Aus Sla-t und Land.
Gießen, 15. 9(p eil 1913.
** Di e hessische H a n d w e r k s k aniin er Mreibt uns: Von den Maßnahmen, die zur wirtschaftlichen Kräftigung d e§ H a ndwcrkc r standes in Hessen vorl der Handwerkskammer Darmstadt ergriffen wurden, ist an hervorragender Stelle die Errichtung der hessischen Ha ndwerker- Z e n t r a l g e u o s s e n s ch a f t A. - G. zu nennen . Diese Einrichtung, die bisher eine überaus segensreiche 2? ir ff ff m Feit ent- . faltet hat, will auch den kleineren Handwerksbetrie'ärn die Bortcilc i eines sachgemäßen Bezuges aller Bedarfsartikel v.ilhaftig machen. i Zu den Hauptaufgaben der Genossenschaft gehövr der Bezug von I Kraft- und Werkzeugmaschinen sowie auch Weckungen aller Art !und zwar für jeden Handwerkszweig. ?lber auth mit Ratschlägen [in allen die technische Seite eines Handwerkszwi/iges berührenden [Fragen dient die Gcnosscnsäiaft den Interesse,-ten, sie ist daher für jeden hessischen Handwerker die vorteilhafteste, billigste und I seine eigenen Interessen am meisten bcrücffirhtigcnbc Bezugs- • anclle. Da außerdem die Genossenschaft auf Ansuchen Kostenvoranschläge für zu besäwffende Maschinen kostenlos fertigt und > in jeder Weise sachverständige Auskunft erteil/,, kann jedem hessischen Handwerker die Benutzung dieser Einrit »tung nur dringend enrpfohlen werden. Ebenso werden aber a-i zd) die Handwerker gebeten, die Handwerkerzentralgenossenschaft fst-G. zu Darmstadt auf jede sich bietende Gelegenheit aufmerksam zu machen, bei der 'sie zum Wohle des Handwerks sich nntzbrinu.-end betätigen kann. Mit dieser Maßnahme hat die hessische 5', a n d w e r k s k a m - mer, wie die Ergebnisse dieser auf gemeinnütziger Grundlage beruhenden Einrichtung bar tun, einen volle/! Erfolg zu verzeichnen, der, auch in anderen Bundesstaaten anerkannt, zu ähnlichen Einrichtungen in verschiedenen Teilen des Reiches geführt hat.
** Der Landesverband der Friseure von Hessen und Hessen-Nassau hält in Mainz am 21. April seine zweite Landesverbandsversammlung ab. Die Innung Meinz stellt den Antrag, der Verband möge die Handwerkskammer veranlassen, bei den nirht vereinigten Kollegen mehr Kontrolle zu üben, datz Lehrverträge ausgestellt und die ausgelernten Lehrlinge zur Gehilfcnprnfuug angehalten werden. Die Innung Worms beantragt, die Lehrzeit auf 3l/2 Jahre festzusetzen. Die Innung Darmstadt-Land ersucht den Landesverband, bei der Handwerkskammer vorstellig zu werden, daß der theoretische Teil der Meisterprüfung einheitlicher im Groß- Herzogtum Hessen gehandhabt ronb.
** Postausweiskarten im Verkehr mit 'Spanien. Bon den deutschen Postanstalten werden fortan bei der Aushändigung von Postsendungen auch die seit 1. März von der spanischen Poftwerwaltung ausgegebenen Postausweiskarten als vollgWige ^vsweispapierc angesehen. Das gleiche ist bereits der Fyll gegenüber den in Oesterreich, Belgien, den Niederlanden^ Schweden und Serbien ausgestellten Postausweiskarten.
Landkreis Giesicn.
