Ausgabe 
15.7.1913 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

reinigen.

b

L

1

5

s

r. Reichelsheim, 12. Juli. Freitag, 11. d. MtS., erhielt unser Ort elektrischen Strom von der lieber-

Kreis Friedberg.

-1. Friedberg, 15. Juli. Gestern nachmittag verging ich der 18jährige Friseur ft. K. an einem jüdischen Mädchen, indem er sein Opfer unter dem Vorgeben, er sei Architekt und sein Vater sei Bürgermeister von Düsseldorf, von

£ Hermanns fiqft Schule bie ~ beM Rodheim vnntte der Taqeso' litzbein-Hellingsl tzctz Lehrers -höh tizirk umsaht icti Hauptlehrerstelle

X Marburg ^industrieller, der: Oliheim hier, i n Alter von 71 fi löste auch Imiqe Z h Frankfurt ou? hem .flraiifeffyn eine Kassette lätn wurde der Aus ^eld noch bei sich.

Mehrere bulgarische Offiz,i-ere habe dieses Schicksal ereiPt; fie seien von ihren eigenen Mannschaften getötet morden. Die Truppen, bei denen der zweite Balkankrieg geradezu verhaßt, jedenfalls unpopulär sei, wollen durch derartige Maßregeln, dem Bericht meines Gewährsmannes zufolge, einen Druck auf die Regierung ausüben $ur Einstellung £>cr Feindseligkeiten und zu ihrer Entlassung. Alle Nach­richten über derartige Gewaltakte und Kundgebungen wür­den von der Zensur natürlich unterdrückt, weshalb das übrige Europa davon bisl)er nichts erfahren habe. Nach der Ansicht meines Gewährsmannes wäre bei der gegen­wärtigen Erbitterung der Bevölkerung der Bürgerkrieg in Bulgarien fast unvermeidlich.

Nachrichten aus Serbien.

Budapest, 14. Juli König Peter von Serbien soll an seinem alten organischen Leiden schwer erkrankt sein. Der Thronfolger ist aus dem Hauptquartier in Uesküb bringend zurückberufen worden.

Belgrad, 14. Juli. Die serbische Presse verbreitet Ge­rüchte über den Schritt des russischen Gesandten v. Hartwig bei der serbischen Negierung, der die Einladung zu einem Schiedsgericht zum Gegenstand hatte, sowie darüber, daß Hartwig unzufrieden mit dem Bescheide des Ministerpräsidenten Paschitsch eine Audienz beim König erbat, sind falsch. Ter von Hartwig aus Befehl seiner Negierung unternommene Schritt bet der serbischen Regierung ist identisch mit den in Cetinje und Athen unter­nommenen Schritten und hat zum Zweck, die Einstellung der Feindseligkeiten und die Einleitung von Friedensverhandlüngen herbei,tu führen. Serbien hat erklärt, das; es bereit sei, von Bulgarien abgesandte Bevollmächtigte zu erwarten, mit denen die Unterhandlungen wegen der F r i e d e n s p r ä l i m i- rten gepflogen werden sollen. Nach der Unterzeichnung dieser Präliminarien ist Serbien sofort bereit, die Feindseligkeiten emzu- ftellen.

Bulgarische Grausamkeiten

Kreis Friedberg.

