Ausgabe 
18.2.1913 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

Dienstag, 18. Sebruav 1915

165. Jahrgang

ots vormittags 9 Uhr.

Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a.

pte heutige Nummer umfaßt 1> Seiten.

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Opfer gefallen.

Schneestürme.

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Unerfennungen!

Onb 32 Millionen Mark und vom Gesamtbudget des König- , veichs 21,8 Prozent. Auf einen Einwohner Bulgariens en - 8,4 Mark für den Kriegsbedarf.

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Mann; der Truppenstand damals, also der fog. Friedcns- stand betrag 3516 Offiziere, 415 Beamte, 4882 Unteroffiziere, 56 794 Mann, 10 000 Pferde. Jetzt, im Balkankrieg, ent­hält die Operationsarmee (aktive und Reservearmee) 216

(Dienstag undJreitag); zweimal monatl. Land rvirischaflliche Seitfragen flerniprcch - Anschlüsse:

Deutsches Reich.

Ein Besuch des Kaiserpaares in Gmunden?

DasBerliner Tagebl." meldet aus Gmunden: Nach den neuesten Dispositionen soll das Kaiserpaar im März hier eintreffen. Die Kaiserin wird ihre Tochter den Schwie­gereltern zuführen. Tie Kaiserin hatte schon aus Anlaß der Verlobung ein herzliches Handschreiben an den Herzog von Cumberland gerichtet.

Dem Reichstag

ist eine Anfrage der nationalliberalen Abgeordneten B a s s e r m a n n und Freiherr v. R i ch t h o f e rt zugegangen: Welche Maßnahmen zum Schutz der Deutschen in Mexiko sind seitens des Reichskanzlers erfolgt?

Sofia, 18. Febr. Heftige Schneestürme erschweren auf den thrazischen Kriegsschauplätzen die militärischen Ope­rationen schwer.

Bezn^svrel »: monatlich 75 Li., viertel« jährlich Üif. 2.20. durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Li.: durch die Bost Mk.2.vierteb jährl. ausichl. Beüellg. Zonenpreis: lokal 15'1)1., auswärts 20 Pienniq. Chefredakteur: A Goetz. PerautivoNlich für den politiicheu Teil: August Goetz; für .Feuille« tou",Vermischtes" und Gerichtssaal": St. Neu­rath; fürStadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: y. Beck.

Bataillone, 58 Maschinengewchrkompagnieen, 37 Eskadrons, 158 Batterieen, 12 technische, 3 Festungsartillerie-Batail- lotie mit einem 6>efechtsstand von 2,2 003 Mann, 6000 Rei lern, 722 Geschützen. DieVollswehr", wenn es zum äußersten käme, soll 72 Bataillone aufstellen. Die bulga­rische Feldartillerie führt nur durchwegs Schnellfeuer- Geschütze Canct, die Gebirgsartillerie zum Teil Schneider- sjches, zum Teil Kruppsches Schnellfeuermaterial. Tie Ge­birgsartillerie hat altes Kruppsches Material. Die neuen Batterien haben vier, die alten sechs Geschütze: zusammen 182 Gebirgsgeschütze (128 neue, 54 alte). An schwerer Ar­tillerie wurden von Schneider in Creuzot 36 Haubitzen geliefert. Außer der Infanterie ist jetzt auch die Kavallerie '«Division) uitd die Reservearmee mit Maschinengewehren ausgerüstet; insgesamt sind 232 Maschinengewehre vor­handen. Die neun Divisionen sind in drei Armeeinspektionen Ufammengefaßt, die im jetzigen Balkankrieg als Armee- lommandanten fungieren, wobei die Zahl der Divisionen verdoppelt ist.