= Garbenteich, 1-L April. Am Samstag feierte der Konsumverein Garbe'.ttei ch den Tag seines 25 jährigen Bestehens unter so zahlreiche.' Beteiligung seiner Mitglieder und deren Frauen, daß der Saal der Gastwirtschaft „Zum weißen Roß" die Festteilnehmer kaum zu fassen vermochte. Nach Erledigung des geschäftlichem Teiles der Hauptve-sammlung, in welcher der seit Gründung, an her Spitze der Genossenschaft stehende Direktor Briegr.l in gewolmter klarer Weise zum 25. Male den Jahresberi6/t erstatten, begrüßte das Borftands- mitglied Wallbot die Mitgli/eder und Gäste und schilderte den Ent- wiclelungsgang des Vereins, der, aus kleinen Anfängen heroor- gegangen, heute zu großer Blüte gelangt ist. Ter seit der Gründung ununterbrochen an her Spitze stehende, nunmehr 83 Jahre alte Direktor Briegel wurde zum lL^xendirektor, die Herren Gilbert Schmidt, ft'rmraiy Keßler und »Vranj Stumpf, die dem Aufsichtsrat und Vorstand ebenfalls seir 2ö Jahren angehören, zu Ehrenvorstandsmitglik.'dern ernannt. Den Jubilaren überreichte die Tochter des Lagerhalters Sß^rum, der mit seiner tüchtigen Fran nun awrh idjon feit 23 Jahren zu allseitiger Zufriedenheit die Verksurfsstelle führt, im Namen des Vereins je ein prächtiges Ehren diplom. Im Namen der Iubilare dankte Direktor Briegel und versprach, auch fernerhin bis zum letzten Atemzuge der Genossenschaft treu zu bleiben. Einer der Gäste dankte für die Einladung und brachte sein Hoch aus auf Aufsichtsrat und Vorstand.
— Hungen, 14. April. Zur goldene Hochzeit der Eheleute Landwirt Ge.org Köhler II. hat der Großherzog em Glückwunschschreiben und sein Bild gesanrft
Kreis Büdingen.
-b Tübingen, 14. April. Hier starb am Sonntag mittag der Metzgermeisier und Gastwirt Ludwig Treser im Alter von 73 Jahren. Sein guter Humor, der ihm bis in sein hohes Alter eigen war, hat seine Wirtschaft weit und breit bekannt gemacht. Der Verstorbene gehörte lange Jahre dem Gemeinderat an, auch war er Mitbegründer des seit 1861 bestehenden Turnvereins Büdingen.
zft: Nidda, 14. April. Gestern abend veranstaltete in Krafts Saalbau der Gemischte Chor unter Leitung des Lehrers Bopp wieder ein Konzert zum Beste.'! des Vereins Krankenpflege. Es wurde vorgeführt Germanias Nhein- wacht, Bilder aus dem Krieg 1870/71. In sieben Gesängen für gemischten Chor, Baritonsolo, Knabenchor mit Klavierbegleitung und verbindender Deklamation würbe der Gang des Krieges von Beginn bis zu Ende vor Augen geführt. Tie Dichtungen waren von Goethe, Freiligrath u. a. Das Programm wurde sehr gut durchgeführt. Besonders verschönt wurde das Konzert durch die Teilnahme des Toppelquartetts des Offenbacher Turnvereins, das schon einmal die Zuhörer zu begeistertem Beifall, sortgerissen hatte. Besonders sind hervorzuheben die Volkslieder: Der Deserteur, Morgenrot, Lützows Jagd und andere. Der große Saal war bis auf den letzten Vlatz besetzt. Oberst Weimer sprach allen Mit- ivirkenden den Tank der Anwesenden aus.
Nidda, 14. April. In der Nacht von Samstag auf Sonntag erfroren bei 4 Grad R. unter Null alle Blüten; Kiischen, Birnen, Pflaumen sind verloren. Obes denAepfeln geschadet hat, ist eben noch nicht zu ersehen.
□ Büches bei Büdingen, 13. April. Das Besitztum des H. Eckert dahier, oberhalb des Erbacher Hofes gelegen, ging durch Kauf an Fürst von Psenburg über. Die Mühle geht nunmehr ein und das Gelände wird dem Erbacher Hof zugeteilt. Die Wafferkraft soll zur elektrischen Lichtanlage Verwendung finden. Der Preis nebst totem und lebendem Inventar beträgt 92 000 Mk. Mit der Umänderung der Gebäulichkeiten wird alsbald begonnen. — Die Anlage einer Sammel-Abdeckerei im Kreise Büdingen ist gegenwärtig wieder Gegenstand von Verhandlungen. Für Stockheim und Ranstadt, so ziemlich im Mittelpunkt des Kreises gelegen, war die Anlage früher dem Abschluß nahe, allein am Widerstand der Gemeinden und anderer Interessenten scheiterte die Ab- sicht. In der Gemarkung Bleichenbach hat man sich nun an verschiedenen Stellen nach einem passenden Platz umgesehen: die Verhandlungen smd noch im Gange. .
