Die heutige Nummer umfaßt 14 Seilen
politische Wochenschau
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träger Analog brr Bekämpiung her Mause- und plagen durch den Löfslerschen MäuscbazilluS hat die Wissenschaft versucht, auch andere Schädlinge aus der aut ähnliche Weise <u vernichten. Tie Landwirtschaft Erfolg schädliche Insekten durch Kögel bekämpft, und
Ratten- mobernc Tierwelt hat mtt auch der
Wie hinterhältig die Serben und Griechen auch heute noch^Lcn Bulgarien find, zeigt sich an ihrer zweideutigen Haltung in der thrazischen Frage. Sie machen Bulgarien den Besitz Thraziens nicht streitig, wollen aber nichts tun, um das Gebiet Bulgarien zu sichern. Tic Großmächte haben bis jetzt noch nicht den richtigen Weg gesunden, die Türken aus Adrianopel zu entfernen. Offiziell ist man sich einig darüber, das; etwas geschehen müsse, um die Türken nnc* der auf die Linie Eno s M i d ia zu beschränken. Aber wie das gescheiten soll, iveiß man nicht. Die Vorstellungen, die die Mächte einzeln in Konstantinopel erhoben haben, lsaltcn nicht den gewünschten Erfolg. Tie Trohung des eng lischen Vertreters, England werde die der Türkei versprochene Unterstützung zu ihrer wirt'chaftlichen Hebung nicht gewähren, machte zwar einen gewissen Eindruck bei der tiir tischen Regierung, aber die zweideutige Haltung Frankreichs machte den englischen Erfolg wieder zunichte. Rußlands Ab sichten kennt niemand, wenn auch fortwährend neue Pläne Rußlands in der Petersburger und Pariser Presse angekün digt werden. Man spricht von der Absicht, in Armenien einzumarschieren, von einer Blockade der Dardanellen und von
einer Truppenlandung bei Midia, um die rückwär- tiyen Verbindungen der türkischen Armee zu unterbrechen. Die neueste Lesart der russischen Absichten geht dahin, daß Rußland überhaupt nichts tun werde, um die Türkei aus Thrazien zu vertreiben, da ein bulgarisches Adrianopel für sein Bestreben, in absehbarer Zeit Konstantinopel zu besetzen, gefährlicher ist als ein türkisches Adrianopel. Tie Lage in Thrazien ist also noch reckt verworren und wenn nicht Rumänien für die Entfernung der Türken sorgt, ist das Ende des thrazischen Abenteuers der Türkei noch nicht abzusehen.
In Frankreich, das seine Heercsvermehrung in der Presse und den Parlamenten unverblümt als eine Antwort auf die deutschen Angriffsabsichten bezeichnet, kam es dieser Tage wieder zu einem Zwischenfall, der ein scharfes Streiflicht auf die Stimmung der Franzosen gegen Deutschland wirft. In Ranch kamen eine belgische und eine deutsche Jacht an. Während das belgische Fahrzeug unbehelligt blieb, riß ein Arbeiter die deutsche Fahne ab und verbrannte sie. Durch das schnelle Handeln der französischen Behörden, die den Missetäter zu 10 Tagen verurteilten, sind Verwickelungen vermieden worden.
— Aus dem Münchener M u n ft L a n b c I Im Kunst- hanbcl vollzieht fick ;ur;cü eme für unser Kulturleben wichtige Reform. Ter verstorben'? Tsdwdi hat vor zwei Fahren in seinem Vorwort zum Remeskatalog^ber alten Pinakolh?! am den neuen Sammlertvp hngcroicfcn. Tiefem neuen Sammlertvp entspricht nun auch ^in neuer Kmrsthönblertupus: cs hat sich nämlich eme reiitlulc Scheidung zwischen dem Antiauar, Der eben alles in seiner Oistzin führt, was nur altertümlichen Charakter trägt, und dem KunstKandler vollzogen, der sich in die Bestrebungen zur Läuterung nub Höherzüdtung eines feinen (^eichmackcs einstellt. Tamit ergab fid ein zweites rewrmatorifches Moment: berfainn- brnbcl wirb zum sad-n/iisem'chasllichen Anner der ästhetischen Bewegung üon_ heme und bildet so die notwendige Ergänzung der musealen ^ätigh'ir. Es ist uns also mit dem bloßen Kaufmann nicht mehr gebient, die Leitung im KunsthaiU'el muß unmittelbar von Mumigel<brter. ausgehen. Und Damit erhalten wir ein Trittes: die möglühltc Garantie der Echtheit gegenüber den ^ihlreichen Anriauitätenfabriken. — Mit diesem Programm eröffnete am 1. Äuguu 1913 Der bekannte Kunsthistoriker Tr vkal Franz Laver Weizinger in München (Sophienstraße 6- eine, die
