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Hierdurch benachrichtige ich Freunde und Bekannte von dem am 21. September erfolgten Ableben des
Sem Julius Herdt, Maler
c in Saarbrücken.
Christian Herdt.
Leverkusen, 22. September 1913. 6190
schwarzen Strümpfen bekleidetes Mädchen sich in den Rhein stürzte. Die Rettungsversuche blieben erfolglos. Es war, wie fcstgestellt wurde, die 16jährige BäckcrmeisterS- tochter Gertrude Reitz auS HeideS he im, die in der letzten Zeit schwermütig war und öfter? Selbstmordgedanken geäußert hatte.
Hessen-Nassau.
[] Ma.rburg, 21. Sept. Am Freitag geriet an der abschüssigen Hofstaat ein Malerlehrling unter seinen mit Gerüslstangen beladenen Wagen und erlitt solche Verletzungen, daß ihn die Sanitätskolonne in die Klinik bringen mußte. Der Wagen kam erst in der Unter- gassc, wo er eine Mauer einstieß, zum Halten. — Bei Wolfshausen überschlug sich am gleichen Tage ein Automobil iknd ging dabei in Trümmer. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon.
w Frankfurt a. M., 20.Sept. Seit Donnerstag wird der 19 Jahre alte Sohn des Kainmerherrn und Hofchefs der Landgräfin von Hessen, Freiherrn v. Bothmcr, vermißt. Der junge Mann war auf der Durchreise von Hamburg nach Würzburg hier in einem Hotel abgestiegcn, wo er sich als Herr v. Bothmer aus Wien eintrng. Am Donnerstag ist er, ohne überhaupt seine hier wohnenden Eltern besucht zu haben, vom Hauptbahnhof abgefahren, und man vermutet, daß er nach Frankreich gereist ist, um sich dort für die Fremdenlegion anwerben zu lassen, da er sich verschiedentlich in diesem Sinne geäußert hatte.
li Fulda, 21. Sept. Die spinale Kinderlähuung ist seit einigen Tagen vom Keise Hünfeld, wo sie schon länger auftritt, auch nach hier gekommen. Sie wurde bereits in vier Fällen festgestellt.
verband der Vauvereine im Grohherzogtum Hessen.
Vilbel, 21. Sept.
Die gemeinnützigen Bauvereinc des Großherzogtums traten heute unter der Leitung des Landcswohnungsinspektors G r c tz - schel (Darmstadt) hier zu ihrem diesjährigen Verbandstage zusammen. Von den Staats- und Kommunalbchördeu waren vertreten das Kreisamt Friedberg durch Reg.-Assessor Grebel, das Kreisamt Alsfeld durch Rcg.-Ass. B l u m c r s , die Landesversicherungsanstalt durch Amtmann Bechtel und Kassierer Stier (Darmstadt), die Stadt Vilbel durch Beigeordneten Her- g e t und das Frankfurter Soziale Museum durch Gerichlsassessor Birk en stock (Frankfurt). Vor Eintritt in die Verhandlungen widmete der Vorsitzende dem verstorbenen Bürgermeister Fre- noy einen herzlichen Nachruf. Nach den üblid)cn Begrüßungen erstattete Inspektor Gretzschel den Jahres- und Geschäftsbericht: Im Jahre 1912 lag im ganzen Lande die Bautätigkeit arg darnieder. Infolgedessen konnte auch dem Woh nungsbcdarf nicht genügend entsprochen werden. Es entstanden zwar 3000 neue Wohnungen, durch den Bevölkerungszuwachs entstand aber eine Nachfrage nach 3700 Wohnungen. Während an Wohnungen unter 4 Zimmern großer Mangel ist, herrscht an solchen von mehr als 4 Zimmern Ucberfluß. Unter diesen Schwierigkeiten litt die Tätigkeit der Bauvereine nicht. Diese erbauten 52 Häuser im Werte von 420 000 Mk. und erhöhten damit die Gesamtzahl der von ihnen errichteten Häuser auf 785 mit 1612 Wohnungen im Werte von 8 250 000 Mark. Durchschnittlich schütteten die Vereine 3,5 Prozent Dividende aus, doch hielt der Vorsitzende es für