Ausgabe 
15.2.1913 Erstes Blatt
 
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Dir. Prof. Schmidt

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Technikum J'menau Werkmeister. Prospekt.

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Letzte Nachrichten.

Aus der Hessischen Zweiten Kammer.

R B. Darmstadt, 15. ftcbr. Ein o r iginelles Ver­sehe ü herben die Sozialdemokraten in der gestrigen Sitzung der 2. Kammer begangen. Bei der Abstimmung über die- Zivilliste und die Kosten der Ordensverleihungen vergaben die S o z i a l d em o traten im Eifer des G e fech'tes ihre grundsätzliche Gegnerschaft zu be=* Kunden, obmolsl der Mg. lllridt bei den Beratungen deS Finanz ansschusses dagegen gestinttnt hatte.

von 45. Dr. Biermer

Anfang Wochentags abends 8 Uhr, Sonntags nach- Eintritt frei! mittags 5 Uhr. Eintritt frei!

Amtlicher Wetterbericht.

Wetteraussichten in Hessen für Sonnlag, bett 16. Febr. 1913: Mein heiter und iroden, kalk, Nachtfrost.

19 Jahren. .

g. Treis a. d. Lumda, 14. F-br Der hinter Tret 'ich erhebende hohe Toten berg bietet eine prachtvoll Rundschau ins Lahntal bis hinauf nach Marburg, lüct intz Hinterland hinein und über das Lumdatal hinweg naci bem Taunus. In früheren Jahren stand auf dem Gipfi. des Berges eine alte Eiche und heute noch crNß&ti

Linoleum!

Drnck-Liin oleum . Qm von Mk. 1.35 an

3 Damen Direktion Epnet^Alberc

Vorzügliche 1 Leistungen in Chor, Duett u. Sologesang

L IHLZ

Dienstag von 67 und Mittwoch

Tartuer 1913 at Anstalden 220 versicherte Personen hergebracht waren. Außerdanr befanden sich noch teils aus eigene Kostmr, teils aus Kosten des Fonds der Grotzherzogm, non Gemelnden oder sonstigen (Stiftungen 66 Personen in Heil­stätten. .

**Die Obsternte Hessens 1912. Nach den durch die Bürgermeistereien vorgenommeuen Schätzungen wurden 1912 568 557 Doppelzentner Obst (im Vorjahr 458 722 Dop velzentner) geerntet. Der Wert berechnet sich auf 5% Mil­lionen Mark (im Vorjahr 6,7). Die Obsternten sind im ganzen nicht so großen Schwankungen ausgesetzt wie die Weinernten. In den letzten Jahren ist der Geldkvert der jährlichen Obsternte Hessens nicht unter 4y2 Millionen Mark gesunken. Der Ertrag verteilt sich auf folgende Obstarten 93 719 Doppelzentner Tafeläpsel (1418 595 Mart Geldwert), 231929 Doppelzentner Wirtschastsäpfel (1 763 701 Mark.), 33951 Doppelzentner Tafelbirnen (505 712 Mark), 67342 Doppelzentner Wirtschastsbirnen (441875 Mark), 127 512 Doppelzentner Zwetscheu und Pflaumen (1102 229 Mark), 7159 Doppelzentner Kirschen (245 762 Mark), 1202 Doppel­zentner Aprikosen (75 625 Mark), 306 Doppftz^niner Pfir­siche (20 048 Mark) und 5437 Doppelzentner Walnüsse (169158 Mark). Besonders ungünstig war die Aprikosen- imb Pfirsichernte.

Stadttheater. Nochmals sei auf den morgigen (xhrenabend für Regisseur Hermann Norden hingewiesen, der mit Ablauf der Spielzeit nach vierjähriger erfolgreicher Tätigkeit unsere Bühne verlädt. Dec Hofschlächternteister Rommel in dem gewählten Lustspiel von Walther und SteinDie Herren Söhne* dürfte eine Prachtleistung des Benefizianten werden. Da auch tue übrigen Rollen mit be­währten ersten Kräften besetzt sind, kann der Besuch der Vor­stellung empfohlen werden.

Oberhessischer Kunstverein. Die moderne Baukunst-Ausstellung, die seit acht Tagen ausgestellt ist, findet allgemeines Interesse. Da das Deutsche Museum gu Hagen die Wanderausstellung nur in größeren Städten zur Ausstellung bringt, machte e§ keine geringe Mühe, sie schon jetzt für Gießen zu gewinnen. Hoffentlich wird der Stamm regelmäßiger Besiicher der Ausstelltmgen des Kunst- vereins immer größer, denn gerade für Architekten, Hand­werker usw. sind derartige Ausstellungen von besonderem Znteresse. Die Oelgemälde von Barnas-Friedberg sind durch das Bild ,Vogelsberger Steinklopfer" bereichert worden. Die jetzige Ausstellling bleibt nur noch 14 Tage.

