Ausgabe 
16.10.1913 Zweites Blatt
 
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Äon bet Stadtverordnetenversammlung oeivMgi, so daß mit dem Bau vor etwa sieben Monaten begonnen werden konnte. Nachdem sich die zur Feier geladenen Gäste aus dem Schulhofe versammelt hatten, übergab der Bauführer, Stadt bäum erster Koch, den Bau der Stadt Bingen. Bürgermeister Neff übergab die Schlüssel des Gebäudes dem Tirektor Tölg. Der eigentliche Festakt fand im großen Projektionssaal der Schule statt. Im Namen des Aufsichts- rates begrüßte der Vorsitzende Jos. K richte! insbesondere den Vertreter des Ministeriums und der Zentralstelle für Gewerbe, Ge­heimrat N o a ck - T-armstadt, den Vertreter der Handwerkskammer R o ck l er-Tarmstadt, die städtischen und staatlichen Behörden und die Geistlichkeit. Direktor Tölg hielt die Festrede und gab darin einen Uebcrblick über die Entwicklung der Schule. Nach mannig­faltigen Aenderungen habe sich aus der im Jahre 1848 gegründeten Zeichenschule die jetzige Baugewcrk- und Gewerbeschule entwickelt.

Kreis Wetzlar.

? Wetzlar, 15. Okt. Der Wetzlarer Geschichts- vcrein veranstaltet in diesen Tagen im unteren Raum des Museums eine Jahrhundert-Ausstellung, die die Franzosenzeit von 1792 bis 1815 veranschaulichen und dazu beitragen soll, die Befreiungskriege 511 feiern.

w. Wetzlar, 14. Cft. Tas alte Häuschen an der Stadt­mauer oberhalb deSSäuturrns* soll nun endlich abgebrochen werden. Mit ihm verschwindet zwar ein viel ausgesuchtes Mal- motiv aus unserer Stadt, zugleich aber eine lebensgefährliche Rinne.

Hessen-Nassau.

w. Hanau, 15. Okt. Ter aus Frankfurt gebürtige Former Heinrich Fichte, der am letzten Mittwoch von der Hanauer Strafkammer wegen eines schweren Einbruchsdieb­stahls zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, ist heute morgen aus dem hiesigen Gerichtsgcfängnis au sge­brochen. Als er sich mit mehreren Mitgefangenen im Ge­fängnishofe befand, benutzte er einen günstigen Augenblick, um über eine hohe Mauer zu fliehen und ins Freie zu gelan­gen. Auf seiner weiteren Flucht durchschwamm er die Kinzig und entkam in der Richtung nach Frankfurt.

veretnsnachrichtnl.