wünschenswert, auf 4 Prozent zu gehen. Ende 1912 betrug der Reservefonds 122 000 Mark, der Hilfsreservefonds 250 000 Mark; die Höhe der Kapitalien bezifferte sich auf 2 380 000 Mark. Der Auflösung verfielen die Bauvereine von Roßdorf, Homberg a. d. O. und Fürth i. O.; neue entstanden in Worms, Gustavsburg, Bischofsheim und Offenbach. Insgesamt sind dem Verbände 31 Genossenschaften angeschlossen. — Bei der Besprechung des Berichts wies Direktor Doering (Gießen) auf die Einziehung der Wertzuwachssteuer bei der Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins Gießen und der Baugesellschaft von Nidda hin. Herr Metzger (Butzbach) gab bekannt, daß man in Butzbach und Schlitz Reichsstempelgebühren bezahlte und eine dagegen eingelegte Berufung vom Gießener Landgericht abschläalich beschie- ben sei. — Der vom Direktor Doering erstattete Kassenbericht weist in Einnahmen 538,78 Mk. und in Ausgaben 473,73 Mk. auf Der Berbandsbeitrag wurde von 10 auf 15 Mk. erhöht. Die Vorstandslvahl brachte die Wiederwahl der Herren Gretzschel und Doering; neu trat Landtagsabgeordneter Wiegand (Heppenheim) in den Vorstand ein.
3m Anschluß an die geschäftlichen Erörterungen fanden Vorträge statt. Oberlehrer Geck (Vilbel) sprach über „Die Bilbeler gemeinnützige Baugenossenschaft", Landtagsabgeordnetar Wiegand (Heppenheim), über „die Bürgschaft der Gemeinden". Das in Aussicht genommene Referat von Direktor D o e r r n g (GieArtt über Die Kalkulation der Kausprcnc und Mieten in den Ge- nossenschaftshäusern" fiel aus, es sott aber im Druck erscheinen. Den Referaten folgten rege Besprechungen, an denen sich zahlreiche Herren beteiligten. Von der Gründung einer Zentralver- bandskasfe nahm man wegen der gewannten finanziellen Lage Abstand Zum Ort der nachMahrigen Versammlung wurde Gustavsburg besttmmt. - Aach einem gemeinsamen Mittagsmahl fand eine Besichtigung der Genossenscha,tshau,er und des Sprudels statt. ,
veretnsnachrlchtm.
** Der evanq. Arbeiterverein hielt am Samstag Abend #inc VereinSversammlung ab, die sich in der Hauptsache mit der deutschen Dolksversicherung beschäftigte. Nach einer kurzen Erläuterung deS Zwecks und der Einrichtungen durch den Vorsitzenden des Vereins Obewibliathelar Dr. Heuser wurde besch affen, d.e DattS- Versicherung auch im hiesigen cvang. Arbeiterverein emzufuhren Zur Erledigung der Vorarbeiten wurde eme Komisfion von Vertrauensmännern gebildet die sich auch an der Ag'tationbete.ligen soll. Weiter wurde be- schloffen das Vertraucnsmännersystem auch für die sonstige DereniStatig- keit einzuführen. Einer Anregung d-S Vorsitzenden zustlge sollen ,m Winterprogramm u. a. auch Vorträge über Gartenbau, Säuglingspflege etc vorgesehen werden. —
Luftschisfahrt.
Neue Versuche Pegouds.
Npi-kailles, 21. Sept. Der Flieger Pegoud setzte seine Flu an ersuche auf dem Flugplatz Bue fort und warf bei einem
Fluge den Apparat so herum, daß die Flügel vierzig Sekunden lang fast senkrecht standen.
Frankfurt a. M., 20. Sept. Auf dem Frankfurter ö'Iug' platz am Rebstock wurde am Freirag der erste Flug um einen Preis aus der Nationalflugspende unternommen. Der Flieger Albrecht Schäfer stieg um 5 Uhr nachmittags mit einem selbst konstruierten Pfeil-Eindecker zu einem Stundenflug auf und lan bete nach einer «Stunde und 3 Minuten. Er gewann damit 1000 Mark aus der Nationalflugspende.
Das neue M a r i u e l u s ts ch i s I.
