Ausgabe 
10.9.1913 Erstes Blatt
 
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Menget, Lbermaschinrstenmaate Müller, Lutz und Schönwel- der, Maschinistenmaat Storoftuck, Funkenmaate Spieler uni Hellgemeier, Maschrnistenmaal Bruder und Lbermoschini- stenmaat Adam. Auf dem Luftschiff befanden sich nur 20 Personen

Das Marineluftschiff, das von Äapitänleutnant Hanne gc* führt wurde, wurde von einem plötzlich einseyenden orkanartigen 2-türme erfaßt und auf oem Wasser niedergedrückt, nx*i es durchbrach. Das Luftschiff ist etwa eine Stunde später gesunken

Berlin, 10 Sept Die Morgenblätter beklagen sämtlich die Vernichtung des Marineluftschiffes ,4! 1" bei Helgoland aas das tiefste und weisen darauf hin, daß dies der erste Unfall eines Zeppelin-Kreuzers gewesen ist, bet dem Menschenleben vernichtet wurden.

Hamburg, 10. Sept. Das LuftschiffL 1" sandte un­mittelbar vor dem Unglück ein Funkentelegramm mit der Mitteilung ab, daß es infolge des Sturmes eine Wasser- (anbung vornehmen müßte und Hilfe erbitte. Durch die Kälte, in der sich das Luftschiss schon mehrere Stunden aufgehallen hatte, hat sich das Olas stark zusammengezogen und außerdem war durch die Höhcnfahrt ein 01 a s o e r l u st von rund 2400 Kubikmeter entstanden Tic Last der Beladung überstieg allmählich die Trag­kraft und derL 1" s a n k r a p i d Der Führer gab, wie von Tor­pedobooten beobachtet wurde, den gesamten Wasserballast ab, um den Fall aufzuhaltcn. Infolge der Dunkelheit und der mangelnden Tragkraft gehorchte der Ballon jedoch dem horizontalen Steuer nicht in gewohnter Weise und schoß mit einer ungefähren Geschwindigkeit von 20 biS 22 Meter in der Sekunde in die Nordsee

Die große Zahl der Bemannung desL 1" ist daraus zu erklären, rap eine 3 0 stündigc Uebung vorge­sehen war Da die Uebung burdxiue kriegsmäßigen Charakter trug, mutzte der Ballon sich andauernd in 1300 bis 1 5 00 Meter halten, um vor Schüssen sicher zu sein. Nach dem Sturz hielten sich die Gondeln noch einige Sekunden über Wasser, wurden aber dann durch das Oiewicht des Metallgerüstes und der das Wasser aussaugenden Hülle unter die Oberfläche ge­drückt. Einige Mcnteure, die an den Motoren standen, sowie die Steuerleute sprangen über Bord und versuchten zu schwimmen. Die in den Kabinen befindlichen Leute erstickten

Es soll morgen versucht werden, soweit möglich,L 1" zu heben, um ibn durch Torpedoboote an Land zu schleppen. Dem Kaiser wurde noch beute abend von der Helgoländer Kommandan­tur aus ein ausführlicher Bericht nach dem Manövergelände tele­graphiert.

stellungsbefehle zum Tienfteintritt am Samstag, Den 13. 02. Mts., nachmittags 3 Uhr, auf Dem Bezirkskommando, Land grafenstraße 6, Zimmer Nr. 15 abzubolen.

