|65. Jahrgang
Drittes Blatt
Ifc 250
Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags.
neuen Osthafen.
(Gebiete
1 der amtlichen Wohlfahrtspflege: Bormundschaftswesen (Vor- mundschaftsgcricht und Vormundschaftsämter); Haltckmderwesen;
dentung der Jugendfürsorge in der sozialen Hygiene und kurzen' historischen Betrachtungen bespricht Sonnenberger die Tätigkeil der Aerzte in der Jugendfürsorge im allgemeinen nach den drei Richtungen, in denen sie sich zu bewähren haben: Als 9( rzt, H ygie - nikcr und Lehrer der Gesundheit. S. geht dann des
näheren ein aus die Llufgaben, die der Arzt zu erfüllen hat in der S ä u g li n g s fü r sorg e sowie bei den besonders während der S chul zeit hcrvvrtretenden Erkrankungen. Speziell bespricht er hier die Kategorie der s ch w ä ch I i ch e n u n d k r ä n k l i ch e n, der tuberkulösen und skroPbnlösen sowie der mit Nerven - leiden behafteten Schulkinder. , ...... ,
Zmn Schluß fordert der Vortragende dazu am, bar nm die sich mit Jugendfürsorge befassenden Vereine und Persönlichkeiten an eine Zentralorganisation anichliefteii möchten, daniil bei den Jugekidfürsorgcbcstrebungen die namentlich in hngienychei »inucbt so dringend erwünschte Einheit und Geschlossenheit bewahrt und
Mittwoch, 1. Mover WS
Rotationsdruck und Verlag der Brirhl'fchen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Die „Glrhener Famtlienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
poLM?che Trrgesschcru.
Die Zahl der Richter in Deutschland.
Die Gesamtzahl der Richter aller Instanzen, abgesehen vom Reichsgericht und Bayerischen Oberstert LanLesgerrcht, betrug, tote der Oberlandesgerichtspräsident Lind en - berg in der neuesten Nummer der Deutschen Juristen- Zeitung bemertt, am 1. Januar d. I. 10177 gegen 0974 i. I. 1911, 9676 i. I. 1909, 9289 i. I. 1907, 8379 t. 1903, 7296 i. I. 1893 und 695-") i. I. 1883. Es hat also in den letzten beiden Jahren eine Zunahme der Richter um 203 oder 2,0 Proz. stattgefunden, während die Zahl von 1909 bis 1911 um 298 oder 3,1 Proz. und von 1907 bis 1909 um 387 oder 4,2 Proz. gestiegen war. Die Zunahme hat also in letzter Zeit toefentlich nach-
Nach einer amtlichen, Statistik sind im Jahre 1912 insgesamt 464 Blätter und Zeitschriften in Baden erschienen gegen 461 int Jahre 1911; darunter befanden sich 186 (190) politische Blätter und 278 sonstige Blätter und Zeit- schriften Unter den politischen Blättern waren 63 (64) liberale, 47 (47) Zentrum, 9 (9) Fortschrittliche Bolks- partei, 4 (5) sozialdemokratische, 2 (2) konservative, 1 (1) Bund der Landwirte und 60 (62) unparteiische. Ein cmar chistisches Blatt erscheint in Baden nicht. Unter den sonsti- qen Blättern und Zeitschriften werden vermerkt 14 Verordnungsblätter für Staat und Kirche, 43 amtliche Ver- kündigungsvlätter, 42 Zeitschriften für Religion und Kirche deren es 1911 48 waren. 27 Zeitschriften dienen Handel und Gewerbe, 19 Handel und Verkehr einschließlich der Badeblätter und Fremdenblätter, 15 Kunst und Wisst u- schaft Weiter erscheinen in Baden 7 Blätter für Theater und Musik, 6 für Sport, 7 für Unterhaltung, 15 für Erhebung und Unterricht, 32 für Rechtspflege, Verwaltung und Volkswirtschaft und 4 Heilkunde und .Krankenpflege- -eitschriften. Die Statistik erwähnt dann weiter 13 Anzeigeblätter und 22 Vereinsblätter. Bei einem Vergleich des Standes der politischen Blätter im Jahre 1903 haben die liberalen um 2 ab genommen, die Zentrums- blätter um 11, und die fortschrittlichen um eines zuaenommen. Die sozialdemokratischen Blatter weisen auch im Jahre 1903 4 auf, die konservativen Blätter haben um eines abgenommen, wahrend die un- v artesischen Blätter um 16 zunaInnen. Im Jahre 1903 nab es insgesamt 160 politische Blätter und 157 sonstige Blätter und Zeitschriften. *
Der 1. Oktober
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
bau I suchenden Pflegerin. Das Gesuch geht zur gutachtlichen Aeiitze-
Für den internationalen Tertty. ftt ^u beaMt n, 6 nn nu bQ5 fische Waisen- und Fünorgeaml '?hir wenn nun auch Norwegen die 2 4- ot und en-Z a hl u n g I Q, ^rund seiner von den ersten Stellen emgeholten emsührt. Endlich interessieren für Großberlin dte Etnfuy- Erkundigungen die betreffende Person für in gesundheitlicher imd rung neuer Vorschriften über das Meldewesen in den Vor- unb sjftlicher .Hinsicht einwandfrei hält, wird seitens des Polizeiorten, die Eröffnung der Stralauer Anschlußbahtt an den I Präsidenten die Erlaubnis erteilt.
