Ausgabe 
16.4.1913 Erstes Blatt
 
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Märkte.

Herzleiden.

Hessen-Nassau.

iet stochchW

j?

ohne Brille.

Fleischpreise in Gieße»

Mattigkeit und Müdigkeit

Ochsen

Kälber Schweine

Schlachtviehpreise in F r a n k f u r t a. 2)1.

diesjährigen Spielzeit von treten.

DM aiuh an ihn , Er (Sage) hm

nach seckÄvöchen'klicher Joaft wieder freigelassen wurden. Bor einigen Tagen gerieten diese zwei im Wirtshaus mit einem ge- wissen Göttinger in Streit, in dessen Verlauf der letztere die Bc- merkung machte, die beiden hätten Ursache, sich ruhig ^ ver­halten. Die Staatsanwaltschaft nahm sich der Sache an und stellte fest, daß die Schwester des Göttinger auf ihrem Sterbebett das Geständnis abgelegt batte, daß die beiden Bauern den Müller- meister Fleisch vor 23 Jahren ermordeten und sie gezwungen batten, ihre Kleider von Blut zu säubern. Tic beiden Bauern namens Speirer und Schieber sind nunmehr verhaftet worden.

50 Kg. Schlachtgewicht 7593 Lik.

1I Kg. Schlachtgw. 88-105 Vf.

7, , 74-77

New Aork, IG. April. Der Leuchtturm, der dem Andenken der Opfer der Titanic gewidmet ist, wurde gestern, am Jahrestage des Unglücks, feierlich eingeweiht.

Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 17. April 191 Wechselnd bewölkt, vereinzelt leichte Regen, milder; Südwind.

m. Offenbach, 16. April. Die L ed.erwarenfabril von Adolf Ha tri) in der Ludwigltraße in in Zahlungs­schwierigkeiten geraten. Die Verbindlichkeiten ernschlreß- lich der Htzpothekenschuld betragen 700 00^ Mk.

Letzte Ncrcbxrchten.

16 Bergleute erstickt!

1- Duisbur g, 16. April. Auf der Gewerkschaft Deutscher Kaiser" zu Hamborn ist ein Brand ausgebvvchen. 16 Bergarbeiter sind erstickt. Mit den Löscharbeiten ist man beschäftigt.

Ein ungetreuer Flüchtling verhaftet.

n>. Offenbach, 16. April. Der nach U nter schla g'nng vo>l 10 500 Mark flüchtig gegangene Handlungsgehilfe Ludwig Melchior wurde in Luzern festgeiwmmen. In seinem Besitz wurden noch 8244 Mark vorgefnnden.

Dresden, 16. April. Mit Bestimintheit wird hier

;g hat dem Re­den Charakter als

Kleine Lageschronik.

Ein im Bregenzer Walde vor ungefähr 23 Jahren

au griffen bei dem

5rc:samtSbureou- imnftlWrung ;3. April bei berr

Vlarrers Kleberger hat Hoivrediger Ouack das Amt des Geschälts- 'ührers übernommen. Äacb dem Gclcbästsbericht hat das Heim seiner Beslimmnng treu gedient. CchwcslerAnna Krüger ist seit dem April v. Js neu binzugekommen. Im ganzen sind bis jetzt 109 Zöglinge durch das Heim gegangen, 49 allem im legten Fahre. Cchloschauptmann Baur erstattete den Recben- schaitSbericht. Tie Eiunabmen betrugen im Rechnungsjahre 13 675,54 Alk., darunter 4529 Mk. Beiträge, 1846 Mk. Bflegegelder, 1223 Mk. Einnahme der Schwestern. Die lllusgabeii stellen sich auf 13 071 Mk., darunter waren 8405 Mk allein iür den Haushalt. Demnach bleibt nlio ein Kasseuvorrat von 604,26'Mk. An Schulden hat der Verein 7300 Mk. Für das kommende (Üeschätzsjahr sind an Einnahmen veranschlagt 9300 Alk., an Ausgaben 11 200 Mk. Es wurden dann die Remvablen vorgenommen. Tie nach der Geschgilsordmina ausscheidcnden Alitglieder des Ausschusses wurden wieder gewählt. Für Geb. Fuslizrat Hessert wurde Oberstaatsanwalt S t i eh e l l - Mainz gewählt

