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15.4.1913 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

165. Jahrgang

Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten,

lmsbürg herstammen. Ten Grund VagnerZWalküre"-- die gestern tm Nahmen der Tarnr- leqte sein Neffe Eumenes I., der ftädter Festspiele gegeben wurde, ist in dramatlfcher und mun- und in siegreichen Kämpfen gegen kalischcr Hinsicht die bedeutendste Schöpftrng tm Rmg. £)icr

treten nicht nur txiie Malten der altgermanischen Göttersage

Einer anstaltcten Ausdauer, Indem er nachts bei

späteren Angriffe reagiert, also durchaus keinen Anlaß zu einem feindseligen Vorgehen gegeben hätten.

Metz, 14. April. Die Ansicht, daß es sich bei den in dem borftcbeiibcn Bericht genannten Herren, in deren Begleitung sich eine Dame befand, um deutsche Offiziere gehandelt haben könnte, ist sehr unwahrscheinlich. An zuständiger mili­tärischer Stelle ist wenigstens bisher über den Vorfall noch nichts bekannt.

Metz, 14. April. Die beiden an dem Zwischenfall in Nanep

_____r/w. Sind wir es doch allmählich gewöhnt, daß die französische Volksmenge dem deutschen Namen gegenüber auch den Schein von Wohlanständigkeit abznwerfen geneigt ist. Das hat die Landung des Zeppelinschiffes in Luneville bewiesen, und das sagt uns der Fall von Nancy noch deut­licher. Wir müssen die Lehre daraus ziehen, daß vorläufig keine .Hoffnung gehegt werden darf, das deutsch-französische Verhältnis freundschaftlich zu gestalten. Und an unserer Diplomatie liegt es, nicht mehr, wie bisher, den Anschein auf lammen zu 'lassen, als ob uns cm einem solchen Freund­schaftsbund so viel gelegen sei.

Deutsche Preffestimmen.

der anstrengenden Probe aus. *

m. 8t

Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamilienblirtter.' zweimal wöchentl.Breis- blatt für den Kreis Giehen

ton aller Erdenschwere befreit wie imRheingold" vor uns auf, sondern hier beginnt ihre Menschwerdung, ihre menschliche Ver­tiefung. Darum bat dieWalküre" unter den Wagnerfreunden auch ihre größte Anhängerschar. Der erste Akt gehört zu bem Vollendetsten, das uns Wagner überhaupt hinterlassen hat.

Wer gestern selbst mit den höchsten Erwartungen die Vor­stellung besuchte, wird keine Enttäuschung erlebt haben. In all seiner wunderbaren Schönheit erstand dieses Werk vor uns. Auch gestern war das Bestreben Leo Biecks darauf gerichtet, dem Sänger die Führimg zu überlassen. Sind dock) gerade in der Walküre" Stellen, wo eine Zurückhaltung des Orchesters künst­lerisch durchaus geboten erscheint.

Als Darsteller hatte die Leitung des Hosiheaters alle die­jenigen gewonnen, die heute in diesen Partien als erste Vertreter gelten müssen. Die reife Kunst der Frau Rüsche-Endort zeigte sich in der Verkörperung der Brün Hilde aufs neue. Neben ihr stand der Bayreuther Wotav Fritz F e i n h a l s. Seine edle tutb mächtige Stimme, verbunden mit einer seltenen^Darstellungs- fraft, verschaffen einen ungetrübten Genuß. Den Siegmund sang Herr Rudolf Berger vom Berliner Äönigl. Opernhaus. Die,e Leistung Bergers gehört wohl zu seinen besten. Er hat den Sieg­mund bis ins kleinste durchdacht, und feine stimmlichen Mittel gewähren ihm die Möglichkeit des Ausdrucks höchster Leidenschaft. Etwas blas; erschien dagegen die Sieglinde des Frl. Gey er S- bach Die Künstlerin behandelt ihre Stimme nicht immer mit der Eigen Sorgfalt, so daß sich tzu oft stäche Töne bemerkbar machen. Von Darmstädter Künstlern wirkten weiter mit Herr Stephani als Hunding, der als Sänger immer hohen An­forderungen genügt. Frl. Jacobs war wieder eine ausgezeichnete