Mit diesen Zahlen vergleiche man nun die Angaben Bei" rumänischen Rüstungsmacht, die soeben bekannt iiverdcn. Das rumänische Kriegsbudget beträgt 70 Millionen ~ 56 Millionen Mark, das sind 14,7 Prozent der Gesamtausgaben. Auf den Kopf entfallen in Rumänien jährlich 16 Lei ----- 8 Mark. Das Rekrutenkontingent be- ircgt 51130 Mann für permanente Truppen, 3540 Mann Hüt den Wechseldienst (Calaraschi), 653 für die Marine. Der jsZriedensstand: 4339 Offiziere, 3663 Unteroffiziere, 85 603 |iDtanu, 20 372 Pferde. Tie Infanterie formiert jetzt im »Frieden 40 Regimenter, (32 zu 3, 8 zu 2 Bataillonen) mit Ijc 1 Reservebataillons-Kader und 1 Maschinengewehrseklion

Nr. 41

Der Siebener Anzeiger erfdicint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal roorbentlicb ®kftenerSamilknblätter, zweimal wöcbenllRieis: blallfürdenNrrisGiehen

befindet. Wir trafen sofort die nötigen Vorkehrungen. Diese feindliche Kolonne begann gestern mit der Befestigung der Hügel lvestlich Sofas. Sonst ist keine Aenderung zu ver­zeichnen. .

Getinj e, 17. Febr. (Aus amtlicher montenegrtm,cher Quelle.) Die montenegrinische Artillerie der Kolonne M a r- tinolvitsch bombardiert von verschiedenen Stellen Skutari, wobei man darauf Bedacht nimmt, daß die Ge­schosse nicht in die Stadt fallen, wo auf einer großen Zahl der Häuser weiße Fahnen wehen. Die Türken errichteten Verschanzungen in allernächster Nähe der Stadt.

Wieder ein Brand in Konstantinopel.

Konstantinopel, 17. Febr., 5 Uhr nachm.). Iw Stambuler Viertel Sultan Ahmed wütet ein Brand, der große Dimensionen anzunehmen droht.

Der Brand ist unweit der Stätte der großen Feuers­brunst ausgebrochen, der im Sommer mehrere Stadtviertel eingeüschert hat. Der Brand nahm infolge des herrschenden Windes großen Umfang an. Etwa 50 Holzhäuser, sämtlich von Muselmanen bewohnt, find bisher den Flammen zum

sacculi" mit ihrem in seliger Verklärung ausklingendeir Schluß. Das Soloauartctt konnte nur Kräften hohen Ranges anvertraul werden: Kammersängerin E. Tester aus Stuttgart (Sopran', Frau P. Werner-Jensen aus Berlin (Alt), Herr H. Wormsbächer aus Hamburg (Tenor) und Herr O. Schwendy aus Berlin (Baß). !Näheres über die Person lichkeit der Künstler s. im Samstagblatt.' Die Solo-Partrcu der Missa stellen in Hinsicht auf Tonbildung, rhythmische Festig feit, Atemtechnik und geistige Beherrschung die höchsten Anforde­rungen, und die vier Künstler bemühten sich mit schönem Er folg, denselben gerecht zu werden; besonderen Glanz konnte die Stimme der Frau Tester entfalten, ein hoher Sopran von unge meiner Maugfülle und Sicherheit. Gegen Schluß des Werkes fanden auch die, im allgemeinen mit weniger dankbaren Aufgaben bedachten Vertreter der drei anderen Solostimmen Gelegenheit zu wirksamer Entfaltung ihrer schönen künstlerischen Mittel, zumal im Anfang des Agnus bei das im übrigen wohl der rätsel­hafteste Teil des großen Werkes ist; die auffallenden musikalischen Episoden gegen Schluß sollen nach der Absicht des Tondichters wohl das Ringen und Flehen um Frieden in äußeren »nd inneren Kämpfen k-arstellen. Kaum einer besonderen Bekräftigung be­darf, daß die Direktion Trautmanns eine ebenso feinfühlige wie energische war, und daß das Meininger Orchester seine heutige, überwiegend in breitem alfresco-Stil sich bewegende Aufgabe mit derselben Bravour bewältigte, wie die mehr vcrtuopn Kleinmalereien des gestrigen Abends. Die Orgelpartie lag in den bewährten Händen des Herrn Organisten O. G ö r l a ch.

