163. Jahrgang
Drittes Blatt
Ito. W
Gießener AMiger
Erscheint ILgtlchmit AvLnahme des Sonntags.
General-Anzeiger für Gberheße»
Mk.
M.
43-45
79—83
86—95
48—53
70.00—73.00
55.00—57.50
69.00—71.00
55.00—57.00
68.00—70.00
55.00—57.00
70.50—73.00
55.00-57.00
Üb«/,
o a)it.
Roggen mehl
mehl
27.75—28.00,
den
50-55
46-50
EIN VERSUCH UEBERZEUGT
91-95
83-91
Aus Vorhalt gibt Ohm zu, Büchern fanden, diese seien
50-53
43-48
83-88
74-83
—27.5 >, Roggen- Mk. 26.50—26.75.
45-48
40—46
40—44
32-38
27—31
105-114
95—103
Preis d. Hasche KL2.-u.hi. 3.50
62-67
56—61
84—86
77-88
74—82
64-78
61-70
Tie Lieblingsmarke aller Seifen im lvahren Sinn des Wortes ist die Sunlicht-Leise. Alle <5d?retfen des Waschtages fallen bei ihr wie mit einem Zauberfchlage. Ohne langes Brühen der Wäsche, ohne Reiben und Bürsten wird mit ihr eine tadellose, schneeweiße
das unerreichte, ärztl. empf. Haarpflegemittel de r Parfüraarie-Fabrik Godesia ßr. Le^ecker & Gie. G. m. d. H., Ggdesber^ a. Rh. Zu haben in allen besseren Geschäften. Niederlage in Giessen: Parfümerie Fran Wwe. Herrn. Plank, Kaplansgasse.Iss37/,
O chsen.
Voll fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahre alt ....... - die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere aüsgemästete
Bullen.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw.
Vollfleischige, jüngere
Färse n, Kühe.
Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw Vollflerschige ausgeinästeteKühehöchstenSchlach- mertes bis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen ältere ausgemästete Kühe . ......
Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen
Kälber.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber.... Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Schweine.
Vollfleischige Schweins nonSO-lOO kg
Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine unter 80 kg
Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg
Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine von 120 —150 kg
Lebendgewicht
Die „Eichener Zamtliellblätter" werden dem ,Anz«Her^ viermal wöchentlich beigelegt, das „KreisNdtt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfrage«" erscheinen monatlich zweimal.
9)lf. 30.50— 30.75, Weizenmehl III 2tk.
Der Zusammeübr-ich der Niederdeutschen Van! vor Gericht.
Dortmund, 30. April. ■
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e=g^51. Redaktion:L^K112. Tel.-2ldr.:AnzeigerGießen.
Bank gedeckt gewesen. — Der Vorsitzende geht dann mit Ohm dessen Verhältnis zu den übrigen Angeklagten durch. — Ohm behauptet, daß er allen Mitangeklagten stets reinen Wein ein- geschenkt habe. Der Angeklagte Maiweg sei ein sehr eifriges Mitglied dos Aufsichtsrats gewesen, er habe sich namentlich um! die Verhältnisse der Tochtergesellschaften gekümmert. Geheunrat Im Walle war erst Aktionär der Bank und wurde dann in den AufsichtSrat gewählt. Noch kurz vor bein Zusammenbruch hat er 75 000 Mark Aktien der Bank gekauft. Der Handelsschuldirektor Hartwig habe bei ihm wie bei den übrigen Mitgliedern des Vorstandes als eine überaus tüchtige Kraft gegolten.
Nach Ohm wurde der Angeklagte Kaufmanu Robert Laue aus Coburg vernommen. Er behauptet, er habe keilte Ahnung gehabt, das die iiineren Verhältnisse faul waren. Er würde nie die .Hand dazu geboten haben, irgendlmlche Unregelmäßigkeiten zu begehen oder zu verschleiern. Seine Tätigkeit bei der ''Niederdeutschen Bank habe er nach seinem besten Wissen eingerichtet. — Der Angeklagte Justizrat Huchzermeier behauptet ebenfalls, daß er von dem Zusammenbruch völlig überrascht morben sei. Er sei nach Berlin gefahren, um bei der Berliner Handels gesellschaft Hilfe zu schassen und habe dort zum ersten Male erfahren, daß nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Um die materielle Prüfung der Bilanzen habe er sich nicht kümmern können, das sei Sache des Bücherrevisors .Hartwig gewesen. Der Angeklagte meint, bar die eigentliche Ursache des Zusammenbruches der Bank die Eifersüchteleien der konkurrierenden Banken waren.
