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Mitbürger!
Die wachsende Schuldenlast unserer Stadt, die grundfalsche Bodenpolitik unserer Stadtverwaltung, unter der unser aufstrebendes Gemeinwesen zu leiden hat, zwingen alle aufrichtigen freunde des Mittelstandes und der kleinen Leute, bei der bevorstehenden Ltadtverordneteuwahl ihre eigenen Wege zu gehen.
Wir haben uns daher entschlossen, der Wählerschaft Bewerber vorzuschlagen, die wissen, wo den Bürgersmann der Schuh drückt und die, frei von Eigeuintcreffen, für das Gesamtwohl cintrctcn werden.
In diesem Sinne bitten wir alle, die es mit unserer Stadt wohl meinen, folgenden Herren ihre Stimme zu geben:
Compter, Richard, Eisenbahnbetriebssekretär
Haberkorn, Dr Julius, Geh. Medizinalrat, Stadtverordneter
Haggenniiillcr, August, Rcallchrer
Jnderthal, Christian, Fabrikant
SUiitflfpor, Adols, Kommerzienrat, Fabrikant
Lucas, Hugo, Obcr-Postassistent
Müller, Emil Heinrich, Schreinermeister
Müller, Valentin, Lehrer
Noll II., August, Kaufmann
Petri II., Louis, Weißbindermeister, Stadtverordneter
Plank, Wilhelm, Gerbermcistcr, Stadtverordneter
Pfaff, Johann Georg, Bauunternehmer
Pfeiffer, Christian, Gärtner
Tchmerkenbcchcr, August, Laudgerichtsdircktor
Sculing, Louis, Architekt
Wachtel, Fritz, Amtsgerichtsrat
Wenzel, Fritz, Eisenbahnschlosser. m
Der Wahlausschuß der vereinigten rechtsstehenden Parteien.
Sachsenhausen — Neustadt
Bahnhofstrasse.
Mitbürger! \
ühler!
Der Vorstand des Bürger-Vereins hat Eure Wünsche unberücksichtigt gelassen. Wir fordern Euch deshalb auf, für unsere Kandidaten
Herrn Carl Frensdors, Kaufmann,
Herrn August tzaggcnmiiller, Rcallchrer, Herrn Philipp Kröck, Dachdeckermeister, HcrrnHkiurichLindenstruch,Schmiedeinstr. einmütig einzutreten.
Diese Herren sind vollständig unabhängig und bürgen uns dafür, datz die Interessen unseres stiefmütterlich behandelten Bezirks vertreten werden.
Der Vorstand.
Als Kandidaten, die unabhängig von den politischen und sonstigen Vereinen und Parteien sind, die ohne Voreingenommenheit niemand zuliebe, niemand zuleide ihre Entschlüsse fassen weiden, empfehlen wir: Arnold, Winand, RechtsMßlt Bnrnießkr, tzrivin, Zsßknienr Wer, Martin, Lkhrrr
.vadcrkorn, Ir., Znlins, kth. Mkdisinalrat, -tadtokrord. SMWiillcr, Angnß, Rkallchrer
Skichelhmn, rißniund, 8eh. Kommkrzicnrat, Ltadtonord. jsndcrlhal, khrijtian, Fabrikant
Kliupspor, Adolf, Koininkrziknrat, Fabrikant Lindknitrnlh, Heinriih, Llliniitdtincisttt Aoll, Adolf, Kommcrjieurot, Kadrifant Pctri II., Louis, WkWindcrineijtcr, Ltadtokrordoetkr Plant, Wiihtlni, kkrbcrincijter, Ltadtvcrordneter Aöhr, Karl, Kaufmann
Rudolph, Wilhelm, Koflikferant, Piaiiosortthändlkr Llhmclkcndklher, Augnsl, LanögcriAsdirtktor Lchön, Karl, Krohhcrjoglichcr Bauinspcktor, Architekt Ziilch, Karl, Kaufmann
r>>y„_____ÜMabhaKjjige Wähler.
MMgn! Wähler!
Wie nicht anders zu erwarten war, melden sich in letzter Stunde vor den Stadtverordnctenwahlen allerlei Einzelwünsche und Sonderinteressen. Man fragt Euch seitens der politischen Parteien: „Seid Ihr politisch reif? Seid Ihr politisch organisiert? Man fragt Euch seitens einzelner besonders interessierter Bezirke, Stände und Interessengruppen: „Was habt Ihr für uns übrig," Wollt ihr für uns eintreten?
Wähler! Zeigt, daß Ihr komuiunalpolitisch reif seid, daß Ihr keinerlei Vormundschaft nötig habt! Zeigt, daß Ihr Manner im Stadtvorstand haben wollt, die sich nach jeder Richtung hin ihre Selbständigkeit gewahrt haben und auch in Zukunft wahren werden; Männer denen nurdas Wohl des Ganzen amHerzen liegt!
Selbständige Wähler! Wir glauben Euren Beifall zu finden, wenn wir Euch Vorschlägen: Wählt neben den bewährten alten Stadtverordneten
Kabcrkorn, Kcichelheim, u. H*lank die Herren:
1. Wrück, Franz, Kollieferant. D“/n
2. Diehl, Johannes, Schneidermeister.
3. Komberger, Wilhelm, Fabrikant.
4. Indertlial, Christian, Fabrikant.
5. Ktinglpor, Adolf, Kommerzienrat.
6. Weyer, Kans, Architekt.
7. Müller, E. K., Schreincrmeister.
8. Müller, Walentin, Kehrer.
9. Sack, E.K., Obermeister, Metzgermstr.
10. Schmieder, M, Apothckenvehtzer.
11. Seuting, Konis, Architekt.
12. Wachtel, Fritz, Amtsgerichtsrat.
13. Wenzel, Fritz, Eilenbahnhandmerker. Viele Wähler aus allen Parteien, allen Bezirken und allen Ständen