Ein Rückblick auf das in diesen festlichen Tagen Geleistete verpflichtet zu wärmster Anerkennung für alle Beteiligten. Leistungen wie diese, außergewöhnlich nach Umsang und Güte, gereichen unserer Stadt zur Ehre und legen dem Publikum eine Dankesschuld auf, die es durch andauernde rege Anteil­nahme an den künstlerischen Bestrebungen unseres Konzertvereins abtragen möge. !

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gut disponiert. Den Taland sang Herr Stephani, der als Sänger nie versagt. Dio Aufführung war vom Kapellmeister fiert neu inszeniert.

Eine Klage gegen das literarische Porträt. Hat ein Schriftsteller das Recht, im Leben beobachtete Menschen und Gefchchnisse in einem Romane darzustellen? Oder genauer; darf ein Schriftsteller die Sitten und Gewohnheiten eines be­stimmten Kreises von Menschen so schildern, wie er sie wahrge­nommen zu haben glaubt? Haben die auf diese Weise in ihren Ruf Geschädigten einen Anspruch auf Genugtuung und auf Schadenersatz? Diese Frage wird in den nächsten Wochen in Frankreich gerichtlich entschieden werden müssen. Es handelt sich um den von der Akademie Goneourt preisgekrönten Roman Die Töchter des Regens" von Andre Savignon. Der Roman spielt auf der kleinen französischen Insel Ouessant, und die Bräuck)e und Gewohnheiten der Inselbewohner werden in sittlicher Be­ziehung in der Tat in sehr wenig schmeichelhafter Weise ge­schildert. Kompliziert wird die juristische Sachlage noch durch den Umstand, daß der Dichter vorsichtigerweise dia herbsten Urteile .über die Bewohner von Ouessant Eingeborenen der Insel in den Mund legt. Der Widerhall des großen Aufsehens, den das Buch in Paris machte, ist erst jetzt zu dem abgelegenen kleinen Eiland gedrungen und hat dort große Entrüstung hervor­gerufen. Die Folge davon ist, daß der Bürgermeister jetzt int Auftrage der Gemeinde eine Verleumdiingsklage gegen den Schrift­steller angestrengt hat, nachdem schon vorher einzelne Bürger in den Zeitungen gegen dieseVerunglimpsung" ihrer Heimat zornig Einspruch erhoben hatten.

'Eine Warnung vor dem -Lenieu- Verlag in Leipzig veröffentlicht fi. Hirschfeld in der Zeitschrift des Schutz Verbandes der deutschen Schriftsteller. Es war schon lange be­kannt, daß der Verlag gegen eine Gebühr von mehreren hundert Mark jeden Schund veröffentlichte, aber es ist besonders inter­essant, daß sich nun einer der hineingefallen en Autoren selbst gegen den Verlag wendet. Doch ist das eigentlich überflüssige Mühe, denn in Fachkreisen wußte man längst, daß der Vermerk ,,.1'enien-Verlag" auf dem Titel eines Buckwsalles eher als respektabel und vertranenenveckend" war. Diese Verleger drucken alles, was ihnen mit einigen blauen Lappen bezahlt wird und fragen nicht das mindeste nach dem Wert eines Buches der fast immer gleich Null. Leider gibt es immer noch genug dyr= geizige Leute, die gern Dichter sein möchten zum heim lichen Gespött natürlich und dann auf solche Drucktasten - Verleger hineinfallen.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. Von 65 Bewerbern um den Posten eines Theaterinteii - banten in Straßburg als Nachfolger Wilhclmis fiel die engere Wahl auf den zuletzt in Wiesbaden als Rentner lebenden früheren Leiter der Stadttheater in Krefeld und Kiel Dr. Otto.