Kreis Friedberg.
L Friedberg, 13. April. Das städtische Schwimmbad, eines der schönsten des Hessenlandes, wird von Monat zu Monat fleißiger besucht. Mit dem Lehrerseminar hat der Aufsichtsrat jetzt einen Vertrag geschlossen, nach welchem die Seminaristen für eine Karte zu 9 Mark beliebigen Gebrauch von den Bädern machen dürfen. — Unter dem Vorsitz von Frau Bürgermeister Stahl hat sich ein Ev.Frauen- v er ein gebildet, der durch Wort und Tat zur Belebung ev. Sinnes beitragen will. Besonders die Erbauung eines en. Vcrcinshauses will er fördern. Das Kapital dieses Hauses beträgt eben 15 000 Mark.
-1 Ilbenstadt, 13. April. Gestern fiel hier das Kind des Landwirts Stütz beim Spielen in die Jauchegrube. Bewußtlos zog man das Kleine wieder heraus und den Bemühungen des Dr. Adler von Nieder-Florstadt, der mit dem Motorrad sofort zur Stelle war, gelang c5, durch gründliche Magenausspülungen und künstliche Atmungsversuche das Kind wieder ins Leben zurückzurusen.
-1 Nieder-Florstadt, 13. April. Am 15. April wird hier ein Konsumverein ins Leben gerufen, dem bisher 95 Mitglieder mit 30 Mk. Einlage beigetreten sind.
m. Nied er -- M örl en, 13. April. Nachdem erst vor emi- gen Wochen ein Junge einem anderen ein ?luge ansgcwarfen! bat, traf gestern abend ein Junge feinen Spielkameraden mit einem Stück Blech derartig an den Kopf, daß sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. — Anfangs der 60 er Jahre wurde die jetzige Synagoge in der Alieestraße erbaut, zu einer Zeit, als Bad-Nauheim noch keine 3000 Kurgäste hatte. Jetzt haben irrir 35 000 Kurgäste, wovon etwa 6000 Israeliten sind und eine ständige Gemeinde von beinahe 300 Seelen. Ter Vorstand der israelitischen Gemeinde hat sich deshalb entschlossen, einen Neubau zu errichten, für den der alte Salinen- zinnenhos in der Karlstraße in Aussicht genommen ist. Der Vorstand steht gegenwärtig wogen Ankaufs des Platzes mit dem Ministerium in Unterhandlung, da er staatliches Eigentum ist.
m. Bad-Nauheim, 13. April. In der am Samstag abgehaltenen Monatsversammlung des Militärverems „H a f f i a" ivurde der Antrag des Verbandsvorstandes, das Vereinsorgan obligatorisch für jedes Mitglied einzuführen, abgelehnt, ebenso der rceitere Antrag, im Falle der Ablehnung des ersten Antrages, von jedem Mitglied jährlich 60 Pfg. für die Drucktasten des Blattes zu ■erbeben.
m. Steinfurth, 13. April. Heute sand unter dem Vorsitz, des Medizinalrates Dr. Bogt (Butzbach' im „Darmstädter -Hof" der Bezirkstag des Kriegervereinsbezirks Butzbach— Bad-Nauheim statt.
Starkenburg und Rhein Hessen.
m. Offenbach, 14. April. Bischof Dr. K i r ft e i n spendete am Sonntag den 510 Firmlingen der Offenbacher Pfarreien die Firmung. — Die Einweihung der neuen St. Marienkirche, die mit einem Kostenaufwand von über 300 000 Mk. nach den Plänen des Kirchenbaurates Professor Ludwig Becker-Mainz in der Bieber er strafte errichtet wurde, soll am Montag, 30. Juni, eingeweiht werden.
h Keiner bach, 13. April. In einer der letzten Nächte mürben an der Naunheimer Landstraße durch Bubenhände zahlreiche Ob st bäume abgebrochen
Heffcn-Nassau.
