Ausgabe 
20.8.1913 Erstes Blatt
 
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welch Liszt

Portsmouth, 19. Aug. Ta-5 KanonenbootN a sh- Ville" ist von Naobarnpshire nad; Mexiko abgegangen mit Befelsten, die cs vor einigen Tagen aus Washington erhallen bat.

digung dem deutschen Handel durch eine Mitaktion Deutsch­lands gegen Mexiko erwachsen würde, darauf hat erst kürz­lich die Deutsche Zeitung für Mexiko, eines der dort erschei­nenden beiden Blätter, 'mit logischen Gründen hingewicscn.

Zu diesen wirtsdurstlicken Bedenken kommen aber auch noch rein politische. Line Aktion der Mächte würde, so be­sorgt man, wieder die CKsahr internationaler Berwick jungen heraufbeschwören, wie das schon einmal geschehen ist Ls war im spanisch-amerikanischen Kriege: Am 1. Mai 1898 vernichtete der amerikanische Admiral Dewen bei Ma­nila die spanische Flotte unter Montijo, während das deutsche Geschwader unter v. Dietrichs zum Tckmtze der deut scheu Interessen in der Bucht von Ä^anila ankerte; da ent standen zwischen dem deutschen und amerikanischen Be- fehlshüber Meinungsverschiedenheiten, die von den eng fischen .Kriegsberichterstattern ins ungeheuerliche aufge- bauscht wurden, so daß es in den anglo-amerikanischen Zeitungen, die von Londoner Quellen gespeist werden, so­fort hieß: Deutschland wolle die Philippinenannektieren". Tie gelbe Presse zeterte über das hinterlistige Deutschland, das man züchtigen müsse; ja, einige Blätter brachten schon Artikel mit der Ueberschrift: Krieg zwischen den Berainig- ten Staaten und Deutschland in Sicht? Damals waren es die Tcutsckstimerikaner, die zu Tausenden imAuditorium" zu Chicago aus allen Staaten der Union zusammenströmten, um die furchtbare Gefahr im Keime zu ersticken:Wir pro­testieren mit aller Entschiedenheit gegen die Heyer, die nicht nur Feindschaft zwischen den '-Bereinigten Staaten und dem Deutschen Reiche, sondern auch Unfrieden zwischen den Bür­gern dieses Landes stiften wollen."

Man sieht, die Geschichte ist immer wieder eine Lehr­meisterin. Und man kann es verstehen, wenn der jetzige Präsident der Bereinigten Staaten die Menschenleben m Mexiko am besten dadurch geschützt sieht, daß die Büraer Nordamerikas Mexiko verladen, wobei nur Kosten für die Beförderung bedürftiger Personen entstehen und keine >trieaskosten. Dieser Gedanke ist ebenso vernünftig und menschlich, wie kaufmännisch und echt amerikanisch.

Washington, 19. Aug. Wie mitgeteüt wird, stellt die Re­gierung in Abrede, ein Ultimatum der Regierung Mexikos erhalten zu haben. Brvan erklärt, das; er lediglich eine neue Ablehnung der amerikanisä-en Vorschläge zu einer friedlichen Beilegung b uC Revolution erhielt. £b- wohl die Mitglieder der Regierung über diesen Gegenstand ^tül- schiocigen bewahren, ist es dock, wahrscheinlich, bau die Ablehnung alle Beziehungen zu Huerta aushebt. Der Senat und amtlül-e Krene erklären, daß die Regierung alles getan habe, was em freundschaft­lich gesinnter Nachbar tun könne, ohne seine Macht zu Hille zu nehmen, wofür keine Stimmung vorhanden sei. Das einzrgeIn- 1 e r esse der Bereinigten Staaten bestehe jetzt in dem S ch u tz d c S Lebens und Eigentums. Die finanziellen Berluite könnten durch Entschädigungen gedeckt werden, Menschenleben würden am besten dadurch geschützt, daß die Bürger der Bereinig­ten Staaten Mexiko verließen. Die Regierung erörtert jedoch die Entfernung der Amerikaner aus Mexiko. Für bedürftige Personen sollen die Beförderungskosten bezahlt werden.