** Deutscher Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien. Abteilung Gießen. Herr Geh.Rat Prof. Dr. Hansen wird am Donnerstag, 27. Februar, in der neuen Aula der Universität, abends 81/4 Uhr, einen Vortrag halten. Das Thema lautetDie Tropeninsel Ceylon und ihre Pflanzenwelt". Die Reise, auf der der Vortrag fußt, fand vor einem Jahre statt und lieferte außer reichen Sammlungen für das botanische Institut etwa 800 photographische Aufnahmen, die aus Ceylon gemacht wurden und, da sie mit fachmännischem Blick auf genommen sind, schöner und lehrreicher sind, als durch Photographen verbreitete Bilder. Von diesen Aufnahmen werden in dem Vortrag die interessantesten in Form vvn Lichtbildern vorgeführt werden. Die Tropen sind mehr dem Namen nach als in der Anschauung bekannt und gerade die PflanzeMvelt dieses Gebietes liefert außer den jedermann bekannten Palmen eine solche Fülle von merk­würdigen und schönen Formen, daß die Gelegenheit, etwas davon in Bildern vor beit Augen vorübergehen zu lassen, zweifellos nicht unbenutzt bleiben wird.

**DasVorlesungSoerzeichnis für da? S0mmer- Halbjahr 1913 ist soeben erschienen. Von allgemein in­teressierenden Vorlesungen, deren Besuch von der Erlaubnis des Dozenten abhängig ist, finden wir: Dr. Opitz: Die Stellung der Frau im :noderneu Leben, Donners- Lag 56. Dr. Messer: Grundzüge einer Wclt- rind Lebensanschauung, Mittwoch von 56, Freitag von 67. Tr. Kinkel: Philosophische Erklärung von Goethes Faust (I. u. II.). Dr. Weidenbach: , Religionsphilosophie, zweistündig. Dr. Feist: Die rnenschlichen Genußmittel. Dr.Bruck: DerPflan- genbau in den deutschen Kolonien, Freitag von 56. Dr. Spen gel: Die Parasiten des Menschen und

ilni-Linoleum . . Dm

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Kreis Schotten.

O Laubach, 13. Febr. Unter Vorsitz des Geh. Ober- chulrats dlodnagel fand heute am Gymnasium die münd­liche Riat nritä tSp rüsung statt. Sieben Schüler und eine Schülerin waren zugeloffen; 2 Schüler und die Schülerin waren infolge guter Leistungen befreit, die übrigen 5 be­standen. Als Beruf haben sich 2 Abiturienten das Militär­fach auSgewähIt, einer Medizin, einer Theologie, einer Jura, einer Landwictschaft, einer Bauingenieur und die Aviturientin Medizin. JinSchützenhof" fand abends ein Kommers statt, zu dem die Lehrer und die Schüler der Unterprima ein­geladen waren.

O V 0 m Vogelsberg, 15. Febr. Das Verbren - nen der Hecken int Frühjahr ist eine Unsitte, die gar nicht genug bekämpft werden kann. Schon jetzt sieht man allenthalben die Feuer rauchen, die viele Hecken mit ihrem dichten Bestände von vorjährigen dürren Gräserit zerstören. Und gerade dieses Untergras der Weiß- und Schwarzdorn­hecken bildet eine Mststätte der meisten Singvögel. Es wäre zu wünschen, daß bald etwas mehr Verstänonis für des Mensche»! Freunde aus der Tierlvelt Platz griffe. Nicht nur jugendliche Uebeltäter sind es, die das dürre Gras der .Heckeit anzüuden, sondern häufig sieht man auch Er­wachsene aut Werke, in unüberlegtem Tun den kleinen Sängern ihre Schrrtz- und Wolstiplätze zu zerstören.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 14 .Febr. Zurreit ist man mit der Aufstellung der Kkasten für die elektrische Leitung von Ockstadt nach Schwalheiin beschäftigt. Die Hausleitung in beiden Örtert ist beendet. Das Lehrerseminar wird elektrisches Licht erhalten.