**TcrGießenerSchiklub hielt seine diesjährige Haupt - versammlung am Montag abend im K a i s e r h 0 f ab. Nach dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht hat die Zahl der Mit­glieder auch in diesem Jahre dauernd zugenommen, obgleich durch die ungünstigen Schneeverhältnisse sowohl die beiden Lehrkurse als auch die Wettläufe ausfallen mußten. Besondere Unterstützung er­fuhr der Klub von der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. durch die Einführung der Sonn tags karten nach Schotten und durch die neuerliche Einlegung eines Wintersportzuges an den Sonntagen. Die Hauvttätigkeit dos Vereins richtete sich aus den weiteren Aus­bau des großen Sprunghügels am Hoherodskopf und die Einrick>- tung der Hütte. Auch der Kassenbericht gibt ein erfreuliches Bild. Durch die Zuwendungen zahlreicher Gönner sind die Kosten für den Sprunghügel nahezu gedeckt. Der Kassierer dankt den Stiftern im Namen des Klubs, insbesondere dem Geh. Kommerzienrat Heichelheim, dem Kommerzienrat Klingspor, dem Apotheker Schmie­der und dem Eisverein, die namhafte Summen gespendet haben. Tie satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder werden ein­stimmig wiedergewählt, so daß der Vorstand sich also zusammen- setzt: Warl Neurath 1. Vorsitzender, Karl Schulze 2. Vorsitzender, Assessor A. Seibert 1., Assessor I. Walther 2. Schriftführer. Herrn. Schmidt Kassierer, Dr. Demoll Rennleiter, Zahnarzt Jäger, Forst­meister Hofsmann (Schotten), Dr. Peppler, Lehrer Link (Rudings­hain) und I. Berners. Der erste Kursus soll vom 27. Dez. bis 2. Jan. im Vogelsberg, der zweite Ende Februar in der Rhön abge­halten werden. Ein Kursus in der Schweiz wird für den über­nächsten Winter in Aussicht genommen. Die Wettläufe sollen am 7. u. 8. Febr. am Hoherodswpf abgehalten werden. DieW inter- Markierung wird in diesem Winter weiter ausgebaut und zwar zunächst die Strecke vom KlubhausGackersteinHundsborn RudingshainSchotten und KlubhausHerchenhain. Da die Benutzung des Schweizerhauses als Hütte trotz der misgewendeten Mittel auf die Dauer nicht durchzuführen ist, wird die Gründung eines Hüttenbauvereins angeregt und in die Wege geleitet. Tie Verbandszeitschrift D e r W i n t e r wird künftighin im Cafe Hettler und im Gate Astona ausgelegt. Tie Leihschi, deren Verwaltung Zeugwart Zimmermann besorgt, werden vermehrt, da sich vor allem ein starker Bedarf für Tamenscksi herausgestellt hat. Das demnächst erscheinende Wanderbuch des Gießener Anzeigers, das durch Vermittelung des Klubs auch zahlreiche Schnecschuhwanderun- gen enthält, wird den Mitgliedern warm empfohlen. Die Bekannt­gabe der Klubfahrten erfolgt Freitags im Gießener Anzeiger und durch Aushang an den seitherigen Stellen.

Gießener Strafkammer.

Gießen, den 14. Okt. 1913.

V ernt cf) t e r Diebstahl.

Der mehrfach vorbestrafte Hausdiener K. G. M. von Aurich, der erst im Dezember 1912 aus der Strafanstalt Bruchsal ent­lassen worden war, begab sich, mit mehreren Dietrichen verfetten, im August d. Js.^von Frankfurt a. M. nach Bad-Nauheim. Hier schlich er sich im Sanatorium Gredel in dos Zimmer eines Haus­dieners und durchwühlte dessen Sachen. Als er bemerkt wurde, schloß er die Kammer ab und flüchtete durch das Fenster über die Dächer. Im Begriffe, von einem Baum herabzusteigen, stürzte er ab und verletzte sich, worauf seine Ergreifung erfolgte. Da es sich um einen rückfälligen Dieb handelt, hielt das Gericht eine Gefängnisstrafe von 9 Monaten für angemessen, 1 Monat Unter­suchungshaft kam auf die Strafe in Anrechnung.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen den Hausierer H. M. III. von Wieseck verhandelt, dem zur Last gelegt wird, sich an 6 schulpflichtigen Mädchen vergan gen zu haben. Das Gericht erachtete auf (tzrund der Beweisauf­nahme den Angeklagten für dringend verdächtig, unzüchtige Hand lungeii^an den Mädchen begangen zu haben, sprach ihn aber, da seine Schuld nicht zweifelsfrei sestzustellen war, von Strafe und Kosten frei.

B e r u s u n gs v e r w e r f u n g.

Der mehrfach vorbestrafte Maurer B. St. VI. in Bad-Nauheim hatte im Juli 0. Js. den Lehrer C. B. auf öffentlicher Straße gröblich beleidigt, weil dieser seinen Sohn in der Schule miß­handelt habe. Tas Schöffengericht Bad Nauheim hatte ihm mit Rücksicht auf seine Vorstrafen und die Roheit und Brntalitäl seines Vorgehens eine Gefängnisstrafe von 8 Tagen zuerkaunt. Seine Be­rufung gegen dieses Urteil wurde verworfen und äußerem dem be- leidigten Lehrer die Befugnis der Urteilsveröffentlichung zuge- sprochen.

R ü ck f a l l s d i e b st a h l.

