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12.4.1913 Erstes Blatt
 
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Umzug

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Giessen-Lollar, den 11. April 1913

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Prinz-Heinrich-Flug 1913.

Der Grostherzog hat das Protektorat über den hessischen Teil des Prinz-Heinrich-Flugs über­nommen. Austerdem ist dem Bereut für Luftsckisiahrt ui_ ©tefecn von dem Ministerium des Innern für den Bereich des Grotzherzog- tums .tzes'en eine Geldlotterie bewilligt worden, deren Ver­trieb die Herren Buchacker in Giesten und Ohn acker m Darmstadt

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Wir beabsichtigen jedem Radfahrer undjedem, der es weiden will, i- Deutschland ein praktisches Ge schenk unter ge­wissen Bedingun­genvöllig kosten­los zuzusenden, und zwar ist dies eine amtl. Gau karte des Deut­schen Radfihrer- Bundes, die bei größeren und kleineren Touren gan z unschätz­bare Di nste lei­stet. Geben Sie uns Ihre genaue Adresse auf einer Postkarte an.Wir bemei ken hier, daß es sich um eine vornehme Reklame handelt, aus derSie kosten­los Nutzen ziehen

* Ein Muttermörder. Äus Phnnont, 11. Aprrl, wird gemeldet : In der vergangenen Nacht schlug ctit 16 jähriger Junge namens Jgge seine Mutter, eine Witwe, die ihm wegen einiger von ihm verübten Diebstähle Vorhaltungen machte, nut einem Beile nieder und flüchtete In Emmern bei Hameln, wo er sich bei einem Gastwirt ctnlogicrcn wolttt, fiel dem Wirt sein verstörtes Wesen auf; die Polizei wurde benachrich­tigt, die den Burschen sestnahm. Er gestand, seine Mu t ter er­schlagen und mehrere Einbruchsdicbstählc, u. a. auch tn Han­nover einen Juwelendiebstahl begangen zu haben, wobei er vier Komplizen gehabt haben mttt. Die Mutter des Morden,

zu erfolgen.

Gießen, am 26. Mürz 1913.

Für den Aufsichtsrat: Die Gr. Schulleitung:

Dr. Krausmüller. Traber.

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Ein deutscher Torpedoboot gestrandet.

Tas deutsche Torpedoboot V 3 ist bei Swinhoeft an der Hommerschen Küste auf den Strand gelaufen. Tie Mannschaft ist gerettet. Wir erhielten folgende Meldungen:

Stettin, 11. ?lprtl. Bei dem heute vormittag herniMN- den Nordwest-Schneesturm strandete bei Swinhoeft zwischen Misdroh und Tivenow das Torpedoboot ,,V 3". Kurz dar-- auf sind von Swinemünde der Kunstmannsche Bergungs^unpser Äerlules" unter Mitnahme von Marinemannschaften des Panzer- treuzcrsFriedrich Karl" und des KreuzersKöln" zur Hilfe­leistung nach der Urtiallstelle abgedampft. Um sieben Uhr abends wurde gemeldet, das: die Mann s ch ast des Torpedobootes ge­rettet und in Misdrov gelandet wurde. Ter Bergungsdampfer Herkules" uiw der Kreitz erKöln" befinden sich wieder an der Unglücks stelle. Zu dem Unfall wird noch gemeldet:

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sollte von bem Lehrgeschwader ein Angriff auf die Festung Swinemünde geniacht werdm. Zu diesem Zweck fuhren die Schüfe in die öltcnc eee und versuchten, nächtliche Larrdimgsmanöver an der Küste, £ne durch die Festungsartillerie und Infanterie verteidigt wurde. Als man gegen Morgen zurückfuhr, wurde das Torpedoboot vermiU. Einige Schiffe, die sich auf die Suche begaben, sichteten es bei yJas* droch wo es von den starten Wielleu nmljerge trieben wurde. Xie Kohlen waren ihm' ausgegangen, so dast es manöverier- unfähig wurde. Tie Hilfsschiffe versuchten, sich dem'Boot zu nähern und Taue anzubringen: diese wurden aber vom L-turm zernsten. Durch Funkentelegraphie wurde die Marinestation L-ivinemunde um die Absendung weiterer Hilfsschiffe ersucht. Trotz aller Muhe gelang cd nicht, das Boot in den Hafen zu Id^cppen. ®cgcn 3 Uhr wurde es zwischen Misdroh und Swinhoeft, ctwa^ lou Mtr. vom Strand entfernt, auf Sand getriebe il

