h. Eppstein, 13. Juli. In den Waldungen am Nord- banne des Nossert haben die Kasteler Pioniere (Nr. 25) zur Vorbereitung eines Weges vom ForfthauS Eppenhain auf den Berg eine Anzahl Felsen sprengen müssen, die der Durchführung deS Bauplanes hinderlich waren.
Letzte
Deutscher Höhcnrekord.
Kiel, 13. Juli. Am heutigen vierten Tug der .vieler Flugwoche erreichte Leutnant Canter auf seiner Rumpler« Taube mit Passagier eine Höbe von 3044 Metern und dürfte damit den deutschen Pafsagier-Höhenrekord überboten haben.
Zusammenstoß zweier Straßenbahnen.
San Sebastian, 13. Juli. Heute nachmittag stießen zwei dicht besetzte Wagen der Straßenbahn, die nach Jrun zum Rennen fuhren, zwischen Hendaye und Jrun zusammen. Zehn Personen wurden getötet, 50 verletzt.
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Villaeoublav, 13. Juli. Der Flieger Audemars Ian« bete gestern um 7 Uhr 42 abends auf dem hiesigen Flugfeld.
Landkreis Gießen.
-m. Hungen, 13. Juli. Heute nachmittag überflog der Ballon Tillie II, der um 9 Uhr vormittags in Frankfurt mit vier Herren und einer Dame aufgestiegen war, unter Städtchen und landete um 4 Uhr in der Nähe des Galgenberges auf einem Kleefelde. Um eine leichtere Verpackung zu ermöglichen, 'vurde er durch d,e herbeigeströmte Jugend an den am Korbe befindlichen Handgriffen schwebend auf den großen freien Platz aut dem Galgenberg gebracht. Nach der Landung wurden noch mehrere Umstiege mit hiesigen Damen und Herren ausgeführt, ann wurde der Ballon entleert und verpackt, um zurückgesandt zu werden.
. . rad, 12 -ö'uli. Infolge des Kriegszustandes finden die für den Geburtstag des Königs in Aussicht genommenen Empfange nicht statt. Am morgigen Geburtstage wird ein feierliches Tedeum in allen Kirchen Serbiens und in den neuerworbenen Gebieten abgehalten.
Griechische Darstellung von Fwanosss Rückzug.
Berlin, 13. Juli. Die griechische Gesandtschaft erklärt gegenüber der freute durch nie Agence Bulgare verbreiteten Nach- richt über Stärke und Ausgabe der Armee oes Generals Jwanvsf, daß diese Armee aus den Divisionen 3, 6, 11, 13, zu je 27 000 S$™nA"C,ncr Arkade der 10. Division in einer Stärke von 9000 Mann, also ,m ganzen aus 117 000 Mann bestand. Dieser Armee kam zu Hilfe aus Ilesküb die 4., bestellend aus den Divi- 1 ton en 2, 7 und 8, d. h. aus 62 Batailloneii. Die Aufgabet die,er Armee war alles andere als eine Defensive. Durch oie Heldenhaften Kämpfe der griechischen Armee bei Langasi, Nigrita, >Lotran, <2trumitza und Temirhissaii wurde diese Armee zurück- gewonen und mußte die Flucht gegen Norden ergreifen, wodurch .^eser ganze Teil Mazedoniens von Bulgaren gesäubert ist. Ueber 10 000 Verwundete und Gefangene sielen in griechische Hänbe, ebenjo große Mengen von Munition, Proviantkolonnen und Feldzeichen (Griechenland vergißt, daß Jwanofs den größten Teil -seiner Armee nach Norden abgegeben hat. Red.)
Bulgarische Grausamkeiten.