Berlin, 20. Sept. Das Marine luftschiff ,8. II." ist heute nachniittag um 47, Uhr nach erfolgreicher Fahrt in Johannisthal gelandet und auf Grund der Probefahrtergebniffe von der Ab- uahinekomniission in den Besitz der Marine übernommen worden.
Das Wasserflugzeug Dahns.
Köln, 20. Sept. Ingenieur Dahn, der heute früh nut einem Wasserflugzeug in Friedrichshafen ausgestiegen mar, ist um 7 Uhr 30 abends mit seinem Passagier hier gelandet, xie Schwimmer des Apparates sind leicht beschädigt. Er beabsichtigt, morgen mittag nach Kiel weiter zu fliegen.
Ein Rundflug um London.
London, 20. Sept. An dem Rundflug um London um den Becher der „Daily Mail", dem sogenannten Luft-Derby, das sich über 153 Kilometer erstreckt, beteiligten sich dreizehn Flieger, darunter zwei Franzosen. Sieger wurde berj: n g- 1 ische Flieger Hamel mit einer Flugzeit von 1 stunde 15 Minuten 49 Sekunden. Auch der zweite, dritte und vierte Preis siel an englische Flieger.
Die Vernehmungen der Lehrers Wagner ergeben immer ein weiteres Bild davon, mit welch klarer Ueberlegung der Massenmörder zu Werk ging. Nach dem Mord in Degerloch entfernte er sich, mit dem Mordwerkzeug in einem Handkoffer, das Fahrrad neben sich herschicbend, von zu Hause. Das Rad ließ er als Passagiergut nach Ludwigsburg befördern, während er den Koffer mit dem Werkzeug in dem Eisenbahnwagen mitnahm. Nach seinem Besuch in Eglosheim fuhr er mit der Bahn nach Bietigheim, wo er, ohne eine Spur von Aufregung zu zeigen, mit einem Kollegen zusammenkam. An dem Rad ließ er sich noch die Rücktrittsbremse in Ordnung bringen. Alsdann fuhr er nach Gtoß- sachsenheim und von dort nach Untermberg und Bissingen, um den dortigen Bahnübergang zu besichtigen, denn, so sagte er: „Ich hatte doch mit der Möglichkeit zu rechnen, daß ich auf meiner Fahrt von Mühlhausen nach Eglosheim verfolgt werde, und mußte deshalb die Enzübergänge genau kennen/ Tann ging der Weg wieder zurück nach Großsachsenheim über Berkheim, Vaihingen Staatsbahnhof, Kleinglattbach, Illingen bis auf den Uebergnng von Mühlhausen. Dort ging er vom Rad, um sich für die Ausführung der Tat vorzubereiten. Währenddessen kam ein Mann vorbei, der ihn etwas fragte. Er gab ihm zur Antwort, das Rad gehöre ihm, er solle seiner Wege gehen. „Wenn er," so sagte er, „mich l ä n g e r b e l ä st i g t h ä t t e, h ä t ,t e i ch i h n e r s ch i e s; e n müssen." Er ließ Rad und Rucksack liegen und machte sich an die Telephonleitung. „Aber", so sagte er wörtlich, „ich hatte meine Kräfte überschätzt; mit Klettern kam ich nicht hinauf und mit dem Bohren und mit dem Einschlagen der Kloben hatte ich zu viel Zeit verbracht. Da mir nun das Durchfeilen der Leitung mißlungen war, konnte Mühlhausen Vaihingen um Hilfe ersuchen und damit war mir auch der Rückweg über Illingen abgeschnitten, da von daher die Vat- hinger Feuerwehr kommen mußte. Deshalb mußte ich so rasch als möglich hinein in den Ort und meinen Plan ausführen, wenn ich zur rechten Zeit nach Eglosheim kommen wollte." In welch raffinierter Weise Wagner den ganzen Plan erdacht hatte, geht auch daraus hervor, daß er vor etwa einem Jahre aus dem Degerlocher Schießplatz se ine Pistolen erprobt hatte. Dabei hatte er gefunden, daß die Feder, die die Patronen von unten her in den Lauf einfährt, dem Einschieben des Ladestreifens Widerstand entgegensetzte. Er kam daher auf den Gedanken, aus den einzelnen Ladestreifen die zehnte Patrone zu entfernen und nur neun darin zu lassen, weil so das Laden schneller vor sich ginge. Wagner sagte weiter, wenn ihm das Mißgeschick nicht passiert wäre, daß er in Mühlhausen in der Aufregung beide Pistolen abgeschossen hätte, so wäre ihm jedenfalls auch sein Plan gelungen und er hätte auch Eglosheim so betroffen, wie es nach seinem Plane festgesetzt war. Er wollte auch in Eglosheim morden. ___________________
Vermischtes.
