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Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag».
Tie .Fietzener Zmm'liendlStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Hrclsblatt fSr den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit, fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Aus Statt und fand, Gießen, 16. August 1913. -lussichts- und Haftpflicht des Hausbesitzers.
Erst ein halbes Jahrhundert später, im Jahre 1856, tmrrde wrcdcr ein Projekt publiziert, das aber technisch gründlicher burcbbacht und wissenschaftlich ernster zu nehmen war; es rührte von Thome de Gamond her, der seiner Idee — vergeblich — ein Vermögen opferte. Gamond Kniete in den 50er und 60 er Jahren, unterstützt vom Mlncster Napoleons des Tritten eine ganze Reihe verschiedener Projette zur besseren Verbindung zwischen Frank- reid) unb (Snglanö auv: erst dachte er an einen regel- .^Oonbahn-Trajektverlehr Dover—Calais, dann an einen Rohrentunnel; eine Gelenksette von gewaltigen eisernen Rühren, die einen ganzen Eisenbahnzug passieren lassen! können, sollte, etwa 30 Meter tief in den Kanal versentt werden. Ader die Unebenheiten des Meeresbodens und die in der Mitte des Kanals liegenden Sandbänke hätten keine gerade Verlegung der Rührengelerrke gestattet. Und dadurch wäre durch die mannigfachen Biegungen eine ausreichende Tuftung der Anlage erschwert. Gamond kam deshalb selbst von seinem Plan wieder ab und projektierte einen Unterfeetunnel in festem Gestein, dessen Kosten er auf 170 Mill • iv Toch blieben auch damals alle diese Pläne
im Ansatz ।reden. 1 *
x x _. en SanierungSvlan endgültig
genehmigt bat, stimmte auch der Stadtvorstand dem Vertrag zu. ocrner wurde beichlossen, zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig eine Eiche zu pflanzen.
'ich e ' fl ' J="<SUfl $er- Stüdtvorstand bci'chasligte
io) unter bem Vornve des Burgermeihers Ranft mit dem ©ertrag mit der Butzbach — Lich — Grünberger Eisenbahn, welcher die Gesundung ' zweckt. Nachdem das Ministerium o> genehmigt hat, stimmte auch der
Der französisch-englische Kanaltunnel unter Napoleon I. und Napoleon III.
Immer triebet finden wir cs, daß die Ideen za ganz großen technischen Erfindungen und Errungenschaften schon lange Zeit vor ihrer Verwirklichung in den .tropfen genialer Denker entstanden sind, deren fühne Phantasie t-ihrer 3eit ungeduldig vorauseilte. So ist das ProjeL tincS unter dem Aermelkanal durchgeführten französisch-englischen Tunnels, mit dem sich demnächst das englische Parlament zu beschäftigen haben wiro, schon 1802 von dem französischen Ingenieur Matthieu dem damaligen Konsul Bonaparte^ unterbreitet worden.
Ter Plan roar glänzend erdacht: Matthieu schlug unter anberm vor, die etwa in der Mitte des Kanals liegende -Landbanl von Varn es für den Tunnel in der Weise cms- zunutzeu, daß sie, nach einer Erhöhung ihrer noch 15 Meter j unter dem Meeresspiegel liegenden Kuppe bis über da-'! Rweau des Meeres, durch Anlage einer Ccffnung nach oben dem Tunnel Lüftung und Beleuchtung gewährte. Bei der Ausdelwung der Bank hielt es Matthieu sogar für möglich, hier mitten im Kanal eine große Stadt mit einem geeigneten Rettungshafen für gefährdete SchiNe anzulegen !Sowohl der Konsul Bonaparte ganz besonders der englische Minister Fox, brachten dem Vorschlag Matthieus außergewöhnliches Interesse entgegen; Jox meinte, durch einen solchen Tunnel verbun - den, wurden England und Frankreich gemeinsam die Welt veherrichen lönnen. Tie bald wieder ausbrechenden po litischen Verwictelungen zwischen den beiden Ländern, die zur Tekretierttng der Kontinentalsperre führten, ließen jedoch das Maithieusche Tunnelprojelt bald wieder in den geraten^"nd trctcn unb schließlich ganz in Vergessenheit
Politische Tagesschau.
