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2.4.1913 Erstes Blatt
 
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163. Jahrgang

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dem Folterbett schied Zwischen darin, daß die heischt und ihr .Aussicht stellt.

Erster Blatt G

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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seilen.

Vermittlung und Intervention liegt eben Intervention Befolgung' von ihrem Opfer wenn möglich gewaltsame Durchsetzung in

Würdigung zu unterbreiten.

Die Flottendemonftration.

Die Drohung der Grohmächte.

Die gemeinsame Note der Großmächte an Montenegro War Ziemlich scharf gehalten. Montenegro wurdezum letzten Male aufgefordert", die Belagernng von Skntari urtverZüglich aufzuheben. Die Mächte reichten dem König der Montenegriner die bittere Pille zwar versüßt durch den Hinweis auf seinen Heldenmut, die von ihm bisher gebrach­ten Opfer und auf die redlich verdiente Kompensation,. Mer der Nachgeschmack folgt rasch: Beharrt Nikita auf seiner Weigerung, so wird man ihnZwingen", und zur S-trafe gibt es dann auch Peine Kompensation, weder in Form einer Gebietserweiterung, noch in Geld. Nikita

Die königliche Regierung behält sich, sobald ein Einvernehmen der Großmächte über die gesamte Nord- und Nordostgrenze Alba­niens, erfolgt sein wird, das Recht vor, sich mit seinen Bundes­genossen zu beraten. Was die Mitteilung der Großmächte be­züglich Einstellung der Feindseligkeiten um S k u t a r i herum sowie in den besetzten Gebieten, welche die Großmächte Albanien überlassen zu haben erklärten, und demgemäß bezüglich Räumung dieser Gebiete anlangt, so k a nn d i e R eg i eru n g 511 ihre m großen Bedauern den: Wunsche der Gr 0ßm ächte n ich t R e ch n u n g t r a^g e n mit Rücksicht darauf, daß der Kriegs­zustand zwischen der Türkei und den Verbündeten sortdauert, nachdem die Großmächte den Berbünderen in feierlicher Weise gleich zu Beginn des Krieges erklärt hatten, in keiner Weise die militärischen Operationen der Verbündeten behindern und Neu­tralität beobachten zu wollen. Was die Forderungen anbetrisft, daß dringende Maßnahmen getroffen werden, um den wirksamen Schutz der muselmanischen und der katholisch-albanesischen Be­völkerung in den Montenegro abzutretenden Gebieten zu sichern, so erlaubt sich die königliche Regierung, hervorzuheben, daß der einzige Titel für die Erwerbung dieser Gebiete sowohl was'Mon­tenegro als seine Verbündeten betreffe, nur der Friedensvertrag mit dem ottomanischen Reiche sein kann. Was die katholische und muselmanisch-albanesische Bevölkerung betreffe, so stehe diese unter dein Schutz der montenegrinischen 'Gesetze, welche eine wirk­same Bürgschaft für- die religiöse und die bürgerliche Freiheit ohne Unterschied der Nationalität und ihres Bekenntnisses ge­währen.

C e t i n f e, 1. April. (Amtliche Meldung.) Die monte­negrinische Regierung erwiderte den Vertretern der Groß­mächte, sie bedauere, nichtinderLagezu sein, dem von ihnen bezüglich der wiederholt gestellten Forderung nach Entfernung derNrchttombattanten aus Skn­tari geäußerten Wunsche zu entsprechen, da das Armee - Oberkommando die Ueb evmittlung einer chiffrierten Depesche an den Kommandanten von Skutari ab lehne. Tie Regierung erklärt sich je­doch bereit, eine offen abgefaßte, von der ottomanischen Regierung gezeichnete Mitteilung betreffend den Abzug der Nichtlombattanten dem Obevkommandierenden der Armee

monatlich 65 Pf.; durch die Post Alk. 2. viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallbPs., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; fürFeuille­ton", .Vermischtes" und Gerichtssaal": K. Neu­rath; fürStadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck.

hatte wohl immer itoch im stillen eine höfliche diplomatische Vermittlung erwartet. 9hnt liegt er auf einer Kollektiv-Intervention. Der Unter -

Jn einer anscheinend vom Quai d'Orsay stammenden Mitteilung über den B e s ch l u ß der Londoner Bot- s ch a f t e r l 0 n f e r e n z über die F l 0 11 e n d e m 0 n st r a- tion gegen Montenegro heißt es: Die Lage Frankreichs wird durch die Haltung seines russischen Verbündeten schwie­rig gestaltet. Fast zur selben Stunde, wo der russische Botschafter Graf Benckendorff namens seiner Regierung dem gemeinsamen Vorgehen gegen Montenegro zustimmte, gab der hiesige Botschafter Iswolsky dem Minister des Aeußern Pichon bekannt, daß Rußland alle seine Vor­behalte bezüglich der Flottendemonstration mache und in ihr eine ernste Gefahr erblicke. -- Am Montag abend teilte eine Havas-Note mit, daß Frankreich keineswegs beschlossen habe, an der Flottendemonstration mitzuwirten.