Ter Sckmhinacher L. S. von Gießen hatte in Burq-(^münden auf der Tnrchreise von dem Wirt A F. ein Unterkommen für die Nacht erhalten, als er ihn des schlechten Wetters wegen otmtm bot, ihm aber zum Lohn am nächsten Mor.ren bei seinem Weg gehen einen noch neuen Anzug mitgenommen. Ter trotz seiner Jugend schon rückfällige Angeklagte, bat dies mit 9 Mönchen Gefängnis zu büßen, auf die 3 Dvcknrn Untersuchungshaft in An rechnung kommen.

<Berid?tsfaaL

$ Büdingen, 13. Okt Schöffengericht.) Ter Han delsmann I. R. von Büdingen hatte gegen einen amtsrichterlickxn Strafbefehl nngen llebertrelimg der kreisamtlichen Verordnung betr. Maßregeln gegen die Maul und Klauenseuche rechtsgültig Einspruch eingelegt. Er wurde zu 3 Mark oder einen Tag Hast verurteilt. Trotz Aufforderung batte er dem Wachtmeister, der ihm bei einem Viehttansvvtte begegnet war, das Ursprungszeugnis nicht vorgelegt. 'Der Molkreigehilfe P. W. E. von Elbing, setzt in Büdingen, wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 10 Mk. rtber zwei Tagen Gefängnis verurteilt. Er hatte den Taglöhner Karl 3an3 von Büdingen, der ihm angeblich unberechtigt Vorhalt machte nist) seiner Aufforderung zjM Verlassen der hiesigen Mol­

kerei nicht Folge leistete, einen Stoß versetzt, daß Janz rückwärts taumelte, die Ausladepritfche hinunter auf das Hofpflaster fiel und sich dadurch eine Verletzung am Kopfe zuzog. Der Bergmann I. R. von Steinefranz, zurzeit hier in Unlerfuchungshaft, wurde wegen Bettelns unter Anrechnung der erlittenen Unlerfuchungshaft zu drei Wochen Haft verurteilt. In der Privatklagesache des Landwirts O. H. von Wolf gegen die A. K. Ehefrau wegen Be­leidigung wurde die Angeklagte zu 25 Mk. oder fünf Tagen Ge­fängnis verurteilt. Dem Beleidigten wurde die Befugnis zuge sprachen, den entscheidenden Teil des Urteils binnen vier Wockxrn nach Rechtskraft nach Aushang an der Ottstafel zu Wolf auf die Dauer einer Woche auf Kosten der Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. Der Taglöhrrer CH. B. von Caltenbvrn, zurzeit hier in Untersuchungshaft, wurde wegen Bettelns zu zehn Tagen Haft verurteilt unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft. Ter Schuhmacher und Milchhändler I. G. M. von Düdelsheim wurde als nickst hinreickwnd übersührt von der Anklage des Betrugs und versuchten Bettugs zum Nachteile der Firma Jakob Rumpf & Sohn in Butzbach freigefprochen. Ter Taglöhner I. K. von Bad-Orb, zurzeit hier in Untersuchungshaft, wurde wegen Bettelns unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft zu vier Wochen Haft Derurteilt. Nach verbüßter Strafe erfolgt Ucberroeifung an die Landespolizeibehörde.

CandwirHdiaft

F. C. Di e Herbbuchgesellschaft des Kreises Biedenkopf für das Voaelsberger Rind hatte am Schlüsse deS Berichtsjahres 1912 654 Mitglieder gegen 607 im Vor­jahre. Die Zahl der angekörten Tiere betrug 4049 (3651 im Vor­jahrei. Von den mit Hilfe der Landwirtschastskammer eingerichteten Bullenstatwuen ist die Station in Biedenkovf eingegangen. Eine Station in Berghosen wurde neu errichtet. Außerdem sind gelegent­lich der ersten VerbandSausstelluug des Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter am 25. September 1912 tu Biedenkopf durch die Landwirtschastskammer zwei schlesische Dlotviebbullen angekauft worden. Einer dieser Bullen wurde vorläufig in Breidenbach aus­gestellt, der zweite auf Hof Haina. Tie Bnllenstationen in Buchenau, Breidenbach, Naunheim und Niederhörlen haben der Zucht recht gute Erfolge gebracht. Die Herdbuchgesellsch.a't ist daher bestrebt, weitere Gemeinden hierzu zu gewinnen. Ter nasse Sommer ivar dem Wetdebetrieb im allgemeinen nachteilig. Auf der Weide in Silberg ivurben 6 Stück Rindvieh und 2 Fohlen aufgetiieben Die Tiere brachten ein Weibegeld von je 30 Mark. Auf ber Weibe in Roth, bie gleichfalls mit Unterstützung ber Landwirtschastskammer errichtet ist, ivaren 12 ein Jahr alte Rinder aufgetrieben. An Weibegeld wurden für jedes Tier 2 Mk. erhoben. Tie Emnahmen betrugen somit 24 Mark. Für Düninnig wurden 32 Mk. auf- gewendet, während die fonftigen Unkosten 4 'Mk. betrugen. Tie Weide wirb mehr als Tummelplatz für Jungvieh benutzt. Tie Verkäufe von Zuchttieren wurden im abgelaufcnen Jahre durch den Tierzuchtinspektor vermittelt. Nennenswerte Seuchen traten nicht aus. Der Zuchtbezirk blieb von der 'JJlauI- und Klauenseuche verschont.

