Ausgabe 
14.3.1913 Erstes Blatt
 
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1913

10 Personen

1687

Nichtmitglieder willkommen

Eintritt frei!

Theater - Verein

Anfang 7 Uhr pünktlich.

Ende 10 Uhr.

weg (Teleph. 671).

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D*S

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Eintrittskarten zu Mk.2. bis Mk.6., sow'e Textbücher in der Musikalienhandlung von E. CHALL1ER, Neuen-

bis Samstaa, den 15. März inkl. vrolonniert. Vollständig neues Programm. - Anfang 7l/a Uhr.

Neu! Saxophone» (Quartett. Neu!

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Dessen für Samstag, den 15. März Meist trüb, leichte Niederschläge, mild, westliche Winde.

Wcifabrplan $°Hen und ,fl vorgesehen, ' und in Nidda im 11» Vorm. «n. Der letzte und um 9« m

III. Kl., 25 Stg. IV. Kl./ b) Brennbolz.

Crumbach, den 12. März 1913.

Der Kirchenoorstand, Cuntz, Pfarrer.

t Herstellung von lobierte heute ^liegenden Eisen- ,nn und |wei io daß sie dein

Lyon, 14. März. In einer Versammlung kam es zwischen demokratischen Studenten und Royalisten zu einer wüsten Rauferei. 15 Leute wurden verletzt.

ds. Darmstadt, 14. März. Abgeordneter Fenchel hat die dringliche Anfrage gestellt, ob der Regierung be­kannt ist, das; die Bilanz der Spar- und Darlehns- raffe Langsdorf mit einem Fehlbetrag von über 600000 Mk. abgeschlossen haben soll. Wenn ja, können die Geschädigten auf die Unterstützung der Regierung rechnen?

Ein Protest der deutschen Studentenschaft in Wien.

Wien, 14. März. Die deutsche Stuben tenschafi- der deutschen Hochschule in Wien veröffentlicht eine Kund­gebung gegen die Errichtung einer italienischen Fakultät.

Beschlagnahme eine? französischen Schiffes.

Konstantinopel, 14. März. Ein türkisches Kriegsschiff hielt den französischen Dampfer Henry Frey'ssinet an und durchsuchte ihn. Der französische Botschafter hat die sofortige Freigabe des Schiffes verlangt.

Mülhausen (Elsaß-, 14. März. Auf die Anregung hoch angesehener alttlsäßischer Kreise hin, und einberufen von den drei politischen Parteien Rdülhausens, der fort­schrittlichen, der sozialdemokratischen und der Zentrums- Partei, fand gestern im großen Börseniaal eine öffentliche Versammlung", unter dem Vorsitz des fortschrittlichen Land­tagsabgeordneten Drumm, statt. Die Redner der drei Parteien, Pfarrer Scheer (Fortschr.), Stadtrat Wicky (Soz.) und Stadtrat Hänggi (Ztr.) verliehen einmütig dem Ge­danken Ausdruck, daß die elsaß-lothringische Bevölkerung als von einem höheren Kul'turstandpnnkt ausgehend, eine kriegerische Lösung dvr elsaß-lothringischen Frage durchaus verwirft. Eine vom Vorsitzenden vorge­schlagene Entschließung sand einstimmig und begeisterte Aufnahme.

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KoiifmännifcherVerein

Samstag, den 15. März 1913, abends 9 Uhr,

in unserem Hause Nord-Anlage 15 1. Stock:

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des Herrn Otto Seipp, Tarmstadt: UnsereGeldverfassnng unter besonderer Berücksichtigung der Rrichsbank und ihrer Diskontpolitik

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Samstag, de» 15. März:

Metzelsuppe

Morgens Wellfleisch m.Kraut

1791 Adam Ilopfeld.

3. Opernvorstellung: Freitag, den 14. März Gesamtgastspiel des Grossh. Holtheaters und der Hofmusik MARTHA

oder.- Der Markt zu Richmond.

Romantisch-komische Oper von Fr. von Flotow.

