Ausgabe 
18.2.1913 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

IDgSS»

Besitzwechsel.

Unter Rührung de-

einzelnen Bauperiooen deS Schlosses.

I kLüllch früher x

Zwei 2-3im jiatj.gfltcti

Werner-- Hersfeld (Ref.-P.) bespricht die Verhältnisse' der

/

Damei-forlras

Ter Borstand.

D,,'t

CAFE AMEND

nunff von Presse und Publikum.

(01110

*9 p'«ki'$c.

Itidiaffcnburn.

<

c)

I Srotzer Schlachtfest md J Münchner Soäbiersest

HeihrjanrfsFarben

In Glessen bei August Förste, Bah hoßtrasse 65.

A.Salemont Cie.

v/

K

>

Färbezu Mäuse

3n6rcC*bcrid)t u. Rcch- nunneablnfle.

Verhältnis z.fort'chritt> lidicn Volkspartei.

Boritandswohl.

al b)

Liebigshöhe. i

JmcrstoiU-fiUljt:

traten bewilligt.

Vizepräsident Dr. Paasche: Während der Rede des Abg.

jetzt und wird zur Drbnung gerufen.

Lic. Mumm (persönlich): Dr. S ü d e k u m hat das bestätigt, was ich gesagt habe. (Gelächter bei den Sozialdemokraten.)

Dr. Südckum (Soz.): Sie sehen, wie recht ich hatte. Es widerstrebt der Natur des Abg. Mumm, anzuerkcnnen, daß sich meine Worte nicht aus die Lebenshaltung bezogen.

Liz. Mumm (Wirtsch. Vg.): Ich habe nicht von dec Lebens­haltung gesprochen, sondern nur das Wort sestgehalten.

Die Resolution H u b r i ch, welche die Gleichstellung der in

Weltbekanntes Fabrikat ersten Ranges < Solide Prebe . .

Schäfer V. zu Kirtorf au§ Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift ,Fs.r treue Dienste* am Bande des Verdienstordens Philipp- des (Aro6mütiaen verliehen.

L. U Reitinstitut. Wir macken die Freunde des Reitsports darauf aufmerksam, daß das Rcitinstitut der Landesuniversität, dem seither der Univer itäts-ReiUehrn Creutzburg vorstand, zum 1. April d. Zs. neu organi­siert wird Die Verhandlungen zur Gewinnung eines tüchtigen Reitlehrers sind bereits im Gange.

Einbruchs Diebstahl. In Frankfurt wurde m verflossener Nacht von Einbrechern ein Uhrengeschäft au», geraubt. Für etwa 25 000 Mk. Uhren fielen den Dieben m die Hände.

/ <ln proMifdter Weg- I weiser?utn «intoaf

Griental.Teppiche

Reid» lUuftrlerte 0«* fthürc grotie »urd>Z

Teppichhaus Eberharö jranffurt am wat» . Zeicden«strotze üe. 1 .

zur Ordnung rufen. >Dr. Arend, Ref.-Part.: Alle hundertzehn!). Es meldet sich niemand. Abg. .Haberland (soz.) meldet sich

der Kunst geichuhriegelt. Man läßt sie 18 Seiten lange Fahr­pläne wörtlich auswendm lernen. Das ist eine Menschenschinderei.

Kiel Fortschr. Vv.): Ter Staatssekretär sprach die Be^ fürchtung aus, daß infolge der Zulagen auch andere Beamten- klassen mit Wünschen kommen werden. Das ist aber nur natür­lich. Die Postbeamten sind trotz ihrer Unzufriedenheit durchaus loyal. Nock gestern habe ich einer Versammlung beigewobnt. Es wurde der Unzufriedenheit und dem Unwillen drastisch Aus­druck gegeben, aber ausdrücklich wurde gesagt: Sozialdemokraten werden wir nicht. (Abg. Ledebour: Aus Ängste Nein, nicht

«trMrittliiHelitiiifitr PiliMWmin.

Montag, 24. Fcbr. 1913, abends 8V* Uhr, int Hotel (WroHhmoa von Hessen-. 1 Portraa des Herrn rand.

phiL Rudolf Braun über das »Iesnitenaesep".

