Ausgabe 
2.10.1913 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

D'.e heutige Nummer umfaht 10 Seilen.

politischen Teil: August Goetz; für »Feuille­ton",Vermischtes" iml ^Gerichtssaal": K. 9k*-

Die Reise pasüschr.

Paris, 1. Okt. Der Ministerpräsident Pasitsch ist heute abend nach Belgrad zurückgereist.

DasNeue Wiener Abendblatt" schreibt:

Wenn es richtig ist, daß Ministerpräsident Paschits ch aus der Durchreise durch Wien auf dem Ballhausplatze vor- zusprcchen beabsichtigt, so kann er von vornherein einer freundlichen Aufnahme sicher sein. Er wird sich gewiß über­zeugen können, daß hier keinerlei Voreingenommenheit gegen Serbien, besteht und daß die Monarchie den Wunsch Serbiens nach baldiger Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung aus dem Balkan, sowie nach Anbahnung gesicherter ökonomischer

Beziehungen zwischen ihr und Serbien aufrichtig teilt. Das Blatt betont von neuem, daß die Monarchie selbstverständ­lich keine Einwendungen erhebt, daß Serbien innerhalb seiner Grenzen die Ordnung wieder hcrstellt. Es würde allerdings im eigenen Interesse Serbiens liegen, dafür zu sorgen, durch einen billigen Frieden die neuen Untertanen unter Berück­sichtigung ihrer nationalen Eigenart und wirtschaftlichen Be­dürfnisse nicht nur zu unterwerfen, sondern dauernd für sich zu gewinnen. Von einer Aendcrung der in London beschlossenen Grenze wird allerdings keine Rede sein können.

Belgrad, 1. Okt. Das Preßbureau meldet: Das ser­bische Heer zog gestern früh in Dib r a, O ch rid a ein. ^n der Umgehung von Vranitsch fanden gestern Schar- m ü tz e l v' o n A r n a u t e n b a n d e n statt.

Essad Pascha als Patriot.

Wien, 1 Okt. DieAlbanische Korrespondenz" mel­det aus Valona: Essad Pascha telegraphierte der pro­visorischen Regierung, daß er angesichts der schwierigen Ver­hältnisse, in welchen Albanien augenblicklich sich befände, in der Einigkeit der Nation gegenüber den Feinden die ersteNotwendigkeit sehe. Daher erachte er den Zwist mit der provisorischen Regierung für beendet und sei bereit, eine patriotische Pflicht gegenüber dem Vaterland zu er­füllen. .

Arirlanv.

Japan verlangt noch immer Genugtuung.

DieTimes" melden aus Tokio vom 30. September, daß Japan ungeachtet der Entschuldigung des Generals Tschanghsun darauf bestehen werde, daß er von seinem Posten als Gouverneur Don Kiangsu zurücktrete. Man nimmt Ls sicher an, daß dies geschehen werde und eben,o daß die Bestrafung der Teilnehmer an den Nankinger Ausschrei­tungen erfolgen werde. Dieser Standpunkt wird von der gesamten japanischen Presse vertreten. .

Japan und die kalifornischen Landesgesetze.

Der d r i t t e P r o t e st der japanischen Regierung gegen die kalifornischen Landesgesetze ist an die Vereinigten Staa­ten ab gesandt worden. Der Text ist nicht veröffentlicht wor­den Man erfährt jedoch, daß die japanischen Bedingungen einen neuen Vertrag zwischen den beiden Ländern notwendig machen werden. In Japan erwartet man, daß die Bedrn- gungen von Amerika angenommen werden.

Merkchen das keine besondere literarische Bedeutung besitzt, zeigt die mannigfachen Gefahren, die aus dein Zusammenleben zweier Paare erwachsen; die sich anspinnenden Konflikte und Gegematze werden aber durch das Dazwischentreten eines klugenSaus- freundes, der die Rolle des Räsonneurs der französischen Komödie übernimmt, abgewendet und ausgeglichen, so das; alles in Wohlgefallen endet. Bei guter Darstellung übte das Stück eine freundliche Wirkung aus. Viel Beifall fand auch ein grotesker einaktiger ScherzTheaterbesucher des bekannten englisckxnr Dramatikers Pincro; cs ist eine Satire aus die Allmacht der dienstbaren Geister, die den Neuvermählten das junge Glück bald arg bedrohen, und spielt irr der Küche, wo sich die Charaktere und Prätentionen der verschiedenen Dienstboten in drastischer Weise äußern.