Angekl.: Jawohl, am Sonntag, den 5. Januar, hatte ich Urlaub und fulir wieder nach Fürstenwalde. Bei meiner Rück­kehr trat cck in einer Wander Herberge die beiden Brüder Beriten und den Schliewenz. Ich fragte sie, vb sie Lust hätten, cm Ding mit mir zu drehen": ich wäre bei einem Bauern, der . geizig sei, aber eine größere Erbschaft gemacht hätte, wir wollten ihn < etwas erleichtern. |

Bors.: Hatten Sie den Plan schon genau überlegt? Angekl.: Rein, den Plan überlegte ich erst später. Ich wollte ( den Bauern und seine Frau fesseln, ihnen das Geld wegnehmen und dann verschwinden. Bors.: Hatten Sie nicht die Msicht, sie zu töten? Angekl.: Nein. Bors.: Was geschah dann weiter ? Angekl.: Wir gingen dann zu Fuß nach Ortwig uni) , besprachen unterwegs noch die Sache. Ich nahm die drei Leute in ; meine Kammer mit, und wir schliefen dann bis zum Morgen. Morgens um JA5 Uhr es war dies am 7. Januar weckte 1 ich sie und erklärte ihnen die Sache nochmals. Ich wollte mit Ealies Streit anfangen, und sie sollten ihn dann überfallen und betäuben, so daß er eine Stunde lang bewußtlos wäre. . .

Sie Tat.

Bors.: Sie sind mit Ihren drei Mitangeklagten in den Pferdestall gegangen? Angekl. Jawohl. - Bors.: Was taten Sie dort? Angekl.: Wir warteten, bis Ealies komme. Ich trat dann vor und stellte ihn wegen der gestohlenen Schürze zur Diebe, packte ihn an und wollte ihn zu Boden werfen, t Wir kamen aber beide z u Fall. Einer der drei anderen, wer, weiß ich nicht, hat den Ealies sestgehalten, so daß ich auf ihn zu liegen kam, der andere hat die Fiißc festgehalten, der brüte band ihm, während er ihn am Halse festhielt, den Strick um den Hals. Bors.: Ist denn nicht versucht worden, den Ealies am Schreien zu hindern? Angekl.: Jawohl, einer, wer, weil! ich nicht, hat dem Ealies ein rotes Taschentuch in den Mund gedrückt. Ealies hatte aber die Hände frei und riß es heraus. Bors.: Hat er denn nichts dabei gesagt? Angekl.: Ja, aber was, weiß ich nicht. Ich habe ihn bann in bic Rüben kämm er geführt und dort auf die Rüben gesetzt. Bors.: Er hatte da den Strick um den Hals? Angekl.: Jawohl. Nach einiger Zeit kam bann auch bas Dienstmädchen Anna Philipp in den Kuhstall. Ich warf auch sie zu Boden, und die anderen halfen mir bann, dem Mädchen die Beine zusammenzubinden und einen Strick um den Hals zu legen. Ich habe sie bann auf die Seite des Ganges auf Stroh gelegt. Wir haben das Mädchen im Stalle hegen lassen und gingen alle vier ins Wohnhaus. - Bors.: Wohin gingen Sie dort? Angekl.: Wir gingen ins Schlafzimmer. Dort lagen bic Kinder des Ealies zu Bette. Wir wollten |te ein- schüchtern. Bors.: Haben Sie nicht zuerst auch bic Fr a u unschädlich gemacht? Angekl.: Ja, ich ging in das Schlaf­zimmer, faßte sic nm Halse, warf sie plötzlich zu Boden, w daß sie. mit dem Hinterkopf auf die Steinfließen auffiel. Die anderen haben habet geholfen. Einer von ihnen, es wird ,eden- fatls Willi Kersten gewesen sein, hat bei den Mädchen Wache gehalten und sie eingeschüchtert. Wir haben bann der Frau auch einen Strick um den Hals gelegt und ihn zugezogen.

