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Ein guter Rat des Arztes.
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9egen den Schrrftsetzerlehrlmg H. K. in Gießen verhandelt. Der na) an einem 7jährigen Mädchen vergangen haben soll. Dec Jngeflagte mürbe mangels Beweises freigesprochen.
, Beruf ungsverwerrung.
Der Kaufmann H. F. in Älisburg, der hier ein Kind in Pflege hat, hatte iich in einer Eingabe bei dem Polizeiamt über die Pflege- ettern beschwert und sich dabei zu Beleidigungen gegen den Krejs- MNÜenzarzt Dr. Schenk hinreißen lassen. Das Schöffengericht Giehen hatte ihn mit 25 Mark Geldstrafe bestraft.. Seine Be- rumng begründet er damit, daß er in Wahrung berechtigter Inter- eiien^ gehandelt habe. Allein die Strafkammer wies fie als unbegründet koftenfällig zurück.
. Fahrraddieb st ah l.
Der mehrfach vorbestrafte Daglöhner A. R. von Wieseck hatte tm August d. «3. ein Fahrrad im Werte von 60 Mark gestohlen und alsbald veräußert. Da er rückfällig ist, trifft ihn eine Gefängnisstrafe von 9 Monaten, auf die 1 Monat Untersuchungshaft angerechnet wird. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren aberkannt.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 10. Okt.
Urkundenfälschung u n d Unterschlagung.
Der Obermonteur F. I. E. von Mainz, der im Frühjahr d. I. rn Diensten der Elektrizitäts-Attiengesellschaft Pöge in Chemnitz in der Umgegend von Nidda und Schotten elektrische Arbeiten auszuführen hatte, Hot Geldbeträge von etwa 117 Mark, die er an die ihm unterstellten Arbeiter auszahlen sollte, unterschlagen. Außerdem hat er zur Verdeckung der Unterschlagung die Quittungen der Arbeiter gefälscht und eine gefälschte Postkarte, die den Namen des Vorstehers des Niddaer Baubureaus trug, an einen Dachdeckermeister in Schotten geschrieben. Gesamtstrafe 6 Wochen Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft für verbüßt erklärt werden.
Freigesprochen von der Anklage des Viehseuchevergehens wurde die Ehefrau L- K. II. in Illnhausen.
Wegen Diebstahls eines Hemdes, das er in Massen he im bet seinem Dienstaustritt nntsortnahm, erhielt der Taglöhner PH. W. von Horhausen, da es sich um einen Diebstahl im wiederholten Rückfalle handelt, eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten. 1 Monat 3 Wochen Untersuchungshaft kommen in Abrechnung.
WegenMietgeldschwindels wurde der Dienstknecht H. G. von Villingen, der im Rückfall ist, mit 5 Monaten Gefängnis bestraft. 1 Monat Untersuchungshaft wird auf die Strafe angerechnet.
wandern nnd Reifen.
** V. H C. Seine 7. Dereinswanderung 1913/14 unternahm Iber V. H. C. Gießen mit über 60 Teilnehmern nach den gesegneten Gefilden der Wetterau. Von Garbenteich wurde die teilweise erneuerte Wegebezeichnung: roter Strich benutzt, der die Wanderer an einigen recht idyllischen Plätzchen vorbei, io ein kurzes Stück dem Pfahlgraben und vor allem dem Jägerpsad entlang nach Kloster Arnsburg führte. Tie kurze Rast, die hier erfolgte, galt für einen Teil der Besichtigung der interessanten Klosteranlage. Der 'IVeilermarid) war auf den anfgeweichten Feldwegen recht beschwerlich, denn der fruchtbare Wetterauer Boden zeigte «ine Anhänglichkeit, die einem manchmal sehr lästig wurde. Nach einer guten Stunde war Burg Münzenberg, „das Wetterauer Tintenfaß", erreicht, wo im Vurgrestaurant der Kaffee eingenommen wurde. Auch der Burganlage, der Zeugin ritterlicher 9tomantif, wurde ein Besuch abgestattet, doch war leider die Fernsicht von lsier oben sehr beschränkt, so daß sich die Besteigung des Turmes erübrigte. Am Ealgenberg vorbei, von dessen Höhe ein Galgen, als Ueberrest früherer Gerichtsbarleit, weithin sichtbar ist, ging es über Felder und späterhin durch schöne Waldungen zunächst nach Steinfurth, an ausgedehnten zahlreichen Rosenfeldern vorbei, beider .hatten „des Sommers letzte Rosen" infolge der letzten Nachtfröste stark gelitten und ließen traurig die Kövichen hängen- Auf guter Landstraße ivar alsbald das Endziel Bad-Nauheim erreicht, wo man sich im Gasthaus zum Ritter einige Stunden der Erholung hingab.