Berlin, ]. April. Ter kleine K r e u z e rB r e s - lau" hat Befehl erhalten, sich zur Teilnahme an der in

Tas Reutersche Bureau erfährt: Man erwartet, daß der .Fl 0 11 e i: d em 0 n str a t i 0 u gegen Monte­negro sich britische, französische, ö st e r r ei­ch i s ch - u n ga r i s ch e und italienische Kriegs- sch i f f e beteiligen werden.' Deutsche Schiffe würden, da sich leine in der Nähe befinden, nicht daran teilnehmen. Rußland entsendet lein Schiff', es billigte aber das gemeinsame Vorgehen in der Meinung, daß es am besten den Interessen der Balkanstaaten dient.

Mittwoch, 2. April M3

Bezugspreis: monatlich 75Pf.,viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Avhole- u. Zweigstellen

Nr. 76

Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiebenerZamMenblätter: zweimal wöchentl.Areis: blatt färben Kreis Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Lanh- wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse:

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Aussicht genommenen Flottendemonstration an der montenegrinischen Küste in die Adria zu begeben.

Wie dieWiener Allgemeine Leitung" amtlich erfährt, sind die zur Teilnahme an der internationalen Flottew- demonstration an der montenegrinischen Küste bestimmten Kriegsschiffe -ausgelaufen.

W i e 11, i. April. DerReichspost" zufolge passierten 15 griechische Tran s Port dampfer mit serbi­schen Truppen und Kriegsmaterial den Piräus und Patras. Ein Schiff davon ist nach San Giovanni di Medua bestimmt.

DieTimes"'betont, daß Europa seinen Willen gegenüber Montenegro, dessen Bevölkerung der einer kleineren Provinzstadt gleichkommt, durchsetzen m ü ß t e. Zwar würden vielleicht nicht alle Mächte an einer Flottendemonstration teilnehmen, aber die, die sie beabsichtigten, besäßen die volle und ausdrückliche Zustim­mung der übrigen. Wenn Europa nicht den moralischen Mut habe, seinen wohl überlegten Willen aufzuzwingen, so werde es jedermann offenbar sein, daß es keinem Staate gegenüber dazu in der Lage wäre. Europa würde die kleinen Baltanvölker lehren, daß alle seine offlzielle diplo­matische Arbeit eine Farce sei, und daß seine Beschliesse! und seine Drohungen bedeutungslos wären. Montenegro stelle die Mächte auf die Probe, wie würden sie sie bestehen?

Die .Haltung Rußlands.

DieVoss. Ztg." erfährt aus Petersburg: Im Aus« toartigen Amt wird erklärt, daß Rußland gegen die Kund« gebung einer einzelnen Macht entschieden Einspruch erheben, gegen die gemeinsame Fl o 11 e n d e m o n st r at iv r aber nichts einwenden werde, ohne sich jedoch ar dieser zu beteiligen.

Die montenegrinischen Angriffe aus den Tarabosch.

Der BerlinerLokalanz." meldet aus Dulcigno: 'In­folge des An g ri f f e s d e r M o n ten e gr i n e r au f den Tatabosch wurde am Montag mittag die erste Redoute und nachmittags 5 Uhr die zweite Reche der Schanzen genommen. Die serbische Artillerie hält die türkischen Posi­tionen bei Blatja und- Tepe in Schach, so daß sie an der Verteidigung des Tarabosch nicht teilnehmen können. Der Hauptangriff wird stündlich erwartet.

Der Wortlaut der Note der Mächte an die Türkei.