£. Friedberg, 14. Juli. Die Stadtverordnetensitzung vom 14. Juli beschäftigte sich unter dem Vorsitz des Bürger­meisters Baurat Stahl allein mit der Vergebung der Arbeiten für den Umbau der von Helmvltschen Hofreite und des Bahnhofs für die vorläufige Unterkunft des Bataillons. Auf die zur Unter­bietung vorgesck/riebenen Arbeiten sind 2 Angebote cingdaufcn. Theodor Mörschel fordert für sämtliche Arbeiten 37 646 Mark. 41 Handwerker haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen­geschlossen, und als Unternehmer ist für sie Wilhelm Füller aus­getreten. Diese fordern 42 510 Mark, demnach 4864 Mark mehr Die Stadtverordneten Jean Füller und Karl Bopp können an den Verhandlungen nicht teilnehmen, da sie der Arbeitsgemeinschaft der Handwerker angehören und dadurch Mitin ter esse nten sind. Nach Eröffnung des Unterbietungsverfahrens bat die .Handwerker­vereinigung ein Nachgebot eingereicht, die Arbeit nunmehr für 37 579 Mark aus-usühren. In den Bedingungen ist jetroeb aus­drücklich vorgeschrieben und bekanntgegeben worden, daß Nach­gebote nicht angenommen werden dürfen, roertn das Höchstgebot den Voranschlag nicht überschreitet. Nach längerer Aussprache wird der Beschluß gefaßt, daß der Herr Bürgermeister Dienstag vormittag versuchen soll, zwischeti den Handwerkern und Mörschel eine Einigung über gemeinsame Ausführung der Arbeiten herbei­führen. In diesem Fall wird der Bürgermeister beauftragt, sofort den Zuschlag zu erteilen, andernfalls muß eine Abstimmung erfolgen, die am Dienstag nachmittag stattfinden soll.

Ge i ar. 1.

Ni

D & 1. la B

Ausland.

Lang charnps, 14. Juli. Eine große Menschenmenge begab sich nach dem Bois de Bouloque, um der Parade beizüwohnen, die anläßlich des heutigen N a t i o n a l f e st t a g e s alljährlich stattfindet. Die Parade war von günstigem Wetter begünstigt. Tie Truppen waren Gegenstand begeisterter Kundgebungen. Der Präsi denk traf um 8 Uhr morgens ein. Auch Ministerpräsident Barthou war Gegenstand sympathischer Kundgebungen. Präsident Poincars schritt die Front der Truppen ab und übergab mehreren Regi meutern, besonders den afrikanischen und asiatischen die Feld- zeichen. Er hielt bann, eine patriotische Ansprache.

Nancy, 14. Juli. In der vergangenen Nacht 12V? Uhr kam es'nach einem Streit in einem (Safe am Stanislausplatz, an dem französische Gäste und Deutsche aus Elsa ß Lothringen beteiligt waren, zwischen dem Studenten Marcel Gallot und dem 26jährigen Eiseuhändler Karl Conrad aus Hayingen zu einer Schlägerei. Gallot, welcher der Angreifer zu sein scheint und betrunken war, wurde verhaftet. Gallat hat Conrad verwundet, doch.sind dsc Verletzungen nicht schwer. Untersuchung ist cingelcitct.

Deutsche» NeZeh.

Valestrand, 14. Juli. Der Kaiser begab sich heute vormittag mit den Herren seines Gefolges auf demSleipner" junt Fridtjosdenkmal Heute nachmittag, nach dem Gintreffen des Feldjägers, arbeitete der Kaiser allein und hörte abends einen kriegsgeschichtlichen Vortrag.

B erlitt, 14. Juli. DerReichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz, betr. die Ergänzung der Friedenspräsenzstärke und das Bes.oldungsgesetz.

landzentrale Wölfersheim. Die meisten Hausbesitzer sind an­geschlossen. Der Geflügelzüchterverein beschloß, Ende November eine Geflügel-Ausstellung dahier ab- zuhalten.

. _.k. O b er-Eschbach, 14. Juli. Die beiden Vorsitzenden des hiesigen Kriegervereins, Geiß und Bürgermeister Fritzel, erhiel­ten von der Hassia in Anerkennung ihrer langjährigen Tätig­keit als Vorstandsmitglieder die bronzene Plakette der Kameq radfchaft. ~ .

Kreis Schotten.

O Laubach, 14. Juli. .Heute wurdtz hier die elek­trische Lichtanlage der Ueberlandzentral'e Wölfers­heim dem Gebrauch übergeben. Tie Straßenbeleuchtung ist vollständig fertiggestellt, während in vielen Häusern die Arbeiten noch nicht beendet sind. Tie über der Eisenbahn- strecke gelegenen Strafen und die Häuser südlich der Stadt sind noch nicht angeschlossen, da die mit der Eisnrbahndirel'- tion geführten Unterhandlungen noch nicht beendet sind Im August wird sich Assessor Li n d, ein geborener Greße- ner, hier als Rechtsanwalt niederlassen.