Der Angeklagte Architekt Manveg < Dortmund! hat int Jahre 1900 Aktien der Bank gekauft und ist dadurch mit Ohm bekannt geworden. Er wurde dann in den Aufsichtsrat gewählt und behauptet, stets seinen Pflichten als Aussichtsratsmitglied nachgekommen zu sein. Der Angeklagte erklärt, er würde nie keine Hand dafür geboten haben, um irgend etwas zu verschleiern. Für wie gut er die Lage der Bank ansab, beweise der Umstand, daß er ihr sein ganzes mühsam erworbenes Vermögen in Höhe von l'j Mill. Mark anvertrnute, das nun völlig verloren sei. In die inneren Verhältnisse der Bank habe er keinen Einblick gehabt. er habe sich da völlig auf Hartwig verlasfen. — Geh. Justizrat Im Walle betont, daß die Mitglieder des Aufsichtsrats von dem guten -Stande der Bank auch bann noch überzeugt waren, als schon bic ersten Gerüchte über Unregelmäßigkeiten verbreitet wurden. Bei den Besprechungen in Berlin habe sich deshalb auch der Anssichtsrat bereit erklärt, 300 000 Mark in Wechseln für die Bank herzugeben. Bei den Aufsichtsratssitzungen habe man sich aus Ohm und die übrigen Vorstandsmitglieder verlassen müssen, denn man habe ja nicht ahnen können, daß deren Angaben nur Lug und Trug seien.
Der Angeklagte, frühere Bankier. Püttmann (Damme) behauptet, daß ihm die inneren Verhältnisse der Bank unbekannt waren. Die Verhandlung wird am Freitag fortgesetzt.
preußischer Abgeordnetenhaus.
Berlin, 30. April.
Nun hat dem preußischen Landtag, der im Jahre 1908, das Licht der Welt erblickt hatte, das Sterbeglöcklein getönt, Saust ist er hinübergeschlummert zu seinen Vätern unter dem eintönigen Gemurmel der zahllosen E i s e n b a h n w ü n s ch e, mit denen der einzelne Abgeordnete noch einmal der Verkehrsnot des geliebten heimischen Wahlkreises abbelsen wollte. Der Unterstaats - sekretär Dr. Stieger erklärte, als der Redestrom im Sande versickert war, der alljährlichen Gepflogenheit entsprechend, daß die Eisenbahnvertoaltung die vorgebrachten Wünsche alle wohlwollend prüfen wird. Wir werden alles tun, sagte er, um das Nebenbcchnnetz, wie bisher, nach Krästen auszugestalten. Dann wurde das Eisenbcrhnanleihegesetz in dritter Lesung verabschiedet.
Im Hause, waren noch 15 Abgeordnete anwesend. Eine Reihe von Bittschriften wurde erledigt. Hierauf erbat und erhielt -Präsident Gras Schwerin die Ermächtigung, das Haus even tuell nach Pfingsten noch einmal zu einer Sitzung zusammen- zuberusen, falls das Herrenhaus noch Aenderungen an den Gesetzen machen sollte. Der Präsident hielt diese Wahrscheinlichkeit selbst nicht für groß uni) fügte dähcr seinen Wünschen für ein frohes Pfingstfest zugleich den Ausdruck der Hoffnung auf freudi- qes Wiedersehen für den Fall der Wiederwahl hinzu.
Zreitag, 2. Mai M3
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Sud)» und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
prrrrtzisches Herrenhaus.
' Berlin, 30. April.
DaS .Herrenhaus kam heute flott voran in der Voranschlagsberatung. Beim Vormischlag des Ministeriums des Innern wurde vom Regierungstische aus erwähnt, daß der Wohnungs- gesetzeutwurf im nächsten Winter das Haus beschäftigen werde. Ein Gesetz, betr. das unerlaubte Wassentragen, sei in Vorbereitung und werde jedenfalls dem nächsten Reichstag vorgelegt werden.
Beim Landwirtschaftsetat machte der Berichterstatter Graf Pork zm Wartenburg die interessante Mitteilung, daß int Ausschuß der Minister die Llnsicht vertreten habe, daß die zur Liicherung der Fl ei s chn o t getroffenen Maßnahmen die Landwirtschaft nicht benachteiligt haben. Es wurde zu- gleickr anerkannt, daß den städtischen Verwaltungen Dank gebühre kür ihr besonderes Eingreifen. Der Einwand der Fleischer, sie haben beim Llnziehen der Viehpreise mit den Fleischpreisen nicht entsprechend folgen Eömtcit und müssen sich jetzt dafür sckMdlvs halten, wurde nicht als berechtigt anerkannt. Man war vielmehr der Meinung, daß die Großstadtfleischer in ihrer Mehrheit kein schlechtes Geschäft machen.
D<^ Haus erledigte in vorgerückter Stunde auch noch den Eisenbahrworanschlag. Es beabsichtigte, die Beratung heute zu Ende zu führen, nm, wenn irgend möglich, am Freitag und Samstag des übrigen Stoffes Herr zu werden.