Die Note dar Mächte hat folgenden Wortlaut:

Die unterzeichneten Botschafter haben die Ehre, der Kap. Ottomanischen Regierung zur Kenntnis zu bringen, daß die Mächte, beten Vermittelung die Türkei angenommen hat/ sich dahin geeinigt haben, den krieg führenden Staaten folgende Grundlagen für die Friedenspräliminarien vorzuschlagen:

1. Tie Grenze des Ottomanischen Reiches in Europa wird einer geraden Linie folgen, die zwischen Enos und Midia gezogen wird: alle westlich dieser Linie liegenden ^Gebiete werden von der Türkei an die Verbündeter: abgetreten, mit Ausnahme von Albanien, dessen Abgrenz-ung und Verfassungssystem der Bestimmung durch die Mächte Vorbehalten bleibt.

2. Die Regelung der Frage der Inseln im Aegäischer Tstcere wird der Entscheidung der Vtächte überlassen.

3. Die Türkei spricht ihr vollständiges Desinteressement an Kreta aus.

4. Tie Mächte können sich dem Verlangen nach einer Kriegs­entschädigung nicht geneigt zeigen; räumen aber den kricg^ führenden Staaten das Recht ein, an den Beratungen der in Pari s zusam-mentretenden Internationalen Kommis-

Die Röntgensirahlen in Ser Medizin.

Nie hat eine Entdeckung einen so schnellen Siegeslauf ge­nommen, wie die der Röntgenstrahlen. In der kurzen Zeit von 17 Jahren haben Technik und Wissenschaft ein Gebäude errichtet, das wir staunend betrachten, an bent wir das Maß menschlichen Könnens ermessen, haben die Röntgenstrahlen nach zwei verschie­denen Seiten hin große -Gebiete erobert: Einmal haben sic frucht­bringend gewirkt auf die weitere und tiefere Erkenntnis menschlicher Leiden, cowererseits neunten sie auch teil an ihrer Bekämpfung. Denken iinr an die exakte Diagnose der Knochenbrüche, wo heute ein einziger Blick den Arzt über Lage, Form der Bruchenden orien­tiert und int weiteren Heilungsprozeß die nötige Kontrolle ohne Entfernung des Verbandes ermöglicht. Besonders beim Auffilweit von Fremdkörpern, wie Nadeln, Kugeln usw. im Innern des Körpers dienen die Röntgenstrahlen direkt als Wegweiser und ge­statten so eine genaue Lagebestimmung und damit die Möglichkeit eines exakten operativen Eingriffes an der der Platte entsprechen­den Stelle. Bahnbrechend waren hier die Untersuchungen von Königsfeld.

Erwähnt sei ferner die Lungendurchleuchtung, die besonders bei bent Verdacht auf Lungentuberkulose die Diagnose sichert.

Parallel geht hiermit die Anwendung der Röntgenstrahlen in der Therapie. Hier ist es einmal das große, schier unermeß­liche Gebiet der Hautkrankheiten, auf dem sich die Röntgenstrahlen den ersten Platz errungen haben, olme die eine Beseitigung mannig­facher Hautleiden heute überhaupt nicht mehr denkbar ist. Sehr segensreich erwies sich die Einwirkung der Röntgenstrahlen bei stark juckenden Hauterkrankungen an verschiedenen .Körperstellen. Weiter lernte man mit Hilfe der Röntgenstrahlen, Trüsenan- fchwellungen am1 Halse ohne Operation, ohne entstellende Narbe 8u 'beseitigen. Desgleichen verkleinerten sich unter ihrer Behand- lung Milzerkrankungen, oberflächliche Geschwülste, ja, selbst Drüsenanschwellungen im Innern, Geschwülste im vorderen Brust raum. Die Röntgenstrahlen treten so an die Stelle oft lebens­gefährlicher Opcrationei!, stellen, wie z. B. bei der Leukämie iWeißblütigkeit), einer besonderen Art der Milzschwellung, die erste erfolgreiche lebensrettende Behandlung für den sonst verlorenen Patienten dar. Andererseits hatte Schelling Erfolge der Rönt­genbestrahlung bei Ischias und anderen Nervenschmerzen, bei Wbrita usw. beobachtet. Aber damit wurde diesen Strahlen in ihrer Anwendung noch keine Grenze gesetzt. Ihr Siegeslauf ging weiter!

