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Die heutige Nummer umfakl 14 Seiten.
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Daß ein Dichter zu uns sprach, ein Dichter mit einem heißen, blutvollen Herzen, das war der entschiedenste Eindruck, den Herbert Eulenbergs Liebesstück Belinde bei.seiner
ein entschiedeneres Verhalten an den Tag legen, als es die deutsche Regierung bis jetzt getan hat.
Mexiko, 13. Febr. Der Kampf begann heute vormittag uni1 8 Uhr durch Artilleriefeuer der Bundestruppen, die die Auf- ständigen mit einem dichten Regen von Schrapnells überschütteten. Tie Aufständigen leisteten hartnäckigen Widerstand und erwiesen sich.als ausgezeichnete Schützen. Die Bundestnippen verwandten größere Geschütze mit guter Wirksamkeit. Madero drückte die Hoffnung aus, Tiaz noch vor Anbruch der Nacht zur Uebergabe zu zwingen. Tie Bevölkerung ist geflohen oder verbirgt sich in den .Häusern.
Tie Insurgenten sollen den Bahnhof der mexikanischen Nationalbahnen im Mittelpunkt der Stadt Mexiko niedergebrannt haben. Der Schaden würde 400 000 Dollar betragen.
Man sieht, der Knoten ist gut geschürzt und die dramatischen Spannungen entwickeln sich in unaufhörlichem Fluß, ja sie werden selbst durch einen so zimperlichen Aestheten wie den eitlen Bruder Belindens nicht gestört, sondern sogar, wenn auch mehr äußerlich, noch gefördert. Tiefer „Mensch vom letzten Adel", der nie seine Handschuhe ablegt, und dessen aus der Ferne Angebetete Teliziosa sich schließlich als ein buckliger Bildermakler erweist, ist eine köstliche Satire auf das ftubenblasse, lebensunfähige Aesthetentum, das auch dem Sonnenmenschen Eulenberg das Leben schon schwer gemacht hat. Im übrigen aber ist es neben der vollkräftigen Gestalt Eugens die am sichersten und plastischsten gezeichnete Figur des Werkes, und mit feinem Bedacht hat Eulenberg ihn als Bruder Belindens auftreten lassen. Auch in ihr lebt etwas von der überspannten Art dieses sonderbaren Schwärmers, auch sie verschließt sich gegen die Bedingnisse des realen Lebens, um ihren romantischen Erwägungen uachzuhängen, auch sie ist gewissermaßen immer mit Handschuhen im Dasein her umgegangen, ohne tiefer in das Leben einzudringen und auch sie hat schließlich ihr Leben ohne jeglichen Gewinn vertändelt. Auch in den Nebenfiguren zeigt der Dichter eine feste Hand, und neben der lieblich-sentimentalen Cäcilie erscheint der kernige, sichere Ignaz, beide mit wenigen Strichen prächtig gezeichnet.
Ein besonderes Wort verlangt noch Eulenbergs Sprache. Kräftig und bildhaft stürmt sie vorwärts, voller Klang und Wohllaut, und so sehr ist er sich ihrer Kraft bewußt, daß er sein modernes Stück in Versen geschrieben hat, in guten, sichergefügten Versen. Das klingt und singt in wohligem Rhythmus, entzückt und berauscht und wird wohl bei der Lektüre des Werkes, das bei E. R o w o h l t in Leipzig als Buch erschümen ist, noch viel eindringlicher und melodiöser wirken, als von der Bühne herunter.
Nicht so sehr ist die Technik zu loben. Die Menschen kommen uui) gehen nach Bedarf — nicht nach einer inneren Notwendigkeit — die Türen stehen nie stell —. Auch sonst könnte man manches beanstanden — aber was will das
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Die Vereidigung öcs neuen Erzbischof; von Köln durch den Kai er.
Berlin, 13. Febr. Heute mittag 12V» Uhr fand die feierliche Vereidigung des Erzbischofs von Köln, Dr. v. H a r t m a n n , im Königlichen Schlosse statt. Der Erzbischof traf vom Hotel „Royal" aus im Königlichen Wagen um 12V> Uhr am Königlichen Schlosse ein und fuhr
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reue Christen, meist Fraü'en und Kinder, nied erg em etz elt und verstümmelt.