Der BerlinerLokalanzeiger" schreibt:

Man liefe das Danktelegramm der deutschen Regierung für die loyale nnd korrekte Haltung der französischen Be­hörden dem ,,Z. 4" gegenüber ohne Glossen passieren, vb- aleich mittlerweile manche Dinge bekannt geworden sind, die vielleicht eine andere Sprache hätten gerechtfertigt er­scheinen lassen: dafe aber die Deutsche Regierung den Vorfall von Nancy nicht hingehen läßt, sondern alles tun wird, um unseren Landsleuten für bic zugefügten Schmähungen Genugtuung zu verschaffen, halten" wir für selbstverständlich. Die Franzosen müssen sich darüber klar werden, daß auch die deutsche .Langmut ihre Grenzen hat.

Die BerlinerNeueste Nachrichten" schreiben:

Natürlich wirb nun wieder der Versuch gemacht werden, die Chose zu beschönigen. Wie dem auch sei, m diesem Fall haben die Gastier Deutschlands Ehre angetastet. Sie Retchs- regicrung wird nicht umhin können, auf eine Sühne für den Fall von Naieey zu bringen.

DieDen ts che Tageszeitung" schreibt:

Wir sehen an dem Vorfall wieder, wessen sich Deutsch­land von den Franzosen je und je zu versehen hat, und wir muffen und werden uns darnach einrichten. Jeder Deutsche, der etwas auf sich hält, sollte im Verkehr mit Franzosen den Tag von Nancy nicht berge) feit. Van dem amtlichen Deutschland aber muß endlich die Er- tenntnis erwartet werden, daß ein Volk, das sich der­artige Dinge gegen Deutschland zuschulden kommen läßt, von uns n ich t m e hr mit Liebenswürdigkeiten, sondern mit ganz anderen Dingen zu traktieren ist.

DieKreuAzcitun'g" schreibt:

Wir haben eine Orgie des Hasses erlebt, die deshalb so abstoßend wirkt, weil sie so innig mit Brutalität und Feigheit gepaart ist.

DieMorgenpost" schreibt:

Es muß erwartet werden, daß eine energische Unter­suchung stattsindet und eine ebenso energische Forderung nach Genugtuung zur Folge haben wird, falls lieb, wie wir hoffen wollen, ergibt, daß bie in krassem Widerspruch zur ftanzösi- schen Darstellung stehende Darstellung unserer Landsleute die rich­tige ist. _________________________________________

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Darmstädter hoftheater.

Frühlingsspiele".

bs. Darmstadt, 14. April.

Dienstag, 15. April 1913

Bezugspreis: monatlich 75Pf.,viertel- jäk jährlich Pik. 2.20; durch

Abhole- u. Zweigstellen * monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2. uiertcl- 8gfl jährt ausfchl. Bestellg.

Wt Zeilenpreis: lokal 15Pf.,

auswärts 20 Psenniq.

Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August

durfte Nachrichten aus Kunst und Wille ti­sch oft. In Fran Curt a. M. feierte gestern die Schrtltstel- (er i n Frau Sophie Soemmering, die letzte Pragerin oes berühmten Namens, ihren 7 5. Geburtstag.

Per Deutschenhaß französischen Pöbels.

