Ausgabe 
18.7.1913 Erstes Blatt
 
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Versteigerung.

d bezeichnete Grundstück, das zur 'öe§ ^ersicigerungsvermerks auf 1 «rredrich Weitz in Worms r Stratze 22, 2. dessen Ehefrau uel daselbst, im Grundbuch ein«

'- August 1913, bovin. 10 Uhr, lchnerc Gericht im Justizgcbäudi Ir. 18, versteigert werden.

rung erfolgt im Wege der Zwangs-

irungsvemeck ist arn29.Mai 1913 \ eingetragen worden.

chtc zur Zeit der Eintragung de? rnerks aus dem Grundbuche uich inb sie spätestens im LerftcigernngS- uForderung zur Abgabe von Gc- iterzer'chueten Gericht anzumclden aubiger widerspricht, glachast zu att§ sie bei der Mcking des nicht berück/W/ und bei der

xjteigemngSetß\ti dem Änsprue'. nb den übrigen Achten nachgc,!^

nelche ein der Versteigerung em> echt haben, werden aufgefordert, 7 des M°gs di°»°|h-bM- |mitttagbtS$erf*en^c* ffifiß fiir d°S »* bet. ®" an die Siede bei »erftetgerlen

3 Quli 1913.

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Srtitag, 18. Zull 1915

165. Jahrgang

Erstes Blatt

Eichener Anzeiger

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

Vie französische heeresresorm

gierung Die ivesicyrs - bei dem Abschluß eines

ttCffe$ir «6er, bie wir j- der GiKn°° SM- »ustreben w-lkn.

sonderliche Nolte. L, . .

Bemerkenswert ist, daß bei den Verhandlungen in der Kammer wie in den Kommissionen wiederholt betont wunde, daß die zweijährige Dienstzeit zur Ausbildung des Infan­teristen völlig genüge. Aber man wollte aus deni Gefühl der Gleichheit heraus niemandem eine Ausnahme zu­billigen. Muß doch auch die studierende Jugend, die bis zum Jahre 1905 Anspruch aus ein einziges Tienstjahr hatte, die Pflicht der dreijährigen Dienstzeit auf sich nehmen. Es han­delt «sich bei der Verlängerung der iTienstzeit nicht sowohl um

Von der Trippochsenhütte hat man noch eine gute Stunde zur Gießener .Hütte. Zunächst geht man eine Strecke mäßig steigend. Die Vegetation nimmt ab, und statt des fetten Bodens

tal an Schönheit nicht nur gleichkommt, sondern es insofern noch übertrifft, als er nicht eine stundenlange reizlosere Stelle wie das obere Maltatal besitzt, sondern von unten bis zu ,einer Höhe in gleicher Weise den Wanderer fesselt. Um zu verhindern, daß die BezeichnungGraben" für dies Tal eine falsche Vorstellung erweckt, bemerke ich, daß in jener Gegend alle engeren -taler so bezeichnet werden. Auch das Maltatal heißt grade an seiner schönsten Stelle Maltagraben.

Gleich am Anfang bei der Besitzung des Gößbauers er­öffnet sich schon der Blick auf den Talabschluß. Man steht dort die Tössenscharte, links und rechts flankiert von der Töpener und der Großgößspitze. Schattige Waldwege nut üppigster Ve­getation führen am Jagdhaus des Derrn v. Pongratz Dorbei

zur unteren Ko h lm a y r a l m, in deren Hütte man uch

erfrischen kann. Von da erreicht man in 3A Stunden den groß­artigen Zwillingfall, wo zwei Bergbäche ganz nahe beieinander

