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FÄHirstEfuthroi B i'en o ck beim Wegführen sich von dem chn oeglettenden Gerichtsdiener Mwitg loszureißen. Bie- iwcE fthlug den Beamten nieder, so daß dieser bewußtlos üLgenblieb. Der fliehende Bienock wurde von anberen Gernytsdienern fefbgenmnmen. König starb alsbald an der erlittenen Schädelverletzung.
* Gattenmord. Aus Düsseldorf wird gemeldet: In der vergangenen Nacht wurde der 35jährige Schneider K a u - pausen im Schlafe von seiner zehn Jahre älteren Gattin aus Eifersucht mit einem Brotmesser derartig verletzt, daß er sterbend ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Frau wurde verhaftet.
*UntatenderWahlweiber. AusLond on , 11. Nov., werd gemeldet: Im Alcxanderpark wurde das Manclsester Kaktus- baus durch eine Bombe zerstört. Man schreibt da? Verbrechen Vertreterinnen des Frauenstimmrechts zu. Tie Sammlung, die in ldcm PavUlon untergebracht mar, hatte einen Wert von ungefähr 1OOOO Pfund Sterling. In Frenchay bei Bristol brannte nachts ein unbewohntes Landhaus nieder: aus gefundenem Schriftstücken schließt man, daß es sich auch hier um einen Zer- störungsakt der Frauenrechtlerinnen handelt.
* Nobelpreisträger. Aus Stockholm, 11. Nov., wird gemeldet: Die königlich schwedische Akademie der Wissenschaft en hat den diesjährigen Nobelpreis der Physik dem Professor >lamerlingh Onnes an der Universität Leider und den Nobelpreis der Chemie denr Professor Alfred Werner an der Universität Zürich verliehen. Die Preise betragen in diesem Jahre ungefähr 197 000 Franks.
*Mordtaten. Aus Berlin wird gemeldet: Der 37 Jahre alte Kutscher B o g a n erdrosselte gestern in seiner Wohnung die Mit ihm zusammenlebende 40 jährige Frau Prusseit und deren dreijährige Tochter. Die lO'/.jährigc Tochter der Frau Prusseit wurde lebensgefährlich verletzt. Der Täter ist geflüchtet Zur Entdeckung des Mordes hat der Mörder selbst wesentlich beigetragcn. Er erschien nachmittags bei der 19 jährigen Tochter der Prusseit an deren Arbeitsstelle und warnte sie, nach Hause zu geben, denn da könne sie was schönes sehen. Der Mörder, von Beruf Kutscher, hat meist nicht gearbeitet, sondern sich von der Frau ernähren lassen, mit der er seit zehn Jahren in toilbfcr Ehe lebte.
* Typhus. Die Morgenblätter melden aus Mülheint Muhr): In der 3. Kompagnie des 150. Infanterieregiments wurden zwei tödliche Tyvhusfällc festgesteUt. Die .Krankheit ist angeblich aus dem Manövergeländc eingeschleppt worden. Drei Mann wurden sofort isoliert; ein weiterer ist unter typhusver- dächtigcn Erscheinungen erkrankt. ,
Kleine Tageschronik.
Der japanische Torpedobootszersdörer „Agsaqiri" ist bei der Halbinsel Noto auf einen Felsen geraten. Er ist rettungslos verlo ren.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter öieier Rubrik stehenden Artike übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 11. Noo.
Einen tiefen, aber wenig erfreulichen Blick in das Getriebe unsers kommunalen Lebens gewährte der Bericht über die Wahl« Vorbereitungen der sreisinnigen Polkspartei. Besagt er doch nicht
mehr und nickt weniger, als daß nur die Zugehörigkeit zu einer bestimmten politischen Partei zu der Tätigkeir als Stadrserord- neter befähigt! Nickt danach wird gefragt, ob Jemand Interesse an umernt örtrntiuhen Leben bttimbet, ob er genügend um abhängig ist nach rechts und links, nach oben und unten, um ohne Voreingenommenheit niemand zuliebe und niemand zuleide seine Entschlüsse zu fassen, sondern nur, ob er auch waschechter Parteimann ist, „Eingeschriebenes Michlied", das scheints, der Zauberscklussel, der die Tür zum Sitzungssaal öffnet. Wie weit sich ein derartiges Vorgehen mit dem Begriff Liberalismus, Freisinn verträgt, das mögen sich die Heroen, die in den Parteien die Sache „machen", in einem stillen Stündlein daheim einmal durch den Kopf gehen lassen.
