163. Jahrgang
Erstes Blatt
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beugen, stets b«eit ist, di^ Rotte eines Vermittlers zu Über-
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Der Gictzener Anzeiger erscheint täglich, aityer Sonntags. - Beilagen: v । e nna l ivöcbeiulict) Eietze. erZamilienblätter; givrtinnl wßcbeiitl.KreiS: dlattsiirtzenlLreir Liehen '-(Dienstag und Freiing)-, zweimal inonarl. Landwirtschaftliche seitfragen ixcruipved) - Anschlüsse: für die 9tedaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:
ton", „Vermischtes" und „GerichtSjaal": St. Reu» rath; für ^Sladl unt> Land": E.Heß; iür den Anzeigenteil: H. Beck,
IHontag, K. Zull (913
BcHuqsyrol •.
moiratlich75Vi., viertel« : jährlich Alk. 2.20; durch
'Abhole- il Zweigstellen inonaklich 65 Ps.; teivd) diePosl Mk.2.— viertel- jcitzrl. ansschl. Bestellg. Zeilenvreis: lokallöPf., auswärts *20 Pfennig. Ehesredaktenr: f)l Goeg
Verantwortlich für den politischen Teil: Angus' Goetz; für „Feuitle-
das gemeine Alltagsgetriebe binau§,iul)eben, in l----- - -
Grundriß das Zweikammersystem bautunstlcrisch zum Ausdruck zu bringen: das wirkt organisch, überzeugend, bedeutend, schließlich dort nicht unerwähnt bleiben, mit welchem Geschmack und Glanze Hansen überall das Detail zu behandeln verstanden hat. Sein strenges Griechentum hat am Donau,trande einen schonen Schimmer von Wiener Lebsreudigkeit gewonnen, der seinen Bauwerken zugute gekommen ist. #
Anmchme* von Anzeigen flofafiotts&rud und Verlag der Vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Ztemdruckerei H. Lange. Redatlion, Lrpedltion und Druckerei: Zchulstraße 7.
L Gcschäft-st-ll- Büdingen. Bahnhofftratz- ,6-.. ____
Bulgarische Rachrichten.
Sofia, 13. Juli. Nach den Erklärungen Da- news erhielten die bulgarischen Truppen, welche innerhalb der eilten serbischen Grenzen operierten, am 9 Juli den Befehl, ihre Operationen einzustel-- len, sich über die Grenze zurückz-u ziehen. Daher sind die Berichte auZ Belgrad von der Niederlage der Armee des Generals Kutintschew, der Knajatsckfewatsch eingenommen hatte und erfolgreich vorgedrungen mar, voll- tvmmen aus der Luft gegriffen. Tie einzelnen Meldungen, die über den Dod der Kommandeure des aO. und 66. bulgarischen Regiments und anderer Offiziere sowie über die Gefangennahme zahlreicher Soldaten und üb'r Erbeutung bulgarischen Kriegsmaterials verbreitet worden sind, sind ebenso phantasttsch. Während der ganzen Operationen der Armee Kutintschews wurden nur zwei Kom- paniecliess verwundet und eine unbedeutende Zahl Soldaten getötet oder verwundet. Diesen phantastischen Meldung m reiht sich die Meldung aus derselben Quelle über die Vernichtung der siebenten bulgarischen Division an, die nn Gegenteil für sich allein der serbischen Hauptarmee Widerstand leisten und ihre Stellungen bei Kotschana behaupten konnte ^^ettce $3^^" meldet: General Iwanow füh-rt würdig den Oberbefehl über die zweite bulgarische Armee, die mit unbedeutenden Kräften einen glänzentzenRückzug vvtlfiihrte und mit drei Brigaden den Marsch des ganzen, 100 000 Mann starken griechischen Heeres aufhielt. Man weist, daß das griechische Heer drei Tage lang bei Kilkitsch aufgehalten wurde, wo die Bulgaren nur sechs Bataillone hatten. Die Griechen gebrauch-
