Kreis Friedberg.
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Gießener Myop
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Hoch- end Tiefbau.
WeffO Margarine fsfder beliebteste BuHercrsabC.
Beginn des Sommerhalbjahres am 3. April in den neu eingerichteten Schulräumen Bleichstr. 6.
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Individuelle Vorbereitung auf alle Klassen höherer Lehranstalten, besond. Einj ähr.- Abiturienten- Examen. Gute Erfolge! Wiederholt bestanden Schüler mit bedeutendem Zeitgewinn die Prüfungen. Prospekte, Referenz, (bes. Gießener) d.
Direktor Brackemann, Bismarckstr. 6a
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Hieraus sprach Rechtsanwalt Raab über die Belastung von Grund und Boden.
führte aus, daß die Häuser hier mit durchschnittlich 80 bis Prozent belastet sind. Eine Hauptkalamität seien die zweiten
sioir uns tm! Schütze Unserer Ehre organisieren, Und wenn btri* Gedanken der Antr-Duell-Liga Allgemeingut geworden find, dann wird ein starker Schutz, ein Bollwerk für unsere Ehttr dvv Händen sein.
Die Ausführungen des Redners fanden lebhaften Beifall. Stuf eine Anfrage von Professor Dr. Harms entgegnete Prvf. Eichmann, daß er auch ein Tuellrecht nicht anzucrkennen vermdgr jDiesÄbe Erklärungen gab der Vorsitzende namens der Änti Dsrell-Liga ab.
Brauer-Schule
Worms^Rh.
TGegU 1872 von 0!Schneider.) ßeoinn des Sommer-Semesters am 9. April 1913
ProgAd. t.thrichBrauer-Akiöeriie.
unter allen Umständen abgeschafft werden. Ingenieur Müller KHtc c? für richtig gehalten, wenn man bei der Anlage der grotzen MMgasse die^Hausbesik-cr nicht in so erheblichent Maße heran gezogen hätte. Stadtv. Winn regt an, daß der Vorstand vorbereitende Arbeiten für eine Mietverlnswersichernng tun soll. Nach einem ScUußwori des Rechtsanwalts Raab schloß um 12 Uhr die Versammlung. Er schlug einen Ausschuß vor, der eine bi«’ Wünsche der Hausb-esitzer zusammen fassende Entschließung eiten soll. ______
dlrbeitsAui'se
für Schüler höherer Lehranstalten. Anfertigung der Schularb. unter prrsönl.strenger Aufsicht «es Unterzeichneten i. wöchentl.
10 Nachmittagsstund. Honorar f. 4 Wochen
20 Mk Beginn am
7. April d.J. Anmeldungen bis dahin erb.
S)r. Tioese
Gymnasial-Oberlehreri.P.
Giessen, Goethestrasse 34
930
Bad-Nauheim, 11. Fehr.
Mr. Cusden
Ludwigsplatz 14 II, would like to hear from ladies or gentlemen deslrous of joi- ning an English Circle f or Conversalion.Literature aod Reading. 088v
Kreis Schotten.
Elpenrod, 12. Fehr. Einem Hiesigen Landwirt scheuten auf dem Wege zum Kornhause in Rieder- Gemünden die Pferde und gingen durch. Das Wägelchen stürzte um und der Fuhrmann kam darunter zu liegen. Er
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:l, 12. *
Grasen ^vechtatsMJ üb« ba|Jv •Sss,
HvtfhäüSBrTBChniHum rrankenhausen
Ing.-o.Werkm.-Abt. Gr.Masch.-Ltb.
erlitt eine Verletzung.
! Gedern, 12. Febr. Die Kreis - Wanderhaush altun gsfchule hat gestern hier ihren Kursus begonnen. Etwa 30 Jungfrauen nehmen an dem durch Frl. Römheld geleiteten Unterrichtskursus teil. — Gegenwärtig werden zur elektrischen Stromlieferung die Hochleitungen hergestellt. Die Arbeiten nehmen einen raschen Fortgang. Die Hausanschlüsie sind bereits zum größten Te.la fertiggestellt.
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Engländer ert.Unterr.
Mr. Cusden. __
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TOR AK KOSE (aus Paris)
-™- erteilt L'nterrlcht.
Schriftl. An geb. unt 0887 a. d. Gießener Anzeig, erb.
Vermischtes.