Feldzug gegen die Malaria ist nicht zuletzt mit Hilfe der Fledermaus geführt worden. Neuerdings find gegen parasitäre Krankheitsüberträger auch Insekten verwendet worden, sei es, daß sie bicie gefährlichen Parasiten vertilgen, ober baß sie bereu Eier und Larven als Brutstätten benützen. Soeben wirb in ber „Nature" auf eine neue Fnsektenarl, die den Siamtn gegen die Parasiten und MranttwitSüberträgcr besonders erfolgreich führt, aufmerksam gemacht. Ein sranzöiischer Gelehrter, Tr. Brumpt, beobachtete in den Wäldern von Chantilly, daß eine der kleinsten Zehrwespenarten Ixodiphagus Caueurtei ihre Eier in die Larven verschiedener Milben- und Zeclenarten, die als gefürchtete Krankheitsüberträger bekannt sind, legt Eine dieser Zeckenarten Iriodes ricinus verbreiten z. B. eine der schlimmsten Blutkrankheiteu des Rindes, eine andere Rhipiccobalus sanguineus überträgt den Erreger der sogenannten Gelbsucht des Hundes, eine dritte Termacentor venustus den Erreger eines der bösartigsten ryphöfm Fieber Amerikas. Tr. Brumpt hat festgestellt, daß überall da, wo die Ixodiphagus vorkommt, die gefährlichen Zeckenarten aus- sterben. Tie Frodiphagus ist ein kleiner Hautflügler von höchstens einem Millimeter Länge. Sie kommt häufig in Europa vor, namentlich im Westen. 3ie soll nun in Frankreich in allen von der genannten Rinderkrankheit befallenen Gebieten und in Amerika in den Fieberdistrikten in ausgedehntem Maße gepflegt werden.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Tie Berliner Akademie für Wissenschaften wählte den Präfekten der vatikanischen Bibliothek Ehrle ^um korrespondierenden Mitglied der philosovhiscb-historifchcn Klasse. Tie physikalisch-mathematische Klasse nahm als solche die Göttinger Lrdi- naricn für Mathematik, die Geheimräte Hilbert und Klein, auf.
Vie Lage auf dem Balkan.
Fricdensvcrhandlungcn, Waffenstillstand und letzte Kämpfe.
Bukarest, 1. Aug. In der gestrigen Konferenz zwischen den rumänisch enundbulgarischenTelc gierten wurden die Einzelheiten erörtert, besonders bezüglich 'der Feststellung der neuen Grenze Tur- tukhai-Tobritsch-Baltschik, die über die genannt ten Orte durchschnittlich 10 Kilometer vorgeschoben werden soll. Tic neue Grenze wird im Tal des Teke-Terch bei Turtukhai beginnen und im Tal des Ekrene bei Baltschik enden. Sodann wurde die Frage der Aromunen in freundschaftlicher Weise erörtert.
Bukarest, 1. Aug. Zu den Forderungen Rumäniens gehört auch die Schleifung der Festungen von Rustschuk und Schum la und Anerkennung einer Zone des bulgarischen Gebiets, die nicht befestigt werden darf. Es bestehl die Erwartung, daß die bulgarischen Telegierten auf der heutigen Konferenz auf sämtliche Forderungen Rumäniens endgültig Antwort geben werden. Es ist sicher, daß die bulgarischen Delegierten die rumänischen Forderungen betret send die neue Grenze und die Aromunen vollinl)altlich annebmen. Was die Schleifung der Festungen Rustschuk und Schumla anbetrifft, so heben die bulgarischen Telegierten hervor, daß die beiden Lrte wertlose alte Befestigungen seien. Die Forderungen der Verbündeten an Bulgarien, auf welche die bulgarischen Delegierten wahrscheinlich morgen antworten werden, werden in unbeteiligten Kreisen als außerordentlich übertrieben angesehen. Man hält es - über für selbstverständlich, daß die Verbündeten hierin nicht ihr letztes Wort gesprochen haben und findet, daß der Bulgarien bewilligte Zugang zum Meer nur theoretisch sei, da alle Gebiete, die wirtschaftlichen Wert besäßen, nicht in hohen Gebirgen gelegen seien, Bulgarien abgesprochen worden seien.