In jüngster Zeit ist den Strahlen -ein großes Gebiet aus der Frauenheilkunde erschlossen worden. Es gelang Manfred Fränkel der Nachweis, daß gewisse Störungen, wie sie bei Frauen öfters vorkommen, durch Röntgenstrahlen beseitigt und auf die Norm zu­rückgeführt werden können. Ja, er konnte zeigen, daß auf ge- nnffc Geschwülste im .Körper, die durch bat übermäßigen Blut-

Jetzt ist man, nachdem die Regierung in Cetinjebe­dauert", die Wünsche der Großmächte nichtberücksichtigen" M können, auf dem Punkte, eine Flottendemonstration ins Werk zu setzen. In Wien verspricht man sich davon nicht aerobe großes. Ein so kleines Land, das keinen Hafen besitzt, wird, so meinen dortige Blätter nicht mit Unrecht, durch einen Besuch fremder Kriegsschiffe nicht gleich ein­geschüchtert werden. Viel wirksamer wäre es, wenn Oester­reich ein paar Bataillone nach Eetinje schicken würde, um die dortigen Köpfe aufzuklären. Noch heftiger ist die Wiener Presse augenblicklich gegen Rußland aufgebracht. Man sieht den Vater aller Hindernisse in Petersburg und hat damit >ganz sicher recht. Tie russische Politik ist so unsicher und versteckt wie nur jemals. Angesichts der Tatsache, daß bie anderen führenden Großmächte so deutlich gesprochen haben, wagt man natürlich keinen direkten Widerspruch, aber man stärkt int stillen die Halsstarrigkeit des Montene­griners und sucht alle Maßsregeln der Großmächte zu ver­schleppen. Es .heißt nun, Oesterreich, Italien und Eng­land wollten die Flottendemonstration besorgen; dazu wird in letzter Stunde überraschender Weise noch gemeldet, auch Deutschland wolle sich an der .Kundgebung mit einem kleinen Kreuzer beteiligen. Frankreich ist in großer Verlegenheit, denn ihm ist durch das Beispiel seines Bundesgenossen eine Zeitlang Schweigen auserlegt, und das ist den redseligen Galliern nicht leicht!

Auch die allgemeinen Friedensverhandlungen schreiten nur kürnmeplich voran. Die Türkei hat zwar den Vor­schlägen der Mächte rückhaltlos'Zugestimmt, aber Bulgarien windet sich, und man erkennt ^auch daran, daß der Stachel Rußlands noch ziemlich tief sitzt. Die milde Verzögerungs­politik der Diplomatie ist, während vor Tschataldscha die Kanonen donnern und die Montenegriner den Tarabosch bestürmerr, in der Tat für das Slawentum die letzte Taktik.

Wir reihen hier die Nachrichten untereinander, die kein rosiges Bild der Zukunft malen:

Die ablehnende 2lntwort Montenegros.

Cetinje, 1. April. (Aus amtlicher montenegrimscher Quelle.) Die montenegrinische Regierung er­teilte den Vertretern der Großmächte fol­gen de Antwort:

aus Aectylzellulose sCellonh also dicke Films, die biegsam, nicht brenneno und durchsichtig sind, werden seit einigen Jahren in die Tragflächen von Aeroplanen und in die Fliegersitze eingebaut. Im Jahre 1912 waren Rumpler-Tmiben mit Cellonsenstern und GradeFlieger ausgestellt, in deren Tragflächen Cellonfcheiben eingesetzr waren. Mit 5)ilfe von Cellon, diesem umgeivaudelten, unsichtbar" gemachten Holz, kann man also Teile von Flugzeugen misichtbar machen. Neuerdings stellt eine französische Firma Tragflächen her, die ganz aus armierten Cellonplatten bestehen. Die damit ausgerüsteten Aeroplane sind dieunsichtbaren Flug- Maschinen".

Ettl derartiges Flugzeug mag wohl schwerer zu erkennen sein als ein gewöhnliches; sichtbar bleibt nock sehr, sehr viel an ihm. Die Tarnkappe für Flugmaschinen ist noch nicht 'erfunden, und die Erfinder werden bamit denselben Erfolg haben wie mit dem Stein der Weisen und dem' Perpettmm mobile seligen Angedenkens.

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Futuristen streit. Aus Wien, 1. April, wird ge­meldet : Bei dem heutigen Orchesterkonzert des Mademischen Ver­bandes für Literatur und Musik, wobei auch Arnold Schönberg, ein Anhänger der neuen Musikrichtung dirigierte, kam es zu so großem Wider sprach, daß das Konzert vorzeitig abgebrochen werden mußte.