* Großfeuer in Cvchem. Aus^ Cochem an de? Mosel, 11. Febr., wird gemeldet: Durch ein gestern abend aus gebrochenes Feuer im weitesten Stadtteile, dem Geschäfts viertel am Markte, wurde ein Block von 6 Häusern nebst Nebengebäuden zerstört, darunter das sogenannte „Moselhaus", ein hölzernes Haus, das den groß.n Brand der Stadt im 17. Jahrhundert überstanden hatte. Zehn. Familien sind obdachlos 'gQuorden. Eine ältere Frau hat einen Schlaganfall- erlitten. Der Schaden wird auf 300 000 Mark geschätzt. Die Abgebrannten sind zum größten Teile nicht versichert.
* Zum Unglück der Scottschen Südpolexpedition- Aus Kristiania, 11. Febr. wird gemeldet: Fridtjof Nansen erklärte einem Vertreter des „Morgenbladei", daß das Unglück Scotts auf den schlechten Proviant zurückzufuhren sei. Ich fürchte, sagte er, daß dieser für den übrigen Teil der Expedition dieselbe Wirkung haben wird und glaube nicht, daß ein Schneestuwst die Ursache des Unterganges der Expedition gewesen ist. Sowohl Scott als seine Begleiter sind unerschrockene, starke Männer mit so großer Erfahrung in den antarktisch en Gegenden, daß unter normalen Verhältnissen selbst der schrecklichste Schncesburm sie nicht überwinden könnte. Anders stellt sich die Sache, falls der Skorbut unter ihnen gewütet unb ihre Kräfte aufgezehrt hat. In diesem Falle würde der Schneesturm ihr Schicksal besiegelt haben. Nansen sprach am Schlüsse seine Bewunderung für Scott als Südpolforscher aus; er sei für diesen Beruf wie geschaffen gewesem
* B e r s ch m UN d e >I e r K l o st er bruber. Aus Schlüchtern, 11 Febr., wird gemeldet: Ter in Touristenfreisen weit und breit bekannte Pförtner Frater U b erl in us Huber vom Franzis- fnnerflofter aus Volkersderg bei Brückenau ist seil dem 5. Februar d. Js. verschwunden. Er wurde am genannten Tage zur Kvllektur nach Kolben gesandt und ist von dort nicht zurückgekehrt Man nimmt an, buj dem Frater, der sich allgemeiner Beliebtheit erneute, ein Unglück zuaestoßen ist.
Herzogl.ßaugewerkschuleHolzminden.
fjodjbau XT Tiefbau cSSX.
Sommerunterrld)t2. nprll. Reifeprüfung. Krunttrrhl)115. OMober. Die fjerzpgl. Bau-j<i»fi*rd)ul< Ift m. d. Kgl. Prwft. Sdjuien glrldjgeftellt.
Versammlung öes yaurbesitzerveninz.
Gießen, 13. Febr.
Der Hausb esitz erd erein hielt gestern abend im Hotel Schütz eine gut besuchte Versammlung ab. Der Vorsitzende, Fabrikant Fndcrthal, wies ans die starke Belastung der Hausbesitzer durch die Kanalisation und die Wertzuwachssteuer hin. Rechtsanwalt Raab erstattete sodann den Jahresbericht. Der Verein zählt jetzt 580 Mitglieder; die Einnahmen betrugen 1350 Mark, die Ausgaben betrugen 1193 Mark,
der Vortrag beträgt 200 Mark, das Vermögen
2000 Mark. Der Voranschlag wurde mit 1515 Mark Einnahme und 1015 Mark Ausgabe festgesetzt. Vor Eintritt in die Vorstandswahl stellte Herr Rausch den Antrag, zunächst die Schaden und Mängel zu besprechen, die den Hausbesitzer stand bedrückten, damit dann die richtigen Männer in den Vorstand gewählt werden können. Fabrikant Horst wandte sich gegen diesen Vorschlag, ebenso Stadtv. Löb er, Herr Deibel und Rechtsanwalt Dr. Spohr. Nach weiteren Ausführungen des Herrn Joh. Gg. Pfaff, Rechtsanwalt 'Raab, I. Rosenthal, Fabrikant - Jnderthal, Kaufmann Ringel, Stadw. Winn, Journalist Wohlmuth, Bautechniker Philippi und Ingen enr Müller wird der Vorstand dann durch Zuruf einstimmig wiedergewählt.