Wir gingen bann in die Wohnstube, wo der Gelchchrank stand, und nahmen das Geld, bas wir dort sanden, heraus. Bors.: Woher hatten Sic die Schlüssel? Angekl.: Die hatten wir uns von den Kindern geben lassen. Bors.: Was hatten Sic den Minbcrn gesagt? Angekl.: Wir sagten ihnen ne sollten aufstehen und sich anziehen. Wir steckten sie dann in den Schrank und verlangtest von ihnen dic^Gcldschrankschlüsiel. Wtr setzten noch eine Fußbank in den Schrank hinein. Bori.: Haben die Kinder nicht sehr geweint? Angekl.: Ich habe ihnen ja gesagt, es passiere ihnen nichts. Bors.: Haben <2tc timen die Wahrheit gesagt oder ihnen etwas vorgelogen? Angekl.: Natürlich haben wir ihnen etwas vorgelogen.

( Fortsetzung folgt.)

Vermachtes.

* Seltsame Austritte in Nom. Die Tochter des Münchener Professors Kröpelin ging gestern mittag ohne Be­gleitung durch die Straßen der Altstadt am Tiber spazicrcu Dicht bei der baherischett Gesandtschaft auf der Piazza Sandor!o Gattinari wurde sie von zwei Männern angehalten, die sich als Geheimpolizisten ausgckben, aber ebenso gut Apachen sein konnten. Die beiden Fremden faßten die 'Tarne ohne weiteres am Arm und suchten sie in einen Wagen hineinzuziehen. Dies gelang ihnen aber nicht, ba sich die Ueberfallene kräftig wehrte. Mittlerweile sammelte sich eine neugierige Menschenmenge an, die d e r Szene z tt s a h. Nach einer viertelstündigen Bal­gerei entschlossen sich die beiden Fremden, von der Übel zerzausten jungen Tarne, die sich mit ihrem mangelhaften Italienisch schwer veritöndlich machen fomttc, abzulassen.

Zu der Voruntersuchung ist die Täterschaft Stemickels ein­wandfrei sestgestellt: nur über die Frage, wieweit seine Mit­angeklagten der Täterschaft oder Beihilfe schuldig erscheinen, wird die gegenwärtige Verhandlung voraussichtlich noch weitere Aufklärung bringen.

Ein starkes Polizei- und Gendarnterieaufgebot sorgte in der Nähe des Gerichtsgebäudes dafür, baß nur die mit Eintritts­karten versehenen Personen Zutritt erhielten.

Sternickel, der sehr gefaßt aussieht, wird in schweren Fesseln vorgeführt; . neben ihm nehmen ein Gendarm mit geladenem Re­volver und Aufseher Platz. Sternickel ist ein Mann mit sehr hoher Stirn, bic fast ebenso hoch ist wie bic ganzen unteren Partien des Gesichts. Er hat graue Gesichtsfarbe, einen starken Kinn-, .Backen- und Schnurrbart.

Vernehmung des Angeklagten.

August Sternickel gibt an, er sei am 11. Mai 1866 in Nicder- Machanna int Kreise Rybnik geboren. Der Vorsitzende hält ihm .seine Vorstrafen vor. Er ist zum erstenmal im Jahre 1889 vom Schöffengericht Brandenburg wegen Hausfriedensbruchs mit vier Wochen.Haft bestraft worden. Im gleichen Jahre erhielt er von benrfcibcn Gericht wegen Diebstahls eine Gefängnisstrafe von einem Monat: von der Strafkammer am Amtsgericht Branden­burg ebenfalls int gleichen Jahre vier Wochen Gefängnis wegen Körperverletzung. Dann folgen die erlittenen Strafen in kurzen Zwischenräumen aufeinander. Er wurde u. a. vorn Landgericht Berlin mit zwei Jahren Zuchthaus wegen schweren Diebstahls int Rückfall und wegen desselben Verbrechens vorn Landgericht P o t s d a m mit drei Jahren Zuchthaus und bann rmn Landgericht Neiße mit vier Jahren dinem Monat Zuchthaus wegen Betruges, Unterschlagung und schweren Diebstahls bestraft.