O Laub a ch, 14. Juli. Auch dieses Jahr hat sich Lauback) eines guten Zuzugs von Fremden zu erfreuen. (SbfM Häuser und Privatpensioneii sind gut beseht. Im Gasthaus zur Traube ist eine Ferienkolonie aus Frankfurt von 180 Knaben unter Aufsicht eines Lehrers eingetroffen.

Athen, 13. .Juli. Der König übersandte unabhängig von dem an die Mächte gerichteten Protest persönlich den Staats­oberhäuptern einen Protest gegen die Grausamkeiten der Bulgaren. Mehr als 30000 Personen nahmen an der Protest­versammlung gegen die Greueltaten der Bulgaren teil. Der Bürger­meister von Athen Merkuris hielt eine mit großem Beifall auf­genommene Rede. Tie Versammlung beschloß, an die Hauptstädte Europas und Amerikas eine Protestkundgebung zu icnbcn.

Em offizieller Bericht besagt: In S t r n m n i tz a marterten die.Bulgaren die serbischen Gefangenen und ver­brannten einen serbische n Offizie r leb end. Tie griechische Polizei entdeckte rn den Häusern der Bulgaren in Strmnnitza eine große Zahl von Bomben und gestohlene Sachen aus griechischen und lmusetmanischen Häusern. Bulgarische Kriegsgefangene erzählen, die Offiziere hätten ihnen am Abend vor dem Kriege in den Kasernen auseinandergesetzt, der Krieg würde alle Soldaten reich machen. In den Städten, die besetzt würden, würde ihnen volle Freiheit zur Plünderung gelassen, auch könnten sie griechische und muselmanische Frauen ungestraft vergewaltigen.

Die rumänischen Operationen.

Bukarest, 14. Juli. Der bulgarische Gesandte Kalin- ko w und das Personal der Gesandtschaft haben heute Bukarest verlaßen und sich nach Nustschuk begeben. Der Kriegszustand zwilchen Numänicn und Bulgarien ist damit endgültig'eröffnet.

Die Regierung wird vom Parlament die Ermächtigung ver­langen, den Belagerungszustand über das ganze'Land oder einzelne Teile desselben zu verhängen, falls es not­wendig fein sollte.

Die in ausländischen Blättern verbreitete Nachricht von an- g.ebli chen Angriffen auf die ö sterr ei ch i sch - u n ga- r 11 P ? n K onsulatein einzelnen Städten Rumäniens und von angeblichen Jnfultierungen von Mitgliedern der österreichisck>-unga- rischen Vertretungen entbehrt jedweder Begründung.'

Bukarest, 14. Juli. Nach einer Mitteilung des Kriegs- Ministeriums über die bisherigen Operationen der Armee wurde am 10. Juli Silistria widerstandslos besetzt. Am 11. Juli begannen die Operationen am Festungsviereck der T o - Irr u b f d) a durch diejenige Armeegruppe, die am Vorabend sich auf der Linie Ostrov, Decuzaci, Caraomer und Calarasch ge­sammelt hatte. Ein Teil dieser Truppen überschritt die Donau bei Calarasch und Ostrov mittels Pontons. Am selben Tage besetzte die ältliche Armeegruppe die Grenzposten von Mangalia, Caraomer Und Decuzaci und nahm die dort befindlichen bul­garischen Posten gefangen. Abends erstteckte sich die Front der Armee von. Silisttia bis 12 Kilometer südlich von Mangalia.

J2- Iäll abends dehnte sich die Front von Vetrena an der Donau bis Caraomer und Baltschik aus. Am 13. Jüli ging die Kavallerie gegen Turtukhai, Kadikoej, Dabritsch und Baltschik vor, ohne Widerstand zu finden. In allen besetzten Orten ist eine Militär­verwaltung eingeführt worden.

Die türkischen Ansprüche steigern sich.