Neue Ausgrabungen in Tunis, lieber wichtige Funde, bie dem Grafen de Ehabannes La Paliee bei feinen jüngsten Ausgrabungen in Tunis gelungen sind, berichtete Heron de Villefossc^ in der letzten Sitzung der Pariser Mademie der In­schriften. Tas erste der besprochenen Dokumente geht ans bie romifclic Republik zurück und ist einer der ältesten in Afrika ge- timbenen lateinischen Texte; es enthält eine Widmung zu Ehren des Q Nunwrms Rufus. Eine sehr lange.andere Inschrift ist dem Kaiser Titus geweiht, eine dritte bezieht sich auf Marei,is Turbo, den Pratonaner-Präfekten des Hadrian. Ein schöngeformtes ^vrintgefaß aus Marmor trägt den Namen eines «gewissen Ale'etas. Beim >Fortichaffen der Ruinen eines römischen .Hauses -wurden sehr schöne F r f en entdeckt und ein großes M o sai f, -das Neptun mit) Amphitrite darstellt, auf ihreiil Tiiumpluvagen, von in er Seepferden gezogen und von Meerungehenern umgeben. Einige andere Mopitken z eigen Schiffe m it Venus und Anw rettm und . , Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. Rita Sacchetto, die bekannte Tanzkünstlerin, die anfangs dieses Ialwes eine größere Gastspielreise durch die Schweiz machte, befindet sich - zurzeit auf einer Kunstfahrt durch alle größeren Städte Italiens und errang in den bisherigen Gaft- spieleit i:t Rom und Neapel nach dem einstimmigen Urteil der Presse anßergewöhnlick-e Erfolge.

verlntt, den sie herbeiführen, leicht lebensgefährlich werden können, die Röntgenstrahlen in zweifacher Weise segensreich, ja rettend einwirken: durch Herabsetzung der Blutung und Verkleinerung der Geschwulst einerseits, und andererseits durch Hebung des Allgem-einbesindens. Ein weiterer Vorteil dieser neuen Behand­lung liegt neben der Vermeidung der Operattou in der Schmerz­losigkeit des Verfahrens, ferner in der Sicherheit des Erfolges, der von namhaften Klinikern voll bestätigt lvird, und in der nbiohiten Ungefährlichkeit der Methode: denn die heute noch im Publikum geltende Ansicht über die Gesahr der Röntgen­verbrennung ist irrig.

Im Gegensätze zur Operation hat diese Behandlung^ aber noch einen ganz erheblichen Vorzug. Während man bei der Operation Organe entfernt, die dann nicht mehr ersetzbar sind, beeinflussen die Röntgensttahlen diese Organe günstig, ohne sie total, respek­tive in ihrer inneren Wirksamkeit zu zerstören. Tie Röntgen­strahlen übertreffen also die Operation, weil sie ungefährlich, ohne Organverluste beit .Heilungsprozeß herbeiführen. Ja, sie treten oft als heilbringend ein, wo nach Ansicht großer Kliniker unsere heutige Therapie versagt.

Wenn sich erst bie Röntgenbestrahlung weiter ausgedehnt haben wird, dami wird vielen Patienten eine schmerzhafte und ge­fährliche Operation erspart bleiben, viele 'Zustände schwerer ner­vöser und Herzstörungen werden vermieden, und nicht länger mehr werden so viele Frauen über schmerzhafte Tumore (Geschwüre) zu klagen haben.

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Die unsichtbare Mgmaschine.

In beit Zeiten ber Entdeckung neuer Erdteile und unbekannter Inseln erzählten die Seefahrer von Seeschlangen und anderen Meerungetümen, von den haarstrücheudsten und unmöglichsten Erlebnissen und Beobachtungen in fremden Landen. Heute, im Zeitalter der technischen Erfindungen, spaziert die Phantasie auf anderen Pfaden. Jiie wunderbaren technischen Errungenschaften haben die Gemüter dafür empfänglich gemacht, auch die selt­samsten Hirngespinste gläubig hinzunehmen. Nur wenn es gar zu arg wird, schüttelt Man den Kops.

Kürzlich las man von unsichtbaren Flugmaschinen. Aladdins WUnderlamve, die Tarnkappe, die Zeitmaschine von Wells, und alle die Seltsamkeiten alter und neuer Märchen sind nicÄs gegen eine Maschine, die unsichtbar durchs bie blaue Luft fliegt. Wieviel Wahres an bieser sensationellen Erfindung ist, wirb inan den folgenden Zeilen entnehmen.

Films sinb bekaunilich durchsichtige Häutchen, die durch Ein- trodnen einer Lösung von besonders Mparfettem Zellstoff (Aeetpl Zellulose gewonnen werden. Solche Lösungen hat man bereits seit geraumer Zeit zum Lackieren von Aeroplanflächen benutzt. Platten