eine tief ausgehöhlke Wand hinabstürzen und im Sturz fich vereinigen. Von hier steigt man in recht steilem Anstieg an der linken vom Standpunkt des aufwärts Wandernden rechten Talseite durch einen geradezu wunderbaren Hochwald empor, bet dem Grafen Lodron gehört. Dieser Anstieg, der früher recht unbequem und ermüdend war, ist in diesem Sommer von der hiesigen Sektion durch die Anlegung cineß bequemeren meter- breiten Reitwegs erleichtert worden. Ist diese Strecke überwunden, so hat man eine Terrasse auf der linken Talseite erreicht, die zur oberen, über der Grenze des Baumwuchses gelegenen Kohl- mayralm gehört. Hier steht die vor einigen Jahren wieder neu aufgebaute Trippochsenhütte, wo derHalter", d. i. der Hüter des in den Sommermonaten dort weidenden Viehs, wohnt. Vor dem Bau der Gießener Hütte bot diese den Besteigern der dortigen Gipfel die einzige Unterkunft. Von der Trippochsen- hütte aus hat man schon einen schönen Blick auf die Berge der rechten, südlichen Talseite. Tristenspitze, Riekenkopf, Zauberer­nock und Ritterspitzen die letzteren mit einem glänzenden Gletscher, strecken dort ihre dunllen Häupter empor. Weiter links sieht man in einem Felsenkamm nebeneinander zwei parallel- laufende tiefe Eindrücke, den Spuren zweier Räder gleichend. Dort soll nach der Volkssage der Teufel auf einem Wagen ge-

wird der Fels und das Geröll immer beherrfchender, statt der Bäume kriechen nur niedrige, aber zähe Latschen am Boden. Hier und da fließen muntere Quellen, an deren iuhlem Waner man sich erquicken maq. In großen Mengen blüht die Alpen­rose am Weg. Hat man den Vorsprung des Winterleiten, eines von der Höhe des Hochalmspitzgebietes lausenden Querriegels, umgangen, so eröffnet sich der Blick auf das gewaltige Rund­bild, das mir im vorhergehenden Aufsatz zu schildern, versucht haben. Am schönsten zeigen sich die Berge, die links und rechts sich an die Dössenscharte anschließen. Auch das Säuleck, nach Hochalmspitz und Ankogel wohl der schönste Berg der Gruppe, zeigt sich in eindrucksvoller Weise. Nun noch einmal einen steilen Felsenweg empor, und man steht auf dem Gößbichl und vor der neuen Gießener Hütte.

Die Sektion hat alles darauf verwendet, sie dem Bergwanderer zu einem möglichst angenehmen Aufenthaltsort zu machen. Kehre ein, lieber Wanderer'. Setze dich in dem freundlichen Gast­zimmer, das mit Liebe von den Sektionsmitgliedern ausgestattet ist, nieder! Und wenn du dich ausgeruht und durch Speise und Trank erfrischt hast, sieh dich im Zimmer um, dann werden dir wohl auch an den mit Zirbelholz getäfelten Wänden die Bilder ausfallen, die dich an die Arbeit der Sektion erinnern, deren Früchte auch du genießest, die dir die Männer zeigen, die sich um den Bau besonders verdient gemacht haben, und auch einen Blick in die weit, weit im fernen Hessenland liegende Stadt gewähren, wo es auch noch deutsche Männer und Frauen gibt, die nicht nur die Berge, sondern auch ihr Volk heben. Und willst du übernachten, so steht dir eins von den zwar schmalen, aber sauberen Zimmerchen mit einem guten Bett zur Berfu- gung, in dem du dich für weitere Wandertaten erholen magst. In diesem Falle wirst du auch wohl Zeit finden, etwa gegen Abend in aller Muße von einem schönen Platze vor der Dutte bas Hochalpenbild des ganzen Gößkars und der darüber sich er- hebenben Berge auszugenießen. Wenn dann die Berge in der Abendsonnenglut glänzen imb wohl auch ein Adler hoch über dir seine Kreise zieht, dann wird in deinem Geist unter Schauern der Ehrfurcht eine neue Vorstellung einziehen von der Erhaben­heit der Natur und der Größe Gottes, der ,ich m so über­wältigender Weise den Menschen zu offenbaren weiß.