Sternickel: Das war ja gar kein Betrug, das wird nur vom Gericht so gemacht! Bors.: Lassen. Sie gefälligst diese Be­merkungen. Eine Vorstrafe von drei Monaten Gefängnis be­streitet der Angeklagte, die habe er nicht erlitten, ba müßte er sich doch entsinnen können; ba werde wohl ein anderer auf feinen Namen die Strafe abgebrummt haben. Vors.: Geben Sie im übrigen bic Richtigkeit ber Vorstrafen zu? Angekl.: Jawohl, dafür kann man ja nickst, bas wirb ja schon so gemacht, Herr Präsident, das; man herein muß. Der Vorsitzende unterlagt ihm -von neuem solche Bemerkungen und fährt dann fort: Die letzte Zuchthausstrafe haben Sie im Jahre 1905 verbüßt. Was haben Sie getan als Sie aus dem Zuchthaus herauskamen? Angekl.: Ich habe in ber Gegend von Liegnitz und Görlitz gearbeitet, Zuerst in Raucha. Vors.: Sie sind doch wohl auch in Plagwitz gewesen wo Sie die Sache mit der Mühle gemacht haben? Angekl.: Jawohl. Bors.: Darauf wollen wir heute nicht ein- gchen. Sie wissen, daß deshalb gegen Sie ein Verfahren schwebt? Angekl.: Jawohl. Bors.: Sie sind dann auch in Rußland ge­wesen? Angekl.: Jawohl, sechs Wochen. Vors.: Sie haben dann im Oberbruch verschiedentlich unter falschem Namen gearbeitet. Sie nannten sich zuerst Voigt, doch legten Sie diesen Namen alsbald ab, als Sie erfuhren, daß gegen Voigt, dessen Papiere Sie sich anzueignen gewusst hatten, ein Strafverfahren schwebe. Sie nannten sich bann Philipp, und unter diesem Namen haben Sie Strafanzeige gegen einen anderen wegen Körperverletzung cingereicht und sind bann in dieser Strafsache als Zeuge ver- nrnnmeu und haben unter dem Namen Philipp eidlich Zeugnis abgelegt. Angekl.: Ja. . , . .

Der Angeklagte Willi Kersten tft als Sohn eines Alabaster­arbeiters am 31. März 1895 in Berlin geboren. Der Vorsitzende stellt aus beit Akten fest, daß Willi Kersten unbestraft ist. Der 'Angeklagte Georg Ster ft en bekundet, daß er am 9. Dezember 1893 in Berlin geboren und der Bruder des Mitangeklagten Wille Kersten sei. Er sei wegen Diebstahls mit zwei Monaten Gefängnis und wegen Unterschlagung mit einer Woche Gefängnis vorbestraft. Der Arbeitet: Franz Schliewenz ist am 7. August 1894 in Kunitz bei Frankfurt a. O. geboren und mehrfach vorbestraft^

Erössnungsbeschluß.

Es wird hieraus ber Eröffnungsbeschluß verlesen, ber gegen alle vier Angeklagten auf breifachen Raubmvrb unb schweren Raub ober Brandstiftung lautet.

In der fortgesetzten Vernehmung fragt der Vors.: Wann sind Sic nach Ortwig gekommen? Angekl.: Am 28. Oktober 1912 Vors.: Was für einen Namen legten Sie sich da bet? Angekl.: Ich nannte mich Otto Schöne. Vors.: Ealies hat hat Sie verschiedentlich aufgefordert, ihm Ihre Papiere zu geben. Sie sind aber immer mit Ausflüchten gekommen. Angekl.: 'Jawohl. Bors.: Wo wohnten Sie bei Ealies? Angekl.: 3n einer Kammer im Pferbestall. Bors.: Wie sind Sie mit Calies ausgekommen? Angekl.: Ganz gut. Aber einmal, als ich von Fürstenwalde zurückkam, bemerkte ich, daß meine Sachen durchgekramt waren unb mir eine Schürze fehlte. Ich «mußte aunehmen, baß Ealies mir die Schürze gestohlen hatte. vBorf.: Wo haben Sic in Fürstenwalde gewohnt? Angekl.: Das verrate ich nicht. Vors.: Haben Sie dem Ealies darüber Vor­