Universitätr-Nachrichtei».

Professor Tr. Vans Uebersberger von ber Universität Wien hat einen Rus als aujjerorbentl. Professor für osteuropäische Geschichte und Landeskunde an die Berliner Universität er­halten. Wir irren wohl nicht, wenn wir annehmen, daß e5 sich um die Besetzung des durch den diesjährigen Staatshaushaltsetat neubegrünbeten Extraorbinariats handelt.

Der Privalbozent Professor Dr. med. Wilhelm Lange in Greifswald hat den Ruf als außerordentl. Professor unb Direktor der Poliklinik für Ohren-, Nasen- und HalSkrankheilen an bie Uni­versität Göttingen als Nachfolger deS im August ds. Js. ver­storbenen Geh. Medizinalrats Professor Dr. K. Brückner ange­nommen und wird sein neues Lehramt zu Beginn be5 Winter- emeftcrS übernehmen.

Als Privatdozent für Verwaltungsrecht habilitierte sich in der Berliner Juristcnfakultäl der G^richtsassessor Dr. jur. Ludwig Waldecker. Der neue Dozent ist 1881 zu Eltarlotten bürg geboren. Gr studierte Rechtswissenschaften in Gießen und Würzburg, wurde 1902 Referendar und im Frühjahr 1906 Assessor, war dann bei der Verwaltung der hessischen direkten Steuern tätig und promovierte September 1911 in Gießen zum Dr. jur. auf Grund einer Dissertatton:Das Ottsbürgerrecht im Großherzog­tum Hessen".

In Klausenburg ist der ordentliche Professor für Mathematik an der dortigen Universität Dr. Julius Valyi, kor­respondierendes Mitglied derungarischen Akademie der Wissen­schaften, im 59. Lebensjahre gestorben.

Sport.

vorgeführt werden?" fragte ich mich. Tas ist französische lajt Moral, Tovvel-Moral. Und dazu die unästhetische Kleidung. Rein, nein wer die deutsche Frau der Zukunft kennen lernen und aästen will, der hatte bei den Frauentagungen Gelegenheit. Ich vermeide den Ausdruck: modern, denn da stickst man in ein Wespennest.

Gern hätte ich an jenem Abend bei der Diskussion Herrn Pros. Tr. Opitz gebeten, einige anregende Worte über den Punkt: Körperpflege und was damit zusammenhängt, zu sprechen. Tenn meiner Ansicht nach entspringt der Wunsch vieler Frauen, wenig oder keine Kinder zu haben, dem Bewußtsein der Unfähigkeit und körperlichen Schmückte, eine wiederholte Mutterfckwft auszuhaltcn. Erst wenn wir leistungsfähig find durch Arbeit, Spott, Zimmer- gymnastik usw., können wir der au uns Frauen gestellten An­forderung nachkommen. Und uns auch gern zum Einj.-freiw. Tienst- jahr in der Krankenpflege stellen. Tann würde Hett Pros. Opitz und seine Herren Kollegen nicht mehr so viel zu tun haben ja ent­würdigende Anfragen vongebildeten" Frauen zurückzuweisen brauchen. Gesundheit ist die erste Bedingung vom rassepolitischen Standpunkt aus. (Freilich wurde mir im Vorjahre auf der Eisbahn von verschiedenen Damen unserer Gesellschaft gesagt: ich sei zu alt zum Schlittschuhlaufen1 Tas nebenbei bemerkt.