(Fortsetzung folgt)

eine Noform militärischen Charakters als um eine politische Maßregel nationaler Art. Man will zeigen, daß alle Söhne Frankreichs in gleicher Weise dem Baterlande dienen müssen. Selbstverständlich wird a nch die Efsekrivstärke des fran­zösischen Heeres erhöht. Diese Heeresresorm, Die die Lei­stungsfähigkeit der französischen Armee steigern soll wird einen tiefen Einfluß auf das Wirtschaftsleben Frankreichs ausüben. Schon heute ist es genötigt, gegen 100 000 land­wirtschaftliche und mindestens ebensoviel Industriearbeiter aus dem Auslande zu holen. Wie wird das erst werden, wenn ein nicht unbeträchtlicher Teil der Arbeiter cm Hahr länger 'bei den Fahnen gehalten wird? Die erhöhten sow stigen Ausgaben unter einer Milliarde wird es auch in Frankreich nicht abgehen kann ein so wohlhabendes

Land schon leichter tragen. ,

Man wird jenseits der Vogesen wie es unlängst per frühere französische Kriegsminister Millerand im republika­nisch-sozialistischen Wahlausschuß des 14. Bezirks ausdruckte die notwendigen Opfer, da wir nufere Sicherheit schützen wollen, bringen, so hart es uns auch scheinen mag".

Nr. 166

Der Lieh eiter Anzeiger erscheint täglich, außer Soimtagü. - Beilagen: v iernial wöchentlich

Die bulgarischen Grausamkeiteu.

Saloniki, 17. Juli. Die bulgarischen Truppen haben auf ihrer Flucht von L ahan a und Demir hissar g r oßeG rau- sam leiten verübt. 101 Notabeln wurden durch Baionett- stiche getötet oder verwundet. Die Ausschreitungen oer Bulgaren haben sich auch gegen Frauen, Kinder und Greise gerichtet. Dem Erzbischof und drei anoeren Priestern wurden die Augen aus- gestochen und die Arme abgeschnitten. Diese Grausamkeiten ,ind von regulären Soldaicu des 2. und des 21. Regimentes sowie von Offizieren dieser Regimenter verübt worden.

Athen, 17. Juli. Die Generalkonsuln Oester­reich - ll n g a r n s und Italiens in Saloniki haben >rch nach Serres begeben, um über die von den Bulgaren begangenen Ausschreitungen Untersuchungen anzustellen. Die Konsuln wurden vom König im Hauptquartier empfangen. iie irawzoiiiche Reaierung hat dem Ersten Sekretär und dem Milttarattachee der französischen Gesandtschaft in Athen den .Auftrag erteilt, sofort nach Mazedonien abzureisen, um dort über die von den Bulgaren begangenen Massakres nachzusorschen und zu berichten.

Konstantinopel, 17. Juli. Das O ökumenische Patriarchat hat beschlossen, den Gesandtschaften ein M e m o - randum über die Ausschreitungen der Bulgaren zu unterbreiten.

Der Einmarsch der Rumänen.

Bukarest, 17. Juli. Die Kammer hat den Rüstungs- kredit von 9 810 000 Franks und einen Kredit von 1 00 Millionen Franks für M o b i l i si e r u n g s z we ck e be­willigt. Die Deputierten haben erklärt, auf ihre Tagegelder zu­gunsten der Unterstützung von Familien Mobilgemachter zu per- zichten. Der Senat hat das Gesetz, das die Verhängung

Eietz'nerZasülitnblLttcr, j zweimalwöchentl.Urelr- I blaNsürden Ureis Eichen ' (Tieiistag und Freitag); zweiDbl niouatl. Lat'.d- wirischastliche öeitfeagen Fernsprech - Anschlüsse: __ ___

General-Anzeiger für Gberheffen

Annaym« v-n anieigen Rotationsdruck und Verlag der Vrüht'jchen Unw.Guckp und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerei: Lchulstrahe 7. bis --nZVsuh" Seschästrstelle Südingen, vahnhosstratze iS--

Vie Lage auf dem Balkan.

FriedenSverhandlungcn.

