Ausgabe 
21.8.1913 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

N-. 195

austobt.

Med, 20. August.

Unter Teilnahme von mehr als 700 Delegierten auS allen Teilen des Reiches trat heute Mer im Mtioal der Köm^lichnr «-.«r v v__c. < brr auf LClbst-

Erscheint täglich mit Ausnahme deS EonntagS.

DieGieheuer ZamilleRdlätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt f8r den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. TieLa-d-ittlchastlichen Leit, fragen erscheinen monatlich zweimal.

Deutscher Genossenschaf.rtag.

V- Posen, 20. August.

und denFrieden von Metz" t. . hir

Gleichzeitig nimmt das offizielle Festblatt daS Wort, um bie Kölner storrespondewz" abzuschlachlen, die fuf) .JVjer jW ^ Nummer das Schärfste geleistet habe, was wohl ^ nn deutsch^ Qucrtreiberblatt bisher geleistet habe, indenl diese Korrespon- denz eine Bekämpfung der T ent sehen Kath olikentage bring ,

sätzen wurde zugrstimmt. , . , hrr

Graes (Frankfurt a. M.) besprach das Verhältnis der Ortskrankenkassen zu den Berufsgcnassenschal - len Er betonte, daß die BcrufsgcnosscnschoNen von den, Rechte, das ihnen die Reichsversicherungsordnung gibt, vnlversahreu zu übernehmen, viel zu wenig Gebrauch nuidxm und die Ninüai fassen nicht entlasten, sondern noch mehr bel^m Es cntspann sich hierüber eine sehr leblsatte Aussprache, in welcher alle Redner den Ausführungen des Vortragenden zusttrnrnten und sich gegen die BeruiSaenossenschasten wandten. ,

Es wurde dann noch eine Reihe von sahungsveranderungen vorgenommcn, so u. a. eine Erhöhung der Beiträge. Als Ort dec nächsten Tagung wurde *2 n r mstadt gewählt.

lieber die neue französische Bürgergarde

-ur Ginrütinniq komme» soll, werden jetzt noch einige interessante Einzelheiten bekannt. Als Siitgergarbtiien nnb unbescholtene Männer zwischen 50 und 55 Jahren Aus­sicht qenommcn. Tie sollen am ersten ^agc der Molns. ndnina in slunNion treten, um etwaige Rerolten zu unter- briitfen unb die Zerstörung der für die Armee wichtigen Verbindungen zu Verbindern. Letztere Tätigkeit wird in dem vom Minister an die Präfekten gerichteten Rundichre,.

°° -drücklich als nicht kr i e gs m a n, g bezeichnet. br? ctnCm vo,n Feinde belebten Crte soll sich d-e Burger, narbe unverzüglich auflösen. Taä Tagegelb ,oll sur leben Ldistcn 2,50 Frank betragen, doch ,n die,er Betrag ,m -^atte einer besonderen Anstrengung au, da- Doppelte zu Äiöben ^e Präfekten wurden au,ge,ordert, dem Mi- »sster nach Ilmsiagen m ihrem Nirkungekreüe zweckdicn. liche Anregiingen und etwaige Bedenken möglichst ,chnell zu üLcrnnücln- _______

bilic beruhenden deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenollenschas- ten unter dem Vorsitz von Justizrat Alberte 8« fnncr bics- mhrinen Tagung zusammen. Nach den üblichen Begrünungen Kttetc PrLf.Wg.Tr. Crüger ^Wnbuxa) ben «t- schäftsberidü, demzufolge am 1 Januar 3 33 657 Genoen schatten bestanden. Ter Allgemeine Verband - >hlt 1471 Geiiotten- schaften nut 1 007 736 Mitgliedern, die Ar 367 Millionen <iifart eigenes Vermögen besitzen und mit )399 Millionen Mark fremdem Kapital arbeiten. Ter Bericht bespricht den Einfluß der wirtscl>anlichen Lage, die finanzielle Kriegsbereitschaft und wendet sich dann den versdnedenen.Arten von Ge.wiieniä-aftcn ,u. Biel beUagt wird von den Genossenschaften die Konkurrenz der

Geldbedarf des Reiches Schatzscheme,

(Vs war offiziell bementiert worden, daß das Rercsi die Absicht I)al*c, mit neuen Anleihen und auch Schatz scheinen an den Markt zn treten. Andererseits aber besteht int Reiche ein qroßer Geldbedarf, und zwar hauptsächlich -ur Turchführung der neuen Wehrvorlage. Zur Deckung dieser Mittel wird beabsichtigt, neue Schatzanwennngen auszuqeben, ober nicht am offiziellen Markte sondern es soll ein Betrag von mehreren hundert Millionen Mark Sebatzan Weisungen aus gegeben wer­den die bei der Reichsbank drskontiert und spater aus den Eingängen der neuen Steuern, insbesondere der Wehr iteuer wieder getilgt werden sollen, zur» bw Modis, rution würde der offizielle Geldmarkt nrcht durch den Be­darf des Reiches berührt werden.

