Ausgabe 
14.4.1913 Zweites Blatt
 
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an beten Bezahlung niemand gedacht batte. Dieser teuere bat

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II 1230 1238

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April I 6"0 608 630

700

Kirtorf

Kirtorf Lehrbach Sebniitttiof Niederklein Plansdorf Kirchhain

Kirchhain Plausdorf Niederklein Eckinitthof Lehrbach Kirtorf

Die Wagen halten nur

IV

750 75R

820

1030 10^2

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auch brm Mitgp'Tfaf'tcu ^brin aefaaf, da»' er es nicht für zweck- mäßig daife. den Ausfall auf bt^e Weiw sit decken. Man fnU, dem Aiifsickrtsrati-ber Haren Wein einschenken. 9?int in;rh d»n

lenste m>n her Perteidio"na bart behrtmqt. Er muß» sckli-ßlich seine Anki-^t dalnn eins-knänken. bab er nicht von nnrnberein bei- Meinung war, daß hier ein Sck)eimnanövcr vollführt werden solle.

Die Aussprache bi-n-über nimmt den Nest der bettnen Sikuna in Anspr>'ch. Um 2 Uhr wird die Verhandlung abgebrochen und auf Montag 81/? Uhr vertagt.

Der Begründer der lNazdaznan-Bewegung.

Berlin, 9. April.

Ekcy ttitö Flotte.

Berlin, 12. April. Admiral v. .Heering en ist zum Chef der Marinestation der Nordsee ernannt, Viz-admiral von Capelle, Direktor des Vctwaltungsdevartements des Reichs- marineamtes zum Admiral befördert und Admiral Graf von Baudissin. Chef der ,Marineschiion der Nordsee, in Gcnehmi- anng seines Abschiedsgesuches, mit der gesetzlichen Pension r»nr Disposition gestellt worden. Graf von Baudiisin ist in Anerken- mlng der Seiner Maieftät geleisteten Dienste ä la suite des Scc- ossizierkorps in den Listen der Marine weiter zu führen.

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Viele MiiJionen Stücke

feit Herstellung des Myrrholin vcrtaiift. f^ibt einen stärkeren -öciüciö für deren Wert als Schvnheits- u. Gesundheits-Seife? |b/ ,

Fahrplan

der Automobilpost Eln-ingshausenKirtorf

^11 den Dum rat wurden gewählt: P Gerhardt. E. Bnrch R. Leisler. G Zörl>, H. Ärausmüller. G Tobt. G Spach 93. Gerri) W- Weist K. O'ir ,' Zu denk bcnf'i't.m Turnfest fnff -in Sonderzug yber Gießen geleitet werden. Di- Sommerfestliebkeiten wurde" iestgelegt 101b insbesondere beschlossen, den Turnnang an -Himinvl fahrt ins Jamwertal^ au^'-1fuh-en. Turner Dreist dankte zum Schlnst dem erstm Sprecher Kaufmann für sein erspriessliches Wirken für den Mönnei-tnrnvcrein im verflos'"nen Jahr.

s. Lollar, 12. April. Am 19. und 20. Avril feiert der K antnchenznchf-Verein Lollar und Umgegenb rine erste Lokal- A u s st e l l u n g, "e^ undeu mit Prämiierung. Tie ?l"S- stellung befindet sich im' Gaktbnis inr ,,Schönen Aussicht" Am Samstag astend Tritt der Preisrichter DcnFfc ans Höchst am Main einen Vortrag liier' ben allgemeinen Nutzen des Kaninchens und über die FellverwcrMna.

Heblos, 13. Avril. Ter hiesige Kriegerverein feierte heute sein 25 jalniges Stiftnngsfest, mit welchem auch gleichzeitig der Bezirkstag des Krieoervereinshezirks Lauterbach netbuuden mgr. Nach dein Fcstaottcshienst, den Stadrpfarrer Schlösser aus Lauterbach abstielt, fand in dem Tivvelschen Soule ein Fest- effen und abends ein Ball statt. An 13 Mitglieder, die dem Verein stit seiner Gründung angehörten. wurden von dem Be­zirksvorsitzenden, Rechnungsrat Ft i - Lautuckach. T-plwnc überreicht. Kr-israt v. Bechtold üb-tt'rachte dem Verein eine von dem Kaiser gestiftete Fahnenschleife und einen Fahnen- nagcl.

vereinrnachrichten.