Aus Nancy wird heute von einem Ereignis gemeldet, das es wieder einmal nahe legt, unsere Beziehungen zu unseren westlichen Nachbarn einer Revision zu unterziehen. Eine Pöbelschar hat dort Mei deutsche Landsleute ip un­verschämtester Weise geschmäht und urifeshandelt, und zwar ohne jede Veranlassung. Wir lassen hier zunächst die Dar­stellungen folgen, wie sie von den beteiligten deutschen .Herren und aus französischer ^Quelle vorliegen:

Nancy, 14. April. Sechs junge Deutsche, die durch Murren in einem hiesigen Cafe die Vorstellung des Stückes Ulan Fritzle" gestört hatten und nachher die französische Armee verspottet haben sollen, wurden aus dem Lokal aus­gewiesen. Die Menge nahm lebhafte Stellung gegen die Deutschen und zwang sie, im Wartesaal des Bahnhofs zu bleiben, bis der erste Zug nach Metz abging. Es wird be­hauptet, daß es fick) um deutsche Offiziere handelte.

Metz, 14. April. Zu dem Vorfall in Nancy erhält bic oft)ringer Zeitung" folgende Darstellung, die von einem der beteiligten deutschen Herrn stammt.

Zwei Vertreter großer deutscher Firmen aus Sachsen, die zurzeit in Metz weilten, begaben sich gestern nach Nanev, um sich die Stadt anzusehen. Nachdem sie in einem Hotel gespeist Ixrtten, begaben sie sich in das Kasino, wo auch Vorstellungen gegeben wurden, nachdem ihnen bereits im Lause des Tages mehrfach zugerufen worden war:Das sind preußische Offiziere!", Weiter jedoch waren sie nicht belästigt worden. Na ebb er Vor­stellung, gegen 1 Uhr nachts, begaben sie sich zum Bahnlwf, um mit dem ersten Zuge nach Metz zu fahren. Sie nahmen in dem Wartesaal 2. Klasse Platz, hatten sich aber kaum niedergelassen, als sie draußen auf dem Bahnhof großen Lärm hörten. Einer von ihnen begab sich an die Tür und sah, daß zwei deutsche Herren, in deren Begleitung sich eine Dame befand, von einer Menge belästigt wurden, die ihnen u. a.Preußische Offiziere!" zurief. Die beibeit Reisenden zogen sich in den Wartesaal zurück, aber die Menge hatte sie bemerkt, drang ihnen nach, belästigte und beschimpfte sie in unerhörter Weise und schlug sie. Mehrere aus der Menge, die sich offenbar nicht aus Arbeitern, sondern aus den befferen Ständen remitierte, setzten sich neben die beiden, zwangen sie, sich auf die Knie; niederzulassen, und schlugen einem den Hut vom Kopf. Außerdem schlugen sie ihn mit seinem Schirm, während die Menge im Saal andauernd rief:Preußische Offiziere, fort nach Metz! Ihr wäret in Luneville beimZep­pelin !" Man zwang sie, den .Hut abzunehmen und französische Offiziere, die gleichfalls anwesend waren, zu grüßen.... Schließ­lich Mästeten sich Die beide Herren auf den Bahnsteig, suchten um Hilfe und riesen nach der Polizei, allein vergebens, bis schließlich ein Bahnbeamter, anscheinend der Stationsvorsteher, »ch ihrer erbarmte und sie in den Metzer Zug geleitete. Aber auch hier drang ihnen die Menge nach, die in­zwischen auf zweihundert Personen angewachsen war, und setzte ihnen wieder arg zu. Sie wurden gestoßen, geschlagen, angespien und beschimpft, wiederholt ins Gesicht geschlagen und dem anderen wurde gleichfalls sein Hut zerschlagen. Immer aber kam in ihren Schimpfworten zum Ausdruck, daß sie Offiziere vor sich zu haben glaubten. Die beiden Herren beteuerten wieder­holt, daß sie Kaufleute und keine Offiziere seien, aber vergeblich. Die Beschimpfungen und Mißhandlungen wurden etwa eine halbe Stunde fortgesetzt, bis schließlich wieder der Bahnhofsvorsteher erschien und das Publikum mm Verlassen des Wagens aufforderte. Darauf zog sich die Menge, immer noch schimpfend, aus dem Abteil zurück. Vor dem Wagen befanden sich mehrere sranzostiche Offiziere und Soldaten, aber niemand mackste den Veriuch, die Menge zur Ruhe zu mahnen. Die beiden Kaufleute, die wenige