X Bad- N anheim, 14. Febr. Die Stadtverord­nete n bewilligten endgültig 137 700 Mk. für die Feld- b e r e i n i g u n g. Die Summe hätte sich um »vettere ♦24 000 9)tf. vermehrt, wenn der Stadt das für einen Schlachthausbau gewünschte Gelände zugeteilt worden wäre.

:: Nieder-Deisel, 13. Febr. Vom 28. bis 30. Juni feiert der GesangvereinMännerch 0 r" sein 25jähriges Stiftungsfest, verbunden mit muionalem Gcsangivetlslreit. Fürst Earl von Solms-Hohensolms-Lich h-at das Prolel'torat über­nommen. Auster hohen Geldpreisen steht dem Verein ein Fürsten preis und »vertvolle .itunstgegenstäude zur Verfügung. Der Ver­tretertag findet am Sonntag, 2. März, statt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Mainz, 14. Febr. Heute nachr starb Okmerberat Theodor Baen ts ch. ir war nur zwei Tage trank; er litt an Blind­darm- und Bauchfellentzündung. Eine Operation konnte ihm leine Retttmg mehr bringen. Gewerberat Baenlsch entwickelte eine umfassende gemeinnützige Tätigkeit. Besonders als Vor- ptzender der Baugenossenschaft machte er sich verdient und be- .wirkte letzthin noch, daß der Bau von 14 Einzelhäusern . n A n g r i f f genommen lonrbe. Sein Amt als Gewerbe- aifprfior verwaltete er mit Umsicht und Takt^ Er l)at ein Alter _ion mir 51 Falsren erreicht. Eine Privatstraße, die von der ^Zallstraste nach der Mombachersttaße führt, ist nach dem Ver- /lorbcntnBaentschstraße" benannt.

Hessen-Nassau.

Nordeck, 14. Febr. Seit heute abend erstrahlt unser elektrischen Lichterg tanz. Zchn Straßen swrke werfen ihren Schein (überall hin.

vermischte».

Eine Kunstschenkung an den russischen Staat Aus St. Petersburg wird uns geschrieben: Der künst­lerische Na blaß des berüh.ntn ruffiften Landschafters Archrp ft' uind 1 hi, bestelstmd aus 400 Gemälden und Studien, ine eben in der Petersburger Kunstakademie ausgestellt sind, ist von bet Kuindshi-Gesellschast dem Staate als S che n l u n g angetragen worden. Kuiirdshi hat der Gesellschaft außer dtesen Bildern ein Vermögen von zwei Millionen Rubel vermacht, 'brnn lerisck)en Zwecken zu verwenden ist. Ob der Staat die <5<t)enfinig, die im Hinblicke au die Seltenheit Kuindshischer Balder auch grotzen materiellen Wert hat, wird annehmen können, erlernt rraghd', denn die Gesellschaft knüpft an die Schenktmg die BÄnngung der Unteilbarkeit der Saurmlung.

* Mi11i0nenstiftnng. Aus Arolsen ward ge meldet: Der Direktor ter Attien-GcMschaft Akkumulatoren Fabrik in Hagen--Berlin stiftete ein un d ei neh alb e M r 1- l i 0 n M a r k. Die Hälfte der Zinsen soll für ein K r ü p p cl beim in Arolsen bestimmt sein, toätyrenb die andere Hälfte, den Krüppeln, Invaliden und Waisen in Waldeck-Pyrmont zufallen.

Kleine Lagerchronik.

Ein Dentscher Schutzverband gegen di« Frem­denlegion hat sick in München gebildet.

Meierkarl von der schönen Aussicht, die er aus den Aesten des Baumes auf die Städte Nauheim, Gießen und Marburg gehabt hätte. Warum erhebt sich auf dieser altgermanischen Kriegsstätte kein Ans s ich ts tu r m , der doch in cin- acher Form und geringer Höhe mit wenig Geld geschaffen erden tonnte? Es ist schade, daß der reizende und inter­essante Ort so wenig besucht wird. Welch schöne Wander Partie ist doch der Weg von Lollar über Staufenberg nach demKuhmarkt", der alten .Hachbörner Straße, auf der sich von Mainzlar nach Kirchhain den Ebsdorfer Grund hindurch in alter Zeit der Verkehr Mischen Süden und Norden abspielte. Auf der zweiten Anhöhe an dieser Straße im Walde stößt man auf die preußisch-hessischen Grenzsteine, wendet sich links und ist von da in zwei Minuten am Maistrauch, wo schon vor Jahrtausenden die Germanen ihre Maitänze aufführten, und von wo das Auge den Frauenberg, den Wittelsberg, die Amöneburg, die'Spiegelslust und die beiden Türme der Elisabethcnkirche zu Marburg in der Ferne schaut. Zurück geht dann der Weg quer über die alte Straße, die Grenze entlang durch lauschige Waldschneisen hinüber zum Totcnberg und h'.nab zur Benncrschen Wirtschaft in Tr:is mit seiner guten Ver- rflegung. Von Lollar bis zum Maistrauch ists eine kleine Meile und von da bis zum Totenberg eine gute halbe Stunde. Ob der Totenberg einst, wie die Sage geht, ein Vorwert, ein Beobachtungsposten der Römer gewesen und zu ihm von ihrer Niederla,sung, in Pohlheim ein gerader Weg durch die Rabenau gefiihrt'hat, das festzustellen, dürste ich wahrlich für unsere Limeskommission lohnen.