** Ter Männertutnverein Gießen hielt am Sams­tag abend int Hotel Köhler feine ordentliche Mitgliederversamm­lung ab. Dem Bericht des ersten Sprechers ist folgendes zu entnehmen: Tie Mitgliederzohl ist auch im Jahre 1912 ge­wachsen und beträgt jetrt: einschließlich der Mitglieder der Frauen- und >L>chülerabteilung insgesamt 628. Eine austerordentliche Mit­gliederversammlung beschlos, daß die dem Verein gehörige, zwei Morgen große Wiefe zu einem Turn- und Spielplatz lwrgerichtet mirb. Mit der Ausführung ist bereits begonnen. Tie turne­rischen und gesellschaftlichen Veranstaltungen des Vereins waren gut besucht. Einen vollen Erfolg brachte tusbesondere der erste Gies euer Armeegepäckmarsch, und das gemeinsam mit der diesen er Jugendwchr und den'benachbarten Turnvereinen veranstaltete Ge- landekrtegssviel. Tie turnerischen Erfolge des Vereins waren anperordeniltche, insgesamt 91 Preise, darunter auf dem turnfest allein 6 erste und 2 weite Siege, die Folge der guten turnerischen Arbeit. In allen Abteilungen, wie Alters- und Fechterriege, Frauen- und Schülerabteilung, Spiel- und Militär abteilung herrscht reges, turnerisches Leben trotz, der Ungunst der durch den Oberrealschulnenbau verursachten Verhältnisse in ber Turnhalle und dem Spielplatz. Ter erste Sprecher mies noch auf die Veranstaltungen hin, welche die Förderung der Fugend pflege bezwecken sollen und forderte die Anwesenden auf, im Sinne dieser Bestrebungen, die ja schon seit 100 Fahren im Jahrtschcn Sinne von der Deutschen Turne tch stt gepflegt werden, jeder an seinem Teil zu wirken. Der Vorstand blieb dci'elbe.

b^r§ aus ärmeren Vott^ klassen, c;Pen aus und ent staben, stießen, bräunten einander: feder wollte zuerst drinnen sain. Die binnnstr-'bten, hatten soraenvoAe. erregte Ge­sichter; die beranskamen. schinunr-el^en beba-gttck. Von diesen einer, ein alter Bekannter, rief mir zu: , Na geh'u S' auch Slwer Sach abbo^en?"Wer? Ich?", war meine 6tfnenrf'b\ich geh' m^ine Sach hineintraq-ir." Er machte aron,^ Augen, ich mußte ihm mein Vo^bnben förm- lich 'begründen. Na also.Bei diesen unruhigen Seiten w-^ man seinen Sparvrennia nirg-n-ds besser zu sichern als in der Sparkasse. Sie legt das tzfeld auf Grund und Boden an und auf andere wirkliche Werte. Da kann nie­mand etwas davontragen, es ist fest ans Vaterland ge- bimben. Deshalb beqnnat man sich in mit yeringeren Zinsen, weil man keine Sorge Haden will und lieber gut schlaft als gilt ißt." Ta blieb mttn Bekannter fest stehen, soweit es das Gedränge erlaubte und sagte halblaut:Na. Sie, wenn das so is! Nachher geh' i lvieder zruck einß" Sein Ge^d. das er behoben, legte er wieder ein. Die Beamten lachten, und einer surfte:Na, die überflüssige Schererei hat's not."Sie wird noch größer werden," meinte ich.Alle, die fetzt beheben, werden in kurzer .Feit wieder kommen, und ihre Gelder einl"g"n. sofern es ihnen im Bettstroh nicht abhanden gekommen r>der sonst­wie gestohlen worden ist."

