Ausgabe 
14.6.1913 Viertes Blatt
 
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Samstag, R- Zuni 19(3

scheint tasltch trm Ausnahme des Sonntags.

es gefallen, unsere

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den 13. Juni 1913.

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mlrt ist welches die Blondinen im xainy on ot «« Maufbeschworen haben, zu dem tronlvsen Baiern einer alten junqfcr verdammt. Und so sehr man dies vorn, allgemein mensch lschen Standpunkte aus bedauern .mur, w lehr, ist die ,>ung

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n Hinterbliebenen:

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ach langem, schwer ier, Sohn, Brudc

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Ilter von14Jahren lr sich in die Ewig-

Zonntag nachmittag siolt. Mu

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'tcheu UniversilälS - Buch- und Sieiudnickerci.

R. Lange, Gießen.

ftönin Manuel zum Spielzeug crloren hatte. Armer Manuel! foättcft du dich vorher mit Fräulein Goodrich in Verbindung sehen und ihren Sermon über die Schädlichkeit der Blon­dinen hören können, du sähest heute noch auf Portugals Thron und genössest die ungezählten Freuden eines Herrschers!

*

Frarreii-Rrindfchari.

Das Sündenregister der Blondinen.

Alle« Unheil in dieser sündigen Welt ivard in letzter Linie von den Blondinen verschuldet! lieber die armen blonden Mädchen falt die bekannte amerikanische Sängerin Edna Goodrich in einer pslckwlogsi'ch sein sollenden Studie imNew Hort American' din'es harte Urteil. Sie 'hat die Geschichte aller Zeiten und aller ter durchstreift, um Beweise für diese schweren Anschuldigungen

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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^^6L $Rebattion:e^ll2. Tel.'Adr.-.AnzeigerGießen.

T»ietzener Samilknblätter" werden dem ,h;eiger" viermal ivöcheutlich beigelegt, das ,/eirblatt für den Kreis Siehen" zweimal nchenllich. Di^Landwirtschaftlichen Zett­fragen" erscheinen monatlich zweimal.

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teilte

uulnr dem Zcntralpunlt liegen als das erstemal. Genau dasselbe wird der Aall sein, wenn wir sonst alles gleich sein lassen, den Eisenslaub aber mit einem größeren Truck durch das Röhrchen bin durchblasen, und damit die Geschwindigteil des Strahles steigern: der geschwindere Strahl wird weniger stark abgclenlt werben als I der langsamere, und sein Zeickzen wird näher dem Zentralpunki liegen. Ls bestehen also ganz bestimmte Beziehungen zwischen der Lage des abgezeichneten Punktes, der Stärke des Magneten und des auf den Strahl von unten au stressenden Luftstrorncs und der Masse und Geschwindigkeit der Eisenteilckien. Hat man eine genügende Anzahl Erfahrungen gesammelt, so ist man infolge- j dessen imstande, umgekehrt aus der Lage des abgezeichneten Punktes auf dem Papier und den übrigen bekannten Kräften auf die Masse des einzelnen 'Eisenteilchens ließen zu können: dabei ist zu­nächst^ vorausgesetzt, daß alle Äsenieilchen gleich-groß seien. Wäre der Staubstrahl etwa aus drei verschiedenen Sorten von unter sich gleich großen Eisenteilchen zusammengesetzt, so würden diese drei Sorten in verschiedener, unter sich aber wieder gleicher Weise abgclenlt; der Strahl würde bei genügender Empfindlichkeit und Wegelänge in drei Strahlen zerlegt, und man erhielt nun drei Punkte auf dem Papier, von denen.jeder einer bestimmten Masse der Teilchen entspräche. Aus der Lage dieser Punkte ließe sich die Große dieser Masse wieder berechnen; der Staub ließe sich auf diese Weise gewissermaßen anallisieren, und man konnte mit aller Bestimmtheit angeben, der Staub besteht aus dreierlei Teil­chen, von denen jedes so und so viel wiegt, obwohl man keines der Teilchen gewogen hat. Nur wenn der Staub aus Teilchen aller möglichen Größen zwischen einem Minimum und einem Maximum bestehen würde, ließe sich die Analyse nicht vollziehen; man erhielte bann leine einzelnen Punkte mit meßbaren Ent­fernungen mehr, sondern eine allgemeine, breite Schwärzung um den Zentralpunkt herum mit verwaschenen Grenzen.