Hypotheken. Etwa ein Sechstel der Mieterngärrge toirb von der Steuerbehörde für abzugsfähig erklärt, ein Prozentsatz, der viel zu gering ist. Bezüglich der Grundsteuer erklärt der Redner, daß die Eingabe wegen des Steuerabzugs keinen Erfolg hat. Bei der Grundsteuer ist der gemeine Wert zu versteuern. Die Ortssatzung über die Kanalgebühren ruht als dingliche Last auf dem Grundstück und geht den Hypotheken vor. Auch große Gärten werden dazu herangezogen. Durch derartige Gebühren werden die Renten der Häuser immer niedriger. Am 1. Julr 1912 wurden die Schornsteinfegergebühren um 5 Psg. für das Stockwcrl erhöht. Tic Hauplbelastung von Grund und Boden stellen die Stempelgebühren dar. Ter Stempel für den Grundbesitzwechsel ist im letzten Jahrzehnt außerordentlich gestiegen. Seit 191C sind zwei Drittel Prozent der Reichsbesitzwechselstempel dazu gc kommen. Ein Objekt von 50000 Mark ist mit 1595,50 Mark der artiger Stempelabgaben belastet. Auch der Hypothekenstempel if gestiegen, ebenso der Hypothekenzinsfuß auf 41/4—4Vs Prozent Die Beleihungsgrenze ist nachdem Hypothekcnbankgesetz 60 Prozent der Brandtaxe. Durch die Amortisation wird die dauernde Bc laftung ebenfalls erhöht. Dazu kommen die Geldbeschaffungs kosten auf 2Vs—3 Prozent. Die zweiten Hyfwthcken waren 1905 bis 1906 für 4V2 Prozent zu haben, jetzt kosten sie 5—5Vs Prozen' und sind nur sehr schwer zu haben. Die Geldgeber für zweilc Hypotheken sind meist Private oder Landkassen. Die Beleihungs grenze für zweite Hypotheken ist 75—80 Prozent. Noch schwere-, sind Restkaufschillinge unterzubringen. Als Mittel zur Beschaffung zweiter Hypotheken wird die Bürgschaft her täbte. vorgeschlagen, ferner die Gründung besonderer Banken dafür oder der Anschluß an die hessische Landes Hypothekenbank. Der dritte Vorschlag ist der Weg- der Selbsthilfe. Es sei anzustreben, daß die zweiten Hypotheken unkündbar und amortisierbar sind. Der Redner Hai im Verein eine Vermittelungsstelle für zweite Hypotheken an geregt. Es wäre zu versuchen, eine Revision des Hess. Stempelsteuergesetzes herbcizuführen 'und eine Herabsetzung der 50 Proz. Zuschlag, die Beseitigung und den Zuschlag zur Reichswertzuwachsstcuer zu erreichen. Die Selbsthilfe ist das beste Mittel zur Veiei- tigung der jetzigen Zustände und weiter eine Einschränkung des Bauwesens. (Lebhafter Beifall.)
In der Aussprache, führte Rechtsanwall Dr. Spohr aus, daß ein Hauptmittel für die Besserstellung der Hausbesitzer die Erziehung der Mieter auf höhere Mieten sei. Tas werde man durch die Schaffung eines richtige Verhältnisses zwischen Angebot und Anfrage erreichen. Stadw. Winn bemerkt, daß die Hausbesitzer selbst Schuld sind an der hohen Belastung ihres Besitzes. Tie Hausbesitzer müssen sich zusammenschliesien und bei Wahlen sich zur gemeinsamen Vertretung ihrer Interessen zusammcn- sclstiesten. 'Agent Rosenthal erinnert daran, daß Oberbürgermeister Mecum sckwu vor 10 Jahren eine städtische vYPothekcn- lank irrünbcn wollte, die Stadwerordneten-Versammlung hat den Vorschlag aber abgelchnt. Tie Schaffung einer städtifchen Sparkasse würde der Stadt große Vorteile bringen. Restaurateur Rahnefeld bemängelte die zu hoben Straßenbaukosten, die den Anliegern der Schanzenstraße abverlangt würden. Rechtsanwalt Tr Spohr macht darauf aufmerksam, daß man bei der Prasting der' Straßenkosttnbefträge sehr vorsichtig sein inüffe. Es lei stcher, daß bei den Straßenkostenbetrögen das öffentliche entereste erheblich mehr auÄnachc als die Hälfte der gesamten Beiträge. Aie 'Ortssatzung darüber müßte geändert werden. StÄstv. Loder meint das Bauen würde sich immer nach dem vorhandenen Bedürfnis richten'. Herr Joh. Gg P fass erinnert daran, daß Oberbürgermeister Gnanth schon 1888 beantragt habe, die Straßenkostenbeiträge den Hausbesitzern aufzuerlegen. Xie Kanalsteuer ruu)|c
Aus Stadt und Land.