H auptm ann Starruds und D r. Hoels Svitz- b e r g e n f o r s ch u n g. Nach Abschluß der Schröder-Stranz-^uche hat sich der norwegische Hauptmann Staxrud den schon früher festgesetzten Aufgaben seiner diesjährigen Forschungstätigkeit zu­wenden können; nachPeterm. Mitt." handelt es sich um die kartographische Aufnahme des Gebiets zwischen den Fiorden der Nordküste, besonders der Wood- und Wijdebai, und dem Eis- sjord. Die geplanten Aufnahmen werden den Trantierjägern zugute kommen, die nach frühzeitigem Einfrieren an der Nordküste sich noch nach dem Eisfjord retten wollen. Die geologischen Auf­nahmen, die sich ferner auf das Gebiet zwischen Eisfjord und Glocken-lBelljsund mit seinen Kohlenfeldern erstrecken sollen, wer­den von dem durch frühere Aufnahmen in Spitzbergen bekannten norwegischen Geologen 2r. Ad. H o e l ausgesührt.

D i e größte Stauanlage der Welt, lieber die gewaltige Stauanlage von Elephant Butte am Rio Grande in Neu-Mexiko rnackft der Sientific American einige rnterc,sänke Mitteilungen. Der mächtige Staudnmm, der nördlich von El Paso liegt und die gewaltigen wasserarmen Gebiete Neu-Mexikos und Texas der Landwirtschaft erschließen soll, ist gradlinig art' gelegt und hat eine Höhe von nicht iveniger als 82.5 Metern bei 360 Meter Länge. Die aus Beton gebaute Anlage staut ctne Wassermenge von 1092 716 800 Kubikmeter Wasser auf und über­trifft damit bei weitem die große Nilsperrc von Assuan. Gr er­möglicht die künstliche Bewässerung einer Landfläche von 72 000 .Hektar. Bei den Arbeiten waren einzigartige Schwierigkeiten zu überwinden; dabei beförderten die amerikanischen Ingenieure fogat große Lokomotiven an Drahtseilen hängend über den Cannon des : Rio Grunde, wobei die Lokomotiven auf einer -Nrcke. von tast: einem halben Kilometer am Drahtseile frei in der Luft «äMebten.

Düsseldorfer Theaterbrief. Vom Kampf um die Dumont DerSchwarze Peter". In der letzten Sitzung des Düsseldorfer StadtrateS wurde die für das Kunstleben der Stadt so außerordentlich wichtige Frage, ob das ^ehauipiell)au^ unter der Leitung Louise Dumonts und Gustav Lindemanns erhalten werden könne, zum Gegenstand einer ausführlichen Er­örterung gemacht. Die geniale Schauspielerin, die mit ihrem Gatten zusammen so Großartiges in der Gestaltung /E rischen Stils und der Inszenierung geleistet hat, denkt I« be­kanntlich daran, im Sommer 1914 von der Leitung des Schau­spielhauses zurückzutreten. Der Oberbürgermeister erklärte nun daß alles geschehen werde, um diese markante Erichemung ui ihrem bisherigen Wirkungskreise zu erhalten. Zunächst wurde eine jährliche Beihilfe .von 50 000 Mk. dem Unternehmen be­willigt; des weiteren wurde aber dann überhaupt die <yrage ge­prüft ob man dem so hochverdienten Ehepaar nicht überhaupt die finanzielle Sorge um das Theater abnehmen und das Schau- svielbaus in städtischer Verwaltting weiterführen könne; man denkt daran, die beiden Künsller durch eine Verminderung der Anzahl der wöchentlichen Vorstellungen in ihrer Arbeit zu ent­lasten und gleichzeitig ihren Wunsch zu erfüllender dahin geht, die Leitung ein ei von der Stadt unterstützten Theaterakademie zu übernehmen. Die vorgeschlagene Verbindung von Stadttheater und Schauspielhaus wurde als vorläufig unmöglich abgelehnt, weil das Düsseldorfer Stadttl/eater auch in Duisburg Vorstel­lungen gibt und cs nach dem Vertrage nicht möglich ift, die Schauspielausführungen im Stadttheater, tote geplant wurde, völlig aufzugcben, und die Pflege des Wortdramas dem Schauspiel­haus vorzubehalten. Während so über das Schicksal des Schau­spielhauses verhandelt wurde und die Bereitwilligkeit der Be­hörden am besten die hohe Bedeutung bewies, die man diesem Institut in Düsseldorf zuerkennt, fand in diesem Theater die Uraufführung eines LustspielsS chw arz cr P cter" von den Dänen Bergstroem und Larsen statt. Das liebenswürdige