... ®*ne Kundgebung des Papstes gegen das Zesuitengeseh das p a p st liche Schreiben an das Lokalkomitee des
~ (£er Katholikentages. Tarin sagt der Papst:
. glicht eurem mannhaften Sinne, eure Aufmerksamkeit oaraur zu lenken, baß die K irche von den Fesseln, die fAft Zirü/ZL befreit werde. Bei diesem Bestreben qc- Ibesonders das Versprechen, mannhaft dafür ein-
;U mo,lcn' daß den religiösen Erben und K o n - h Z i? m; kn c. $um d^utzen des christlichen Volkes die Frei- Planungen zu gründen und ihre Tätigkeit zu cnt- mn.lH:Znr<hsba5 besetz gewährt werde und daß die funt> unverauherltchen Reckte der Kircke in den öffent- aiUe s^mmA nxld?t vorletzt werden. ... 3m übrigen haben wir daß eure Ver,ammlung die bc-tm Frückte für das | PtX in?Deutschlands zeitigen wird wegen euer alter
^irä)c wegen der Erfahrung und Klugheit der so ernsten cud> und allen Katholiken Deutschlands als Führer di,- r n»\aöC^ ouch wegen des Eifers der so frommen Stadt, der Tagung sein wird.
6nrtiä^nnn crfennt uian, daß Papst Pius war eine aber fcin Diplomat ist. Ter offenkundig?
nämlich den Widerstand gegen die Aufhebung öeg Jesuitengefetzes eher verstärken als beseitigen.
Klagen des Handwerks und die Antwort der Reichsregierung.
Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Aus dE mn 1_. August in Halle stattgehabten "Handwerks- und tournrbetammertag ist von verschiedenen Seiten die schon oft gebot te allgemeine Behauptung aufgestellt worden, daß sich die aus,uhrenden Behörden um die das Handwerk in wobl- toüllenver Weise berücksichtigenden Verdingungserlasse itidil tummerten. Wir erfahren, daß man an zuständiger Stelle
Der Kaiser in Homburg.
Homburg v. d. Höhe, 15. Aua. Ter Kaiser, die Kaiserin, Prinz Oskar und Gefolge haben sich mit I Automobilen nach schloß Friedrichshof bei Cronberg zum ^iner begeben. Dort fand heute abend Abend't'afel zu 30 Gedecken statt.
laufgehobener Tafel hielt das Kaiserpaar im großen Ach/oßsaal Eerele ab und empfing hierbei noch Freifrau Wtllh v. Rothschild mit Herrn Shei und Frau geb. Goldschmidt, Freifrau v. Beckmann, Frl. Heta Gruyelius und ^rl. Keßler. Um 11 Uhr fuhr das Kaiserpaar mit Gefolge nach Homburg zurück. 1
lieber die neuen Ausgrabungen im Tau» n us wir aus Homburg v.d.Hbhe berichtet: Das Kaiserpaar sowie Prinz Oskar begaben sich am Freitag nachmittag kurz nach o Uhr nach dem etwa 15 Minuten vom königlichen Eoß .entfernten gotischen Hause, in dessen Nähe seit erntgen Tagen unter Leitung des befannten Talgrabforschers XhomaS-3-rannurt a. M. umfangreiche Ausgrabungen be trieben werden, da man schon seit längerer Zeit dort das Torhandenfein von Hünengräbern vermutet. Die tage langen Ausgrabungen waren von Erfolg gekrönt, und man jtieg gestern aus die ersten Hünengräber sowie auf andere Jchr interessante Funde, Bronzenadeln und Armbänder Der Kauer, der sich für alle Altertumsforschungen lebhaft intereniert, benutzte den Nachmittag, um die Stätte zu be- )nötigen. Baurat Thomas hielt dem Äatfer einen längeren Vortrag über die Art und Lage der Gräber sowie über die bereits gemachten Funde.
Aus Hessen.
I Die Veranlagung der Vermögenssteuer hat nach der amtlichen Statistik in diesem Jahre im ganzen (^»Herzogtum Hessen einen Steuerertrag von 4 708 876 Mk
12Cbra$ltV, roac5 oinem steuerbaren Vermögen von nahezu tuns Milliarden Mark entspricht. (Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Mehr von 250382 Mark Steuer oder
Lm" » des steuerbaren Vermögens von 263 560 000 »cark. Tiefe gewaltige Vermögenszunahme dürfte im wefent nchen auf die durch das neue Gemeindesteuergesetz bedingte neue Äbfchätzung des gesamten Grundbesitzes zurückzuführen fem. <-ie fallt mit weit mehr als der Hälfte nach Ob.rhe.sen mit einer Zunahme von 13 Proz. Starkenburg hat nur eine Zunahme von 4,73 Proz., Rheinliessen ein Mehr von 1,24 ■ 1 ~c reichste Stadt des Landes ist auch
in diesem ^ahre wieder Darmstadt, in welchem bei einem Vermogenssteuerertrag von 580107 Mk ein steuerbares Vermögen von 610639 000 Mk. veranlagt ist Mainz bringt demgegenüber nur 480 327 Mk. an Vermögenssteuer auf, das einem steuerbaren Vermögen von 503 503 000 Mk. ent fpricht. Das steuerbare Vermögen berechnet sich für Offen- dach mit 327 Millionen, für Worms auf 225 Millionen, für Gießen auf 162 Millionen Mark. Tas gcrinqft steuerbare Vermögen unter den Städten hat Alzey mit 31415 000 Mark.