Drogerien, [b“/
Ochsen.
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wertes, 4—7 Jahre alt die noch nicht gezogen haben (ungejochte)' ‘ ’ Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Bullen.
Dollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtiv.
Dollfleischige, jüngere Färsen, Kühe.
Doll fleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw Dollfleischige ausgemästeteKühe höchsten Schlach- wertes bi§ zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen ’ altere ausgemästete Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen . . . . .
Kälber.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Schale.
Ctallinastschafe:
Roggenmehl I Mk. 00.00—00.00, Deizenkleie Mk. 9.15-9*5 Weizenichalen Mk. 9.35—9,50, Roggenkleie Mk. 11.10-11.25,’ Malzkerme Mk. 12.00—12.25^ Biertreber 12.25—12.50, Raps Mk. 29.00—30.00, Futtergerste Mk. 00,00—00,00. Alles per 100 Ka. ab hier. *
nr t5- Traukfnrt a. M., 13. Okt. tOrig.-Telegr. des ,Giei. Anzeigers .) Ka rto fiel markt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 3.50—0.0Q, im Kleinhandel Atk. 5.00—0.00 nie je 100 Kg.
le. Frankfurt a.M. D i eh h o s-Ma r k t b e r i rfjt vom 13. Okt. Austrieb: Rinder 1410, Ochsen 464, Bullen'61, Kühe und Färsen 890 Kälber 79, Schase 123, Schweine 2491.
Tendenz: Rinder rege, lieber flau b, Ochsen langsam, lleber- stand, Kalber ruhig, ausverkaust, Schase ruhig, Schweine aedrückt.
220 L unb Ehrenpreis: E. Müller. <$bt. 240 S. 1. imty Ehren- A. Dörnrer, H. Krauskopf. — Der Gymnasiasten- B er e r n „S t o l z e - S ch r e y" war aus dem Bezftkstag durch drei ferner Mitglieder vertreten, die alle preisgekrönt zurückkamen. — Abt. 140 S. 1. Pr.: Franz Haber U II. Abt. 160 S. 1. Jßr.: W. Schaaf 0 II. Abt. 280 S. 1. und Ehrenpreis: Joseph Kübel 01. Bei dem sch u ls chr i f t l i ch e n Wett sch reiben von 140 Silben an, wo nur die Schulsckwift zur Anwendung kommen durste, errangen Preise: bet 140 S. 1. Pr.: Häuser, Schaaf (Gymn-, bei 160 S 1. Pr.: A. Türmer und bei 220 S. 1. und Ehrenpreis Jws. Kübel.
Siatiöesamfsuadnidftcn.
(Nachträglich eingegangen.)
Vad-Nauheim.
G e b o r e n e: Sept. 10. Dem Installateur Karl Hartmann ein Sohn, Heinrich Otto. — 13. Dem Gärtner Friedrich Wilhelm Lprengel III. cm Sohn, Paul Wilhelm. — Dem Friseur Alfons ^wfes^lovp cm Hans Christtan Alfons. — 15. Dem Sattler und tapezier Johann Philipp Martin Karl Lack ein Sohn, Karl CT?",. 19- Dem Maler Henri 5larl Richard Löhr ein Sohn,
-Waner Richard. - ^em Schlossermeiiter Wilhelm Salzmann II eme Tochter, Elisabeth. — 25. Dem Kellner Tavid Adolf Mayer ein Sohn, Leonhard. — Dem Bäckergehilfen Reinhard Müller ein Solw, Hemrich Friedrich. — 29. Dem Kaufmann Jakob Valentin Louis Hensel eine Tochter, Liselotte Margarete. — Eft 4. Dem Taglöhner Friedrich Ditschler eine Tochter, Marie ^uliane —11 Dem praktischen Arzt Dr. Karl Heinrich Körfgen ein Sohn, Guido Jo,es Albert Karl.