** Ausstellung hesfifcherrkünstlerinnen in (hießen. Um Den Künstlerinnen Hessens Gelegenheit zu ge­ben,, zum ersten Male mit ihren Arbeiten im Hessenlande selbst in geschlossener Gruppe auftreten zu können, soll vom 28. September bis 19. Oktober 1913 im Kun st verein zu Gießen eine Ausstellung veranstaltet werden, die Ma­lerei, Plastik, Graphik und Kunstgewerbe umfaßt. Die Städte Gießen, Darmstadt, Mainz, werden je unter eigner Jury in gesonderten Gruppen ausstellen. Es dürste im Interesse aller Frauen liegen, daß eine wirklich gute Ausstellung zu­stande kommt, die über dem so häufigen Mittelmaß gesammel­ter Frauenarbeit steht. Für Gießen bat Frau Hermine Schneider ^Adresse: Wiefeck-Gießen, Billa Schneider, für Darmstadt: Fräulein Mathilde Stegmaner, für Mainz: Fräulein Frieda B e st, die Vorarbeiten übernommen, und alle Anmeldungen und Anfragen für den betreffenden Be­zirk sind an die genannten Adressen zu richten. Tie Anmel­dung muß genaue Angaben über Zahl, Titel, Größe, Ver­kaufspreis und Versicherungswert der Werke enthalten und is bis zum 17. September einzusenden.

Schlechte Quartierwirte. AuS Büdingen, 9. Sept., wird uns geschrieben: Auf Grund zahlreicher Klagen von Soldaten über schlechte Quartiere und mangelhafte Der. vftegung in verschiedenen Orten ersucht jetzt daß KreiSamt die KreiSinsasien, die Soldaten, die einquartiert werden, genau nach den gesetzlichen Vorschriften zu verpflegen und ihnen statt deS Mittagessens nicht Kartoffeln mit Latwerge oder Kaffee und Brot vorzusetzen oder abends nur ein Ei zu reichen. Bei weiteren Beschwerden will daS KreiSamt mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln gegen derartige Leute oorgehen, die durch ihr ungastfreundliches Verhalten den Kreis in schlechten Ruf bringen.

Landkreis Gießen.

s. Treis a. d. Lda., 9. Sept. Bei der heute hier stattgcfundencn Bürgermeisterwahl haben von 291 Wahl, berechtigten 264 von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht.

k.

Auf und

britf.r. Ann « -»n Sm^rn iebr ;rl rammt.

unseren seitherigen Bürgermeister Benner fielen 162 auf den Gegenkandidat Ph. Wolf 101 Stimmen.

Kreis Alsfeld.

w Alsfeld, 9. Sept. Heute fand im KreiSamtSgebäude außerordentliche Sitzung deS Kreistages des

Vorstand, der aus 6 Mitgliedern besteht, davon zwei Drittel auS dem Kreise der Arbeitnehmer, ein Drittel auß dem Kreise der Arbeitgeber, gewählt. Als Vorsitzender der Landkranken. koste wählte der Kreistag den Großh. Bürgermeister Dr. V ölsing zu AlSseld. 91(8 stellvertretender Vorsitzender wurde Rentner Heinr. Koch XIV. zu AlSseld gewählt. Ter AuS- chuß besteht auS 24 Mitgliedern, die der Kreistag gleichfalls in der heutigen Sitzung wählte.

G. Nieder. Ohmen, 8. Sept. Die Schulkinder, Gesang- und Kriegervereine, groß und klein des Kirchspiels Nieder-Ohmen, bestehend au« den Orten Nieder-Ohmen, Atzenhain, Bernsfeld und Wettsaasen hatten sich zu einer Jahrhundertfeier zusammengesunden. Im Geiste wurde die große Zeit durchlebt. Lehrer Gengna gel«Atzenhain prach über Theodor Korner. Dr. Kißn er-Nieder-Ohmen über Stein, Herr Becker-Nieder-Ohmen über Blücher und Lehrer Schäfer-Nieder-Ohmen über Opferwilligkeit und Opferfreudigkeit. Pfarrer Rausch leitete durch eine Ansprache die Feier ein und sprach baS Schlußwort. Die Gesangvereine und Schulkinder verschönerten daS Fest durch Liederoorträge. TaS Fest nahm einen erhebenden Verlauf.