Auf eine ähnliche Weise hat man nun die auf der Kathode austreffenden Strahlen untersucht. Man bat nämlich die Kathode mit einer feinen Oefsnung durchbohrt und dadurch einen Kanal geschaffen, der unserem Röhrchen entspricht: Bon den ausprallendcn Teilchen saust dann ein Teil durch oiesen Kanal hindurch und tritt in den dahinter liegenden Teil der Glasröhre in Form eines feines Strahlenbüsä cls aus: die ganzen Strahlen haben davon den NamenftanaTftrahlen erhalten. Ter Strahl würde sich, wenn man ihn sich selbst Überließe, wie der Eisenstaubstrahl, gerad­linig 'fortpflanzen, und auf einer Papierscheibe einen Fleck in der geradlinigen Fortsetzung der Kanalaxe erzeugen: die Papier­scheibe wird hier durck eine photographische Platte ersetzt. Tie Kanalstrahlen sind ebenso wie der Eisenstaub durch magnetische Kräfte ablenkbar, nicht weil ihre Teilchen von eigenartiger Be­schaffenheit sind, sondern weil sie eine elektrische Ladung mit sich führen. Als zweite, in unserem Vergleich den Luststrom er­setzende ablenkende Kraft Hal mau ein elektrostatisches Feld erzeugt, das die Strahlen passieren mußten unb das in anderer Richtung als der Magnet etwa nach oben, wenn der Magnet nach rechts brängt die Teilchen ablenkt. Aus der Größe der Ablenkung der Strahl wird hier allerdings infolge der anderen Anordnung des ablenkenden elektrostatischen und magnetischen Feldes nicht als einzelner Strahl abgelenkt, sondern in einen Kegel auseinander gezogen: da aber jeder Massengröße ein be­stimmter Kegel entspricht, kommt es auf dasselbe hinaus könnte man nun auch hier auf die Masse der abgelenkten Teilchen schließen, die sich, wie schon gesagt, als der Größenordnung derJLtome und Moleküle entsprechend ernstes. Tic Verhältnisse sind hier verwickelter wie bei dem elektrisch neutralen Eisenstaub, weil bei letzterem die Größe der Ablenkung nur von der materiellen Masse der Eiseitteilcken allein abhängt, ivährend bei den elektrisch ge­ladenen Kanalstrahlen nicht nur die Größe der materiellen Masst, sondern auch die der elektrischen Ladung auf die Anziehung bezw. Abstoßung durch das elektrostatische und magnetische Feld von Einfluß ist. Es lassen sich aber hier ebenso sichere Ergebnisse erzielen, weil die Größe der Ladungen nicht beliebig wechselt, sondern immer dem Vielfachen einer bestimmten kleinsten Ladung der Ladung eines Elektrons entspricht: dieses Vielfache geht über eine beftimnuc Grenze, die gewöhnlich mit der Grenze der Wertigkeiten eines Elements übcrcinfrimmt, nicht hinaus: Kohlenstoss ist z. B. vierwertig: er tritt mit ein, zwei, drei und vier Ladungen auf: das zweiwertige Quecksilber kommt allerdings mit 8 Ladungen behaftet vor.