Bekanntlich sind in diesem Jahre bereits Anfang Marz ->0 Trillionen Mari 40proz. Reichsanleihe, WO Mil­lionen Mark 4 proz. Preußische Konsuls und 400 Millionen Wnrf 4 proz. Preußische Schatzanwcisungen, sowie Mitte ^- ini aleichsalls 50 Millionen Mark Reichsanleihe und 175 Millionen Mark 4 proz. Preußische Konsols begeben worden.

Donnerstag, 21. August 1915

Rotationsdruck und Verlag bet Btüblichen Universität» - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Dießen.

Redaktion, Expedition und ?tuckeret: Schul- ftrnfee 7. Expedition und Verlag: e^öl.

Redaktion:«^ 112. IeL-91br.: AnzeigerDießen.

durchführen zu können.

Es war diese Erwägung eines L~.----- , -.

achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ^ranlantcn eipa swe inniridv Kolon ialp.'N tft zu treiben. Mit dem Jähre isst »st diese Brwcgunfl abgeschmnen, penn der Pachtv^ag um .h )'d»n gehört nicht zu den lolonialpolittschen Erwerbungen, »Juror ab r t i koloniale AuSdehnuna unterbrochen, wetl man dach e Teutsäüand habe nun genug Kolonien? Nur cm könnte so denken Was mir 1890 hatten war weder nach Quanti­tät noch nach Qualität im bmblrck auf die wirtschaftlichen Be dürfnisse der deMsclxn Nation berechnet worden, ^.s . vcn» eine Veuunpfimg ocr x. auiu,c-

ganz zufälliges flongtomcrxit von Torsen »mttkurl ch 11C fttdier unb empörender kaum gedacht werden ^nu^ as T^clt-

Landinwerbungen und ist auch »n ^ner Bezte^mg der ger........ Uus-

manischen Weitstellung angemessen. Daß dreier Gefl^punttnach den energischen Ansagen der achtziger Jahre .der leUeii so ganz ab ha .,d en flclommcn tit, imrb vorauSsidstlick der gro,.t.

iebt, bin ihr bie grschickstlich- ffritffl bet NaLmrltmack^ wird. Unsere beutide floLoninbroualiung mag etniidttifl unb )vo wollend sein: aber auch ihre aufrichtigsten freunde werden ihr nicht nad)riifymcn wollen, daß sie wertausichaucnd oder gar

Deutscher Natholtten-Tag.

~ Metz, 19. August.

M m berteungen «Mgl r an z° m* -

Bersamm lu n g. . irübrer der lotbringischen

N°m-M atiwTt sich selbst bezeichnete. um, n>ie er tagte, eine CtU.41 .«*» Bon38eB

Der heutige vierte Tag der Hauptversammlung der Katho­liken Deutschlands begann mit einem Regmem mr bie ^^ben^ Mitglieder des Katholikentages in der Kathedrale. In der NW anschließenden großen

Missionsversammlung wurde zunächst ein Tanktelegramm des Papstes ^n die Mis,',ons- bamen verlesen. Ter Versammlung wohnten auch tue Bischöfe Benzler/Metz) und Fritzen (Strafeburg) an. . ,

Generalleutnant v. Steinader l Berlin) betonte die große

Bedeutung der Missionen und wies darauf bm, bafe bn -^emb bed Christentums heute mäd)tiger sei als vor Jahrhunderten Tem modernen Staat ist die Ausbreitung des Christentums nicht mehr i Selbstzweck, aber wir leben m einer Zeit, wo sich tut b,e Aus­breitung des Christentums neue Möglichkeiten eröffnen. Tie christliche Religion darf nicht ausge,d>altet roerbm zu em er -Zett, wo die Völker des äußersten Ostens der europaiicyen Kultur An­geführt werden. Die Religion ist bie Fürstin aller.^iehuMS- faftoren. Wenn auch Mission und Kolonisation nicht dieselbe Tuf gäbe haben, so ist ein Zusammenarbeiten doch möglich und nohg. Audi Temburg und Lindeguist haben den Standpunkt vertteten, daß die Eingeborenen gerecht und menschlich behandelt werden müssen. Tie Missionen kämpfen um die peelen, und zu diesem

