Ausgabe 
12.7.1913 Erstes Blatt
 
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abends 6 Uhr, sein

4595

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Ein Spezialist erzählt, wie man dem Uebel abhelsen und wieder kräftig, rund und gesund werden kann.

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* Renornmage. Altes Fräulein (das etwas schwerhörig ist):Was, du glaubst, ich hätte keinen Mann kriegen können? O, drei Heiratsanrrägc habe ich gekriegt und wer weist, wie viel ich noch überhört habe?"

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 13. Juli 1913:. Meist heiter und trocken, wärmer, Gewitterneigung.

VvrrrlreZ besetzte Sammetkleider, und Alte, die ftrfi unter der Last der Straußenfedern beugen, manches Wcsü7ndprin.zeßaxm mit Neid" erfüllen können. Tie Herzogin von Albany verteilte diesmal die Preise, nachdem ihr die so geschmückten Cosder Kinder einen Strauß überreicht hatten. Die meisten hatten ihre Tiere so ausdauernd ge­striegelt und so schön geschmückt, daß man die Unmöglichkeit be­dauerte, jedem, der es verdiente, einen Preis zu geben. Eiu> grauer Esel war mit Rosen und Veilchen geziert, waS eine sehr befriedigende Farbenstimmung ergab, ein brauner hatte einen Kranz von ganz blassen Rosen dieser war von der Ligo aus arger Mißhandlung erlöst worden, hatte monatelang in Ban- bogen sein Dasein gefristet, aber seitdem mehrere Preise ge­wonnen, zur unsäglichen Genugtuung seiner neuen Besitzer, lieber» Haupt findet man Coster-Familien, die ihren Esel ganz mit zur Familie rechnen, auch wenn er, wie einer der zur Schau gestellten, die Unart hat, jedes erreichbare Pearly seines Herrn al^ubeißen.

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Große Magerkeit ist unnatürlich und gefährlich. Sie brauch: zwar nicht jedesmal zu ernsthaften Störungen zu führen- immer« bin beweist sie, daß irgend etwas anormal, nicht in Ordnung ist. Oft fühlen sich magere Leute völlig gesund und munter. Dreißig Jahre praktischer Erfahrung haben mich aber gelehrt, daß doch immer etwas los ist, dem durch Behebung des Grundübels, der Magerkeit, vorgebeugt werden muß. Man ist mager, weil die Nahrung nicht richtig assimiliert wird. Plan hgt wohl einen groß­artigen Appetit, verdient sogar die Bezeichnung einesstarken Essers", man setzt aber trotzalledem nicht an, weil der Organismus die Speisen nicht genügend ausnutzt, d. h. die in ihnen enthaltenen Nährstoffe nicht oder nur teilweise assimiliert. Das deutet auf eine Schwäche des Organismus, des Nervensnstems. Darum sind Magere auch meist sehr nervös, klagen über Schlaflosigkeit und versuchen sich dann mit allerlei mehr oder weniger schädlichen Drogen zu Helsen. Statt dessen sollte man eher zu einem Näbr- und Nervenkräftigungsmittel greisen, wie das nach solgendem Rezept zusammengestellte, mit dem ich ganz bemerkenswerte Resul­tate erzielte, und das zudem ganz drogenfrei ist, also nicht etwa zu einer Drogengemöhnung führt- 15 gr. Cardamommtinktur, 90 gr. einfacher Zuckersyrup, 60 gr. Salrado. comp., <S5 gr. dost. Wasser. Davon nimmt inan ein bis zwei Eßlöffel voll vor jeder Mahlzeit und vor dem Zubettgehen, oder tuenn immer man sich sehr ermüdet und abgespannt fühlt. Feder Apothekerund Drogist kann die Bestandteile zusammenstellen. Die dem Gebrauche folgende Ge­wichtszunahme ist ganz erheblich- Nervosität, Schlaflosigkeit und getstige Ermüdung schwinden, neue weistessrische und rote Wangen zeugen von dem zurückkehrenden Wohlbeftnden. A. E. M.

Vorträge im Winterhalbjahr 1913/14 9. Oktober: Herr Prof. Hi». Georg Wegener, Berlin: Samoa, unsere schönste Kolonie, ß. November: Herr Univ. Pros. I>r. Rauch, Gießen: Bon öergflfjn z.Rhein, eine liinsilttischc Milderung. 2V. Nov.: Herr Divl.-Fng. Tunckler, Haun.-Münden: Moderne elektrische Betriebe unter besonderer Berücksichtigung der Nebcrlandzentralen.

