Ausgabe 
14.3.1913 Zweites Blatt
 
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assistenten Wrlh. Sehrt M Neu-Isenburg für diese Stellen bestätigt.

" Warnung an deutsche Mädchen Die Gen­ter Weltausstelluny geht ihrer Vollendung entgegen. Ta werden wohl herrliche Stellenangebote für die Worlds" fair unsere deutschen Mädchen über die Grenze locken. Ten schönsten Versprechungen folgen aber oft die bittersten Ent­täuschungen, wie dieses 1910 bei der Brüsseler Ausstel­lung vielfach der Fall war. Abgesehen von den viele,'. Gefahren an Leib und Seele, die mit der Annahme sol­cher Stellen in Ausstellungen verbunden sind, werden manchmal Löhne gezahlt, btc die Angestellten zu einem menschenunwürdigen Nebenverdienst zwingen. Deshalb möchten wir alle deutschen Mädchen vor der Annahme solcher Stellen warnen und ihnen zurufen:Bleib im Lande und ernähre dich redlich !" Daß man in Otenf mit solchen Gefahren rechnet, beweist die Bildung eines Aus schusses tatholischer Damen, Mitglieder des internationalen katholischen Mädchenschutz-Vereins, der es sich zur Aus­gabe gestellt hat, den zugereisten Mädchen für die Dauer der Ausstellung eine gute Unterkunft und passende Erholung zu verschaffen. Anmeldungen zu diesen, Zwecke nimmt ent­gegen die Vorsitzende des Ausschusses, Frau Gräfin de Heniptiune, Rue royale, Gent, sowie das Sekretariat und die Unterkunftsstelle des internationalen katholischen Mäd­chenschutz-Vereins, Place St. Baron 8. Das deutsche Ge­neralkonsulat befindet sich in Antwerpen.

* Postannahmeb u ch. Jeder Landvriesträger fuhrt aus seinem Bestellgang ein Annahmebuch mit sich, das zur Eintragung der von ihm angenommenen Telegramme, Wert- und Einschreib, sendungen, Postanweisungen, Zahlkarten, gewöhnlichen Pakete, Nachnahmesendungen und Zeitungsbestellungen sowie der zur Frankierung der Sendungen, zur Bestellung der Zeitungen und zur Beschaffung von Wertzeichen ihm übergebenen Beträge dient. Ein gleiches Einnahmebuch führt jeder Inhaber einer Posthilfstelle für die bei dieser niedergelegten Wertsendungen usw. Es ist ziveck- dienlich, da» die Ausgeber die Eintragung der Sendungen usw. in die bezeichneten Annahmebücher eigenhändig besorgen oder sich wenigstens von der Buchung durch den Landbriesträger oder den Posthilsstelleninhaber überzeugen. Da diese Bestimmungen noch immer nicht ausreichend bekannt sind, werden sie erneut zur Kenntnis gebracht.

Kreis Büdingen.

w. Burgbracht, 10. März. Heute morgen gegen 6 Uhr wurde die Leiche des Taglöhners Nonrad Wolf von Burg­bracht in der Bach aufgefunden. Wolf, dec schon längere Zeit an Armen und Beinen gelähmt ist, wollte auf dem im Hofe befindlichen Mort gehen, wahrscheinlich hat er in der Dunkelheit den Weg verfehlt, ist in den an der Straße vorbeisliesienden Bach gefallen und ertrunken. Die Leichenschau sand durch das Amts­gericht Büdingen im Beisein des praktischen Arztes Dr. Brettel heute nackMittag statt.

Kreis Alsfeld.

X Nieder - Ohinen, 12. März. Die losen Streiche sind bei uns im Schwang. Bald werden Manern nm- gestürzt, bald Lattenzäune um gerissen und dergl. Dem Landwirt Wick wurde jetzt während der Nacht die Seiten wand seiner Scheuer her ans gerissen, das Scheuertor von innen geöffnet, ein Torflügel ins Feld ge­schleppt unb 1000 Meter weit von der Hofreite in einen Steinbruch geworfen. Der Mann, dem schon mehr solche Beschädigungen zugefügt wurden, suchte vergeblich nach einem Polizeihund. Auch der Polizeidiener, den man auf die Reise nach einem solchen geschickt hatte, kehrte ohne ihn zurück.