*

** Erledigt ist die Stelle eines Oberlehrers mit Lehr­befähigung in Latein und Griechisch am Wolfgang Emst-Gvm- nafiirm zu Büdingen. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lebrerstelle zu D r e i e i ch e n b a i n , mit der ein Teil des Organistendienstes verbunden ist.

,** T i e Maul- und Klauenseuche in Kranich­stein ist wieder erloschen.

Kreis Schotten.

= Schotten, 12. April. Ter Jahresbericht der höheren Bürgerschule zu Schotten weist einen Be­stand von, 83 Schülern und 28 Schülerinnen auf. Nach Berücksichtigung der Ein- und Austritte waren noch 111 Schüler und Schülerinnen vorhanden, von denen 94 evange­lisch, 7 römisch-katholisch und 10 israelitisch waren. Aus Schotten waren 89. aus anderen nichthesfisckien Orten 19, aus nichthFsischen deutschen Orten 2 und aus dem Ausland einer. Die wissen'chasttiche Befäh'gung.zum einsähmg-frei- willigen Dienst erwürben sechs Schüler. Es waren ein­schließlich des Nektars Prof. Ludw. Hertsch elf Lehrer <m der Anstalt tätig.

Hessen-Nassau.

0 Kirchhain, 9. ybpril. Gestern nachmittag stürzte die Ehefrau des Schreiners R a u ch in Momberg so unglücklich in der Scheune, daß sic auf der Stelle tot blieb.

P Biedenkopf, 9. Avril. Bei Beddelhausen würde die in Tücher eingewickelte Leiche eines kleinen Kindes aus der Edder gelandet. Ein 20 jähriges Mädchen, das als die Mutter des Kindes gilt, wurde verhaftet und ins Berleburger Gefängnis gebracht. In der Eisenbahn-Kantine bei Birkelbach kam es zwischen Bauernburschen und Bahnarbeitern zu einem Streit. Einer der Verletzten, der allein 13 Messerstiche erlitt, wurde in die Marburger Klinik gebracht.

w. Hanau, 12. April. Im Hanauer Eisenbahnregiment sind die Ti) P h us er kra n k u n g en dis auf drei Erkrankungen zurück gegangen. Der volle Dienst im 1. Bataillon wird voraussichtlich am 24. d. Mts. wieder ausgenommen werden.

-h>. Frankfurt a. M., 13. April. Tie Betriebskosten der O st h a f e n a n la g c n sind so außerordentlich hoch, daß die Stadt schon genötigt ist, von den Lagerplatzpächtern höhere Miet- gebühren zu erheben. Ta eine Eingabe der im Osthafen an­sässigen Firmen um Verringerung der Lagermieten und -gebühren ohne Erfolg blieb, haben die Kohlenhandlungen ihre Preise be­reits erleblich erhöht, die gesteigerten Unkosten also auf die Käufer abgewälzt.

---Frankfurt a. M., 13. April Im Raubtierhause des ' Zoologischen Gartens bietet sich den Besuchern ein reizvolles ' Bild; das Puma-Weibcken Lotte widmet sich wieder ein­mal der Jungenaufzucht. Diesmal sinh es drei muntere Sprößlinge, die um die Gunst- der Mutter werben, die ein jedes mit gleicher Fürsorge bedenkt. Die gliche Anzahl Junge hat die ältere Braun rin Kath 1 im Januar zur Welt gebracht.. Diese haben sich nach Bärenart sehr langsam ent­wickelt, sind aber jetzt so weit gediehen, daß sie jetzt ihre ersten ; Gehversuche machen. ]

' = Wiesbaden, 12. April. Ein merkwürdiger Auto- 1 molnlnnfall hat sich in der Nacht zum Samstag in der Nähe der i Waldstraße juaciraqen. Kam bi ein Miesbo^ener ?hi firm arm die 1 Schiersteiner Straße herauig f h en und wstlte in die Waldstraße 1 einbiegen, als aus der entgegengesetzten Richtung ein Berliner 1 Automobil, vom Besitzer, der au§ dem Rhetngau kam, selbst l gesteuert, mit großer Geschwindigkeit heransauste, rechts an dem I Wagen vorbeifuhr und dem Pferd dabei glatt den Kops abriß ; Mehrere fjunbert Meter^weiter, auf Wiesbadener Gemdrkung, « ftnirbe das Auto zum Stehen gebracht und dem Führer der Führerschein abgenommen.

lKirchhain (e. G. m. b. ß.). 1913.