Unter AttaloS I. (241197), der dem Dynastengeschlechte ben: Namen gab, stieg das junge Reich in heißen Kämpfen gegen die über den Hellespont eingedrungenen Gallier und in JtaatSfluger Anlehnung an Rom, das damals gerade seine punischeu Kriege ausfockst, zu hoher Blüte empor. Attalas vergrößerte sein Reich und machte seine Hauptstadt zu einem glanzvollen Mittelpunkte der Künste und Wissenschaften. Weit berühmt durch ihre Mo­saiken, ihre Goldbrokatweberei und nicht zuletzt durch das dort erfundene neue Schreibmaterial, dasPergament", ward die Attalidenstadt der Wallfahrtsort für die großen Künstler jener Zeit und für die Gelehrten aller Wissenschaften, die ihre Studien zu der großen, später 200 000 Rollen zählenden Bibliothek führten. Tie Monumentalbauten und Plastischen Kunstwerke, die damals in Pergamon geschaffen wurden, gehören zu den glänzendsten der Kulturepoche, die wir den Hellenismus nennen. Von dem hoben Stande der Kultur geben die Gesetze, die die städtische Ver­waltung und das öffentliche Leben regelten, einen Begriff. Es gab genaue Bauvorschriften für Private, es gab Wasserleitung und Kanalisierung für die Schmutzwässer, geregelt waren die Straßenreinigung und -Unterhaltung. Unter Eumenes II. wurde ein Stadtpart angelegt, das Nikephorion, mit Tempeln und Statuen

Bestätigung au8 franzosis her Quelle.

Paris, 15. April. Der etit Parisi en" gibt von dem Nancyer Zwischenfall folgende Darstellung, wo­mit die erste französische Meldung aus Nancy widerlegt wird:

In einer Vorstellung in einem Tingeltangel rickstete ein Zuschauer im Saale an Mei Leute, deren Gebaren verriet, daß sie Deutsche seien, unfreundliche Worte. Einem Schutz­mann gelang es, die Zuschauer zu beruhigen, und ein Ge­heimpolizist setzte sich zu den Deutschen, um ihre Gespräche zu belauschen. Er konnte feststellen, daß sie keinerlei ab­fällige Bemerkungen machten, und daß sie auch, als ein Mitglied der Tingeltangel-Truppe ein S p o t t g e d i ch t auf den Zeppelin sang,' vollständig ruhig blieben. Alsbald verließen die beiden, .vielleicht durch die Blicke des ^Publi­kums behelligt, das'Tingeltangel und begaben sich in eine benachbarte Bierhalle, wo sie erkannt und verspottet wurden. Man hielt sie fiir deutsche Offiziere und behauptete, daß sie sich int Tingeltangel zu einer franzosenfeindlichen Kund­gebung hätten hinreißen lassen. > Diese Vermutung ist jedoch unrichtig, und es ist so ziemlich sicher, daß die beiden keine Offiziere sind. Als die zwei Deutschen die Bierhalle ver- nefeen, folgte ihnen bis i zum Bahnhofe eine Gruppe junger Leute, die eine m eh r lärmende als ernsl^e Kundgebung veranstaltete. Man > muß bemerten, daß die Deutschen sehr streng gegen ihre Offi­ziere sind, welche die Grenze wenn auch in Zivil über­schreiten, und dafe ihnen von ihrer Behörde der Besuch von Nancy und Toul untersagt ist.

Mehrere hiesige Blätter bringen ausführliche Depeschen über den Eindruck, welchen die von derLothringer Ztg." veröffentlichte Schilderung des Vorganges in Deutschland hervorgerufen hat und behaupten, dafe diese Schilderung stark übertrieben fei.