Bukarest, 1. Aug. Auf der heutigen Konferenz der bulgarischen Delegation und aller Delegationen der Verbündeten wurde namens der Verbündeten ein Schriftstück verlesen, das folgende Forderungen der Ber bün beten enthält: 1. Tie Verbündeten verlangen als Grenze den Lauf der Struma, beginnend an der alten bul-
Tie Bühne mit ihrem 19 Meter hohen Rundhorizont, ihrer Tiefe von 11 Metern unb ihrem Umfang von rund 40 Meiern bietet für Ausführungen jeber 5tilgattung reichen Spielraum unb ist von ihrem technischen Leiter, dem Obermaschinenmeister Engelharbt, mit allen praktischen maschinellen Einrichtungen ber Gegenwart, wie z. B Seitenbühnc, mit Bühnenwagcn unb elektrischem, zu ben übcrcinanbcrlicgfnben Magazinen führenden Fahrstuhl, .Vicrfarbensystcm usw. ausgcstatiet. Als interessante Neuerungen verbicncn ein Gitterträger mit Beleuchtungsapparat erwähnt zu werben, ber eine transparente Beleuchtung ber Bühne hinter ben Versatzstücken gcftattci: namentlich aber bie versenkbare Rampe. Sie verbankt ihre Einführung ber anbcrwäns gemachten Erfahrung, baß bei im Freien ipielenben Szenen, bie auf Szenen ini geschloffenen Raume folgten, bie Rampe, ba ber zum Tragen ber letzteren cingerichlcle Bühnenwagen Den Boben ber Bühne um 20 Zentimeter überragt, ben vor deren Teil ber Bühne in einen auch burch Beleuchtung von oben nichi zu entfernenden Sckalicn hüllte, iobalb der Wagen in bie Seiienbühnc zurückge rollt war. 9? elfter haft wie bie technischen Einrichtungen sind auch die nach den neuesten preußischen Borichristcn überreichlich ge troffencn Vorrichiungen gegen Fcuersgcfahr. Der Bau hat einen .Mofknauhvanb von 1200 000 Mk. erfordert. Da die Tirektion für ein vorzügliches Personal und ein ebenso gediegenes wie reichhaltiges Repertoire vorgesorg: und in den drei Fahren ihrer bis berigen Tätigtest überzeugend? Proben ihr s Moiincns abgelegt bat, so dürfen die Theaterbesucher iftc Hoffnungen doch genug fpannen. W. Kropp
garifck-türkiscken <Krenze bis zum earbbcrc, von dort auf die Krippe 1314 des Tschengelgebirges, dann ber Wasserscheide folgend bis Tragarz, von dort nördlich und nordöstlich zu Kuppe 1152, dann über Mesla nach >kuka, dann über Sipkor-a und DaliboSka zur Wasserscheide biS zu Kuppe 2162 (bet Kuslar, von dort mit der Richtung auf Ljckiagdada über Morgaszen, Mekova, Tokadfchida bis Kord- iduiIn absteigend, sodann gegen Süden über Knplaklepe und Galierstepe, endend am ägäischen Meer, brei Kilometer östlich Makri. 2. Bulgarien entsagt allen Ansprüchen auf alle Inseln des ägäischen Meeres. 3. Eine Entschädigung der Einwolmer und Regelung der bereits früher vorgebrachten Streitfragen betreffend die serbisch bulgarischen Grenzfra gen. 4. -Garantie für die Aufrechterhaltung der Freiheit in Schule und Kirche der gricchisckien Gemeinden Tlxraziens.
B u t a r c st, 2. Aug. Tie Friedenskonferenz ist, nachdem Pas Protokoll unterzeichnet worden war, auf morgen vertagt Ter Präsident Majoreseou gab der Hvfs- iiuiig Ausdruck, daß die Erörterungen der Sonderkommission bis dahin zu einem greifbaren Ergebnis geführt hätten. Tie Konferenz der bulgarischen unb der rumänischen Telegierten über die Ansprüche Rumäniens wurde ebenfalls auf morgen vertagt. Militärische Sachverständige beider Parteien werden den Lauf der neuen Grenze erörtern, da es sich dabei um eine Reil)e strategischer Fragen handelt und die rumänische Regierung entschlossen ist, den Entscheid, den die militärischen Sachverständigen treffen werden, genau zu prüfen.
Bu karest, 1. Äug. Infolge der neuen serbisch- griechischen Forderungen ist der O p t i m i s m u s erheblich gesunken. Tod) shosft man, daß die Verbündeten ihre Ansprüche nsd) ermäßigen werden.
Belgrad, 1. Aug. Nach dem jungradikalen Blatte „Odjek" hat Oesterreich-Ungarn Serbien mikgeteilt, es werde serbische Ausdehnungen über den Vardar hinaus nicht dulden.