Athen, 13. Juli. Ter König hat an den Minister des Aeupern folgendes Telegramm gerichtet: Der Stab der sechsten Division berichtet, daß bulgarische Soldaten auf Befehl eines Hauptmannes auf dem Schulhofe in Demirhissar den Metro- 'politen, zwei Geistliche und mehr als 100 Notable zusammen- schleppten und sie dann umbrachten. Der Kommandeur der Division befahl, die Leichen wieder auszugraben. Auf diese Weise ist das Verbrechen bestätigt worden. Jur selben Zeit idjänoetcni’. bulgarische Soldaten junge Mädchen, eine, die Widerstand leistete, wurde in Stücke gehauen. Protestieren Sie in meinem Namen bei den Vertretern der zivilisierten Mächte gegen diese Ungeheuer m Menschengestalt. Protestieren Sie auch bei der ganzen zivilisierten Welt, und erklären Sie, daß ich mich zu meinem Bedauern gezwungen _ sehe, mich zu rächen, um Schrecken einzn- flößen und um diese Ungeheuer zur Vernunft ziu bringen, bevor sie weitere derartige Verbrechen begehen. Die Bulgaren verüben alle Greusltaten vergangener barbarischer Zeilen und bewnsen, daß sie nicht das Recht haben, sich zu den zivilisierten Völl'erw zu zählen. Konstantin. Tie Depesche des Königs erregte in -lthen Zorn und tiefe Entrüstung gegen die Bulgaren. Mnister- präsident Veniselos begibt sich heute abend auf den Kriegsschauplatz, um mit dem König die Lage, zu besprechen.
Athen, 12. Juli. Eine Erkundungsabteilung hat gestern serres beseht, wo der K r i e g s z u st a n d verkündet und eine Birrgerwehr zur Aufrechterhaltung der Ordnung gebildet worden ist. Soldaten und Bürgerwehr durchstreifen die Umgegend, nm tue Landbewohner gegen die Komitatschis zu schützen. Da die Bulgaren die Stadt in panischer Flucht verlassen haben, sind viel Munition und Lebensrnittel zurückgeblieben. Siebzig griechische Notabeln sind dadurch befreit worden und dem Tode entgangen. Weitere 200 Notabeln waren bereits in grausamer Weise niedergemacht worden.
Der türkische Bormarsch.
Konstantinopel, 13. Juli. Die türkische Armee bcstann in der vergangenen Nacht den Vormarsch.
Der Einmarsch der Rumänien.
vereinrnachrichten.
l. Klein-Linden, 14. Juli. Der .Gesangverein Arior errang bei dem gestrigen Gesangswettstreit in Corbach unta 16 Vereinen den von der Großherzogin von Baden gestifteten Hauvtehrenpreis im Hauptehrensingen und im Ehrensingen den 1. Preis in der 1. Klasse.
Sport-
** Zum Radfahrfcst in Wißmar wird -ms mitgeteilt, daß beim Zweier-Kunstfahren nicht die Herren Schönhals-Wagncr, sondern Schönhals-Gärtner fuhren.
Bukarest, 12. Juli. Die halbamtliche „Politica" -schreibt. Heute beginnt die rumänische Aktion mit Zwei Zielen: 1. Rumänien will eine strategische Grenze haben, wie sie gegen Nachbarn, wie Bulgariem eine gebieterische Notwendigkeit ist. 2. Rumänien verlangt daß der definitive B a l ka n z u st a n d nicht ohne Rumänien festgelegt wird. — Cs handelt sich hier nicht um eine Politik zur Vernichtung Bulgariens, sondern nm die Aufstellung des Gleichgewichts, das Rumänien und Europa die Ausficht auf dauernde ruhige Zustände gibt.
Der Einmarsch der r u m ä n i s ch e n Armee vollzieht sich ohne Widerstand von Seiten der bnlgari- scheu Truppen. Die Grenzlinie, wo der Einmarsch eingestellt werden wird, ist unbestimmt. Wenn auch die rumänische Regierung in vollem Einklang mit dem König bezüglich der zu erreichenden Ziele durchaus in den Grenzen einer maßvollen klugen Politik bleiben wird, wünscht sie doch, daß die Ziele baldigst gesichert werden.
Bukarest, 12. Juli. Der heutige Vormarsch der r u m ä n i s ch e n A r me e ging glatt vor sich. Die Rumänen machten bisher 5 00 G e f an g en e. Das Oberkommando veröffentlicht heute ein Reglement für Krieaskorrespondern len, welche an den Operationen der rumänischen Armee teilnehmen wollen.
Eine offiziöse deutsche Stimme über die Balkanlage.