Bad Homburg v. d. H, 13. April. Bei der Gedächtnisfeier, die am 2. Mai für den bei Groß- Görschen gefallenen Prinzen Leopold von Heffen-Homburg hier ftattsindet, soll die Homburger Jugend mit einer Silbermünze bedacht werden, die auf der Vorderseite das Brustbild des Prinzen und auf der Rückseite den Lcopoldstcin trägt. Für besondere Zwecke werden einige Münzen in Gold geprägt.
fc Wiesbaden, 13. April. Die Südwestdeutsche und Niederrheinisch-Westfälische Vereinigung für Kinderheilkunde hielt heute im Kurhaus ihre diesjährige gemeinsame Tagung bet gutem Besuche unter Vorsitz des Dr. Lugen- bühl-WieSbaden ab. U. a. hielten Vorträge Dr. Göppert- Göttingen über „Zur Pathologie des Schnupfens im Säuglingsalter-, Dr. Bauer-Düsseldorf über „Behandlung der Diphtericbazillenträger" und Dr. v. Mettenheimer-Frankfurt a. M. über „Zur klinischen Diagnose der Luescongenita mit besonderer Berücksichtigung des NöntgenbildeS". Die Teilnehmer der Tagung besichtigen sodann das Säuglingsheim der Paulinenstiftung, sowie das neue Weltkurbad „Kaiser Friedrich-Bad".
# Dillenburg, 13. April. Das durch die Geschwister Gail gestiftete Grenzmal wurde dieser Tage auf dem unteren Schloßhof bei dem Wilhelmsturm aufgestellt. Die 65 Zentner schwere Säule ist aus nassauischem Marmor her- gestellt und trägt im Relief den nassauischen Löwen und die Inschrift „Herzogtum Nassau". Sie stand ehemals — wohl von 1815—1866 -— an der preußischen Grenze an der Kalteiche oberhalb Allendors.
F.C. Limburg a. d. Lahn, 13. April. In der Frühjahrssitzung des Vorstandes des „Mittelrheinischen Pferdezuchtvereins" ivurde beschlossen, die 51. Haupt- stutenschau mit Preisbewerbung und die Generalversammlung des Vereins am 13. und 14. Juli d. I. hier abzuhalten. Weiter wurde eine Mitteilung des Magistrats bekanntgegeben, wonach dieser beschlossen hat, neben den bestehenden Rindvieh- und Fruchtmärkten auch Pferdemärkte in Limburg einzuführen im Interesse der Landwirte in der Lahngegend, des „Goldenen Grundes" und des Westerwaldes.
vermischtes.
* Der arme Kapitalist. Der ungarische SckTriflftefler Geza Bartos erhielt eines-Mbrgeus den Besuch des Pf.urdungs- kommissars und des diesen begleitenden Mvokalurbeamten. Sie wollten wegen einer.Schuld-von 30 Kronen den letzten Anzug und die silberne Uhr des Schriftstellers pfänden. „Meine Herren," sagte Bartos, „Sie werden doch auch zwanzig Kronen nehmen." — „Gewiß," antwortete der dldvokaturbeamte, „aber nicht einen Heller weniger." — „Dann bringe ich Ihnen sofort die zwanzig Kronen. Belieben Sie $u warten." Und Bartos nahm Zvlinder- hut und Stock, um' bei seinem Freunde Mickyrel .^ßervelv, der Tags zuvor trom „Pesti Hirlap" für rin Feuilleton 20 Kronen bekommen hatte, das Geld zu borgen. Als er ain die Strafte trat, kam gerade ein Zug von Demonstrant^! vorüber. Ter erste, der Herrn Bartos sah, trieb ihm den Zylinder bis Über die Ohren ein und scknie: „Nieder mit der besitzenden Klaffe!"
* Der Geschäftsman n. „Kellner, urachen Sie das Fenster auf; ich ersticke vor Hitze," ruft ein Gast im Restaurant, der soeben gespeist hat. „Feitster zulassen, Kellner; ich sriere!" protestierte ein anderer, der sich eben zum^ Essen nieder setzt. Der Kellner zögert. Aber der Wirt löst das Problenr, indem er sagt: „Gehorchen Sie dem Herrn, der noch nicht gespeist hat."
Kleine Tageschronik.
Die aus Sand iv ei er gemeldeten Gvfrantungen infolge des Genusses von verdorbenem F l e i j el; haben in der 23 Jahre
alten Frau Des wleygermemers Ulrich em, weiteres O p \ e t gefordert.