New Port, 19. Aug. In einer von 5 Uhr morgens datier­ten Depesche aus M e x i f o wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß die Unterredung in der letzten Nacht zwischen Lind und Huerta zu einem Nnvcrnehmen führte, das darauf hinzrelt, den Abbruch der Beziehungen zu verhindern und die Fortsetzung der Verhandlungen zu ermöglichen, wobei Washington eine vermittelnde Rolle spielen solle. Es besteht Grund zu glau­ben daß die Unterredung, die einen herzlichen Charakter trug, eine Aenderung der Haltung Huertas herbeiführen wird, ungeach­tet, daß die ersten '3d)rittc zum Abbruch der diplomatischen Be­ziehungen b g'.:.- 'K-'n waren , .u nwiiwumM

würbe er ganz wütend; ich kann mich während meines ganzen brei- fährigen Aufenthaltes bei ihm mir drei ober vier solcher Fälle erinnern. Er ging bann im Zimmer auf unb ab und erinnerte mich an Salvini als Stl-ello, wie er zum lef.ienmal im ^cklaf- vimmer Desdemonas wie ein gegangener Löwe hin und her rannte. Liszt war dann schrecklich, sein Gefickt war nnrflid ineph.sto- phelisch, und er schrie: ,^Jch nehme kein Gelb, unb nun kann es mit keinem Geld bezahlen, bafc Sie hierher kommen, um .tfrre Wäsche zu waschen! Ich bin keine Waschfrau, gehen <sic ins Konservatorium, dort ist Ihr Platz?"

Die Eröffnung der Frankfurter Universi­tät. Aus Frankfurt a. M. wird uns mitgeteilt: Die Be­fürchtungen, daß zum 1. Oktober 1914 nur eine Teileröff­nung der Universität stattfindet, treffen nicht zu. Zum genann­ten Zeitpunkt ist die Eröffnung aller Fakultäten zu erwarten, lieber die Anrechnung der in der Akademie für Handels- und Sozialwissenschaften verbrachten Semester auf das spätere Uni- versitäisstudium finden augenblicklich zwischen dem Kuratorium und dem Kultusministerium Verhandlungen statt.

Ein korsisches Museum. In Tastia auf Korsika steht der langerörurte unb immer wieder vertagte Plan der Er- rid-rung eine» Museums korsischer Altertümer jetzt vor der Der- wirllickung Die Irrten Forschungen haben immer eindeutiger bestätigt, daß der Reichtum Korsikas an .Jeugnipen früherer Zivili­sationen ungleich reicher ist, als man bisher anzunehmen pflegte. Seit der neolithischen Zeit haben alle seefahrenden Völker nut Korsika Spuren ihrer Zivilisation hmterlailen. Ter beginnende Bau einer neuen Balmlinie, der Boniracro-Dahn, wird im Ver­lause der Arbeiten allem Anschein nach die Zahl der bisher ge­borgenen Altertümer noch erheblich vermehren.

Gedankensplitter. Ein guter Aufsatz ist ein ttwhl- geordneter Festzug von im Worte gekleideten Gedanken. Mir drängt sich immer der Gedanke auf, datz ein Auvatz mit Di den Fremdwörtern ein Maskenzug ist. Ter Berta,ser, der Seranualter des Maskenzugs, hat bieryi feine Gedanken mit »ylittcr und mm* melnden Schellenkappen, den Fremdwörtern, aufgeputzt.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schast Li lli L e hman n, der das Salzburger Mozarteum schon so viel" zu verdanken Hal es sei nur an ihre Fördesmg bed Mozartfestspiele erinnert bat, wie aus Salzburg gemeldet wird, vem Mozarteum 200000 Mk. mir Vorbehalt des Rentengemmes gestiftet. .