Seit vorgestern gab ich den Befehl, die Operationen eist, zustcllcn in Alt-Serbien, die durch den Einbruch serbischer Abteilungen in bulgattsches Gebiet hervorgerufen worden waren. Wir befahlen unseren Truppen an dieser Front, sich au, die alte Grenze zurüdzuziehen. Die mazedonischen Lruvpcn erhielten den Befehl, in der Defensive zu bleiben. ur öiqe Weise nahmen wir im Interesse des Friedens Nicht allem die Wermirtluna Rußlands an, sondern setzten auch den blutigen Konflikten ein Ende, soweit dies voll uns abhangt. Wenn man uns bei dieser Sachlage den Krieg ertlärt, so ist dies vollkomme« ungerechtfertigt. Unsere Beziehungen zu Rumänien waren die ganze Zeit über freun tz s cha f t l i chster Art. Wahreiü) deö Befreiungskrieges gegen die Türkei blieb Rumänien nnittai, verlangte aber für die Folgezeit eine Berichtigung seiner Grenne in der Dobrudscha und Anerkennung genauer Privilegien für das rumänische Element in Mazedonien. An dem gegcmcitiqcn Wunsche, ihre Freundsck-afl and) künftighin zu bewahren, argiui beide Regierungen auf die Mediation der Großmächte z. >i i, deren Ergebnis das Petersburger Protokoll war, das w o’.it die Einverleibung Makedoniens in Bulgarien gründete. Serbien schuf, da es die Ausführung des Bündnisvertrages verweigerte, Komplikationen, weld)e gegen unseren Willen die gegenwärtigen Konflikte hervorrieseu. Wenn also Bulgarien gezwungen ist, seine Eroberung, die der Anlaß war zu der Entscheidung der Petersburger Konferenz und namentlich für die den Rumänen in Mazedonien aernährten Privilegien zu verteidigen, so kann die bul- gattsche Regierung darin keinen neuen Umstand erkennen, der einen Einbruch rumänischer Truppen in Bulgarien rcchtrerligcn konnte. Sie 'betrachtet baber, indem sie an die lnster zwischen den beiden Ländern bestehenden Beziehungen denkt, die rumänischen Maßnahmen für ungerechtfertigt und glaubt, daß Rumänien, welche Erwägungen auch diese Maßnahmen bitt ter teil, in seinen Entschlüssen nicht bis zum Aeußersten hatte gehen dürfen. Wir lehnen alle Verantwortung ab und er - scheinen unter diesem Gesichtspunkte, der zugleich and) der Gesichtspunkt der bestehenden Ordnung und Gerechtigkeit ist, vor dem Gerichtshöfe des Gewissens Europas, in der Sürrnung. daß unser Recht überall anerkannt wird, und wir sind entschlossen, ' in dieser Stellung bis an das Ende zu verharren.
— Ein zweites Musikfest des Dcutscheii Mu? sikerverbandes. Aus Elberfeld wird uns geschrieben: Der Allgemeine Deutsche Musikerverband hat auf seiner letzten Tagung in Berlin beschlossen, seine nächste D e l e g i e r t e n v e r i a m m - l u n g im Sommer 1915 inElberfeld abzuhalten. An diefen Beschluß hat nun der Vorstand des Deutschen Orchesterbundes beschlossen, mit dieser Elberfelder Musikertagung ebenfalls ein Musi kfest zu verbinden, das der Versammlung vorangehen und lid), was die Größe des Orchesters anlangt, int Rahmen der Berliner Veranstaltung halten, allerdings von kürzerer Dauer sein ,oll als dieses. Dieser Vorstandsbeschli'.ß des Deutschen Orchesterbundes wurde in der letzten Generalversammlung des Elberfclter Musiker-Vereins gutgeheißen, so daß das Eiterfelder Musiktest letzt bestimmt zustandekommt. Man hegt die Absicht, in Elberield jnz'i Kon zette in dem bekannten großen Rahmen zu geben. ^Das erste findet am Vortage der Delegicttcnversammlung, einem ^anistagc, das zweite am Telegiertentage selbst statt. Dieses zweite tton- zert soll den Charakter eines Volkskonzertcs tragen.