4. Dezember: Herr Dr. Johannes Müller, Mainberg:

Tas Geheimnis der Lebensknnst.

8. Januar: Herr Prof. Carl Brockmann, Offenbach:

Die Jungfraubahn.

22. Januar: Herr Tb. Kränzlin, Offizier des Nord­deutschen Llovd: Fahrten und Tätigkeit des Norddeutschen Lloyd im fernen Osten und der Südsee.

5. März: Herr Dr. Paul Rohrbach, Berlin:

Expedition nach Neu-Kamerun 1913, Alle Vorträge finden in der großen Universitäts-Aula statt ttnb beginnen pünktlich 8'A Uhr abends. v12/.

Uebergrotze Magerkeit.

bedeutet eine

Gefahr für Ihre Gesundheit

winke für Amerikareisenve.

Für feine Landsleute, die zum erstenmal die Vereinigten Staaten besuchen, gibt ein Engländer allerlei Winke, die sich in erster Linie gegen die Art wenden, mit der der Engländer feine Vetternüber dem Teich" behandelt, aber auch für andere Na­tionen allerhand Nützliches bringen dürften. Er sagt unter an­dern: Gib deinem Steward die Hälfte seines Trinkgelds am Anfang, die andere Hälfte am Ende der lieberfafjtrt. «Dies ist ein wirklich beachtenswerter Wink, denn man macht oft genug die Erfahrung, daß mau in den letzten fünf Minuten vor der Landung vom Steward mit all den Aufmerksamkeiten erdrückt wird, die er auf die ganze Zeit hätte verteilen sollen nur »veil er ein gutes Trinkgeld erhielt, daß er wahrscheinlich weder erwartete, noch verdiente.)

Lache nicht, wenn. der Amerikaner im Angesicht ber Frei­st eitsftatue sich aufwirklich gutes" Roastbeef freut. (Für den Engländer gibt es fein gutes Bees außerhalb der Insel.)

Nenne nicht alle Amerikaner 9) an fees sie lieben das nicht. Der Pankee ist ein Lokalprodükt von ein oder zwei östlichen Staaten.

Sei pünktlich zu den Mahlzeiten in einer Pension, sonst findest du die Tür verschlossen und verrammelt, und alles Klopfen hilft nichts.

Erwarte nicht, daß man deine Schuhe putzt in Hotel oder Pension.

Wenn du dick raficren läßt, nimm dir Zeit. Man wird nirgends besser rasiert, aber es dauert 20 'Minuten.

Laß deineenglische Reserve" zu Haus, wenn ein fremder Amerikaner dich in .Hotel, Bahn oder Saloon anspvicht.

Dendrink, den ein Amerikaner dir anbietet, schlag nicht aus.

Wundere dich nicht, wenn der Schwarze, der den Zug be­dient, dir auf die Schulter schlägt und dich fragt, wie dir's geht.

Verdonnere nicht die Hotel- und Pensions-Runners, die an jeden Zug kommen und dir das Leben zur Hölle machen, denn es nützt nichts. Behandle sie mit Ruhe das einzige Mittel

Wundere dich nicht, daß. dieStaaten" ganz anders sind, als du erwartet hast.

Wundere dich über nichts.

ÄgyK» ton Un= ..^5 üblich^

.wäre und tnde denn

5 Mtz luH solchen

Ö&sfeSSS trotz

spuren aufwies, die nicht von der in Haft genommenen Nichte der Ermordeten, der Helene Junker, herrühren. Als Mittäter kommen, da man von einer Täterschaft der Verhafteten über­zeugt ist, zunächst Verwandte der Junker in Frage, von dieser ein Sohn ihres Bruders, des RealfchuldirektorS Junker in Crefeld. Dieser konnte jedoch sein Alibi nachweisen; er be­fand sich zur Zeit der Tat auf einem Gute in der Nähe Berlins. Vor einigen Tagen wurde ein Sohn des Vetters der Inhaftierten, der Oberlehrer Sauer in Köln a. Rh., aus der Unterrichtsstunde (!)' von einem Schutzmanns dem dortigen Amtsgericht vorgeführt, aber sofort, nachdem er be­friedigende Erklärungen abgegeben, wieder entlassen. Ein Bruder des Oberlehrers, ein Diplomingenieur in Darmstadt, erhielt zum gleichen Tage ebenfalls eine Vorladung; auch er tat sein Alibi dar.