Gießen, 13. Februar 1913. '
** Bah nv erbindun g Hamm — Werl. Ans , Hamm in Westfalen wird uns geschrieben: Die schweren, dem Erwerbsleben zugefügten ^Schädigungen, welche die Verkehrsstockungen im Eisenbahnbetrieb im Herbst vergangenen Jahres gezeitigt haben, haben aller Orten zahlreiche Projekte wieder aufleben lassen, deren Endziel der Bau neuer Eisenbahnlinien als Entlastungsstrecken für den Güterverkehr von und nach dem Industriegebiet ist. Einer der aussichtsreichsten Vorschläge ist der einer neuen Eisenbahnverbindung Hamm — Werl durch das Sau ertaub nach Lenn hausen und von hier weiter nach Siegen, Dillenburg, Frankfurt am Main. Diese Verbindung würde für den Transport der Güler von der 9Lordsee und dem sich an der Lippe und bei Hamm immer mehr entwickelnden Steinkohlcnberg- bau nach dem Siegerland und dem Süden sowie für den durchgehenden Personenverkehr eine Verkürzung von 45 Kilometer bringen und gleichzeitig eine Gegend aufschließen, die sich schon lange vergeblich nach einer Eisenbahn gesehnt hat. Ilm der Forderung für die genannte Eisenbahnlinie den nötigen Nachdruck zu verleihen, haben wir uns entschlossen, alle beteiligten Behörden, Korporationen, die Groß-Gewerbetreibenden, die Presse sowie etwa schon gebildete Ortskomitees zu einer Versammlung nach Hamm (Wests.) auf Dienstag, 18. Februar im Stadtver- ordnetcn-Sitzungssaal (alles Rathaus) einzuladen. Zweck oieser Versammlung soll neben einer gemeinsamen Aussprache die Bildung eines alle Jnteres'entenkreise umfassenden gemeinsamen Arbeits-Komitees und die Beschlußfassung der geeignet erscheinenden Schritte sein.
** Freie Studentenschaft. Vorgestern sprach Prof. Tr. Noloft über Gneisenau. Während bei seinen Zeit- gcuossen Blücher, York, Scharnhorst, Stein, Hardenberg der Name beim großen Publikum bald bekannt geworden ist, gilt Vas weniger von dem strategischen Ueberwiuder Napoleons, Gneisenau. 1760 mitten im Feldlager geboren, wurde er von seinem Vater Pflege- cltcrn übergeben, verlebte einen Teil seiner Jugend bei seinen Großeltern und trat in den. österreichischen, dann in den ans- bachischen Kriegsdienst. Schon jetzt begann er seine Studien in Mathematik und Taktik. Seine Studien, in denen er Umformung der ganzen seitherigen Taktik verlangte, kamen vor Friedrich den Großen. Bald war G. in preußischen Diensten. Die politischen Ereignisse der 90er Jahre hatten durchaus nicht die Leidenschalt in ihm erweckt mit einzugrcifen, so daß er noch 1803 daran denken konnte, seinen Beruf aufzugeben und Landwirt zu werden. Erst als der Krieg ausgebrochen war und ihm eine Aufgabe gegeben war, sollte er seinen eigenen Wert schätzen lernen. Nicht nur praktische Ausgaben hat er gelöst, sondern daneben seine Vorgesetzten und den König mit Denkschriften überschüttet, wie das noch übrige Land am besten auszunützen sei. Die Verteidigung Kvl- bergs wurde ihm anvertraut und er bewährte im Verein mit dem greifen Nettelbeck seine Fähigkeit, die Menschen mitzureißen. Nach dem Friedensschluß berief ihn der König zur Mttarbeit an der Umformung der Armee. Sie sollte künftig ans Landeskindern bestehen. Der Egoismus einiger Bevölkerungsllassen, die Eitelkeit der Bürger und Beamten, die allgemeine Ueppigkeit bedurfte einen Krieg, der allein diese Menschen umschaffen könne. Daher wünschte Gneisenau 1809 und 1842 das Eingreifen Preutzens und war nach dem Fehlschlägen seiner Hoffnungen zweimal in England, um dort etwas zu erreichen. Im Brand Moskaus erkannte er den Wendepunkt in Napoleons Geschick. 