Ausgabe 
15.10.1913 Erstes Blatt
 
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Verlag der Siebener Anzeigers.

Ln fesch i-fahrt.

Zusammenstoß zweier Flugzeuge.

r., Johannistal , 14..Cb. Kurz nach »/*6 Uhr ereignete nm NN Luia Minen stop zweier Flugzeuge zwischen dem S-tutmim ,^-remdt auf einer Albatros-^aube und dem Flieger Lmnckogcl aus einer Rumpler-Taube, der einen Passagin mit

(öericbfsfaoL

w. Berlin, 14. Okt. In dem lwittigen Prozeß gegen den Privatdl^enten Tlwodor Lessing, Lektor am königlichen Theater in Hannover und den Schriftsteller Siegfried Jacvbsvhn in Berlin, Herausgeber der Deutschen Schaubühne, wegen Vergehens gegen' das Urlfeberschutzgesetz für Kunst und Literatur infolge einer von dem erstgenannten Angeklagten verfaßten und dem anderen schon vor der Erstaufführung tnnöftentlichcen Kritik des Sudermannschen StückesDer gute Ruf" verurteilte die Tritte Strafkammer des Landgerichts III Lessing zu 100, Jacobsohn zu 200 Mark Geldstrafe. Ein Nachdrucksveraelien wurde darin geftinden, daß in der Kritik vor V Erstaufführung der wesentliclie Inhalt des Stückes wiedergegeben waren.

-i.cn erften Vortrag hält Oberverwaltungsgerichtsrat Tr. Kühne- Berlin über dieGewinnung des Volkes für die Auf­gaben der Frauenvereine vom Roten Kreuz". Viel zu wenig seien die Aufgaben des Roten Kreuzes im Volke bekannt. Eine kräftige Werbearbeit durch Wort und Schrift sei notwendig. Aber auch die Mitglieder selbst seien sich oft nicht klar über die Ziele, die das Rote Kreuz verfolge. Der Redner empfiehlt die Herausgabe periodi- icher Druckschriften, Kalender usw. Ferner müßten Diplome für sich hervortuende Mitglieder gegeben werden.

Den zweiten Vortrag hat Frau Lilly Gabler-München. Sie berichtet über:Unsere Frauen vom Roten Kreuz im sozialen ynb wirtschaftlichen Leben".

Fragen auf, deren Beratung ich aus der Ferne mit lebhafter». gntereHe verfolgen werde. Ich verspreche mir davon eine lebhafte Förderung unserer Vereine und spreche die Hoffnung aus, datz die Tagung dazu beitragen werde, auf unsere Arbeit fördernd und be­fruchtend zu wirken."

Dann begrüßt der Vorsitzende das Großherzogspaar, die Ver­treter der.Staatsregierung, der Stadt u. a.

Minister v. Hombergk heißt die Teilnehmer im Namen der Gropcherzogl. Staatsregierung willkommen. <

Kreis Friedberg.

$ Bad-Nauheim, 13. Okt. Die jetzt beendete Zählung der Obstbau me hatte für unsere Gemarkung folgendes vor­zügliche Ergebnis: Gezählt wurden insgesamt 2453 Zwerg- o b ft bäume und 1 9 678 Hochstämme. Von den letzteren entfallen auf Aepfel 11 199, Birnen 2109, Zwetschen 3954, Kirschen 1638, Walnüße 310, Aprikosen 253 und Pfirsiche 215 Stämme. Die Zahl der Zwergobstbäume verteilt sich auf folgende Weise: Birnen 1722, Aepfel 652, Aprikosen 64, Pfirsiche 51 und Zwetschen 24 Stämme. Die große Zahl der Obstbäume wird bedingt durch die für den Obstbau außer­ordentlich günstige Lage unserer Gemarkung am TaunuSrande. Z" bemerken ist noch, daß von den gezählten Obstbäumen 2620 noch nicht ertragsfähig sind.

R. Vilbel, 14. Okt. Dem Mineralwafserhändler Klöß wurden am Montag abend 30 Mk. gestohlen. Er hatte diesen Betrag am gleichen Tage eingenommen und m den Küchenherd gelegt. Der Verdacht fiel auf den bei ihm in Dienst stehenden Knecht, welcher seitdem verschwunden ist, nachdem er in mehreren Wirtschaften einen größeren Betrag verzecht hat.

