Ausgabe 
17.1.1913 Erstes Blatt
 
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Gerrchtssaal.

Leipzig, 16. Jan. Vor brat Reichsgericht fand heute der Spionage prozeß gegen den 17 jährigen aus Weißenfels gebürtigen angeblichen Kaufmann Willy W o r g statt. Ter wegen des versuchten Verrats militärischer Geheimnisse Angeklagte wurde im Mai 1912 in Deucsch-A'orieourt verhaftet, als er die Grenze überschreiten wollte. Er wird beschuldigt, versucht zu haben, Kenntnisse über die Sage unb äußere Beschaffenheit von Befesti­gungen und anderen Werken Straßburgs an eine sreinde Macht gelangen zu lassem Worg ist trotz seiner Jugend schon schwer vorbestraft. Vier Sachverständige und zehn Zeugen waren er­schienen. Der Angeklagte wurde zu vier Jahren Gefäng­nis verurteilt. Vier Monate tourbeu durch die Untersuchungs­haft als verbüßt angesehen.

Sport.

= Fußball. Das Fußballspiel des Vereins für Bewegungsspiele und des Sportvereins Gießen von 1900 endigte mit 3 : 3 Toren, nicht 4 : 3.

V e r b a n d § - W e t t l a n s des Oberliarzer Schi- Hub s. Weaen nnaünstiaer £cbneeoerhn(tnifie im Oberstarz in üben die großen Verbands-Wettläufe des O> erharzer Scsttklttl's, somie das Winterfest der Ortsgruppe Clausthal - Zellerfeld verschoben werden.

(Eit rtScbi firn fort

Friedrichshafen, 16. Jan. Heute nachmittag um 3 Uhr 50 Min. ist das neue LM'ckstffEr sa tz Z. 1" unter der Führung des Grafen Zeppelin mit der Abnahmekommission an Bord zu seiner ersten Probefahrt aufgestiegen. Die ur­sprüngliche Absicht das Luftschiff bereits heute nach Baden-Oos zu überführen, ist aufgegebeu worden, doch soll die Uebersiedelung bei günstigem Wetter schon in den nächsten Tagen vor sich gehen. Heute vormittag Ijat die Mnabmeeommission das Luftschiff in allen' seinen Teilen genau besichtigt. Um 4 Uhr 40 Min. er­folgte die glatte Landung des Luftschiffes. Der nächste Probeanfstieg soll morgen im Laufe des Tages staltfmden.

vermachtes.

* Unfälle im Lenkschlitten. Bei Ander matt flog ein mit vier Engländern besetzter Lenkschlitten in einer Kurve über einen mehrere Meter hohen Wall. Der Lenker brach Arm und Nasenbein. Seine Schwester wurde schwer verletzt und völlig gelähmt aufgefunden. Die anderen sprangen vor dem Sturz- ab. Bei Schaaffhauseu wurde ein Lenkscblitten, in dem sich ein Herr und seine 20jährige Ehefrau befanden, gegen einen Baum geschleudert. Die Frau erlitt einen Schä- d elb r uch und starb.

*D hnamitexplosio n". Bei einem Wegebau, der von der Stadt Wolsach int Walde vorgenommen wird, ereignete sich gegen V2IO Uhr durch die Unvorsichtigkeit eines' Arbeiters eine Dhnamitexplosion. Zwei Arbeiter namens Schulitz, mehrfacher Familienvater, und Gritzer, ledig, wurden sofort ge-

tötet, sieben weitere Arbeiter schwer v e r l e tz t, von ihnen schweben vier jetzt noch in Lebensgefahr. Der schuldige Arbeiter, der die mit Dynamit und Pulver gefüllte Büchse in die Nähe von offenem Feuer gebracht hatte, wurde verhaftet.

Wirklich schliin in. Ein Herr ging eines Tages durch das Negerviertel einer amerikanischen Stadt svazieren, als ihm vlötzlicst eine alte Negerin über den Weg lief die unbarmherzig au» einen kleinen Schivarzen losvrüaelte9lber, liebe Tstan," fncte er und fahle die schwarze Tonte am Arm, um sie aufzubalten, »das dürfen Sie doeh nicht. Was hat er denn so Schlimmes getan?" Was, das darf ich nicht? Was er getan hat?" schrie die Negerin wütend,ivenn Sie's denn wissen wollen: er hat den Hübner'all geöffnet und nun find alle Küken rausgelaufen/ »Wenn es weiter nichts ist," sagte der Herr begütigend,dann ist e§ ja nicht so schlimm; Rüfen kommen immer wieder nach Hans in ihren richtigen Stall."Das ist's ja gerade," sagte die Iran verzweiselt.