Konstantinopel, 13. Juli. In Besprechung des Mar­sches der türkischen Armee führt derTanin" aus: Die Inter­vention Rumäniens, insbesondere das Vordringen der Griechen int Wilajet Adrianopel habe die Lage vollständig ge­ändert. Die Armee bei Bulair müsse gegen Dedeagatsch und Adrianopel marschieren. Bezüglich der Verhandlungen mit Bulgarien meint das Blatt:Solange die Bulgaren sich nicht verpflichten, Adrianopel an die Türkei wieder abzutteten, werden wir die Verhandlungen ablehnen."Taswiri (Sffiar" sagt die türkische Armee müsse Adrianopel wieder besetzen und so­dann nach Dedeagatsch, Gnemuldschina und Drama marschieren.

Rom, 14. Juli. DieTribuna" meldet ans Petersburg: Es ist sicher, daß die Mächte gemeinsam handeln, nm der Pforte zu notifizieren, sie würden ihr militärische Be­wegungen über die Grenze Enos-Midia hinaus, die bereits infolge der Mediation der Botschaftervereinigung festgelegt sei, nicht gestatten.

Konstantinopel, 14. Juli. Die Türken haben Ro- dosto und Tschorlou besetzt. Tie Bulgaren zogen sich zurück.

Die Tette Publigne bat beschlossen, dem türkischen St a a t s s ch a tz 5 0 Millionen Franks aus der italieni- scheu Entschädigung für Tripolis vorzuschießen.

von 5mein

'ä> um nlB sagte

(ft. Reifen 5:1

Für die Gefallenen bei Laubach-Frohn- ^o.^en ließ die Hessische KriegerkameradschaftHassia", wie alljährlich, die Gräber schmücken. Auch das bayerische Jäger­bataillon beteiligte sich, wie üblich, an der Feier, die sich am Denkmal bei Frohnhofen abspielte. Ansprachen hielten das Vorstandsmitglied Feldpusch-Darmstadt, ein alter Veteran, Major Lettenmaier- der Kommandeur des 2. Jäger- Bataillons in Aschaffenburg, und im Namen des Krieger­vereins Darmstadt Wenzlau.

** Die Gießener freiw. Feuerwehr hielt ge­stern abend eine Uebung ab, der Regierungsrat Langev- mann, Beigeordneter Kelter, Branddirektor Braubach, Re- gierungsrat Gebhardt und eine Anzahl Stadtverordnete beiwohnten. Nach Vorführung der einzelnen Geräte int Schulhofe am Oswalds garten rückte die Weh r mit Musik wieder nach dem Turimhause mtb daun nach dem Cafe Ebel, wo unter Teilnahme der Gäste eine Jubiläumsfeier der Kameraden Karl Moll für 50jährige und Dechert und Schmitz für 25jährige Dienstzeit stattfand. Zum ersten Male war eZ der Wehr vergönnt, das 50jährige Jubiläum eines Mitgliedes zu feiern, deshalb zollte Beigeordneter Keller dem Kameraden Moll Worte der Anerkennung für feine unermüdliche Tätigkeit bei der Wehr, zumal er ein stets diensteifriges Mitglied gewesen sei. Ein Geschenk der Stadt wurde Herrn Moll schon im Laufe des Tages über­reicht, ferner fand sich eine Abordnung der Wehr in seiner Wohnung ein, um ein Geschenk und Glückwünsche zu über­mitteln. Moll gehört heute noch dem Vorstand der Wehr an. Regierungsrat Sängerinann überreichte nun den Kame­raden Dechert und Schmitz die vom Großherzog per- liehene Auszeichnung für 25jährige Dienstzeit, worauf Brandinspektor Wigandt beiden ein Geschenk von der Wehr überreichte. Im 'Austrag der Jubilare sprach Kamerad Moll den Tank für die Ehrung aus. Bei den Klängen der Feuer­wehrkapelle und nach Absingen einiger Feuerwehrlieder blieben der Vertreter der Regierung und der Stadt mit den Feuerwehrleuten einige Stunden zusammen.

, ** Belohnung. Die Kgl. Eisenbahn dir ektion!

Frankfurt a. M. hat aus Anlaß der Transportgefähr­dung am 12. d. Mts. aus der Strecke Hungen Mücke für die Ermittelung der Täter eine Belohnung von 300 Mk ausgesetzt.