Starkenburg und Rheinhessen.

w. Mainz, 14. Okt. Der Taglöhner Ferdinand La­roche, welcher von seiner Frau getrennt lebt, gab auf btefr mehrere Schüsse ab, wovon zwei in die Brust gingen. Später schoß er sich selber eine Kugel in den Kopf. Die beiden Schwerverletzten fanden Aufnahme im Krankenhaufe.

Hessen-Nassau.

b. Bad Homburg v. d. H., 14. Okt. Die Stadt­verordnetenwahlen wurden auf den 10. und 11. No­vember festgesetzt.

Landwirtschaft.

Aus dem oberen Vogelsberg, 14. Okt. Die Kartoffelernte darf jetzt hier als vollendet angesehen werden. Mit lucniqen Ausnahmen war sie sehr lobnenb. Im Durchschnitt erntete man von einem Sack Steckkartoffeln 78 Sack; in manchen Fällen konnte sogar bis zum Illachen Ertrag gerechnet werden. Durch das im Sommer anhaltende Regenwelter kam aber auch manche schadhas e Kartoffel znm Vorschein.

Dehnung des Verbandes weist eine Reihe von überaus wichtigen Gewebe gegEu die Röntgenstrahlen sind. Sn oberflächlich ge- ' rnmm u" * k < legenen Krc^geschwüren, z. B. an der äußeren Haut, ließe sich

bann auch ohne weiteres ui vielen Fällen eine Beseitigung der Krebswucherungen durch die Röntgenstrahlen erzielen. Viel schwa­nger war es, an die weitaus häufigem und gefährlichem Krebse heranzukommen, die in der Tiefe des LLörpers gelegen sind. Es bedurfte erst vieler langer Versuche und mannigfacher Künsl- gnffe, ehe man, ohne die Haut zu sehr zu schädigen, die Röntgen­strahlen aus die in der Tiefe gelegenen Geschwillste zur Wirkung bringen Bannte. Das wesentliche bei der dlondemng beruht darauf, datz man durch sogenannte Filler eine Ausrede der Röntgen­strahlen traf. Gewisse Stoffe, von denen ich das Aluminium nennen möchte, lassen nur bestimmte Arten von Strahlen, und zwar biefog. harten Strafen hindurch, «während die übrigen Straf)- len abgefangen werden. Mit solchen Strahlen hat man vielfach sehr ! günstige Erfolge erzielt bei gewissen Arten von Geschwülsten die bei Frauen häufig Vorkommen und auch in manchen, freilich seltenen Fällen von Krebs. In der Mehrzahl der Fälle ließ sich aber durch diese Behandlung ein Erfolg nicht erreichen. Hier setzen nun die jfrapenben Metalle, als deren Typus ich das Radium nenne, ein. Aiefc Metalle senden Strahlen von verschiedener Qualität, Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlen, aus. Während die beiden erften Ylrten nur ein sehr geringes Durchdringnngsvermögen besitzen und auch unter Umständen recht gefährliche Verbrennungen der Haut berDorrufen, haben gerade die Gammastrahlen ähnliche Eigen- schaften wie ganz besonders harte Röntgenstrahlen. Ihre Durch- dringungsfähigkeit ist größer als selbst die der härtesten Röntgen­strahlen. Diese Gammastrahlen machen aber etwa nur 1 Prozent der gesamten von dem Radium ausgesandten Strahlenmengen auc- und es ist deshalb erklärlich, daß seine Wirkung nur bei Anwendung lehr großer Strahlenmengen zu erreichen ist. Die Isolierung der Gammastrahlen läßt sich auch durch sogenannte Filtration erreichen, indem schon durch verhältnismäßig dünne Metallschichten diese Strahlenarten vollständig zurückgehalten werden, während die Gammastrahlen durch sie hindurchgehen und also auch in der Tiew des Gewebes zu wirken vermögen. Durch besondere Kunst- grrffe ist es gelungen, die Strahlen auf photographischem Wege sichtbar zu machen.

Die jungen Mädchen beschäftigen sich gegenwärtig viel mit Wohlfahrtsarbeiten, aber es wird zu wenig ernst ge­nommen. Als Helferinnen werden geschulte Kräfte dem Sani- tatspersonal und den Schwestern unentbehrlich sein. Für diejenigen, die sich für die Krankenpflege nicht eignen, gibt es andere Be- slbaftigung genug. Für die Leitung und Verwaltung von Lazaretten und Rekonvaleszentenheimen sollen nur fachmännisch ausgebildete Persönlichkeiten in Betracht gezogen werden.