! Kampfe gehört Geld, weshalb .die Katholiken auch m^r , . ^nlen Df5 ytaws rnu vriut mu m« »

I sicht die Missionen unterstützen solleii. ^.näld<^ auch Bischof B e n z I $21fat>(mie 54 9(11 gemeine Genossenschaftstag der auf selbst- 11 ? r darauf hingewiesen hatte, daß die fNissionsarbeit eine der |,.,v k«..<(s-mvoi*»» = mth 4Ui^r»chnstAnenonensd)af- wichtiqsten Ausgaben der deutschen Katholiken bleiben müsse, gab der Präsident die Ergebnisse der Jubiläums,t^nde für die Missionen aus einzelnen größeren Städten des Reiches bekannt, was lebhaften Beifall auslöste.

Vtr Straufr (btt imTag" auch über ba« inrnrn ^dnicben hatte), fragt mich, ob ich irgendeinerreichbares Ziel kenne weaeti dessen das deutsche Voll sich den Gefahr en ein es W-lt krieg es aussetzen Dürfe?" Ja, ick kann ihm irnmerhi^d. solche Ziele nennen, derentwegen das R if, E o tines Je !,1 krieges sich verlohnen würde. Wer ich behalte mir vor, ih diese Wertobsekte einmal persönlich zu kennzeichnen Eineosfend Iid)c Tislussion solcher wäre das Verkechtteste, waS wir tun könnten. Jedenfalls kenne ich meine Landsleute mittlerweile ft gut, um sie überhaupt auf den Weg emer

Aber weshalb nur T >.tschien etnem Knege ängstlicher ausnnichen sollten als andere Völker, als z. B. ^ankreich, das vermag ,ch nicht einzusehcn. Tas webrgewaltigc Deutsche Reich kann dod naht immerhin eine gleich? Vehandlung nut den fremden ^iaatci verlangen. Tiefe Gleichbelaiidlung vermögen aber viele dententn Landsleute bJ der Aufteilung der Erde für uns mäst 'n ehr zu erkenn-n Deshalb wächst der Pessimismus in bet.\ tion, nicht aber etwa aus angeborener Nörgelluckt.

tüdttigften nationalen Elemente ,n Deullchtand llnd nut den realen I Ergebnissen unserer auswärtigen Polittk unzufrieden. darueur helfe,, noch so vi le offiziöse Beschwichtigungsver,uche und schon färberische Redensarten nicht hi>uveg-

Teutfcküand ist bei der Aufteilung Nordafrikas leer ausge I gangen und steht ernstlich in Gesalfr, auch bei der Aufteilung der Mm L-mdslääxn SBarber- u,tb Mittetaim» ton Beuem bo« Nachsehen zu laben. 29enn ctmirfihgc Patrioten auf diesen -hh-i ftaS ^weisen, wird ihnen von der Gegenpartei vorgeworfen, sie wollten daS Vaterland in einen Weltkrieg sturzew Ich maut^, das Teutsche Reich wurde einen Weltkrieg nicht zu inrdjten haben, ivenn er ihm von auiyn aufgedrängt würde. Aber nmu ve- zahlen mir denn eine Tivlomatie, wenn sie nicht imstande ist^ unsere kolossale Madstmasse derart zur Gcdtung zu bringen, da« iSt nut ir.eblitbem SBcgc bie Suäbmnmg d-r Erbe erzielen können, welche eine nüchterne Erwägung uiiserer roirt schaftlidfen Zukunft erfordert!

In der

vierten geschlossenen Hauptversammlung leate der Vizepräsident des preußischen Abgeordnetenhauses Tr Po r s ch dagegen Verwahrung, cm, datz, wie ein fran$o|ifd) Blatt behauptet hatte, bei der Kranzniederlegung am Äauer-Sih delm-Tcnkmal sianzoscnfeindliche Bemerkungen gefallen feien, diese I Nachricht sei vollständig erfunden.- öcneralieftctar Die per begründete sodann eingehend die vorliegenden Anträge betreffend Jürsorge für Zuziehcnde, die bereits in der letzten Generasioe» ammlung zu Aachen beraten worden waren, wahrend Abg. Giesberts den Antrag betr. Charitashilfc in bcr .Lcelsorge vorlcgte. Als hierbei Benenztat Maier bieGewerkichafts- frage anschneiden wollte, wurde er vorn Vorsitzenden rrmcht dieses heikle Thema nicht werter zu berühren -lbg 'rJcischer erklärte, sich diesem Wunsche zu fügen, die Gewerkschaftsfrage sei aber durch den Papst entschieden.