Lotosblumen. Blüten der geheiligten indischen LotoSpflanze (Nelumbium speciosmn) hat das Blumen­haus Dietz im Schaufenster ausgestellt. Die Blume, die auch noch weiße und rote Färbung aufweift, zeigt eine wundervoll abgetönte rosa Farbe. Es war sehr schwierig, die Blume, die im Süden Italiens künstlich gezüchtet wird, nach hier zu bringen. Unter 7 Postsendungen, die nach und nach ab­gingen, ist gestern die erste ausstellungsfähig hier angekommen.

Landkreis Gießen.

g. Leihgestern, 14. Juli. Gestern wurde hier das Iah- ressest des Zweigvereins der Gu stav^ Ad ol s-S t i ftu n a lur das Dekanat Gießen gefeiert. Es nahm einen wohlgelunge» uen Verlauf. Die zahlreich berbeiftrömenbe Festgemeinde, sowie die auswärtigen Festteilnehmer wurden gegrüßt vorn Fahnen- und -lannenfchrnuck des stattlichen neuen Gotteshauses, wurden erbaut bon dem Festprediger, Professor Dr. D. Diehl-Friedberg, der in, bekannter Meisterschaft die Gemeinde zu fesseln wußte, wurden erfreut durch die musikalischen 'Darbietungen des Po saunen ckors Klein-Linden und des Kirchengesangvereins Leihgestern. Nach Be­endigung des Äauptgottesdienstes fand eine halbstündige Pause statt. Darnach versammelte sich die 'Festgemeinde wieder vor der Kirche, wo drei, Schüler in frischer sicherer Art einGustav Adols^Zwie- gesprach" vortrugen. Die Arbett des Einübens, die als eine finnige Bereicherung des Festprogramms gelten konnte, hatte Lehrer Jung übernommen. Nun füllte sich zur N a ch v e r s a m m l u n g der alte Schulhm bis zum letzten Platz. Pfarrer Liz. G o m b e l - Reiskirchen-

Schriftführer des Vereins, -erstattete den ausführlichen Jahres­bericht über die Größe der Vereinsarbeit, Pfarrverwalter Strack der Sohn des Ortsgeistlichen, erzählte in interessanter Weise aus der Geschichte feiner Gemeinde Gustavsburg bei Mainz und ihrer »Öffnung auf die Hilfe der Glaubensgenossen. Kirchenrat Strack wrach m seinem Schlußworte herzliche Tänkesworte im Namen des

-.akwes des Zweigvereins als Vorsitzender, sowie als Orts- geistlicher. Die Gesamtkollekte aus beiden festlichen Veranstaltungen betrug 133,30 Mk. Der junge Tiasporapfarrer nahm sie mit heim dankbaren Herzens, gewiß aber auch erfreut darüber, daß so großes Interesse seiner kämpfenden Gemeinde in seiner Heimatgemeinde entgegengebracht wird.

Kreis Lauterbach,

k Herbstein, 14. Juli. Tödlich verunglückt ist der betagte Landwirt Schrimpf aus Altenschlirf. Er stürzte vom Scheu- nengerüfte in die leere Tenne und blieb schwer verletzt liegen. An den Verletzungen ist er gestorben.

14- Luli. Unsere Gemeinde (100 Einwohner^ m^beriges Verhältnis mit Stockhausen lösen und eine eigene Jour g er m eifterei haben, da jetzt der gemeinsame Bür­germeister Eichenauer gestorben ist.