1813 fehrte er in die Heimat zurück. In der^ schlesischen Armee unter Blücher erhielt er eine hervorragende Stelle, so daß sein Können zur Geltting kommen konnte, zumal Blücher ein Anhänger der neuen Kampfesweise war. Während früher bei der kleineren Truppenzahl nur in AusnalMefällen. Der Höhepunkt seiner Tätigkeit war im Feldzug von 1815. Der Ausgang der Schlacht ivon Bclle- Alliancc ist auf ihn wesentlich zurückzuführen. Nach dem Kriege war seine Hoffwing die Einigung Deutschlands unter Prcustens Führung. Beim Ausstand der Polen in Iiußland 1830 bedurfte der Staat noch einmal Gneisenaus Hilse zur Grenzbewachung. Mitten in dieser Tätigkeit erlag er der Cholera. Ehrgeiz hat er nicht gekannt. Ten Ausführungen folgte lebhafter Beifall.
** Eisenbahnncichrichten. Tas Berdiensttreuz ui Silber erhielt: A m end, Eiseall'ahnlokomotivführer in Gießen, Klein, Eisenbahnlokomotivführer in Gießen; das allgemeine Ehrenzeichen (in Silber) Schmitter, Gütervorsteher, Hildebrand, Bahnhofsvorsteher, Kilian, Bahnmeister, ' Beier, Assistent, Röddinger, Lokomotivführer, Stein, ' Lokomotivheizer, Zulauf, Eisenbahngehilse, Jäckel, Eisen- : bahngehilfe, Birkenstock, Hilisweichensteller, Scheid, ; Hilfsrangicrsührer, Boppert, Hilfsstationsschaffner in Als- ■ seid, Nobok, Bahnhofsvorsteher in Friedberg.
beitem sind hier beschäftigt, um bis zur Ankunft der Kaiserin alles in Stand zu sehen. Am Bahnhof wird die innere Ausstattung der Wände durch Anbringung von Plättchen fertiggestellt. Die Bildhauerarbeiten am Empfangsgebäude, wie im Sprudelhof und die Tlinkkuranlagen werden vollendet. <2(m Sprudelhof wird aus einem Postament der hessische Löwe angebracht. Im Park werden neu angelegte Wege fertig» gestellt. Am 15. Februar wird der Badearzt Geh. Rat Prof. Groedel mit dem Leibarzt der Kaiserin eine Konferenz in Berlin haben.
Hesfen-Naffau.
h Marburg, 11. Febr. Gute in der Nähe der Lahn wohnende Frau entfernte sich gestern abend infolge eines, häuslichen Znristes und kehrte nicht wieder. Man nimmt an, daß sie den Tod in der Lahn gesucht und gefunden hat. — In Kappel stieß sich am Samstag das vierjährige Söhnchen der Eheleute Dilfer mit dem Kopse an der Tischkante. Die anfänglich kaum beachtete Verletzung verschlimmerte si chso, daß das Kind in die Klinik gebracht werden mußte. Eine Blutvergiftung führte seinen Tod herbei. ______
Luftdcbrssahrt,
Die 100. Fahrt der „Hansa".
* Berlin, 11. Febr. Das in Potsdam ftationierte Zeppclm- passagierluftschiff ,Hansa" unternahm gestern seinen hundertsten Aufstieg und kreuzte in etwa 800 Meter Höhe in der Nahe der Stadt.' Als das Luftschiff gerade über dem Heiligende pck befand, brach ein Propeller und stürzte in den S«. Mit drei Propellern wurde das Luftschiff zum Hafen zurückgefuhrt Es mußte im Freien ankern, weil der Wind gegen die Halle stand. Trotz des Defektes machte die ,L)ansa" am Na.chmittag noch eine zweistündige Fahrt mit drei Propellern. Die jDanja hat bis heute etwa 14800 Kilometer Luftweg in 270 Stunden mit 2700 Passagieren hinter sich.
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