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Marke unter qesctziichcn Richard ÄrandtS Wir warnen vor Naäi» vor«. Apotheker Schaffhausen (Schweiz)
rrusschuß der Ersten Kammer an geschlossen. Wie wir hören, ist die Ausarbeitung eines solchen ^Tarifs im Ministerium auch im vollen Ganae. Es ist darnach auch wahrscheinlich, t»aß der Ausschuft seine vorläufig entscheidenden Beschlüsse erst nach Eingang dieser neuen Vorlage treffen wird. Jedenfalls aber hat der Ausschuß das feste Bestreben, dre ganze Besotdungsv-orlage so schleunig wie möglich für die Plenarberatung fertigzustellen und das kann auch im allgemeinen öffentlichen Interesse nur dringend erwünscht sein.
Deutsches Reiche
Die Telcphongcbühren zwischen Deutschland u n d d c r S ch w e i z.
Vor einiger Zeit hat die Handelskammer Frankfurt a. M. bei dem Staatssekretär des Reichspostamtes in Berlin beantragt, bar, int Verkehr zwischen Deutschland und der Schwerz ermäßigte Telephongebühren für die Nachtzeit eingeführt werden. Nach einer kürzlich der Handelskammer zugegangenen Mitteilung sollen die gewünschten billigen Nachttaxen von Vs der Tagestaxe im deutsch-schweizerischen Telephonverkehr schon am 1. Juli eingeführt werden.
Der Reichstagsausschuß für die Konkurrenz- kl a u s e l
der Handlungsgehilfen hatte am Freitag eine v er t r aut i ch e Besprechung, in der zu den Erklärungen des Staatssekretärs des Reichsjustizamts auf die Kompromißvorschläge des Ausschußes Stellung genommen wurde. Die Besprechung wird am nächsten Mittwoch noch fortgesetzt werden.
Im ungarischen Abgeordneten Hause reichte der Justizminister eine Gesetzesvorlage eiiL in der für Majestätsbeleidigungen und Angriffe auf die monarchische Regierungsreform schwerere Strafen wie bisher gefordert werden. Die Strafe für Majestätsbeleidigungen soll auf drei Jahre Gefängnis, diejenige für Agitation gegen das Königstum auf fünf Jahre Staatsgefängnis erhöht werden. Die Vorlage wird damit begründet, daß die anfangs unterschätzte Bewegung, Die zwar auch heute noch geringfügig ist, einen besonderen leidenschaftlichen und rohen Charalter annahm, wodurch eine nachdrückliche und strafrechtliche Verfolgung erforderlich geworden i|L
Anfrage wegen Ermordung eines Deutschen in Colorado.
Von den fortfchr. Abgg. G o t h e i n und W a l d st e i n ist eine Anfrage an den Reichskanzler gestellt, ob ihm bekannt fei, daß am 4. Februar 1913 in Alma 'Colorado- ein Deutscher, Oswald Heinrichs, von Leuten, die ihm Geld schuldeten, e r - mordet worden sei, und daß der zuständige deutsche Konsul in Denver sich um die Sache nicht kümmerte, sondern einen urkundlichen Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit des Getöteten verlangt habe, ferner, ob der Konsul, der sich später geäußert habe, es liege kein Mord vor, vom Auswärtigen Amt angewiesen sei, sich der Interessen der Angehörigen Heinrichs anzunehmen und die Bestrafung der Schuldigen zu verlangen.
AuslanS.
Ein neues Flottenprogramm Oesterreichs.
Laut dem „Neuen Wiener Tageblatt" werden in leitenden Marinekreisen Vorbereitungen für ein neues Flotten- progamm getroffen, das den Delegationen für 1915 vorgelegt werden soll. Es handelt sich um die Ausgestaltung der österreichischen Dreadnoughtflotte.
Türkische Reformen.
Nach Meldungen aus Konstantinopel gedenkt der Sultan einen Nation al rat einzuberusen, der sich mit der Wiederherstellung des inneren Friedens befaßt und die Grund- ,züge der politischen und wirtschaftlichen Reformen sowie der künftigen Beziehungen zum Ausland festzulegen hätte. Verhaftung eines Mörders von Schefket Pascha.