Das Reichsgericht üellt an die von bem Hausbesitzer । ~ Interesse der allgemeinen Bervehrssicherheit zu verlangende ^ormalt bckanntlick ziemlich strenge Anforderungen. Auch wenn em Haus an einen einzigen Mieter vermietet ist, und wenn nach dem Mietvertrag zur Vornahme der nötig werdenden Reparaturen der Mieter verpflichtet ist, wirb doch dadurch ber Hausbesitzer von seiner Haftpflicht für Unfälle
V k r s oncn nicht befreit In einer neuen Ent- scheidimg des Reichsgerichts ist in dieser Beziehung ausgenihrt Es kann nicht als richtig anerkannt werben, daß der Haus eigentumer, solange ihm der Mieter von dem Vnrbanbcistin eines ! Mangels leine Anzeige macht, um die Instandhaltung des von ihm vermieteten Hauses sich nicht im geringsten zu bekümmern braucht Grundsätzlich i|t davon auszugehen, daß ber .Hauseigentümer trotz ?eLrtrnnSing *** Dawes und trotz lieber nähme der Reparaturen burtn den Mieter der Pflicht zur Führung der allgemeinen Aussicht nck nickt entfcklagen kann. Er kann sich nicht auf den Gtanb= nunrr neuen, baß er in sorgloser Weise abwarten darf, ob ihm die Notwendigkeit einer aus seinen Mitteln zu bestreitenden Repa-
V*!1 Ml «er angezeigt wirb, sonbem bat je nach Lage bc« »vallev behuts Abwendung von Unfällen eine gewisse Aufsicht baruber zu rühren, bat- der Mieter die ihm im Unterem? der Verkehrssicherheit und Bausicherheit obliegenden Pflichten auch wirklich errullt Wie^weit diese Aufsichtspflicht zu erstrecken ist, kann nur nach Be,choNeuheit des einzelnen Falles beurteilt werden
‘L*11 ibcichäftigte man sich immer häufiger mit der ^.beeu 18t;.O auf der Pariser Weltausstellung, wurden sogar die Baupläne und Zeichnungen Gamonds der Ocffcntlichkeit zugänglick) gemacht.
Auch stand man in England damals dem Tunnel- proickl noch ebenso sympathisch wie in Frankreich aegen- ubcr. 1869 überreichte der Engländer Sir I o h n H a w k s - haw der französischen Regiermtg gleichfalls einen Tunnel- plan und nahm gemeinsam mit dem Ingenieur Bu nleß Bohrungen ^ur Untersuchung der Bodenverhältnisse vor
18c.> wurde dann bekanntlich mit den Vorarbeiten und bat? danach mit dem eigentlichen Tunnelbau sowohl auf der | englischen wie auf der französischen Seite begonnen, die aber 1883 wieder abgebroclfen werden mußten, weil das englische Oberhaus aus Furcht vor einer französischen In- vafton feine Zustimmung versagte. Erst die Besserung ^der französisch-englischen Beziehungen hat das mehr als 100- fahrige Projelc wiccker aufleben lassen. Ta infolge der günJ ftigeii Verhältnisse des Bodens, der aus weichem, aber N'.ifferundurchlässigem Kall besteht, die Durchbohrung des 51 Kilometer langen Tunnels keinerlei besondere Schwierigkeiten heute mehr bietet, so dauert es vielleicht nicht allzu lange mehr, bis wir die Strecke von Paris nach London in 3 tomiihen in bequemen und sicheren ^Eisenbahnwagen zurück- legen, während vielleicht gerade über uns furchtbare Stürme I toben.
Kreis Büdingen.