2. General Versammlung.

. «ab

W^v'stst

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für "utivoi, den 19. Aebr. 1918 Weclselno beiublit, ohne erhe liebe Niedersckläge, ,troll, Öiiivinö.

Mel Victoria

Mittwoch, 19. Febr. 1913, ab 6 Nhr abends:

Oberpostpraktikanten.

Dienstag 1 Uhr: 1. Anfragen; 2. Wahlprüfungen:

3, Postctat (Forts.) --- Schluß 6 Uhr 15 Mim

Mittwoch nachmittag 4 Uhr Schüler- u. Familien-Vorstellung mit total neuem Programm.

Preise 50, 30,20 Pfg., Erwachsene doppelt. Karten

flartoffelbänblcr Slarl Sier gehörige Slnmefen Dammstroßel Nr. 46 wurde für die Summe von 29 000 Mk. an die Schremermeisler Vetter & Wagner verkauft.

Starkenburg und Rheinhessen.

d. Mainz, 17 Febr. Der Großherzog und der Herzog-Regent Johann Albreckt von Brann, schweig trafen heute nachmittag im Automobil hier ein. Im Schlosse nahmen die Herrschaften einen Imbiß ein und dann begaben sie sich nach dem kurfürstlichen Schloß in« Mitseum. Der Großherzog zeigte sich sehr orientiert über die

Kuckhoff (3tr. : Ten Beamten ist damit nickt ge­holfen, daß der Abg. Wendel hier stundenlang Simplizissnnns- fäte macht. Tie erste Ehrensache für sie ist, der Verwaltung Treue zu halten. Wenn die Sozialdemokraten es anders hallen, ,o ist das eine Beleidigung, d.e fick die Beamten unter allen Um- 'öeiterfnt.) Vor zwei Jahren Hal der Bun-

Zum Vortage sind Gäste willkommen. [D18/!

I. 2t. des Vorstandes: Pros. Urstadt

halten über:

Warum so viele nervöse, kranke Frauen und unzufriedene Ehen? Der Weg zu idealer Schön­heit de' Körpers und d-r Seele. Das Seelen­leben der Frau und die damr verbundenen Leiden. Unentgeltliche Beantwortung über Franc n leben. Franc n liebe, Frauen leid en über Magerkeit, Korpulenz, Blutarmut, Bleich­sucht. Kropf, dicken Hals etc.

Ich kenne dich! (Gesichtsausdruckskundei. Von anwesenden Damen werden nach Kopf- und Handform, Clinruktcrbenrteilungon jr-geben. (Hochinteressant) Welches Tempe­rament haben blond,, brünette, schwarzhaarige Personen? Welche Charaktere passen in der Eh.« znsain" on und welche stoßen sich ab? Welches Mädchen fällt ?

Der Fort rag I-t neu hier, kein Reklame- vortra*rund sollte von keiner Dame ü'ierlSJahrc versäumt werden. Die ruf diesem Gebiet un­erreicht e und berufenste Rednerin wird für Leben. Ehre und Gesundheit wertvolle Winke I und Ratschläge geben.

Ueborall volle Säle und glänzende Anerken-

Aur Stadt unfc fditö.

(Siehe n , 18 Februar 1913.

** Tageskalender für Dienstag, 18. Febr.: Stadt­theater:Hinter Stauern/ Anfang H llhr.

Dortrag des Landes - Woinm::gsinst'eflors Grehsckel- Tarmstadt nver Wobim.tgsfrage tntd Wohnungsreform. Abends 8llhr imEinhorn". ,

* Ordensverleihung. Der Großherzog Hal dem Forstwart der Kommunalsorstwartei Kirtorf Hck.

Dank.

Ich litt seit 2 Jabren at ,^>schiaö". Heiligen -)lernt* idimere en von der Hüfte a" der dimeren Seite devBeine» enilang. bis zum i>uh, roo» durch ich meinen Berns ein- stellen muhte. Alle Äiuel halsen nichte-. Tuitdi öao au tällige lesen einerTankiaauui in der Bettung auf vertu s?.M. LckneidcrinMeihcu. Wettiunrane 29, atiimerb sam gemacht, wendete t® mich sofort nn diesen. V brachte nur durch einfache schristlichc Behandlung voll­ständige Heilung, deobalb i® biermit verrn F.M.Lchuet der tnnigst danke and iedc« ähnlich Leidenden wärmsten» empfehle. Ihv1 i

Zuliiis iifimoli in Sin1 hetfen bei ipoiinn o. M.