Episodenrolle des Pianisten ausgezeichnet durch. In welchem Lichte würden unsere Klassiker- erstrahlen wenn auch £ter bte kleinen q?0[(en für die man das unglückliche Wort von den Jcebcnrollcn aeprägt hat, von wirklichen Schauspielern dargestellt wür^n. Eine sehr feine komische Figur schuf Herr ^ol l als Bankier Hamburger; zum Lachen und doch ein Mensch. Als Buchhalter Veilchenfeld bot .Herr Ludwig Grosser eme lebensvolle sein erfreuliche Leistung. Als Finanzminister erschien Herr Bochum zu unterwürfig; ein Minister ist doch kein Lawi. In recht kläg­licher Maske erschien der Herr Generalkonsul Hotzfclo und Herr Bankdirektor Spangenberg. Herren in ihrer Lebenslage können sich doch einen Friseur leisten.

Der Schacher mit Orden und Sifin.

Man ist in Berlin einem Ordenshändler auf die Spur gekommen, der sich Dr. jur. A. de Mole de Ehal et nannte : und auf dem Jnseratenwege den lippeschen Hofratstitel . ausbot. Tas fürstlich lippesche Staatsministerium erklärte j öffentlich, es kenne den Dr. jur. A. de Mole de Chalet . nicht. Tie Berliner Kriminalpolizei, von den Detmolder amtlichen Stellen (Staatsministerium und Hofmarschall- amt) um Ermittelungen ersucht, hat unterdessen festgestellt, daß der Ordenshändler mit Recht keinen Doktortitel führe, auch nichtMvokat" sei, wie er sich außerdem noch be­zeichnet hatte. In der polizeilichen Vernehmung erklärte der Titelhändler seine Inserate aus augenblicklicher. Not; er sei genötigt gewesen, sich Geld zu verschaffen. Dieser Mann scheint jedenfalls mituntauglichen Mitteln" gearbeitet zu haben; ihm kam es nur auf den Vorschuß derer an, die 7iicht alle werden. Wie aber der Ordensschacherrichtig" betrieben wird, ohne daß man ihm kriminell beikommeu kann, das beweist das Zirkular einer englischen Firma, Lias immer wieder au deutsche Interessenten oder vermut­liche Interessenten verschickt wird und aus dem uns der folgende, sehr interessante Auszug zur Verfügung gestellt wird. Ter englische Ordenshändler schreibt:

Geehrter Herr! Gestatten Sie mir zunächst, den vielfach ^verbreiteten Glauben zu widerlegen, daß es sich hier um einen Ordenskauf handelt. Jeder Mensch weiß, daß nur regierende Häupter Orden verleihen können, jeder Mensch weiß aber auch, Haß der Souverän nicht jeden, dein er einen Orden verleiht, Lennen Lauu, daß also sein allein entt'cheidender Wille durch äußere Umstände in Bewegung gesetzt, daß er beeinflußt werden Bann und nur meiner jahrelangen streng reellen Hanblungstoenc verdanke ich cs, daß meine Verbindungen mir gestatten, Ordens­verleihungen in dieser Wiise zu erwirken, besonders dadurch, daß die zur Erlangung des Ordens angelegte Summe zu militärischen über wohltätigen Zwecken Verwendung findet. 'Der beste Beweis für meine Rechtlichkeit, die sicherste Garantie, daß ich das Ver­sprochene wirklich aussühre, liegt offenbar darm^daß ich keinerlei Vorausbezahlungen beanspruche, sondern nur Sicherstellung des Betrages bei einem soliden Geschäftshause. Mit einem lolchcn .stehe ich in Deutschland bereits 20 Jahre in Verbindung unb kann dasselbe auch die beste Auskunft über mich geben. Es ift damit jeder Zweifel an der Rcellität meiner Handlungswene unmöglich gemacht, umsomehr, als ich noch besonders hervorhebe, daß, falls ein Auftrag nickst durchgeführt werden konnte. Nichts an mich zu zaUcn ift." . _

Nachdem der Ordenshändler in die,er Weise nach dem Vertrauen seiner Adressaten geangelt hat, macht er ein ganzes Warenlager auf von Orden, Adel-, Baron- und Grafentiteln, von Hoftiteln, Ehrentiteln, Ehrenzeichen und sogar Konsulaten:General- und -Bizekousulate" kann ich gutsituierten respektablen Herren in Residenz-, Handels- uud Seestädten von verschiedenen Staaten verschaffen, vor­ausgesetzt, daß sic dort nicht besetzt sind. Preis von 4500 Mk. an." Unter den Orden wird bei Deuts chl and angeboten:

Das Ritterkreuz eines sehr beliebten und hochanaeseheneu Ordens eines deutschen Staates 5000 Mk.;' auch Ehren- kreuze verschiedener Staaten." Ter Ordenshändler, der sich B Walden, 41 Princes Square, Kennigton Park, London S E. unterschreibt, macht noch besonders darauf aufmerk­sam, daßauch hier nicht Angeführtes meist zu schaffen ist, da stets neue Verbindungen angeknüpft werden. Damit soll gesagt sein, daß deutsche Orden und Titel noch in viel größerem Maße auf Lager seien, wie in dem an deutsche

Greszener StcrdttheaLer.