»Mißglückte Landungsversuche Enver Beys.
Konstantinopel, 13. Febr. Authentischen Nachrichten zufolge sind die Landungsversuche Enver Bey's mißlungen. Ungefähr 20 000 Mann versuchten zwischen Rodosto und Tscharkeoj zu landen, stießen jedoch auf eine größere Truppenmacht und mußten sich zurückziehen und wieder einschiffen. Sie sollen jetzt nach Gallipoli dirigiert werden.
Der Standpunkt Schefket Paschas.
Konstantinopel, 13. Febr Der über die Wahrheit der Nachrichten aus London, daß man kurz vor der Wiederaufnahme der Friede nsve r fy aad- lung e n stehe, befragte Großwesir erklär e, die Nachrichten entbehrten nicht der Wahrheit. Die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungeii oder die Fortsetzung der Besprechung mit den Mächten, so fuhr der Großwesir fort, ist natürlich. Die Verhandlungen können auf Grund der Antwortnote der Pforte wieder ausgenommen werden. Er habe das Großwesirrat übernommen, nicht allein zu dem Zweck, den Krieg fortzusetzen, sondern dazu, alle Anstrengungen zu machen, um unter solchen Bedingungen, die soviel als möglich die Interessen des Landes wahren, den Frieden zu schließen. Die Regierung wird den Krieg fortsetzen, wenn sie es für diesen Zweck für nützlich erachtet. Tie militärischen Aktionen zeigen, mit welcher Energie die Regierung entschlossen ist, das Land zu verteidigen: aber es ist die Pflicht der Regierung, auf diplomatischem Wege auf den Frieden hinzuarbeiten. Die Regierung beschäftigt sich also mit dem Schicksal der den Mächten überreichten Antwortnote und wird sich bemühen, auf der Grundlage dieser Note den Frieden zu schließen.
Ein Straferlaß der türkischen Regierung.
Konstantinopel, 13. Febr. (7 Uhr abends.) Dias amtliche Publikationsorgan veröffentlicht ein provisorisches Gesetz, das für alle bis zum 11. Februar begonnenen politischen Verbrechen Straferlaß gewährt, außer für Kriegsniederlagen und moralische und materielle Unterstützung des Feindes. Der Straferlaß erstreckt sich auch auf die Vorgänge vom 23. Januar.
Das Gerücht von einem angeblichen Rücktritt des Ministers des Innern wird anrtlich bi-mentiert. Der Minister des Innern Hadje Adil, der seit drei Tagen nicht im Ministerium erschienen war, wohnte heute einer Sitzung des Ministerrats bei. Außer den amtlichen Berichten liegen keine Meldungen vom Kriegsschauplatz vor. Ein neuer Trupp bulgarischer Gefangener ist hier eingetroffen. Zahlreiche Flüchtlinge, christliche und mohammedanische, kommen aus Gallipoli an.
Eine Verschärfung der rumänisch-bulgarischen Frage.
Das „Berliner Tageblatt" meldet aus W i en : Die rumänisch-bulgarische Krise hat sich jetzt so verschärft, daß die demnächst erfolgende Absendung eines Ultimatums Rumäniens an Bulgaren nicht ausgeschlossen erscheint, zumal mit einer rumänischen Ministerkrise gerechnet werden muß.
schließlich besagen, wenn so viel Kraft und Können in einem Werk steckt. An seinen Fehlern erkennt man auch den Künstler, und daß Fehler manchmal Tugenden sind, das hat unser lieber alter Bulthaupt bewiesen, der alle unsere großen Dramatiker nach dem Splitter richtete und mit seinen eigenen Dramen kaum eine Hand zum Beifall lockte.
