon auf die Meldung Murats, daß die Böhmische Armee von Süden her gegen Leipzig anrücke, hierher, um schon am 16. Oktober eine Schlacht zu liefern, in die, wie er hoffte, Blücher, der vor seinem Angriff nach Halle ausgewichen war, noch nicht würde eingreifen können.
Dementsprechend stellte er 138000 von feinen 190 000 Mann in großem Bogen von Connewitz über Wachau bis zum Kolmberg auf. Denn darauf, daß hier auf den bereits von der großen Reiterschlacht am 14. Oktober blutgetränkten Feldern die Entscheidung fallen würde, rechnete er so bestimmt, daß er selbst den Rest gegen den von Halle her drohenden Blücher nur in der stillen Hoffnung nordwestlich von Leipzig zurückließ, auch ihn noch größtenteils während des Kampfes nach Süden ziehen zu können.
Schwarzenberg seinerseits glaubte den entscheidenden Angriff gegen den rechten Flügel Napoleons unter dem Schutze des von zahlreichen Wasserläufen durchschnittenen, mit Wald und Busch bestandenen Geländes zwischen Gautsch und Connewitz richten zu können. Deshalb stellte er hier so viel Truppen auf, daß ihm rechts der Pleiße nur etwa 72 000 Mann blieben. Wenig genug gegen ein zahlenmäßig überlegenes und obendrein von einem Napoleon geführtes Heer!
Noch wogte auf der weiten Ebene der herbstliche Morgennebel, als Prinz Eugen von Württemberg die feindliche Stellung bei Wachau an griff; Zu spät belehrte ihn das plötzliche Aufbrüllen von mehr als 100 Kanonen, daß er hier an „den schlafenden Löwen" selbst geraten war. Aber trotz des vernichtenden Kartätschenhagels und obwohl sich alsbald starke Jnfanteriemassen ihm gegenüber entwickeln, hält der Prinz aus — nicht ohne Aussicht auf dauernden Erfolg. Denn inzwischen hat sich Kleist Markkleebergs bemächtigt unter den Fllichen der hinausgejagten Polen und dem Geschrei der Dorfjugend, die der übereifrige Lehrer trotz des Schlacht- getöses zu seinen Füßen versammelt hatte. Wohl konnten sich jetzt die beiden Waffenbrüder von Kulm und Nollendorf die Hand reichen, wohl drangen jetzt auch Gortschakow und Klenau weiter ostwärts gegen Liebertwolkwitz vor. Aber die feindliche Uebermacht machte sich nunmehr in so gewaltsamen Reiterangriffen, in so vernichtendem Artilleriefeuer geltend, daß der ganze rechte Flügel ins Wanken geriet. Schon ließ Napoleon die Glocken in Leipzig seinen Sieg verkünden, dessen er so sicher war, daß er seine Vollendung gemächlich bis zum Eintreffen Marmonts von 'Norden her hinansschie- ben zu können glaubte. .Denn stets geneigt, alles an alles
zu setzen, wollte er hier durch Einsetzen sämtlicher Kräfte den Gegner völlig zermalmen. Aber Marmont kam nicht. Wohl aber zeigten sich jetzt frische österreichische Reiterregimenter südlich von Markkleeberg. Es war die Spitze der österreichischen Reserven, zu deren Abkommandierung von Connewitz sich Schwarzenberg schließlich auf Kaiser Alexanders Drängen bequemt hatte. So war denn keine Zeit mehr zu verlieren; seine letzten Reserven einfetzend, stürzt sich Napoleon auf die schon erschütterten Reihen. Aber auch die Tapferen unter Württemberg und Kleist — unter dem stundenlangen Eisen Hagel bis auf die Hälfte zusammengeschmol- zen — haben das Anrücken der österreichischen Reiterei bemerkt. So beißen sie sich in ihren bisher behaupteten Stellungen erst recht fest. Zwar braust ein französischer Reiter- sturm bis an den Wachtberg bei Güldengossa heran und bedroht die hier weilenden Monarchen. Aber Graf Fedorowitsch Orlow treibt die vom langen Ritt Erschöpften mit nur drei Kosakenschwadronen zurück. Und jetzt treffen auch österreichische Infanterie von Connewitz her und die ersten Bataillone der ruffifchen Garde ein. Noch einmal ein wildes Hin und £>er. Dann senkt sich die Nacht auf die blutdampsen- den Gefilde.
Hier, wo Napoleon die Entscheidung erwartet hatte, hatte er nur den rechten Flügel der Verbündeten zurückzudrängen vermocht. Aus dem linken flatterten zerschossen zwar, aber trotzig wie am Morgen, ihre FAhnen.