* Di e Trauerfeier für Prinzessin Sofie von Sachsen-Weimar. In Heidelberg fand am Samstag nachmittag im Palais Weimar im engsten Familienkreise eine Trauerseier für die verstorbene Prinzessin Sosie statt. Tie Trauerrede hielt Stadtpsarrer Götz-Heidelberg. An der Trauerfeier nahmen außer dem Prinzenpaare teil die beiden Brüder der Verstorbenen Hermann Graf von Ostheim und Prinz Albert von Sachfen-Weimar, die Familie Isenburg, der Vertteter des Weimar - ischen Hofes Erzellenz Fritsch, als Vertreter des badischen Hofes Oberstattmeister von Göler, in Vertretung der Großherzogin Luise von Baden Freiherr v. Chclius, sowie Vertteter staatlicher, städti- scher, akademischer und militärischer Behörden, ferner Deputationen des 21. und 23. Dragoner-Regiments und der Korps Saxo- Borufsia und Rhcnania. Nach der Feier sand die Uebcrführung der Leiche nach dem .Krematorium statt. — Entgegen anderen Kombinationen wird übrigens im Berl. Lok.-Anz. behauptet, der Tod der Prinzessin hinge nicht nfit einer Neigung zu dem Sohn eines Berliner Finanziers zusammen, die Prinzessin habe Diel« mehr die eheliche Verbindung mit einem Heidelberger Offizier ersehnt, der sich aber unüberwindliche Schwierigkeiten in den Wea.stellten.
' Zum 50jährigen Jubiläum der Gesellschaft Solvay & Eo., Brüssel, das am 20. September begangen wurde, errichten die Deutschen Salvaywerke Aktien-Gesellschast in Bernburg, wie der „Anhalter Courier" meldet, für ihre Fabrikarbeiter und deren Hinterbliebenen einen Pensionsfond mit 31/, Millionen Mark; ferner wurde den Fabrik- und Bergarbeitern die Gewährung eines jährlichen Erholungsurlaubes zugesagt. Zur Ehrung der wissenschaftlichen Verdienste von Ernst Solvay
überwiesen ste der p re u ß i s ch e n Akademie für Wissenschaft c n, deren korrespondierendes Mitglied Solvay i,t, 250 000 Mark, damit auS dem Erträgnis eine ordentliche Mtt- gliederstelle der mathcmatisch-physikalischcn Klasse und zwar ut erster Linie eine Stelle für den Vertreter der technischen Wisien- chaften mit Fachgchalt ausgcstattet werde.
• Ein sittlicher Skandal in Breslau. In Breslau ist eine Untersuchung über einen großen Sitten, kaudal im Gange. Nachdem vor einiger Zeit eine Badeanstalt polizeilich geschlossen worden war, weil sich in ihr ältere Männer an unmündigen Kindern vergangen hatten, ging die Staatsanwaltschaft der Sache weiter nach. Zahl reiche schulpflichtige Mädchen sollen in die Angelegenheit verwickelt sein. Sieben beteiligte Personen haben bisher durch Selbstmord ihrem Leben ein Ende gemacht, und zwar ein Offizier, ein Polizeibeamter a. D., ein Bademeister, ein Hotelbesitzer, ein Baumeister, ein Konditoreibesitzer und ein Badeanstaltsbesitzer. Spätere Meldungen besagen jedoch: Die Sache scheint stark übertrieben worden zu sein. Sicher ist nur, daß zwei schulpflichtige Mädchen verhaftet worden sind. Diese wurden von einem Kriminalbeamten verhaftet, als er zufällig auf der Straße hörte, wie sie sich über Geschenke, die sie von Herren erhalten hätten, unterhielten. Aus der Vernehmung der Mädchen ergab sich dann belastendes Material gegen eine Anzahl angesehener Bürger. Die Beteiligten suchten sich, als sie von der Verhaftung Kenntnis erlangt hatten, durch postlagernde Briefe zu verständigen. Diese Briefe sollen ebenfalls in die Hände der Polizei gefallen sein. Ob einige in der letzten Zeit in Breslau verübten Selbstmorde mit der peinlichen Angelegenheit zusammenhängen, steht noch keineswegs fest. /
* Autosuggestion. „Was heißt eigentlich Autosuggestion," fragte Mr. Binks. „Das heißt, wenn deine Frau sich auszurechnen anfängt, wieviel sie an Auwgeld waren wurde, wenn ihr cuern eigenen Wagen hättet," cntluortctc Mr. Jmks.