Kreis Friedberg.

(r) Bad Nauheim, 13. April. In der Zeit vom 6. bis einschließlich <15. April am 16. beginnt die offizielle Saison veranstaltet Prof. Win ter stein, im G-roßh. Konzerthcrus, mit seinem Leipziger Orchester (Kur- lapelle) eine Reihe von Konzerten auf eigene Re chnun g.

Butzbach, 11. März Anfang d. M. hat die Mlgemeinc Elektrizitäts-Gesellschaft ihr Bureau für Fernleitungs- und Schalt­hausbau von Hungen nach Butzbach verlegt und zwar aus dem Grunde, da der 1. Ausbau der elektrischen Ueberlaird-Anlage der Strecken ,Wöliersl>evnSteinfurthRockenbergGambach, Wöl­fersheim BettenhausenLich, WölfersheimInheidenHungen- Grünberg, nunmehr fertig gestellt ist und demnächst dem Betrüb übergeben wird. Die Firma führt jetzt den 2. Ausbau aus, der die Strecken BettenhausenMischen heimGambach und die Hauptstrecke NauheimNieder MörlenButzback)Pohl-Göns Großen-Linden umfaßt. Der 2. Ausbau wird voraussichtlich Ende dieses Sommers in Betrieb genommen.

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(EkricbtsfaaL

Büdingen, 10. März. iSckwffengerichtssitzung.) Stein­richter H. W. IV. von Rinderbügen wurde wegen Unterschlagung zu 25 Mark oder 5 Tage Gefängnis verurteilt. Der Bäcker F. E. aus Papenburg, z. Zt. hier in Untersuchungshaft, wurde wegen Bettelns zu zwei Wochen Haft verurteilt. Ter Taglöhner R. R. Don Kefenrod wurde wegen Körperverletzung zu 10 Mk ober 3 Tage Gefängnis verurteilt. Der Bäcker A. A. von Koblenz, z. Zt. hier in Untersuchungshaft, wurde wegen Bettelns in zwei Fällen zu zwei und vier Wochen Hast und wegen Landstreicherei zu weiteren zwei Wochen Haft verurteilt. Auch ist der Verurteilte nach verbüßter Strafe der Landespolizei- behörde zu Überreifen. Der Glasmacher A. Sk. in Büdingen ist angeÜagt wegen Körperverletzung mittete gefährlichen Werk­zeugs i. 2. 223, 223 a StGB. Ta kein Strafantrag ge­

stellt war, wurde aus Grund des S 259 StPO, das Verfahren eingestellt, da sich ein Tatbestand i. 2. 8 223» StGB, nicht ergeben hatte. Die Privatklage des Landwirts W. 2d>. von Sfr offen* bad) gegen den Drkschmaschinenbesitzer I. H. M. von Bindsachsen ivegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. Infolge vorläufiger Festnahme wurden dem 2(töffengcrichte zur sofortigen .Murteilung vorgeführt: 1. Pflasterer Pb. B. aus Klein-Krotzen- Imrg wegen Bettelns, er erhielt zwei Wock-en Hast: 2. Metzger und Bierbrauer I. M. au« Assel heim wegen Ruhestörung imö groben Unfugs, er erhielt drei Tage Hast.

X. Hanau, 12. März Wegen Mißhandlung Untergebener hatten sich 'heute vor dem Kriegsgericht der 21. Division zu berani- vorten der V i z o s el d w e b e I R e i tz und der Unteroffizier B ü t e h o r n van der Kompagnie des 88. Infanterie-Regiments. Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, sich dadurch der vor­schriftswidrigen Behandlung Untergebener schul­dig gemacht zu Iwbcit, daß sie cm 25. Juni v I. die zum Nack^ exerzieren bestimmt«m '.cd en Schützen ihrer Kompagnie acht- hundertmal I inle r einander das Gewehr strecken kiesten, ohne hierbei nennenswerte Pansen eintretni zu lassen. An den »Folgen der Ucberaiiftrntgimg dieser Hebungen ist her Musketier Schüstlor, an sich ein hnstertsch veranlagter junger Mann, iebiver an Veitstanz erfranft: auch mehrere andere Musketiere spurten mehrere Tage lang ein körperliches Uubclmgen Bowe Angeklagten mären der Ansicht, hast der normale Mensch acht hundert in al Ge loohrstrecken anslialten könne Der Anllagevertreter behielt sich den Antrag vor. Reitz zum Beweise hierfür achthundertmal das Gewehr strecken zu lassen, wogegen die Verteidigung protestierte, da «der Angeklagte jetzt wohl aus der Hebung gekommen sei. Stabs­arzt Dr Romberg, der den Mu.ktier Scknißler im Mainzer Lazarett behandelte, hat in ihm einen Mem'd« t kennen gelernt, dessen Widerstandskraft besonderen iörperlichen AnstrenguN'ien nicht gewachsen war Im Lta^arett habe sich bei Snmßler unter immer stärker werdenden Zuckungen des storper-. das '<!) oes f(hnvren Veitstanzes auf hnstertscher Grundlage emwicke - bi t nck l