w Wiesbaden, 11. Juli. Die Stadtverordneten be­schlossen hewe in geheimer Sitzung den Ankauf de§ ehemalig nassauischen, jetzt Großh. luxemburgischen Jagdschlosses Platte bei Wiesbaden nebst 50 Morgen dazu gehörigen Waldes. Der Kaufpreis beträgt 400000 Mark. Da§ genannte Schloß soll als Sommerfrische ober Jagdschloß ver­mietet werden. Der Rest des Waldes, etwa 2000 Morgen, ist von einer Münchener Papierfabrik gekauft worden, die den Wald ab holzen (!) läßt.

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vermischtes.

* A u f d e r Ia g d v e r u n g lÜck t. Aus Hamm (Wests.) wird gemeldet: Als der Kammerherr v. T wicke l> in Erm e - l i n g h o f mit feinem Förster gestern abcnd auf dem Anstand war, entlud sich plötzlich sein Gewehr. Das Geschoß ging ihm mitten durchs.Herz.

* Ein seltsamer Heiliger. Aus Rostock wird gemeldet: Ter Täter des Revolverattentats auf den Rechts­anwalt Tobias, Ingenieur F r i tz e r, sprach, wie sestgestellt ist, am 8. Juli auf der Polizei-Hauptwache vor und er­suchte, man möge ihn in Schutzhaft nehmen. Er furchte sonst im Falle des ungünstigen Ausganges seines Prozesses die Herrschaft über sich zu verlieren und den gegnerischen Rechts­anwalt zu erschießen. Die Polizei nahm den Mann nicht ernst und ließ ihn laufen.

* Der Verband der Wandervögel will' mit der Bitte vorstellig werden, die Bur^ Ludwigstein in der Nähe von Werheshausen den Wandervögeln Deutschlands als Ver- sammlungs- nnd Rastort zu überlassen.

*SchonwiederdieWahlweiber. Aus Dublin wird gemeldet: 'Als gestern nachmittag Postbeamte Briefschaften sor­tierten, explodierte ein Brief, der an das Parlamentsmitglied Will. Redmond adressiert war. Verletzt wurde niemand. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Streich der Suffragettes.

TieCoster" und ihreEsel. Äuch dieses Jahr wurde wieder imVolkspalast" im Londoner Ostend die jährlicheEsel- schau" abgehalten. TieLiga unserer, stummen Freunde" ver­anstaltet diese Schaustellungen, bei denen Preise für die besten und bestgepsleyten Grautiere vergeben werden. Tas merk­würdigste bei btefer Efelschau sind aber schließlich doch die Eigen­tümer der Tiere, die sogenanntenCosters" oder Costermongers, fliegende Händler in 'Grünkram und Lebensmitteln, die ihre Waren in einem von Eseln gezogenen Gefährt anbieten. Tiefe Costers sind ein ganz origineller, scharf uniriffencr Typus des Londoner Lebens. Tie Eigentümlichkeit, die sie schon von weitem kennzeichnet, sind die Perlmutterknöpfe, mit denen ihr Anzug reichlich besetzt ist. Tiefe Knöpfe nennen sie Pearlies, und ihre Staatsanzüge sind damit geradezu übersät. Je nach dem Reichtum, der in diesem Schmuck an Mütze, Hosen, Rock und Weste zu sehen ist, schätzt man den Coster in feiner eigenen Hierarchie ein: so hört man denn von Pearly-Königen, deren Pracht märchenhaft fein soll und man sieht bei diesen Schau­stellungen kleine Coster-Prinzen, in allem das getreue Ebenbild ihrer- königlichen Väter, und Coster-Prinzessinnen, deren mit

millionenfach bewährt!

1 Bluse kostet lOPf.

1 Kleid kostet 75 Pf.

lt- in Großherzog hat er LMeäuniversität Dr.

1 zur Annahme bfm König von Preußen l. Klasse erteilt.

ifllicn. Die Hilssheizer er, Haas und Weller ivheizern ernannt, lice» Stiftung hält ihre 17. Sept in Darmstadt eit es sich um die Grmdum ion und um Aendmmg der ig soll sich die Feier des

Stiftung schließen.

e überaus reiche Zwet- [>ft zu erwarten. Die Baume Hefte biegen sich schon jetzt m werden. Bei der wichtig M, ist der Behang sehr 1913 eine der geringsten

>. :Wmürbig ist es, daß igu ihrer Mitezeit Fröste a.jen, TOßhrcnb die W- tjdben. Im mnse

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E r Hessen-Nassau.