Kleine Tagerchronik.
Von drei Touristen, welche die Zugspitze besteigen wollten, sind, den „Münchener Neuesten Nachrichten" zufolge zwei am Höllentat ab gestürzt. Sie sind wahrscheinlich t o t. Eine Er Position von acht Führern ist nach der llnfallftellL luuterwegs. Die Namen der Touristen siird unbekannt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Dienstag» den 23. Sept. 1913: Wechletud bewölkt, meist trocken, wenliche Winde. ;
Letzte riacl?richten.
EinSturz Henri F <r r m<ru s.
Etamps, 22. Sept. Henri Farm an, der in Bo gleit uuy seiner Frau einen Flug unternommen hatte, stürzte ab. Er erlitt eine schwere Verletzung am" linken Bein, seine Frau eineu Bruch des Ellenbogens.
« Das Befinden v. Winterseid ts.
G r i s o l l e s, 22. Sept. Der um 7 Uhr abends über das Befinden des Oberstleutnants v. Win t er seid t ausgegebene ärztliche Bericht lautet: Das Befinden ist ohne wesentliche Aenderungien. Der Kranke hat Nahrung zu sich laenontmen. Die Temperatur hat sich leicht erhöht, sie betrug £nt Abend 37,3; der Puls ist ein wenig bei'dtfeunigt, er betrug 110; auch traten leichte Herzbeschwerden ein. Die Gefahr ist durchaus noch nicht beseitigt.
Plötzlicher Tod eines italienischen M i n i st e r s.
Rom, 22. Sept. Der Minister für Post und Telegraphen, Calissano, starb infolge eines Herzschlages, den er erlitt, als er gerade bei einem zu seinen Ehren tu Cossano, Belbo veranstalteten Bankett eine Rede hielt.
Ausschre itungen in Dublin.
Dublin, 22. Sept. Heute Nacht kam es hier zu einem ernsthaften Zwischenfall, als der P öb e l d-i e Stt rasten- bahnwagen augriff. Die Wagen wurden übel zugerichtet. Die Polizei machte von ihren Knütteln Gebrauch. Mehrere Personen wurden verletzt.
Bei einer Rigitour ab gestürzt.
Vitznau (Schweiz), 22. Sept. Bei einer Tagestour auf den Rigr mit ihrem Bruder stürzte am Heuberg in der Nähe des Rigifirftes eine 19 jährige Dame aus Schlettstadt aus 60 Meter Höhe ab; sie war sofort tot.
Zwei Spielklnbs in Berlin aufgehoben.
Berlin, 22. Sept. In der vorletzten Nacht wurden von der Kriminalpolizei zwei Spielkl ubs in Berlin W. ausgehoben. Geld und Spielapparate wurden beschlagnahmt und die Namen der Anwesenden, unter denen sich eine Anzahl bekannter Spieler befand, festgestellt.
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Hanau, 20. Sept. In einem Stallgebäude des dem Fürsten zu Isenburg-Wächtersbach gehörenden Hofgutes zu Wächtersbach brock) heute vormittag ein Feuer aus, das bald einen großen Umfang annahm und die mit Heuvorräten reichgefüllten Dachräume der Stattgebäude einäscherte. Das Vieh konnte gerettet wer dem Das Feuer ist jedenfalls durch Selbstentzündung des Heues entstanden^___________________________________________________________
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