gelassen. j
Geht man 30 Jahre zurück, so hat sich die Zahl der । Richter seitdem um 3222 oder 46,5 Proz. erhöht. Da die i Gesamtbevölkerung des Reichs sich in demselben Zeitraum um 45,2 Proz. vermehrt hat, ist die Zahl der Richter noch etwas stärker gestiegen als die der Bevölkerung. Dte Zunahme der Richter ist aber während dieses 30jährigen Zeitraums nicht gleichmäßig erfollgt; im ersten Jahrzehnt betrug sie nur 341, im zweiten 1083, im dritten 1798. Von der Gesamtzahl der Richter entfallen auf die Oberlandes- gerichtc 822 (i. I. 1883 524), auf die Landgerichte 33.91 (2178) und auf «die Amtsgerichte 6004 (4253). Es hat hiernach [in (ben letzten 30 Jahren zugenommen die Zahl der Richter bei den Oberlandesgerichten um 56,9 Proz., bei den Landgertchten um 53,9 Proz. und bei den Amtsgerichten um 41,2 Proz.
Von den einzelnen Oberlandesgerichten hat die bei weitem größte Richterzahl der Kammergertchts- bezirk mit 1207 (i. I. 1903 809), so daß fast ein Achtel aller deutschen Richter auf diesen Bezirk entfallen. Dann folgen Dresden mit 757 (i. I. 1903 627), Breslau mit 714 (645), Hamm mit 623 (465), Köln mit 530 (einschl. Düsseldorf 528), Naumburg mit 470 (436), München mit 432 (405), Celle mit 411 (372), Düsseldorf mit 408, Königsberg mit 326 (3141, Stuttgart mit 324 (295), Posen mit 316 (287), Nürnberg mit 307 (275), Jena mit 287 (266), Frankfurt a M. mit 285 (215), Karlsruhe mit 274 (236), Bamberg mit 273 (273), .Hamburg mit 270 (195), Marienwerder ptit 239 (214), Kalmar mit 234 (209), Kiel mit 231 <179), Stettin mit 228 (2081, Augsburg mit 216 (212), Darmstadt mit 206 (182), Zweibrücken mit 170 (123), Kassel mit 107 (154), Rostock mit 134 (130), Braunschweig mit 97 (92) und Olden- &Lll^inet A b nähme der Richter hat in den letzten zehn Jahren hiernach nur im kleinsten Oberlandesgerichtsbezirk Oldenburg (um 6) stattgefunden. Im Bezirk Bamberg ist die 8ahl unverändert geblieben, in allen übrigen Bezirken hat fie sich erhöht, am meisten in den vor zehn Jahren noch vereinigten Bezirken Köln und Düsseldorf (um 408 ober 81,1 Proz.) und im Kammergerichtsbezirk (um 398 oben 49,2 Proz.). Beim Reichs gericht sind 100 (t 1903 92) und beim Bayerischen Obersten Landesgericht 19 (22) Richter
Zum dritten werden die in fremder Pflege gehaltenen Kinder, ^^l und zwar auch die ohne Entgelt untergebrachten und die ehelichen Zentrale Kinder (diese mit Befreiungsmöglichkeit) bis zum Ende des zweiten
(Lagung OCT vemstise,. senirmv Lebensjahres einer ständigen waisenärztliämi Kontrolle untcv--
fur Jugendfürsorge. zogen, die bereits am dritten bis siebenten Tage nach der Geburt
bs Darmstadt 30 Seist. einsetzt. .Hinzutritt die durch amtliche .Bcriifswaisenimpektoriiiucu . . ~ t 6. < .- und Waiscninspektoren, sowie die ehrenamtlichen Gemerndewaiieu-
Zu Beginn der heutigen Tagung fayt der Vorn tzend^ Amts-1 bjc Maisenpfleger, und Waisenpflegerinneu vorgenommene gerrchtsrat Dr. K? ch n e das Ergebnw der gestrigen stagung ftän^gr Beaufsichtigung aller dieser Binder, so daß über die Kinder kurz zusammen. Die Wunsche und Beichwerden, die ^um Schutze . außerordentlich engmaschiges Netz von Kontrollen ausgc- der Familie gegen Trunflüchtige von den Rednern des gestrigen Lotten ist