* T i e R c n 0 m m i e r st ö p s c l. Die junge Malerin vom Montmartre, im Laden:Haben Sie Cbampagnermropfen, schöne große dile?"Wie groß?"Ach, das ist schnuppe, wir brauchen Sie nur, um sie in den Mülleimer zu werfen damit der Portier mehr Respekt bekommt."

Kleine Tagerchronik,

In A hlen (Westfalen) fuhr am Donnerstag morgen gegen 8V» Uhr auf der Station eine Rangiermaschinc auf einen Güter­zug. Drei Wagen, darunter der Packwagen, wurden zerstört und die Maschine beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Ter Verkehr ist nicht gestört, da sich der Unfall auf einem Nebengleis ereignete.

Das bei einem Arzt in bet Bülow strafte zu Berlin beschäftigte Dienstmädchen ist von einem Manne, der sich als Telegrapheuurbeitcr ausgegeben hat, überfallen und leicht verletz worden. Der Täter, der dem Mädchen P f ef f e r in die Augen streute, entkam unerkannt. Er ließ eine bereits geraubte Kasette zurück, die 60 Mk. enthielt.

Professor Adolf Wagner nahm nach längerer Unter­brechung seine Vorlesungen an der Universität Berlin wieder auf. Er wurde stürmisch begrüßt und er erklärte, daß er nach der Operation wieder besser sehe und die Hoffnung hege, durch einen weiteren Eingriff das volle Sehvermögen zurückzuerlangen.

In einem Berliner Kinernatographentheater stürzte am Don­nerstag abend die Decke ein. Die Besucher, hauptsächlich Kinder, kamen zum Glück mit dem Schrecken davon. Nur eine Fran erlitt eine leichte Verletzung.

Der flüchtige Postschaffner Gruel, der vor einigen Tagen in Bergen auf Rügen 16 000 Mark unterschlug, beging heute auf der Bahnstrecke BerlinNordhausen S e l b st m 0 r d. In seinem Besitze tourbeu 36y2 Mark, eine Uhr und ein mit fünf Patronen geladener Revolver gefunden.

Beim Schlittschuhlauf auf der Dahme, einem Nebenfluß der Spree, ertranken gestern drei Burschen int Alter von 16 bis 18 Jahren. Die Leichen sind noch nicht gefunden.

Aus Lugos (Ungarn) wird gemefbet: Bei Hebungen mit i Maschinengewehren des 8. Honved-Jnfanterieregimrats entluden ! sich aus unbekannter Ursache mehrere Schüsse. Ein Soldat wurde getötet, zwei wurden tödlich verle tz t

VÜchertisch.

Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite­raturfreunde (Begründet von Dr. Joses Ettlinger. Heransgegeb. von Dr. Ernst Heilborn. Verlag: Egon Fleischs u. Co., Berlin W 9). Das 2. Januarheft ist soeben mit folgendem Inhalt er- schiraen: Oskar Ewald: .Henry Bergson als Neuromantiker. -- Willy Rath: Vom Reichs-Theatergesetz. Rudolf Pechel: Gust. Falles Autobiographien. Georg Hermann: Otto Erich Har' lebens Briefe. Bruno Frank: Vier Gedichte. Herbert Stegemann: Frauenromane I. F. Schotthoefer: Der .Uamp' umFaust" und jungfranzösische Mystik. Echo der Bühnen. Echo der Zeitungen und Zeitschriften. Echo des Auslands. Kurze Anzeigen. Notizen. Nachrichten. Büchermarkt.

Amtlicher Wetterbericht.

Oesfentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen füt Samstag, den 18. Jan. 1913: Wolkig, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Winde.

Zchneebericht des Zchiklnbr Wintersport Gießen.

Hoherodskovi 2b3O cm Schnee, 4 Gr. Kalke.

Letzte llrtdtridnen.

Unfälle im Tekegraphenamt.