Aus Konstantinopel wird berichtet: Die Polizei stellte 'fest, daß einige der Mörder des Großwesirs Mahmud Schefket Pascha sich in Pera in der Piräusstraße unweit des deutschen Generalkonsulats aufhalten. Bei dem Versuche, *•:,.) zu verhaften, entspann sich nachmittags nach 3 Uhr ein Feuergefecht. Mehrere Personen wurden verwundet. Das Haus ist von der Polizei nm 4.30 Uhr eingenommen worden. Acht Persone n wurden verhaftet. Unter den Verhafteten befindet sich auch der Mörder des Großwefirs Zia, sowie der wegen Teilnahme an der Ermordung Mahmud Schefkets gesuchte frühere Rechtsstudent N az t7w
Neue Kämpfe in Marokko.
Aus Rabat wird gemeldet: Oberst Mangin, der am 6. Juni in der Richtung auf K ' ima, wo sich die Truppen Maha -Saids befanden, aufbrach, mußte mehrere Anhöhen stürmen. Die Verluste auf französischer Seite sollen 45 Tote, darunter ein Offizier, und 109 Verwundete betragen. Tie französische Artillerie richtete verheerende Verluste in den Reilwn des Feindes an. Mangin kehrte am 11. Juni nach der Kasbah von Tadla zurück.
Wie amtlich aus Melilla gemeldet wird, ist der Kommandant von Alhueemas in Verhandlung en eingetreten, ,um die Befreiung der gefangenen Matrosen zu bewirken. Der Kreuzer „Reina Regente" beschoß früh Eingeborenentrupps. Das Feuer dauerte zwei Stunden und endete mit einer völligen Z c r- itreuung der Kabyle n. Vier Matrosen wurden verwundet.
Aus Stakt unK
Gießen, 14. Juni 1913.
* Landwirtschaf 1 skainme r. Unter dem Vorsitz des Ockonomicrats Walter-Lengfeld fand am Freitag eine Sitzung des B o r st a n d e s der Landwirtschaftskammer statt, in der eine größere Anzahl Verwaltungsfragen Erledigung fand. U. a. wurden die Bestimmungen über die Prämiierung bäuerlicher Wirtschaften genehmigt. Die Prämiierung, die Anregung zur Verbesserung der bäuerlichen Betriebe durch ihre Besichtigung und Zuerkennung von Auszeichnung bei musterhaften Leistungen bezwecken sollen, sind noch im Laufe des Jahres durchzu- sühren. Ferner hat der Vorstand der Landwirtschaftskammer den im Laufe der Jahre gegebenen Anregungen folgend, eine Reihe von A bände rungsvorschägen zum Feldbereinigungsgesetze zugestimmt. Diese Vorschläge sollen dem Ministerium mit dem Antrag auf Berücksichtigung bei der demnächstigen Revision des Gesetzes vorgelegt werden.
♦* St <rdttheater. Der Komponist des „Fidelen Vnuern" und der „Totlarprinzessin" hat mit seiner neuesten Operette „Der liebe Augustin", die am Dienstag zur ersten Aufführung hier gelangt, wiederum ein Werk t geschaffen, das sich bereits größter Beliebtheit erfreut und ans allen Bühnen deutscher Zunge den Spielplan beherrscht. Eine Reihe von Nummern aus Leo Falls neuestem Werk erfreuen sich größter Popularität, so das Duett „Wenn
Märkte.