, Besonderes Interesse findet der Vortrag des Pros. Opitz- Gießen über:

DieVekämpfungderKrebskrankheitmit besonderer Berücksichtigung der Röntgen- und Radium-Strahlen".

Er führte etwa aus:

Mit Hilfe dieser Strahlen nun ist es in manchen Fällen gelungen, Krebswuchernngen, die einer' anderweitigen Behandlung nicht mehr zugängig waren, und selbst in der Tiefe des Körpers liegende Krebse zu scheinbar völligem Rückgang zu bringen. Heute aber ist es gerade wichtig, zu betonen, daß wir trotzdem noch nicht von wirkliclser Heilung sprechen dürfen, 1. ist längst nicht in allen Fällen diese Wirkung festzustellen, 2. hat sich gezeigt, daß in einer großen Zahl von Fällen trotz des Rückgangs der Ausgangsgeschwulst an anderen Stellen Tochtergeschwülste aiff- tanchen und schließlich ist daran fefauhalten, daß auch in dem to0 -^*c Muttergeschwulste verschwunden und Tochterge­schwülste nicht aufgetreten sind, von einer Heilung erst nach viel längerer Beobachtungsdauer gesprochen werden kann, als wie sie jetzt zur Verfügung steht. Genau so gut wie wir bei der operativen Beseitigung des Krebses von einer Heilung sprechen, toenn 5 Jähre nach der Operation die Menschen noch gesund sind, lo trifft dies auch für die mit Radi um strahlen behandelten Kranken zu. Zusarnmenfassend i)t also über diese Behandlung zu sagen, daß wohl sehr gute Aussichten sich eröffnen, daß aber vorläufig von endgültigen Erfolgen noch nicht zu sprechen ist. Mit anderen Worten, daß sich die §anze Angelegenheit noch vollkommen im

dock sei diese Sfr arge zu lösen sehr schwierig, da die Verhält­nisse ganz nach der Große der Städte ücrfcDiebcn seien. Man rmtife die Sache im Aug? behalten und Erfahrungen sarn- mein, um dann später etwas zu schaffen, was wirklich zu ge­brauchen sei. Tie Aussprache, die sehr anregend verlief, er* streckte sich auch aus ländliche und städtische Bodenpolitik und ging dann auf Gießener und ober stoss i sch e Verhältnisse ein. Zum Schlüsse der Versammlung ^richtete Redakteur Erkelenz, der feit etwa 10 Tagen gemeinschaftlich mit dem Parteisekretär Kuhlmann-Darmstadt die Ver­trauensleute im Wahlkreis besucht, das; der liberale Gedanke wie ihn die Volkspartei vertritt, im Wahlkreis überall leben­dig fei, daß allerdings von oft eßen aus mehr als bisher geschehen müsse, um diesen Gedanken zu stärken und auszu­breiten, er gab nach dieser Richtung tu der Versammlung wertvolle Hinweise, wie dies durchzuführen sei und welche Wünsche ihm gegenüber nach dieser Richtung hin im Lande gemacht feien. Es sei bedauerlich, daß es im Wal)lkreise nur wenige Orte gibt, in denen die Parteigenossen politisch aus eigenem Antriebe arbeiten. Es müsse hierzu unbedingt erst ein Truck, eine Anregung von außen kommen und zwar von Gießen. Geheimrat M e tz, der die Versammlung leitete, erklärte, daß dies im kommenden Winter geschehen werde und schloß gegen i/s12 Uhr die Versammlung.

** Kurzschluß in der Snnagvgc. Zu unserer ge­strigen Notiz, die uns von einem hiesigen Berichterstatter zuge- gangen war, teilt uns Herr Provinztalrabbiner Dr. L. Hirsch­feld mit, daß die darin wiedergegebenen Tatsachen zum Teil übertrieben und zum Teil sogar unwahr seien. Ta die Synagoge zum überwiegend größeren Tcll mit Gas beleuchtet ist, erfuhr der Gottesdienst durch das Versagen des eleftrifdjen Lichtes nicht die geringste Unterbrechung, was dem Berichterstatter allerdings hätte bekannt sein müssen. Ter Herr Prvvinzialrabbiner fügt seiner Berichtigung bann noch folgende Verwahrung an, die wir wärt sich wiedergeben: Im übrigen fei hier zugleich bemerkt, daß die israelitische Religionsgesellschaft gegen den der israelitischen Reli­gionsgemeinde wider Recht beigelegten Namen einergroßen Muttergemeinde" protestiert und sich des Wortes ihrer Selbständig- keil und Entwicklungskraft bewußt ist.

