Ausgabe 
16.5.1913 Zweites Blatt
 
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richtete der Führer nach Martignh. Zwei Rettungskolonnen san- t>ni Vie Leichen erst nach mehrtägiger beschtverlicher Arbeit. Die ant Sonntag, den 4. Mai, zur Tour Aufgebrvchenen sind offen­bar beim Abstieg vom Grand Gomlnn an einer gefährlick-en Steilwand abgestürzt.

* Br üchenein stürz. Stu tdg^-r t, 14. Mai, wird gemeldet: Mi den iLisenbahinbanarbeiterr im Englischen (Worten ist heute nachmittag eine provisorische Mücke ei. ng e stü rz, t. £in deutscher Arbeiter wurde getötet, zwei italieniM Arbeiter stnd schwer verletzt worden.

kf. Eine Frau, die f ieb-cn I o tz r e im Drnnkeln lebt. Bersailles lyat dieser Tage ein seltsames Schauspiel ge­sehen: eine Kolonne Schutzleute drang nut Gewalt in eine zweistöckige Billa ein, die die Bewohner der Nachbarschaft seit Jahren als unbewohnt angesehen hatten, weil Türen und Fett­ster dauernd hermettsch verschlosseit waren. Das 5)aus war aber doch 'bewohnt: dort Ijaufte, wie die Pförtnerin zu erzählen wußte, das Fräulein Clementine Lerat feit sieben Jahren in völliger Dunkelheit und Wgeschiedenheit. Dor sieben Jahren war näm­lich ihre Schwester, ihre einzige Lebensgefährtin, gestorben, und aus Gram über deren Tod kehrte sie 'sich von allen weltlichen Freuden ab. Die Fensterladen n/urben zugemacht und nril schwar­zem Papier verklebt, damit kein Lichtstrahl ins Innere bringen konnte. Die Türen wurden abgeriegelr und zugcuagelt und nur ein Heines Türpförtchen, gerade groß genug, um Speisen- hindurchreichen zu formen, ward offen gelassen. Mit ihren beiden Katzen lebte Fräulein Lerat in dieser Dunkelkammer so die letzten sieben Jahre. Zweimal monatlich brachte ihr die Pfört­nerin Speise und Trank. Sonst ward keiner zugelassen und Briefe wurden nicht in 'S-nipfong genommen. Jetzt wünschte der Besitzer der Billa Ausbesserungen an der .Wohnung vor­nehmen zu lassen und da Fräulein Lerat nickst öffnete, so hatte er die Polizei geholt. Den Polizisten bot sich, als sie in die Woh­nung ^drangen, ein schauerlicher Anblick. Fräulein Lerat war zum Skelett übgemagert. Auf dem Boden lagen zwei verfaulte

Schließlich wurde aber der ^Antrag mit großer Mehrheit angenommen.

In der Rockmnttagssitzilng wurde die iTntschließung des Ba­rons P u 11 i tz - Stuttgart, betreffend die Au f f ü h r u n g Par - sifal girtgcbeiüeit, worin die Erwartung ausgesprochen wird, daß die beutWn Bühnenleiter den Parsisal nach der Freigabe nicht in ihr ständiges Repertoire ausnehmen, sondern bemüht bleiben, den von Richard Wagner gewollten Charakter des Weihe- sestspiels Au erhalten: insbesondere wird von den Städten, die von den Bühnenleitern eine AuMhnmg des Parsifal fordern, verlangt, dafür zu sorgen, daß ohne eine zu große Aufwendung seitens der Direktoren dem Werke eine entsprechende' dlusstattung zuteil wird.

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Ernannt wurde der etatsmüßige Professor an der Ber­liner Landwirtschaftlichen Hochschule, Laudesökonomierat Dr. Friedrich A e r e b o e zum ordentlichen Professor an der Bres­lauer Universität.

In Berlin-Wilmersdorf ist am 13. d. Mts. Geheimrat Dr. Richard B ö r n st e i n , etatsmäßiger Professor der Phvfik und Meteorologie an der Berliner Landwirtschaft­lichen Hochschule int 62. Lebensjahre gestorben.

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O Bobe«hansr«, 15. Mai. Unser heutiger P f i n g st m a r k tz der schönes Wetter hatte, hatte eine gute Auffahrt von Ferkeln aufzuweisen. Die Nachfrage war so stark, daß nicht alle Kauf» liebhaber befriedigt werden konnten. Jnsolgedeffen ging der Handel sehr flott bei den seither üblichen lwhen Preisen. Läufer kosteten bas Paar 100 Mk., Ferkel erster Güte 72-75 Mk., zweiter 65 bis 70 Mk., dritter 6065 Mk. Der Markt war rasch geräumt.

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* D b f e r b e r 93 e r g e. Zu dem bereits gemelbeten Un­fall wird uns aus Bern, 14. Mai noch mitgeteilt. Die ver­unglückten, am Fuße des Grand Combin aufgefundenen deut- fd)eit Touristen Schantze (nicht Santze) unb sein Freunb Seitz aus Karlsruhe waren Mitglieber des Schweizerischen Alpen­klubs unb bekannte Skifahrer. Sie kamen am Vorabend der Auffahrt in Martignh int Kanton Wallis au und beabsich­tigten eine Tour über den Grand Combin nach Zermatt zu machens. Sie verabredeten mit ihrem Führer in ber Hütte von Chanriou zusammenzutreffen. Als sie nicht anlangten, be­

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2. vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle die einmalige Aberntung der Wicseckböschrmgen unterhalb des Eifenbahuviadnktes. Zusammenkunft in der Hammsttaße am Eisenbahnübergang,-

3. vormittags 11 Uhr an Ort und Stelle die Gros- Nutzung vom Friedhof am Nabrnngsberg, wovon der obere Teil für das ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Aberntung vergeben wird,-

4. vormittags 11', Udr an Ort und Stelle die Gras- nutzung vom Obstbaumstürk bei der Kaserne zur einmaligen Aberntung:

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