ließen, 14. Juni. Morklberi cht. Auf beufiqent Wocben- nmifte kostete: Butter das Pstmd 1,10—1.15 Mk„ Hübnereier l Stuck 8—0 Pfg., 2 Stück 0 Psg., Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., Gänserier ISt. 12 Pf., Käse dos Stück 6—8 Pfg,, Kasematte 2 Stück 5—6 Pfg., Tauben pr Br. 0,80—1,00 9)if„ Hühner pr. Ct. 1,00—1,60 Da., Labnen vr. Stück 1,50—2,50 Pik., Enten pr. St. 2,00 -3,00 M., Gänse das Pfd. 00—' 0 Pfg„ Ocbsenfleifch pr. Pfd. 92-100 Pfg., Rindfleisch vr. Pstmd 90—94 Pfg., Kuhfleisch 80 Psg^ Schwebre« s.'cisrh pr. Pfund 84—100 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 94—98 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 5.50 Alk., Weißkraut das Stück 00 bis 00 Psg., Zwiebeln per Ztr. 0,00—0,00 Alk., Milch das Liter 22 Pfg., Nüsse 100 Stück 50—60 Psg., per Ztr. 0—00 Mk„ Birnen das Pfund 12 bi- 15 Pfg., Aepfel der Zentner 00 bis 00 Mk. Marktzeit von 7 bis 1llhr.
Spielplan öes Kurl)aiis=@beaters 6aö Hnufieim.
Sonntag, deir 15. Juni: „Der Königsleutnant." Montag, den 16. Juni: „Ter liebe Augustin." Mittwoch, den 18. Juni: „Der Netter in der Not." Freitag, den 20. Jnni: „Tie fünf Frankfurter." Sonntag, den 22. Juni: „Goldfische."
Spielplan der vereinigten frankfurter Stadttveater.
Opernhaus.
Sonntag, den 15. Juni, abends ^8 llhr: „Don Juan/ Montag, den 16. Juni, abends 6 llhr: Auc- Anlaß des 25jäbriaen Regie- rungsjubiläums Sr. 'Majestät des Kaisers- „Die Meistersinger von Nürnberg." Dienstag, den 17.Juni, abends V.8Uhr: „Ter Bajazzo." Hieratlf: „Cavalleria rusticana.“ Mittwoch, den 18. Juni*): „Figaros Hochzeit." Tonncrst.ag, den 19. Juni, abends ^/,8 Uhr: „Martha." Freitag, den 20. Jlini, geschlossen. Sainstag, den 21. Juni, abends 6 Uhr: „Götterdämmerung" Sonntag, den 22. Juni, abends '/>8 Uhr: „Tie Regimenlstochter." Hieralis, zum ersten Male: „Les petitg riens.“ Ballett in 1 Akt von W. A. Mozart. Montag, den 23. Juni, abends '/,,8 Ubr: „Der liebe Aug»istin." Dienstag, den 24. Juni, abends ",8 Uhr: „Tie Entführung on§ dem Serail.- Mittrvoch, den 25. Jnni: „Tonnhäliser." Donnerstag, den 26. Juni, abends ’/,8 Uhr: Zum ersten Male: „Wiener Blut." Operette in 3 Akten von Johann Strauß.
Schauspielhaus.
Sonntag, den 15. Juni, abends 8 Uhr: „Püppchen." Montag, den 16. Juni, abends 8 Uhr: Ans Anlaß des 25jährigen Regierungs- jubilänms Sr. Majestät des Kaisers: Prolog, hierauf: „Prinz Friedrich von Homburg." Dienstag, den 17. Jnni, abends 8 Uhr: „Romeo und Julia " Mittwoch, den 18. Juni, abends 8 Uhr: „Das Konzert." Donnerstag, den 19. Jnni, abends */,8 Uhr: „Kabale und Liebe." Freitag, den 20. Jnni, abends 8 Uhr: „Liliom." Samstag, den 21. Jnni, abends Uhr: „Herodes und Atariamne." Sonn- tag, den 22. Juni, abends 8 Uhr: „Robert und Bertram." Montag, den 23. Juni, abends '/,8 Uhr: «Maria Stuart." Dienstag, den 24. Juni, abends 8 Uhr: „Der Pfarrer von Kirchfeld." Mittwoch, den 25. Juni, abends 8 Uhr: „Prinz Friedrich von Homburg." Donnerstag, den 26. Juni, abends 8 Uhr: „Alt-Heidelberg."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends unt 7 Uhr.