*

Selbst wenn wir uns zunächst nur an die Feststel­lungen desPetit Parisien" 1 halten, ist es erwiesen, daß es sich um unentschuldbare Rohheiten einer feigen Menge handelt. Dafe ein Geheimpolizist neben die beiden deutschen Besucher des Tingeltangels sich setzen mußte, um sie zu belauschen, läßt schon recht tief blicken und zeigt die bekannte französische Courtoisie in einem höchst bedenk­lichen Lichte. Man hatte hie beiden Herren als Deutsche erkannt; das genügte, um sie mit .Haß und Schmähungen zu verfolgen. Und weil man dazu noch deutsche Offiziere m ihnen vermutete, schwoll bie Erregung lawinenartig an. Darin liegt ungeheuer viel Lächerlichkeit und Dummheit,

(Dienstag und Freitag); UA W öy WZ 6

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aus Erz reich geschmückt.

Nach hunbmtunbfünszigjährigcm Bestehen zerfiel das Reich der Attaliden, im Jahre 129 wurde-es unter bem Namen Asia römische Provinz. Aber noch lange wahrte Pergamon seinen Ruf. Römische Kaiser bezeugten ihm ihre Vorliebe, und gern folgten die hohen römischen Beamten, wenn man sie dorthin sandte. Erst unter den Byzantinern trat auch der Zerfall der Stadt ein. Der Burgbezirk wurde verengert, und zur Aufführung ber gewaltigen logen, byzantinischen Mauer benutzte man um das Jahr 1000 die zusammengerissenen antiken Bauten und bie zerschlagenen Bildwerke der alten Glanzzeit. Vielleicht wurde uns so gerettet. waS sonst durch Barbarenhände gänzlich zerstört oder verschleppt morben wäre. Die Türken, die 1636 das Gebiet eroberten, gaben die Befestigung bis auf ein kleines Kastell ganz auf.

Viele wunderbare Kunstwerke sind bis jetzt anS der Zerstörung wieder gerettet worden. Von ihren gcnralngen Wirkungen wird ber Vortrag am Mittwoch abend eine lebhafte Anschauung vermitteln.

Pergamon. l

Einführung zu dem Vortrag im Lesehalle-Verein. _ _ ,

In der alten Landschaft Mysien, in Kleinasien, der .zwei Mytilene gegenüber, am Bakvr Tschai, dem alten j, etwa , 28 Kilometer von der Küste entfernt, liegt da^ Städtchen B ei - . g a m a. Viele hundert Jahre schlief der kleine turksiche ^rt ; einen Dornröschenschlaf, bis ihn deutscher ^orschungsgeist tm 8. Jahrzehnt des vorigen Iahrhunderis zu neuem Leben erweckte Wußte man auch längst, daß hier unten tm ^ale unb oben auf der Höhe des steil daneben emporragenben BergeS dte Atatte des alten Pergamon war, so war es doch dmt detttMn ^ngentcur Karl Hnmanu Vorbehalten, chs erster dte ^«de heben, die hier unter tausendjährigem ^ckn-tt erborgen /ogen. ^achden er gelcgnttiid) einiger Besuche wertvolle Bruchstucke antiker <3rulpf türm gefunden unb nach Berlin gebracht hatte, fonnte. -ec banf dem Entgegenkommen der türkischen Regierung E Jahre 1878 mit den vom preußischen Staat zur Verfügung gestellten Mitttln die svstematifche AuSgrabutig beginnen, seitdem wurden bt. »um heutigen W üi «gelm-ibig Mederlehrenden Ausgrabnugs- neriobeu unter Humanns Leitung, bann unter ber von A l er a n ber So uze unb W ilhelm Dörpfelbdie Schätze grtechtscher Kunst unb Kultur ans Tageslicht gefördert, die letzt tm Pergamon-