Weitere Anträge betrafen die weibliche Jugendpflege, wobei Dr Müller M -Gladbach: die Heranziehung der lungen Mäd dien zu den Aufgaben der Familie verlangte. In der

dritten öffentlichen Versammlung

in der Festhalle sprach Deihbischof Hähling Lanzen^I au er Paderborn über bie deutschen statholrken und ihre 0 aud bensbrüder in der Diaspora Er hob namentlich die schwere Lage deroor in der sich bie Heranwachsende Jugend in der Tiaspora bestnde und schloß mit der Bitte um möglichste Nnterstutzung bcicr Glaubensgenossen. Chefredakteur J oo v tM.-Gladbaa, I bestach das ThemaWelche Forderungen stellt bie r eu t I icke Entwicklung der Industrie an die k a t h o l i s ch e Arbeiterschaft?" Er erkannte in ieinen Ausrührungen zwar das Wirken der deutschen Sozialresorm, cineS Werkes, au, ba^ wir sto z sein können, an, betonte aber, daß nA bie innere friebigung der Arbeiter immer nod) verminen lalle. Aus diesem Fehlen der Befriedigung des herzens Kbome der Radikalismus I eine <traft Er wünschte für die Arbeiter einen zweiten Kvlping.

1 Ter'lrptc Vortragende Graf von Galen nannte in lemem «ortraa überTic katholischen Orden in der heutigen Zeit" das Jesuit eng esetz icder wahren Freiheit bohnsprechend. xic Gouvemcure in den deutschen Kolonien wüßten Die Tätigkeit der Diel gehaßten Jesuiten sehr wohl zu schätzen. Tie Erben seien mr bie eeel'^rge direkt unentbehrlich, ebenso aur vielen Gebieten des Dirtschattslebcns. Ter Redner forderte energisch unter lautem Beifall der Versammlung volle Freiheit für die Kirche und die

sie Ttcmer uno cmpornwci iuum ,

blatt zitiert dann die bereits durch die Presse ^äangenen ttu- lassungen der Korrespondenz: Man nehme unseren Katholiken den Alkohol, und cs sinkt die Segeiftcrung um oO Prozent mtcr den Zugereisten aus der Provinz befänden sich viele, dw mir kamen, um' alte Freunde zu treffen und um ein paar gemütliche ^age zu verleben. Vomiittags schlafen sie ft» ihren Rausch aus und abends geht die F-idelität wieder los. Rnen komme eS weniger auf die Katholikentage als auf die Katholikennachte - wagt, so schreibt das Mblatt, ein Organ

zu bezeichnen, das als Sprachrohr des ..integralen Katholizi-mu. n auftritt. Zum Lchlub »eiBt: 3n biefem 8a hat der Herausgeber derKölner Korrespondenz sich leibst über nommen. Man möchte säst glauben, bau die obigen Satze unter dem Einflüsse des Alkohols gesdiricbm icieir Ändert nicht festzustellen. daß ein integral-katholisch fein wollendes Cr^an mc deutschen Katholikentage, auf denen d« angeseheiisten Perwiilich- teiten des katholischen Teutfchlanb fid) zusammenflnden.iN einer Weile herabwürdigt, »bie es niemals das ^limmstc libnale oder sozialdemokratische Blatt getan hat. Das zeigt, wohin der wilde Fanatismus führt, welcher in gewissen Cucrtreibcrblattern sich

Tabzugeben, den der Vorsitzende des Katholikentages Fürst zu Löwen- Söliiifcbc CdCXCSfcbdil« ! stein gestern feierlich prollamiert habe 'Jht bieier Gruarung, 1

führte Abbe Collin aus, sei der ganzen katholischen Kirche em un*

Ziele der deutschen auswärtigen Politik. geheurer Dienst erwiesen worden. Wir Lothringer Hatten unS um