Kreis Lauterbach.

~ Lauterbach, 13. Febr. Die Beratungs­stelle der Zentrale für Mutter- und Säuglings- für sorge hat sich infolge eines Mißverständnisses der Bevölkerung über die Ziele der Zentrale nicht so günstig entwickelt, wie man bei ihrer Einrichtung gehofft hatte. Die Zentrale wird daher im Einverständnis mit der Zweig­stelle Lauterbach, deren Leiter der Kreisrat ist, die Bera­tungsstelle schließen. In etwa 8 Tagen soll aber eine Kretspflcgerin der Zentrale in Lauterbach stationiert wer­den, die durch Vorträge und Hausbesuche die Bevölkerung über die Arbeit der Zentrale im allgenicinen und den Zweck der Beratungsstellen im besonderen aufklären soll. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, wird die Beratungsstelle wieder eröffnet werden.

X Schlitz, 13. Febr. Vor etwa zwei Jahren ging ans Sparsainkeilsgründen die Stelle des Gerichtsassessor o beim Amtsgericht em. Nun hat sich aber heralisgeüellt, daß die Arbeit des Amtsgerichts für den ausgedehnten Be­zirk des Schlitzerlandes so umfangreich geworden ist, daß sie fernerhin von einem Juristen nicht mehr erledigt werden kann. Vom Ditniflcriiitn ist darum genehmigt worden, das; das Amtsgericht von jetzt an stets für die Wintermonate einen Gerichtsassessor wieder erhält. Assessor Palili von Alzey hatte ein Dekret hierher empfangen, doch ist es wieder zurückgezogen worden; an seiner Stelle kommt Gerichtsaffessor Günther von Seligenstadt hierher.

x Schlitz, 14. Febr. Gestern ereignete sich am Bahn­bau Schlitz-Niederaula, dem Dorfe Sandlofs gegenüber, ein schwerer Unfall. Zwei Arbeiter von hier wurden von herabstürzenden Erdmassen verschüttet. Wäh­rend der eine noch glimpflich davonkam, tvurde der Arbeiter Joh. Schneider lebensgefährlich verletzt und mußte sofort in das Gräfl. Hospital überführt werden^ sein Zustand gibt zu Bedenken Anlaß. .kommenden Samstag findet hier eine nationalliberale Partei Versammlung statt, in der Reichstagsabg. Heck und Parteisekretär Dr. Linse sprechen luerben.

Handel.

* Kaiser Friedr ich-Ouelle, 91.=®., Offenbach. <Dgr Bruttoaewinn für 1912 oeiräat 190 440 Mk. (t. V. 173 956 Mk.). Tie Al'fchreibnnaen stnd aui 41171 Mk. (4 1301 Mk.) festgesetzt und von dem verbleibenden Reingeivinn von 149 268 Mk. (130 600 9)lf.) wird nach Zuführung von 20 000 Mk. (60 000 Mk.) zu den bisher 150 000 'Dif. betragenden offenen Reserven und 1000 Mk. zur Talon- üener-Re'erve die Verteilung einer Dividende von 18 Prozent auf das um 200 000 Mark aus 500 00" Mk. erhöhte Aktienkav'tal vor- aeschlagen. Aach Abzug der Tantiemen und Grattfikationen ver­bleiben 7-274 Mk. ,4289 Mk > zum Vortraa.

13. bis 14. Februar ft- 7,6'6.

14. , - 4- 0,76 C.