2lus neuen Liszt-Erinnerungen.

«Die Erinnerungen an Franz Liszt, die einer seiner Lieblings schiller, der russische Sttameroirhwfe und Orchesterdirigent Meran der Silott in seiner Muttersprack e ausgezeichnet hat, inackst Sophie .>ttorsunska in beutjdxT Urwerfctznng m derZeifichriN der Zntrn-- nationalen Musikgesellsd.ift .uganghdv -^«utzerorbenNich rcufr balligen Aufzeichnungen geben an ansthaufickes Bild der Perw.n- lickkeit Liszts, wie sie bem jungen Russen encknen, "c smd rach an 3ügcn .ms Lisas Le>en, die Sll-ott aus dem Munde des .Vt eilten, gehört bat, und bepnber* gut gelungen^ist die Darstellung von Franz Liszt als Letzter silott war durch Man Lipsius im Jahre 1883 Liszt vorgeftcllt worden; er war durch Rubinstein im Klavierspiel ausgebildet worden und tollte da- Studium unter Lisst nun ALfckchih bnngen. tic ctje Unter richtsftunde, bei der 25 GcfaUer und Schülerinnen anwefend waren,

Wenn wir Mir Stunde tam.-n, legten wrr untere Musikhctte auf den Flügel, und Liszt suckste aus, was er zu Horen wu nickte Jhir Atvciätide durfte man ihm nickst Vorspielen: seine zweite Rhapiobte, al* die zu oft gespielte, und die Sonate quasi una fantasia non Beetb wen die Liszt seinerzeit unnackahrnlick ausrudrte r.nzt liebte es auch nicht, wenn man das B-rnoll Scherzo von Cho^ui ;um Bonrag brachte; er nannte es dasGouvernanten-scherz'a , und sagte, daß dieses Stück nur von dcmienigen gespielt werden sollte brr die Stellung einer Gouvernante einzunehmen wunfchte. irfle anderen Stücke von Chopin, besonders seine Präludien, horte er mit Genuß an: er verlangte eine poetische, keine ialomnakige Auffassung, und war unzufrieden, wenn man die kleinen Pa,sagen im schnellen Tempo spielte das nannte er einekonservatorifche Auffassung". Liszt hielt Chopin für den einzigen Main er poeten unb sagte, daß ic£>? Note Chopinseine vom Himmel gefallene Perle" sei Er erzählte von Chopin:Wir waren sehr befreundet mit ihm: er mar als Musiker wie auch als Mensch eine feine, spröde 9latur. Er liebte mich als Pianisten, tagte aber, baü er einige Stücke, wie z. B. die F-moll-Etude op. 2d bei,er als ick Wiele. Ick scklug ihm folgende Wette vor: wir laden unsere gemeinschaftlichen Freunde ein, und feder von uns spielt die Etüde im Nebenzimmer: unsere Gälte willen, ohne den Künstler zu leben, entscheiden, wer zuerst gespielt habe. Qbopin aing Darauf ein Die Freunde versammelten sich, wir 'vielten rm Nebenfi nnner die Erud.' vor, zuerst ick,.dann Chopin. Als wir b-rau -famen, sagten alle einstimmig, bar, Chopin zuerst ge spielt habe. Chopin wollte es aber nicht zugeben:xu fpreist es doch anders, als ich"

Ich war es, der ihn mit George sSand bekannt machte Als ihm die Hand reichte und die gewöhnlichen Liebenswürdig­keiten sagte, bemerkte ick, daß das Gcftckl Chopins ,'ich wie vom Blitze gerronen veränderte . . . es dünkte muh, daß ich etwas Verhängnisvollem beiwohnte . . . Armer Chopin? Seine ideale Natur hielt nickst stand . . . Später, nach allem, was borge- fallen war. nack dem Tode Chopins, frühstückte ich einmal mit Georges -and: ick sagte zu ihr:Ihretwegen find Müsset und mein Cbovin zugrunde gegangen, ick aber, wie Sie sehen, habe mid) gehalten und lebe Gott sei Dank nach . .