— Zwei Originalkartons von Federigo Ba- rocci'O sind, wie in der Kunstchronik mitgeteilt wird, von dem Sekretär des Kupferstich-Kabinetts der Uffizien Philippo di -ictro entdeckt worden. In dem Magazin der Accademw bi -belle Mti sand er unter einem .Kaufen von Schuler Zeichnungen, - die vc-- nichtet werden sollten, die beiden gut erhaltenen, auf.Dslzrahm. n ausgenagelten Kartons zu zwei Hauptwerken des großen Maler., zu dem Abendmahl int Dom von Urbino und ter Aeichneiduna tm Louvre. Die kostbaren Kartons, die aus der Sammlung te^ -la dinals Leopold von Medici stammen, waren bet ter Ueberfuhruug der Sammlung des Kardinals in die Uffizien abhanden gekomm n und wären sicherlich ganz verloren gegangen, wenn ue der ^vür eifer di Pietros nicht noch glücklich vor dem Untergang Meder ans Licht gezogen hätte.
Die Einsturzgefahr der 5t. pauk-kathedrale in London und ihre Gründe.
Von der Einst-urzgefahr, die dem Meisterwerke Sir Christopher Wrens, der Londoner St. Pauls-Kathedrale droht, war in der letzten Zeit mehrfach die Rede;, es scheint abermalsi habe- man ste unterschätzt, wie ein Au patz eines Fachmannes, des Architekten I. M. W. Hailey im „Archttects and Butlders Journal aus- ^°Tü Sp Pauls-Kirche ist wirklich ernstlich gefährdet, und hierfür gibt es zwei Gründe: einmal die Art des Baues, zweitens die Art des Bodens, auf dem das Bauwerk ruht. Wahrend Ären den Bau ausführte, änderte er nämlich die Pläne noch um, und so kommt es, daß der Unterbau der Kathedrale für die gcroaltige Nitwel zu schwach ist. Die Grundpfeiler sind nämlich nicht maUtv, sondern die Fundamente der St. Pauls-Kirche bestehen aus Stem- schotter, die von dünnen Schichten Portlandsteins umgeben sind. In den Fundamenten hat fid) manches unter dem Drucke des Gebäudes verzogen und das Gewicht der Kirche, das der englische Architekt mit 32 000 Tonnen angibt, belastet die Fundamente weit über ihre Tragfähigkeit. Das ist übrigens keine neue Entdeckung, denn schon im Jahre 1709, unmittelbar nach Fertigstellung des Baues, stellte fid) heraus, daß Risse entstanden: damals besserte Edward Strong sie aus und man war der Ansicht, sie beruhten auf der Senkung, mit der man bet neuen Gebäuden zu rechnen hat. lieber 100 Jahre lang zeigten fid) denn auch feine neuen Risse, bis in der jüngeren Vergangenheit die Kathedrale wieder in Gefahr geriet. Nach Haileys An ficht kann irgendeine kleine Veränderung eine Katastrophe herbeiführen. Soweit es sich um die Fehler des Mauerwerkes handelt, könnte man wie er ausführt, die Kathedrale dadurch sichern, daß man die Lücken zwischen dem Steingeröll ausfüllt, indem man Zement unter Druck einspritzt, so daß die Fundamente, wenn dieser bart wird, dann wirklich zu einer festen Masse werden, Mto lieber- hängen des Domes nach Südwesten um em mr Zoll wurde dann wohl nicht mehr bedenklich fein, obwohl die Abweichung
ist ferner, daß in dem zweiteti kritischen Moment, vom 18. August ab, die englischen Schlachtschiffe nachts die Schutz- netze auslegten und die Torpedoboote auf Patrouille fuhren. Endlich, daß in der dritten Krisis kurz vor der endgültigen Einigung Deutschlands mit Frankreich, am 20. September, „wegen der Kviegsgesahr" (war cloudi ein Urlaubsverbot an die englischen Offiziere erging und die Häfen der schottischen Osttüste mit gewaltigen Kosten aus dem Landwege ihren Kohlttivorrat auffullten. Lookout in seiner Broschüre „Englands Weltherrschaft", Graf von Gers- dorff und andere, die das Geheimnis des Sommers 1911 auf das gründlichste studierten, haben jene beängstigende Mobilmachung der englischen Flotte anschaulich und ohne alle Seestern-Fantasie-geschildert.