Die Darstellung durch die Berliner Gäste, die Wolfgang Neff, bis auf den letzten Auftritt, wo zwei Herren die Gäste „symbolisierten", mustergültig leitete, holte die Feinheiten des Werkes so ziemlich heraus, nur die Verse gingen manchmal gar zu sehr verloren. Fr. Lissi N o r da u gab der Belinde die glutenwarme Seele, die sich verzweifelt an ihre Liebe klammert, um nicht gestehen zu müssen, daß sie sich selbst untreu wurde. Sie goß Feuer und Kraft in ihre Rede, und wenn sie mitunter auch vielleicht zuviel vom „Weibchen" an sich hatte, so entbehrte chre Darstellung doch nicht der heroischen Größe. Ihren Bruder Hyazinth, den Menschen vom letzten Adel, spielte Herr Wolfgang Neff mit einer so feinen, bis ins letzte sorgfältig ausgeglichenen Kunst, daß seine Darstellung die reifste Leistung des Abends war. Haltung, Gebärde und Ton konnten nicht glücklicher zueinander abgestimmt werden. Treu und bieder war Otto Küstermann als Eugen, ein guter Sprecher, und im Affekt bedeutender, als in der Gelassenheit. In der einfachen Natürlichkeit seines schlichten Auftretens Tag eine geruhige Größe. Roger, dem Jüngling gab Herr Emil Waldmann Jugend und Leidenschaft, etwas fahrig zwar, aber doch auch wieder von bestimmtem Ausdruck. Im Verein mit Frl. Marianne W a l l o t, die seine Sck)wester Cäcilie recht lieb spielte, brachte er dic ergreifende, wunderbare Szene, da er den weißen Ball zieht, schön zur Geltung. Einen festgefügten, scharf um» rissenen Charakter schuf Herr Willy Klotz, in ihrer subtilen Ausführung eine vorzügliche Leistung. — Leider war das Theater nicht so besetzt, wie es die Direktion bei einem so außergewöhnlichen Anlaß wohl hätte erwarten dürfen. Die drei Vorträge, die zu gleicher Zeit gehalten wurden, erklären das zur Genüge. K. N.
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dorben und gestorben hielt. In den Armen seines' Weibes 1 „jgert 1 finbet er einen jungen Mann, zur Hochzeit bereit, ganz von
ötr" L. jn seiner Liebe erfüllt. • Und keiner will weichen, denn beide
It M h-aben ein Recht an das Leben und an Belinde, das Weib, has | beiden Treue geschworen hat. Hart stoßen die Nebenbuhler | aufeinander, einer muß weichen, und in einer Szene, die |! bJn holdestem Liebreiz ist trotz aller Schwere, losen sie IflOli Mr ihr Schicksal. Roger zieht aus der .Hand seines Schwesterchens den weißen Ball, der den Tod bedeutet, und 'll erschießt sich. Nun beginnt der Kampf des Mannes um M\ I >eiu Weib, p^s haltlos um den Liebsten jammert. Und als |U , er sie zurückgewonnen, als sie erkennt, daß ihre eigentliche ' Liebe ihm, dem Treuen, gehört, dem starken Lebenskämpfer, n , ’ । l0« schaudert sie davor, daß sie ihn vergessen konnte, schaudert c? a.ßi#* - U’Le davor, daß sie ihn vielleicht wieder vergessen könnte und «<Wet sich.
3n der Schwebe.
Mit dem Siegeszug der Bulgaren ist es immer noch nichts. Ihre Berichterstattung schweigt: nur eine Noti? wirft den Türken Grausamkeilen vor, allein das wird der Nachprüfung bedürfen. Sck)efket Pascha läßt neben den kriegerischen Ereignissen diplomatische Versuche zur Anbahnung des Friedens herlaufen. Die Lage erscheint aber keineswegs in rosigem Lichte, besonders da die Rumänen bei ihren Forderungen ungeduldiger werden und schon mit einem Ultimatum gedroht haben sollen:
Konstantinopel, 13. Febr. Ein amtlicher Bericht vom 12. Februar besagt: Gestern vormittag unternahm der Feind von Osten her einen Angriff gegen die Umgebung von Mattepe. Der Kampf dauerte Zhs Stunden und ergab keine Veränderung der Lage. Tie Beschießung Adria- nopels dauert fort, doch ist sie nur schwach. Vorgestern sind serbische Truppen vor Adrianopel eingetroffen und haben sich zwischen Marasch und der Westfront verteilt.