Direktors Pros. Dr. Schumacher und Pros. Neeb wurden die Säle deS Museums durchwandert; auch ließ sich der Großherzog die Stelle des Einbruches zeigen, bei dem der stmserbecher gestohlen worden war. Zuletzt wurde die Stein- Halle, in dec sich die Jumtersäule befinbet, besichtigt. Nach 6 Uhr begaben sich die Herrschaften wieder nach Darmstadt.

Hessen-Nassau.

Ha nau, 17. Fcdr. TaS Thüringische Ulanen­regiment Nr. 6 leitete die aus Anlaß seines 1 OOj ä fo­rt ge n Bestehens vorgesehenen Festlichkeiten mit einem BegrüßungSkommerS ein, der in dem 260«) Personen fasten­den Festzelt stattfand. Amvesend waren u. a. eine Abord­nung des Infanterie-Regiments von Lntzow (1. Rheinisches) Nr. 25, ferner Abordnungen der Städte Ml'cklbaufen, Langen­salza, Paderborn und Lippstadt, in welchen Städten das Regiment früher garnisonierte. Bon den Ehren ist beroor- znheben die Stiftung der Reserveoffiziere von 13 850 Mark zum Besten deS UnteroifizierkorvS.

men kein Postscheckamt erhalten. Eine Telcphonverbtn- b n n fl mit England wäre das äußere Zeichen einer direkten Annäherung zwischen den beiden Völkern, für welche die Zeitungen in sehr verdienstvoller Weise gewirkt haben. Man brau du nur zu wollen. Die deutsche Industrie würde imstande sein, sofort ein Habel für diesen Zweck herzu stellen. Das Regierungs­jubiläum des Kaisers sollte die Regierung nickst vorübergehen lassen, ohne eine künstlerische Jubiläums marke aus­zugeben. Sie würde damit ein ganz großes Geschäft machen, und dann würde diese Marke annähernd dasselbe tun, was unsere Marine tut, wenn sie im Auslände den deutschen Namen vertritt.

Vizepräsident Dr. P a a s ch e bittet, bei der Besprechung nicht aus alle Einzelheiten einzugehen. Wir kommen sonst nicht weiter. (Lebhafte Zustimmung.)

Bnkwpisno anerkannt crstklaistacS i>a- brikauwofürcritcReierenzen au Diensten Zehr günstige FabrikalionSweue durch gut cinflcriditetcn Nroßbetneb. Deobalb icbr billige Preise für beite Cualität u. sicherste ltzaranttc. Man nerl. HataL Vianoiorte-Iabrik Wilhelm Arnold, kgl. bayr. Hoftiefer..

Die bekannte Psychologin und Hygienikerin

Frau Annl Rnhlngcr, Stuttgart, Villa Anita, wird am ÜKtwoch. den IV. Februar, ahcndM punkt 8'', Uhr. im Saale desHotel Eiithcri> hier einen interessanten, wissen­schaftlichen

Tos dem Mehl-, Frucht- und

lSi

Ausschank des St. Benno. [01217

Mittwoch, 19. Februar, ab 8l/g Uhr Humoristischer Bock - Bier - Abend mit verstärktem Orchester

Letzte llacbricbrcit.

Hessische Zweite Kammer.

bs. Darmstadt, 18. Febr Abg. Ulrick (Soz. teilt vor Eintritt in die Tagesordnung mit, daß die Abstimmung seiner Partei über die Groß!,. Zivi lliste irrtümlich er­folgt sei. Finanzminister Tr. Br a it n macht dann längere Ausführungen über die Eisanbahnen, besonders die Neben­bahnen.

2Zii

Wjoemjji

S&isS

Vnrittfn- l* e*6u*s.