Haben wir dem an sich und ohne jede politische Absicht schon bedrohlichen Aufmarsch der englischen Flotte in Liefern Sommer nichts entgegenzusetzen? In den alten ^ehrbuchern I wird immer noch darauf hin gewiesen, daß die „Periode der
feinem qaneenlin den letzten zehn Jahren zugenommen hat und die Fundamente —' auf der einen Seite natürlich starker belastet. Gefährliche^, ist der Untergrund. Unter der Kathedrale liegt eine Tonschicht, darunter dünner, leichtbeweglicher Sand. Wird nun in deixstahe der Kathedrale gebaut, etwa eine Untergrundbahn angelegt, w rann ber leichte Sand hier eine Abflußöffnung finden und oann wäre der Tonschicht und damit der Kirche selbst die Stütze entzogen.-
Nach HatteyS Ansicht muß daher so rasch wie möglich eine Zone festgelegt werden, innerhalb deren nicht gebaut werden darf.
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(Ein Baumeister von Neu-Wien.
Znm 100. Geburtstage Theophil Hansens, 13. Juli.
Tn dem feierlich-schönen Parlamentsgebäutze am Wiener ^ran^ tzens'ringe dessen strenge Vornehmheit so oft zu dein, was in feinem Innern vorgelst, in einem hat Theophil Hansen sich zwar nickst fein einziges, fwhl aber fein bedeutendstes Denkmal als einer ter dervo^gendsten Baumeifter Don Neu-Wien errichtet. In dte neueren BaugefchMe ter öfter reichischen Kaiserstadt bezeichnet das Jahr 18o9 bekanntlich oei «i^n Wendepunkt. Da fielen die Glacis, da sprengte die-Stadt denMauergürtel, der ihre Entwickelung ins ^^.^hnnmkhvtt^ gewaltige Bauaufgaben waren zu tzstn, und alle Sckle bawarbcn fich $m sie. Da waren Schmidt und Ferstel, die das Banner der Gotik schwangen; Semper, Van der Null und -Liccarteburg, sowie ifraienauer traten auf den Boten der Renaisfayceunb ftfien ftile — Theophil Hänfen aber war der Bettreter Geistes und griechischer Baukunst im neuen Wien, «nb limUn et echter Künstler, ein Meister war, so hat er e§ fanden, aus althellenischem Geiste heraus moderne vrgamsc^ ^wchoMingm zu gestalten. Er war Däne. Sem älterer Bruder Chnstian t^t sich in Athen niedergelassen und berief öu stch in die 9rwchi ^ «Hauptstadt. Mit ihm zusammen hat er dort dw Umveifitat und Lie Akademie gebaut, Die wie ein Stück alten Hellenentum, im modernen Athen dastehen. In Athen lernte aber Halfen zugleich die Bauwerke der Bpzontiner, soime die Farbenpracht tes Orient Fennen: vor allem aber machte er cme vorzüglich praktlfche Schulung durck), die ihn dann, als er nach Wien gelangt wai, befähigte, eine geradezu unermeßliche Arbeitsleistung durchMfuhrem Seine'Entwürfe sind ungemein gediegen gearbeitet und l«pen bis ' bie letzten Einzelheiten hinein den formenden und gestaltenden
Kulm d^Bauschövfung-ndanscnS gar Nicht u«l>r »u teufen In dem Waffenmuseum des Wiener Msenal^, nutzte