Iprachbeschlverden eingestellt unb der Polten, habe ntckn . eilen1

können. In der Zeit vom 19. Oktober bis 1. Dezember habe er 20 hysterische Krampfanfälle gehabt. Gegemvärrtg sei er tn entern Zivilsanatornsn bei Göttingen umergeb rächt und auf dem Wege der Deiserung, so das-, die Frage des Stechrums wohl auster löercact: totmne Es unterliege keinem Zweifel, bar Schüstler infolge der erhöhten körperltchett Leistung bet der fraglichen Hebung in diesen KrantheitSzustano gekommen sei. Der Anklagevertreter war der Ansicht, dost die Uebung in der Weise, nne sie hier ausgefübr: ivurbe, durck-aus ihren Zweck verfehle Derartiges feinen Soldaten «u zumuten, sei ein Unfug Er beamragc für Bizeseldwebel Reitz 6 Wochen gelinden Arrest, gegen Unteroffizier Bütehom 10 Tage Mittelarrest. Das Gericht verurieitte Reitz zu 3 Docken gelingen Arrest und sprach Unteroffizier Bütehom, da der befehligende Vorgesetzte allein verantworttick sei, frei.

Karlsruhe, 12. Mürz. Tie am 16. Januar vom Scknvur- gericht Karlsruhe wegen Mordes zum Tode verurteilte 56 Jahre Landwirtsehefrau Therese Reichert, geb. Jäger, aus Jäh- fingen, welck^e das unehelich,' Kind ihrer Tochter gleich nach der Geburt durch Aufstos- n des Kopses des Kindes auf den Küchenboden getötet und danach die Seid?: im Herd verbrannt hat. ist vom Grostherzog zn lebenslänglichen Zuchthaus begnadigt worden.

Lttftscbiffakrt.

Frankfurt a. M., 12. März. Der neue Generalinspekteur des Militär-, Luft- und KraftfahrwesenS, Generalmajor von Hänisck, der Nachfolger des Generals von Lunker, (kittete Henle den (hilcnvcrfcn in Frankfurt a. M. seinen erst tt Besuch ab und besichtigte die Fabrikanlagen, die Neukonstruktion^ für 1913 und die Fliegerschule. Bon der Fliegerstation Tarmstadt waren 6 Offiziere auf ihren Euler-Toppeldeckern durch die Luft nach Frankfurt a. M. gekommen, um sich bei dem neuen Äen.ral- iuspekteur zu melden. Die Flugzeiten betragen: Leutnant von Mirbach mit Oberleutnant v. Bado als Beobachter, 28 Minuten in 1200 Meter Höhe: Leutnant 2ommer mit Leutnant Bauer als Beobachter, 31 Minuten in 800 Meter Höhe: Leutnant Rein­hard mit Oberleutnant Möller (Inf.-Regt. 116) als Beobachter, 28 Minuten in 900 Meter Höhe. Tie drei Flugzeuge landeten kurz hintereinander glatt auf beut Euler-Flugplatz. Nach drei­stündigem Besuche reiften die Herren auf ilwer Fnspeknonsreise nach Tarmstadt, Metz und Strastburg weiter.

Iiniücriitätdc21ncbricbtcn.