-- nach Bedarf in Plausdorf, Schmitthof, der Straße uaw Erbenhausen und au der Straße nach Maul­bach. Aendeningen Vorbehalten.

Gictzencr Strafkammer.

Gießen, 11. April. Einbruchsdieb stahl Jugendlicher.

Tie früheren Volksschüler und jewgen Lehckinge: G. Sch., W. F., H. H. und K. F sämtlich in Gießen, drangen am Nach­mittag des 18. Januar l. I. in der Nahe der Gailschen Woll­spinnerei in eine Bretterbude, öffneten einen Wcnrdschrauk mit einem falschen Schlüssel und nahmen eine Reihe von Gegen­ständen weg, die für sic wertlos waren. Einer zcrtrümmertc eine Sturmlaterne, indem er sie gegen die Teckc schleuderte. Tas Gericht faßte die Tat der Aug'klagten als einen DuMmenjungen- stteich auf und erkannte, da sie reumütig und geständig waren, auf geringe Gefängnisstrafen und zwar gegen F von dem der Anschlag zur Tat ausgegangen war, auf eine von zehn Tagen und gegen die übrigen eine von einer Woche. Auch sprach cs sich dahin aus, daß cs den Angeklagten bebingten Strafaufschub erwirken wolle.

Zur Berufungsverhandlung ausgebliebeu ist der Knecht K. E. in Lauterbach, der vom dortigen Schöffen- siericht wegen Betrugs zu 8 Tagen Gefängnis verurteilt worden ist. Ta sich her Angeklagte genügend entschuldigt hatte, wurde von dem Zulaß eines Vorführungsbefehls abgesehen und die Verhandlung auf Freitag, den 2. Mai, vornrittags 8V9 Uhr vertagt.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit lüurbc gegen die Tienstmagd E. G. von Horgenau und den Berg­mann F. Sch. von Köddingen, z. Zt. in Gelsenkirchen wegen Ab- treibungsvcrsuchs verhandelt. Die Angeklagten leugnen die Tat, das Gericht erachtete sie aber für überführt und erkannrc gegen sic auf eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten und gegen Zch. aus eine solche von einem1 Moment.

Wegen Sittlichkeitsvcrbrechcns an einem 13jährigen Mädchen wurde der Taglohuer P. Sch. in Gießen zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Monat Untersuchungshaft wurde von der Strafe in Abzug gebracht. Der Angeklagte erkannte das Urteil sogleich an. Unterschlagung von Geldern einer Weihnachts- kassc.