m. Offenbach a. M., 16. April. Nach dem Bericht des Schularztes für die Volksschulen der Landgemeinden des Kweises Offenbach betrug im vergangenen Berichtsjahr die Schul erzähl 17242 in 301 Klassen. Die Gesamtschüler­zahl ist um 5o0 zurück gegangen. Der allgemeine Gesund- lwits-, Ernährungs- und Entlvicklungszustanb wurde bei 652 (28,7 Proz,l minder gut und bei 67 von diesen besonders ungünstig befunden. Den höchsten Prozentsatz solcher Kinder hatte, abgesehen von Rembrücken, das man wegen der Keinen Gesamtzahl nicht in die vergleichende Statistik ein- beziehen lann, .Hainhausen mit 47 Proz., den niedrigsten <V-ötzeuhain mit 18,2 Proz. 25 Proz. und weniger (günstig) hackten Bieber, Götzenhain, Hausen, Klein-Auheim, Klciu- Steinheim, Mainflingen, Rumpenheim, Steinbach und Wciß- tirchen. Mit mehr als 40 Proz. (ungünstig) sind nur Hain- Hausen und Jügesheim verzeichnet. Besondere lranl'hafte Abweichungen und Körpermängel wurden bei 405 oder 18,2 Prozent gefunden. Bei 469 Kindern (21,9 Proz.) ergab sich, daß. der Re i n l i ch ke i t s zustand den gesundheitlichen An­forderungen nicht entsprach. Kinder mit ausfallend zu­rückgebliebener g e i st i g e r E n t iv i ck l u n g wurden 34 gezählt, darunter neun ausgesprochen schwachsinnige. 62 Kinder lvurden für eine vierwöchige Soolbadkur in Bad Orb (58) und in Bad-Nauheim (4- ausgewählt, haupt­sächlich wegen Slroplhulosc, Blutarmut, Unterernährung und

! ] Marburg, 15. April. ßiuci Marburger Klr- n i l e r, der Volonrirarzt der medizinischen Universimtsklinit', Tr. Kaiser und der Semndärarzt der städtischen Krankenanstalt Lindenburg, Tr. A ch e l i s , sind nach Serbien a b n c r c i ft Beide werden dort die L.utung von Lbrregshospilälern übernehmen.

[] Marburg, 15. April. Tie Fleischerinuung wacht be­kannt, baß die Schweinefleischpreise ermäßigt sind. Es tostet gewöhnliches Fleisch per Pfund 80 Pfg., Bratcnstücke 95 Pfg. und Kotelettes 102 Pfg.

Eine Entlarvung des Giftmischers Hopf.

(h) Frankfurt a. M., 15. otpriL Tie Untersuchung gegen den Artisten .Hopf, der wegen Gistmordver- suchs verhaftet wurde, bat feit gestern schwer Belastendes für ibn ergeben. Hops, ein rüstiger Fünfziger, hat einen bewegten Lebenswandel hinter sich. In Niederhöch- staüt, wo er eine Hundezüchterei hatte, obwohl er ge­lernter Drogist war, starb seine erste Frau unter Vergif­tungserscheinungen. Die Bevölkerung bezichtigte ihn offen des'Giftmordes, doch konnte ihm nichts nachgeloiesen wcr- den. Auch seine zweite Frau, die er in Frankfurt heiratete, erkrankte wiederholt unter ähnlichen Grschei- nungen wie idie erste, ließsich scheiden und starb kürz nachher. Hopfs d r i 1 t e u n d i e tz i g e Frau, die vom Manne m i t 80 000 Mark in eine Lebensversicherung cin- gekauftwar, erlrankte voriges Jahr schon einmal unter eigenartigen Vergiftungssvmptomen, dann am 16. März dieses Jahres Zum zweitenmal so schwer, daß sie dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Hier liegt sie noch trank. Die Mitteilung von ihrem' Tode bestätigt sich glück­licherweise nicht. Da die Frau wiederholt geäußert hat, ihr Mann habe sie vergiften wollen, erfolgte gestern die Verhaftung des Hopf auf offener Straße. Eine Untersuch­ung der Hopsschen Wohnung förderte ein v o l l st ä n d i g e s L a b oratorium der schärfsten Gifte, Giftpräpa­rate und Rrcknlülturen von Cholera- und Tvphusbazillen ans Tageslicht. Aber auch Gegenstände, tüie fie ein Sadist gebraucht, fanden sich in Hülle und Fülle. - Nach lang­st ündigem Verhör gestand Hopf ein, daß er seine dritta Frau durch 'Seit, mit Arsenik vermischt, h a b c vergiften wollen, auch Digitalis (Fingerhut) sei in dem Getränk gewesen, lieber den raschen Tod seiner beiden ersten Frauen verweigert er bis jetzt jede .Auskunft; doch erwartet man auch in diesen Fällen bald ein Geständnis des Hopf, da sich das BÄveismaterial gegen ihn sttindlich mehr verdichtet. Im Besitze des Hopf befanden fich auch die Photographien vieler Frauen "Frankfurts.