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für die Redaktion 112, w\«V w

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nrnabülWeünnne? Notatlonsdruck und Verlag der Vrühi'schen Univ.-vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftrahe 7.

- Rumänisch-bulgarisches Krkgsfpid.

II Die politische Spannung zwischen Rumänien und - -f Viilgarien hat einen Grad erreicht, der dem Appell an 3(2) l idic Waffen sehr nahe liegt, lieber welche Kräfte und Trup- ! penmächte würden die beiden Staaten verfügen, wenn es Büßer Nacht zum Kriege käme? Die Rüstung des König­reichs Bulgarien ist aus dem Balkankrieg ziemlich bekannt geworden. Die a l l e r n e u e st e n Zahlen dürften aber |; angesichts des drohenden neuen Konflik.s auf dem Balkan I besonders interessieren: Das Kriegsbudget Bulgariens für 1.1912 betrug, wie jetzt bekannt wird, 40 Millionen Sei. Das

(Siebener Konsettoerein,

8. Konzert.

Gießen, 17. Febr.

Beeth-ovens Missa soleninis welche Fülle großer Cünbrüde, Erinnerungen, Erwartungen knüpft sich an diesen Menten1 Er glänzt unter den höchsten und teuersten, die das Heiligtum der Musik schmücken und die, wenig berührt von den [onftigtm Geschmackswandelungen, für Jahrhunderte in Erz ge­geben scheinen. Seltsam, daß unter den unzähligen berufenen uni) unberufenen Komponisten, die im Laufe der Zeiten den Itötholiscken Messe-Text in allen möglidjeit Sch arten vertont hrben, der protestantische Kantor I. S. Bach (mit feiner S>mon- Messe) und der Freigeist Beethoven nicht nur musikalisch am höchsten stehen, sondern auch für unser heutiges Empfinden am tiefsten in den religiösen Kern des Textes emgebrungen sind. W gottesdienstliche Zwecke freilich, im Rahmen der gebrauch licben Liturgie, eignen sich beide.Werke mckst. Besonders die Bcethovensche Messe hat in der pncllosen Wucht ihrer Sub­jektivität und in dem oft weltlich-dramatiichen Schwung ihres Ausdrucks die Schranke liturgischer Gebunden Hut innerlich ime äußerlich gesprengt. Ein Monumentalwerk stehl hier vor unu ton einer Größe, Pracht und ost bis zur Gewaltiamkeit gehenden .'iibnbeit, wie wir sie auf dem Gebiete dtt Baukunst der gefrorenen Musik" etwa in der Petersiirche Roms bewundern.

Eine genaue Analyse der einzelnen Teile der Miga zu geben, ist hier nicht die Stelle: es bedarf denen auch kaum, da das Äerk selbst Lei aller Hoheit eine für jeben empfänglichen Hörer jvüiständliche und unmittelbar eindringliche Sprache st^At giiual wenn man mit einiger Liebe dem Text folgt. Einige Glanz Linlte mögen hier hervorgehoben werden: bie andachtsvolle Aii- Iruiung bc« Kyrie, der breitausströmende .nibel des Glorm, die IBllnder des inearnatus und crucifixus, das Benedictiis mit pnnem Iurie vom Himmel herab steigenden Engelsgewng der Solo-Violine Letztere sand in Herrn Konzertmeister T reichler kinen sehr hUeii Vertreter. U ebn Haupt bewegte sich die ganze AnsNihru ng - stets eine große künstlerische Tat und em Prüfstein für alle Nitwirkenden auf sehr achtunggebietender, ,a tellwege ganz Lerrascheuder Höhe. Pros. Trautmann, der das ganze Wer iii.it unendlicher Mühe und künstlerischem Verständnis.einstudiert tot, dars auf diesen Abend mit besonderem Stolz blicken.