Zum! Verhängnis 'wurde dem Geometer 2. Kl. F. F. in Bü­dingen, daß er im Winter 1910 in der Wirtschaft von Leni in Büdingen eine Weihnachrskassc gründete. Er wurde ztmr Rechner und Verwalter der Spareinlagen bestellt und legte auch in der ersten Zeit der Vereinbarung igemüß bi: Gelder b"i dem Spir- und Vorschußvcrein in Büdingen an. Im Jahre 1912 aber wich er hiervon ab, nachdem von den Mitgliedern wiederholt darauf hin- gewicsen worden war, man könne durch anderweitige Anlegung der Gelder eine bessere Verzinsung erzielen. Als am 17. De­zember v. I. die Gelder in Höhe von 1758 Mk. verteilt werden sollten, batte sie der Angeklagte nicht zur Stelle. Während er bei dem Festessen an diesem Tage die Mitglieder noch im Glauben tteß, er Habe die Gelder angelegt, aber noch nicht flüssig machen können, da er eine rechtzeitige Kündigung versäumt Hätte, stellte ftch cüsbald Heraus, daß er sie für sich verbraucht Hatte. Der Angeklagte gibt dies auch 'zu, er bringt aber zu seiner Entlastung üor, daß er geglaubt Habe, die Gelder für sich verwenden zu dürfen, da cs dcniMitgliedern gleichgültig sein könne, wo die Ein­lagen angelegt seien. Tas Schöffengericht batte dies auch dein Angeklagten zu gut gehalten, und ihn nAngels bewußt rechts­widriger Zueignung von der Anklage der Unterschlagimg freige­sprochen. Auf die Beruftmg der Staatsanwaltschaft hatte sich^ die StraftarnMer mit der Nachprüfung dieser Entscheidung zu be- Mswn <sic führte zu dem Ergebnis, daß der Angeklagte der Unterschlagung für schiüdig befunden und mit einer Geldstrafe von 150 Mk., falls uneinbringlich 1 Monat Gefängnis, bestraft wurde. -Sie ging davon aus, daß der Angeklagte, der sich in Mißlichen Dermögensverhältnissen befand, nicht die Zustimmung der Mitglieder der Kasse zu einem Verbrauch der Gelder durch ihn annehwen Tonnte und daß er nicht jederzeit zu ihrem Ersatz in der Lage war. Strafmildernd wurde ihm aber angerechnet, daß er die Gelder alsbald sich verschaffte und den Einlegern hatte auszahlen lassen und daß er bei ihrer Verwendung zu seinem' Nutzen die ehrliche Absicht hatte, sie deii Eigentümern zurückzu erstatten.

UermHcbk«»

* Fu w c le n d i eb st aPl. im W 0renb> it In ber Nacht sunt Samstag ist in dem Warenhaus von Tietz, in Berlin am AKrandei-vlatz ein verwegener Juwelen- und Goldwaren- chebßabl verübt worben. Drr Dieb ist ein in der Drogenabteil',na heschaftigt'-r Angcftelltci- des Warenhauses, bet mit ber Oertlich- tcit Bescheid wußte. Er liest sich in das Geschäft einschlieszcn "nd beoba^tote von einem Versteck aus bk Koutrollgänge bet 4'3achter. Namts um IV2 Uhr machte ein Wächter den gewöhn tlmcn Ruubgaug inth fand alles in Orbnung. Unmittelbar daran' muh der Dieb ans Werk geganaen sein. Er erbrach in der Gold- lrTrcnnAl'^rno Schränke und Verkaufstische und raffte für mehr als 20 000 Mark Juwelen und Gold waren ziisam- inen. .rann schlich er sich nach der benachbarten Sportabteilung entwendete dort einen neuen Strick und ließ sich an bleiern aus dem 1. Stockwerk auf die Straße hiuab. Dann lies er uber den Königsaraben davon. Als der Wächter wenige Minuten später zuruckkehrtc, sah er das offene Fenster und den Stinck, der noch am Fentterkreuz befestigt war. Der Dieb war langst verichwunden. Bisl>er fehlt lebe Spur von ihm Auf die Ergreifiiua des Täters find 200 Mark Bclobunug und aus die Herbeischaffung der Waren 300 Mark Belohnung von ^..Direktion des Warenhauses ausgesetzt worden. Eine metzrkopnge Bande von I u w e l e n s ch w i u d l c r n ist ber-- hanet Wwdeii. Das Haupt derselben waren die beiden ehe­maligen Bankiers Seemann und Straube, welche unter der Firma ?ü? der Charlottenstraße ein Bankgeschäft ge^ vavt hatten Mit ihnen ist der Kaufmann Dorra aus der Git- fchmer Straße und die Wirtschafteiin Steinbach verhaftet lovr- öcn- xtvt die Geschichte sind noch weitere Personen verwickelt.

