Ausgabe 
22.9.1913 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seilen.

Moitte und Napoleon.

Achuefsens ' rötzten Strategen des 19. Jahrhunderts reich in den weit geöffneten Saal, wo die Krone Barbarossas 'Ä sndwobldleg^ feines Werkes. Der «sich vorfinden soll." Moltke, der die Strategie em Smtern

ftäfiifSe General ,%ar nicht Feldherr, er war nur.Chef, der Aushilfe" nannte, hat die Lehre hmterlaisen:Ntcht

dratkilometer aufweist. , , , _ ,

Nun kommt das liebe Federvieh: ^m Gegensatz zu

den eben behandelten Tieren weist das Geflügel überall im Deutschen Reiche eine erfreuliche Zunahme aut. Nur Bay­ern macht eine Ausnahme. Dort ist eine Verminderung von 2,5 Prozent eingetreten. Dessen hatte 1907 1604 771 Stuck Federvieh, 1912 aber 1 671 468. Die Zunahme betragt asio 4,2 Prozent und steht damit noch hinter dem Reichsdurch­schnitt, der 7 Prozent beträgt, zurück. Auf den Quadratkilo­meter kommen in Hessen 204 Stück Geflügel, im Reich nur 152, in dem geflügelreichsten Laude Deutschlands, Ol­denburg, 241 und in dem an Geflügel ärmsten Lande, Meck- lenburg-Strelitz, 77. Merkwürdig ist, daß die freten Stabte und Berlin einen ungeheuren Geflügelbestand auf weilen. So kamen auf den Quadratkilometer in Berlin 982, Hamburg 452, Bremen 690 und Lübeck 239.

Den Schluß bilden die Bienenstöcke, die auch cme kleine Vermehrung aufzuweifen haben. Diese Vermehrung, die im Reich 1 Prozent beträgt, ist in Hessen recht bedeutend, denn sie beträgt dort 53 Prozent. Die Zahl der Bienenstöcke stieg von 33 513 im Jahre 1907 auf 35 276 im Jahre 1912. Die wenigsten Bienenstöcke hat Braunschweig aufzuweisen, die meisten Württemberg und Baden. Auf den Quadrat­kilometer kamen in Hessen 4, im Reich 5, in Braunschweig 2 und in Baden und Württemberg 9.

Eine gewisse Aehnlichkeit zwischen beiden lag in der Un- scheinbarkeit ihres Aeußern. Wie Prinz Eugen, über den der Sonnenkönig verächtlich fortsah, wie Friedrich der Große, den sein Vater eineneffeminierten Kerl" nannte, mußte sich auch der kleine kümmerliche Bonaparte erst durch seine in­nere Größe Respekt verschaffen, und den jungen, eben in die

Er hat Fehler gemacht, wie Napoleon auch, aber er hat in den wichtigsten Momenten doch verstanden, seine Theorie in einfachen und klaren Entschlüssen in die Praxis umzusetzen.

Man kann in der Schlacht nicht stark genug sein." Dies Wort ist zur Wahrheit geworden in den geschlossenen Vor­stößen der gesamten Kräfte von 1866 und 1870. Napoleon aber, der auch gesagt hat:Man muß seine Kräfte vereini­gen," hat doch 1813 seine Heere zerplittert und hat auch bei seinen glänzendsten Siegen eine konsequente Vereinigung seiner Kräfte nie durchgeführt.Napoleon hat die großen Armeen erfunden und geschaffen: aber er will 100000 Mann wie ehedem 25 000, 200 000 wie früher 75000 behandeln, von einem Punkt aus die großen Massen leiten, die langen Fronten beherrschen." Die große Armee der Völkerschlacht aber wollte sich seiner Hand nicht fügen; erst Moltke hat es verstanden, gewaltige Heere wirklich zu handhaben; ihm halt freilich dabei eine Macht, die Napoleon noch nicht ge­kannt: die Eisenbahn.Er ist der erste, der einen planmäßi­gen zielbewußten Eisenbahnaufmarsch ausgeführt hat." Bauen Sie keine Festungen, bauen Sie Eisenbahnen," war noch eine seiner letzten Mahnungen vor dem Tode. Den Ruhm, mit einer großen Armee gegen eine andere große Armee eine Vernichtungsschlacht zu schlagen, mußte Napo­leon einem nach ihm Kommenden überlassen.Fünfzig Jahre nach ihm ist ein Mann erstanden, der mit ruhiger Sicherheit die großen Armeen und die weiten Schlachtfelder beherrschte. Kein Versuchen, keine Unsicherheit, kein Mißlingen bestand für ihn. Nicht weil er hoffte oder glaubte, sondern weil er wußte, konnte er am 3. Juli noch während der einleitenden Kämpfe melden:Eure Majestät haben nicht nur die Schlacht, sondern den Feldzug gewonnen." Sein Geniewar Arbeit", hatte nichts von der Dämonie des Korsen, aber er ist auch! nicht unter den Trümmern dessen, was er triumphierend er» richtet, begraben worden, wie Napoleon, weil er dasLeibst" und dasIch" nicht kannte, weil er weit erhaben war über alles, was uns an die eigene Person fettet.