* Mehrfach er Mord-anschlag. In Krau­se n b a ch b-K Aschaffenburg schiug der 34'ährtge L-and- roirt Heinrich Bauer seine Ch frau und ihre Mutter nut einem' Beil nieder. Darauf floh er aufs Feld und er­hängte sich. Beide Frauen sind tödlich verletzt. :ue Tat ist auf häuslichen Unfrieden zurückzuführen.

* Unachtsame Eltern. In Aschaffenburg fiel das drei Fahre alte Töchterchen des Bauamtsasiessors Leitolf beim Spielen in einem Garten in ein Wasser­becken und ertrank.

Amtlicher wctterbeUcht.

Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 13. April 1913: Unbeständig, Regen- und Sclmeefcdauer, kühl, Nachtfrost.

Schneebericht des Schilluds Gießen.

Hoherodskopf: 25 cm Sehne, 7 Grad Kälte. Schibahn sehr gut.

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* Zum- Tode des Gymnasiasten Thiemann in Charlottenburg lässt der Staatsanwalt durch das Polizn- präsidium erklären, da st die Sachlage so wenig geklärt sei, bau bie

fffchen Verhältnisse in Offenbach ticrfyltct wird. 3. stie Kon­zession und das Gelände für die Lokalbahn wird der Stadt Offenoack überlassen unter noch festzusetzenden Bedingungen. 4. "Dcis Empfangsgebäude der Stadt Osfeickach wird durch ein neue» erseht und die Durchführung der Kaiserstrahe unter der Dahn neben diesem Em.pfangsgebäude vorgesehen. 5. Tie Ge- päckbeförderung von Hauptbahnhof Frankfurt nach Offenbach - durch die Eisenbahnverwaltung wird in noch näher zu ver­einbarender Weise garantiert.

ch. Gaulsheim, 11. Avril. Gegen 8 Uhr abends geriet das Holzlager der Firma Gebr. Himmelsbach in Brand. Ter eine der Holzschuppen mit der Autohatle und dem Pferde- stalle waren in Brand geraten. Der Brand war im Pferdestalle entstanden und breitete sich mit großer Schnelligkeit über sämt­liche Gebäude und die Holzstöße aus. Tie im Schuppen vor­handenen Karbidvorräte trugen wesentlich zur Ausdehnung des Feuers bei. Tie Feuerwehr sand bei ihrem Eintreffen an der Brandstelle ein riesiges Feuermeer vor. Nur ihrem tatkräftigen Eingreifen und der herrschenden Windstille ist es zu verdanken, daß der Brand auf seinen Herd beschränkt werden konnte, ^ie Kraftwagen und die Pferde konnten gerettet werden. Dagegen sind die Gebäude und die darin ausgeipeicherten Vorräte an Abfallholz ein Raub der Flammen geworden. Nach fast zwei­stündiger Arbeit war das Feuer zum grössten -teil gelöscht, wahrend int Inneren das Karbid noch mehrere Stunden rauchte. An den Löscharbeiten beteiligten sich die Feuerwehren von Bingen und Kempten. Der Gebäude- und Materialschaden tst groß und soll nur zum Teil durch Versicherung gedeckt setn.

Hessen-Nassau.

Frankfurt, 11. April. In der heutigen nicht­öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung stand als einziger Gegenstand dte Wahl des zweiten Bürgermeisters auf der Tag^vrdnung. Das Ergebnis war Stadtrat Dr. Luppe 38, Stadtv. Dr. Heilbrunn 18, Stadtrat Prof. Bleicher 14 Stimmen. Luppe ist gewählt.