V^ nrientaUfcben Erfahrungen zu cmer höchst originellen gzfef‘mau<T3n bem qrofeen Heinttchshofe legte er Zeiigms alänzeiwen Fähigkeit in ter Beherrschung mächtiger ^sfadenflächen ab. Sein Palais tes Erzherzogs Eugen ist ein ©tüti durchdachter und vornehm-großartiger Palast- Was seine Schöpfungen überall in vottei Has er Werfe
« tes ft ber sichere Sinn für die Verhältnnse, das «uszeichntt, das /er na i bie be=
«ebäube frostig nennen — es imponiert doch Mr Gedame, das ter Volksvcrttetung schon architektonisch so vornehm über
Vst größten Flottenmanöver der Welt. |
In dieser Woche beginnen die Erösfnungsübuugen der tenqlischen Flottenmanöver, der größten Manöver, seit es tein Großbritannien gibt. D>ie Manöver sind in ^tesem^ahre kiwä zwei Gründen von außerordentlichem Juteresse. Einmal Sind in den englischen Gewässern Kriegsschiffe in einer An-! &a(:f versammelt, wie es noch nie .ber Fall war. Und Mertens Kft auch die Strategie ganz eigenartig und neu. Wahrend früher die feindliche Jnvasionsarmee nur fingiert war, wer- tz^n diesmal drei Bataillone Infanterie auf Transportschiffen tatsächlich mitgeführt mit der Aufgabe, dre heimliche iQanteiiiq zu versuchen, sich durch einen raschen Einfall zum Herrn englischen Gebietes zu machen, Signalstationen, Ma- aazine Eisenbahnen, Docks usw. zu vernichten und wichtige Häfen zu überrumpeln. Diese EinscLl>sarmee auf Transportschiffen wird geschützt durch eine schwächere AugrisMotte ______________________ „ z . .
die gegen eine stärkere Verteidiguugsmacht zur See anzu- die jedem Kriege voraugehe, Zeil genug ge-
Tämpfm hat. Zum Zwecke dieser Manöver sind nicht weniger die Mobilmachung vorzuberetten, die Ausrüstung »als 35 Geschwader van insgesamt 346 Schiffen auf geboten, I ■ crqän,en/ bie Reservisten zurüchiuberufen. Wahrend der die von 23 Admiralen kommandiert werden Es ist Nicht tzoxerwirren wurde eine deutsche Panzerdivision in 41/2• schwer, nachzurechnen, daß. jetzt die ganze englische Flotten- für einen zweijährigen Feldzug mobil gemacht. Wenn macht aus allen Meeren des Erdballs in die Nordsee ge- atJer h^tte zu Konflikten käme, müfeten unsere stählernen «rufen wurde. Nur zwei moderne Schisse versehen weiter den Kolosse in wenigen Stunden zur Verfügung sein Diese Mah- Auslcmdsdienst, der Inflexible im Mittelländischen Meer! erteilen die diesjährigen englischen ^lvttenaufstel- -und die Neuseeland im Süden des SttN-en Ozeans. Juri. mit furchtbarem Ernst. Bei aller Friedensliebe gilt !dieses außerordentliche Aufgebot hat man natürlich m Lon- uns mehr als je das Wort des größten, Engländers, .'dou eine sehr harmlose und beruhigende Erklärung. Der L „nur" ein Dichter war: Bereit sein ist Mes!
strategische .Hauptzweck der diesjähttgeu Manöver sei, zu ____ —----------
untersuchen, ob die englische Flotte genügend Schutz gegen! 12Altzirtt
!feindlichen Einfall an den brittschen Küsten biete. Dieses CtiGC ÜÜs OCUl öÜUM.
Problem, so versichert die englische Presse, habe rnne gewifse ~ h
cknuerpolitische Bedeutung. Man kenne ja die Schwach der Daucw tur den Mieden.