Der Chor lAkadem. Gesangverein) verdient wärmste Aberkennung; fast ausnahmslos wurde er feiner ebemo uinfcmg- wchci'. als schwierigen Aufgabe aufs beste gerecht. An einigen Sellen wäre ein, int Verhältnis zum Orchester, noch etwas Hier besetzter Chor zu wünschen gewesen; im übrigen gluckten Made die Nüaneierungen der Tonstärke durchweg >ehr gut, auch die Einsätze kamen frisch und bestimmt heraus. Bcwnder^ heroor- juheben ist neben der Schluß-Fuge des Gloria die mit Heiden . Ansätzen und ähnlichem reich bedachte FugeEt vitam ventun

suppen, Besatzungsformaltonen tmd Lau. sturm) 169 Ba­taillone, 12 Grenzwachilompagnieen, 83 Eskadrons, 124 Schnellfeuer'batterteen, 19 Festungsartillerie-, 30 technische Kompagnieen, mit einem Gefechts stände von 210 003 M ann 18 000 Reitern, 496 Schnellfeuer-, 150 älteren Geschützen und mindestens 140 Maschinengeweh.en. Für N.uforma- . tonen steht ein ausgebildetes Material von etwa 200 000 Mann zur Verfügung. Gesichert ist auch die Aufstellung von 40 Milizbataillvnen.

Man sieht, die TruppenzaUen, der (Äeschützpark und die Reiterei der beiden Staaten würden sich im Ernstfall so ziemlich die Wage halten. In diesem neuen Baliankrieg tarne es sehr auf die B e f e st i g u n g der beiden Länder und auf die Benutzung der geographischen Verhältnisse an. Die Landesbefestigung Rumäniens trügt dadurch, daß sie in ihrer Gesamtheit eine Schöpfung der neueren Zeit ist, ein einheitliches und durch die ausgiebige Verwendung von Panzerungen besonders eigenartiges Gepräge, das sie als ein mustergültiges Beispiel einer Zentralbefestigung er­scheinen läßt. Bukarest ist eine große Lagerfestung von fast schematischer Gesta.lt. Die Stadt selbst b.t zwar keine Ilmwallung, doch ist deren Herstellung in behelfsmäßiger Bauart wohl schon jetzt angesichts dcw Kriegsaussicht in An­griff genommen; ebenso eine zweite Verteidigungslinie hinter dem Fortgürtel. Ter Fortgürtel besteht in einem Umfange von 72 Kim. aus 18 Forts nach der Bauart der siebziger Jahre aber mit zahlreichen Panzertürmen und aus 18 Panzerzwischenbatterien nach Schumannischer Art. Tie Festung hat etwa 60 Panzertürme für 12- und 15 Ztm - Kanonen, über 70 Panzerlafetten für .Haubitzen, eine große Zahl von Verschwindepanzern für leichte Schnellfeuerge- fchütze und eine sehr starte Hauptreserve (über 300 Geschütze) an Fern- und Nahkampfgeschützen. Mit dieser wuchtigen Panzerrüstung ist sie eine der stärksten Festung der Welt.

Dieser Waffenmacht nahe der bulgarischen Grenze hat Bulgarien nichts gleichwertiges entgegenzusetzen; es hat im Vertrauen auf die natürliche Stärke der Grenze seine Befestigungen ziemlich vernachlässigt. Die rein politische Tobrutscha-Grenze ist offen. Die Festungen, die dahinter liegen, können sich mit den rumänischen nicht vergleichen. Bulaarien, das im Balkankrieg stark zur Ader gelassen wurde, sollte sich einen Waffen gang mit der ungeschwächten Rüstungsmacht Rumäniens lieber dreimal überlegen.

Von den Kriegsschauplätzen.