. ..(/'Ea'rburg, 11. Juli. Vom Eli sabethbor n. Etwa ^^den südöstlich unserer Stadt, am Oftabhang des >.xchnbcrges, m umnittelbarcr Nähe des Dorfes Schröck, liegt der sogen. Elrsabetchborn. Der Sage nach soll die heilige Elisabeth gar oft nach dieser idyllisch am Waldrande gelegenen Quelle, brs um die Mitte des 16. Jahrhunderts auch eine .fiapeile stmrd, gewandert sein, um dort ihr Weißzeug zu waschen. Bw auf den heutigen Tag wird übrigens noch von. den Schröcker Einwohnern behauptet, daß die Benutzung des Wassers aus dem Elffabethborn beim Waschen die Seife erübrige und die Wäsche blenderw rein mache. Der Brunnen ist schön mit Säulen umgeben und große Inschriften in lateinischer Schrift melden, daß die hei­lige Elisabeth diesen Brunnen zuerst gefaßt und auch die Ka­pelle darieben errichtet habe. Ebenso habe ihr Sproß, Fürst Lnd- >mg IV., hier gar oft mit zahlreichem Gefolge feinen Geburts- tag gefeiert und im Jahre 1596 das Brunnenhaus erbaut. Spuren der Grundmauer des Kapellchens und des gepflasterten Wegs,, der von Marburg aus dorthin führte, sind noch heute vorhanden Merkwürdigerweise erhält sich in der Bevölkerung der Glaube, iaf> der wirkliche Elisabethborn wo anders als an der gedachten Stelle gewesen sei. Diese Vermutung gewinnt neuerdings an großer Wahrscheinlichkeit, denn bei den Wasserleitungsarbeiten bat man jetzt unweit des Elisabethborns in einiger Tiefe eine <pit ausgemauerte altertümliche Brnnnenanlage bloßgelegt. Sache der Historiker dürste es jetzt fein, klarzustellen, ob man es hier rait dem wirklichen Elisabethborn zu tun hat. In der Nähe . jenes Ortes liegt in den Kiefern verborgen unter den verschiedenen ftngeit Findlingen auch ein großer Stein, der eine fußartige Ver- ftfiing zeigt, die St. Elisabeth-Fußtrappe. Wie die Sage er­zählt, rettete sich die heilige Elisabeth von diesem Stein aus, alls sie von einem Wolfe verfolgt wurde, auf einen Eichbaum.

[] Marburg, 11. Juli. Bei zahlreicher Beteiligung biben gestern die diesjährigen Marburger Ferienkurse brgonnen. Sie dauern bis zum 30. Juli. Der zweite Kursus findet in der Zeit vom 6. bis 27. August statt.

lb) Biedenkopf, 11. Juli. Tie Herdbuchgeseltschaft des .Kreises Biedenkopf hält am 4. August in Battenberg uvid am l i. August in Gladenbach eine Tierschau mit Ver­gebung von Aufsichtsprämieu ab.

lai Hai g er, 11. Juli. Unsere Stadt feiert im nächsten Zuhr ihr 1000 jähriges Bestehen und verbindet damit eine ! A l t e r t u m s a u s st e l l u n g.

h. Hanau, 11. Juli. Aus dem schönen Alzen au weiß man über eine merkwürdige Tat einer Kükenmutter zu be­richten. Diese riß einem ihrer Küchlein, das mit vier Beinen zur Welt kam, höchsteigenhändig die zwei überflüssigen Bein- cku'n aus, ohne dem Tierchen sonderlichen Schaden zuzufü.gen. (&it Alzenau scheinen die 5Mndstage schon angebrochen zu sein.)

h. Bergen, 11. Juli. Durch einen Sturz in den Keller : be r Hirschmannschcn Likörfabrik zog sich der Arbeiter i Weißen st ein einen schweren Schädelbruch zu. Der : Verunglückte wurde dem Hanauer Zkrankenhause zugeführt.

h. Frankfurt a. M., 11. Juli. Das Banner der i b r n 11 rf) e ti Turn er sch a ft, das fünf Jahre in treuer IObhut des Magistrats war, wurde hleute 'abend durch Burger- niciftcr Dr. Luppe in feierlicher Weise der Frankfurter 1 turnerfchaft zur Uebcrführung nach dem Leipziger Turnfest msgehändigt. Mit herzlichen Dankesworten nahm es der ltznuvorsitzende Professor Bender entgegen. Dann wurde sSas Banner in einem Festzug, an dem sich Lausende von frankfurter Turnern beteiligten, nach dem Bahnhöf Süd überführt, von wo es in einem Turner-Sonderzuge nach Der neuen Feststadt gebracht wurde.