Majolika.

Lustspiel von L. W. Stein und L. Heller.

Gießen, 2. Oktober.

Jein veranlagten Menschen ift die Jagd nach dem Geld ein Greuel und sie bescheiden sich lieber mit Wenigem, als den <T0Ui um das goldene Kalb mitzumachen, aber wenn einer )o lebfrifd) jung, schneidig und imponierend, und dazu noch regie­render Herzog in einem Lustspiel ist, dann mag man sich noch so wenig aus dem Geld machen, man brauchts eben. Und wenn man selbst k'eins mehr hat, na dann gibt man das der anderen Leute aus So machts auch Herzog Friedrich, aber eines schonen Taaes sind die Quellen versiegt und wohl ober übel muß er dem Bäte des Bankiers Markus Hamburger folgen und eine Maiolna- sabrik errichten. Das Geschäft geht vorzüglich, aber da weder der Serzog noch seine Mütter, noch auch der Finanzminister ober der als kaufmännischer Direktor kommandierte Oberleutnant etwas von der doppelten BuchsÜhrung verstehen mutzte die Fabrikpleite werden wenn sich Herr Hamburger nicht erbarmte Er beordert Kinen 'Buchhalter Veilchenfeld, einArrangement" zu treffen und den Herzog in der doppelten Buchführung zu unterrichten, hfl ,a gelingt die Fabrik nimmt einen mackstrgcN Aullcknmng de?Herzog heiratet die Prinzessin Maria Elisabeth, die das ganVe Geschäft in die Wege .geleitet hat und Herr gjpifrSmfpTb iüirt) in nicht allzuserner Zeit Hosrat oder |o ctroa» AÄn nachdem er sich schon den Beifall aller Edlen dadurch werden, nach 1 ^lächelnd eine Amerikanerin mit funr

** 'unb feinen, armen Mädchen treu

b(ElbLa -onic Svicl, das gestern abend unter der Regie des 7r n m § fi in einer guten Aufführung über unsere

Öcrrn D w orf voll alter und neuer Witze, die ihr»

Bulmc ging, ist üett i chch auch voll geistreicher ?ln,pielungen. Wirkung 'Nüst vnst ) en mw frisch und schneidig,

Herr Rot teck spi l unb goldig wie die Schreibmaschinen- so recht sum Anbech . s k l Eschte als ewig um Geld Mädchen meinen leii oqranbe darne". Herr

Verlegene &er8ogtn tourb^oH ei 0 ^delloser Maske als jugcnd- ^Sta über die Bretter. Als rreimiitige

lüsterne Ruine lufllPt S Huberte Fräulein Dagny Vrlnrcssin .Maria Ellsabeth ö ^nern Hofstaat, und sic war auch Ln smaßig den Herzog., irn'Gewand des moN

imb in b« «ttua einen sehr vorteilhaften bernen .K°v alier sund f Charakterisierung noch wescnt-

Dworkowski führte dte klmne

Interessenten verschickten Zirkular angegeben werden. Die Ordensschacherfirmen versenden Zirkulare in den verschie­densten Sprachen und an alle möglichen Länder, ^n den Preislisten, die an andere Länder vertrieben werden, ftu» den sich deutsche Auszeichnungen mindestens in derselben großen Anzahl, wie österreichische Orden z. B. in der deutschen Preisliste genannt werden. Tie Ordenshändler hüten sich, in den deutschen Zirkularen allzuviel deutsche Orden aufzuzählen, um nicht allzu auffällig zu werden und die Verfolgung der Behörden auf sich zu ziehen.