Im Alter von 73 Jahren ist in Wien der cmerit. ord. Professor des Forstwesens an der Hochschule für Bodenkultur, .Hof­rat Friedrich W a ch t l, gestorben.

hk. Marburg, 12. März. Für das Fach der Geburtshilfe und Gynäkologie habilitierte sich Dr. med. Friedrich K i r ft c i n, Assistenzarzt bei Prof. Zangemeister an der Frauenklinik, auf Grund einer Schrift:Die Röntgentherapie in der Gynäkologie". In der Antrittsvorlesung sprach er überDie Beziehungen der ge- burtshilflickx'n Wissenschaft zu den Fragen des Hebammenstandes".

Der Vertreter der alten Geschichte an der Berliner Uni­versität, Geheimrat Prof. Tr. phil. Otto Hirschfeld, feiert am 16. M ärz seinen 70. Geburtstag.

Wandern und Neisen.

Llch, 11. Rlärz. Der hiesige Ziveigverein des V. H. E. hat für das Jahr 1913 den folgenden Wanderplan festgesetzt: 23. Febr.: LichArnsburgMuschenheimBettenhauseliBellers­heimHungen (Führer L. Schmidt»: 30. März: Lich Pwhlgraben Grüningen Steinberg - Watzenborn Schiffenberg (Führer: Schwenk); 13. April: MünzenbergRockenberg - Butzbach (Führer: Iöckel); 4. Mai: Lich-LangSdorsRieder-Bessingen-Hattenröder- ronlb shier Picknicks (Führer: Rau); 25. Mai: Wanderung zur Hanotverfannnlung in Hanau; 15. Juni: Butzbach-Brauniete «Führer: R. Ostwald); 6. Juli: Freienseen Oberseener Hof Petershainer Hof Hoberodskoof Grebenhain (Führer: Sloop); 10. August: NnterschmittenUlfa StornfelsSchotten (Führer: Bops); 7. September: Bad-Rauheim-JohannisbergWinternein KapersburgLochmühleSaalburg (Führer: Köhler); 12. Oktober: BüdingenVonhausen - Ronneburg Niedergründau Lieblos öielnhanfeu (Führer: Wagner,; 9. Roo.: LichEttingshausen QueckbornGrünberg (Führer: Köhler) Damen, die sich an min­destens 7, und Herren, die sich an mindestens 8 der vorgesehenen Wanderungen beteiligen, sollen eine Wanderauszeichnnng erhalten. Im Somtner findet Diettstags Kegelabend inrHolländischen Hof­statt. Zinanglose Ztisatnmenkünfte der Mitglieder werden abgehaltett jeden Freitag imAdler", jeden Samstag intliöivcn".

verini sclites.

* An s ch la g au f d a s l n c r P n l v c r m a g a zi n. In der verflossenen Wad)t wurde versucht, das Pulver­magazin im Haakcr Feld bei K öln in die Luft zu sprengen. Die unbekannten Täter erbrachen die Tür des Schuppens, drangen ins Innere und öffneten dort zwei Fässer mit je 50 Kilogramm Sprengpulver, zwei Stiften mit Böllerpulver und zwei andere Kisten mit Schei­benpulver. Dann schleppten sie das Pulver nach her RHeinseite hin, machten eine bis zum Lager führende Rinne in die Erde, die sie mit Pulver füllten. Dieses zündeten sie dann an. Infolge des feuchten Wetters brannte das Pulver aber nur bis auf eine Entfernung von 20 Metern an den Schuppen heran und erlosch bann. Bis jetzt fehlt jeder Anhaltspunkt zur Ermittlung der Täter.

Feuer im Bahnhofsgebäude. Aus Lötz en, 11. März, wird amtlich gemeldet: Am 10. März, naclnnittags gegen 6 Uhr 25 Minuten, brach in dem Dachgeschoß, des Stationsdienstgebäudes des Bahnhofes D l o t t o w e n auf der Strecke Iohannisburg-Dlottowen Feuer aus. Tie Ent­stehungsursache ist unbekannt. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Das Dachgeschoß, das erste Stock­werk und der Wartraum des Erdgeschosses sind vollstän - dig ausgebrannt. Der Güterschuppenanbau ist un­beschädigt. Der Schaden beträgt etwa 25 000 Mk. Der Personen- und Güterverkehr find unterbrochen.

hin erklärte Bleafe, daß er a fl e durch das Potrzeigericht bestrafte und noch zu beftrafenfre Personen begnadigen werde.