Tages vorgebracht wurden, lassen klar erkennen, daß. Hnc (^c- 9inn 3^6 betonte her Redner, daß in den zehn Jahren letzesandening in dieser Hinnaft mcht zu umgehen ictn wird. Bestehens der geschilderten verschiedenen Fllrsorgeeinttchtungcn
Er bezeichnet cs als wünschenswert, einen .'lchchnitt des kom- Waisenamtes, der Jugendfürsorge, der Berufsvormundsä>aft,
menben Jrrengesetzes als Trinkergesetz auszugestalten. ber Säuglingskontrolle und des Kostkinderwesens keine Fälle von
Alsdann wird in die Tagesordnung cingetretcn: ^as Thema erheblicherer Art in Straßburg hervorgetreten seien.
lautet: Es sti selbstverständlich, daß auch bei den besten Fürsorgceinrich ,
Kinder als Erwerbs mit te I. tungen einzelne Fälle von Mißständen vorkämen, soweit möglich
Der erste Vortragende, Gerichtsasscssor' Torm in-Berlin, sei aber, nach Auffassung der Fachmänner, in Sttaßburg derartiges führte aus: ausgeschlossen. Dies liege aber nicht mir an der Güte der gciiann-
Jn der Zeit des Geburtenrückganges bleibe noch zu wenig! ten Einrichtungen, sondern auch daran — ulnd dieses betonte der beachtet die Vergeudung und der Mißbrauch der Geborenen. Redner ganz besonders —, daß in Straßburg sämtliche Zweige Er wies auf das Versagen der für das hilflose — insbesondere der sozialen Fürsorge, Armenpflege, Armenamt, Wohniingsinsvet- unchelichc—Kind vorhandenen Schutzinstanzen hin: Mutter, Vor- tion, Trinlcrfürsorgcstellen usw. usw. sehr gut ausgebaut seien, inuild, Gemeindewaiscnrat, Haltekinderpolizci. Er legte dar, wie überall mit beruflichen Organen genügend versehen und dadurch dieser Schutz versage gegenüber den Gefahren, die den Kindern in die Lage gesetzt seien, in engem Zusammenarbeiten untereinander dadurch drohen, daß man sich ihrer zeitweilig oder dauernd zu und mit den angeschlosseneu Vereinen der rreien Licbcstatigkeit entledigen suche 'Pflegekinder, „verschenkte" Kinder), insbeson- nach allen Richtungen Mißltände irn Pflcgestellcnwesen zu erkennen dere, wenn sich dabei ans seilen der Weggebenden oder ?An- und rasch und sicher zu beseitigen. _
nehmenden materielle Interessen an Stelle des Interesses am In der Aussprack^e iprach zunachü H-rl. Baum-^ugeldors, Kinde cinbränqtcn Der Vortragende gab eine eingehende Dar- die einen weiteren Ausbau der Berufsvormunchchakt fordert. Pastor stellnng aller'der festgestellten Fälle, wie Kinder zu Erwerlis- Bahnson .Hamburg wendet Nch gegen die Schriften der fester Mitteln gemacht würden. Er wandte sich insbesondere gegen die Henriette Arend, da^ sie große Uebertreibungen enthalten Er enip- erwerbsmäßigen .Haltefrauen, die sich infolge unzureichender Bor- fiehlt em Gesetz, da^ bestimmt, daß den Mlern, die zur Erziehmtg schttften einer Kontrolle zu entziehen wüßten, gegen die leicht- ihrer Kinder aus moralflchen Grunin nicht Wh g imd da^ Er fertige Weggabe ,„Verschenken") von Kindern, lediglich um nch ziehungSreckst entzogen werde, wenigsten^ zeitweise Man dur e
Scr^6fiTo“n9T,m^ennnC^nn' SJS
trndc9 Mitschuld an den vorerwähnten Nebeln beim-L. Einen I Bietfacb in ,ber Ctaantfation ber ^ugcnbmlegt' bcrrldx. S)ici biete
m Ä Ä,e 9tufnaf,mc bci "58crfd,cnfuns^
seien vor allem die chissttetten Adressen Schuld, hinter denen Inserate flirte fte mel Unbeü.
