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richtete der Führer nach Martignh. Zwei Rettungskolonnen san- t>ni Vie Leichen erst nach mehrtägiger beschtverlicher Arbeit. Die ant Sonntag, den 4. Mai, zur Tour Aufgebrvchenen sind offenbar beim Abstieg vom Grand Gomlnn an einer gefährlick-en Steilwand abgestürzt.
* Br üchenein stürz. Stu tdg^-r t, 14. Mai, wird gemeldet: Mi den iLisenbahinbanarbeiterr im Englischen (Worten ist heute nachmittag eine provisorische Mücke ei. ng e stü rz, t. £in deutscher Arbeiter wurde getötet, zwei italieniM Arbeiter stnd schwer verletzt worden.
kf. Eine Frau, die f ieb-cn I o tz r e im Drnnkeln lebt. Bersailles lyat dieser Tage ein seltsames Schauspiel gesehen: eine Kolonne Schutzleute drang nut Gewalt in eine zweistöckige Billa ein, die die Bewohner der Nachbarschaft seit Jahren als unbewohnt angesehen hatten, weil Türen und Fettster dauernd hermettsch verschlosseit waren. Das 5)aus war aber doch 'bewohnt: dort Ijaufte, wie die Pförtnerin zu erzählen wußte, das Fräulein Clementine Lerat feit sieben Jahren in völliger Dunkelheit und Wgeschiedenheit. Dor sieben Jahren war nämlich ihre Schwester, ihre einzige Lebensgefährtin, gestorben, und aus Gram über deren Tod kehrte sie 'sich von allen weltlichen Freuden ab. Die Fensterladen n/urben zugemacht und nril schwarzem Papier verklebt, damit kein Lichtstrahl ins Innere bringen konnte. Die Türen wurden abgeriegelr und zugcuagelt und nur ein Heines Türpförtchen, gerade groß genug, um Speisen- hindurchreichen zu formen, ward offen gelassen. Mit ihren beiden Katzen lebte Fräulein Lerat in dieser Dunkelkammer so die letzten sieben Jahre. Zweimal monatlich brachte ihr die Pförtnerin Speise und Trank. Sonst ward keiner zugelassen und Briefe wurden nicht in 'S-nipfong genommen. Jetzt wünschte der Besitzer der Billa Ausbesserungen an der .Wohnung vornehmen zu lassen und da Fräulein Lerat nickst öffnete, so hatte er die Polizei geholt. Den Polizisten bot sich, als sie in die Wohnung ^drangen, ein schauerlicher Anblick. Fräulein Lerat war zum Skelett übgemagert. Auf dem Boden lagen zwei verfaulte
Schließlich wurde aber der ^Antrag mit großer Mehrheit angenommen.
In der Rockmnttagssitzilng wurde die iTntschließung des Barons P u 11 i tz - Stuttgart, betreffend die Au f f ü h r u n g Par - sifal girtgcbeiüeit, worin die Erwartung ausgesprochen wird, daß die beutWn Bühnenleiter den Parsisal nach der Freigabe nicht in ihr ständiges Repertoire ausnehmen, sondern bemüht bleiben, den von Richard Wagner gewollten Charakter des Weihe- sestspiels Au erhalten: insbesondere wird von den Städten, die von den Bühnenleitern eine AuMhnmg des Parsifal fordern, verlangt, dafür zu sorgen, daß ohne eine zu große Aufwendung seitens der Direktoren dem Werke eine entsprechende' dlusstattung zuteil wird.
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— In Berlin-Wilmersdorf ist am 13. d. Mts. Geheimrat Dr. Richard B ö r n st e i n , etatsmäßiger Professor der Phvfik und Meteorologie an der Berliner Landwirtschaftlichen Hochschule int 62. Lebensjahre gestorben.
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O Bobe«hansr«, 15. Mai. Unser heutiger P f i n g st m a r k tz der schönes Wetter hatte, hatte eine gute Auffahrt von Ferkeln aufzuweisen. Die Nachfrage war so stark, daß nicht alle Kauf» liebhaber befriedigt werden konnten. Jnsolgedeffen ging der Handel sehr flott bei den seither üblichen lwhen Preisen. Läufer kosteten bas Paar 100 Mk., Ferkel erster Güte 72-75 Mk., zweiter 65 bis 70 Mk., dritter 60—65 Mk. Der Markt war rasch geräumt.
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* D b f e r b e r 93 e r g e. Zu dem bereits gemelbeten Unfall wird uns aus Bern, 14. Mai noch mitgeteilt. Die verunglückten, am Fuße des Grand Combin aufgefundenen deut- fd)eit Touristen Schantze (nicht Santze) unb sein Freunb Seitz aus Karlsruhe waren Mitglieber des Schweizerischen Alpenklubs unb bekannte Skifahrer. Sie kamen am Vorabend der Auffahrt in Martignh int Kanton Wallis au und beabsichtigten eine Tour über den Grand Combin nach Zermatt zu machens. Sie verabredeten mit ihrem Führer in ber Hütte von Chanriou zusammenzutreffen. Als sie nicht anlangten, be
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