Kreis Schotten.

k. Schotten, 9. Sept. Die Bezirkssparkasse Schotten erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahre einen Ge- amtzusatz von 2 400 000 Mark und einen Gewinn von 8766 Mark.

vorgesehen fein.

' "Rekruten ein st ellung. Die in der StadtGie- so kam er den Schiffern desto ungelegner "Är" ßen wohnenden Lckrutcn und breiiPilltgcn haben ihre Gc-«verkehr auf dem :Wui£ mubte vahrvu» uufrciw

Kreis Friedberg.

r. Bad-Nauheim, 9. Sept. Ter aus Södel stammende Einwohner Krämer stahl gestern nachmittag ein vor dem riesigen Postamt stehendes Fahrrad. Um ganz sicher vor Ent­deckung zu sein, fuhr er mit dem Rad nach Steinfurth, zer- egte das Rad in einzelne Teile und vergrub diese in Die Erde. K. der bei der Polizei und Gendarmerie als Fahr- rad-Marder befannt ist, erhielt noch am Abend in Södel den Besuch eines Schutzmanns und Gendarmen, die ihn aus dem Bett holten und ihm Den Diebstahl des Fahrrades auf den Kopf zusagten. Nach einigem Widerstreben gestand K. den Diebstahl ein. Heute früh konnte sich der Eigentümer des Rades dieses wenn auch mühsam zusammen gesucht aus dem Steinsurther Tannenwäldchen wiederholen. K. hatte zuletzt eine Gefängnisstrafe von einem Jahr wegen Fahrrad- Diebstahl zu verbüßen.

- Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem WemgutSbesitzcr §ranz Buhl in TeidcSheim daS Komtur- kreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen.

" Staats schul den Verwaltung. Die am 1. Oktober 1913 fälligen Zinsen der in das Hessische Staats- schuldbuch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht kommenden Hessischen Kasten und bei den Reichs- bankanstalten vom 17. September 1913 ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die Staatsschuldenkaste die durch die Post oder durch Gutschrift auf Relchsbank-Girokonto zu be­richtigenden Schuldbuchzinsen überweisen.

AuS dem Militär-Wochenblatt. Ter König der Hellenen, der auch fernerhin an der Spitze und m den Listen des 2. Garde-RegtS. z. F. geführt ivirb. wurde zum Chef des 2. Staff. Jnfant.-RegtL. Nr. 88 in Mainz ernannt.

Die Kaisermanöver sollen im nächsten Jahre in der Provinz Oberhessen und den angrenzenden Ge­bieten abgehalten werden. AlS Kaiserquartier soll Büdingen

Rendel, 9. Cept. Der älteste Mann unseres Torfes, Lehrer i. P. Walter, der zugleich der älteste Lehrer HestenS ist, feierte heute seinen 88. Geburtstag.

L Ockstadt, 9. Sept. Nachdem man eine neue Kirche erbaut, die elektrische Beleuchtung eingeführt, wird jetzt eine Wasserleitung gebaut.

eine

Kreises AlSseld statt, die sich mit der Errichtung der am 1. Januar 1914 neu in Kraft tretenden Lan dkr a n ken ka sse für den Kreis Alsfeld zu befasten hatte. ES wurde der

Ans Stadt und Land.

Gießen, 10. September 1913.

Ladcndiebstühle.