Auf Grund solcher Ableukungsmessungen ließen sich die ftanal- strahleu förmlich analysieren. Die gewöhnlichen Gasmoleküle

HittterbliekM'' tl'en, 12 Juni M Sonntag, ben 15 M inbad) ftatt

rtleit Atomen unb Molekülen: man denkt sich dieselben zü­rn mengeseht aus elektronegativeit Elektronen und positiven Atom-, Molelülresten, Atom-, .bezw. Moleküljonen", deren abungen sich ausgleicken (neutralisieren): die von der Kathode txfgcnommencn Strahlen sind positive Atom-, bezw. Molekülionen. \ | Tie Natur dieser Strahlen zu erforschen, gelang auf eine Leise, von der man sich vielleicht am besten einen Begriff madien ann an der Hand eines mechanischen Vergleichs. Turch ein sehr nmnes Röhrchen werde mit großer Gewalt ganz fein zermahlener Lisenstaub geblafen. Der Staub wird dann aus dem Möhrchen n 'Form eines feinen Strahles heraustreten, und bringt man in nicht zu großer Entfernung von der Austrittsöffnung eine Papier­scheibe an, so wird sich der Strahl darauf als ein schwarzer Pimki abzeichnen, der genau in der Richtung der Längsachse des Röhrchens liegt, und den wir den Zentralpunkt nennen wollen. Tenken Ivir uns nun in die Nähe des Eisenstrahls einen Magneten ge­ll rackst, so zieht der Magnet die Eisenteilchen an: ist er nicht all- Ruftarf, so wird er die Teilchen und damit den Strahl nicht völlig an sich ziehen, sondern er wird ihn nur ans seiner geraden Richtung ablcnfcn zu sich hin. Aus dem Papier wird sich nun der Strahl i nicht mehr im Zentralpunkt abzeichnen, sondern seitwärts; wenn ! der Magnet etwas rechts stand, wird der Punkt auf dem Papier nach rechts verschoben erscheinen. Würde der Strahl gleichzeitig noch durch eine andere Kraft, etwa durch einen von unten darauf geblasenen Luftstrom, in anderer Richtung, in diesem Fall also nach oben, abgeleitkt werden, so würde der Punkt nicht nur nach rechts, sondern gleichzeitig nach oben verschoben werden: der schwarze Punkt würde also rechts oben Dom Zentralpunkt erscheinen.

Würden wir nun den Versuch wiederholen, aber mit einem gröberen Eisenpulver, dessen Teilchen also mehr Masse besitzen als die des ersten Versuchs, sonst aber unter gleichen Umständen, also mit gleich starkem Magnet und gleich starken Luftströmen, so würden der Magnet und der ablenkende Luftstrom die Teilchen, weil schwerer, nicht mehr so weil aus ihrer Richtung bringen kämen; der abgezeichnete Endpunkt des Strahles würde also

lUS' UGesch^t'/-

zu sollen. Die Generalversammlung der presbyterianischen Geist­lichen, die augenblicklich in Atlanta (Georgia) tagt, hat B. das Gesundheitszeugnis der Eheleute" auf ihre Tagesordnung gesetzt, und soviel steht schon jetzt sicher, daß zum mindesten eine ausführliche Belehrung schon der Schulkinder über die Wich­tigkeit der Gesundheit für eine Eheschließung allenthalben ein­setzen soll.Die Frau sieht heute", so predigte jüngst ein her­vorragender amerikanischer Geistlicher,beim Manne nur au? die Stellung und aufs Geld, und der Mann sieht bei der Frau durchweg aufs hübsche Lärvchen. Tie Gesundheit spielt bei beiden die Nebenrolle. Und was ist das Resultat? Schwächliche Kinder, die niemals zu rechtem Leben erblühen lönnen und wer­den, und die von Airfang an den Todeskeim in sich tragen. Nur dadurch, daß wir das Gesundheitszeugnis für die Ehe obligatorisch machen, können wir einen gesunden, kräftigen und lebensfähigen Menschenschlag herartbilden!"