*

= Frankfurt, 14. April. Neben dem Azalienflor in Haus 4 des Palmenhauses, der zurzeit den HauptanziekumgS- punft für die Besucher des Pa lm eng arte ns bildet, sind noch andere Blutenpflanzen erwähnenswert. Interessant sind die in Haus 5 jetzt blühenden Anthurium-Arten, bei denen eine den eigentlichen Blütenstand umhüllende Scheide durch besonders prächtige Färbnng hervorragt. Durch lebhaftes Farbenspiel zeichnen sich die Zinerarien and, krautartige Pflanzen, die in den letzten Jahren eine ivesentliche Ver- besfernng erfahren haben Eine Neuheit in leuchtend kupferrot, Matador", erregt berechtigtes Aufsehen, und diese Farben- tönung wird unzweifelhaft zu einer ausgezeichneten Farben­variation Veranlassung geben. Auch die Hortensien in Haus 13 zeichnen sich durch schöne Farben ans. Der Nosinflor beginnt sich in Haus 8 zu entfalten rind wird bald die Besucher durch seine Schönheit erfreuen.

w. Wiesbaden, 14. April. In einem hiesigen Hotel ersten Ranges wurden der seit einigen Tagen hier zur Kur locilcnben Baronin Diergart ans Schlehbnsch bei Köln, als sie einen Augenblick das Hotelzimmer verlassen hatte, Brillanten und Schmucksachen iin Werte von 12 000 Mark gestohlen. Von dein Täter fehlt jede ©pur.

Wiesbaden, 15. April. Im graften Saale des Kur­hauses begannen heute unter dein Vorsitz des Geheimen Hoftats Professor Tr. P en tzo ld t - Erlangen die Verhandlungen des 3 0. Deutschen Kongresses für innere Medizin. Der Kongreß ist von etwa 500 namhaften Aerzten aus allen Teilen Deutschlarrds und des Auslandes besucht. Den ersten Tag stillen die Verlwndlungen über Wesen imd Behandlung des Fiebers ans, zu welchem Thema die Herren Hans A. Mcher-Wierr und von K re hl-Heidelberg den Bericht übernommen haben.

emSschließt. Wenn beispielsweise zwei Handrverker sich ver­abreden, daß sie bei dein Einreichen von Angeboten sich nicht unterbieten werden, so gilt dies als eine Schädigung der Militärbehörden. Die Ausschließungen treffen meist kleine Handwerker und Gcschästslente nnd werden auch meist bald .verraten. ES wird nun die Frage aufgeworfen, ob auch die Freien Vereinigungen der Handwerker, Jmrungen, wie auch die Trusts und Syndikate von denselben Strafbestimmungen getroffen werden. Denn 5iefe Vereinigungen haben doch auch nur den Ziveek, eine Preisunterbietung zu verhindern.

* Dienstjubiläu m. Der bei der Eisenbahn-Neben- TD cd Hätte bcbicniiete Schlosser Heinrich Peter begeht heute fern 25jahriges Dienfijubilärun. Llus diesem Anlässe wurden ihm von seinen Mitarbeitern ein Ehrenbiploin nebst einem entsprechenden Geschenk überreicht.