LML-

IfcÄsSr

gpril au ö

^bnänTuiL "7ttim. u. ac

' ^jckcr^tr

ständen verbitten, (»eiterfrit.) Vor ,wei Jahren hat der Bun­de s r a r auf die Resolutton des Reichstags ohne iede Begrün­dung erklärt, er gebe ihr keine s^olge. Jetzt gibt der Staats­sekretär die Begründung, der Reichstag habe kein Recht, derarttge Beschlüsse zu fassen. Tie Folge wird fein, daß dte Erbitterung unter den Postbeamten immer mehr um sich greift, und warum? Weil die Beamten aller Kategorien sehen, daß von den Bcrlretcm der> ganzen deutschen Volkes ihre jetzigen Gebaltsverhältnisse nicht für zulänglich angesehen werden, und daß die Verwaltung trotzdem ablehnt. Tic Beamten der Ostmark sind empört, bafe ihnen 10 Prozent des Einkommens .durch F o r t f a l l d e r O st - markenzulage entzogen werden sollen. Das sei ungerecht. .Sehr richtig?) Es ist aber ungerecht nickt durch unsere Schuld, sondern durch die Schuld derer, welche die Zulage damals ein-

gLSM

l nm hilf

geführt haben. .

Staatssekretär Kr aetke: Tie Vertreter der polnpchen Frak­tion haben nichts anführen können, was den Beamten irgendwie zur Last gelegt werden könnte und was darauf schließen ließe, daß die Ostmarkenzulaae auf den Charakter des Beamten oder auf die Erfüllung ihrer Dienstpslichtcn nachteilig eingewirkt hätte. ^Widerspruch im Zentrum.) Einzelfällc, wie sie hier aus­geführt sind, kommen in jedcm großen Betriebe vor. Kein Vertreter der polnischen Fraktion bat sagen können: dieser oder jener Beamte behandelt uns schleckst. Weder gestern noch vorgestern ist etwas mitgeteilt worden, was irgendw.e belastend wirten könnte. Wenn einmal ein Brief zu spät bestellt w rd, darf man doch nicht den Schluß daraus ziehen, daß cs mit Absicht ge­schehen ist. (Zuruf.) Tic Beamten begiefoen ein Gehalt wie die preußischen Beamten. Tas ist auch der einzige Grund gewesen, daß wir die Ostmartenzulage eingeführt haben. Dann hat man mich gefragt, wie ich zu den neu beantragten Zulagen stehe. Ehe der Bundesrat nicht entschieden hat, kann ich keine backende Erklärung abgeben. Gewiß mag bei der Desoldungsordnung dieser und jener Klasse nicht ganz ihr Recht geworden sein. Aber j cb.tr muß eben abwarten, was infolge der Anträge des Reichstags von selten der Regierung geschieht. Eine Differenzierung der Assistenten aus dem Zivilanwärterstande und den Militär- amvärlern wird nicht gemacht.

Lic. Mumm Wirtsch. Bgg.): Für Sonntagstelegramme sollte ein Zuschlag erhoben werden. Die Kinderzulagen lind ein außerordentlich ethischer Gedanke. Er ist schon vor Jahren von Adolf Stöcker angeregt worden. Tie Haltung der Sozial­demokratie hier wirkt sonderbar, wenn man bedenkt, daß sie in der Kommission geringschätzig vondickpanzigen" Postbeamten gesprochen haben. (Hört !hört!)

Dr. Südekum soz.): Diese Behauptung ist schon vom Reichsboten" ausgestellt worden. Ich habe den Ausdruck ge­braucht, aber lediglich in foezug auf die kommnnalpolitischc Tätig­keit massenhaft in einzelnen Orten angesiedelter Reichsbeamtcr und nickst in bezug auf ihre Lebenshaltung. Ich bin nicht naiv icnug, zu glauben, daß Herr Mumm nun von seiner Behauptung lassen wird. Das ist mir aber auch gleichgültig. Aber es gibt a auch Leute, auf deren Urteil ich Wert lege. Für sie möchte ich diese ErÜärung abgeben.

Tas Gehalt des Staatssekretärs wird gegen die Sozialdemo-

Enver Ber ermordet'?

Konstantinopel, 18. Febr. Einem Gerücht zu­folge soll Enver Bei ermordet Ivorden sein. Ang-.V- lick soll ein Racheakt vorliegen und die Mordtat auf ein« Schiff vorgefallen sein. Das Gerücht, das in den Blätter« nicht erwähnt wird, ist bisher u n b e st ä t i g t g:blieben

Zwei türkische Forts genommen.