Der Viehbestand de; Grohherzoytumr Hessen im vergleich mit dem des Reichs und anderer Länder Deutschlands.

Das erste Vierteljahrsheft der Statistik des deutschen Reiches für 1913 bringt eine vorläufige Zusammenstellung der Ergebnisse der Viehzählung vom 2. Dezember 1912. Dar­nach waren im Großherzogtum Hessen 62 690 Pferde vor­handen. Gegen 1907, wo 61951 vorhanden waren, hat sich der Bestand um 1,2 Prozent vermehrt. Diese Vermehrung steht unter dem Durchschnitt der Vermehrung im Deutschen Reiche, denn dieser beträgt 3,9 Prozent. Jrn übrigen aber entspricht der Pferdebestand Hessens dem Nerchsdurchschmtt, denn sowohl im Reich, wie in Hessen kommen auf einen Quadratkilometer 8 Pferde. Die meisten Pferde hatte Ber­lin aufzuweisen, wo 734 Pferde auf deck Quadratkilometer kommen. Auch die freien Städte mit ihrem dazu gehörigen Gebiet weisen einen starken Pferdebestand auf. So kommen auf einen Quadratkilometer in Hamburg 51, in Bremen 30 und in Lübeck 14. Da aber in Berlin und den freien Städten andere Verhältnisse herrschen, so müssen diese auch anders behandelt und können nicht zum Vergleich mit anderen Län­dern herangezogen werden. Die meisten Pferde hatte Ost- preußen mit 13, die wenigsten Sachfen-Meiningen und Schwarzburg-Rudolstadt mit 4 auf den Quadratkilometer. Fast überall im Deutschen Reiche ist eine Vermehrung des Pferdebestandes zu verzeichnen und nur einige wenige Län­der weisen einen kleinen Rückgang auf. Diese Vermehrung ist um so wunderbarer, als doch durch die immer größer werdende Verbreitung der Automobile viele Pferde' über­flüssig werden.

Eine recht erfreuliche Vermehrung zeigen auch die Maultie re und die Esel, die dazu bestimmt sind, die Hundefuhrwerke immer mehr zu verdrängen. Hessen hatte 1907 nur 14 Maultiere, 1912 aber schon 28. Esel waren 1907 140 vorhanden, 1912 aber 224. Auch diese beiden Tier­sorten haben sich im ganzen Deutschen Reiche sehr stark ver­mehrt, 1907 waren nur 942 Maultiere und 10 349 Gl et vorhanden, 1912 dagegen 1747 Maultiere und 11115 ©fei.

Der Rindviehbestand Hessens betrug 1907 332 498 und 1912 302 584. Mithin ist eine Verminderung von 9 Prozent zu verzeichnen. Diese Verminderung ist Iei= ber fast überall eingetreten. Sie betrug im Durchschnitt im Reich 2,3 Prozent. Da auch die übrigen Schlachttiere (Schafe, Schweine, Ziegen) eine Verminderung zu verzeichnen haben, so ist das auffällig und um so merkwürdiger als der Fleisch­verbrauch sich doch ständig vermehrt und unsere gesamte Landwirtschaft doch einmütig bestrebt ist, so viel Fleisch zu erzeugen, daß Deutschland in Bezug auf feinen Fleischbedarf völlig unabhängig wird vom Auslande. Auf den Quadrat­kilometer kamen in Hessen 40 Stück Rindvieh, im Reich V7 in Berlin 190, in Hamburg 30, in Bremen 69, Lübeck 35, Schleswig-Holstein, das rindviehreichste Land Deutschlands, 57 in Meckleuburg-Strelitz, das doch einen Ochsenkopf im Wappen führt, aber nur 19. So wenig Rindvieh hat kein anderes deutsches Land aufzuweisen .