Gesellige Buiammcnkmnt imAugustiner". t0301-*

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Vortrag üjk

W.SPINDLtf p. j^äerlth.G.und, SpindlersfeldbeiCöp.enic

irschbäume in lüte. Auch bi: fetzt haben di­cht. heute nachi

i der heute netf- ?r. ti-ahfer ab et en ftanb im esuchen", dc. vbW innehmr Dete: >x Mgermeisist düng - Bericht: daß verschieden Mchsen. Jm' hiesigen Zeitung ßren Kegierun^

siim Verfass:: In, in denen der seine den Men /sein sollte, ö" ' Mgl°nr°"dk elfter uSM chmidt«d°^ j Fällen tonnten bei denen nifflt ;ä"S*

»J sie mein Kersanon-

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die nicht sofort 'fot war, ist heute 'vormittag den Derlchmtge« erlegen. ,

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In der Nahe von Santa Andreas ist Menw über­fielen Banditen einen Zug, erbeuteten Silberbarren nst Werte von 60000 Dollars und töteten acht Passagiere.

Die städtischen KörpersckTaften von H alb er ft a dt betmllrcsten znM Regierungsjubiläum des Kaisers 25 000 Mark als Gnrndftoa für den Bau eines Waisenhauses oder eines Metten Volksbrause Hades und ferner 3000 Mark als Beitrag für die JubstaumSspendr der Provinz Sachsen.

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Letzte Nockrichten.

Schneefalle.

Frankfurt a. M., 12. April. Auf dem Feldberg schneit es unaufhörlich fort; die Schneedecke ist 20 bis 25 Ztm. dick. Die Schneeschuhbahn ist gut, während die Rodelbahn sehr d)1C5tobtcrn6eim, 12. April. Das S chne e t r e ib en hat eit gestern ständig zugenomm en. Dre^remperatur ist 2 Der Hunsrück ist mit einer dichten Schneedecke überzogen

Saarbrücken, 12. April. Das ganze Saargebiet hat tarken Schneefall. Der Schaden an den blühenden Baumen ist c^ct^ltdl g Q r t # 12. April. Auch heute schneit es sehr lebhaft. Auf den umliegenden Höhen sind brs zu 25 Ztm. und auf der schwäbischen Alb bis zu einem halben Meter Schnee gefallen. Die Obstbäume haben großen Schaden er litten. Teilweise sind die Telephonverbindungen unterbrochen.

Dresden, 12. April. Bei 5 Grad Kälte schneit es hier heftig. *

Tie bulgarisch-rumänische Frage.

Petersburg, 11. April. Heute sand vermutlich die lefetc Sitzung der Botschafter ko nfer c n z zur Regelung des bul ga risch-rumänischen K o n f l i f t S statt, ^ic von den Pertretern der Großmächte vorgeicklagene Losung soll von der bulgarischen wie der rumänischen Regierung für annehmbar be­funden worden sein.___________

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der sehr bedeutenden Kosten der örtlidxm Beranstaltung. So schteden werden könne, sind z. B. zur Unterbringung der Gäste bekanntlich hat der Grostherzog und Prinz Heinrich, ferner die Fürsten von Solms- Hohcnsolms-Lich und Solms-Braunfels, sowie der Graf von Solms-Laubach sein Erscheinen zugesagt der Oberleitung, der Etappenlettunm der Flieger, zur Schaffung von Arbettsraumen, Fernsprechn:, ferner zur Sickerung und Unterbringung des Wblv fnmd, Ausgaben notwendig, die diejenigen des Flugseftes vom 27. Oktober v. I. ganz beträchtlich übersteigen. Namentlich werden dte Absperrungsvorrichtungen viel umfangreicher zu ge­stalten sein, damit eine Durchbrechung nach Möglichkeit vermieden, wird. Den Inhabern von Platzkarten soll auch tatsächlich Gewähr dafür geboten iverben, soweit dies die £ape und Gestaltung des Triebs überhaupt znlassen, dah sie das Schauspiel ungestört ge­niesten können. Dabei sind die Preise der Plätze >o gewählt, da st "auch Minderbemittelte die Landungen und Auflttege mtt- cmsehen können. Kinder bis zu 14 Jahren in Begleitung Er­wachsener haben freien Zutritt. Auch für eine beichrankte An- rahl Automobile, deren Insassen den Flug Pont Wagen aus be­sehen wollen, wird Platz geschaffen werden. Dte Verhandlungen mit der Deutschen Lustschifsahrts-Aktiengesellschast sind soweit gediehen, dast wobl mit Sicherheit wieder auf die Landung eines Zeppelin-LuftschifseS gerechnet werden kamt. Nähere Einzelheiten werden demnächst durch Anzeigen und Pla-

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