sich alles verbergen könne. Der zurzeit dagegen unternommene I Aach einer Frühstückspause spricht der Schularzt Dr. ^,evan- Kampf sei schwierig, kostspielig und umfangreich. dowski-Berlin über:
Nach einem Rückblick über bic Uebelstände, wie sie im Laufe ^,D i e sozial hygienischen Aufgaben der Aerzte früherer Zeiten geartet gewesen und wie sie bisher bekämpft I im Zusammenhang mit der gesamten Fürsorge",
worden feien, gab der Vortragende eut Bild des ictzigen Zustandes. - brr bnrrfi die bw arofen sozial-
ME babe -nerst die SWmfcht d« c«fs«u. ElchL ÄrfÄS sn'läner
lichkeit mit ihren Schriften über ,,Kinderhändel erregt uni) | ,,„h s<nn<*r<>-n (^fntThtr nwinmiiipit hmt müfit*
habe persönlich den Kampf gegen l durch Bearbeitung der Annoncen ausgenommen. Einige Wohl- fahttsorganisationen hätten sich bei vorbeugenden Arbeit durch Einrichtung von gemeinnützigen Adoptions-Vermittelimgen und Beobachtung und Beaibeitung der 9lnnonccn unterzogen. Insbesondere habe die Deutsche Zentrale für Jugendfürsorge in ihrer seit Oktober 1911 bestehenden Abteilung Adoption eine Stelle zur Beobachtung und Materialsammlung auf Grund praktischer Arbeit geschaffen. Die Abteilung arbeitet bereits Mit einer sehr großen Anzahl von Vereinen und Behörden im ganzen Reich an der Hand von Einzelfällen zusammen, vor allem aber nut den bedeutenderen Organisationen. So sei der Boden vorbereitet für die Einrichtung einer systematisck-en Bekämpfung der erkannten Ucbelftänbc, wie sie von dem Referenten unter vollständiger Ausschaltung alles dessen dargelegt worden seien, was nicht völlig einwandfrei seftstehe. Es bleibe noch viel zu erforschen übrig. Aber die von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen seren bereits daraus abgestellt, nock) unbekannte oder bisher unbetotc,ene Uebel zu verhüten. Das Verhüten, die Beseitigung der Urach e 11 fei das Grundprinzip der kommenden Arbeit.