Die Verminderung der Schafe geht ja schon seit Zäh­ren mit Riesenschritten voran. Die Bedingungen für ine Schafzucht, werden eben immer ungünstiger. In Hessen zahlte man noch 1907 64 643 Schafe, 1912 aber nur noch 47 545. Sie haben sich also um 26,4 Prozent vermindert ^m gan­zen Reiche betrug die Verminderung 24,9 Prozent und zwar ist sic überall ,u verzeichnen, mit einer emziqen Ausnahme, Berlin kann stolz darauf fein, als einziger Bezirk Deu

lands eine Vermehrung der Schafe verzeichnen zu binnen- Auf einen Quadratkilometer tarnen in Hessen 6, im Reich 16, in Mecklenburg-Strelitz 32, in Reuß ältere Lune und Schaumburg-Lippe aber nur 2.

Recht erheblich haben sich in Hesien auch d i e S ch w e i n e vermindert. 1907 wurden 384 815 gezählt, 1912 aber nur 336 124. Es ist also eine Verminderung um 12,7 Prozent eingetreten. Der Reichsdurchschnitt betrug aber nur 1,2 Pro­zent. Auf den Quadratkilometer kamen jedoch in .Hesien im­mer noch 43 Schweine, während im Reich nur 40 aut den Quadratkilometer kommen. Das schweinereichste Land Deutschlands ist Schaumburg-Lippe nut 166 Schweinen auf lern Quadratkilometer. Die wenigsten Schweine kommen m Bayern und Württemberg vor, denn da weist der Quadrat- ilometer nur 24 auf. t

Auch die Ziegen, die Kühe des kleinen Mannes, haben trotz aller Bemühungen der in letzter Zett wie Pilze aus der Erde geschossenen Ziegenzuchtvereine eine Vermin­derung erfahren, die im Reiche 4,2 Prozent betragt. >zn Hel­sen hat sich diese Verminderung nicht geltend gemacht. >zm Gegenteil ist hier eine kleine Vermehrung eingetreten. 1.107 wurden 131960 und 1912 132116 Ziegen gezählt. Auf den Quadratkilometer kommen in Hessen 17 Ziegen, das ist weit über den Durchschnitt, der nur 6 im Reich beträgt. Am we­nigsten Wert scheint man in Ostpreußen auf die Ziegenzucht zu legen, denn dort kommt nur eine einzige Ziege auf den Quadratkilometer, während das ziegenreichste Land Deutsch- lands, das Fürstentum Lippe-Detmold, 32 auf dem Qua-

Kriegsakademie aufgenommenen Leutnant von Moltke be­grüßte, als er blaß, dünn, schmal, verhungert, einem Bind­faden vergleichbar, hinter dem letzten Zuge erschien, Prinz Wilhelm von Preußen, mit den Worten:Keine gute Ak­quisition!"Lassen Eure Königliche Hoheit das gut sein. Dies bißchen Bindfaden, diese schlechte Akquisition wird eincks Ta­ges, es kann freilich noch eine Weile dauern, aber einmal kommt es gewiß, des Königs Wilhelm I. Majestät geleiten über Königgrätz vor die Tore von Wien und über Metz und Sedan nach Versailles in das Schloß der Könige von Frank-

Der König von Griechenland in Paris.

Paris, 20. Sept. Aus Anlaß der Ankunft des Königs Konstantin beschäftigen sich verschiedene Blätter von neuem mit der Potsdamer Rede. Mehrfach wird daraus hin- geroiefen, bqü Tag und Stunde der Ankunft geheim ge­halten worHn seien und König Konstantin den Bahnhof unbemerkt durch die Gepäckhalle verlassen habe.