Sofia, 17. .Febr. (Agence Bulgare. Die Bulgaren behaupten ihre Stellungen bei Tschatalds ch a und B u- lair. Die Konstantinopeler Meldung von gestern, nach der ein bedeutender Kampf bei Bu lair statt- gefunden haben soll, ist unrichtig. Iu Wahrheit wurde nur eine Sanitätsabteilung, die zur Bergung türkischer Gefallener, die no'ch seit der Schlacht vom 8. Februar vor der bulgarischen Front lagen, ausgerückt war, aus der türkischen Festung beschossen. Die Abteilung zog sich zu­rück, worauf das Feuer eingestellt wurde.

K o n st a n t i n o p e l, 17. Febr. Ein amtlicher Kriegs­bericht besagt: Die gestrige Nacht verlief in Adrianopel ruhig. Am Tage gab der Feind 150 Schüsse gegen die Stadt ab. Vor Bulair trat keine Aenderung ein. Vor-

Aus 6cffen.

Freie Vereinigung hessischer Nationafliberaler.

Man schreibt uns: Die Organisations- und Agitations­tätigkeit der Geschäftsstelle der Freien Vereiniaung hessi­scher Nationalliberaler hat, nach vorläufiger Beendigung der Arbeiten im Reichstagswahlkreis Erbach-Bens­heim, im Wahlkreis Alsfeld-Lauterbach eingesetzt. Am Samstag, den 14., sprach der Oleschäftsführer, Dr. Otto Linse- Mainz, in Alsfeld, am Sonntag vor einer von mehr als 200 Personen besuchten öffentlichen Versammlung in Schlitz. An der Versammlung in Schlitz nahm der Vertreter des Wahlkreises im Reichstage, Herr Abgeordneter Heck-Alsfeld, teil, der in außerordentlich interessanter und fesselnder Weise über die Arbeiten des Reichschg.es berichtete. Weitere Versammlungen finden im Verlauf Der Woche in Schotten, Laub ach und anderen Srten des Reichstagswahl­kreises statt.

Darmstädter Theater brief. Walter Soomer, der Heldenbariton der Dresdener Hofoper und vielgepriesene Dar­steller des Hans Sachs in Bayreutb gastierte ant Sonntag abend am Darmstädter Hoftheater als Holländer. Soomer hat eine der gewaltigsten Baritonstimmen, die im Forte stets edel klingt. Aber man muß wie bei so vielen ausgezeichrncten Wagnersängern auch bei ihm ein Manko im Piano hinnehmen. Der Ton wird hier unruhig, waS auch auf die Reinheit nicht immer ohne Einfluß ist. Als Darsteller aber gilt Soomer mit Recht als der zurzeit- beste Vertreter des Holländer, da er dem alten Anton van Roy jetzt stimmlich überlegen ist. Der erste Aki gibt ihm die Möglich­keit der vollen Entfaltung seiner herrlickpn Stiminittel, und hier war denn auch sein Sieg über die Hörer am1 größten. In Frl. Geyersbach als Senta stand ihm eine völlig gleichwertige Künstlerin zur Seite. Herr Georg Becker als Erik war stimmlich

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zu. 3 Maximgewehren, 9 Jägerbataillonen mit je 2 Ma- ichincngewehren und 12 Grenzwachtkompagnieen. Die Ka­vallerie formiert in 21 Regimentern 43 permanente und ID halbpermanente Eskadrons, bei 6 Regimentern je eine iKaschinengewehrabteilung zu. 2 Gewehren. Die 20 Feld- ------ . _ ...

!wlillerieMegimenler sind in 10 Briaaoen zusammengefaßt gestern rückte auf der T s ch a t a l d s ch a - L i n i e eine feind- unb zählen 122 fahrende, 4 reitende, 7 schwere Haubitz- liche Kolonne gegen Tschiftlik Sofas vor und eröffnete ein kxtterien. Im Kriege zählt die Feldarmee (ohne Ersatz- Artilleriefeuer gegen Orrnanly, das sich in unseren .Händen