Im Betriebe der Zeche General Blumenthal in Reckkings- b a in e n platzte der Kessel einer Grubenlokomotive. Durch die umcherfliegenden Eifenstücke wurde ein B e r g m a n n getötet und ein zweiter schwer verletzt.
Ter Dampfer mit der Leiche Morgans ist in New Bork ein getroffen. Ter Sarg wurde nach dem Morgansck)eii Privatmausoleum gebracht.
Hairtburg, 12. April. Tie H aniburg-Dmerika- Linie hat zur erfolgreichen,Durchführung ihres Vertrags mit der preußischen Regierung, der das Anlaufen mehrerer Tampferlinieu in Emden vorsieht, einen bedeutsamen: Schritt getan. Dio Heranziehung von Verkehr für diese Linie unb die Hebung des ganzen Emdeirer Platzies hat im wesentlichen zwei Voraussetzungen, einmal die Benutzung dieser Tampferlinien durch die rheinische westfalische Industrie, sodann die Entwicklung 'eines Platzgeschäftes in Emden. Beiden Zwecken soll die durch die Hamburg-Alnerik.a- Linie soeben vorgenommene Begründung der Emdener Verkehrs-G es ell s chaf t-A kt i e n g e se ll schaf t dienen. Tie mir, einem Kapital von 3 Millionen Mark ausgestattete Gesellschaft hat ihren Sitz in Emden und zum Zweck laut Statut die Betreibung von Handelsgeschäften jeder Art zur Hebung des Emdener Verkehrs. Tie Gesellschaft wird natürlich die Verrrecung der Hamburg-Anrerikä-Linie in Emden übernehmen, sich aber daneben durch eigene Tätigkeit: oder Förderung anderer llnterneb'm'intgen die allgemeine geschäftliche Entwicklung Emdens angelegen sein lassen. Führende Persönlichkeiten der rheinisch- tveftmlischen Industrie hoben sich bereit erklärt, das Unternehmen durch ihren Eintritt in den Aufsichtsrat zu fördern.
Martte.
ließen, 15. Avril. Marktbericht. Ank beuftqent Wochen- morlte kostete: Butter bas Piund 1,20—1.30 A.'k^ Hühnereier 1 Stück 7—0 'l ia., 2 Stück 15 Pfg., Enteneier 1 Stück 8—0 Psg., Gänfeeier l£t. 12 Pf., Käse das Stück 6—« Bfg., Kasematte 2 Stück 5—6 Bfq., Tauben pr Br. 0,80—1,00 Mk^ Hükmer.,pr. Ct. 1,00—1,60 Mk., Lahnen r>r. Srück 1,50—2,50 Mk„ Enten pr. Ct. 2,00—3,00 Mk. Gänse das Pfd. 70—80 Psg^ Ochsensleifch pr. Pfd. 92—100 Wg.' llllndsleiseli pr. Pfund 90—94 Pfg., Kuhfteifch 80 Psg^ Schweine. fleisch pr. Pfund 84—100 Pfg^ Kalbfleisch vr. Pfd. 94—98 Pfa., fianune(fleifd) pr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. luO Kq. 5.00 bis 5^0 Aik^ Weißkraut das Stück 00 bis 00 Pfg„ Ziviebeln per Ztr. 0,00—0,00 Alk.. Milch das Liter 22 Pfg^ Nüffe 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk- Birnen das Pfund 12 bis 15 Pfg., Aepfel der Zentner 15 bis 25 Mk. Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.
Geschäftliches.