Tie Gefahren des Schleiers.Der Schleier ist ein absurdes Ding, und keine Frau sollte ihn tragen. Er ist nicht nur für die Augen schädlich, sondern ruft auch schwere nervöse Erscheinungen hervor." Tas ist die Meinung eines der ersten amerikanischen dkugenärztc Tr. I. Wilson Voorhees, der mit einer Reihe gleichgesinnter Kollegen einen Kriegszug bis aufs Messer gegen diesenunsinnigen Schädling", der doch vielen Frauen so lieb und teuer ist, eröffnet hat. Wenn die Damen sagen, daß der Schleier die Haut vor Staub und Bazillen, schütze, so ist dies nach Ansicht dieser medizinischen Fachleute ganz falsch;Ein Schleier ist ein schmutziges Ding: er bewirkt gerade das Gegenteil. Staub und Bakterien haften an ihm am besten, und immer, wenn er die Haut berührt, werden diese Unreinigkeiten auf das Gesicht übertragen." Wenn er so durch­aus kein Schutz ist, so verursacht er andererseits schwere Gesund­heitsschädigungen. Der Schleier hindert den ruhigen und nor­malen Blick des Auges; besonders wenn er, wie es gegenwärtig Mode ist, sck-warze Punkte oder Sterne oder Halbmonde, wenn er irgendwelche Kreise oder Figuren enthält, so »verden einige Teile der Retina in normaler Weise von den Lichtstrahlen ge­troffen: die Teile der Netzhaut aber, die hinter den schwarzen Flächen des Schleiers liegen, empfangen kein Licht, ober nur wenig Licht. So werden also einzelne Teile der Retina über­anstrengt, andere Teile unberührt gelassen, und das roirft schäd­lich Dadurch, daß das Auge unwillkürlich auf die Linien und Arabesken des Schleiers blickt, kann auch Schielen entstehen. Jeden­falls leiden die Augen, und durch die Ucberanftrenqung der Augennerven wird Kopfweh erzeugt. Tie Aerzte wollen auch beobachtet haben, daß aus häufigem Tragen des Schleiers ner­vöse Zustände, Erbrechten unb allgemeines Unwohlsein entstehen. Sie warnen daher auf das Entschiedenste vor dieserModegefahr",

Englands Frauenüberschuß. Tie Aussicht der Engländerin, sich zu verlunraten, ist innerhalb des letzten Jahrzehntes gesunken: dieser Schluß ergibt sich aus dem neue­sten Bande der Ergebnisse der letzten englischen Volkszählung, der soeben in London erschienen ist. Es handelt sich dabei um die Volkszählung des Jahres 1911. Bei der Geburt überwiegen, wie in fast allen Ländern, die Knaben das Verhältnis ist 1041 zu 1000 aber schon vorn zweiten .Jahrfünft au bil­det das weibliche Gesckt.ck,: in England die Mehrheit. In den einzelnen Lebensaltern schwankt die Größe des Frauenüberschusses, aber immer bleibt er bestehen. So gibt es nach der letzten Volkszählung unter den Zwanzig- bis Fünsundzwaiizigjährigen auf 1000 Männer 1113 Frauen, und die entsprechende Zahl schwankt in den folgenden Zahrsünften folgendermaßen: 1091 1077 1079 1138 1205<1337 1817. Bis zur üllters-

stufe von 40 bis 45 Fahren ist also ein geringer Abfall des Frauenüberschusses vorhanden, von da an aber wächst er, bis er bei der Altersstufe von 85 Fahren unb barüber über eine er­staunlich hohe Zahl erreicht. Zn gewissen Lebensaltern finden sich in ländlick-en Bezirken hiervon einige Msnahmen. Zwischen 15 und 20 Fahren gibt es auf dem Lande 4899 Märmer gegen 4235 Frauen und im nächsten Jahrfünft 4126 gegen 3948, aber schon im nächsten Jahrfünft ist dieser Untersckned wieder ausge­glichen. Aus dem Zah'.enverhältnis der Geschlechter folgt mit Notwendigkeit, daß viele Frauen unverheiratet bleiben müssen. Unter den rund 36 000 000, die die Statistik umfaßt, sind 20,96 Millionen als unverheiratet, 13,13 als verheiratet und 1,98 als verwitwet angeführt. Unter den Unoerheirateten stehen 1029 Frauen 1000 Männern gegenüber. Tie Anzahl der Witwen be­trägt 1 364 804 gegen 615811 Witwer. Zehn Jahre vorher war dieses Zahleuverhältnis nur wenig anders; damals gab es 1028 unverheiratete Frauen auf 1000 Mätrner. Tie amt­liche Statistik sucht dies daraus zu erklären, daß das Heirats­alter hinaufrückt.