!englischen Territorialarmee. Gelingt es aber, den sernd- Sofia, 12. Juli. In der Sobranfe erklärte 'lid)en Einfalk abzuwehren, so sei dieser ^rsvlgBeweis nisterpräsident Dr. Dan e w: Ifür die Behauptung der Regierung, /daß die Fwttc- einen gegenwättige Kabinett ist stets ein Anhänger
Genügenden Schutz für die Sicherheit Englands darftelle gewesen. Die Regierung nahm den ^ckfiedsspnich
und daß die von den Unionisten geforderte Armeeresorm und I ^ss^schen Kaisers an, stellte cm Atcmorandum dem ruffifchen Einfübrnng der allgemeinen Wehrpflicht nicht notwendig sei. Gesandten zu und erklärte, an der Konferenz der Battanstaaten in Lintutjrung 8 Aber Petersburg teilzunehmen. Wenn das Kabinett ten Krieg genullt
Das i,t gewiß eme recht ^ubhafte Erklärung. L r rcärc leicht gewesen, ihn diplomatifch m die Wege
-sie mindert nichts an der harten T^sache, daß an den, Ieiten, indem man als Vorwand die Weigerung Arblew- idie^jährigeil Manövern alle, aber auch aflle vorhandenen ^cm^e, den durch den Vertrag vorge,cl)enen ^chiedsfpruch Dreadnoughts und Ueberdreadnoughts tettnehmen, E Ehmen. Die Regierung hätte ihn, so dem Gebrand-e entt ScklaclNkreuzer bis auf den einen, der im Mittelmeer ge- spachend, erklären können und dabei das Recht aus ihrer Sette blieben ist von 20 leichten Kreuzern 18, von 57 Untersee-1 Sie tat es nicht, weil sie niost die einen
■hnaten -V> von 168 in der .Heimat befindlichen Torpedoboots- strieg hervorzurufen. Indessen traten Zwifchenulle ein, die zu k-rstörett/ ^38 eine koloM? Anspannung, die im Effekt blutigen unb fi^en Soiiflüten ,vmge iner
einer vollständigen Mobilmachung Vl^ko^t^^^utet stew-lr^^^in bcr ganzen Grenzlinie von
diese Versammlung der ganz-en britischen £cre ^.on'au »um Aegäischen Meere, die Anwesenheit unserer
den deutschen Küsten nicht eine Bedrohung . Hat W ™ Garnison in Saloniii und ihre Nichtbeteiligung an den Kämpfen diesem Jahre des Baltankrieges nicht mindestens ebenso ant>ci.en bulgarischen Armeen, von denen eme Anzahl Sol- viel internationaler Zündstoff ausgehanft, baten durch eine Erdbebenkatasttophe und Landarbeiten fern von
o.nhre ber Marokkokrisis? Wir wollen keine Gefpeiister an G^nze zurückgehatten worden sind, sind Tatfachcn, welche dtt volitische Wand malen, aber die Aufmarschplane der deutlich zeigen, daß mit Vorbedacht yn.einem
-nnlischen Flotte die vor zwei Jahren durchgeführt und seits nickst die Rede sein kann Regierimg ist ter^Meinung,
fieaelung der Nordsee" tm Kanal und Auch nack) diesen Ereignissen gab es strenge
Schottland und Norwegen, die auch letzt durch ^ vies^I,^ aa' Sinne. Man teilte diese Entschlusse auch
jährigen Flottenmanöver emtreten wird. Ai^ englischer unb Athen mit, und wandte sich in tenelben A-bsickst
Quelle weiß man, daß im Sommer 1911 ^englische Zerstörer-! ^h^nd. Unglücklicherweise waren alle Anstrmgungm die flottillen fächerförmig die Nordsee abstrersten, um nach Konflikte anznhalten, erfolglos, trotzdem ließ tet.' Kabinttt^nickst ffrfipn Kri a- schiffen -sU fahnden. Man weiß, daß am 30. Juli lta($ nack) einem Mittel zu suchen, um dem Blutvergießen ein
IfcenwPbie Vromenoben für das Zivilpublttum ge- M zu machen und machte sich Üirz entschlossen den gwen sperrt wurden und unter Scheinwerferbeleuchtung wahrend Willen Rußlands zu Nutze, das,, wünschend, deni ^Kriege vorzu. Lr N°ch"an der B°r-itst-N»ng kr für ben Mob.lmaä^gs- ftetS berctt ift, bi
M v°?aefchencn B-Menip-rre gearbeitet wurde. Verbürgt nehmen,