* E iu brcn ncndcs 2uftf<biff. Aus Berlin wird gemeiner: In den geitrigen ,?£bcid>fhint>nt verbreitere sich das Gerücht, daß in den Wäldern bei Potsdam em LufNckrff in oer Luft in Brand geraten und brennend zu Boden gestürzt sei. Tic Gerückte beruhten auf den Erzählungen eines Mädchens, das den Vorgang bcobachtet Haden toollte> angab, die Okmbd des Luftschiffes sei brennend in der Nähe des Scknnctowsees nid>er- get'allcn Tie Streife nack dem angeblich verunglückten Luft- ickifs war ergebnislos, obgleich die Feuerwehr und eine Abteilung des Garde-Zägerbatailtons aus Berlin mehrere Stunden lang gejuckt hatten

* Gerammt. Tos englische SegelschiffGienalvon", mit Salpeter von Südamerika kommend, ist Mittwoch früh 6.4.» Uhr drei Seenteilen nordwestlich vom LeuchtschiffElbe I." von dem FischdampferSenator von Serenberg" gerammt werben und g c - fünfen. Tie Mannschaft desGienalvon" wurde von dem Fischdampfer gerettet und nach Cuxhaven gebracht.

* (Sin Goldland entdeckt, lieber eine Entdeckung un­geheurer Schätze an Gold und anderen werwollen Mineralien be­richtet eine Tepesche aus Bombav. TaS Land, in dem der Fund gemadü wurde, liegt bei Dalbum, 150 Metlen von (Salcutta entfernt, und gehört ;u dem Nachlaß des ffmgft verftorbenm Prinzen Mahmud Buktar-Shah. Ein Geologe aus Vancouver. Mr. Philip Billtnglmrst, wurde von den Geben damit betraut, es auf feine Mineral schätze hin zu untcri'ucben. Btllinghurst sand eine alte Frau, die groß' Mengen von Rohgold gesammelt hatte. Sie wollce das Gold selbst gewonnen bahnt. Durch Geschenke von allerlei Tano unb Putz bewog der Geologe die alte Schöne, ihm den Fundort zu verraten. Der neue Goldfund soll alle bis­herigen an Reichtum bei weit ent übertreffen.

KLine Tageschronik.

Ter Bankdirektor Rödel vom Bankverein Rathenow hat heute Selbstmord begangen. Tie Beweggründe sind unauf­geklärt.

Ter von Nikolajew abgegangene Passagierdamvfer ,Ls- mail" rannte in der Nähe von Otschakow auf einen durch Eis verdeckten Damm auf, erhielt ein Leck unb sank. Fahrgäste und Mannschaft wurden durch einen russischen und einen nor­wegischen Dampfer gerettet.

Aus Bonifacio (Frankreich) wird gemeldet: ZehnBan- biten überfielen bas zwischen Bonifacio und Sartäne ver­kehrende P o st a u t o m o b i l, bedrohten den Chauffeur und die Reisenden mit ihren Gewehren, raubten sämtliche Briefsäcke und ergriffen sodann die Flucht.

Auf dem Anwesen eines Wirtes in 2 h c h n 'Posen) erschien ein halbwüchsiger Bursche ifnb übergab dem Dienstmädchen cimge Fische und eine Flasche Likör, angeblich im Auftrage des Wirtes. Tas Diemtmädchen trank von beut Likör und starb. Der Likör war vergiftet. Vemrutlich liegt ein Racheakt vor.

Aus New Vor? wird gemeldete TieSun" gibt einen Bericht des amerikanischen Gesandten in Guatemala über ein Erdbeben wieder, das Guatemala am Samstag beimgefud* hat und dem eine ganze Stadt unb viele Menschenleben zum Opfer gefallen sind.

Märkte.

fc. Wiesbaden, 13. März. Heu- unb Etrotzmarkt. Ungefähren waren 17 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: Heu 7.208.00 Mk., Stroh (Rickt'troh) B.RO4.40 Mk. Fruchtmarkt. Hafer 16,0020,00 Mk. Alles für 100 Kilo.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

fc. Frankfurt a.M. Diehof-Marktbericht vom 13.März. Ailftrieb: Rinder 145, darunter Ockfen 44, Bullen 1, Kühe und Färsen 101, Kälber 794, Schafe 182, Schweine 1101.