London, 17. Juli. Wie das Reutersche Bureau mit­teilt, sind ihm folgende Informationen zu- gegangen: Die Mächte sind im Begriffe, Schritte in Lwfla, Konstantinopel und Bukarest zu unternehmen; in Sofia, um Bulgarien zu. veranlassen, daß es einen Vertreter zur K o n f e r e n z mit den Ministerpräsidenten Serbiens und Griechenlands entsende, in Konstantinopel, um bei der Pforte darauf zu dringen, daß, sie nicht u b e r dieLinieMidia-Enos vorrücke, und in Bukar est, um Rumänien den Rat zu erteilen, es möge So f i a n ich t besetzen. In diplomatischen Kreisen herrscht starke Unsicherheit bezüglich der Aktionen der Türkei und Ru­mäniens. Es macht sich eine bemerkenswerte Ueberraschuug geltend über den Umstand, daß, während den Mächten von der Türkei mitgeteilt wurde, sie beabsichtige nicht, über bie Grenze hinaus vorzu gehen, nunmehr von Konstantinopel ausgegaugene Mitteilungen das Vorrücken auf Adrianopel ankundigen. Diese Nachrichten geben in diplomatischen Krei­sen keinen Anlaß zur Beunruhigung, da man. es für sicher hält, daß die Mächte, die entschlossen sind, Bulgarien nicht vernichten ^u lassen, ebenso dafür Sorge tragen werden, daß die Türkei Adrianopel nicht behalten dürfe, auch wenn sie bis Adrianopel vorrückeu sollte, was mau nicht glaubt. Die Situation wird als schwierig und verwickelt, aber nicht

Die Eichener Hütte aus dem Eöhbichl.

Von Otto Altendorf -Gießen.

II.

Die Zugangswege zur Hütte. (Fortsetzung.)

Haben wir nach der langen Reise Gmünd crreicht,^so werden [mir gut tun, uns einen Tag der Ruhe zu gönnen. Jiartn aber sprechen wir wieder auf, um endlich der Gießener Hntte »unseren Besuch abzustatten. Unser Weg führt uns das .vcaltatal aufwärts über das Dors Malta nach dem Alpenhotel Pflugl- 'hvf, luo wir das Maltatal verlassen und links in das Seitental »des Gößgrabens einbiegen. Der Marsch zum Pslüglhos dauert drei Stunden, die Bequemeren können aber bis hierher nut der Poft ober mit einem Mietwagen fahren. Der Pslüglhos hat eine .schöne Lage. In seiner unmittelbaren Nähe befinden sich die herrlichen Wasserfälle des Gößbackis und auf der anderen Tasteite 'der noch gewaltigere 150 Meter hol>e Sturz des Fallbachs, 'xer Reichtum an Wasserfällen ist überhaupt eine Besonderheit dieser -Gegend Es wird sich schwerlich in dem gesamten Alpengebiet eine Gegend Hüben, die sich in dieser Hmsicyt vergleichen laßt. G-bt man vom Pslüglhos das Maltatal aufwärts eine außer­ordentlich lohnende Wanderung, so kommt man nod) an einem Dutzend solcher Wasserfälle vorbei. Aut ineiem Weg erreicht man nahe bei dem schönsten Teil des Tals, wo man durch wilde Klammen und an einer ganzen Reihe von Wasserfallen Vorbau kommt die Hütte der Sektion Gmund des -Lcutlcbcn 2 Oesterrcichischen Alpenvereins. Einige stunden über der teilt sich das in seinem oberen Teil reizlosere Mal.« ° in w- Mler das Grab- und Klein-A-ndtal. Tas lebte"- Mr" an die Eisaimel, jenseits berat he oben genannten nach Bad-Gastein und Böckstein führenden ^kcr liegen, ^as führt an den Fuß des Ankogels und der .Hochalm-.