Es gibt eine ganze Menge Bürger, und ich meine, es sind wohl noch nicht die schlechteilen, die gut liberal sind (liberal im weitesten Sinne verstanden, die aber angeekelt von der Art, wie vor allem bei den Wfthlcn gearbeitet wird mit den übelsten Mitteln von allen Parteien, sich feiner Partei anschlie ßen mögen, sondern jeweils das kleinste Hebet wählen, es gibt auch eine ganze Menge Bürger, die der Meinung sittd, Partei^ Politik habe nichts mit der Verwaltung unserer guten Stadt Gießen zu tun: sic alle mögen jetzt umlcrncn, bis sie den S§tz auswendig können: Hinein in die Partei, dann kommst Du auch ins Rathaus!
Es wäre wirklich an ddr Zeit, daß sich die Gießener Bürgerschaft aufrasite, den ganzen ParteiklütM-l zum Tempel hinaus jagte und dafür Leute wählte, mir um der Sache willen, nidjt für ober gegen eine Partei.
Vielleicht erleben wir das ja auch noch, wenn nicht diesmal, bann bei einer späteren Wahl! Hoffen wir das beste!
Burmester.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 13. Nov. 1913: Wechselnde Bewölkung, einzelne Regenschauer, etwas kühler, vor« wiegend westliche Winde.
Letzte Nachrichten.
Kein Besuch des Kaiserpaares in Braunschweig.
Berlin, 12. Nov. Tic Meldung von einem Besuch des Kaisers und.der Kaiserin am 17. d. Mts. in Braunschweig ist unzutreffend. Vom 15. bis 17. November weilt der Kaiser in Kiel. Ein Besuch ist vorerst nicht in Aussicht genommen.
Aus der Konservativ en Partei.
Berlin, 11. Nov. Der engere Vorstand der Dcutsch -Kowservativen Partei hat, wie die „Berliner Neuesten Nachrichten" und die „Kreuzzeitung" melden, am 8. d. Mts. beschlossen, daß in Zukunft Ausschluß aus der Partei bei solchen Mitgliedern unverzüglich eintritt, die zwecks Wahll)ilse mit Angehörigen der Sozialdemokratie verhandeln. In der Einleitung des Beschlusses wird zugegeben, daß solche Verhandlungen von vereinzelten Konservativen auf eigene Faust vorgekommen seien.
Gegen die Warenhäuser.
Berlin, 12. Nov. In bet letzten Vorstandssitzung der Berliner Konservativen am 7. d, M. ivurde in einem gegen die Warenhäuser gerichteten Beschlüße eine Erhöhung
der Um sahst em er über 4 v. H. und ein Verbot der
der oberen für die Sicherheit des Publikums .qefihrkcken Stotf werke gefordert und dw Einführung einer Ailralsteuer empfohlen. Ferner wurde eine Ern gäbe an den Minister des Jmwrn beschlossen, worin gefordert wftd, daß jedes offene Ladengeschäft den vollen Nomen des wirklichen Inhabers trägt. Zur Begrün- buitg lwißt es, daß trotz gesetzlicher Bestimmung beispielsweise jüdische Geschäftsleute den guten Namen des früheren dnäftitd»« deutschen Inhabers benutzen. In einem dritten Beschluß wftd vom Justizminister die Ausdehnung des 2lusjchlnsses der Oof- fentlichkeit in Sittlichkcitsprozessen auch auf die Presse gefordert.
i Millionen -AnleiheinOffcnbach.
m. Offenbach, 12.Nov. Der städtische Ven'assnngs Ausschuß beschloß einstimmig die Aufnahme einer Anleihe von 14 Millionen Mark. Anfänglich war die Aufnahme von 20 Millionen vorgesehen. Von diesen 14 Millionen Mark sind nicht weniger als rund 9 Millionen für werbende Anlagen vorgesehen, dft sich selbst verzinsen und amortisieren. Unter den restlichen 5 Millionen befinden sich etwa 125 000 Mark für die Er Weiterung des städttscken Krankenhauses, eine Million für den Stadthaus-Neubau, 250000 Mark für Volksschul-Neubauten und 673 000 Mark für den Beittag der Stadt zum Umbau der Bahn anlagen.
Eine verbotene Jesuitenmission.
Posen, 11. Nov. Der hiesige Polizeipräsident verbot eine Jesuitenmission. Er untersagte bei Strafe dem Jesuiten Mieloch- Lemberg die weitere Missionstätigkeit in der Posener Domim kanerkirche.
Immer mehr wird Tee, namentlich in den kräftigen Sorten, als tägliches Getränk bevorzugt. Von
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setzen sich London Tee ü Mk. 2.60 und Englische Mischung •i Mk. 3.20 das Pfd. zum grossen Teil, Ceylon Indian ä Mk. 2.80 und FF. Ceylon Indian ä Mk. 3.50 das Pfd. fast ausschliesslich aus feinen britinch-indlschcn Tees zusammen. Diese vier Mischungen verdienen ihres Wohlgeschmacks, ihrer Feinheit und grossen Ergiebigkeit halber ganz besondere Beachtung. s< r.