' Die §ü hr erin iir der Frauenstimmrechts- bewegung Frau Pankhurst, die am 9. April zu drei Zähren Zuchthaus verurteilt worden ivar, ist wieder in Frei­heit gesetzt worden, da sie die N a hrung s an fu ahm e verweigert.

e, rtrunke n. Auf dem Lago wer See im Kreise Kosten sank ein Boot mit 4 Gittsorbeitern; alle ertranken, obwohl ein in der Nähe sich befindlicher Lehrer angestrengte Ret­tungsversuche mackttc.

J!" kleinste Buch der Welt. In den nächsten -Ionien wird bei ^oothebl; in London eine Büchei'sammluna zur Vmtteigenkna gelangen, zn der auch bn§kleinst- Buch ber Welt" gehört. Es ist ein wmanach, der im Jahrs 1838 gedruckt worben ru,, Seine ®rnGs ist 19 zu 1.6 Zentimeter. 8" bem Almanach gehören eln kosthgres Lederfutteral und eine Lupe zum' Lesen, da selbwvcrstäüblich die Schn'ftzeichen winzig klein sind. Ter Rang als kleinstes Buch der Welt ntrcht demLonboucr Kunstwerke u?vigcns em im Germanischen Museum zu Nüruberg befino- ttchcs Kleiuod ber Buchkunst streitig, das kaum großer als ein ^auntennagcr ist. Es stammt aus dem Anfang des 17. Jahr­hunderts und enthält das gesamte Neue Testament auf 208 Seiten zu je neun Zcileir.

vüchertisch.

_ Tas Rätsel der Marskanüte und damit die Frage der Bewohnbarkeit des Planeten Mars erörtert der be­rühmte englische Astronom und Direktor der Greeiiwich-Stern- warte Sir Walter Maunder in einem reich illustrierten Aufsatz den soebm erschimenen Lieferungen 2326 des Prachtwerkes ''Tw Wunder ber Natur" (Deutsches Berlagshaus Bong u Co, Berlin W. 57. Preis der Lieferung 60 Pfg.) Wenn wir uns bic Frage vorlegen wollen, führt Maunder u. a. aus, ob der Planet bewohnt ist, so müssen wir zuerst wissen, wie hoch auf diesem Planeten die durchschnittliche Temperatur ist. Da wir dre^ Entfernung des Mars voii der Sonne kennen, wissen wir, daß er noch nicht einmal die Hälfte von dem Licht und der Wärme empfangt, die die Erde bon der Sonne erhält. Suchen wir uns auf Erden eine Zone in der Nähe der Pole, die nur die Hälfte der Wanne erhält, die der Erdäguator empfängt, so läßt sich leicht ermitteln, daß diese Zone eine mir 20° Celsius gerinnen Jahrestemperatur hat als der Aequator. Demgemäß'müssen wir annchinen, daß die Turchschnittstemperatur aus dem Mar-: ?8fl niedriger ist als her der Erbe (15° Celsius >. Daraus ergibt Wali "nser Nachbarplanet eine mittlere Jahrestemperatur bon 13Celsius besitzt: Wasser existiert also auf dem Mars für gewöhnlich nur als Eis oder Schnee. Wemi mit den Mars trotzdem nicht hellweiß funkelnd wie ein Kristall int Fernrohr )cl)en, sondern chn alsrötlichen" Planeten mit weißen Pol- lappen wahrnehmen,^ so liegt das daran, daß wir ihn nur in setnen besten Zetten sehen; er zeigt uns den Sontmetmittag seiner zocitöelretic, oerbirgt uns aber denWinter seines Mißvergnü- gens'. Unter solchen Temperaturverhältnissen wird sckwn ein Pslanzenleben ber niedrigsten Form nut mühsam den Kamps um§ Dasein fuhren können.Für ein Leben bon höherer Art müssen Mit sedoch den Mars als gänzlich ungeeignet bezeichnen". Die Jcar5tanaic erklärt Maunder für Wahr'nehinungstäuschungen un­seres ?luges.