Aufgebote: Sept. 2. Johannes Wilhelm Arthur Henkel, Schreiner m Bad-Nauheim, mit Erna Anna Frieda Witt in Kold^k. — ?’ Ferdinand Trier, Königl. Preußischer Baurat in Mu hl heim a. d. Ruhr, mit Christine Torothea Sprengel in Bad- ?ugust Heinrich Wilhelm Brandt, Friseur, mit Wilhelmme Schilling, beide in Bad-Naulwim. — 13. Karl Jido Koch, mit Anna Maria Ernst, beide in Bad-Nauheim — 1/- Karl Kühler, Küchenchef, mit Ulrike Anna Lange, beide in Bad-Nauheim - 20. Heinrich Opper, Postbote, mit Katharina Heß, beide m Bad-Nauheim.
Eheschließungen: Sept. 11. Josef Noll, Hoteldircktor ™ Neufrach mtt Lina Carolina Kachle in Bad-Nauheim. — 15 - c!. Schuhmacher in Butzbach, mit Elisabetha Reibold
m Bad-Nauheim. — 27. Ferdinand Trier, Königl. Preußischer Baurat in Mühlheim a. d. Ruhr, nut Christine Torothea Sprengel August Heinrich Wilhelm Brandt, Friseur, mit Wilhelmine Schilling, beide m Bad-Nauheim
S^erbefälle: Sept. 6 Ludwig Zell, Koch, 41 Jahre all. — ‘8. Bernhard Baumeister, Kutscher, 64 Jahre alt. — Marie Reitz Haushälterin 47 Jahre alt. — 19. Johanna Elisabethe «ranöt geb. Dietz, Pnvatin, 77 Jahre alt. — 21. Heinrich Wilhelm Schnautz, 6 Monate alt. — 26. Wilhelmine Margaretha Berg, 5 Monate alt.
Mastlämmer und jüngere Masthammel . . S ch w e i n e.
Dollfleischige Schweine von 80-100 ke
Lebendgewicht 62.00—65.00
Dollfleischige Schweine unter 80 k»
Lebendgewicht 61.00—63.00
Dollfleischige Schweine von 100—120 kg
Lebendgewicht 61.50—65.00
Dollfleischige Schweine von 120—150kg
Lebendgewicht 62.00—65.00
infolge fcbtDerer.QraiiEbeit kam meine Frau körperlich sehr zurück. »Ä n des Arztes nimmt fic nun zur Stärkung Bioson u. schon tägigem Gebrauch maditc sich die Wiederkehr der Slräfic unb des Appetits ganz ausiallig bemerkbar. Früher probierte, ähnliche waren im Vergleich zu Bwson lange nicht io bekömmlich, !?o^lchmeckend u. großartig. ErnitDiehl, Hannover, Semmernsir.21 Unterschritt beglaubigt: 29. 4. 13. Dr. Kleine, Kgl. Notar Bioson großes Paket (ca. kgl Mk. 3.— in Apotheken, ~
WegenViehseuchevergehens
wurde der Viehhändler L. L. II. in Ehringshausen bei Wetzlar mit lo Mark bestraft. Er hatte einen Viehtransport vom Bahnl-of Gießen aus sofort in Stallungen untergebracht, ohne zuvor den Nachweis erbracht zu haben, daß die Tiere nicht guarantänepflichtig sind, oder daß sie an ihrem Bestimmungsort zur Quarantäne an-
IHärfte.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
kv. Frankfurt a. M., 13. Okt. (Orig.-Telegr. des Gieß
Amtliche Notierungen der heutigen Frucht markt p'rei se'. Weizen (hiesiger) Mk. 19.40-19.50, Kurhessischer Dlk. 19.40-19.50 Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 16 40 bis 16.50, Gerste(Wetteraner) Alk. 16.00-17.00; Gerst^ Franken, Pfälzer Ried Mk. 16.50-17.50, Hafer Mk. 16.50-17.25, Mais Mk 14 50 bis 00.00, Weizenmehl 0 Mt. 32^0—32.75^ Weizenmehl I Mk. 80.50—30.75, Weizenmehl III Mk. 27.25—27.50, 'Jloqqen- mehl 0 Mk. 27.76—28.00, Roggeninehl 0/1 Mk. 26.50—26 75
Okt.
1913
Barometer auf 0° reduziert
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