Berlin, 13. Juli. Die ,,Nordd. 2lllgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Wochcnrundschau: Auch die abgelaufene .Woche war auf dem Balkan durch Kärupfc a u s g e s ü l l t,
Kreis Büdingen.
l. D ü d e l s h c i m i. d. Wetterau, 13. Juli. Die Ein- w er Y st n g d c s K- r i e g e r d e n k m a l s verbunden mit dem 2.>iahrtgen Regterungsiubiläum des Kaisers votlzoa sich heute unter sehr starker Beteiligung. Bei der Vorfeier wech- ^ ..F5'ongsvorträge der Vereine „Liederkranz" und „Gemilchter Chor jorme turnerische Vorführungen der Schuler und des Turnvereins. Heute vormittag war Fest- gottesdtenst und Kirchenparade. Um 2 Uhr bewegte sich der ^estzug zum Festplatze, wo die Enthüllungsfeierlichkeit vorgenommen wurde Tas Kreisamt, die Kriegerkameradschaft Hasfta und der Hasftabezirk hatten ihre Vertreter gesandt..
Außer diesen Rednern hielten der Vorsitzende des teeger-1 G. Henneberg, $>OfL & 2)1 b. öcutfcben Saifcwt Zürich«
7a$.c' uman das Belasitza-Gebirge zu gelangen. Die Bewegungen der zweiten bulgarischen Armee nn Laufe der Operatioiren werden in der Geschichte denkwürdig bleiben als die gelungene Bewegung schwacher Kon- nngente gegen eine feindliche Streitkraft von überwältigender numerischer Uebertegenheit. 'Die Griechen werden vielleicht noch Gelegenheit haben, die Kriegskunst Iwanows rrnd die sehr hohe Moral seiner Truppen besser kennen zu lernen. Unter diesen Umständen ist es lächerlich, von der Gefangennahme Iwanows zu reden, der jetzt über zwei Divisionen mit zahlreichen Truppen verfügt.
General Wosow ist zum Kriegsminister ernannt worden.
Wien, 13. Juli. Die „Neue Freie Presse" erhält von besonderer Seite aus So f i a die telegraphische Mitteilung, daß alle Geruch re über U n r u h e n, Zusammenstöße und Attentate in So f i a u n r i ch t i g sind. Die Stadt ist ruhig.
Konstantinopel, 13. Juli. Die bulgarischen Metropoliten von Monastir und Ochrida sowie der Vikar von Prilep sind hierhergekommen, um sich bei der Pforte über die Missetaten der Serben gegen die Bulgaren zu beklagen. Sie wurden v-on der Polizei zur Polizeidirektion gebracht.
Serbische Nachrichten,
.... Belgrad, 1.2. Juli. Das Serbische Preßbureau meldet: Wahrend des gestrigen Tages wurden die Bulgaren auf der ganzen Front von Zajetzar, an der serbisch-bulgarischen Grenze, MS pmdo'.rnschte in Mazedonien verfolgt. Bei Kotschana wurden iclvvache bulgarische Angriffe zurückgewiesen. Bei Tzer wurde eine bulgarische Abteilung aufgerieben und auf der Flucht bis -pzarevo W«lo scharf verfolgt. Bei Tnantza erbeuteten bin Serben 14 Militärbäckereien mit 150 Tonnen Mehl und 5 Tonnen Reis
serbische Kavallerie verfolgt den Feind in der Richtung auf Pleichego, alles zum Rückzug zwingend. Bei Egri Balanka unternahmen die Bulgaren schwacl>e Angrisssversuck-e, die aber mit fl^pnen Verlusten zurückgeschlagen nnirben. Gegenüber den euer» gl scheu Vorstößen der serbischen Kavallerie waren die Bulgaren außerstande, einen Stützpunkt zu finden und ließen ihre Toten und Verwundeten zurück. Tie serbische und griechische Armee lind aus der Linie Radowischte-Strumitza miteinander in Fühlung getreten, ^vas fratte zur Folge, daß Mazedonien von regulären i kindlichen truppen geräumt ist. Die auf dem Rückzug befind* henen Bulgaren verloren den Zusammenhang miteinander, ihre Verprowantierung gestaltet sich von Tag zu Tag schwieriger.