Stralsund, 16. Jan. Bei dem Telegraphetkamt in Stralsund entluden sich gestern vormittag wieder in den Fern­leitungen starke auf die Hochspannungsleitungen der Ueberlandzentrale inflnizierende Spannungen. Drei Gehil­finnen erlitten einen Nervenchok. Der Fernverkehr wurde eingestellt und erst nach vollständiger Außerbetriebssetzuna der .Hochspannleitung wieder aufgenommett. Der Ortsverkehr ist nicht gestört. Eine der betreffenden Gehilfinnen ist bereits roicbei im Dienst, die beiden anbereit sind noch dienstuitsähig. Sie leiden unter dem Eindruck des Schreckens. Von schweren Ver­letzungen ist nicht die Rede. *

Verhandlungen wegen der okkupierten Bahnen

London, 17. Jan. Der bulgarische Finanzminister ist hier eingetroffen, um wegen der Bahnen in den okkupierten Gebieten der Tiirkei mit Vertretern der Finanzkreise zu verhandeln.

Der Brand einer Haushaltungsschule.

Aulendorf, 17. Jan. Gestern abend 9 Uhr brach in dem Hauptgebäude der hiesigen Haushaltungsschule, die von barmherzigen Schwestern geleitet wird, ein Brand aus. Die Zöglinge der Anstalt, die 'schon zu Bett gegangen waren, konnten nur mit Mühe und iwtbürftig bekleibet gerettet werben. Die Nebengebäube konnten gefettet werben. Der Schaben ist beträchtlich, ba vom Mobiliar gar nichts gerettet werben konnte.

*

Ein Schiff gescheitert.

Paris, 17. Jan. Nach einem brahtlosen Telegramm' ist der englische DampferVeronese" in der Nähe von Vigo bei Leixoes gescheitert. 84 Passagiere sind gerettet worben und 16 sind ertrunken.

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gesellschaft 1911

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Weltausstellung Brüssel 1910

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mim Grand Prix Weltausstellung Turin 1911

Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen.

Die Stadtverordnetenversammlung bat durch Beschluß vom 9. Januar 1913 für das («cbict nordöstlich der Cii= 'Anlage, zwischen dem Weg nach dem Pbilofophcn- wald und Wieicnstraße in Abänderung des am 21. Juli 1910 beschloßenen aber noch nicht fengeftell en Planes einen Bebauungsplan aufgestellt und dazu folgenden Nachtrag zmn Ortöftalnt für die Stadt Gießen beschloßen.

Bebauungsplan unb Nachtrag zum Ortsbaustatut liegen bis zum 15. Februar 1913 beim Tiefballamte zur Einficht offen. Einwendungen dagegen find binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlußes bei mir vorzubringen.

Ortsbausatzung.

Alls Grund der Bestimmungen in Artikel 2, 10, 13, 20, 29, 37, 44 und 59 des Gesetzes vom 30. April 1881, die allgemeine Bauordnung betr. und in § 35, 7, 9, 66 und 78 der Verordnung vom 1. Februar 1882 die Ausfübrnng der allgemeinen Bauordnung betr., wird auf Beschluß der Stadtverordnelen-Versammlung, nach Anhörung des Obelbürgermeiiiers und Begutachtung durch den Kreis- ausschuß mit Genehmigung Großlierzoglichen Ministeriums des Jlinern vom .... au Nr. M. d. I zu,dem Be­bauungsplan für das Gebiet nordöstlich der Ost-Anlage zwischen Weg nach dem Philofophenwald und Biefen- firaße folgender ^Nachtrag zu dem Ortsbauftaiut für die Stadl Gießen erlassen, der sofort in Straft tritt.

§ 1. Gewerbebetriebe, die durch schädliche Dunste, starten Rauch oder ungewöhnliches Geräusch yiarütcile, I Gefahren oder Belästigungen für die Umgebung berbel- sührcn, find verboten. Art. 29 allgemeitie Bauordnung und tz 5 der AusführuligSverordnling zur allgemeinen

§ 2. Für das an den Straßen EABJ, BC unb AD belegene Gebiet wird offene Bauweise vorgeschneben und beilimmi: . . .

1 a) jeder Bauplatz muß eine Größe von mindestens ! 600 Quadratmetern haben. Artikel 13 allgemeine Bau­ordnung. , ,

bl Die Privatgebäude dürfen nut dem Dachgesims nicht mehr als 10 Meter über deut Bürgersteig sich er­heben: oberhalb dieser Höhe dürfen die Dächer eine Neigung von 45 Grad gegen die Wagrechie nicht über­steigen. Art. 59 A. B.-O. und 8 78 AnSführnngsverord- nnna zur nUgemeincn Bauordnung.

c) Die Grundnücke dürfen nur zur Hälfte ihrer Ge­samtfläche bebaut lverden. Außer den Borderhäusern sind nur zu diesen gehörige, nicht gewerbsiiläßig zu be­nutzende Stallungen, Wenmen und zluischerivohnuitgen neftatiet. Die Errtchtung sonniger Neben- oder Hinter­gebäude ist verboten. An. 37, 59 allgemeine Bauord­nung und 8 78 Ausführungsverordnung zur allgemeinen Bauordnung.