** Eine Waschfest-Vorsuhrung. Mau schreibt uns: Welche Hausfrau betrachtet nicht mit Wohlgefallen nach der groften Wäsche ben mit blcitbenb weißer Wäsche gefüllten Wäsche­schrank. Aber manchmal gestaltet sich die blenbenbe Weiße etwas anders. Die Wäsche wird grau und gelb, riecht schlecht nnd nach einiger Zeit wirb die Hausfrau gewahr, baß sich Diele be­schädigte Stellen zeigen. Es ist gewiß nicht zu vermeiden, das; fich die Wäsche mit der Zeit abnutzt, aber sie so lange zu erhalten wie nur irgend möglich, muß im Interesse des GeldbeMels der Grundsatz feder tüchtigen Hausfrau sein. Es ist eine Tatsache, daß die Wäsche mehr als durch das Tragen, durch das Waschen nach falscher, veralteter Mrthodc ober durch Benutzung schlechieu Wassers und schlechter Waschmittel leidet. Deshalb empfehlen wir allen Hausfrauen, sich die Vorführung eines ^Waschfestes, wie es sein soll, nm nächsten Freitag anzusehen. L. Inserat

** Ei nb ru ch s b ieb st ahl. In verflossener Nacht wurde von nnbekannten Tätern in ^er Sonnenstraße eine Erkerscheibe an einem Schuhladen zertrümmert, und die Ladcninliaberin, die stich an das Fenster begeben hatte, sah, daß zwei Burschen Sckefel aus oem' Erker entwendeten. Sie machte Lärm, woraus die Burschen davonckiefen und unter­wegs rtn Paar der entwendeten stiefel fallen ließen. "Die Diebe sollen ein Paar Stiefel msttgLnommen haben.

** Frostschäden. Aus dem Taunus, 14. April, wird uns geschrieben: Die Berichte über die Frostschäden dürften, wie bei jedemFrühjahrsfrostbcricht" durchweg etwas zu sehr übertrieben sein. Gewiß haben manche Sorten schtver gelitten, in erster Linie die blühenden Kirschenbäume und die frühen Aepfel- und Birnbäume; ebenso die auf Höhenlagen, wie bei Cronberg und Obcrhöchstadt, kultivierten Erdbeeren. Aber die Hauptbli'ttczeit steht doch erst noch bevor. Es ist also völlig verfrüht, von einer vollständigen Vernichtung der Obst­ernte zu reden. Es braucht nur an die Frosttagc vom 12. nnd 13. April 1912 erinnert zu werden Die Nachrichten über völlige Vernichtungen der Ernte sind nur Wasser auf die Mühlen gewissenloser Händler, die hn Herbst das Publikum dafür mit entsprechenden Preisen bedienen.

Landkreis Gießen.

-ch. Hungen, 15. April. Beim Arbeiten mit einer Ackerwalze zog sich heute der hiesige Einwohner K. F. da­durch erhebliche Verletzungen zu, daß der Sitz brach und er unter die Walze geriet.

Kreis Büdingen.

= Ortenberg, 13. April. Fran Jeannette Heß Wwe. feiert am 18. April ihren 9 0. Geburtstag. Sie ist noch geistig und körperlich sehr rüstig und liest und strickt noch

«WurükMei Mk 7375. Kälber 1. Qual. Mk. 8890, 2. Qual. Mk. 8587, Fabrocbsen wurden bas Baar mit Mk. 10001200 verkcnüt. Ter Markt war lvöt m Ende. Der nächste Rinbvieh- nmrft ift am 6. Mai b. Ks. Arn foigenben Tage fmbet der ©duveine- mW Krärne>inarll lintt.

1c. Frankfurt a. M., 15. Avril. Leu- nnd Strobrnarkt. Angekahre» waren 13 Wagen Heu. 0 Waaen Stroh. Bezahlt wurde für" vcii ?,50 Olif., Ltrob (Kornlanaslrolü 0.00- 0.00 9)11., Wirrstroh f',000,00 Alk. Llllcs für 50 Kilo. Geschäft flott. Tie Zufuhren waren aus Oberheffen und den Kreisen Tieburg und Hanau.

Tie Marktpreise für Vieh und Frucht uud die Gießener Fleisch- und Brotpreisc am 14. April 1913.

Leichenhalle. .

Starkenburg und Rheinhessen.

rm Darmstadt, 16. April. In Erlenbach bei Furth im Cbenroalb I;ot sich Rechn-- ber Spar, nnb Darlehenskasse, der Burgermerster Leonhard Bitsch, erhängt. Man vermutet, daß die Kasse nicht m Ord-

das Gerücht weiter gegeben, der H o f-Theckte>r-Jn- tendant Graf Seebach werde mit dem Mlanfe der seinem Posten z-urück-

verschwindet.