Unser Schwurgericküssaal machte gestern einen wunderlichen Eindruck An jener Seite, wo sonst die Geschworenen ihre Plätzo haben, befand sich auf Tischen recht verführerisch wie in einem Warenhaus ausgestellt, ein gut sortiertes Lager in Manufaktur-, Wolf und Weißwaren, Porzellan, Glassachen und Haushaltungs­vorröten, sowie Schuhwaren usw., sogar Zahnstocher fehlten nicht. Am der VüiHagcbanf saßen teilweise in großer eleganter Straßen­toilette sehr selbstbewußt dreinblickend 5 Tarnen, die den Eindruck unschuldiger Lämmer machten Die Tribüne war überfüllt von Frauen und Mädchen aller Stände, die mit Erregung den Verhand­lungen des Tages folgten und ihrer Stimmung ab und zu drastischen Ausdruck verliehen Der Vorsitzende in der Verhandlung, Land­gerichtsdirektor Schmeckenbecher, nahm auch aut sein Publi­kum Rücksicht und wer nachsichtig, nur wenn die Galerie gar zu laut wurde, ertönte sein mahnendes:Ruhe da oben", ja er drohte sogar einmal ,.Sonst lasse ich die Galerie räumen". Es gab zwar in der Verhandlung wenig Sensation. Ware ist eben Ware und wenn die Spitzbuben, die ganze Berge znsammengcbracht haben müssen, nicht immer wieder in den alten Fehler sielen hätte man den fünf Angeklagten schlecht was beweisen können.

?tber auch unsere Kriminalpolizei hat in der vorliegenden Sache Fehler gemacht, wie sie sich vom Richtertische aus und durch den Herrn Staatsanwalt sagen lassen mußte. Sie bat unbegreislicher- weise nicht energisch genug zugegriffen und damit ver'atulbct, daß, zweifellos sehr viel gestohlenes Ohtt beiseite gebracht weichen konnte und die Beweise für das sträfliche und der Geschäftswelt gefährliche Tun sehr erschwert wurden. Nun, den fünf Tarnen ist ihr Handwerk gründlich gelegt und unsere Kaufleute athmen erleichtert auf. Zwei humorvolle Situationen aber wollen mir aus der Verhandlung noch mitteilen. Eine Verkäuferin bei (Springmann hatte zwei ele­ganten Tarnen ein paar MamedlHian'duthe verkauft. Als die ihr un­bekannten Käuferinnen den Laden verlassen hatten, merkte das Mädchen, daß diese aufum dem gekauften billigen Paar Schntft ein weiteres eckst es Paar hatten initgehen beißen. Nach einigen Stunden kam nun ein Dienstmädchen und wollte das gestohlene Paar Schuhe umtaufeben. Die klug zu Werke gebende Verkäuferin besorgte auch den Ihntaufd) und trug das Mädchen aus, für wen die Schube seien, verfolgte bann die ahnungslose Botin und kam in die Wohnung der Frau, wo sie der feinen Tarne in nicht gerade zarter Weise klar madttc, was sie von ihr denke und Bezahlung tut das gestohlene Gut verlangte. Frau I. bezahlte, bat das Fräu- lein, sie sollte bod) über den Fall nickst fpredjen und versprach dann, die Firma Springmann wieder in Nahrung zu setzen. Tic Ver- äuieriit erklärte jedoch, das sollte sic nur bleiben lassen, solche »tundsebast könne man im Gcsdstifl nicht brauchen.

Unter den Warenvorräten befanden sich auch mindestens zwei Groß Bleistifte, daninter echte Köhinor, sowie zwei Groß Stahl­federn, die bei Lina Ml. gefunden waren Auf die Frage deS bei- fitzenden Richters, Landgcnchtsrat Brüel, wo denn diese Federn usw. gesaust seien und zu ivcldtcm Zweck, entgegnete Fräulein Kl recht spitz: Tie Waren habe sie geschenkt bekommen, von einer Tarne' die sie in Frankfurt a M. in einem Ausverkauf erworben habe Sie liötte diese Sachen ihrem ehemaligen Bräutigam, mit dem sie vo* 1 Fuhren verlobt war, schenken wollen schalkhaft meinte der Siebter: Hören Sie, Angeklagte, da hatte ihr zukünftiger ©be­mann, der gewiß meist viel zu schreiben hatte, aber für sein ganzes Leben und noch länger genug daran gehabt. An den cr- raunten Strafen, die eigentlich sehr milde ausgefallen sind, gegen­über bei Gememgefäbrlichkcit der Taten, iverdeii die 5 Ange- riagttn wohl auch für ihr Leben genug haben. In Gießen icben- fctflfi werden sie in Zukunft die Geschäftsleute nicht mehr mit zu Vnneli beehren, um unbezahlte Waren rnitgchen heißen

h. Ober-Erlenbach, 9. Sept. Bei den Gemeinde- ratSwahlen siegten zwei bürgerliche Kandidaten und ein Sozial- demokrat. Tie sozialdemokratische Partei verlor einen Sitz und damit die Mehrheit.