Belgrad, 12. Juli. Es verlautet, daß Bulgarien direkten Verhandlungen mit Serbien und Griechenland z u ft i m m t e.
öte noch jetzt nicht zum Stilftluud Zewuuueu juu). Oyne i Vereins, Bürgermeister AUireau und Lehrer ^i^r^lter in ein vielleicht voreiliges Lirtctl über eine völlige Nieder- sprachen. Das Denkmal ist vor dem Schulhaus ausaesteM läge Bulgariens einsti'mmen zu Wollen, kann der uw- Kreis R-riedbera i b '
parteiische Beobachter nicht übersehen, daß bisher das Glück L ftri ebbera 13 4u(i A-.i finSni
toää'tenb“ b?ea@Än uTelttet kuf ihre abermals L -6-
gelegten Beweise militärischer Tüchtigkeit mit Stol^ hin-r‘ m ^hr ickonem Wetter
über oie Aogrenzung der zu verteilenden Gebiete zu einer Kurverwaltung für den besten Spieler errang Herr Ferber endgültigen Einigung zu gelangen, wodurch neuen Feind- Weitere Preisträger waren die Herren Gebrüder'T e r r b , ^agc seligkeiten in Zukunft möglichst vorgebeugt wird. — Bei der Donau und Goßlet. Von den teilnehmenden Tamm Bestimmung der veränderten Grenzen auf dem Balkan will! .Fräulein Sa er [ in einen Preis heim bringen. Die am
auch Rumänien im Interesse der Herstellung des Gleich- Uattgefunbeiie Beleuchtung der Teich-Anlagen und des Teichgewichts Mitsprechen. Dies brütet der Einmarsch des rumä- — Zu Ehren der Herzogin
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anstaaten vorher bekannt gewordenen Rahmens. des Großherzogs „Herzogin-Marien-Ruhe" benannt. Die Gin« " I orelhung des Platzes sand heute mittag in Gegenwart der Herzogin
Deutsches Reich.
Aus Stade sznd Land«
Gießen, 14. Juli 1913.
Zirkus Althoff. Montag abend 8'/. Uhr: Eröffnungs- Vorstellung.
T r i n k e r - F ü r s o r g e st e l l e für Stadt und Landkreis Gießen, Gießen Asterweg 9. Sprechstlmde jeden Dienstag abend 6'/, bis 8 Uhr. *
** $>n den Gießener Familienblättern beginnen wir heute mit dem Abdruck eines neuen Romans aus der ,^-eder von Paul Grabein, eines unserer beliebtesten Unter- Haltungsschriftsteller, dessen Roman Der König von Thule im vergangenen Jahre großen Beifall gefunden hat. Der Nontan schildert die Liebeskänipfe einer jungen Bergsteigerin, die nach wechseloollen Schicksalen hoch oben im ewigen Schnee i Glück und Frieden findet. Neben den herrlichen Landschaftsschilderungen ist es namentlich die heiße Leidenschaft des Buches, die den Leser gefangen nimmt und ihn bis zur letzten Seite fesselt.
*
• • Der Mittelrheinische Verband evang. Arbeitervereine hält seinen Delegiertentag am 31. August in Offenbach a. M. ab.
* * Zirkus Hermann Althoff in Gießen. Mit einem weltstädtischen Lpielplan wird heute, Montag, abend dieses angesehene Unternehmen dem Gießener Publikum seine Pforten offnem Ein eigener Wagenzug traf heute als Sonderzug auf bem Bahnhof ein und in mustergültiger Ordnung vollzog sich das Ausladen des umfangreichen Pferdematerials, der ausländischen Ttere wie auch der Ausstellungsstücke usw. Ter Zirkus zeigt äußerlich und innerlich ein fesselndes Bild an Ausstattung und Fracht, ^m Einklang damit stehen auch die Leistungen der erst -1 klastigen Künstlerschar, auf beern Auswahl der Direktor Althoff besondere Sorgfalt verwendet. Wir werden auf die Vorstellung ausführlich zurücklömmen.