Tie Vorschläge des Redner erstreckten sich aus folgende
Kinderbandel" errent und politischen besetze, oeionoers aut-r jiianuenLunrngticv, ui rctnti da^ Verbuchen insbesondere innerlichen und feineren Struktur Schaden genommen hat, müsse das Verbrechen, insbesondere bic Betätigung in den Ausgaben der Jugendhygiene, der sozialen Hygiene zweiter Teil, zu einem neuen Ms- stieg seines Wirkens und damit zu einer erfreulichen Zukinift geführt werden. Die Tätigkeit der Aerzte hat sich dabei nach drei Richtungen zu bewähren: i?lls Aorzte, Hygieniker und Lehrer der Gesundheit. L. schildert die gewaltigen Lücken, die in der ärztlich-hygienischen Versorgung unserer Jugend noch klassen. Er fordert u. a. Ausbau der Säuglingsfürsorgestellen, um dem aufs ärgste vernachlässigten Kleinkinderalter die Wohltaten einer offenen Fürsorge zugänglich zu machen, ferner Vermehrung der Kleinkinderbewahrlingsanstalten, Krippen, .Kindergärten, Verbesserung ihrer hygienischen Einrichtungen und organisiette ärztliche Ueberwackwng und Beratung aller der Kleinkindersürsorge dienenden Einrichtungen. Ferner weist er die Notwendigkeit der Ausdehnung der schulärztlichen Institutionen auf sämtlickic Volksschulen, auch der kleineren Städte, auf das platte Land, auf die Löbercn Schulen, auf die Studienanstalten und Fortbildungs- schulen nack'. Er beklagt, daß für die Behandlung der sckmlärzllickvr- seits festgestellten Seiden aller Art noch ganz ungenügend gesorgt sei, weist auf die ersolgreick>e Arbeit des Komitees für Zalm- 'pflege hin und fordert dringend die Lösung dieser zurzeit wichtigsten Frage der Schulhygiene. Die für die Bewahrung .aufsichtsloser Schulkinder aller Orte bestehenden Kinderhorte entbehren noch saft durchgängig der ärztlichen Versorgung. Auch hier ist 4D- kilse dringend notwendig, sollen die Kinderhorte ihren Ausgaben gerecht werden. L. prüft die zahlreick>en, für die schulentlassene Jugend bestehenden Bereinigungen und Wohlfahrtseinrichtungen auf ihre hygienische Versorgung und deckt die bestehenden Lücken auf. Auch alle diese Vereinigungen lWandervogel, Pfadfinder, 'Jugendklubs, Jugendbilnde usw.) bedürfen einer sachgemäßen.
bringt wiederum eine ganze Anzahl von Gesetzen, Best i mm u n g e n und sonstigen Veran derung e^n Öte:mr einzelne Erwerbszwetge zum Teil auch für die Mlgemem- heit von Bedeutung sind. Da nt zunächst die Aenderuug des R e 1 ch s ft e m P e l g e s e tz e s, das in der neuen Fassung vom Z cvj.f. Js Geltung erhält und in vielen Punkten von den bisherigen Bestimmungen abweicht. Die Beainten und Unterbeamten der R eichspoft treten in den Genuß der vom Reichstage bewilligten Gehaltsaufbe)serungen, mib fur die Veteranen gelten ebenfalls günstigere neue Beftim- m mqen üb“ ben Bezug der Beihilfen. ®eitgc()cnb ,inb ferner die Änderungen in der Organisatwu des stehenden He e- r e s be dem die Ausstellung zahlreicher neuer Truppenteile erso at die wieder die Versetzung einer Anzahl bereits be- stehender Formationen notwendig macht. Hierzu gehört auch der arohzüaige Ausbau des Luftflottenwesens, das wesentlich verstärkt imd neu organisiert wird. Dee Z ugehörigen der Marine erhalten von letzt an eine freie Nrlaubs- reife in jedem Jahre zum Beiuch der Familienangehörigen;
,i.in treten auch die veränderten Bestimmungen der F Ls-S°niWsLung in Kraft, wonach die Beförde- rung von verstorbenen Angehörigen der Armee in die Heimat auf Wunsch kostenlos erfolgt.
vorhanden.
Das Zeitungswesen in Baden.
Mcldepolizei: Gewerbeordnung.