b. Massenheim, 9. Sept. Hier siegten die von der Sozialdemokratie aufgestellten drei Kandidaten. Auch in laichen unterlagen die bürgerlichen Kandidaten.

h. Harhei m, 9. Sept. Gegen die GemeinderatSwahl, die den Sozialdemokraten den Sieg brachte, wurde von den unterlegenen Parteien Wahlorotest eingelegt.

Starkenburg und Rheinhrffen.

h Offenbach, 9. Sept. Um die sozialdemokratische Ltadtverordnctenmehrbeit zu brechen, beschloßen sämtliche bürgerlichen Parte.cn die Aufstellung einer gemein- nh^ar*lbaL,nl'nr 91ut b'r Fortschrittlich« Volk,. ''od> rntschikdkn. Zur Sahl Heben 2" bÜrfte °ud.r°rd.,,t,.ch

den eingestellt wero.'n, fo daß die Schiffe mit mehr ober weniger größeren Verspätungen tm hiesigen Hasen ein- trafen.

Kreis Vetzlar.

-s. Wißmar, 8. 6ept Tie günstige Herbstwitterung hat den Halmfrüchten eine zeitige Reife beschert, fo daß sie längst geschnitten und bis auf kleine Ausnahmen auch schon gedroschen sind. TaS Grummet war reichlich vor­handen und ist ebenfalls beinahe alles eingeerntet; deshalb war die KirmeS gestern und heute bei dem schönen Wetter aut besucht, auch von außerhalb waren viele Gäste eingetroffen, die Feststlmmung war dem Welter entsprechend gut. In den nächsten Tagen beginnt die Zwetschenernte. Man rechnet damit, daß dieses Jahr 50 bis 60 Waggons ver­laden werben können. Die Zwetschen sind diesmal sehr schön und auch dick.

Hefftn-Nassau.

0 Marburg, 9. Sept. Ter heute hier abgehaltene große Herbst-Pferdemarkt brachte unserer Stadt lebhaften Verkehr. Auf dem Markte waren 155 Pferde (darunter 50 Fohlen- aufgestellt.

h. Bad Homburg v. d. H, 9. Sept. Zu Ehren des am 1. Oktober in den Ruhestand tretenden Lehrers und Stadtverordneten Prof. Dr. S p r a n k planen die ehemali­gen Schüler eine große Abschiedsfeier. Professors ch oe n e- mann hat den noch die Anstalt besuchenden Schülern je­doch jede Beteiligung an der Abschiedsfeier deS beliebten Schulmannes untersagt. Das Verbot erregt überall Mißbe­hagen.

Luftschiffahrt.

Friedrich sha fe n, 9. Sept. Tie Uebcrfübrung deS Marineluftschiffes,L H" nach Johannisthal ist nun­mehr für den Donnerstag vorgesehen. Sie erfolgt durch den Luftschiffbau Zeppelin. Nach dieser Fahrt geht daS Luftschiff m die Hände der Marinevcrwaltung über.

Kleine Tagerchronik.

In einem Automatenrestaurant in der Bergstraße in Altona wurde eine Spielhölle größten Stils mifgebobcn. 28 Personen wurden auf die Polizei geführt. Nach Feststellung der Personalien wurden alle außer drei entlassen.

AuS Dresden wird berichtet: Ter Rechtsanwalt Klemm ans Freiberg in Lachsen ist nach Uiiterfchlagung von 60000 Mark geflüchtet. Er hat wahrscheinlich in Dresden Selbstmord begangen.