4 e? ts Arwee - Einteilu 11 g und Quar- tt erliste nach bem Stande bom 1. .April d. I. erschien soeben mk Berlage von Karl ^iegisntuud, Hofbuchhandlunq, Berlin SW., genauer Straße 13, in neue ft-1 Ausgabe. Die seit 50 Iahten regelmäßig erscheinende Stech:ttsck c Armee-Einteilung ist gegen die letzte Ausgabe bedeutend erweitert und nm einen ganzen Bogen vermehrt worden. Für bat praktischen Gebrauch ist dieses alibem.ihtte Atmecschema ein ausgezeichnetes Hilfsmittel.

Interessante Mitteilungen über den Gründet undMeister" der Mazdaznanbcwegnng, batSieber c it b T r. Otoman Zaradusht Ha ' nis ch", der im Jahre 1911 eine Vortrags­weise auch durch alle größerar Städte Deutschlands unternommen hat, beröffenthärt in derDeutschen Journalpost" Rechtsanwalt Dr. Bracke (Braunschweig), inbem er schreibt:

Tr. Otoman Zarabusht Ha'uisch" ist nach seiner eigenen Behauptung m Persien in der Hauptstadt Tehetau bot etwa 68 wahren als 4sohn eines russischen Generalkonsuls und einer perftschai Prinzessin geboren. In Wirliichkeit ist berMeister" aus den Namen Otto Hanisch katholisch getauft , unb bet jüngste <?ohu des Lehrers Richard Hanisch unb der Franziska geb. Ansli- kiowitz, jetzt in Milwaukee. Sein Vater wat wenig s'ßhaft und nameiitlich in der Nähe seiner Heiinatstadt Gleiwitz als Spracks- und Musiklehrer tätig. Er hat aber auch als Buchhalter in mehreren Eisenbahnw-aggonfabrilen in Elbing, München-Hach­hausen und Kattowitz gearbeitet. Im Jahre 1878 wanderte ber Vater nach den Vereinigten Staaten aus, nachdem er vorher zum Baptismus übergerreteit war. Der vierte Sohu bes Ehe­paares ist ^betMeister" Otomau Zar-^tdusht Ha'uisch, Rav- Magi des Tempels El-KKarmun in Zentralasien, Kal an tat bet tbcazdaznanbewegung, Ta stur des Giug-Gaug-Ordens, uach Au- gabc der Mazdaznau-Zenirale in Leipzig am 19. Tezember 1844 tu Persien geboten.

3n Wirllickckeit erblickte er das Licht ber Welt am) 7. Dc- .vnnbet 1866 im Kreise Stuljni in Westpreußcu. ist also ein ganz gewöhnlicher Deutscher. Er lebt in Chicago in einem schön eingerichteten ttempel, unb nimmt Gelb, wo er es kriegen kann

<Äeine Gesuichhcilsl^-t- besiehe hnr aff-m' darin, dak er alte indische Ach-"0'ihnnaen anffrischt und Diätvorschriften macht, bic wegen her rechlichen Verwenduna Luchter und teurer Zutaten für Min- s-rr-.cmiirehe nicht dnrchznführcn sind. Das Schlimmste an dem Auttt^en desMeilers" ist, di" -r sttne Anh.inner non der chrisl- ttckenLe^re der Näckst-nl'^e aHnrngt imi> zum Egoismus erzielst Die Reniernna der Vor 'inchten St"aten p->t ''ei"--'- Lehrwe'-ke mit dem Titel ..Annet Studkes" i'ettua 300 Seit-n Oft-". Preis 10 'Dollars, nleich 42 Mk.) als ein unsittlich^ Buck ettt-itt unb nerrolgt Hauisch durch den Staatsanwalt beim' Bunbeägericht in Chicago.

< «Dcntscklaud ivird berMeister" nach biefen Mgaben hoffentlich abgewirtzschastet haben.

Aus Sta-t uud S'ÄNv.

Ziehen, 14. April 1913.

itnb die Svarkakke.

ImHeimaarteu" schreibt Peter Roseaqer: Am Tore der Sparkasse war aroßes Gedränge. Lmite. b^ni«

Gültig ab 15.

Kirtorf ab

Ober-Gle^n

Ehringshausen an

Ebrinashaiisen ab Ober-Gkeen

720

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