** Die erften Vorbe rcitungen zum Weih­nacht s f e st. Die Christbaumhändler sind zur Zeit auf der Suche nach Christbäumen in den Staats-, Gemeinde- und Privatwaldungen des Odenwald, Spessart, Vogelsberg, Westerwald und Taunus, von wo in beträchtlicher Zahl die Weihnachtsbäume nach Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach, Mainz, Gießen, Hanau, Ems, Limburg gehe fert werden. Wie alles, so ist dieser Weihnachtsschmuck i m Freise in die Höhe gegangen. Für acht- bis neun- lahnge Bäume werden 40 Mark für das Hundert gezahlt, für zehn- bis zwölfjährige 4050 Mark. Dazu kommen der Hauerlohn und die bedeutenden Transportkosten.

ds" Vereinen, die sich mit der Lösung der sozialen Pro­bleme beschäftigen, stehen die Frauenvereine vom Roten Kreuz mii an erster Stelle. In erster Lime die Schwestern und Land- Ttanrcnpflcgcrinncn, die durch ihren Beruf Einblick in das soziale fölenb unserer armen Bevölkerung bekommen und die dazu erzogen werden müssen, nickt nur, ihre Pflichten als Pflegerinnen zu er­füllen, sondern auch als sozial denkende und fühlende Menschen. Aus der reichen Fülle unserer Friedensarbeit bietet die Säuglings­und Kmdcrsürsorge ein weites Feld für die soziale Hilfsarbeit un­serer <yrauen. Im gleichen Sinne, wenn auch nicht immer mit bem gleichen Erfolge läßt sich in der Tuberkulosen- und Wohnungs- suriorge arbeiten. Es muß angestrebt werden, daß unsere Mäd­chen Zöchen und rationell wirtschaften lernen. Im Lehrplan unserer Wandcrkochkurse soll das hauswirtschaftliche Rechnen besonders be- tont werden. Dasselbe soll für den Lehrplan der oberen Klassen der Volksschulen gefordert werden. In unseren Flick- und Nähkurfen geben iutr unseren Frauen und Mädchen Gelegenheit, etwas Tüch­tiges zu lernen, was sie im eigenen Haushalt in der Familie oder 3um selbständigen Broterwerb verwenden können.

.n die Preise gelangten Berichte über Erfolge, die mit B^h^mdlung des Krebses durch Radium und Mesothorium erzielt Znd, haben eine gewisse Erregung geschaffen und an vielen Stellen ben Wunich rege gemacht, die Behandlung der Krebskranken mit. m-------»

öen genannten Strahlenarten durchnlsühren. Eine Reihe von Staa- Verluchsstadium befindet, ten, aber auch Stadtgemeinden und Private haben große Mittel I ^un hastet der Anwendung der Radiumsstrahken der große alftgebracht, um die Beschaffung dieser kostbaren Stoffe zu ermög-l Nachteil an, daß der Preis der strahlenden Metalle außerordent- ^ ^ogenüber der in, der Presse, ähnlich wie seiilerzeit bei der I lA hoch ist. Ein Milligramm Radium-Bromid löstet heute etwa Entdeckung des Luderkulin durch Robert Kock), sich breitmachenden ^00 Mark, und da die geringste Menge mit der man auf Erfolg Liegeftterung fei gleich zu Anfang darauf hingewiesen, daß sich die hosten darf, etwa 200 Milligramm beträgt, so beträgt allein der ^^Angelegenheit vorläufig noch im Versuchsstadinm befindet. Anschaffungspreis des Mfttels rund 100000 Mark Aehnlich

Ware höchst bedauerlich, wenn der unvermeidliche Rückschlag, 'leht es mit dem Mesothorium, das eine noch größere Strahlen der lieber gegenüber den überschwänglichen Hoffnungen, die man Energie als das Radium aufweist, jedoch eine sehr viel kürzere ®eute auf die Anwendung dieser Mittel setzt, eintrete i in., auch Lebensdauer besitz. Gewarnt werden muß auch vor der Behandlung da".' Gute, was den Radium- und Mesothoriumstrahlen innewohnt, I wit zu geringen Mengen der strahlenden Stosse, denn es ist mit nun wieder nut Hinwegschwemmen würde. Deshalb ist eine kühle großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß geringe Strahlenmen- Kritik mehr denn je am Platze, und erst die Zukunft wird lehren, 9en statt der erhofften günstigen, sogar eine direkte schädliche Wir- vb wirklich die großen Hoffnungen in Erfüllung gehen können, bicng auf das Krebsgewebe ausüben können.