, Was an dem ganzen Ordensschacher, soviel an deut­schen Verhältnissen iiegt^ü ahres ist, geht aus dem hier veröffentlichten Zirkular oeutlich hervor: Die Händler Hos­en oder versprechen wenigstens, durch gewiße Beziehungen und Verbindungen auf maßgebende Persönlichkeiten emzu- wirken, die natürlich keine Ahnung haben, auf welchen Schleichwegen man mit Empfehlungen und Referenzen von Ordenskandidaten an sie herantritt. Diese maßgebenden Per­sönlichkeiten, die selbst schon nicht mehr im Komplott sind, ollen dann die Ordenskommissionen oder gar die regierenden Fürstenbeeinflussen", wie es in dem Zirkular heitzt. ir'Uhrt diese Beeinflussung zu einem Erfolg, so gebärdet sich der Ordenshändler gegenüber seinem Kunden so, als habe er den Orden oder Titel bei den Hofbehörden erwirkt und steckt seinen Vermittlerlohn in die Tasche. Dies ist,die ganze Wahrheit bei dem Ordensschacher, die aber häufig zu falschen Auf­fassungen und zu unberechtigtem Mißtrauen gegenüber den Ordenskommissionen führt. Genährt wird dieses Mißtrauen dadurch, daß Orden und Titel neuerdings allzu häufig nur bei Zuwenduilg für gemeinnützige Anstalten, Kirchenbauten etc. verliehen werden. Eine Einschränkung gerade dieser Ber-- leihungsart wäre vielleicht die beste Waffe gegen OrdenS- schacher und Ordensschwindel.

Verrtschsr Reich.

Das deutsche Kronprinzenpaar ist von Berlin kommend Mittwoch morgen über Nürnberg und Augsburg nach Jmmenstadt im Allgäu gereist, von wo es sich im Automobil zu einem längerer, ^zagdaufenthalt nach Hopfreben begibt.

Uebernahmeverkehr mit England.

Zwischen der Reichsregierung und der Kgl. Großbritan­nischen Regierung ist über die wechselseitige Uebernahme qei st cs kranker Staatsangehöriger de^> anderen vertragsschließenden Teiles folgende Vereinbarung aetro^ feil worden:Geisteskranke, die einem der beiden Teile noch angehören und der öffentlichen Armenpflege rn dem Ge­biete des anderen Teiles zur Last fallen, sind auf Ver­langen dieses Teiles wieder in ihr Heimatland zu über­nehmen, sofeim sie sich seit ihrer letzten Ankunft in dem anderen Lande dort noch nicht länger als vierzehn Mo­nate aufgehalten haben. Diese Frist wird von dem Sage an zurückgerechnet, an dem der Hebern ah mean trag bei, der Regierung des Heimatstaates eingeht. Die Heimschaffung des Geisteskranken soll erst erfolgen, nachdem der überneh­mende Teil seine Zustimmung dazu erklärt und den lleber- nahmeort bezeichnet hat. Wird von einem der beiden Teile die Uebernahme von,Personen gewünscht, bei denen die vorbezeichneten Voraussetzungen nicht zutreffen, so soll die Frage der Uebernahme von Fäll zu Fall zum Gegen­stand besonderer Verhandlungen gemacht werden."

Nr. 25| Erster Blatt 163. Jahrgang Donnerstag. 2. Oktober 1913

MM Briugsvrer >:

Der Siehener Anzelger W nwnatlick75P^vierteb

erscheint täglich, außer . WA A A jährlich Mk. 2.20; durch

Sonntags. - Beilagen: Ä A A ««Ak Abhole- u. Zweigstellen

viermal wocheuilich f b M A HB monatlich 65 Pf.; durch

GietzenerZamilienblätter; M Q A W W W Ä W M M W M W X S7 E I H fiJr H diePostMk.2.viertel-

zweimal wöchentl.rrreis- WM M W W wkX O Er Sd W W W K W Br S jährl. ausjchl. Bestellg.

blatt für öen Kreis Sieben W B B Bf IBW M B X M M wBk B Zeilenpreis: lokal 15Pf

<Tienstag und Freilag): Wg.y M B Wk M W W B ^4,, M M«- W auswäris 20 'Vieninq.

zweimal monall- Land- w WF H DK Wr B 'Sny 50®^ B rHT W 'V Ehesredakteur: A Goetz,

wirtschaftliche Zeitfragen W W Verantwortlich für den

Fernjvrech - Anschlüsse: H

ilSS General-Anzeiger für Oberheffen ....

Anzeiger Gießen. v > . . . _ . O/htiiCirnfe» 7 rath; fürStadt iurd

^nulchmk voii aiyeigcn Rotationsdruck und Verlag der Srühllchen Univ.-Vuch- und Lteindruckerei H. lange. Rcdattion, Expedition und Druckerei! Sly«,präge u Land": lii-d°n

für die Tsgesmunnier v 1 Anzeigenteil: y. Beck,

bis vorinütags 9 Uhr. Geschastsstelle Buömgen, vayndofflratze Ibs.