Schlimm bis zum Verlust der Schlacht wäre es geworden, wenn Napoleon noch Marmonts 20 000 Mann hier hätte einsetzen können. Aber das hatte Blücher verhindert. Schon im Abmarsch nach Süden begriffen, sah sich Marmont durch die Nachricht von dem Anrücken der Schlesischen Armee gezwungen, bei Möckern, also nordwestlich von Leipzig, zn bleiben. Wohl beseelte die 20 000 Preußen, die Blücher hier unter Yorck angreifen ließ, heilige Begeisterung und todesmutige Opferbereitschaft, aber Tapferkeit und Begeisterung schienen an Marmonts unversehrtem Elitekorps, an seinen) aus trefflichsten Stellungen Tod und Verderben schlendernden Batterien zu Spott werden zu sollen. Da spielte Yorck als letzten Trumpf feine Reiterei aus: ihr Ungestüm reißt mich das schon sich auflösende Fußvolk mit fort. Und jetzt endlich läßt der zähe Widerstand der Franzosen nach. „Anfang, Mitt' und Ende, Herr Gott, zum Besten wende!" Mit diesen Worten hatte Yorck sein Tagewerk begonnen. Desselben Geistes voll stimmten jetzt feine auf zwei Drittel zu- sammengefchmolzenen Bataillone den Choral vonLeuthen an.
Und wohl war Grund zum Tanken: hier bei Möckern war Napoleons Schicksal besiegelt worden.
Sicherlich hätte man schon am Abend des 16. Leipzig einschließen können, wenn Bernadotte sich nicht fünf Meilen hinter Blücher herumgedrückt hätte. Auch jetzt noch kostete es viel, den Zauderer in die Front zu zerren. Die Kosten trug Blücher: er zahlte sie mit der Ueberlassung der Hälfte seines Heeres an die Nordarmee, d. h. mit dem Verlust der entscheidenden Rolle, die am Haupttage der Schlacht von Rechts wegen ihm zugekommen wäre.
Die Wiederaufnahme des Kampfes verschob Schwarzenberg wegen des späten Eintreffens der russischen Reserven unter Benningsen auf den 18. Napoleon, der sich erst am 17. widerwillig genug zum Abmarsch aus Leipzig entschlossen hatte, zog seine Truppen noch in der Nacht zum 18. unter Preisgabe der am 16. behaupteten Stellungen zu einem engen Halbkreis zusammen, der von Connewitz über Probstheida, Zweinaundorf bis Schönefeld lief, dann aber jenseits der Parthe gegenüber dem Schlesischen Heere sich bereits eng an Leipzig an lehnte. Die Verbündeten ihrerseits füllten die große Lücke zwischen der Böhmischen und der Schlesischen Armee im Osten Leipzigs mit Benningsens am Abend des 17. eingetroffenen Truppen und denen der Nordarmee aus, welch letztere freilich erst zwischen 2 und 3 Uhr auf dem Schlachtfelde eintrafen. Denn nicht zufrieden mit einem auffallend späten Abmarsch aus den Quartieren^ hatte Bernadotte die Seinen obendrein wieder einmal große Umwege machen lassen. So kam es, daß die Verbündeten auf ihrem rechten Flügel kaum Fortschritte machten, während man bei rechtzeitigem Eingreifen der Nordarmee von Gohlis her durch das Rosental hätte Truppen vorfchieben und so die Rückzugslinie des Feindes bedrohen können. Aber an der Bedrohung oder gar Verlegung des Rückzuges scheint Schwarzenberg nichts gelegen zu haben. Zog er doch sogar im Laufe des Kampfes Gyula: aus seiner Stellung gegen Linden au über Elster und Pleiße zurück. Die Franzosen konnten nun also unbehelligt ihren Abmarsch antreten. Im übrigen aber wurde, wo immer die Schlacht tobte, mit (Ansetzung aller Kräfte gekämpft. Seine reichste Ernte hat der Tod an diesem Tage wohl um Probstheida, den Schlüssel der französischen Stellung, gehalten. Mehrmals gelang es den Verbündeten, in das Torf erneut)ringen, aber immer wieder wurden sie hinausgedrängt. Schließlich wurden die Angriffe auf Veranlassung der Monarchen eingestellt. Man hatte bemerkt, daß die Franzosen mit dem' Abzug aus Leipzig nach Westen "begannen.
So hatten Die Verbündeten denn doch schließlich gesiegt in diesem gewaltigsten Rückzugsgefecht, das die Kriegsgeschichte kennt. Hatten doch nicht weniger als 300 000 Verbündete gegen 200000 Franzosen gekämpft! Schon diese gewaltigen Zahlen widerlegen die französische Legende: der Verrat der Rheinbundtruppen habe Napoleon besiegt. Denn im ganzen haben nur 4000 Mann Rheinbundtruppen während der Schlacht die Partei gewechselt. Obendrein verzichteten die Verbündeten daraus, sie bereits in dieser Schlacht zu verwenden.
Um 7 Uhr am Morgen des 19. begann der dritte Akt: die Erstürmung Leipzigs. Schwarzenberg hatte jeder Sturm- kolonne eins der Leipziger Tore zugewiesen. So sollte Blücher das Hallesche, Bernadotte das Grimmaische Tor stürmen. Man stieß auf unerwartet harten Widerstand, zumal Napoleon selbst erst gegen 10 Uhr Leipzig verließ. Aber auch dann noch konnten die Verbündeten nur langsam vorwärts kommen. Erst gegen 11 Uhr, als Napoleon bereits