Landkreis Gietzen.

w. Daubringcn, 14. Febr. Heute wurde zwtsch. Laubringen uud Mainzlar die Leiche des Arbetters H a u -mann, geboren zu Wieseck, aus der Lu m da geland c t. Töte Leiche wurde in das Spritzenhaus gebracht. Hausmanu var in Mainzlar beschäftigt. Er hat ent Jlter von

- Versicherung, Montag von 78; Börsen und Börsen­geschäfte, Donnerstag von 78. Dr. R010ff: All- gemeine Geschichte von 178918 13 unter besonderer j Berücksichtigung Deutschlands und Frankreichs, Montag bis I Donnerstag von 56, Geschichte der Jahre 1813 -15, Freitag von 56. Dr. Rauch: Rembrandt und seine I Zeit, Mittwoch von 67. Dr. Collin: Henrik Ibsen, I inn Werk und seine Weltanschauung. Die Vorlesungen Beginnen am 28. April.

** Eine Gleibergerin die Stammutter des »oelfischen Königshauses. Aus Anlaß der Ver- llobnng der Prinzessin Viktoria Luise mit dein Herzog von Nraunschweig-Lüneburg wird die Mitteilung von Jnter- b «sse sein, daß die Stammutter aller wölfischen Fürsten­häuser eine Gräfin Irmgard von Gleiberg gewesen ist. Die Familienchronik der- welfischen Hauses besagt, baß em Graf Welf (f 1039) eine Gräfin Jmitza von. Gleiberg geheiratet hat. Die Urkunde über die,c Verbindung, in ler übrigens die alte Burg das erstemal erwähnt wird, besagt: Wels nahm eine Gemahlin aus saltschem Geschlecht Ion Burg Gleiberg (uxorem duxit de gente Salica de Castro ! Etzberch). . ..

Be 1 (achini. Wie ans dem Inseratenteil erjichtlick \ liit, wirb Bellachini am Sonntag im Cafe Leib fein au I sichrere Tage berechnetes Gastsv'el eröffnen. Ter Künstle» I Ser mehrfacher Hofkünstler ist und fast vor sämtlichen deutschen I dürften gastierte, ebenso Orden für Kunst und Wissenschas, I ktsitzt, ist der bedeutendste in seinem Fache: feine Dar- '' stellungen sind so, daß sie nicht nachzuahmen sind.

Nach einer Besichtigungsreise der meiftien Hausbesitzer nckch borf trat die Gemeindevertretung mit dem Direktor des Eier trizitätswerks der Stadt Gießen in Verhandlung und fcblofe imtcr günftigen Bedingungen einen Vertrag ad. Für die schnellt züt- lage des Anschlusses an die Ncberlandzentralc schulden btc Nordocker der Stadt Gießen großen Dank.

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Berlin, 14. Febr. Die Explosion zweier Post­pakete aus Berlin mit falsch angegebenem Inhalt (sie waren als explosible Knallkorken und Flaschenkorkkm deklariert) aut dem Bahnhof von Krakau, wodurch seinerzeit der öfterretamepe Obervostkontrollcur Strzelbicka tödlich und andere Post­beamte schwer verletzt wurden, kam heute beim Landgericht 1 in Berlin zur Verhandlung. Angeklagt find als Abscirder der Kaufmann Richard Ladewig und sein Handlungsgehttfe Acax .Hermann aus Grund des § 335 des österreichischen Strai gcsetzes wegen fahrlässiger Tötung. Die österrerchuchen Geschädigten traten als Nebenkläger auf. Tas Gericht beschloß, Beweis über die Behauptung des Angellagten zu erhAen, es habe die Selbstentzündung des Korkes ans chemischen Grundeir stattgefunden, nicht durch Stötze bei der Umladung der .Pakete auf dem Bahnhof.

Leipzig, 14. Febr. Heute findet vor bent vereinigten zweiten und dritten Strafsenat des Reichsgerichts der S p i 0 »agcprozeß gegen den 26jäbrigen, bereits vorbestraften Kon toristen Paul Neumann ans Dirschau statt, der der versuchten Spionage beschuldigt ist. Neumann bot ein bem .jafler au Pferde Heine entwendetes Karabinerschlotz einer französischen Behörde an. Die Oesscntlichkeit ist tvährend der Dauer der Verhandlung aus­geschlossen. Der Angeklagte nntrbc zu zwei Zähren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit der Stellung unter Polizei­aufsicht verurteilt. Ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft wurde auf die Strafe angerechnet. Mildernde Umstände wurden versagt: auch das Geständnis des Neumann, als er sich überfuhrt sah, konnte nicht als straftnildernd in Betracht kommen.