Narr in einem gesunden Körper kann eine gesunde Seele wohnen!

Gießen, Frankfurter Straße 45.

FriedaM.

IHärftc.

X Grüuberg, 15. Okt. Ter heutige®aQu§marfte hatte sehr unter der ungünstigen Witterung zu leiden. Tas Markttrerbea zog sich bei dem schlechten Wetter mehr in die Wirtschaften ber Stabt zurück, bie über Besuch nicht zu flogen brauchten. Ter alte Grünberger Wunsch:9Benn rutsch je (die Gäste» erseht hie Huhn, nooch inag§ rahn!" ging in Erfüllung. Ter Schweinemarkt hatte, da es in den Morgenstunden nicht regnete, eine ungemein starke 'Auffahrt. Tas Angebot übertraf bei weitem die Nachfrage. Tie Preise waren dessenungeachtet nicht entsprechend niedriger, aber der Handel stockte io stark, daß eine Menge ber ausgefahrenen Schweine unverkauft wieder abgefahren werben mußte. Man bezahlte bas Paar Ferkel geringster Sorte mit 4550 Mk., mittlerer Sötte 50 bis 60 Mk., bester 6070 Mk. Läufer kosteten 8590 und 90 bis 95 Mk.

FC. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 15. Okt. Auftrieb: Rinder 82 (Ochsen 15, Bullen 14, Kühe 53), Kälber 292, Schale 43, Schweine 437. Außerdem 2 Dullen und 15 Kühe Aus- (anbSoieb. Preise für 100 Psd.

Geschäft mittel? Lebend- Schlacht-

Ochsen. gewicht

Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk.

wertes im Alter von 47 Jahren .... 5156 91 100 Tie noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . 5055 90 99 Junge, fleischige, nicht auSgemästete und ältere

ausgemästete . . . . . 4549 8188

Bullen.

Dollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . 4750 HO85

Dollfleischige, jüngere 4246 7579

Färsen, K ü h e.

Dollfleischige ausgemästete Färsen höchsten

Schlachtwettes . . . 50-55 91100

Dollfleischige ausgemästete Kühe höchsten

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 4347 8287

Wenig gut entwickelte Färsen 4549 8389 Pleitere ausgemästete Kühe unb wenig gut ent­

wickelte jüngere Kühe 3942 7381

Mäßig genährte Kühe und Färsen 8237 6473

Kälber.

Feinste Mastkälber 7073 117122

Mittlere Mast- unb beste Saugkälber .... 6569 109115 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 5964 99107

Geringe Saugkälber.......... 6358 9098

Schafe.

Weibemastfchafe:

Mastlämmer unb Masthammel .... 46,6000.00 94uo

Schweine.

Dollfleischtge Schweine von 80100 kg Lebend­

gewicht . . . . 61-62*/, 78-80

Dollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 60*/,-611/, 7770 Dollfleischige Schweine von 100120 kg Lebend­

gewicht 62-84 7880

Feltschweine über 150 kg Lebendgewicht . 57'/,-60 7275

Limburg a. b. Lahn, 15. Okt. Frucht markt. Durch« schnittspreis vro Malter. Roter Weizen (Nassauischer) 16,00 M., weißer Weizen (angebaute Fremdsorteu) 15,50 Wl, Korn 11,90 MH, Gerste (Ruher) 00,00 Mk., Braugerste 00,00 Mk^ Hafer 7,800,00 Alt., Erbsen 0,00 Mk. Kartoffeln 3,60-4,00 Mk.

Fn ß ball. Der Verein für Bewegungsspiele Gießen weilte am letzten Sonntag in Kassel, um gegen ben Der. Ballspieloerein .Herkules" im Verbanbspiel anzutreten. Tas Spiel litt sehr unter ber ungünstigen Witterung, besonbers der durch­weichte Boden ließ das gewohnte Zusammenspiel ber Gießener nicht auikommen. Nach verteiltem Spiele konnten bie Gießener Bewegungsspieler mit 2:1 das Feld behaupten. Weitere Er­gebnisse : Marburg V. s. B. Kassel F.-V. 2 :3. Eintracht Kassel Borussia Fulda 2:2. Gießen 1900 Sport Kassel 3:2.

kirchliche Nachrichten

Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).