<Retcr« der sich bekanntlich gegenwärtig in gic1-cn ottnI brr Kölner unb berliner urfprünglicb nt^.1 t

wSStS'Ä Sw<-*.*» - ft-sawas*Ä? - ssrarsr Ws&s. S» « ää-issä Märtr.bn Politik der letzten Droybem haben wir eine offizielle Erklärung au, bet ledigen Sene-

meinte, wir befänden uns m Der ^liNfd»en mufft ralversammlung erwartet, unb wenn bie fetzige Tagung d esen Er-

unfere Nation umgekehrt po l i.t i sch o f f cnjio uorgeoen u, üi t baL fo sind wir Katholiken iranzollscher 3unac un6

um den JBenbcnvrb mit Gros'.britannien und RuU , bbina I Lothringer stolz darauf, durck) unsere Beteiligung am Katholikentage schein!,ch auch mit Nordamerika und vielleickst sogar dieser Erklärung den Weg geebnet zu haben. Las Zentralkomitee

bet », w^chäuns in bn, UTfiÄ«?ÄS-

'fiTS mie fran^iiierBunqc, miL bem S>cr,e« unb .m Geiste den von Rom aus dekretierten tfneben unterschreibe r Der Redner schloß mit einem Loch auf den Fürsten zu Löwenstein

Eingabe an ben Bundesrat wegen Ausführung ber §§ 51« unb 518 RVO. Er stellte folgende Leitsätze aut:

Für Versidrerungspflichtige, die Mitglieder ein« Criatz faffe sind, ruhen auf ihren Antrag die eigenen Reftste »>>u> Pflichten als Mitglieder der Äranfenkasse, in btc ne tKMrtn. sie Iwben keinen Anspruch auf di? Leistungen brr ^ran's unb sind weder ivählbar nodi ivüb(bcred)tigt.

haben ieden von Urnen Beschäftigteu, der »ur Mitgliedschaft pci einer Örts, Land ober Jiinniigslrankenkasie verpttichtel ist, bei deren Meldestelle binnen drei Tagen an- unb abzumelden, sofern nicht eine vorübergeheiide Bei'däftigung ponieiu, tut Ersatzkassenmitalicder al>cr nur den eigenen 53*1 tragen teil an die Krankenkasse einzuzahlen Tiefer Beitragsanteil »oll einen Schutz gegen die bevorzugte Besdxiftig»ng von Ersatzrassenniii- gli.chem fdroifen. Die Reid^versidierungSordnung ft<m ober 'M 8 518 vor, daß unter gennffen Voraussetzungen der -'"Ude-rar auf Anttag der Ersatzkafse miberruflid) anorbnen kann, da,, btc Beil ragsanteile der Arbeitgeber von den K'rankenkassi'N zu vier Fünfteln an die Ersatzlassen nneber abumihielt sind, so daß nur ein Fünftel dieser Beiträge den Krankeiika,,eu ver­bleibt, wodurch die Krasikenkassen ganz erheblich geschidigt wer­den, weil die umfangreich? Arbeit in der Verwaltung durch das übrig bleibende Fünftel der Peitragsantnle der Arbett- geber keinesfalls entschädigt wird. Daß die Crta^ossen mit der Mführung brr vi.-r Fünftel der Beitragsanteile der .IrbcU geber van ben Kranienkaffe,i rechnen, geht auS einem w- schluß bet Ersatzkasie der deutschen Kaufleute, heirwr, ircldxr den so erlangten 9lrbritgrberbcitrag den Er,atzkissenmitgltebern auf ihre Mitgliedsbeiträae gulschreiben will, eine -Maßnahme, deren Wirkung vom Elesetzgeber nicht gcirollt ist und die nur den Sdxibm bmrnigcn Krankenkafsen herbnsulncn wird, bimcn der Beilragsauteil der Arbeitgeber zugedadst ist Ter Bundes­rat hat eS in der vand, diese schweren finanziellen Saxwignngnt der Krankenkassen abzuweuden, wenn er von dem ihm uoer- tragenen Reckite aus § 518 RVO. Gebrauch macht.

Diese Leitsätze wurden nad) kurzer Aussprache einstimmig angenommen. Ter Vorstand wurde beauftragt, em entsprechendes Ersuchen an ben Bundesrat zu richten.