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der Flieder blüht in den Zweigen", das Terzett: „Anna, ivas ist denn mit Dir", das ,n>eitere Terzett: „Wo steht denn das geschrieben, Du darfst 'nur eine lieben" n. a. m. Zu dieser Vorstellung .zahlen die Abonnenten gegen Vorweis des ersten Ermäßigungskupons für Operetten nur gewöhnliche Preise, und die Herren Studierenden genießen ebenfalls Preisermäßigung.
** Sie Einnahmen der Straßenbahn beim Regimentsfest. Die Straßenbahn hatte an den drei Tagen des Regimentsjubiläums folgenden Verkehr aufzuweisen: Am Samstag 11030, am Sonntag 26 374 und am Montag 18693 Personen, zusammen 56 097 Fahrgäste. Der Durchschnittsverkehr an Wochentage-n beträgt etwa 3200, an Sonntagen 5000 Fahrgäste, so daß sich der Ver- fetyr an den drei Tagen ohne bas Jubiläum auf 11400 Fahrgäste stellen würde. Somit hat das eine Steigerung des Verkehrs um 44 697 Fahrgäste gebracht. Die Ein- nahrne an den Festtagen betrug 5561 Mk. Zur Zählung dieser Summe und der Abrechnung waren Beamte drei Tage lang beschäftigt. Der Reichsbank wurden für 5000 Mk. 10-Pfennigstücke zugeführt.
** B i l l i g e s F l e i s ch u n d Brot. Einer der Festwirte beim Jubiläumsseft hat über 500 Laib Brot, vier Zentner Rippchen usw. nicht abgesetzt. Um diese Nahrungsmittel abzusetzen, hat er den Vierpfundlaib Brot zu 20 Pfg. und das Fleisch 20 Pf. unter dem Einkaufspreis, Bratenstücke für 70 Pf. das Pfund verkauft. Unsere Metzger brauchen diese Woche kaum zu schlachten, so viel Fleisch hängt von der letzten Woche her noch in den Kühlhalten. Ein Viehhändler batte zur Reserve 10 Stück Großvieh im Stalle stehen, die für die nächste Woche stehen bleiben, da jetzt kein Bedarf vorliegt.
** Praktische K rankenpflegein der Schule. Welchen Wert man in Hessen der Ausbildung der Mädchen in der Haushalttlngstunde beilegt, das zeigt sich in der steten Zunahme der Wander-HauShaltungsschulen. In vielen Orten melden sich für diese Kurse auch Frauen in solcher Anzahl, daß man für dieselben besonderen Unterricht in sbrankenpflege einführte. In der Hauptsache kam man in den hessischen Schulen in der Gesundheitslehre und in der Krankenpflege über die Belehrungen wohl wenig hinaus; trotzdem muß die Uebung in der Krankenpflege das Ziel bleiben, das zeigen die ersten Versuche in den Wanderschulen. Besondere Beachtung vlv.'dient eine Neuerung, die man letzten Winter in der Heidelberger Hachshaltungsschule einführte. Aus einer Abteilung dieser Schule bildete man nämlich zwei freiwillige, gleichlaufende, praktische Kurse für Mankenpflege und Gesundheitslehre. Der Unterricht wurde von einer praktischen Aerztin unter Beihilfe einiger Lehrerinnen erteilt. Verbände, Packungen, die Lagerung der Kranken usw. müssen von den Schülerinnen selbst aus- gesührt werden. Besondere Aufmerksamkeit wird der Wartung und Pflege der Ne?rgeborenen gewidmet. Die Schülerinnen zeigten für diese praktische Krankenpflege großes Interesse, und die Schulleitung ist mit dem ersten Versuch recht zufrieden.
Kreis Friedberg.