Liszt schalt wst gar nicht. Er hatte nur den Lieolingsausdruck gut". Er sagte es aber rnanckmal mit solchem Tonfall, daß man kein anderes Dort kränkender empfinden konnte, als dieses Eine stärkere Aufregung gegen den Ausführenden drückte er nut Den Dorten aus: ,Zch Tenne ein halb Dutzend Pianisten, welche cs ebenso spielen, aber ich kenne noch ein halb Dutzend, welche es besser als c'vc spielen." Noch schlimmer war es, wenn er tagte: das spielt sogar die Prinzessin (Elisabeth, Tocher des Grvßberzogs von Weimar, fetzt Herzogin von Msüettburg) bei ser. Manchmal

warum gegen Mexiko nichts geschieht.

Die Mission des Sondergesandten der Vereinigten Staaten, Mr y i n b , in Mexiko ist fehlgrschlagen. Präsi dent Huerta hat jede Vermittlung oder irgendwelche ähn­lichen Vorschläge von Seiten einer auswärtigen Macht ab gelehnt. Merkwürdigerweise versichern aber die amtlichen Kreise in Nordamerika, daß leine Stimmung dafür bestehe, gegen Mexiko dieMachtzuHilfe-zunehmen

Wie erllärt sich dieses Rätsel von Washington? Welche Grunde haben Herrn Wilson und seinen Staatssekretär Brßan bewogen, auch jetzt noch nicht gegen Mexiko vorzu­gehen? Man erinnert sich dabei, wie die Truppenkonzen tration der Amerikaner während der Revolution von 1911 an der mexikanischen Grenze, die 20 000 Mann umfassen sollte, mit einem großen Fiasko geendet hat (J:- war der amerikanischen Regierung nicht möglich, auch nur 800" Mann zusammenzubringen. Es kamen dabei Fälle vor, daß irgendein Truppenteil seinen Bestimmungsort nicht errei chen konnte, weil sich der Führer nicht mit der betreffenden Eisenbahngeseltschast über die Beförderung seiner Truppe einigen konnte, Zustände, die nach unseren deutschen Sc- griffen nicht denkbar sind. Die Friedensstärke £er ameri kaNischen Armee besteyt aus ßO 000 Mann, die über das ganze gewaltige Gebiet der Union verteilt liegen. Es sintz 25 000 Mann Infanterie, 12 700 Mann Kavallerie und 5200 Mann Artillerie, wozu noch Mstenartillerie und Train kommen. Dieses kleine Heer ist derart zersplittert, daß man die letzten Reserven berbeiholen müßte, um 20000 Mann nach Antonio in der Nähe der mexikanischen Grenze zu konzentrieren. Die Ausstellung eines amerikanischen Ge schwaderS m Galveston wäre zwar seichter, aber bei ecr großen Entfernung von den Landtruppen unwirlsam. Die etwa auszubringenden Nordamerikas chen Truppen wären jedenfalls nichts gegenüber der mexZtanischen Heeresmacht, wenn es gelingen sollte, diese Mackft, Regierungstruppen und Rebellen in die derzeitige antiamorikanische Stimmung mitzureißen?

