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ge&una aufgeforbn-t, die dem Kultusministerium in Berlin über-- miescu werben, soll.
— 'Ernannt wurde der bisherige Professor an der Universität Christi ani a Dr. Phil. Wilhelm Friman Koren Bj er kn es vo«1. Januar 1913 ab zmn ordentlichen Professor der Geophysik an der Universität Leipzig.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen tot Samstag, den 4. Ian. 1913: Wechselnd bewölkt, nur geringe Niederschläge, Temperatur wenig verändert.
Kleine Tagerchronlt.
In einem Hotel in Reichenberg (Böhmen) wurde der Frnan^beantte Franz Lang von seiner Frau, die getrennt von ihrem Mann in Leipzig lebte, und die auf Besuch gekommen war, betäubt und erwürgt. Hierauf erdrosselte die Frau
* Höchste Zeit. ,Mas ist denn eigentlich heute Abend mit Ihnen los, Kellner? Erst bringen Sie mir den Frsch und jetzt geben Sie mir .die Suppe?" Kellner .(vertraulich): „Entschuldigen Sie, mein Herr, aber -mit .dem Fisch war es wirklich die höchste Zeit." , _
* Noch schlimmer. „Ach, wie furchtbar muß es fern," seufzt die musikliebende Dame, „wenn ein großer Sänger plötzlich merkt, daß er eine Stimme verloren hat!" „Ja, das muß schlimm sein", entgegnet der Herr, „aber ich denke es mir noch viel schlimmer, wenn er es n icht merkt, daß er sie verloren hat."
Berlin SW. 47, Großbeerenitraße 30.
Gerichtrsaal.
Leipzig, 2. Jan. Das Reichsgericht perwars die Revision des Fuhnnairns Franz- Schwitz, der am 27. November v. I. vom SckMurgericht Duisburg wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Schmitz hatte am 1. August 1912 in Walsum den Arbeiter Gr über ermordet.
denn eine Steigerung der Konkurse in mäßigen Grenzen ist darum nichts auffälliges, weil ja auch die Bevölkerung und noch rascher die Zähl der Gewerbetreibenden Hahr für Jahr anwächst Diese Vergrößerung der selbständigen Existenzen dürfte prozentual nicht viel geringer sein, als die der Konkurse. Weniger günstig freilich wird das Bild, wenn man die einzelnen Quartale bc trachtet. Während das erste Vierteljahr noch eine Verringerung brachte, ist im letzten Vierteljahr die Zahl der Konkurse ganz außerordentlich und zwar um 296, das sind 7,2 Prozent, ange wächsern Hier ist unverkennbar die Wirkung der politischen Wirren und der Geldversteifung. Aber auch diese Steigerung ist noch nicht krisenhaft, wenn man in Betracht zieht, daß im 1. Quartal 1908 die Zahl der Konkurse um 30 Prozent in die<Höhe geschnellt ist. Mlerdings wird man auch abzuwarten haben, wie sich die Zahl der Konkurse im 1. Quartal dieses Jahres gestaltet.
thron 5jährigen Knaben intti erhängte sich dann am Fensterkreuz.
Ter 70jährige Gutsbesitzer Wernicke in Salzk-os- saethen bei Driesen wurde in der Neujahrsnacht durch Axthiebe ermordet, seine Frau tödlich verletzt aufgefunden. Alle Gelasse der Wohnung waren durchwühlt. Nach den bisherigen Feststellungen sind ettva 200 Mk. geraubt worden. Ter Tot verdächtig ist ein früherer 20jähriger Knecht des Besitzers namens Krause. Seine Verfolgung wurde ausgenommen.
In New York würben in der Silvesternacht Ausschrei- tungen aller Art begangen. Im Gedränge passierten viele Unfälle. Viele Personen wurden durch Revolverschüsse erheblich verletzt. Streikende Kellner zertrümmerten im Hotel St o rf die Fenster der mit Neujahrsgästen überfüllten Speisesäle.
In New York versuckften 500 ausständige Konfektionsarbeiter dieFabrik zu st ü r m e n, wurden aber von der Polizei zurückgeschlagen.
Markte.
# Pferdezucht. AuS der Provinz Oberhessen wird uns über die Pferdezucht und den Pserdehandel im verflossenen Jahre berichtet, daß Bedarf und Nachfrage nach gutem, schweren Arbeitsmaterial trotz der verlangten enorm hohen Preise gleichmäßig stark nennen ist. Die Umsätze in Lnruspierden sind dagegen durch die Konkurrenz des Automobils zurückgeaangen, ohne das; darau'hin ein Druck atü die Preise von Chaisenpferden ausgeübt wurde. Wirklich edle Tiere sind von Liebhabern immer noch ge sucht und zu hohen Preisen heute noch glatt abzusetzen; daran wird auch die weitere Ausbreitung des Autos nichts ändern.
th. Gießen, 2. Jan. Der Heu- und Strohmarkt an Oswalds Garten erfreut sich jetzt leidlicher Zuftthren bei bessere Nachfrage in öeu. Der Preis für gutes Futter stellt sich dc Zentner auf Mk. 3,50— 3,6.1, während geringere Sorten mit Mk. 3,2 vis Alk. 3,30 bezahlt wurden.
fc. Wiesbaden, 2. Jan. Heu- und Stroh markt. An-efahren war heute nur Stroh. Bezahlt wurde für Richtstrob 4.40-4,80 Mk. pro 100 Kilo.