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Reichsverein liberaler Angestellter und Arbeiter und Fortschrittliche Volkspartei.
Am Mittwoch, dem 18. November, abends S1/^ Uhr, im Hotel Felsenteller öffentl. Versammlung für
Eisenbahn- und Post-Beamte und Arbeiter.
Thema: vll/u
Stadtverordnetenwahl.
Referenten:
Tisiheiidin'ftt-Bcrlin u. LaMaMbgcMiittcr PrgM UrsiM-Wen.
Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand.
Mittwoch, den 12. November 191.3, abends S’/4 Ehr, in der neuen Aula der Universität
Vortrag
von Herrn Pfarrer D. Prenschen aus Hirschhorn über
Deutsche Heldinnen in den Befreiungskriegen
— Eintritt für jedermann frei. ~ D8 n
lllgem. Denlscter Fraoemerein, Ortsgruppe Gitta Der eräug. Gemeinds-Fraoenverein
Frau Minna Naumann. Frau E. Höhl bäum.
Sonntag, den 16. Nov.
Oberhess. Geschichtsverein
Ordenti. Mitgüeder-Versammlnng Donnerstag, den 20. November, abends 81/, Uhr, im oberen Saale des Cafe Ebel.
4.
1.
2.
3.
Tagesordnung: Geschäftsbericht des Vorstandes. Kassenbericht des Rechners.
Beschlußfassung über den Antrag Schmeckenbecher: In S 28 der Satzungen des Vereins ist das Wort „gänzlich“ zu streichen. Der § 29 erhält folgende Fassung: Vorstand im Sinne des B. G. B. ist der Vorsitzende sowie der Schriftführer des Vereins.
Vortrag des Herrn Prof. Dr. Laqncuv: Leber die Germania de* Tacitus.
Gäste sind willkommen. v15/“
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LeipzigerQuartett- u. Konzert-Sänger iDir. Eule-Schmidt) — 8 Herren!!! —
Brillantes erstklassiges Programm!
Borverkaus: Sperrsitz und Logen 1.—Mk., Saal- vlatz 60 Pfg. in d. Bigarr. Handl, d.Herren Zllamp, Scllersweg,Todt,Plock- itraste nebst Filiale, Löb, Bahnhoiser., und Heinz, Kirchenvlatz.
Kassenvreis: Logen und Svernitz 1.25 Mk., Saal- ölat» 75 'Big. Ans. 8 Ubr. In(öiciicn s.viel.Jabr. beliebteste Gesellsck.l^»
Sonntag, 16. November, 8V4 Uhr: Faniilienabend in Steins Garten.
Vortrag des Herrn Prof. v. Dr. Diehl-Friedbe W Ms ueriiMft Htßti ötm iHcforinctor Ülortin Buccr? Der gemischte Cbor des evangelischen Arbeitervereins Hal feine Mitwirkung zugesagt. Du[-*
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Willy der Unverbesserliche
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Natur-Auf nahmen und aktuelle Bilder: Jagd auf wilde Rinder Hebungen ipanifdjer Kolonialtruppen Das neueste Fatpe/Journal
Als Einlage: a’*/u
Die Verlobten
Manzonis Meisterroman in künstlerischer Wiedergabe. Schauspiel in 5 Akten
Außerdem diverse Einlagen.
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Ab Samstag der erste Film der Asta Nielsen Serie 1913'14:
Die Suffragette, Schauspiel in 5 Akten.
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genannt das Ldnnuit- kästchen von Vließen.
Dienstag 1 l.,Mittwoch 12., Donnerstag 13. u. Freitag 14. November Fedes Bild ein großer Schlager!
Exerzieren einer Füsilier Kompagnie Sehr interess. ?lumahme. 3m Wald und auf der Heide Hochkvm. Szene, z.Lachen Komischer Schlager!
Adolar will heiraten! Hervorrag. Komödie in 2 Akt. Lachen ohne Ende. Groß. Sens. Schlager! Der Ralkankrieg! oder: Der eiserne Tod! Bon gewaltig, .ftiszenier. Spannend v. Ans. b.Ende.
Wochenübersicht des Union Theaters!
Neuestes aus aller Welt: Mode, Svort rc.
Einz.dattcb.Humoreske Freibadfolgen !
. Entzück, komische Szene! I Erweckt große Heiterkeit.
Lachen ohne Ende.
Grober Schlager!
I>?e Wnldrone ! ! !
Wild West-Drama in ' 3 Akten. Wurde stets bei ! ausverkauit.Häus.vorge- iübrt u. wird auch hierdas । größte Aussehen erregen. I a,J/itl Tic Direktion.