Bei der allgemeinen Wehrpflicht in Mexiko besteht nämlich dort ein sehr beachtenswertes Aus'bebot. Im Frie­den sind rund 27 000 Mann auf verhältnismäßig kleinem Gebiet konzentriert unter Waffen. In der ersten Reserve sieben 28 000, in der zweiten 15 000 Mann. Die Kiftegsstärke beträgt 60000 Mann Infanterie, 15 500 Mann Kavallerie, -JIM Mann Artillerie. Diese Truppen stehen nicht etwa auf dem Papier! Tie Kriegsflotte Mexikos ist allerdings fdnvadi und lomnu nicht in Betracht. Aber umsoweniger könnte eine sremde Flotte auf Mexiko einwirken. Ja, das Erscheinen eines ausländischen, ja selbst mehrerer Kriegs­schiffe vor Beraoruz hat so wenig praktischen Werk, daß auch andere Nationen nachgerade eingesehen haben, wie viel man mit solchen Maßregeln verderben, wie wenig man gutmadH'n kann Ein aktives Einschreiten einer einzelnen europäischen Macht würde zweifellos zunächst die größte Schädigung der betrefsendeu Kolonie an Gut und Leben zur Folge haben und dürste von einer Nation, ohne Schä digung ihres Ansehens, nur bann eingeleitet werden, wenn sie von vornherein gewillt ist, erforderlickfensatls die äu­ßerste Konsequenz zu ziehen und genügende Truppenmafsen nad) Mexiko zu werfen Gewiß, die deutsche n Handels- und Mturinterenen in Mexico stehen an bntter Stelle gleich nach denen der Vereinigten Staaten und Groß britanniens, beinahe das gesamte Einwanderungsgeschäft liegt beispielsweise in deutschen Häudeii. Aber welche Scha-

Dic Türken lassen nicht loder.

So stramm auch französische Blätter gegen das Dor- rücken der Türken Einsprudi erhoben haben selbst tn Konstantinopel, bei der türkischen Regierung, macht das nicht mehr viel Eindruck, geschweige denn bei den türki­schen militärischen Machthabern. In Sofia vermutet man, daß die Griechen mit oen Türken im Einverständnis ftänben, und wieder erfdwllt ein Hilfeschrei ans der Stadt Ferdi­nands an die CKoßmächte. Diese haben zugleich aber aud) wieder eine türkische Note über bulgarische Grausam­keiten erhalten Cb Rußland irgend etwas zu tun gedenkt, müssen die nächsten Stunden zeigen Tie türkischen Trup­pen, die vorläufig sich abwartend verhalten, werden im Falle ruf)ifd)er Passivität vielleicht noch dreister vorrücken Wir erhalten folgende Meldungen:

Sofia, 19. Aug. ('Jlgcnce Bulgare.^ Die türkischen Truppen haben gestern nach nnnn lebhaften Gefecht mit der kleinen bulgarischen Garnison den £rt Kutschukawak endgültig besetzt. Tic ni u f e l ma ni sche Bev ö l kern ng der Gegend bat sich der türkis chen Armee a n g e s cklo s ,e n , Üd) bemannet und unter den bulgariidym Soldaten und der bul­garischen Bevölkerung ein Blutbad angericktet. Die bulgorifdw Regierung bat die Aufmerksamkeit der Vertreter der Mad?:e out diese TaNaär? gerichtet, und von neuem darauf gedrungen, datz bet der Wiederbest-tzung brr Gebiete durch die Bulgaren die aus­ländischen Milttärattadiees atiwesend sein möchten, denn man bat hier sid>er^Informationen, daß die griechischen T r u v p e n den Türten die Crtschasten nennen, die sie zu räumen bcabuditiqen, damit die Türken sie dann nach ihrem Abmarsch besetzen können

DieVossiscke Zeitung" schreibt: Tie bulgarische Regi-'rung Erhielt die Mittcllung, daß Ccftcrreid) den übrigen "Machten einen bestimmten Vorschlag gemacht habe, um die Türten zur Räumung Thraziens zu veranlassen. Weiter- hin erhielt sie die Berständigung, daß die rumamichen Truppen bis zum 28. August aus Bulgarien zurückgezogen sein werdet, und daß die riimänisch,' Regierung bereit sei, alle von den Truppen dort angericktettn Schaden in der von den Ortsvorstehern icftgclten- len Höhe zu bezahlen.

Tie türkische Stimmung.