** Der Zirkus Hermann Althoff begann gestern stbend fein hiesiges Gastspiel vor nahezu ausverkaaftem Hause mit einem geradezu glanzenden Spielplan, wie er in Gießen kaum jemals vorher zu sehen gewesen. Sämtliche Vorführungen waren außerordentlich exakt und unterhaltend, und es ist keine Frage daß man nur selten Gelegenheit hat, derartig gute und eigenartige Vorführungen zu sehen. Auf dem Drahtseil erwies sich Fräulein Alciida als tüchtige und gewandte Künstlerin, die auch die schwierigsten Stücke spielend bewältigte. Mit ihren Freiheits- orenuren tat sich Frau Pierre rühmlich hervor .Herr Al- many vollführte mit Tischen und Stühlen halsbrecherische Hebungen, bei denen er sich stets unglaublich geschickt im Gleich­gewicht zu halten öermodjtc. Als verwogene Reiterin lernten wir Fräulein Bella kennen, die ihren Namen nicht zu Unrecht tragt und auch Fräulein Philippa tat sich auf ihrem Pferde überraschend hervor. Ein tüchtiger Radfahrer, der auf einer Tisch­platte verblüffende Kunststücke vollführt, ist d e r g r o ß e A l e x a n- dcr, der außerordentlichen Beifall fand. Eine ungewöhnlich gute Darbietung gibt der Clown Jack mit seinen dressierten Eseln, Schweinen und Gänsen, die staunenerregende Kunststücke ooll- bringen. Als vorzügliche Schulleiterin tat sich Frl. Luise Dio m m v - ~

hervor. Eine ans Unglaubliche streifende Vorfüljrung ist das öcm Promenadeweg nach Bad-Nauheim auf Nebenwege ge- Auftreten des Affen Max, der sich nicht nur wie ein Mensch lockt hatte. Nach der Tat raubte er dem Mädchen einen bewegt, sondern auch ein ganz hervorragender Radfahrer ist, goldenen Ring, sowie Uhr und Kette. DaS Mädchen lief ihm ''m Uhr -d Kette wieder zu er-ungen. Am .steinernen schon diese eine Nummer i)t den Eintrittspreis wert. Als wirk- 8 ,DQCf ec eS zu Boden und versuchte ein zweites 93er- licher Meisterschafts-Jongleur erweist sich Herr Cartella mit 9c^cn- Dann entfernte er sich nach der Stadt zu, wo ihn seinen verblüffenden Aussührungen. Tüchtige Jvckeyreiter sind städtische Arbeiter auf Bitten dcS Mädchens festnahmen und °1 s<n?r' Al.tho ff fjjhtte mit ihn vor Polizei Übergaben, die inzwischen auch erschienen!

3tc. w°r. Am selben Morgen tourte ter Versuch in Weckes,

wöhnlichc Nummer war die Familie Krem o (10 Personen EiTr? a,t ' ^reustmadchen bey ^anbnnrtd Gust. Schön-, btc als Muster von Gewandtheit und Sicherheit^ ikattscke ^lf g/luacht, das aber den Tater durch fein energisches Spiele vollführten, die das Entzücken der Zuschauer erregten Auftreten in bv, Flucht jagte. Vielleicht stehen beide SSer» Ten Schluß bildete der atemberaubenbe Todessturz des Herrn brechen in Zusammenhang. £cr Sohn des Spenglern Gaboin II. der sich von der Spitze des Zeltes in die Manege Masters Klein, der auf einem Schiff als Friseur tätig die humoristischen Austritte der Clowns und Auguste ist, wurde bei einem Zusammenstoß von Bord geschleudert Äk in E-m °.s° = -bist ertrunken; bisher tonnte seine Leicht noch nicht

. /.I " ne ile Ba h nsteig 3 aus dem Personenbahnhof - . . ber Mam-Weserstrecke ist nun bis auf Kleinigkeiten fertig- ^stellt und schon vor einigen Tagen in Betrieb genommen ®ei starkem Verkehr wurden besonders am Samstag und Sonntag Züge nach Kassel und nach Frankfutt a. M. sowie Sonderzüge abgefertigt. Der Bahnsteig ist 200 m lang.

lieber das Abladen von Kohlen auf der Straße enthält das heutige Kreisblatt eine Bekanntmachung, auf die wir Hinweisen. Danach darf baS Abladen der Kohlen nur auf der Fahrbahn erfolgen und bat Wegbringen

Revision gegen Erfurt, 14. 31 ^oiilronvcrinmmhmfl üfcroiflen beqanqeu n l'Lr l'erhciukiiing bvafo; uarflfl do? CberftieqSq urteilten haben bi 1c nu' die Tauer vi '-v-rden iollten, haben drauch gemacht.