Das Gesundheitszeugnis zur ^Eheschlie­ßung.Gesunde Heiratete" ist allmählich das Schlagwort in den Vereinigten Staaten geworden, und besonders die (Geistlich­keit kämpft heftig für die Einführung eines Gesundheitszeugnis­ses, das die Blautleiue, wollen sie die Ehe miteinander eingeben, fortan ebenso gut, wie den Tauf- oder Geburtsschein vorlegen sollen. Diese Gesundheitsbewegung ist schon seit einigen Fahren im Gange; aber jetzt scheint sie zum ersten Male orgamjicrt werden

zu sammeln. . _ , . ,

Die Blondinen sind es ist wahr nagt Fra ul ent Goodrtcki, - in der Geschichte allzeit das treibende Moment gewesen: sie frben große Reicks entstehen lassen, aber was sie schufen, das bitte feinen Bestand es ward von Blondinen imeber ZuGninbe gridrtei. Und es ist ein ehernes Gesetz, daß, was die Blondine syafft, die Blondine immer wieder zerstört. Es gibt also et gern= Ich nichts Verwerflicheres als das blonde Haar, es gibt feine näßeren Schädlinge für die ganze mensck-ltche Kultur als die bonden Frauen und Pfädchen T'.e Blondine ist ihrem ganzen Qfcarafter nach, der eben durch ihr Haar bedingt ist, so jeglicher Harmonie entgegengesetzt, daß sie auf die Dauer immer wieder ihre Frftörungsnmt auf Kosten ihrer Mitmenschen betätigt. _ yraulein Goobrid) befürwortet eifrig, daß möglichst Gesetze die heirat mit B.indinen, wenn auch nicht gerade verbieten, Jp dock, aitt einen geniffen Prozentsatz beschränken sollen,^sdjajtt die olonbutei ab, und unsere Nacksiommen werden glücklich? und zufriedene Ncckikommen sein!" Gottseidank baben_ mir schon sv etwas wie naÜrliche Zuchtwahl, denn oh schauder rur dw armen blcndeii Mädchen! sie werden nicht mehr begehrt aus bim Heratsmarsie. Eine Statistik der amerikanischen -angerin, die sie von einem amerikanischen Gelehrten erhalten haben will, beidjicr, daß 85 »n aller holden Weiblein, die in den heiligen Shnb der Ehe treten, brünett sind, nur armselige lo»» der iutgen Ehefrauen rekrutieren sich aus der ^d.ar der -Slonbincn. Te Blondine in also heute eo ipso, den weck dw Mernchm ver- nfnftigcr geworden sind und ihnen das Unheil auTgct am- 1 - welches die Blondinen im Laute der Zetten

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Heue (Elemente?

Auf unsere Veranlassung schreibt uns ein hiesiger Dozent :üfr die neuentdeckten Elemente:

Seit Justus von Liebig gestorben und eine andere Schule, di das Technische höher eiuschatzt als das Geistige, die herrschende inTeutschland geworden ist, lamm en die meisten für unsere Er­ken tniS bedeutenden Fortschritte in der Eliemie ans dem Aus- sicde. Tie Lehre vom asymmetrischen Kohlenstoffatom und die Lorie des osmotischen Druckes, stammen aus Holland, die eleliro lische Tissocialionslehre verdanken wir Sclyveden, die Ent b:ung der Edelgase England, die des Radiuuis Polen, die erste Uwandlung eines Elements in ein anderes Englaiw, und »in sich die neueren Forfchiingen Thomsons bestätigen, wird ewicder England sein, oas uns mit der Entdeckung zweier neuer, nrfmürbiger Eleme bereichert.