So viele Mittel auch heute für alles angepriesen werden, sie verschwinden nieistens so schnell, wie sie ge­kommen sind. Man bringt ihnen kein Vertrauen ent­gegen, weil sie nicht auf eine lange Reihe von Jahren anerkannter Erfolge und auserprobter Wirkung Hin­weisen können. Wie anders Scotts Emulsion, dies seit 37 Jahren in der Aerzte- und Laicnwelt rühmlichst bekannte Kräftigungs- und Stärkungsmittel.

Ueberarbeiteten Personen, die trotz Mattigkeit und Müdigkeit nicht ausspannen können, ist der einige Wochen fortzusetzcnde Gebrauch von Scotts Emulsion sehr zu empfehlen. Der wohltätige Einfluß auf die Eßluft und^pcrkräfte wird sich bald bemerkbar machen und ein Wicdererwacheu frischen Mutes und neuer Lebensgeister hiermit Hand in Hand gehen. I Aber es muß die echte Scotts Emulsion sein! II

th. Gietzen, 15. April. Beim gestrigen Vormarkt wurde der Handel sehr gestört durch das Eingreifen von Schutzleuten in Zivil, welche aut Grund einer vor Jahren erlassenen Lokalpolizeiverord­nung, die bei den Handelsleuten nicht mehr bekannt ist, überall eingrifsen,, wo nur ein Handel mit Vieh vor dem eigentlichen Markt sich anzubahnen schien. Trotz des energischen Vorgehens ber Beamten war es nicht möglich, den Vorhanbel ganz zu unter­drücken und Milchware wurde schon gut abgesetzt. Auf deni heu­tigen Hauptmarkt standen etwa 1000 Stück Großvieh unb 500 Jungtiere unb Kälber zum Verkauf. Ter Hanbel in Mclchware war, was Umsatz anlangte, etwas gedrückter als an den letzten Märkten, doch war es trotzdem nicht möglich, billigere Prem zu erreichen, da gute frischmelkende Kühe sehr knapp srnd unb ge­siecht werden. Junge Rinder unb Stiere zur Zucht unb Mast waren ein sehr gesuchter Artikel. Die Nachfrage danach war tärfer, als das Angebot unb es mußten für ausgesuchte Tiere hohe L?reife angelegt werden. Eine kleine Herde fetter Rinder fand ebnen Abnehmer für Frankfurt unb Wiesbaden. Fette Kühe ungen ivieder für die Rheinftädte ab, doch wickelte sich bas Ge- chäst darin sehr schleppend ab, weil die Einkäufer bie Preise drücken wollten, was ihnen aber nicht gelingen konnte, da die Tiere aut dem Lande immer noch gut bezahlt werben müssen. Der Kälbermarkt hatte eine schöne Auswahl in allen Qualitäten und es tvar auch wieder einmal genügend Ware am Platz. Die Kälber, die beim letzten Markt schon ab'chlugen, muftteit diesmal no chbilli- ger verkauft werden. Wiesbaden und Frankfurt nahm, was an guten Tieren am Markte mar, der Rest blieb in der Provinz. Einige Paare Fahroclp'en in mittlerer Schwere wurden für den Westerwald an gekauft. Bezahlt wurden für das Stück: Frisch­melkende und kragende .stübe 1. Qual. 575-650 Alk. (einzelne chwere Tiere bis All. 700).>. Qual. Mk. 475550, 3. Qnal., so­genannte Abmelkkühe Alk. 325400, junge Rinder 7,-^jährig je nach Atter unb Form Alk. 150200. Gehandelt wurde der Zeutuer Schlachtgewicht: fette Rinder Mk. 88-90, vereinzelt sehr schwere Stücke bis Alk. 92, fette Kühe 1. Qual, (die vereinzele am Markt waren) Mk. 8485, 2. Qual. Mk. 7982, 3. Qrial.

Kreis Friedberg.

= Fr i<edb er g , 16. April. Gerüchtsweise verlau­tet hier, daß. nnferc St-adt für das in der neuen Militär- vorluge vorgesehene 3. Bataillon des Jnf.-Regts. 168 als Standort vorgesehen sei. Eine Bestätigung von maß­gebender Stelle steht bis jetzt allerdings nocki aus.