Vermischter.
♦ Ern-e halbe Million unterschlagen. Ans Braunschweig, 2. Jan., wird uns gemeldet: Der seit mehr als 12 Jahren bei der Banksirma Loebecke u. Co. angestellte Beamtze Adolf Auerbach schädigte durch Fälschungen verschiedenster Art die Firma um 450 000 Mark. Er ist gemeinsam mit dem Kaufmann Alexander Weber, der verdächtig ist, Auerbach angestiftet zu haben, flüchtig geworden. Die beiden Flüchtlinge haben ihre Effekten bei hiesigen nutz anderen Banken lombardiert. Das Bankhaus Loebecke u. Co. hat die verpfändeten Effekten eingelöst. Die noch vorhandene Differenz ist voll gedeckt, . so daß eine Schädigung der Kundschaft des Bankhauses nicht ein tritt.
*AufderSemmeringerBobsleighbahn ereignete sich ein Unfall, von dem die Schwester des deutschen Gesandten in Belgrad, Fvyrn. v. Griesurger, Baroneise Margtt Offermann, betroffen wurde. Die 15 jährige junge Dame errang am Tage zuvor den zweiten Preis beim Bobsleigh-Rennen. Sie fuhr gestern mit Baron Ullrich über die Sonnenwendsteinbahn. Ihr Bobsleigh schnellte aus der Bahn, fuhr an einen Baum an und die ganze Mannschaft flog int weiten Bogen vom Bobsleigh. Die Baronesse wtrrde bewußtlos fvrtgeschmft. Der Arzt stellte eine das Kinn spaltende, bis zur Zunge reichende Wunde und einen Schädelbruch fest.
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— Bestellung nur gegen Gegenbestellung. Der Ausschuß des Deutschen Handelstags gab am 12. Dezember folgende Erklärung ab: „Der Ausschuß des Deutschen Handelstags erblickt in dem von ihm namentlich in der Eisenindustrie, der Maschinenindustrie und dem Baugewerbe festgestellten Gebrauch der Gegenbezugsverpslichtnugen, welcher immer bedenklichere Formen anzunehmen droht, einen .-m Interesse eines soliden und inoralischen Geschäftsverkehrs auf das schärfste zu bekämpfenden Mißstand. Bon dem durchaus zu billigenden Brauch ausgehend, bei Deckung des eigenen Bedarfs freiwillig zunächst die Kunden zu berücksichtigen, gehen diese, vor allem bei schärferen Konkurrenzverhältnissen, bedauerlicherweise immer mehr dazu über, Aufträge nur gegen vertraglich gebundene Gegenbestellungen bei ihnen oder befreundeten und finanziell sie interessierenden Unternehmungen zu erteilen, welche oft den Betrag der von ihnen vergebenen Lieferungen erreichen oder sogar noch überschreiten. Dieses Verhalten der Kunden wird nicht selten auch durch die sich anbietenden konkurrierenden Lieferanten selbst veranlaßt und verstärkt. Dazu kommt noch, das; häufig der Gegen- besteller zum Bezug für einen bestimmten, ihm diktierten Preis ohne Rücksicht auf die gleichwertige und billigere Konkurrenz verpflichtet wird, daß £r in einer bestimmten Zeit abnehmen muß, während der andere Teil bezüglich der Lieferzeit entsprechende Verpflichtungen nicht übernimmt. Es liegt auf der Hand, daß infolge solcher oder ähnlicher Machenschaften namentlich kleinere und mittlere, weniger kapitalkräftigere Betriebe zur Uebernahme von Verpflichtungen verleitet werden, welchen sie mindestens nicht ohne empsindliche Entschädigung nachkommen können. Auch im Hinblick hierauf, besonders aber aus den Erwägungen grundsätzlicher Art hält-es bet .Ausschuß des Deutschen Handelstags für eine unabweisbare Pflicht der gesetzlichen und sonstigen Vertretungen und Handel und Industrie, die beteiligten Kreise, soweit es irgend in ihrer Macht steht, zur Ausmärzung der gekennzeichneten Unsitte im Wege der Selbsthilfe aufzufordern."
* D ie Konkurse im Jahre 19 12. Das abgelaufene Jahr hat auch in Deutschland eine ansehnliche Steigerung der Konkurse gebracht. Insgesamt verzeichnet nämlich die amtliche Liste 9218 Eröffnungen, das sind 476 Fälle mehr als im Vorjahre, eine Steigerung um 5,4 Prozent. Nun darf man eine Erhöhung der Konkurse nicht ohne weiteres für ein ungünstiges oder krankhaftes Symptom ansprechen, schreibt die „F. Ztg",
Letzte Uncbrechten.
Ein Streik im Saarrevier.
Saarbrücken, 3. Jan. Ans der Grube „Belsen" sind heute früh von den 460 Bergleuten der Frühschicht 3 00 nicht eingefahren. Der Streikausbruch wird auf das Verhalten der Sicherheitsmänner der Grube zurückgeführt.
Das Befinden des indischen Vizekönigs.
Delhi, 3. Jan. Der Vizekönig von Indien Hal noch jeden Tag einige Stunden Fieber. Wahrscheinlich nriro eine weitere Operation nötig werden.
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