+ ^ibba, 15. Aug. Ter Bahnarbeiter Hrch. Fuchs von hier war heute morgen als Heizer der Maschine eines ..(aterialzugs beschäftigt. Bei Station Häuserhof glitt er aus und fiel von der Maschine Dabei verletzte er sich an Kopf und Arm sehr schwer. Der Verunglückte wurde nach m die Minik gebracht. — Bahnassistent Grunert ist zum 1. t. M. von hier nach Station Mainkur versetzt worden.
Kreis Alsfeld.
TeIb,15. Aug. Ein schwerer Unfall ereignete 'ich am Bahnbau Alsfeld—Rieder-Aula. Aus bem Schöpfeimer SS öeslndlichen Baggermaschine siel ein schwerer
^p UT-.rn j{nb( j?af cinCKn ^beiter, dem er ein Bein zerschnitt, tctte. Der Verletzte wurde ins Kretskrankenhaus gebracht.
Kreis Schotten.
a- §cho"en 15. Aug. Bis wir ben elektrischen ^trom der Ueberlanbzentrale hier hatten, warcm unDorhcrgeiehene Sckfwierigkeiten zu überwinden Dazu ge- sellt fich noch eine Entschädigungsangelegenheit mit den Freiherren von Günderode, die im Grunde bei Rain rod ausgedehnte, von einem ausgegangenen Torfe herrührende Besitzungen haben. Tie Herren verlangen von ber (Gemeinde Ram rod (deren Einwohner die Grasnutzung den ,vred)erren gut bezahlen- für die Aufstellung der Masten auf ihrem Gelände eine jährliche Enischädigung von 1, 2 und i u<rch Grotze, obwohl die Grasnutzung fast nicht
beeinträchtigt ist. Tie Bauern haben zu den Masten das Gelände um,onft gestellt. Rainrod will an die Freiherren ü; ^E^l-de eine einmalige Summe zahlen, sie verlangen aber 30 ^ahre lang den Tribut.
Kreis Friedberg.
. _ riebe r , 15. Aug. Gestern hat man angefangen, ba§ ber ^tabt gehörenbe Haus auf ber süblichen .Kaiser- Itrafte im ^nnern unb Aeußern umzubauen. In das Haus wird das militärische Verwaltungsbureau gelegt. Auch im alten Bahnhof hat man heute mit ben Arbeiten für bie neue provisorische Kaserne begonnen. Ter seitherige Furstenpavillon wirb abgerissen.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. xarrnftabt, lo. Aug. In Ranch feftgenommen würbe geifern em junger Deutscher, der durch sein Beneh- men auffiel unb einen Revolver bei sich führte. Bei seiner Vernehmung gab er an, baß er sich heimlich aus seiner Heimat entfernt habe, da er an einem Kameraden einen Mord begangen habe. Tie französische Grenzpolizei wandte 'ich an die Tarmstädter Staatsanwaltschaft, da er angb Tarmstadter zu sein und die Tat hier begangen zu haben' x-ie Ermittelungen haben ergeben, daß die Angaben des Mannes auf Wahrheit beruhen. Tie Eltern be* 19 Fahre alten Mannes, ber Friseur ist, wohnen in Bessungeiß und imb brave Leute Ter angeblich: Mörber war nod) bis zum Mittwoch in Bensheim bei einem Faiseur in Stellung verschwand aber von bort und schrieb an seinen Vater, baß er nicht mehr unter den Leb en ben weile, wenn der Brief an feine Adresse gelangt sei. Anscheinend hat er aber doch ben Mut verloren, bie Tat auszuführen.
rm. zarmftabt, 15. Aug. Tas wegen ber Bahn- hofSverlegung im vorigen Jahre versetzte Liebigbenkmal ist letzt nach dem Platze vor der neuen Liebig-Oberrcalschule versetzt worden.
Hefsen-Naffau.
auf Grmrd der Pvufimg der bisher eingegangenen Beschwer oen und nach den Ergebnissen eingehender örtlicher Erbe- bimgen durch die Ministerialkommissare jene Behauptung nübt als berechtigt ansieht. Solche allgemeinen und durch Tatsachen nicht belegten Beschuldigungen der ausführen- den Beamten sind nur geeignet, die guten Beziehungen zwi- Iükti dem Handwerk und den verdingenden Behörden zu trüben.
Wir hatten in unserem Bericht die Besorgnisse einiger Vertreter des Handwerks über die Handhabung der neuen Erlasse ebenfalls erwähnt.
Samstag, 16. August 1915
Rotationsdruck unb Verlag ber Brülil'schen Universität- - Buch- unb Sleinbruckerci.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Erpebition unb Druckerei: Schul- straße 7. Expedition unb Verlag: fcss 51.