Tendenz: Kälber und Schafe lebha't, geräumt, Schweine rege Preis für 100 Pfd.

Lebend» Schlacht­

gewicht Kälber. Mk Mk.

Doppellender, feinste Diast 6870 113117

Feinste Mastkälber 6267 105-114

Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 5661 95103

S ch a i c.

Stallmaftfchaie:

Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 4647 9698

Aeltere Masthammel, gut genährte junge Schafe und geringere Mastlämmer...... 39-40 9294

Schweine.

Vollfleifchige Schweine von 80-100 kg

Lebendgewicht 63.0065.00 80.0088.00

Vollfleischige Schweine unter 80 kg

Lebelidaewicht 63 0065.00 79 0082.00

Vollfleifchige Schweine von 100120 kg

Lebendgewicht 63.0065,0 ) 80.0082.00

Vollfleifchige Schweine von 120150 kg

Lebendgewicht 63.0065.00 80.0082.00

Wochen«. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Gleffeit.

10. Woche. Vom 2. bl4 8. Marz 1913.

Einwohnerzahl: angenommen 32 400 (iukl. 1600 Manu Militär).

CterblichkeitSzisfer: 12,84 e/M, nach Abzug von 5 Ortsfremden : 4,81 0 Hi n dec

91 nm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärt» nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

ES flarbeit am Zusammen:

Erwachsene:

tlll

oom

L Lebensjahr:

2.15. Jahr:

Tuberkulose

2(1)

2(1)

Lungenentzündung

1

1

Herzfehler

1 (1)

1 (1)

Krampfen

Kl)

1 (1)

Blinddarmentzündung 1 (1)

1(1)

Zuckerkrankheit Altersschwache

1(1) 1

1 (11 1

Summa:

8(5)

7 (4)

1(1) .

Meteorologische veobochtungen der Station Sies,en.

März

Wetter

191

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13

2

0

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14

A.Salomon&C

erst mit dem Staatsanwalt eine Beratung ab halten

68

79

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SSE S

63

5.8

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10,1

5 7

0,8

2a

9:*

11,2'0.

0,8 * C.

48,5

49,1

49,9

4 k

darauf Brautschleier, Brautkränze.

Bew. Himmel

Bed. Himmel

vorn Staate Earolina, (Solemnn Blease, zu einer Geldstrafe von 12 Mavk ivegen Ueberfchreitung der Fahrtgeschwindigkeit ucrurteilt. Der Ehauffeur mußte diesen Betrag sofort er­legen. Daraufhtn begnadigte der Gouverneur seinen^Chauffeur und gab Anweisungen, Satz die ge­zahlte Summe sofort zurnckerstattet werde Der Richter weigerte sich iedoch diesem Befehl itadr,n?ommen und

Höchste Temperatur am 12.-13. März

Niedrigste , , 12.-13. ,

Liiederfchlag: 0,0 mm.

* Ter Adventist Naumann aus bcm Heer entlassen. Die Affäre des Adventisten N a u m a u n hat jetzt ihr Ende gefunden. Naumann hat sich, wie erinner­lich, als Vertreter der Sekte der Adventisten vom siebenten Tag jahrelang zu Gefängnis verurteilen lassen, da er am Samstag keinen militärischen Dienst tun wollte. Kürzlich jedoch trat ein Vorfall ein, der den Adventisten zumUm­fall" brachte Man sagte ihm im Gefängnis, bay seine Mutter die bitterste Pot Leibe. Sie lasse ihm sagen, er solle nachgeben und wieder Dienst tun, um vom Militär frei zu kommen und sie unter­stützen zu können. Von dieser Zeit an tat Naumann wieder Dienst, bis er dahinter kam, dast seine Mutter ihm jene Bitte um Nachgiebigkeit gar nickt hatte zukommen lassen. Er verweigerte von da an wieder jeden Samstag den Dienst. Mau liest ihn schliestlick ärztlich unterfudyen, und auf Grund des ärztlichen Gutackstens wurde er jetzt für dienstuntauglich erklärt und vom Regiment entlassen.

* Eigenartige Maßnahmen eines Gouver­neurs Aus New Zork meldet ein Kabeltelegramm: Das Polizeigericht hat den Ehauffeur des (Gouverneurs

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