Das Korfektenllaus Gustav Aron, das kürzlich fein 25jahngcS Bestehn: beging und aus diesem Anlaß ein eigenes Geschäftshaus Seltersweg 71 erwarb, ist nunmehr in feine neuen, modern ungestalteten Räume übergosiedell. Die Front des Ladens ist nach einem1 Entwurf des Architekten Hans Meyer gestaltet und die einfach, aber vornehm durch geführte Eisen ko n strnktion wurde vvn der kunstgewerblichen Wertstätte A. Graefe n. Co. G. m. b. H. hergeftellt. Wirkungsvoll tritt hierbei die llmstvolk in Bronze aus geführte Tür in die Erscheinung. Bedauerlich bleibt es. daft die ursprünglich zur Genehmigung nachgesuchte Fassade, welche die häßlichen, schweren Steinpfeiler des Hauses verdecken sollte, ttnb die geplanten Kupferdächer über den Eingängen von der städtischen B a n d epn t a t i o n nicht ae- nehmigt wurden und zwar aus recht kleinlichen Gesichtspunkten, Die man in anderen Lriädten nicht walten läßt, wenn ein Bauherr eimwal außerordentlich Schönes undMirkungsvolles schaffen lassen rvill. Es wäre im Interesse unserer Geschäfts straften überhaupt zu wünschen, wenn in die Bauabteilung unserer städtischen Verwaltung ein anherer Geist einzvge, damit der Gestaltungskraft der heimischen Arckütektenlein freierer Spielraum bei Läden ,. Neu- und Umbauten gelassen würde als bisher. Tie Art und Weise, wie in Gießen alles, aber auch alles verneint wird, was sich nach dem Buchstaben von veralteten läutschuckartig gestalteten BaubestimtMlngen mir verneinen läftk, fordert gevadezti zu einer Kritik heraus, bei welcher die Männer in der Baudeputation gerade nicht mit Ruhm abschneiden, und dabei steht an der Spitze unserer städtisihen Verwaltung ein Kgl. preußischer Regierung s bauml et ft er. w.
Meteorologische Beobachtungen der Station Eietzen.
Höchste Temperatur am 13.
Sliebvigfte „ „ 13.
Niederschlag: 0,0 mm.
April
1913
Barometer auf 0° rebujievt
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relatwe Feuchtigkeit
14 2’6
750,6
7,0
36
48
14. 9»
750,8
12
37
75
15. 7St
750,7
— 2,0
3,7
94
Windrichtung
Windstärke
Grad der Bewölkung in Zehntel der stchtb. Hiinmelsfl.
Wetter
W
2
6
Sonnenschein
NW
2
3
heiterers?immel
still
still
5
Sonnenschein Reis, Dtltist
bis 14. April + 7,4" C. , 14. „ = — 4,9 »U.
Ich brauche morgeas eine volle Stande, • ■ ehe ich den Hals leiblich frei bekomme, wenn ich einmal meine ■HÄ Sodener nicht zur Hand habe. Benütze ich Soden. — ich gebrauche WM I ans ächte Soden., weil bieauö b.Gemeinbe-HeillmeU. stammen. ----- bic zur Kur gebraucht werb. — bann schafft mir eine etnziaePastille ~~~~ volle Erleichterung, u. in einem Viertclstünbch. ist bic Kehle rem. WA Fays ächte ©oben, kosten 85Pf. u. sind überall zu haben. — Besonb. JÖH Kennzcich.:Der Name »Fay" u. weißer Kontrollstreifen m. amtl. -----Bescheinig, des Bürgermeister-Amtes Bad Soden a. T. lss13/r>
Bioson gibt Appetit und kräftigt. Ick gab Bioson zur Stärkung meinen beiden sehr nervös^ veralt lagteu Kindern. Nach und nach stellte sich ein gesunder Avvetit ein und der Magen war bald so gekräftigt, daß auch die früheren BerdauunaSbesckwerden nicht mehr cintraten. Frau Car! Leuckt, Ludwigsburg, Pflugfelderftraße 50. Unterschrift beglaubigt: 13. Januar 1913, K. Bezirksnotariat. Bioson nur echt in großen Paketen ä Mk. 3— in Apotheken, Drogerien.
Die Jugend ergriff das Panier. Mit heller Begeisterung warf sie sich dem Sport in die Arme, alle Säumigen mit sich fortreißend. Heute triumphiert König Sport über alle seine Gegner. Etwaige Ermüdung und Schlappheit beseitigt der Sportsmann durch die echten Kola-Pastillen Marke Dallmann (Dallkolat). 1 Schachtel Dallkolat Mk. 1.— in Apotheken u. Drogenhandlungen. [Ds»/;t
Jedenfalls in der Univcrsitäts-u.Hlrsck-Avothekc. Ferner: Adler Droa., Eentral-,Kreuz-,^owen- u. Germania-Droa, san'ie Ernfl NoU.
Schon anno
18
war eg, als nebenstehende Schutz für Upotheker Schweizerptllen kam. — abmungen. — A. - <S Richard Brandt,
Marke unter gesetzlichen Richard ÄrandtS Wir warnen vor RaÄ» vorm. Apothetcr Schaffhausen sSchtveiz)