Redaktion: ^^112. Tel.-Abr.: 4l nzeigerG ießen.
-l- Aus dem Wohratal, 15.Aug Tie neue Bahnstrecke Kirchhain—Gemünden soll bis 1. April 1914 vollendet fein. Stationen erhalten Himmelsberg, Rauschenberg, Ernsthausen, Halsdorf, Wohra unb Gemünben. Tic Lahn zweiat von Station Zimmersrobe der Main-Weser-Bahn ab
r. Winnen, 16. Aug. Mit dem 1. Oktober b. Js. ritt unser Lehrer Friesleben in ben wohlverdienten Rübe- taub. 56 Jahre hat er in unserer Gemeinbe gewirkt. Er steht im 77. Lebensjahre.
= Königsberg, 15. Aug. Unser uraltes Bergftäbt- chen, das bis zum Jahre 1821 als Amtssitz große Bedeutung hatte, geht in seiner Einwohner- unb Schulerzahl immer mehr zurück. In 5 Jahren finb es ca. 40 Schuler Weniger geworoen unb nach Abgang ber Pflegekinder bürf-
*♦ Der Heilstättenverein für bas Groß- berzogtum He,,en erhielt für seine Lupus- und r. ich therlsta 11e in Gie.ßen in biefen Tagen von I ^ebhebenen Mainzer Wohltäter eine Svenbe
von 1000 Mk., unb kürzlich würbe ihm von einem Arheilger r* ^ar*tns£C8 « Don.50 Mk. zugewendet. Der Verein hat fLUrC? -?CH der LupusheUstätte eine erhebliche -chuldenl<i,t aurgeburbet unb wirb burch solche Spenben Im bie Lage verhetzt ben ärmsten unter ben armen Kranken ben unbemittelten Lupuskranken, in weitestem Maße Pflege unb Heilung zu bringen. " * +Jiegc
r*r o ube s - Bog elschutzverein für bas
Herzogtum Hefsen halt am 20. August in
1 CJt£C(^- ^Ee Hauptversammlung ab. Forstrat Kull- mann-Darmltlcht wirb über den 3. Deutschen Vogelschutztaq m Hamburg berichten, Pfarrer Kleinschmibt wird einen ^ortrag über „^seltene und wertvolle Arten im Bestand ber heftifchen Vogelwelt und ihr Schutz" halten.
c r ^auersche Gesangverein ist für Sonntag, den 1/. August zu einem Toppelkowzert mit ber Miir- . dab-Raubeim verpflichtet ivorbeu Tas zVvn- zert smdet ui 2 Alckeilimgen und zwar von 4—6 Uhr nam- mittags und von 8—10 Uhr abends auf der Terrasse, bei ^cr ^'üterung im Konzertsaal des Kurhauses statt. Las Programm umfaßt neben einfachen Volksweisen auch lchwienge Kunstchüre, bie teilweise mit Orchesterbegleitung gesungen werden. ZunuVonrag gelangen: „Tie 201macht" non ladjncr mit Orchester, „MeereSsahrt" von Schwartz, „Ll>alatta" von Heuser, „Nachtgesang im Walde" von Sclui- !^^",^erbegleitung, „Rachtgesang" von Abt mit Bari ton solo, „An die Mägdelein" von Jüngst, „Reue" von ^chaug, „Wohin mit ber Freub " von Silcher, „Sein Bild" von oauer, Wie S daheim mar" von Wohlgenmth und das altniederlandische „Tunkgebet" von Kremser mit Orchester.
Landkreis Gießen.
oe-AI le ndorf a. Lda., 15. Aug. Mit Freuden wird es von der hiesigen Einwohncrschast begrüßt, daß hier eine Fleisch- u n b W u r st w a r e n v e r k a n s s st e l l e errich- wird^n^^' 111 bie Ware toefciitlid) billiger verkauft
a. Zungen, 15. Aug. Heute, am ersten Fördertage der neuen Buderus scheu T r a h l s e i l b a h n vom Grudenfeld im Heckenivalde iiach ber Verladestation im 'Jbalbc bei Hungen, verunglückte bei Bergmann j i m - mer au« Langd, iiibem er mit bem Rolinnigen in den ittsensteinsck-acht stürzte unb sofort tot war. Er hinterläßt eine Frau mit 2 Kinbern.
Zweites Blatt 165. Jahrgang
Gießener Anzeiger
____General-Anzeiger für Sberheffen