2 der freien LiebcStätigkcit: Mutterschutz lMutterberatung) und Säuglingsfürsorge: Gewinnung von Unterstützung von Cinzel- vormünderu: Verbesserung und Vereinheitlichung Won Pflegestellen- Nachweisen: weitgehende öffentliche Aufklärung über die bestehenden Uebelstände; in ?lngliederung au die bestellenden Vereine;. ^ugkmxmuD«, ^ugenoounoe iiin*.; vcumii n cmci luu/irLmu-ocn, Schaffung eines Netzes von Ueberwachungsstelleu, die in engster gewährleisteten ärztlichen Versorgung, wollen sie nicht ihre wert- Fühlung miteinander und mit den Behörden stehen, Stoccfy oor> üolle in der Jugendpflege ernsthaft gefährden. L. sordett
beugender Arbeit lUcberwachung von Annoneen, Kontrolle anderer dlusbildung der Aerzte in den Aufgaben der Jugendl>ygiene schon verdächtiger Erscheinungen, Austausch von Feststellungen) und aiIj tyen Universitäten, am besten in Verbindung mit dem .Hygienezwecks fürsorgerischer Tätigkeit Zliiterbringimg von unt>eriorgtcn linteiriri}t. Als Ergänzung sollen die daftkenSwetteu Leistnugen Kindern, z. B. durch Adoption. _ ber ärztlichen Fortbildung sortgeführt und weiter ausgebaut wer-
Als zweiter Redner- zu dem gleichen Thema, ftn'ach Ver- öen ärztlichen Tätigkeiten in der Jugendhygiene müssen an- waltungsdirektor Dr. B l a u m - Straßburg i. Elf. Er führte aito: gemei'fen honoriert werden. Eine Verftaatlichiing oder Verftadt-
In einer größeren Reihe deutscher Großstädte und auch ein- sichuug der ärztlichen Stellen ist bei Neuschafsung oder Vermehrung zelner Länder hat man bic Mißstände des Pflege- und Adoptious- berselbeu nicht anzustreben. ^Die Freiheit des ärztlichen Standes stellenwesens durch verschiedene Einrichtungen sozialer Fürsorge 1^ nac^ Möglichkeit zu erhalten. Für die Bescktasftmg der ans- zu bekämpfen gesucht. Eine der ersten in dieser Arbeit i|t Straßburg zubringenden Mittel erneuert L. seinen Vorschlag der kondomiuia- gewesen. Der Redner schildett, um der Versammlung ein Beiipi.'l kcn Vereinigung von staatlichen, kommunalen Behörden und Wohl- einer Stadt zu zeigen, in welcher Weise die von Seiten des Vor- fal-rtsvereinigungen, für die er als schon bestethende und gift redners vorgetragenen Mißstände bekämpft werden können, bie fimttionierenbc Beispiele die Zahnpflege und Schulspeisung aiv Eiurichtungcn in Straßburg. führt. Oertliche .Eigentümlichkeiten sind dabei zu berücksichtigen.
Zum einen ist dort durch das städtische Weisen- unb ^ugenb- Mit einem loarmen Appell an bie Aerzteschaft und einem ver- fürsorgeamt bic Vermittlung bes Pflegestellen- unb Abop- heißungsvvllen Ausblick in die Zukunft werden bie Ausführungen tionswescns zwar nicht ausbrücklich geregelt, aber doch in bic geschlossen.
Hanb genommen bei allen unter der Aufsicht des Wauen- -Den zweiten Vottrag erftattet Sanitätsrat Dr. Sonnenberger und Fürsorgeamtes stehenben .Kindern. Das sind zum eineit alle I ^Worms). Nach einigen Bemerkungen über bic Stellung unb Be- bevormundeten Kinder, zum andern alle unter Schutzaufsicht stehen- l ‘ '
ben gefährdeten Kinder und Jugendliche. Bei allen diesen tritt das städtische Amt in Tätigkeit, bei der Vermittlung einer Pflegestelle (ebenso bei Adoptionen) und es ist die natürliche Folge gewesen, daß auch in ben außerhalb bieses Kreises liegenben Fällen bas Amt saft immer freiwillig in Anspruch genommen ist.
Zum anbern ist bie Erteilung ber Erlaubnis zur Annahme eines Kindes in fremde Pflege geregelt durch eine polizeiliche Verordnung pom Jahre 1904 — die im Jahre 1908 ausgedehnt worden ist auf das ganze Land Elsaß-Lothringen. Die Erlaubnis muß vor Annahme des Kindes bei dem Polizeipräsidium nachgesucht werden, es ist ihr außer den üblichen Per- sonalpapieren beizufügen: ein ärztliches Zeugnis eines beamteten Mztes (meistens Gemeindewaisenarzt) über bic gesunbheftlicben Verhältnisse der Pflegerin, bes .Kindes, der Hausgeitossen der Pflegerin und über die Beschaffenheit der Wohnung der nach-