würfe gemacht? Angekl.: Nein. Jedoch hatte ich mir vor- jcitommen, ihn auch einmal zu ärgern, und zwar wollte ich ihm 'Geld wegnehmen. Vors.: Hatten Sie dazu eine bestimmte Ab- Jch wollte die Leute fesseln unb bann ver- <x;-x hatten bann noch einmal Urlaub?

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Letzte Nachrichten.

Hessische Zweite Kammer.

bs. Darmstadt, 14. März. Die Zweite Kammer etf«We zunächst eine Anzahl Anfragen, Horstellungen ufw Tte Regierungsvorlage wegen Erbauung einer Bahn von R ubes- heimSarnsheim wird genehmigt.

Auch die Erste Kammer trat heute vormittag zU etttrr Sitzung zusammen.

Brand int Berliner Les sing!-The ater.

Am Mittwoch abend gegen 10 Uhr brach int LessinH- Theater während ber Aufführung des Ganghvferschen Stül- kesTob und Leben" im Möbelmagazin ein Brand aus, der alsbald bemerkt wurde. Der ei ferne Vorhang wurde sofort geschlossen und der Zuscha uerra um ohne Zwischenfall geräumt. Als die Feuerwehr nut 7 Löschzügen auf der Brandstätte erschien, schlugen die Flam­men bereits aus zwei int zweiten Stockwerk liegenden Fen­stern. Die Löschung des Brandes nahm nahezu eine Stunde in Anspruch. Bon dem Möbelmagazin ist nur ein Teil aus­gebrannt. Die Bühne und der Zuschauerraum blieben völ­lig unbeschädigt. Verletzt wurde niemand, nur die Ober Gewandmeisterin erlitt eine leichte Rauchvergiftung, er­holte sich aber bald wieder. Die Ursache des Bwcmde-s konnte noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden.

Die innere Kolonisation in Preußen.

Berlin, 13. März. Dem preußischen Abgeordnetenhause ging ber Gesetzentwurf des Gesetzes betreffend die Bcrettstellung von Staatsmitteln zur Förderung der Landeskultur und ber in­neren Kolonisation zu. Darin werben der Staatsregierung ins gesamt 25 Millionen Mark zur Versügung gestellt. Davon smd bestimmt: 12 Mill. Mark zur Urbarmachung von ftskalr,chen Mooren, 3 Mill. Mark zur Ausführung von Meliorationen auf Domänenvorwerken unb anderen Domänengrundstücken, 10 Mill. Mark zur Beteiligung des Staats mit Stammeinlagen bei gemein­nützigen Am'iedlungsgesellschaften. In der Begründung des Ent- murfey wirb darauf hingewiefen, bat; in Anbetracht der gegen­wärtigen F l e i s ch t e u e r u n g für die Vermehrung der Vieh Handlung die möglichst beschleunigte umfassende Urbarmachung bei weiten Öedlandsflächen von ber größten Bedeutung sei.

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Sonntags von 113 Uhr geöffnet. a14/s

Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Vermögen des Gastwirts Friedrich Schneider in Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hie ­durch aufgehoben.

Gießen, den 12. März 1913. b*v8

_________Großherzoglrches Amtsgericht.

Holzverfteigerung.

Montag, den 17. März, vormittaas 10 Hbt kommt in ber Gastwirtschaft von Wilhelm Geller zn (5rumbad) nachstehendes Holz aus dem Kirchen- und Pfarrwald zur Versteigerung:

a) Nutzholz: 402 Nabelholzstälnme mit 115,75 Fstm. In!,.,

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