N'' ®o" t ftebt^^iqeben von dner gewaltigen Gletsch^welt, bie Osnabrücker Hütte, wo sich die Hochtouristen dieses Gebietes

yczustSvreiS: monatlich 7oPs^ viertel­jährlich Mk. 2*90; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2. viertel- jährl. ausjchl. Beslcllg. Zeilenoreis: lokal löPs^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Reuillc- lon', .Vermischtes' und ^Gerichtssaal": K. Neu­rath; für .Stadt und Land": T.Hetz; für den Anzeigenteil: H. Beck.

Dieser Tage soll in der französischen Kammer bie endgültige Entscheidung über die dreijährige Dienstzeit fallen. Es unterliegt keinem Zweifel, wie die Abstimmung . sein wird. Und mit der überwiegenden Mehvheit der Kam­mer geht die Volksstimmung. Das haben die französischen . Sozialisten erst am Sonntag einsehen müssen. Gemeinsam hatten der allgemeine Arbeitsbund und die sozialistische Föderation am' Sonntag, dem Vorabend des französischen 9öati-onalfestes, die Massen zu einer Kundgebung gegen die dreijährige Dienstzeit aufgefordert. Aber trotzdem man die bedeutendsten Abgeordneten, darunter Jaures, Vaillant, Evmpere-Morel, als Redner ins Feld schickte, scharten sich um die fünfzehn Rednertribünen auf dem St. Gervais-Felde nur etwa 8000 Menschen, während au der letzten Kund­gebung gegen die dreijährige Dienstzeit 50000 Personen teilgenommen hatten. .

Niemals ist der Jahrestag der Erstürmung der Bastille in größerer Feststimmuug und mit mehr militärischem Prunk «gefeiert worden als dieses Mal. Schon am Sonn­abend das eigentliche Nationalfest ist erst am 14. durchzogen drei Zapfenstreiche mit wehenden Fahnen, von Fackeln" malerisch beleuchtet, die Straßen des fesllich ge­stimmten Paris. An der großen Parade am Sonntag nahmen zum ersten Maledie Kinder des größeren Frank­reichs", die eingeborenen Truppen aus den Kolonien teil. Es herrscht eine militärfreundliche Stimmung in der gallischen ^Republik, die auch Herrn Lepine, dem ehemaligen Pariser Polizeipräfekten, zugute gekommen ist. Er, der sich als Anhänger der dreijährigen Dienstzeit bekannte, hat bei den Wahlen Kur Deputiertenkamme-r im Departe­ment Loire den Sieg davongetrageu.

Trotz alledem wird es in der Deputierteukam- mer heiß hcrgehen. Die Kammer hat in ihren bisherigen Beratungen den Gvuudsatz durchgeführt, daß die Verpflichtung zum dreijährigen Dienst in der aktiven Armee allen Soldaten ohne Ausnahme auferlegt werden soll. Sieht man von den Zöglingen der Sonderschulen für bie Ausbildung von Offizieren zind Unteroffizieren ab, so soll demnach kein einziger Soldat Anspruch auf Verkürzung feiner Dienstpflicht erhalten. Die Armee-Kommission Ivar won der Erwägung ausgegangen, daß die Wiedereinführung Her dveijalirigeii Dienstzeit einen Ueberschuß von Mann­schaften über die gesetzlich festgelegte Effektivstärke hinaus ergeben werde und daß es deshalb möglich sei, die Dienst­zeit für die Soldaten zu verkürzen, welche Familienvater oder Familienunterstützer sind. Die Kammer hat diese Ver- 'günstigung 'beseitigt, und sie wird eine Kompensation an- uehmen, die den Familien dieser Kategorie von Soldaten eine Unterstützung zubilligt. Tie Unterstützung soll wahrend der oanzeu Dienstzeit 1,25 Frks. für den Tag betragen und 'mit einer Zulage von 50 Cts. für jedes Kind. Die -Ausgabe für diese Unterstützung wird nach einer Berech- muwg der Regierung jährlich 1 700 000 Franks betragen, das spielt neben den änderen Hunderten von Millionen Franks, die die Heeresresorm beanspruchen wird, keine

Nachrichten vom Kriegsschauplatz.