man heute auf die Röntgen- und Mesothoriumst'rahlen setzt. So wünschenswert es ist, daß an möglichst vielen Stellen die

Statistische Feststellungen nach den Todesursachen und nach Beobachtungen gemacht werden können um schnell endgültige Er- Zusainmensli'llungen aus der Praxis vieler Aerzte machen es whriingen zu sammeln, so muß andererseits vor der Behandlung zwestellos, daß der Krebs nur ein für den einzelnen furchtbares und wlt zu geringen Mengen und vor nicht sachverständiger Hand- wenn nicht rechtzeitige BchandliMg eintritt, sicher tödliches Leiden habung auf das dringendste gewarnt werden. Uebrigens gilt auch ist, sondern daß er als wahre Volkskrankheit ähnlich wie die Tuber- die Radiumbehandlung, foie für alle anderen Behandlungs killoie ainzufassen ist, bereit Bekämpfung nicht nur zur Ausgabe Methoden, daß sich wirklich Erfolge voraussichtlich immer nur dann deS einzelnen Arztes, sondern der Gesamtheit gemacht werden muß werden erreichen lasten, wenn die Kranken zeitig in Behandlung «3n -öbren «'renen braucht nicht besonders darauf hingewiesen zu treten.

Emn. öie^aAverbreite Annahme, der Krebs sei voll- z An den dazu nötigen Aufklärungsarbeiten bitte ich gerade Sie unheilbar und kehre nach Entfernung des Enigangsherdes rechtskräftig zu beteiligen. Sie haben die beste Gelegenheit dazu' ^nh'nri.bP olle zuruck, nicht den Tatsachen und es Tann nicht ausbleiben, daß gerade Ihre Tätigkeit dem

ftnnS lei' ? ' ^^r.^chtzeitlge Operation wohl im- Kampfe gegen den Krebs mächtige Kraft verleiht. Wer von Ihnen

ftanbi- ist, in einer großen An;hl von Fallen dauernde Heilung an dieser Arbeit sich tatkräftig beteiligt, darf das Bewußtsein haben ^N'E^i^oraussetzung für einen solchen Erfolg ist aber, ebenso gutes und wertvolles zu leisten, hne es die ärztliche Kunst daß die Kranken nicht zu spat zum Arzte kommen: denn der Krebs vermag. 6 1 1

ih im - inaitg ein rem örtliches Leiden, sehr bald aber überschreitet Nach diesen Ausftihrungen, benen besonders der Gwßher^oa webp'^.^"^angsstelle und dringt in benachbarte Ge- mit großem Interesse folgte, dankte der Vorsitzende dem Redner^ Entfernung '^möglich gemacht wird. Es Ministerialrat Dr. .Kratz machte dann einige geschäftlick-e Mittei-

S lnä x re 'lufgabe fern, durch möglichst weit verbreitete hingen. Der erste Verhandlungstag war damit geschlossen.

1 rl11 ^li^hst frühzeitig der Ar.-/ Nachmittags 5 Uhr waren die Melwzahl der Teilnehmer von ^ie nrf^ in ^ne frm^Wnb^e|eJ Ausgabe können der Großherzogin geladen. Wends war Festvorstellung im Hos- Ä?tem 2RftBe beteiligen. Besonders die Gemeinde- theater. Gegeben wurdeWenn ich König wär".

tötsti sind' hnhen ^^ck>e Ui Krankenhäusern , Die Verhandlungen werden morgen vormittag V'10 Uhi

rSllulkn t?nb(Ln ,cAr die Moglichteit, aufflarenb zu wirken, wetterge führt werden.