TerK

X m Tht ^liache^Millionö: t Mttm cobnc in w 3^n Sage des j, ! F be'rächtl-äie « es abkbntc, iür

Hebet das Ves ?l^ngt. Es gc

'U bewegen. innrlr ? et sich

6»3ii alleo Nöl,

L.

« Li 1. A Leul

S' fd)ö. iöiü Ä.vt

L

Lül Nei

Aus Statt und fand«

Gießen, 15. Juli 1913.

** Tageskalender für Dienstag, 15. Juli. Stadt- theater: Operetten-Vorstellung.Hoheit tanzt Walzer". Anfang 8 Uhr.

** Inimer wieder laufen auf unserer Redaktion Anzeigenalifträge und Briefe ein, die für die Geschäftsstelle unseres Blattes bestimmt sind. Da hierdurch Verzögerungen nicht immer ausgeschlossen sind, machen wir wiederholt darauf aufmerksam, daß alle Sendungen geschäftlicher Art an die Geschäftsstelle (Fernsprecher 51) zu richten sind; die Schrift- leitung ist nur für den Textteil der Zeitung zuständig, aber nicht für Angelegenheiten, mit denen eine Vergütung an die Zeitung verknüpft ist.

** Ordensangelegenheit. Der König von Preu­ßen hat dem Oberleutnant von Hesse, Adjutanten der 34. Infanterie-Brigade, die Erlaubnis zur Anlegung des Ritterkreuzes 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen erteilt.

** Aus dem Militärwochenblatt. Regierungs­baumeister und techn. Hilfsarbeiter Geißler der Jntend. 18. Armeekorps in Frankfurt wurde als Vorstand eines Militär-Neubauamts nach Gießen versetzt. Regierungsbau- meister Lincke in Darmstadt wurde als Leiter von Neu­bauten in Darmstadt etatsmäßig angestellt.

Stiftung für die Universitätsbibliothek Gießen. Zur Erweiterung der im Jahre 1884 mit der hiesigen Univ.-Bibliothek vereinigten Bibliothek des verstorbenen Professors Dr. Wilhelm Clemm hat Geh. Kommerzienrat Tr. Adolf Clemm zu Mannheim weitere 5 000 Mark gestiftet, womit seine Zustiftung den Betrag von 10 000 Mk. erreicht.

- Waldgirm Ucsental nach Buk Vasserquelle gesir atlelnächster Nähe Sk

Sfdtlti

S.S.

sfeSf ^Mlage s^ldzu lÄN'chen erMc

itarbn Partei ü

.ifut wer

I

Ze Tienatw'

.' ' unh

ch. Singen, > ,nb(n mitten b'

ta

M S»** , eine ^Sgievi ^oioerteilung- Die j wen übrigens öl|lnl

Zur D' on Verr l Hbberteltir titiyn d tgaveixrHnz (erlag bes< iiCT urdj bevv " es Herr trtuenid) - lielen, nu - Beüchii täh. Will D47l Bisn übroigftr.i er mb vollst, i nil Balke Sab ufiö.i. iuch früh. Vr. Jord Durch Be öauvimai Ltzobnung Ümmer, 9 Bobenrä' unb aller nerichtei, , auch fri^ 1 vermiete Ecte Plo, V 4Q43I Pc Wiesen-1 Gart., vi z. öcrm. v.Juna- bura v.

|___7

Fran! Herrscht Woimi ^Zentra leuni in .1. Ctiol Näb-Tk

|____6

Ploc Babcz. ver 1. Näher, Durch Telegi mehl ii Hauset besteht mit B hör, v an ber Zu er 05108) Gas, > -Gartt zu ve

Im -ist sch wohn Gas 1. Ok Bal)

lliedens ist veronentlicht worden. Bryan schlägt vor, daß während verunreinigten Sllaßenteue sind sofott gründlich zu der Untersuchung eines internationalen Strettßrlles die mili­tärischen und maritimen Lüftungen auf dem Statusguo gehalten iverden sollen, außer wenn eine der beiden Parteien von dritter Seite bekämpft werde.