A. Groß-Karben, 14. Juni. Als gestern vormittag die Frau eines Lehrers in Rendel in den Zug stieg, sah sie einen Schirm im leeren Wagenabteil hängen. Da in Groß-Karben ein Ehepaar ausgestiegen war, so gab sie ihn in dem Glauben, daß das Ehepaar den Schirm hätte fyängen lassen, dem Schaffner. Als sich dann der Zug in Bewegung gesetzt lyatte, kam ein Mann aus dem ^kbort, beschimpfte die Frau mit unflätigen Worten, da der Schirm fein Eigentum sei, packte sie an und wollte sie zum Zug hinaus werfen. Er machte schon Anstalten die Wagentüre zu öffnen. Die Frau, die mit ihrem einjährigen Kinde allein war, schrie in ihrer Todesangst um Hilfe und glücklicherweise drang auch ein Herr aus dem Nachbarabteil durch den Abort in den Wagen ein und verhütete ein Unglück. In Friedberg wurden die Personalien des Reisenden festgestellt. Es handelt sich um einen nervösen Mann, der nach Bad-Nauheim reisen wollte, um hier feine Nerven wieder zu stärken.
Ein Spionageprozetz vor dem Reichsgericht.
Leipzig, 13. Juni. Vordem Reichsgericht begann heute vormiuag der Spionageprozeß gegen den 28 jährigen Eisenschmelzer Erich Nawrzik aus Georgenberg (Kreis Tarnowil)), zu- lelst in Oderberg wohnhaft, der des versuchten Verrates militärischer Geheimnisse und intellektueller Urkundenfälschung angeklagt ist. Zur Verhandlling sind zwölf Zeugen soivie ein militärischer unb ein medizinischer Sachverständiger geladen. 9tach bem Erofsnungs- bescblnß soll der Angeklagte im November 1912 in Beuchen sich ein Gewehrschloß verschafft haben in der Absicht, es einer fremden 'Macht auszuliefern. Ferner legte sich der Angeklagte in der Unter- sllchungshait einen falschen Namen bei. Der Reichsanwalt beantragte, wegen Gefährdung der Staatssicherheit, die Oeffentlichkeit ausznschließen. Das Gericht entprach dem Anträge. — Ter Angeklagte wurde zu zwei Jahren unb einer Woche Zuchthaus, zu fünfjährigen Ehrverlust sowie Stelln.ng unter Polizeiaufsicht verurteilt. Trohbem Wan rzik geständig ist, wurde ihn: mildernde Umstände versagt, da er selber als Soldat gebient unb trotzdem verflicht hatte, einen Unteroffizier zum Bruche semeS Fahneiteides zu verleiten..
Vermischtes.
— Der N o g i - T c in p e l. _ Die feierliche Einweihung des Nogi-Tempels durch Schinto-Priester in Gegenwart der höchsten Würdenträger des japanischen Reiches hat den berühmten General, der Selbstmord beging, um seinen Kaiser nicht zu überleben, nunmehr endgültig in den Olymp der Japaner eingereiht. In der Illustration schildert I. E. Balet dieses modernste Heiligtum des >A)rhfanthemenlandes, das von zahllosen Frommen besucht wird. Tie Schinto-Religion, bereit Mittelpunlt der Kultus der Ahnen ist, basiert hauptsächlich auf der Verehrung Der großen Männer, und so ist es denn natürlich, daß dem Andenken des 5)elden von Port Arthur ein Heiligtum geweiht wurde. >Ls ist das 5>aus, in dem Nogi bei Lebzeiten selbst seine Ahnen verehrte, das nun seinen Namen erhalten hat. Der schlichte Bau erhebt sich im Innern der Mauern der Besitzung, die der General in seinem Testament der Sradt Tokio zum Geschenk machte. Nachdent der ganze §>eldenstamm seines Geschlechts erloschen i|t, wird dies Gebäude, das den Selbstmord des „Letzten der Samurai" sah, als Gotteshaus weiter seinem Richme dienen. Es ist noch ganz so geblieben, wie es an dem Tage des blutigen Dramas war. Noch sind die Mauern des kleinen Zimmers im zloeiten Stock 'mit dem Blute des Helden befleckt: kleine Schristtaselu erzählen an jeder Tür von dem einstigen Zweck dieser Räume: „Rrrhezimmer der Frau Nogi, Zimmer .des Selbstmordes der
Frau Mogi" usiv. Andächtige neigen skch irar diesen Zeugnissen einer großen Erinnerung; mit besonderer Ergriffenheit betritt man den Raum, in dem der General das Harakiri verübte. Im Garten drängt sich die Menge. Hier, auf diesem Quadrat von 400 Meter, sind noch die Spuren der Arbeit zu schauen, die Nogi zur Pflege seiner Bäume und Pflanzen verrichtete. In einer Ecke liegen noch Hacke und Spaten, mit denen er den Boden gelockert. Nicht weit davon blühen die berühmten Kakipflanzen, die die Gräsin Nogi bei der dfoburt jedes Sohnes einsetzte, „damit ihre Enkel, wenn die Bäume groß geworden sind, die Fruchte pflücken konnten." Aber wenn die Bäume blühen werden, bann werden mir Andächtige sie betrachten, denn die, für die sie gepflanzt nmrben, haben ihr Blut dahingegeben auf den Hügeln von Port Arthur und Nansck>an, und alles, was von ihnen lebendig geblieben ist, umschließt die fromme Erinnerung, die aus dem Hause Nogi einen Tempel der patriotischen Andacht und der stillen Verehrung gemacht hat.