HeberBeziehungen der Krankenkassen zu ven Kur bäder n" sprad' Alben Koh" (Berlin), der in Jemen Leitsätzen darauf tziNwies, bafe fid) and) die Kranlenkassen matt der Tatiad;c ocrfdilicfcn können, daß nerjdnebcnc Badeorte Deutsch­lands und Oesterreidiö in ihren .'oeiloudlcn flurmittel bellten, die durch anber? Mittel nicht zu ersetzen sind. Trotzbnn ist die Zahl der ihnen überwiesenen Kranken eine sehr geringe, uju» zwar infolge der hol>en Ausenthaltskosten in solchen Badeorten. Tie Erlangung von Vorzugspreisen ist bislrer bar an gtWitcrti daß vielen Badebirekti.men an dem Besud) von Kaisen Patienten > gar nichts liegt und daß viele die Gallenkranken sogar direkt > fernhalten. Es wird daher bic Frage frin, obes fidt stehlt, mit den -Verwaltungen kleinerer Bader m Derbuümng zu treten, wobei die Preise für Kur und Verpflegung einichliefU ch aller L>eilfaktoren vereinbart werden müßten. Auch diesen Lett

Swettes Blatt M Jahrgang . , ,

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderhefsen

SPflÄm enden Punkt der Tagesordnung Rechtssprechung in bezug auf Verträge der tyeisteskranken", worüber BerbandS- direktor Schuler 3roeibrüdenj berichtete, lagen zwei Anträge vor durch die eine Blenderung der bestehenden ge>etzlichen Bestim- munq eratitt rottben ,°ll. In turääichen gründet der Vortragende die Anträge, die ohne Aussprache angc- n ^Ucbcr^bic F ü r s o r g eka s s e n des Allgemeinen Verbände- berichtete Direktor S t ü b e n lBerlin , der die ^uifuhrung wn. allgemeinen Versorgungskasien beurn?jrt-'t bei roeldxn tnc .In qeftclltcn aller Genossenschaften bie itghcbfdxni ernxrbcn fonnetL Cm 3roevel an der Notwendig leit der Zuschuftkallen sei nicht angängig. Nach Erledigung der Kassenberichte Usw. wurde alS i nächster Tagungsort M ainz gewählt. ,

3n eingehender Weise sprach der Geschäftsführer Rebethge Berlin übetAngelegenheiten der Baugenossenschaften und be- i anders über die Frage dt Reparaturlosten an Wohnungen. Er erläuterte die Ursachen der fortwährenden Steigerung dreier Kosten und regte btc Gewährung einer Prämie mr eine lang- äaurmbe Benutzung der Wohnungen an. xxe «BufAiebung bieier - osten auf den Mieter befrei dm etc er als em zweiiclhattes ßrnen- ment wenn auch hier und da damit gute Erfahrungen gemacht worden sind. An den Vortrag knüpfte sich eine lange Erörterung, in nxlcber der Gedanke einer Zusckicbung der Reparaturkosten auf

I ben Mieter iw Prinfriv als gut bezeichnet wurde Abg. xr Crüger erklärte sich icbodi dagegen und betonte, der Zweck des vorliegenden Antrages sei lediglich, erneut die rmerfiamfeit

I auf eine richtige Kalkulation ter Reparaturkosten zu lenken. Ter I Antrag wurde schließlich angenommen

Gericktsasseisor Tr W a l dc d e r Charlottenburg, und Ber- bandsdirektor Lanbesversicherungsrat v a nie n Kiel) beh anbei kn I bie Erfolge ber städtischen und ländlichen Baugenossenschatten im Lsten Tie Bauacnollenschaftsbewegung ist dort oerhaltnismatzig n^ch wenig entwickelt Die Vorttagenden gaben einen Ueberblid über bie bisherigen Leistungen der^ Baugenossenschaften

I Dum Schluß sprach Anwalt xx. Gr u ger noch über btc Rechts form. Er betonte, die Besonderhenen, welche die Ge-

I nossenscha'ten ausieichnen, seien für die Arbeitcrbaugenoftcmchaften n Ä SS aeweicn. 3Sre Ci8enart tage «jn

I große Gefahren in sich und namentlich das gleiche -limmrecht rönne unter Umständen einen gefährlichen Einflus; die Ve^ waltung solcher Genossenschaften ausuden. x\e Verhandlungen : I werden fortgesetzt.

*"^^Morgen gehen die Beratungen des Katholikentage- zu Ende.

Deutscher ©rtstranterrfafientag.

* Breslau, 20. August.

Im weiteren- Verlauf der Verhandlungen des 20 DQM'chen rDnskrankenkallentages sprach der Vorsitzende bes Verbandes bvr