Die griechische Torpedobootsftotille ist im Kanal bei der Insel Gaidora. Sie entscmdte zwei Torpedoboote gegen Tencdos; der Feiud überwacht die Straße zwischen Tenedos und Gaidora fortgesetzt.
Bei Bulair und Tschataldscha ist die Fühlung mit dem Feinde aufrechterhalten; die Lage ist dort unverändert.
Konstantinopel, 13. Febr. Wie ein hiesiges Blatt meldet, haben die türkischen Streitkräfte in I a n i n a den Pah Zavroko angegriffen und n a ch 3Vsstü n dig em Kampfe die Griechen vernichtet. Von einem Regiment wurden nur acht Mann, von denen sechs verwundet waren, gerettet. Den Türken fielen 13 Kanonen in die Hände, ebenso eine Menge Munition.
Nach Meldungen aus Skutari wagen die Montenegriner keinen Angriff mehr. Die Serben sollen ihnen ihre Unterstützung verweigert haben.
Die türkischen Truppen haben die Bulgaren bei Silivri in die Flucht geschlagen und ihnen große Verluste beigebracht; sie selbst sollen nur geringe Verluste gehabt haben.
Nach Privatmeldungen aus Adrianopel ist von einem bulgarischen Flugschiff in einen Garten von Adrianopel eine Bombe geschleudert worden. Vorgestern früh ist es zu ernsten Kämpfen zwischen den Türken und Bulgaren vor Bulair gekommen. Das Ergebnis ist bis jetzt'noch unbekannt. Es geht das Gerücht, daß die Türken Sinekki besetzt haben.
Grausamkeiten der Türken?
Sofia, 13. Febr. (Agence Bulgare.) Bei Tscha- taldscha haben gestern vereinzelte Scharmützel zwischen türkischen und bulgarischen Vorposten stattgefunden. Auf Gallipoli befeftigt der Feind seine Stellungen bei Bulair, ohne irgend eine Feindseligkeit zu unternehmen. Bei ihrem Rückzug nach der verunglückten Landung bei Tscharköj haben die Türken gegen 150 eingebo -
»eitrigen Aufführung durch Mitglieder des Friedrich-Wil- Almstädtischen Schauspielhauses in Berlin uns hinterließ.
ügt ft1 Tulenberg gestaltet frisch aus dem Vollen heraus, mit H kühner Hand baut er wuchtige Schicksale auf, und feine mit 289 5^11 Menschen gehen mit starken Schritten einher, ein wenig ö( 1331gegängelt vielleicht, aber doch fest und sicher, bis sie °1'' ccilfeinanderprallen.
, fj ujitb on^H Eugen, ein armer Teufel, ist vor Jahr und Tag in Hitrie Welt hinausgegangen, weil er den Hohn seines reichen Lchwagers nicht mehr ertragen konnte, weil er seiner Frau lägen wollte, daß er für sie arbeiten und verdienen könne. Er hat sich durchgesetzt da draußen und kehrt als reicher e™„ . Mann in die Heimat zurück, wo man ihn längst für ver- , UI1b SP^" W borben und gestorben hielt. In den Armen seines Weibes ' . • .-4 füll' “ lll rinhf't nr STOrrrtrr utr Hmüreit ftprpif nrrm hnn
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Mexilo und wir.