* * E i ii v c r b r c ch e r i s ch e r A n s ch l a g a u f einen Bahnzug. Am 12. Juli wurden auf der Strecke Laubach— Laubacher Wald von verbrecherischer Hand auf das B a h n g l e i s zwei g r o ß e S t c i n c im Gewicht von etwa 3 0 Kg. gelegt und mit unterlegten Steinen be- estigt. Das Hindernis wurde rechtzeitig "entdeckt und kurz vor Eintreffen des Triebwagenzuges 5313 beseitigt. Hoffentlich gelingt es, die Verbrecher ausfindig zu machen.
’* Militärische Bauten. Das neue Militär-Bauamt ivird in imserer Garnisonstadt gleich Arbeit vorfinden. Abgesehen davon, daß die Kaserne für 70 Mann der Maschinengewehr-Kompagnie errichtet wird, sollen auch, wie man erfährt, noch drei Wohnhäliser für verheiratete Unteroffiziere erbaut werden. Sie werden an die neue Straße zwischen! dem Schützenhaus und den Kasernen zu stehen kommen.
* * Silberne Hochzeit feiern am Dienstag Vor- chlosser Wilh. Ranft und dessen Ehefrau, geb. Stielenbach.
* * E i n R i c s e n b o v i st, der ungefähr 2 Pfund wiegt, wurde gestern vormittag von dem Schreiner Georg Vei'th in der Gießener Gemarkung gesunden. Der Pilz ist sehr regelmäßig gewachsen und hat etwa die Form eines riesigen Schädels. Boviste dieser Größe sind giftig.
(Kerirf>t»faaL
W. Wilhelmshaven, 12. Juli. Kapitänleutnant Löwe vom Panzerkreuzer „9)orcf" stand heute vor dem Ober- l'riegsgerichl!: unter der Anklage, durch Fahrlässigkeit den Zusammenstoß mit dem Torp ed ob o o t'„S 178" verschuldet zu haben. Er wurde freigesprochen.
M M Ä s I von Mk. 1.35 an per Meter, in allen
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Ijl n|| iHlllr! in® Hlms aeltcfcrt. Reia'w Ul UU£ UUlUu MusterauSwahl umaehend.
Stuttgart, 14. Juli. Der Wahlkreis Ebingen fnerlL gestern das 25jährige parlamentarische Jubiläum des fortschrittlichen Reichs- und Landwgsabg. Hausmann. Abg. v. Payer feierte in längerer Rede die Verdienste des Jubilars.
Unrvcrsitäts-Nncbrrcbten.
— Der o. Professor der semitischen Philologie, Dr. Enno Littmann in Straßburg, der Berufungen nach Bonn mie auch nach Göttingen erhalten hatte, hat sich nunmehr ent- sck,lassen, dem Rufe nach Gö tt Ingen Folge zu leisten.
Wetteraussichlen in Hellen für Dienstag, den 15. Juli 1913: Wechselnd bewölkt, meist trocken, warm, Gewitterneigung.
. - .1—' -------- in Gegenwart der Herzogin
und emer kleinen Anzahl geladener Gäste statt.
L. Ockstadt, 13. Juli. Der Fuhrmann Krak aus Nieder-Wöllstadt geriet unter einen schwer beladenen Holz- wagen und erlitt schwere Verletzungen. — Der Gemeinderat f)at beschlossen, eine Wasserleitung Herstellen zu lasten. Sie «Kprn»~n io ic^f rr Lv c «. . r«. < m । mirb 63 000 Mk. kosten und schon nächstes Jahr im Betrieb
bes fid) im ®ebie.c beb ®uta^n,
Balestrand, 12. Juli. Die „Hohenzollern" verließ Ber- öeS urc,9crrn üon Frankenitem.
gen um 6 Uhr früh mit Kurs nach Norden. Am Eingang des Starkenburg und Rheinhessen.