Belgrad, 1. Aug. Tas Serbische Prcßburccm meldet: Ter Waffen still st and hat den Kampf auf der ganzen Front untcrbrod)eii von Widdin an der Donau bis Za« rewo nn der Drcgalnitza. Vor Widdin bombardierten die serbischen Truppen in der Nacht vom 30. zum 31. Juli die belagerte Stadt. Ter Kampf dauerte gestern von früh bis mittags fort bis zu dem Augenblick, da die Kommandeure: der ferbifdjen Tinwkiruppen Parlamentäre nach Widdin fandten, um den Bulgaren mitzuteilcn, daß der Wafsenftilk stand am Mittag beginne. — Ferner haben bie Bulgaren auf der Linie Pirot-Deschtschani Kladenap und bei Vlassi na zwei vergebliche Angriffe versucht. Tic Anstrengungen der Bulgaren, auch nur ein wenig v^rzurückerz, waren vergeblich, obwohl sie verzweifelt kämpften. Bei Eg r i Palanka, wo sie ihre sämtlichen Streit Iräfty* ins Treffen führten, gelang es den .Bulgaren einen Augenblick, mit den vort ersten Linien vorwärts zu kommen; hoch ließ das heftige Feuer der serbischen Artillerie die letzten bulgari- schen Versuche scheitern Dreimal haben bie Bulgaren die serbischen Stellungen bei Gr len angegriffen, find jcdock) jedesmal mit ungeheueren Verlusten zurückgeschlagen worden.
Wien, 1. Aug. Tic „Neue Freie Presse" meldet aus Kalasat: Widdin wurde vorgestern bis 9 Uhr abends von den Serben bombardiert. Auf beiden Seiten gab es insgefamt üb<r 1000 Tote. Durch bas Bombarbe» ment würbe Die halbe Stadt in einen Trümmerhaufen verwandelt. 200 Einwohner wurden getötet und
alte wie die neue Zeit umfassende Kunsthandlung, die nid>t nur Verlauf von Einzewbjekten und die üblichen Auktionen über nimmt, sondern auch eine bedeutsame Beratungsstelle in allen einschlägigen Fragen durch „wifsensdaflliche Bestimmung, Matalogi Hennig und ^-äcung" van SamniUnigm und Kunstw.rken ft üi will. WeiZnger ist einer ber besten Kenner der alten Plastik unb hat sick' als Numismatiker einen bedeutenden Ruf erworben: er war jahrelang in den vcrscküebensten Sparten des .>tunsthaubds tätig und bietet somit die volle Garantie für ziel bewußte Ausführung feines Programmes. Seinem Instilul steht eine große Aufgabe bevor: es Hit bereits von allen Seiten freudigen Zuruf erhalten, denn >hm wird cs obliegen, den Weg zur lleberbrüdung der großen Kluft zwisd?n Wisfenschast und Kunsthandel zu zeigen.
ff. Fnsektcn im Mampf gegen Ä rankheitsüber-
Bremens neuester Theaterban.
Aus Bremen wird uns geschrieben: Am 15. August wird in Bremen das neue Schauspielhaus am Cftcrtor eröffnet uxi öen ba^ wie das vor drei Fahren begründete ut der Neu ftabf Eigentum der Bremer Schauspulhausgescllschaft ist und von 'den Direktoren Fohanncs Wicgand und Tr. Fbotl geleitet mirb Die Architekten Abbehusen und B l e n d e r m a n n unb ber bauleitende Architekt Dietrich haben damit ein Werk «pfAnfipn da>' idwil in der einfachen, aber monumentalen Item Saue» Fassade nut ihrer mächtigen Loggia, dem krönenden Giebel und dem cklichteii roten Ziegeldach einen bedeutenden Eindruck b^nr^ft ^mn die den Giebel füllende symbolische Gruppe, aS C5rfiirffal~ovn Freude und Leid geleitet, auch rein dekorativ 2 ft in bat ihr SdJÖUirr. ber junge Bremer Bildbauer Da rkns'b hod) Ul den fünf die Rückwand tH'r Loggia schmucken- Sn Säulen Munftwerfe temperamentvoll persönltd) wirkender Un Mittelbarkeit geschaffen.