(h) Frankfurt a. M., 11. Juli. 4/2 Millionen j Hl a r t für neue Krankenhäuser. Um eine Ausein­anderlegung des Krankenhauswesens und damit eine Ent­duftung der großen städtischen Krankenhäuser in Sachsen­hausen herbeizuführen, legt der Magisttat der Stadtver­ordnetenversammlung ein Millioncnprojekt über den Bau DOtt Bezirkskrankenhäusern zur Bewilligung vor. Nach der Vorlage ist die Errichtung eines Krankenhauses für den öradtteil Bockenheim im Biegewald geplant, das 1100 000 -rtart kosten soll; ferner werden 3 420 000 Mark für Kran- kenhausneubauten in Sachsenhausen gefordert, diese sollen bei medizinischen Fakultät der im nächsten Jahr zu eröff­nenden neuen Universität dienen und vor allein Pavillons für Haut- und Jnsektionskrankheiten -erhalten.

fc. Cron berg, 11. Juli. Zum Morde an der Witwe Zimmermann wird uns geschrieben: Rach dem Gutachten ö?S Gerichtschemikers Dr. Popp in Frankfurt a. M. in bei Kronberger Mordaffärc steht fest, daß mehrere Personen bei dem am 1. Juni 1912 an der 83jährigen Margarethe iimmmnann verübten Morde mitgewirkt haben, da die neben : Sech Kopfe der Leiche gefundene Papierrolle blutige Finger-

^Ojähr. Musiker-Jubiläum Zu diesem so seltenen Feste werden bloss Pro­gramme zu 50 Pfg. ausgegeben, um die Un­kosten zu decken; sie sind bei Herrn Kruse, Weserstr. 16, sowie am Eingang der Turnhalle pu haben und berechtigen zum freien Eintritt. ')as Konzert findet ohne Restauration statt ml wird gebeten, während der Vorträge die grösstmöglichste Ruhe zu halten. Es ladet li^rzu besonders ein Familie Kruse. , n einem größeren, geplanten Konzert im Saale des Ge- > ikrhaftsvereins oder in der Aula mußte wegen ungünst Ihreszeit einstweilen Abstand genommen werden.

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Dmck-Mnolenm . Dm von Mk. 1.35 an

Gerichtes««!,

Konstanz, 11. Juli. (Privattelegramm.) In der heutigen Schwurgerichtssitzung wurde der 51 Jahre alte verheiratete Schrei­ner Johann Georg Gras von Ober-Stotzingen im Oberamt Ulm, zuletzt wohnhaft in Radolfszell, wegen mit Ueberlegung ausgesühr- ten Mordes zum Tode verurteilt. Graf hatte am 28. Mai die in Radolfszell wohnhaft gewesene, von ihrem Manne getrennt lebende 49 Jahre alte Josefine Wörner, mit der er ein Liebesverhältnis unterhielt, mit einem stehenden Messer fünf Stiche versetzt, so daß sic den erlittenen Verletzungen alsbald erlag.

Lttftschrffahrt.

Graf Zeppelins Dank.

Friedrichshafen, 11. Juli. Graf Zeppelin veröffentlicht folgenden Dank: Zu meinem 75. Geburtstage sind mir von nah und fern, von den Spitzen staatlicher und kommunaler Behörden, von Hochschulen und Schulen, einzelnen Schülern und Schüle­rinnen, von der Presse, aus Lustschifferkreisen, von Krieger-, Arbeiter-, Jugend- und anderen Vereinen aller Art, von Stamm­tischen, von alten Kriegskameraden, lieben Freunden und sonstigen P.rsonen Glückwünsche in übergroßer Zahl zugegangen, daß es mir unmöglich ist, wie es mein Herzensbedürfnis wäre, allen einzeln besonders zum Ausdruck zu bringen, wie wohlwollend und ernst ich diese Teilnahme empfinde und wie dankbar ich für diese bin. Ich bitte daher alle, meinen von bewegtem Herzen kommenden Dank auf diesem Wege gütigst entgegennehmen zu wollen.