Die in allen möglid-.-n Formen dargestellten, möglichst gas- lr gepumpten Glasgefäße mit den zwei eingeschmolzenen Eies öden, die mit den Polen einer ftarlcn Hnhspannungsguelle rbunben den elektrischen Entladungen unter mannigfaltigen fönen Lichtersck>eiiiungen Durchgang gewähren, sind ljeuizutage, mn nicht auS dem physilaliscksn Unierrichl, so doch von den bntgenaufnabmen oder den Rellamebcleuchliingen mit den Geiß- pschen Röhren in Auslagesenstern jedermann bekannt. In solck>en bhren bildet die^uegative Elektrode, die Kathode, einerseits die Aus- ^ngsstellc von Strahlen, die sich geradlinig in den Raum hinein etreaen und, lvenn sie auf die Glaswand treffen, dort die Röntgen fahlen erzeugen. Tie 9?atur dieser Kat Hodenstrahlen l>at sich als gidxirtig enviefen, ganz einerlei, welchen Stoff man für die Ektroden gewählt hatte ober mit welchen Gasresten der Raum eüllt war; sie bestehen aus negativ geladenen Teilchen, bereit sasse ungefähr 1 1800 der Masse des Wasserstoffatoms beträgt, und i manElektronen" getauft hat. Tie Kathode ist aber nicht tr Sendestelle, sondern gleichzeitig Empfangsstelle von Strahlen, zd zwar von Strahlen anderer Art als sie aussendet. Tiefe «trahlen bestehen aus positiven Teilchen, bereit Art unb Masse nt ber Natur der Gasreste wechselt, bie sich in der Röhre be- nben; die Masse entspricht ihrer Größenorcmung nach der Größe er Masse ber cktemischien Atome unb Moleküle: sie ist also min- Ntens so groß wie die Masse eines Wasserstofsatoms, des leich- sten uns bekannten Elementes. Tie in der Natur vorkommcnden itoffc bestehen unter normalen Umständen aus elektrisch neu-

vierter Blatt 163. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

werden bei _bem Durchgang ber elektrischen Entladungeit zertrüm­mert zum Teil zu einzelnen Atomen, zum Teil werden von den Molekülen und von beit Atomen Elektronen abgetrennt: anderer­seits treten die Stücke auch wieder zusammen zu Molekülen, unb zwar nicht nur zu den anfänglich vorhandenen, sondern auch zu neuen Wenn z. B. die Röhre mit Sauerstoff gefüllt mar, so bestanden, wie Thomson nachweisen konnte, die Kanalstrahlen aus nicht weniger wie 8 Sauerstossmodifikationen: 1. gewöhnlichen Sauerstoffmolekülen O;, 2. elektrisch neutralen Sauerstoffatomen O, 3. Saucrftoffatomen mit einer positiven Ladung O-ft, 4. Atomen mit zwei positiven Ladungen 0+4-, 5. dornen mit einer negativen Ladung O, 6. Molekülen mit einer positiven Ladung O2+, 7. Ozon mit einer positiven Ladung 03+, 8. Molekülen aus 6 Atomen mit einer positiven Ladung O6+. Bei Methan-(Sumpf­gas-) füllung verzeichnete die photographische Platte nicht nur Okcki-Moleküle, sondern auch solche von der Zusammensetzung CH3, CH2 und CH; diese Bildungen können nur ganz kurze Zeit bestehen: da aber die Strahlen in weniger als einer Millionstel Sekunde nach ihrer Entstehung auf der Platte vermerkt werden, ist ihre Auffindung auf der Platte erklärlich. Die ganzen Erschei­nungen bestätigen aufs neue die Körperlichkeit und Realität der Atome unb Moleküle.