B c l g r a d, 17. Juli. Am 15. Juli, nachmittags 4 Uhr, hat eine serbische Abteilung nach h e fti g e m Ka mp fe gegen den rechten bulgarischen Flügel die borgeschobeue Stellung bei K ü st e u d i l besetzt. Der Feind hat außer- ordentlich große Verluste erlitten; er wurde zerstreut und loh in großer Unordnung.

Sofia, 17. Juli. Die serbischen Truppen, die in das bulgarische Gebiet eingedruugeu sind, wurden gestern an­gegriffen und in der Richtung auf Blassinna^zuruck- g e s ch l a g e n. Ter Versuch der Griechen, den l-inken Flu^l der Bulgaren zurückzudrängen, scheiterte. Der Angriff wurde von den bulgarischen Vorposten unter großen Verlusten für die Griechen zurückgeschlagen. Auf den übrigen Teilen der Gesechtslinie herrscht Ruhe.

Athen 17 Juli. (Agence d'Athönes.) Es bestätigt sich, daß der Kampf in der Nähe von Vronti rmt einem v o l l' st ä n d i g e n R ü ck z u g des Feindes geendet Hatzte Streitiräste des Feindes vor dem äußersten rechten griechi­schen Flügel setzten sich aus der dritten und der elften Stat­ion zusammen. Gestern nacht machte der Femd einen Vor­tost bei Vronti, wobei er Bomben benutzte, wuroe aber un- er Verlusten zurückgeschlagen. Heute griffen die Gnechen bie Höhen bei Vronti an, die sie nach lebhaftem Kampf be­setzten. Ter Feind wurde geschlagen und mit großen Ver­tu st en auf Karakeuy zuruckgcworfeu. Tie Verluste der Griechen sind unbedeutend. Auch vvn dem griechischen Zen­trum wird ein Zurückweichen des Feindes gemeldet.

darstelle. c

Paris, 17. Juli. Nach einer Blättermeldung aus Bu- karest habe König Karol ein Telegramm vom- nig Ferdinand von Bulgarien erhalten, in wel­chem dieser aufragt, unter welchen Bedingungen Ru­mänien Frieden schließen würde. Rumänien wolle je­doch /nur unmittelbar und zu derselben Zeit wie die übrigen Kriegführenden in Verhandlungen mit Bulgarien eintreten.

Belgrad, 17. Juli. Paschitsch, der griechische Ge­sandte in Belgrad, Alex and ropu los, und der bisherige erbische Gesandte in Sofia, Spalaikowitsch, sind am 16 Juli in Skolpje einoetroffen, wo sie Veniz'elos er­wartet hat. Tie beiden Ministerpräsidenteu hatten im Sa-

als gefährlich betrachtet.

Bukarest, .17. Juli. In einer Note an die Groß­mächte legt die rumänische Regierung die Gesichts­punkte dar, die für 'Rumänien bei dem Abschluß eines allgemeinen Friedens maßgebend find, und erklärt ferner, daß die neue Dobruscha-Grenze die Orte Tortukhai, Tobritsch und Baltschik entlang läuft, jedoch im eiuzelueu jo, daß sie eine strategische Grenze im modernen Sinne

lonwageu auf dem Bahnhof eine Unterrcduug. Nach der Un­terredung sind sie nach Belgrad und Saloniki wieder ab* 9Cre®icn, 17. Juli. Die Meldung eines französischen Blattes, wonach der österrcichisch-ungarischc Botschafter in Petersburg bei der russischen Regierung Schritte unternom­men habe, um auf die Notwendigkeit des sofortigen Frie­densschlusses hinzuweisen, weil Oesterreich-Ungarn ei ne voll- ständige Vernichtung Bulgariens nicht zulassen könne, ist, wie dieWiener Allgemeine Zeitung von unter* richteter Seite erfährt, nicht richtig.

Der Drei i90ßiauc einam, unh trrtm

des schönsten wir dabei recht ausgemeßen können, und treten, aus dcrcn Höhe angelangt, in den G ö ßg rab en, der dem Malta-