d) Die Gebäude mäffen von den Nachbargrcnten unb von anderen Gebäuden auf demselben Grundstück min­destens 6 Dieter entfernt fein. Jedoch sind an der Straße BC Doppelhänfer mit gemeinschaftlicher Brandmauer i,i)er Schetdemauer erlaubt. Art. 37, 59 allgemeiile Bau­ordnung und § 78 AtlSführilngsverordnultg zur allgemet- neu Bauordnung.

8 3. Die Nordostfeite der Straße EABF ist von der Bebauung ausgeschiosten. An. 10 der allgemeinen Bau- ordnung. ^^|uejd)en^ oon den Vorschriften in 88 7 und 8 des Ortöbaustatuts >vird benimmt, daß an den bei A nach Nordwesten und bei B nach Südosten abnveigeuden Stra steil nur die Eckgrundstlicke bebaut werden dürfen. Die Bebauung dieser Eckgrundst.icke ist nur auf eine Tiefe von 20 Dieter, von den Banfluchttinien der Straßen AD und BC ans gemessen, gestattet. Die Eckgrundstlicke dürfen

einen AuSgang nach den abzweigenden Straßen vorerst nicht erhalten. Art. 20 der allgemeinen Bauordnung.

§ 5. Abweichend von der Beftimmung in § 18 des Ons- banstatuts vom 6. Juli 1S88 kann mit beson crcr Geneh­migung der Stadtverordneten Versammlung die Aussüh- rung der Nmsassungswände oberhalb dcS Erdgeschosses in Holzfachwerk gestattet werden, wenn die Gefache mindestens 12 Zentimeter stark mit Lieget- ober Schwemmsteitlen aus- nemauert werden. Die Schwemnifteinmauerung muß ver­putzt oder anderweitig verkleidet werden. Llrt. 44 all­gemeine Bauordnung und 8 66 der Ausführungsverord­nung zur allgemeinen Bauordnung.

Gießen, den.......1913.

Der Oberbürgermeister. [B,7'i

Die hier ansässigen Ebcvaare, welche im laufenden Jahre das Fest der goldencu Hochzeit begehen und Ansvruch auf Zuwendung der Gabe aus der im Jahre 1879 anläßlich der goldenen Hochzeit des Deutschen Kaifer- vaares errichteten Stiftung erbeben wollen, werden bien d: r b ausgefordert, sich alsbald bei der Bürgermeisterei zu melden. B/i

und 1899

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Lit. V 17, 33, 70, 133

W 44, 52, 85 ..........

X 1, 7, 43, 70, 173, 208, 347, 395 . . .

Y 9, 106, 109, 186, 220, 221, 254, 270, 436

Z 61, 66, 126 ..........

Bei der in der Sitzung der Stadtverordnelen-Ber- fammlnng v. 9. Januar 1913 uorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 15. Niai 1913 zur Rückzahlung kommenden Schuidverschreibuliacn der s2litlcbcn der

c) vom 1899er Anlcbcn.

Nr. 40, 41

der Dresdener Bank daselbst:

bi des 1899er Anlcbens:

176, 196, 211, 284 . . . .

365, 390, 458, 459, '00 . . .

599, 640, 644, 645, 651, 682, 689

732

der Stadtkaffe Gießen, .... der Mitteldenifchen .Kreditbank Filiale Gießen erfolgen kann, sowie, daß die Berzinsung am 15. Mai 1913

8 66, 78, 91, 114, 153, 157,196, 238,308,436, 475, 486, 577, 645

T 3, 107, 114, 130, 159, 177, 251, 273, 274, 298, 440, 595, 675, 708, 728 . .

U 7, 24, 66, 237, 239, 293 . .

b) vom 1897er 'Anleben.

t.v' Stadtkasse Gießen, der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfurt a. M. und

lösung der Schnldverschreibungeit

al des 1899er und 1897er Aulebens:

Stadt Gießen von den Jabrcn 1896, 1897

find folgende Stücke gezogen worden:

a) vom 1896er Anleben.

Lit. Q 114, 123, 171, 178, 186, HO R 73, 93, 127, 207, 225, 257, 349

2000 M. 1000

500

200

;; i ; 732........... » 100

Es wird dies unter dem Au fügen zur Kenntnis der Besitzer der L cknildt erfdireibuuflcn gebracht, daß die Ein-

aufhört.