Thomson hat nun alle möglichen Gase unb Dämpfe unter­sucht und ein förmliches Analysensystem ausgearbeitet. Er ge­langte so dahin, sagen zu können, der und der Fleck auf der Platte zeichnen sich die Strahlen nicht als Punkte, sondern als mehr oder wenige lange und breite, linien- ober keilförmige Flecke, meist von geschwungener Form ab gehört zu bent unb jenem Element ober Molekül mit so unb so viel Ladungen. Die Ver­schiedenheiten in der Ablenkung sind ziemlich groß; so ist z. B. die magnetische Ablenkung der Wasserstofsatome vierzehnmal großer als die der Quecksilberatome. In Bezug auf die nachweisbaren Mengen ist die Methode noch viel empsindlicher als die spektral- analytische. Mit der Spektralanalyse kann man noch etwa den dreimillionsten Teil eines Milligramms Natrium nachweisen: mit der Thomsouschen Methode werden aber noch Gasmengen auf* gezeichnet, die viel zu klein sind, um im Spektrum auch nur eine Andeutung hervorzurufen: es ist z. B. bereits in einem Kubik­zentimeter Luft die Anwesenheit des auf der ganzen Erde äußerst seltenen Elements Helium nachweisbar. Zur Atomgewichtsbestim­mung genügt etwa V,oa mg bei einer Genauigkeit von 1 °/o. Während bei anderen Atomgewichtsbestimmungsarten völlige Rein­heit des Stoffes Bedingung ist, stören hier Verunreinigungen nicht, da sie mir als neue Flecke oder Linien neben den gesuchten auf der Platte erscheinen, nicht aber die zum Stoff gehörigen verschieben.

Bei diesen Untersuchungen fand nun Thomson schon vor fünf Jahren Linien, die einem Molekül von dem Molekulargewicht 3 angehören mußten. Er erhielt sie damals besonders hell, wenn das Rohr mit Wasserstoff gefüllt war, und schrieb sie infolge­dessen einem Wasserstoffmolekül H3 zu. Die Zugehörigkeit zu einem ftoblenftoffatom mit vier Ladungen Kohlenstoss hat daS Atomgewicht 12; vier Ladungen würden die Ablenkung um ebenso­viel verstärken, als wenn ein Atom von einer viermal geringeren Masse = 3 vorläge: die Linie für ein Kohlenstosfatom C++++ würde also an derselben Stelle liegen wie die für ein Element mit dem Atomgewicht 3 ist deshalb unwahrscheinlich, weil die Linie auch bann nnoeränbert auftritt, wenn bie Linien anderer Kohlenstoffmobifikationen fehlen ober nur schwach angebeutet sind; auch sollte bie Linie burch vier Labungen eine etwas anbere Form bekommen als sie tatsächlich hat. Thomson bekam die Linie damals ganz unregelmäßig; einmal war sie da, ein andermal nicht, und er bemühte sich lange Zeit, herauszufinden, wovon ihr Erscheinen abhinge.

In einem vor kurzem gehaltenen Vortrag teilte Thomson mit, es sei ihm gelungen, die Dreierlinie regelmäßig zu erhalten. Feste Körper, z. B. Metalle, geben beim Erhitzen Gase ab; so hat z. B. Belloc sechs Monate hindurch ein ständig im Vakuum ge­haltenes Stück Eisen immer wieder erhitzt, um es gasfrei zu be­kommen; ohne Erfolg; das Stück Eisen envies sich als ein geradezu unerschöpflicher Gasbehälter. Thomson hat ähnliche Versuche gemacht und ist mit dem Erhitzen bis zu einer gewissen Grenze der Gasabgabe gelangt; wenn er bann aber das Metall Kathobenstrahlen aussetzte, fanb eine neue reichliche Gasentwick­lung statt. Der Hauptsache nach bestauben bie Gase aus Wasser­stoff, Kohlensäure unb Kohlenoxyd, bei den meisten Nickel, Eisen, Kupfer, Blei, Zink -- sand sich aber regelmäßig die Dreier­linie. Dieselben Metalle geben auch Helium ab, jedoch nur nach

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fLsi der Blondine'im Interesse der Allgemeinheit zu wün- iäeii. Von Blondinen, die in der Ge,cknchte eine große mr- drbliche Rolle gespielt haben, fuhrt Fräulein Goodrich die he schöne Helena an, die,b*n§ Unheil über ^roia und Grieck^n- lind h^urufbefdnvor. Eine würdige Nachfolgerin >and dieie in kleorwira, ber Männermörderin, wie Fraulein Goodrich Iw :ennt. Blond war auch die Pomvabour. und blond ttt auch nit einem tüljnen Sprung huprc Zraulein Goodrich in die jctzlzei. die kleine unfchuldtge Gaby ^eslyä^ bie einst ftch den

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