von der landwirtschlistlichen Ausstellung in Straßburg.
Die seit 1871 bestehende Firma Klein, Sch anzlin L Becker, Frankenthal (Pfalz), eine der größten Spezialsirmen der Welt für den P u m p e n - unb A v m aturÄnbau, ist auf der Ausstellung mit einer sorgfältigen Auswahl ihrer Fabrikate vertreten. Die Ausstellung zeigt Pitrnpeu aller Größen und Ausführungen fü'* die verschiedensten Verwendungszwecke. Sieben den einfachen Flügelpumpen und Fraukoniapumpen für Handbetrieb zur Förderung von Wasser und anderen Flüssigkeiten und den Tiaphragmavumpen für dicke Flüssigkeiten (Jauche us>v.) sind stehende Unapmnpen, Simvlex- pumpen und Pliingerpumven ausgeslellt. Besondere,?lusmerksam- feit erregt die durch eine Niederbruck-Zentrifiigalpumpe betriebene aroße Fontäne. Sie soll die Verwendung dieses Pumpensystems für Wasserversorgung zeigen; für die Wasserversorgung von einzelnen Geschäften und Villen wird beionders die Zentrifugal-Hochdruck- Miniaturpumpe „Kleinod" empfohlen, die für alle Antriebsarten geliefert wird. Den einfachsten Betrieb erhält man mit ber „SUeüiob" in Verbinbuna mit einem Elektromotor mit automatischer Ein- und Ausschaltung je nach Wasserbedarf. Tie Kleinodvumpen arbeiten ohne jede Wartung selbsttätig. Für Förderung größerer Mengen von Wasser und anderen Flüssigkeiten fabriziert die Firma Hochbruck-Zentrifugalpumpen für jede Leistung. Klein's Pumpen haben sich feil Jahren in lanbwirtfchaftlichen Betrieben glänzenb bewährt; sie finben auch in ber Industrie, im Bergwerk usw. Verivendung. Ebenso leistungsfähig ist die Firma in der Fabrikation von Armaturen für Wasser, Dampf unb Gas. Das zeigt ein Sortiment biefer Erzeugnisse. Sieben ben Originalstücken wie Hybranten, Schiebern, Ventilen, Llonbenstopfen werden Schnittmodelle gezeigt, die die sauber biivebgearbeitcte Konstruktion dieser Armaturen zeigen. Sie finden für Wasserleitung, Kanalisation, für Dampf- und Gasleitung und bei Zentralheizungsanlage» Verwendung. Alle Fabrikate werden vor 93er(affen des Werkes in eigenen Prüfstationen auf Brauchbarkeeit, Leistung und Festigkeit geprüft. Dieser Sorgfalt bei der Lieferung ihrer Fabrikate verdankt die Firma ihren Ruf und das Anwachsen ihres Umsatzes. In den letzten 10 Jahren hat sich der Umsatz der Firma nahezu verdreifacht; der Jahresumsatz beträgt 8 Millionen Mark. Tas Werk beschäftigt über 1890 Angestellte und besitzt mehr als 150 Filialen unb Vertreter in ben größten Stabten ber Welt.
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