Konstantinopel, 18. F.br. Im Marineministerinm geht das Gerücht, daß die Bulgaren nach hartem Kamps die Adrianopeler Forts Viktoria und Napo- leon genommen haben.

Die türkischen Verluste bei Bulair.

Konstantinopel, 18. F.br Die bulgarischen Ein­gaben über die türkischen Verluste bei Bulair sind sehr übertrieben. Die Türken verloren 300 Tote und viele Venvundete.

Der Brand in St a mb ul.

K o n st a n t i n o p e l, 18. Febr Der Brand von Slauv bul war gestern Abend 11 Uhr noch nicht gelöscht. DaL Feuer entfernte sich von der Hagia Sofia und wandte fiffl der Moschee des Sultans Achmed zu. Bis jetzt sind 20Ö Häuser verbrannt. ]

Aurland.

Französische H e er es verme hru ng.

DerTemps" gißt bekannt, daß die Regierung im Laufe der nächsten Woche drei wickttge Entwürfe betr. die Vermehrung des Landhceres bekannt geben werdc. Es wird ein dring­licher Kredit von 70 bis 80 Millionen Franc s ver langt werden, der dazu bestimmt ist, noch vor Iahresschluß die auf mehrere Jahre vertellten Vermehrungen durchzusühren, ins­besondere die betreffs der b e f e st i g t e n P l ä tz c , der Umwand­lung der Granaten und der weiteren Vermehrung der Artillerie­munition. Ein zweiter Kredit, welcher sich auf mehr a l s 500 Millionen Francs belaufen dürste, werde noch vor Ostern vom Parlament verlangt werden, um verschiedene Rüstungsreformen, namentlich die betreffs der festen Plätze, der Artllleriemunition, der schweren Artillerie und der Militär- luftschiffahrt zu einer bestimmten Frist möglichst rasch, eventuell mit Hilfe der Prioatindustric, durchzuführerr. Ferner wird der .Kriegsminister in der nächsten Wockc ein Programm behufs Vor­bereitung der als unerläßlich erachteten Vermehrung der M a n n s ch a s t s b e st ' n d e vorlegen. Diese Anträge werden vom Ministerrat unverzüglich geprüft werden und rascheste Genehmi­gung erhalten. Die in Betracht kommenden Lösungen sind: 1. die Rückkehr zum dreijährigen Tienst für gewisse Waffen­gattungen, 2. Einführung eines dreißigmonatigm Dienstes für al le Watz en, oder eine Verquickung dieser beiden Probleme.

Deutscher Neicb-tag.

Berlin, 17. Februar.

Am Tische des Bundesrats: Äraetke.

Tas Haus ist schwach, die Tribünen^sind st a r k besetzt.

Präsckent Tr. K a e m p f eröffnet die Sitzung um 1.20 llhr mit einem Nachruf an den gestern verstorbenen Tr. S ch ä d l e r, dem langjährigen Zweiten Vorsitzenden der Zentrumssrattion. Sein Andenken als das eines treuen Kollegen wird bei uns stets in Ehren sein Tas Haus hatte sich von den Sitzen erhoben.

Ter Postetat.

(Vierter Tag.)

Zu b eil (soz.): Tie vielen Millionen, die zu unkulturellen Ausgaben mit dem Ziel der Menschenschlächterei dienen, und die aus den Postüberschüssen genommen werden, sollte man für die Ausbesserung der Beamten verwenden. Ich werde sehr aus führlich sein müssen, wenn ich auch nicht eine Antruksche Acht,- stundenrcke halten werde. Aber mein Material ist gewaltig. Von dem warmen Herzen des Staatssekretärs spüren die Beamten nichts. Sic haben das Vertrauen zu ihm verloren, und das gleiche gilt auch vom Publikum. Ten Beamten gegenüber heißt cs sparen, sparen, sparen! Herr Kraetke ist Junggeselle mit 44 000 Mk. Gehalt. Er sollte einmal für zwei Jahre auf 40 OOC Mark verzichten und sie den Beamten zur Verfügung stellen Er soll nur versuchen, mit 4000 Mk. auszukommcn. Tann imre er vielleicht Verständnis dafür gewinnen, was es heißt, mit 1500 ober 1700 Mk. auszukommcn und fünf, sechs, sieben Kinder zu haben. Die Sekretäre sind fast alle durch den Aufsichtsdicns in Anspruch genommen. Im übrigen heißt es überall in allen Acrntcrn sparen. Der Redner sprickst mehrere Stunden lang über die Löhne der Lelephonarbciler, über die Verteilung derllnterstützungen, über Diensteinteilung usw. Die Markeiiverkäuferinnen in ihren engen Vogelkäfigen sollten dock wesentlich 3Mk. täglich bekommen Unsere hier vorgebrachten Beschwerden verhallen ungehört. De» Staatssekretär und der Unterslattssekretär sitzen hier, aber sie