Bon den in trübe reu Jahren ansgelosten schuld verschreibntlgen sind noch nicht zur Nückzablung vor­

gelegt wor.en:

Lit. 8 181 über 500 M.

Serie I, 643 über 200 M.

B »h

Die Pftaster- und Cbaussierarbeit und die Lieferung der Stiickneine für den Ausbau der Berlängerung der Kliutkst'.aße und der Straße nach dem Vuimöbcim soll Freitag, den 24, ds. 9J<td., vonnittagd 11 Uhr, auf unserem Tieibattautt vergeben werden. Die Berdiugungs, unterlagen liegen daselbst offen und sind Angebote auf Bordruck bis zum vorgenannten Zeitpunkt an das Tief- abnanit einzureichen. Zuschlagssrist 4 Wochen. [B17/i

Das 5. Ziel Gemeindesteiter und Kanalgebühren für das Rechnungsjahr 1912 kann in den nächsten 10 Tagen noch ohne Mahnkosten an die Stad kaffe bezahlt werden.

Es wird noch barauf aufmerksam gemacht, dan in den Vormittagsstunden von 810 Uhr in der Regel der An­drang nicht groß ist und daher Zahlungen in dieser Zett ohne großen Zeitverlust geleistet werden können. B,7/i

Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten-Ver- fammluun vom 9. ds. Mts. vorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 1. Mai 1913 zur Rückzahlung kommende» Schuldverschreibungen bed An lebend der Stadt Gienen vom Jahre 1903 wurden folgende Stucke zur Rückzahlung bestimmt:

Reihe III Nr. 66, 71, 245, 251, 254, 2oo, 299, 3o4 zu 2000 M

III 482, 483, 511, 552, 651, 697,703, 741 1000

III 805, 826, 889, 906, 1007, 1133,1139,

1200, 1215 ......... 500

III 1296, 1432, 1433, 1434, 1457, 1488 200

III 1578, 1592, 1614 100

Es wird dies unter dem Anfügen zur Kenntnis der Besitzer der Schuldverschreibungen gebracht, daß die Ein­lösung der gezogenen Stücke bei der Stadtkasse Gießen, _

bei der Mitteldeutschen Kreditbank tn Frankfurt a. M. und

Verlin. _ t

bei der Dresdener Bank in Frankfurt a. M. und Berlin erfolgen kann, sowie, daß die Verzinsung am 1. Mat 1913

B17/1

Bon den in früheren Jahren ausgelosten Schuld­verschreibungen sind noch nicht eingelöst worden: Reihe III Nr. 569 über 1000 M. III 888 500

III 1333 200

Die (Yrnndanlicferung zur Auffüllung der t'onto straße, südwestlich der Bismarckstraye, soll Freitag, den 24. dd. Mtd., vormittagd I I'/, Ubr, aui unserem Ttef- bauamt vergeben werden. Die Perdtngungsunterlagett liegen dnselbst offen und sind Angebote auf Bordruck bis zum vorgeuaunien Zeitpunkt an das Tiesbauamt einzu- reichen. Zuschlagssrist 4 Wochen.Bn/i

Stadt. Wobnunftsnachwcis Gicften, Astenveg O.

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a. bei hiesigen Arbeitgebern:

2 Schlosser, Former, 3 Dienstmädchen, Lansmadchen. Lcbrliuge: 1 Spengler, 1 Schreiner, 1 Schlaffer, b. bei auswärtigen Arbeitgebern:

1 Schmied, 2 landwirtschaftl. Arbeiter, 1 Dienstmädchen. ES suchen Arbeit: pr.

1 Eifendreher, 2 Dachdecker, 3 Bau- und Maschinen' schlosser, 1 Spengler und Installateur, 3 Schuhmacher, 1 Sattler, Maler, Anstreicher und Weißbinder, vier Schreiner, 1 Heizer, Erdarbeiter, Taglöhner, landwirt­schaftliche Arbeiter, Butz-. Wasch- und Vauffraueu. ein RecbnttugSiübrer, 1 Buchhalter, 1 Handlungsgehtlfe.

Lehrlinge: 4 Schlosser, 2 Mechaniker, 2 Jmtalla' teure, 3 Elektrotechniker, 4 Kaufleute, 3 Bureaugehtlien, 1 Rietzaer. (B /t

Gatt- und Schankwirtfckaftdgewerbe: Stcflncr, Aushilfskellner, Zäpfer.