Lusgr-bungsM-ck ist unterdes wesentlich erweitert worden: heute beabsichttgt man, dte ganze alte Stadt wieder frei zu legen, ähnlich wie es nut Vvntpen aefcheben ist Alliährlich im Spätsommer zielen deutsche Ge­lehrte und Architekten nach Kleinasien, um 'wenigstens >e Reste inner Kultur zu retten, die mit ber unsrtgen so tnntg verwandt ist. Was ist mm das alte Pergamon? Merkwürdigerweise glauben beute noch viel" gebildete Laien, es sei Ilion bie alte Troer,tabt. ^rtum rührt wohl von bem Namen her, welcherBurg bedeuttt un? auch bic Warte benannte, von ber Apollo am Troia herabfah Pergamon jedoch war Zwar schon lange vor Alexander de6 Großen Zeiten vorhanden, aber Bedeutung erlangte es er ft, a l d^e Nachfolger des Mazedoniers einander in furchtbaren toÄ bic Ä e blutig schlugen. Ter Berg der sich neben bm Drt erhebt, war durch seine Geswlt, nach drer «ntcn »mittend ai%acieidmet ZU VerteidigungSzweckcn geeignet. De^- L b sackte einer Feldherren und Nachsalger Merauders, halb schiene ein Plnletärus dorthin zur Bewachung

Ä* Riesenschatzes Aber der Wächtel benutzte bie günstige Gelegenheit, befreite sich von Lhsi- und arünbete in Pergamon cm eigenes Reich. Von ihm ^s2^die ers?m Anlagen der Königsburg herstammen. Ten Grund Äm »* Landes legte sein Nesse Eumenes I., de- »Ebr zur Regierung kam und m sicgrcicheit Kämpfen gegen onu Ä-ien sich ber ganze,. M-kaßebene bemächtigte.

Fricka. rr

Richard Lert hat bie neue Inszenierung gescyasfen, von der ich von meinem Platz leider nur wenig sehen konnte. Was ich aber sah, schien mir den Eindruck außerordentlicher Regie- bcgabuiig zu machen. Es wird sich vielleicht bei den beiden letzten Ring-Abenden Gelegenheit bieten, ein Wort mehr über die Inszenierung zu sagen.

in der Nackst zum Samstag zurWalküre" ver- Probe wohnte der Großhei-zog in unermüdlicher teils im Zuschauerraume, teils auf der Bühne bei. mitunter selbst ein griff, hielt er bis nach vier Uhr

beteiligten Reisenden haben auch bei ber Polizei den Vorfall

zur Anzeige gebracht. Ihre dort gemachten Angaben decken ,lL euu: .Kiutuuy um» xjc|i.i.u|u.ny wx, sich im wesentlichen mit ben gemelbetcn Auslassungen in ber I aber man wirb keine große Staatsaktion daraus Lothringer Zeitung". Sie haben übrigens die drei (nicht stoei) ; Larfien c" 1 ' L r

anderen Herren, die auch von der Menge belästigt worden sind, nicht gekannt. Die letzteren drei Herren nebst der Dame sind heute i auch hier cingetroffcn. Wer sie sind, ist aber nicht bekannt ge­worden. Jedenfalls handelt es sich auch hier nicht um Offiziere.

Minuten später mit dem Zuge nach Metz abfuhren, beteuern, | unb Mit diesen Feststellungen ist das französische Volk ein- daß sic von Anfang an mit feiner Gebärde auf bic Spötteleien unb; sack) blamiert worden. Die Neger in Neu-Kamertin chaben sich über den Besuch deutscher Waffenträger vielleicht nicht so erregt wie die französischen Helden in Nancy. Man wird abwarten müssen, wie sich die französische Presse zu dem Vorfall stellt. Wird sie ihn wirtlich nur zu beschönigen, ihn alsstark übertrieben" hinzustellen suchen? Das wesent­liche ist ja, daß die Pöbelhorde so namenlos feige gehan­delt hat. In Deutschland wird der Vorgang wohl meist mit verächtlichem Achselzucken ausgenommen werden, man wird zwar von der deutschen Regierung fordern müssen, daß sic eine Klärung und Bestrafung der Schuldigen durch-

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Am 11. April. * b1'- liälbrr 1.56,

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