Freilich stehen der Aufklärung große Schwierigkeiten entgegen, _____

teilö '"..den tatsächlichen Verhältnissen, teils in der an sich ja nicht

unverständlichen KrebSfurckt vieler Menschen begründet sind ^ie <<«5 Sta-t 11110 LcttlS.

saastichen Schwierigkeiten beruhen darauf, daß der Krebs nur aus- Gießen, 15. Oktober 1913

uuhvisweife ichon im Beginn Schmerzen oder andere unangenehmen I ** gn; r f f w»s x 4. m - c * Erfcheinungen zu mack-en pflegt. Es ist also notwendig immer L -n W'rkl. Geh. O b er in e d iz ino l ra t Dr. Gass kl) wieder darauf hinzuweifen, daß selbst anscheinend sehr harmlose lritt in den Rn he st and. Wie uns aus Berlin gemeldet ^^i/sungen auf Krebs beruhen können, nicht müssen. Die weit wird, hat der Kaiser dem Direktor des Instituts für Jnfektions- ,d,rocrer unb mit durch »«Jrrantoeiten, be,n ®eb. Dbermebi.inalraf Professor «a nky. Wenn man noch bic Tatsache sesthalten muß, daß rechtzeitia El'--nbiir«cr der Sladt Gießen, die nochgesnchte Ent.

behändster Krebs sehr häufig aus die Dauer heilbar ist so ossnn g au§ dem Staatsdienste mit Pension erteilt und läßt sich doch auch wieder nickst verkennen, daß nicht allzu selten zugleich den Charakter eines Wirkt. Geh. Obermedizinalrates feÄn^ uS find ^,rC D^'rattonen, die zu seiner Ent- nut dem Range der Räte erster Klaffe unter Ernennung zum

'IÄÄÄ .SÄSktb,en'tn, JnM'nts für JnfektionSkrank-

bellkuiide nock) reckst gefährlich find. Begreiflich also, daß sich ber PCI 1,1 Cxod>" verliehen.

geniackst htt, Armlosere und dabei wirksamere Mittel * 91 Samstag frei. Die Nachricht, daß sänitliche ? herbeizuführen. Man hat Behörden, die dem Ministerium des Innern unterstehen am

Art"Älg?rneine^Kräftignng^d^^Krantem13CTumbebanbInrme,t>er= I ?^bundertfeier frei habln, ist beMigt word'en

sucht, und Mittel, die den angeblichen Erregen, des Krel»'.>s! - Fortschrittliche Volkvpartei. In der entgegengestellt wurden, siird von bei, verschiedensten Seiten gestern abend im Cafe Ebel abgehaltenen Monatsver- Bebandlung empfohlen worden, sämtlich aber haben sie viel Sammlung des Vereins der Freisinnigen Volkspartei

^^nAuAahnien abgesehen, versagt. Leider ist auch welche auch von den Mitgliedern der Ortsgruppe des Reichs- fcgg X' Tnbbbubtt^bcn

trauen sehr am Platze. wundes Miß- des Reichsvereins liberaler Arbeiter und Angestellten

Die Sache hat sich erst geändert, seitdem man die Ent- in Leipria b^rün^muX'

berfung machte, daß den Röntgenstrahlen, noch mehr den oon den 10 000 wurde, zahltje^t 66 Ortsgruppen und

^. strahlenden MriallQi ausgeürndten Strahlen eine spezifische j,. -'l>.«siÄ «.!? liberale Arbeiter und Angestellte. Es ist Wirllanikcit gegen dieKnckszelleil zukomntt Man Hai qesehnl daß Ä^?wmcn, die Jahresversammlung des Reichs­

gerade die Hmitzellen des menschlickLn Körpers von dei, Rönt'gew^rcinsim Jahre 191b in Gießen abzuhalten Anaereät trahlen besonders leicht geschädigt werden. Tiefe, ansüngsich sein Berichterstattung über den Vortrag des Privat

störende Erscheinung, die vielen Menschen großen Schaden zu ^entmi Dr. L ppenheinrer in Halle a S S'üfter^Ü,> gefügt bat, ücb sick) aber verwerten zur Bekämpsuwi des Shebfed, ^grarfraßc und das Schädliche des Großarundbe'sik^ da dieser fich im wefentlickfen aus Ankömmlingen der Deckzelleuj wickelte sich in der Versamiirluiig eine

des menschlichen Körpers zusammensetzt. spräche, in deren Verlauf die verickied^i^n Ansi^t^

Es hat sich gezeigt, daß ebenso wie die Dcckzellen selbst durch die Nützlickfkeit eines ÄonununaU)roip:amm5 für Sr ^nTr-1 die Röntgenstrahlen geschädigt werden tonnen, ohne daß die Partei zum Ausdruck kam. Profesior l! r ft a d t int Sh umgebenden (^emebc eine bemerkenswerte Schädigung erfaßen, in der Bersammlirng anwesende Redattti'r E r ke i - -J Eh bic Zellen des weit emchsiudttcher aie die übrigen * Harten sich für die 'SchajjriZeines Zwimnunalpro^rammch !