scheinen Watte in den Ohren zu haben. So viel Aufsichtsbeamten | u u , v wutvlw vv v_ MMy.

wie bei der Post gibt es nur noch in Zuchthäusern. In Köln ft^boir ist jetzt von den Sozialdemokraten, wie sich erst jetzt muffen bte Telephonistinnen sich ln em Buch, cintragen, wenn ail5 foent Stenogramm ergibt, der "Ausdruck , Schwindelmeier" sie eine Notdurft bem*ten mufien T/e Postverwaltung muß ge allen. Ick weiß nicht, mer das gesagt hat. Es ist aber durch- s'ch. vor der ganzen Welt tchamen über solche machen Am dem au§ unzulässig. Ich muß den Herrn, wenn ei sich meldet, Postamt. Berlin , 48 werden bie Beamten nach allen Regeln -ur Ordnung rufen. ,Dr. Arend, Ref.-Part.: Alle hundertzehn!).

Cafe Leib, Giessen

Grönaer Thcatcraael

Heute, Dienstag, q. mo?t]. Mittwoch

abends 8'/, Uhr 01234

Abschiedsvorstellung

des

Holkünstlers ßellachiöi mit seinen hochinteressanten Darbietungen auf dem Ge­biete der Magie u. Illusionen. Neue Sensalionsprogramme. Vorverkauf und Preise wie bekannt.

! KaffeeKonzert

3 Zim

I Dani. IVobn., I U Suche u. ;'>ub( ii verm. Näh. tzllwiitzronc i-zmer-L M Müblilr.

-chont 3-Zim alt allem.Snbc 11401 -chöv

|Verse.

1 stock (bish.

liäu.Lud Än 3 ui 3u Wilhelm-, üii vorcksttahel 4-5 u. 56=3 wuifitlid) aus wai.zuvei

Üllboft 5 ultpijoii rZg, "6-W.,t.(

(289)

«Hoii preise ^"41 Linker

täumc,lc jawn nnbern

JflSOubtc*i

JamitiVuT; w vermieten

aus Angst. Ich Tenne die Leute, sie sprechen aus ihrer Ueber- Elsaß-Lothringen beschöstigten Post- und Tclegraphcnbcantten mit zeugung. Was das Post s ch e ck g e s e tz anbetrifft, so barr nid)t ocn Beamten der Betriebsverwaltung der Reichscisenbahncn in das fiskalische Interesse hier maßgebend sein, soitdern allem, Bezug auf die Gewähtung nichtpensionsfähiger Zuschüsse fordert, das Interesse des Verkehrs. Auf die Dauer tvcrden «ich die Ein-1 ^5 angenommen.

nahmen dock erhöhen. Aus unverständstichcn Gründen hat Bre- r*

1 XUtuCLiOf ''VjAeetTW

Xu u«1

| Kolonialgescllschaft Abt. ßiep

Wir machen unsere Mitglieder auf den Vortrag' Il von Dr. Anita Augspurg (München) aufmerksam, I die am 21. Februar, 8*/2 Uhr, im Hotel Großherzog I von Hessen auf Veranlassung der Ortsgruppe Gießen I iür Fiauenstimmrecht über ,,Rassenknltur and 1 Frauenbewegung sprechen wird.

. Iür. 'W' Sfr irtifiurier str Mil^vermi Zimi iWMjti, | ^lv»crw. Ifternrake H tos WM I l^immcr Wo iMr.Äauenan 14 orrmieten. I* | drin tttiiaer, D