Ter üivdicntcdmer Eng«! in GermerSheim ist und* Unterschlagung von 20000 Mark flüchtig gegangen.

TieKattowitzer Zeitung" meldet aus KönigS- hütte: Ms am 7. Sept, der MagistratSassessor Resch mit feiner Gattin im Bfenhof-Park bei Laura- Hütte spazieren ging, überschritten sie auS Unacht­samkeit die Grenze, wurden von Grenz ko saken verhaftet und nach Bendzin gebracht Der Cbtrbürger- meister Stolle und der Polizeiinspektor Steinfete fuhren nach Bendzin, um ihre Freilassung zu erwirken.

Ms der in Moorfleth am unteren Landweg woh­nende Landwirt Eggerts am Montag von der Arbeit nach Hause zurückkehrte, fand er feine Frau erschlagen und erhängt vor. An der Wohnung war alles durch­wühlt. Ueber den Täter ist noch nichts bekannt.

öan&tL

Berliner Hypothekenbank Aktiengesellschaft. Wie an« dem Inferaienteile unserer heutigen Zeitung eisichilich, werden bio am 1. Oktober 1913 lästigen KuvonS der Pfandbriefe bereit- vom 15. September d. I. ab eingelöst.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterbien st, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 11. Eept. 1913;

Wechselnd bewölkt, meist trocken, etivaS mariner.

Letzte ricZchrichten.

Ein ungetreuer Rentmeister.

Görlitz, 10. Sept. Hier wurde der Rentmeister Köhler aus Lindenall verhaftet, der den Fürsten Lynar durch Wechselfälschungen und Unterschlagungen um mehr als 600000 Mark geschädigt hat. Ver­fehlte Spekulationen sollen Köhler zu den Veruntreuungeo veranlaßt haben.

Ein Großkener in Amsterdam.

A m st e r b a m, 9. September. Heute abend brach am HandelSquai Feuer in einem Hafenspeicher au-, der mit Kaffee, Tabak und anderen Kolonialprodukten von großem Gesamtwert gefüllt war. Der größte Teil des Gebäude» ist verloren. Die Feuersbrunst dauert an. Die Verluste sind noch nicht abzufchätzen.

Wieder ein Eisenbahnunglück in Amerika.

New Vork, 9. Sept. Einem Telegramm aus New-Ma­dison in Ohio zufolge ist in der Näh,- dieses Ortes rm 'Er­preßzug auf der Penmylvania-Bahn entgleist. Bon den 72 Passa­gieren sind 35 verletzt worben, brri Zugbedienstete würben verbrüht.

Ein Kräftigungsmittel für den Tängling

darf keinen «itterungs-Einstüffen unterliegen, sondern muß im Winter und im Sommer von derselben Wirkung sei».

Bei Scottß Emulsion treffen diese Haupferforder« niffe in jeder Beziehung zu. Sie ist in allen Jah­reszeiten gut zu nehmen, leicht verdaulich und von unveränderter Wirkungskraft. Hierdurch erklärt sich am besten ihre ausgedehnte Anwendung selbst bei den Allerkleinsten, hauptsächlich auch bei schwer zahnen- den Kindern, denen das Präparat das mühelose Durchbrechen kräftiger Zähnchen erleichtert. (C8/, Doch niemals eine Nachahmung, immer rtur die echte Scott- Emulsion.

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Seit fort SO Fabre» iii in Hundernaulenden von »>allen die vorzügliche BerdauUchken und fiäbrroirfunn des Nestle fchcn Sinbet* medles. da- die Kinder fo gern nehmen, gründlich erprobt wordea. .Immer glcicbmanta und gebrauch-ierng, ucto bekömmlich, nie» emb ober Nch zerfetzend, bringt das Nestle Mebl den Sauqline durch die schwierige Perwde des Sommer» glücklich hindurch .*%