Wäsche erzielt. Durch ihre eigene hohe Reinigungskraft schont sie nicht nur die Wäsche, auch, die Kraft und EKsundheit der Wäscherin. In keinem Haushalte sollte deshalb Sunlicht-Seife fehlen. [b18/#
Roqgemnehl I Mk. 00.00-00.00, Weizenkleis Mk. 10.60-11.80, Weizenschalen Mk. 11.00-11.15, Roggenkleie Mk. 11.25-11.50. Malzkeime Mk. 13.00—13.25, Biertreber 14.00—14.25, Raps Mk, 00.Oü—oo.OO. Alles per 100 Kg. ab hier.
fc. Frankfurt a. M., 30, April. (Orig.-Telegr. des ,®te-3. Anzeigers".) Karto siel markt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 4.25—4.75, im Kleinhandel Mk. 5.00—6.00, für je 100 Kg.
fc. Frankfurt a.M. Viehhos-Marktberi ch r vom 30.April. Austrieb: Rinder 820, darunter Ochsen 312, Bullen 29, Kühe und Färsen 479, Kälber 811, Schafe 22, Schweine 1390.
Tendenz: Langsam, bleibt Ueberstand. Preis für 100 Psd. Lebend- Schlachtgewicht
Märkte.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
w. Frankfurt a.M., 30. April. (Orig.-Telegr. des „Gieß. 91113. ") Amtliche Notierungen der l eutigen Frncbt inarktvrei ie, Weizen (hiesiger) 22.00-00.00, Kur-Hessischer Mk. 22.00—00 00. Wetterauer Alk. 00.00—*00.00. Roggen (tstesiger) Mk. 17.75 bis ()0?)(r, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.00—18.00, Gerste, kranken, Pfälzer, Ried - Ast. 17.G0—ls.00, Hafer Mk. 17.60—19.00, Mais Mk. 16.00 bis 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 32.50-^32.75, Weizenmehl I
gesunden, schuppenfreien Haarboden schafft
27.25
0/1
- In der fortgesetzten Vernehmung des Hauptangeklagten O-hm behauptete dieser, daß er dein Aufsichtsrat von den Baiiktrans-- Mionen stets eine genaue. Darlegung gab und ihm nichts oer- schwieg. Andererseits l>abe nach seiner Auffassung der Aussichtsrat' völlig seine Pflicht getan. Besonders gelte dies von dem Vorsitzendem des Aussichtsrats, Justizrat Huchzermeier.
daß sich faule Debitoren in aber durch die Reserven bet
6)
da
'S
(5.
>Ito
E*
» to
>ru
=> SS Cf CÄ
IS» w
ö er
S H-
cr <-» c®
95)
ä- 3
(st c
05»
0 o
5"
CO lOtt '.no
~ S
<P r»
L
I
9? o
ö £-3
s'. =
'S» a»
8
<^2 ro * '
_ CT»
> n -
ö Ä ^0 g O:
3 p c 2,
<-i r—<.
ccr®*1
» 3
CT ’S
rssg* ZZ f-
. g C » 0Q -. «a f’ p tt>
y „ o —
Ck ro ' *-ö.® —
2 p y
8
" <p
o‘3 — => cr(y)S
2 f» " w
s
is»- ^2 0-^ roA'L'
S -7
<2 3®' er n Cr
0): =■
3 1«
’<z>e “
2. = c:
? =r
3'3
.w(p s."
rass
r» r--
I cg cf
S CO w o ©H
7- . ro S' — - - TZ q
» co s*
O Ä TI
iO ■ CT
gip'ro *$o ^'2 K ®
2.P - r> cro — SS
S -
§7^0" " o • Sco 3. 5- s tr.-. O SS Q n CP
° XE
"5.
e § fv X
<10
2—55^ S ^err1 ? r'
I ZA?
I DZ.
„ l$u B« o
c
W (v)5"
S2 — o »
r*. C
■ er
Ef. 5 <51
3-3 5* cp "
P —r-
s ■
3 3 S S TZ “2' er«
®A2 *
8^-?
s ss s e. p
2 Cer — s p — Str00
» - er
rt CS';-- — ro >S»
s ®
. <>
S: O s Z' K s
® =s sr« -
—, p
H O NT ’
! M | Co * ' I
I 2.5.03
r=2.S«2 o 2? 5 '2 = er» — 3,2f d 5"
^2. Ö
K g’
=’ s
Aff g ZZZ £■ )?-cp e A
^TZ
* 5 ey 2c ~r <^> o
H s »:
03 - - g = =■ c s cr
r»
rw
t?3 s
O ® <*
2 ’S'H'H,3 — er p. 5» p g, SS er er OS -- er—= — o so 2 „ t 2 -S* r-, c cp ö 3 'S
ra O P =
J 3?
CP S
o p S « » » 2^