Konstantinopel, 19. Aug.Tanin" verweist auf die schwierige Lage, in der sich die Türkei befinde, indem sie gezwungen sei, -ihre Armee auf dem K-riegsfuße zu er­halten, während die Dakkanstliatcn demobilisierten Tas Blatt empfiehlt der Pforte, sich unmittelbar an Bulga-- rien zu wenden, um die Adrianopcler Frage zu löten und die Liste der übrigen Forderungen zu überreichen, na­mentlich auch bezüglich des Schutzrechts über die Muieß manen jenseits der Maritza. Die Türkei solle alle Mittel versuchen, um die .Unterfertigung der Prototdlle zu erlangen. Wenn Bulgarien nicht Vernunft annehme, so würden sich Mittel finden, sie ihm beizubringen. Bulgaricu sollte Ka- vala und Monasttr zu nehmen trachten, von Mriagiopel nur zu träumen, sei Wahnsinn.

Eine Adrianopeler Abordnung in Petersburg.

Petersburg, 19. Aug. Eine Abordnung von Ein­wohnern Adrianopels ist gestern hier eingetroffen und hat fidi noch am gleichen Tage ins Ministerium des Aeußern begeben, wo sie von dem Sektionschef für orientalische An­gelegenheiten, dem Fürsten T r u b e tz k o i, empfangen wur-

Nr. M Erstes Blatt ' 165. Jahrgang Mittwoch, 20. August 1915

Wietzener Anzeiger

p0Uhld)enteil: Muflult

MW General-Anzeiger für Gberheffen DSM

Annahme »au Antigen RotationsörutT und Verlag der Vrühl'schen Umv.-Vuch- und Zteindruckerei N. Lange. Redaktion, Expedition und vrnckerei: Zchulftrahe 7. Lanl!'': den bis Geschästrstelle Büdingen, Bahnhofstraße |6a. Anzeigenteil: H. Beck.

scküldcrt Siloti folgendermancii: . nnk

Nacklrer ließ Lmt mich flxeten. ^zck nng an, unv nackHenl ich zwei Tafte der Ballade 'As dur von Chopin' ge- spielt batte, unterbrach mich Lrs»1 mit den W->Ncn

Sie feinSitzl'ad" auf der enten Note", und sagte mir, mrc idi auf es einen großen Akzent mache. Ick war Eunt und ah ibn vcrblüfit an. Liszt läd^.tc sicmti« unb rnghüali^ nisck:5i fignorc, si fignorc'. Ich iptelte ^cnx

häufig an und spielte selbst einige hätte Zch iab

Klavier auf - als ob lernand mich be-mrbert hatte^ ^ck ' Liszt an und fühlte, daß sjck etwas in nnt ^J 'nÄÄ Ä L"7ch n-ch vor lebten SiufnHU. JftÄ

Uu^nti unb ichiiÄn diese Stunden rol^cnbcrmaBen: SiltqaT^me Sinnden in derArt.wie M?N N'itch newebn- T. r Er saß entweder neben dem edmlcr ober stand

iinh »ein G-sickst drückte alle Nüanccn aus, die er zu W?r thm, urw lei )-na Monate untorrickstete er mick

^gen wünsch^ Kur bw erm v..a besonders großes

Äe^St/iSS alto am Morgen vor Ick konnte das urr natti, iv h [ rch nmrie alles, was ick aus-

ÄnrtStt. und kennte deödoir die i--n-e Zett Stt-d» ^rn-d! t Ai-nrhtcn r?t1' ibraiterung, welcke ick von mncni Gerrckt a.I.s, wS der Dell zeigen können. Denn der ^dmlcr < tStaS.r cX sein OM: tndand er sie aber

S fckllmrn für ihn. Lis-7 sagte nur, dar er dernienigcn, i Äng an nichts verstehe, auck nichts erflarcn fonne. .ab nichts auf, jeder fonntc das imtneren, nxu» er wollle.