Samstag, ben 18. Oktober 1913;

Vorabend: 5.15 Uhr.

Morgens: 8.30 Uhr.

Festprcdigt zur Jahrhundertfeier der Schlacht bei Let-zi-.

Nachmittags: 4.00 Uhr.

Sabbatausgang: 6.15 Uhr.

Flieger a l s S eh m u g g l e r.

Paris, 14. Okt. Wie aus Lille gemeldet wird, mürbe bie dortige ZoNbehörbe benachrichtigt, baß seit einigen Tagen von einem Flieger Zollschmuggel in größerem Maßstabe de trieben werbe. Dieser Flieger steige angeblich an ber sranzösischeu Grenze bei 21 rmenliere auf unb lasse bann auf französischem Gebiet an einer einem Helfershelfer gehörigen Stelle bie in bem Flugzeug mitgenommenen Ballen Spitzen unb Tabake fallen. Tie Zollbehörbe hat eine ft r e n g e Ueberwachung aller Flieger angeordnet.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 15. Okt.

An dieser Stelle veröft'entlichte einealtmodische Frau", wie sie sich selbst bezeichnete, ein paar Worte über den Vortrag Dr. Vernaps:Frauenbewegung und Geburtenrückgang". Nun mochte ich auch noch einige Worte anfügen, wenn auch nicht als Neumodische", so doch als junges Mädchen überhaupt.

Es ist mir unverständlich, wie viele Mütter ihren erwachsenen Töchtern einige behieben sogar die Oberklassen der höheren Knaben­schulen) verbieten konnten, ben Vortrag überFrauenbewegung und Geburtenrückgang" anzuhören. Und das in unserer soafa demisch modern angehauchten" Stadl. Freilich mag bas Verbot für solche junge Mädchen gelten, bie ihrewan stations" nach ihren aufbewahtten Tanzkatten, Battblunren nsw. berechnen. Sagt man dock» gerade den Mädchen der guten Gießener Gesellschaft nach: sie tun nichts, sie fönMen nicksts, sie amüsieren sich bloß, leben für sich selbst.^ogar in Berlin, als ich in der Klinik arbeitete, sagte man mir:Sie kommen aus Gießen und wollen hier tätig si^in Gießen ist doch das Eldorado für junge langweilige Mäb chen u. a. in." Diesem Ruf der Gießener jungen Mädck>en bin i ch lieber nicht allein begegnet. Jede mag sich da selbst fragen: gerecht ober ungerecht. Aber Gott sei Dank ist es anders geworden und wird anders werben Wer den Andrang zur sozialen Arbeit, die ^ugeiiögrupoe des .rrauenvereins beobachtet, das Interesse ber mengen Mädchen an der Frauenbewegung sieht, die das Evan geh um ber .Arbeit, der PftickiHett'nUung predigt, der sollte sich freuen und abbttten. T«n Glauben an den inneren

Wett und Grotze der beutidwn Frau geben mir die Frauen bewegungstage oder, wre^ch von einem Arbeiter Hütte die bewegten (trauen zurück, den ich falt verloren hatte nach begeisterter Auma dm e des Theaterstückes- Tas Buch einer Frau. Sind wir Frauen so charatterbos, ja unmoralisch, wie sie hier

Meteorologische veobachtungen der Station Siesten.

Okt.

1913

26 750,0

9:i 752,0

7 755,0

5,9 6 8 97

6.9 7,2 97

7,4 7,5 97

Q S

a-

^2

Wetter

SE SSE still

2 10

2 10

still 10

Tunst Nebel Dunst

Höchste Temperatur am 14.

Niedrigste , * 14.

Niederschlag: 7,4 mm.

bi« 15. Oktober - + 6,9 c.

15. , - 4- 1,3' C.

Odol konsequent täglich an F" wendet, übt nach unseren heutigen Kenntniffen die denkbar beste Zahn»

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