<-rs-, durch den aiircren Eindruck erregte Erwartung wird , . in das Gebäude noch übertroffen. Vor allein bat
lK,nt V; fÄ-tirflid.cn den Zuschauerraum umgebenden Räumlich JSLl wohltuend GefÜbl ber größtmöglichen Ellenbogen
Besonders kostbar nt die Ausitatlung des ersten Ranges, „ dank den schweren Sammetvortieren und den elc
namentlich aci>iegcncn .'.K'ahagonimöbclti des Foyers Aud) das 8am niinc sehr gemütlich« Restaurant im Erdgeschoß inacht Mit geräumig , ^^^täfeluiig, der beigefarbenen Stotfbeipan seiner i c , Kornehmheit. Wirkliche
? _r.rr von erlesenem Gesckmack unb feinstem Farbensinn
Pracm, Zuschaucrraum. Mil dem mattierten P.oha
Sänbe feines Parketts unb seiner beiden Ramie, gonibtlag Boa tforin angeordneten Reihen des dunkelgebei, * “mit arauem Velvet überzogenen Gestühls, ber eigenartig S ^.ifTizicn Führung ber Ränge, dem bunten Swffries mit nnineit gelben und roten Bemusterung, dem riesigen Decken lCtI!*CfPii9rfiter in ber Mitte mit seiner Lichtausltrablung von 3600 K.1. atärfc insgesamt verfügen die Beleuchtungskörper des o,.,-^auerraums über eine Licktnienge von rund 7000 Kerzen, L nLiqe» Umrulmrung dar Mctrr brriten unb 6 i'ierrr ftnfien in' dunkel mattiertem Mahagoni getafelten Buhnenou m,na' dcni pfirsichfarbcncn Hauptvorbang und der riguralen.
Prof Unger entworfenen Applikation auf der sogenannten schürze" dem Fries des Ganzen wirkt es durch dre 3nttimtai und Wärme der Tönung unmittelbar auf die Stimmung, des ^uschauers, der freilich noch mehr durch die wunderbare p!airvd>e Silbnrirhing gefesselt werden wirb, die bei imposante breite buime Üühucurahmen hervorbringt.
Gießen, 2. August.
r t Kaisers Norblanbfahrt hat am Donnerstag seinen vol^epunkt erreicht mit ber Einweihung ber Frit h; o fstat ue Tic babei gewechselten Reben gaben aufs neue ben Beweis ber freundlichen, ja herzlichen Beziehungen zwischen bem Kaiser unb bem König Haakon, so- •JlJfäHönb unb Nonvegen. Ter Kaiser bezeichnete mit t,t-*Crt^)Cm- ^luuni3 die Frithjofstatuc als ein Wahr- K??1 bei* indogermanischen Stämme. Tie Feier zeichnete jid) burdi schlichte Einfachheit aus, die manchen Veranstaltungen in Teutschlanb als Muster bienen könnte.
*.F^iebensverhanblungcn in Bukarest haben mit einem verheißungsvollen Auftakt begonnen. Tic rumcinisdien Vertreter haben cs fertig gebracht, bie blutgierigen Serben, Griechen unb Montenegriner zum Abschluß eines zunächst fünftägigen Wassenstillstanbes zu bewegen. Cb man nach bem Ablauf ber fünf'Tage, bie am Mittag bes 31. Juli begannen, ben Waffenstillstand verlängern will ober vo cs in ber Absicht ber Baltanverbünbeten liegt, ben tnän- Hermorbenfccn Krieg nricbcr zu beginnen, steht noch bahin. ^ebenfalls ist es ausgesdilossen, bar bie ganzen, in Bukarest
g wieder zu beginnen, steht noch bahin. sgeschlossen, baß bie ganzen, in Bukarest #ur Sprache Lommenbcn Zragen in fünf Tagen erlebigt werben können. Tic Arbeitsteilung aus bem Friedenskongreß i^t so gemacht, baß bie gesamten Telegierten nack;mittags tagen, währenb in ber übrigen Zeit bie einzelnen Staaten untereinander die sic hauptsäckilick) berührenden Fragen vor- bcrcitcn, damit die Erledigung in ben (hcsamtsitzuiigen raid)cr vor jid) geht. Bis jetzt ist zunächst über bie Zugehörigkeit von Kavalla entschieben, auf bas Bulgarien unb Griechenland Ansprüche erheben. Bon einem Diplomaten wirb mitgeteilt, baß man Kavalla Griechcnlanb ziigeteilt hat unb Bulgarien dafür an einer anberen Stelle entschädigt werden soll. Es ist aber noch nicht unbedingt sicher, baß im endgültigen Friebensvertrag Kavalla bei Griechcnlanb bleibt, denn die Großmächte haben fid) bas letzte Wort Vorbehalten und Rußland, bas immer noch bei ben Balkan staaten ben größten Einfluß hat, ist ber Ansicht, baß der Hasen von Kavalla ben Bulgaren gehören müsse.
S. w BIatL l65’ Jahrgang Samstag, 2. August 1915
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