. AlS vor etwa 12 Jahren, so schreibt'uns unser Berliner Mttarberter, ein Engländer im Staate Sonora von Banditen ermordet wurde und die Untersuchung des Falles sich ermge Wochen vergeblich hingezogen hatten, drohte der vrtttsche Gesandte in Mextkv mit der Uebcrfenbung der Pässe Jrnb^t?urf) '^ust sehr scharf auf. In kürzester Zeit waren dre Mörder ergriffen, überführt und zum Tode verurteilt' Die Ermordung der Deutschen in Covadonga dagegen hat immer noch keine Sühne gefunden, obwohl die Mörder bereits feit geraumer Zeit hinter Schloß und Riegel sitzen. Der Verteidiger zieht mit allen Mitteln den Prozeß in die Länge Die Verhandlung sollte im Januar statt- ftnben. Sie hat immer noch nicht begonnen. In Mexiko wbt jetzt der Bürgerkrieg, und es ist keine Aussicht vorhanden, daß der Gerichtstermin eröffnet wird. Dem ■beutfeben Gesandten, Konteradmiral a. D. von Hintze wird zum Vorwurf gemacht, daß er, statt mit der Faust auf den -"sch M schlagen, im roten Frack Maskenbälle in Mexiko mitgefeiert und sonstige Liebenswürdigkeiten mit den regierenden Kreisen der mexikanischen Republik ausgetauscht hat. Die Deutschen in Mexiko senden Brief und Brief nach der deutschen Hermat mit Klagen über die unerträglichen Zustände draußen und tun big en ihre energische Opposition für den Fall an, daß sich deutsche Banken bereitfindein sollten, für die mexikanische Regierung eine größere Anleihe unte^ubrinigen, ehe die Covadonga-Ängelegenheit durch Hinrichttmg der Mörder geregelt ist. Sind diese Klagen dem neuen Staatssekretär des deutschen Auswärtigen Amts bekannt? Erscheint auch ihm die geforderte Entschädigungssumme von 400 000 Mark für die Covadonga- Opfer als großer Erfolg der deutschen Diplomatie und wie gedenkt er gegen die Verschleppung des Prozesses zu prote- Itieren? Welche Maßnahmen gedenkt die deutsche Regierung angesichts der außerordentlichen Gefahr zu ergreifen, in der zurzeit unsere deutschen Landsleute in Mexiko, ihre Frauen und Kinder und die deutschen Interessen schweben?
Die deutschen Handels- und Kulturinter- essen in Mexiko stehen an dritter Stelle gleich nach denen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens. Ten Engländern und Amerikanern gehören in Meriko die Bergwerke und Eisenbahnen, den Franzosen die Läden mit Schnrttwaren, den Schweizern die Juwelenläden. Den Deutschen gehören die Eisenwaren, viel Tabak und besonders der Kaffee, der in der Hauptmasse im Staate Vera- cruft gewonnen, seit 20 Jahren aber unter anderem in steigendem Maße in Soconusco gebaut wird und größtenteils nach Hamburg geht. Aber auch fast das gesamte Eiu- wanderungsgeschäft liegt in deutschen Händen, und für die sehr zahlreiche deutsche Kolonie erscheinen in der Hauptstadt Mexiko zwei gute redigierte deutsche Wochenblätter, die „Deutsche Zeitung von Mexiko" und „Der Wanderer".
Leider haben von jeher, schon zuzeiten des Präsidenten Porfirio Diaz, das deutsche Auswärtige Amt und seine Vertreter in der Republik es ängstlich vermieden, den be- I redjtigten Reklamationen unserer deutschen Landsleute ein •Ibers: ,, rnehr als platonisches Interesse zu schenken. Immer waren
. 90: 73 ♦ es Uncle Sams Hühneraugen, genannt die „Monroe-Doc-
I tnn", der man deutscherseits nicht zu nahe kommen wollte. 111M ' S Aber das Register der Beschwerden deutscher Pflanzer, Kauf- OundB'.lA^M beute und Industrieller in der Republik wurde größer und größer und hat außer dem erwähnten ungesühnten Kapital- ' verbrechen von Covadonga noch eine ganze Liste schwerer « Untaten aufzuweisen. Hoffentlich wird der neue Staats- SoU klaßenv^ sekretär v. Jägow beim Schutz der deutschen Interessen
AtlOu* I Belinde.
1CIUh(J* Ein Liebesstück in 5 Aufzügen von Herbert Eulenberg.
’ wetben iitf ' Gießen, 14. Febr.