L. Friedberg, 15. Äpril. Die Kirsch'bäume in unserer Umgebung, namentlich Ockstadt und Ober-Rosbach, standen in prächtiger Blüte. Die letz t en kalt en N ä ch 1 e (6 Grad Kälte) haben sie beinahe vollständig vernichtet, rnas einen Schaden von Tausenden von Mark bringt. Nur pse in geschützten Lagen und ebenso die Spätkirschei: haben fHmm Schaden erlitten. In dem Garten unseres großen Krankenhauses wird jetzt eine gedeckte Liegehalle erbaut Heute und morgen tagt im Festsaale des Hotel Trapp die 23. Hauptversammlung des Ev. Pfar­rervereins. Morgen wird Prof. Dr. Schio-Greßen sprechen über:Welche Aufgaben stellen patriotlsche Feste an den g ,15. April. Der leitende Monteur bei der

Freileitung Zieskc, der immer sttbst mit Hand anlegte, wurde von einem nm stürz end en Dr er bock so unglücklich getroffen, daß er wohl kaum mit dein ^benbaoon Ummen dürfte. Z. ist verheiratet. Seme Famttre lebt m -<3erlin.

(s) Ba d-Nauheim, 15. .Aprtt. EiU Baupro­jekt des Staates, das schon tätigere Jahre in Vor­bereitung war, geht seiner VenvirMckung entgegen Auf dem ehemaligen Salinen-gelände dem Eigentum^des F^, soll eine, nach den Planen des Geh Oberbaurat H o f manu- Darrnstadt entworfeue Gar ten st adt entstehen^ ^henrn rat .Hafrnanu weilte gestern w unserer Stadt und erläu­terte unseren Stadtverordneten seinen groß- Mgig angelegten Plan. Der Fiskus gibt an Private B au- Plätze zu angemessenem Preis,, und es svllen aus dem Gelände kleinere Wohnhanfer und Vollen, Mit urö a li cki ft v i e l G a r t e ii errichtet werden. Das ©ahnen- toeiänbe liegt in ber tufunftSreidtften «egen Stib^iaultam. umniltefbot an ben plrabierlrautcn das St-Mtes unb der neuen s reiaftraftc siriedberg-Bad-Nauh-im^ Große Weesen- X unto anderem der neue Golfplatz.der »» und Badepermaliunn nnb Parkanlagen um-geoen den siistorischcu Platz, ivo jalMlndertelang die Salz-Steder von Nanhetm iftr Gewerbe ausübten Au» unsere Stadtgemmndc t,t Giaentiimerin grober tzsiäci>en Landes in der Nahe der Sa. Tinen bie jcbenfaIl-3 in den Hofmannschen Bebauungsplan einte ooen toerben. - TBcr Stadtverordnete schlosserntetfdrr Jean Pan l i hat sein Amt medergelegt.

ji Vilbel, 15. April. Ter Gemcmberat genehmigte endlich' nach langjährigen Verhandlungen den Ban einer

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4 ^errcich- Beuge ;' gegenüber to i i,e »u be- a. .'wn- ^ittinq * ?.^°ntwort- to5rc er

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7, , 94-98 ,

7. i, 90110 ,

Brotpreise in Gießen

Weißbrot 2 Kg. 56 Big., Schwarzbrot 2Kg.48Psg.

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Getreidepreise in 2)1 an n beim

Weizen 100 Kg. 00.00-00.00 Alk.

Roggen 100 Kg. 00.00-00.00 Alk.

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?b Darmstadt, 15. April. Unter dem.Vorsitz der Fnrstrn Marie sin Erbach-Schönberg lnclt heute nachmittag der Vereen 9 , «hnrbfcv beim seine ordentliche Mitglicderversamin-

Vh Vpt Generalstaatsanwalt Dr. Prctorins erönnete . .........

uinp a . 7- erstattete einen kurzen Bericht über die Lage verüber Mord, hnt jetzt seine Aufkl ärung geiunbeu. Da

Cr in.lich das Bedauern aus, daß Piarrer Kleberger mals mar ber Müllerincistor Fleisch von Dieben umgebraebt «nd Oberjusti-rat Hetzert auSgcschicden sind. All Stelle des > wordcn. Der Verdacht lenkte sich ans zwei Bauern, bie aber