Sognefiorr^ ging der Kaiser nebst Gefolge auf den „Sleipner" ., rh- Offenbach, 13. Juli. In weiten .Kreisen der Dürger- und fuhr nach Ba l Hol m, wo die vom Grafen Görtz ge- toaft erregt eine Maßnahme der Bürgermeisterei Verwunderung schaffene Bele-Statue amgestettt wurde. Am Nachmittag wurde und Entrüstung. Während die Stadtverwaltung von dem Regie- nach Vangs^nas gefahren und die Arbeiten zur Aufstellimg rungsiublläum des Kaisers nicht die geringste Nott; nahm, hat sie des Frid iof-Denkmals bepchttgt. Abends um 9 Uhr traf die °us Anlaß des sozialdemokratischen Turnfestes für den Kreis „Hohenzollern" vor Balholm ein. Offenbach das Ratbaus mit reichem Flaggen schmuck versehen lassen.
Balestrand, 13 Juli. Der Kaiser hielt heute Gottes- Zhenso prangten alle Wagen der stödtisehen Straßenbahn im Glanz drenst an Bord der „HohenzoNern" ab und hörte einen kriegs- fntoen Grüns und grellroter Rosetten und Wimpel.
geschrchtlrchen Vorttag. M a tn z, 13. Juli. Bei dem heute beendigten 26. Berbands-
—— -1 1 1 ■ I schießen für Mittelrhein, Baden und Pfalz erhielten den Ehren-
c.r 5 Großberzogs Paul Herbst- Nürnberg, bett Peter Hof, 12. Juli. Der Kaiser ist nack s^^"öogs von Baden Hugo Breder-Elberfeld, den des Prinz- Id) en Schären abflereift ' f bE" 'E" n, ° regente,. »°n B-Yern Ambron.^rnnksurt M., ben ber Kaiserin
Laredo, 13. Juli. Auf dringendes Derlanaen hpr Raster-Mainz und den der Stadt Mainz
k-nischen Behörden Ld biebS'^SeMtenTli: »enenger-TEnbors t Bayern.
gehaltenen fünf Amerikaner freigelassen worden. n r Desten-Nastau.
arburg, 13. Juli. Ein Wiltterer erschossen. Am Freitag abend gegen 8 Uhr kam es am Abhange des Wollcn- bergs zwilchen Sterzhausen und Wetter zwischen dem Regierungs- baumeiiter Abel von hier, der dort auf dem Anstand war, und ^uem Wilderer zu einem blutigen Zusammenstoß. Abel bemerkte den Wilderer, der in einer Talmulde auf freiem Felde auf Rehe c' ihn an. Der Wilderer antwortete mit mehreren I Schüssen. Die Schrotladung traf den Jäger ins Bein, in die I Schulter und in den Kopf. Abel schoß nun ebenfalls mit seiner mit Kugeln geladenen Doppelflinte, worauf der Wilderer im Korn- felde verlchwand. Einige Leute brachten den verwundeten Jäger hierher in die Klinik. Bei den Nachforschungen nach dem Wilderer fand man ihn mit Schüssen im Kopf und in den Beinen mitten tut Kornfeld als Leiche vor. Außer dem Gewehr trug er auch noch ein Beil bei sich. Wie festgestellt ist, handelt es sich um einen in Wetter wohnenden, feit Ostern verheirateten Rottenarbeiter namens Schulz aus Dodenhausen.
b. Franksurt a. M., 13. Juli. Der Stadtteil Bockenheim war gestern nachmittag der Schauplatz einer blutigenSch lacht, zwischen zwei feindlichen Zigeunerfamilien und deren Anhang Der Streit, der sich um ein Mädchen drehte, begann in einer Wirt- fchast der Friesengasse und setzte sich dann auf den Nachbarstraßen fort. Erst als etwa 40 Schutzleute eingriffen und zahlreiche Per- wnen iverhafteten, konnte dem Streit ein Ende gemacht werden ~’p. vaupträdelsführer entkamen leider. Das Oberhaupt der Familie Winterstein wurde lebensgefährlich verletzt. Bll brr Durchsuchung der_Wohnwagen wurden etiva 200 Revolver, Gewehre unh Dieb- und Stichwaffen beschlagnahmt. Einer der Wohnwagen, aus dem mit Gewehren auf die Polizei und die große Menschenmenge geschossen wurde, mußte im Sturm genommen werden, wobei die Insassen von der erbitterten Menge nicht gerade glimpflich behandelt wurden.