DerMaki n" meint, der jüngste Trau erfüll in dem griechi­schen Königshause bilde keinen genügenden Grrmd für diese Es- famotage. Man habe den König nach seiner unglücklichen Pots­damer Rede der Neugierde des Publikums entziehen wollen. Gewiß, die Worte des Königs hätten in Frankreich berechtigte Unzmrieden- Ijeit hervorgerufen, aber d a s französische Volk i e i ,z u

Die große Katastrophe des Dramas von 1813, das wir in diesen Monden in der Erinnerung miterleben, naht im­mer mehr her au und läßt auch das Problem über Schuld und Größe des tragischen Helden mehr und mehr m den Voi- herornnh treten War damals Napoleon wirklich der kranke, in seiner genialen Kraft erschöpfte Feldherr, der von fernem günstigen Stern verlassen der idmnengen Lage nicht gewach­sen war Oder fand er nun, auf der Höhe seiner Strategen- kuustwie immer, ebenbürtigere Gegner, die von ihm gelernt hatten? In dieser bedeutsamen Streitfrage verdient eine ge­wichtige Stimme gehört zu werden, die m diesen -tagen nehmUch zu uns spricht. Die soeben im Verlage von E. S. Mittler und Sohu erschienenen Gesammelten Schriften O>-m - nera 1 feldmar 1 cha11s von Schlieffen, de- kanachbrigen Generalstabschefs der Armee und eines der be- xJJwSftpn Strategen aus der Schule Moltkes, enthalten an ScÄlS Ä«« in her großen Abhandlung über IRIS torafältig erwogene Urteile über die Kriegs,ubrung des Kaisers in diesen entscheidenden Monaten vom Augult b l um Oktober und decken seine strategischen Fehler scho- S auf Nur dadurch, baß er gegen die wichtigsten wründiäve seiner eigenen Strategie »erftieß, konnte er ge- Eaaen werden.Glück, Znsall, fern Genius ober tme man die aeheimnisvolle Macht auch nennen will, die ihm zur - r.nnb icine Entschlossenheit und Tatkratt, aber auch a.ele - wenchstcn die Fehler seiner Gegner haben dem " Mann über die Eigentümlichkeiten seiner Knegs-

?^^nknweaa?h°lien Wenigstens eine Zeitlang. Nicht für mmer gmiB nicht für 1813. Endlich mußten doch ,eme immer, geroiB Grundsätze zur Geltung kommen. End- Uch mußte"°et d°chdemer7egem was er selbst als untrüglich

Ms de^ligentliche Vollender der von Navoleon begrün- deten modernen Kriegskunst erscheint m der Schilderung Graf Schlieffens Moltke, und die häufigen Parallelen, die er zwi-

Im Verlaufe des Frühstücks brachte Poincare

folgenden Trinkspruch aus:

Sire! Indem ich Ew. Majestät die besten WiNkommenwunschS darbrinqe, habe ich das große Vergnügen, der edlen hellenischen Nation vor ihrem erhabenen Herrscher den Ausdruck der Gefühle Frankreichs zu erneuern. Nichts was das tapfere griechische Volk berührt, ließ Frankreich jemals gleichgültig. Es begrüßte einst nut Begeisterung die ruhmvolle Wiedergeburt der modernen Zw,Nation und verfolgte seitdem mit einer Art Familiensto Izes du raschen Fortschritte, die Griechenland seiner Vaterlandsliebe und Energie verdankt. Es beglückwünscht sich, daß es aus Bitten der hellenischen Regierung die Aufgabe habe übernehmen können, wahrend der beiden letzten Kriege über die Sicherheit ihrer Landsleute zu wachen. Es freute sich, daß es zwischen ihren Oss i z i er en und den unsrigen enge Bande der Kameradschaft habe knüpfen sehen. Es zollte dem Heldenmut und den Erfolgen der schönen Truppen Ew. Majestät Beifall. Es nahm teil an ihrer Trauer wie an ihrer Freude. Gestern noch betrauerte es mit Ew. Majestät und ganz Griechenland den grausamen Verlust des Herrschers, besten treue Freundschaft es erfahren hatte, und der mit im letzten Jahre so liebenswürdig selbst für die tätige Anteil­nahme dankte, von der Frankreich ihnr wiederholte Beweise gegeben habe. Ich bitte Ew. Majestät zu glauben, daß Frankreich, dessen Gefühle iiuoeränderlich siiid, für Griechenland der loyale und sichere Freund bleibt, der es immer war. Ich erhebe mein Glas zu Ehren Ew. Majestät und trinke aus die Größe und Wohlfahrt Griechenlands."

König Konstantins Antwort lautete:

Ich danke Ihnen, Herr Präsident, für die Willkommwünsche, die Sie an mich gerichtet, und für die beredten Worte, in denen Sie an die Gefühle ri n v e r ä n d e r l i ch e r Freundschaft er­innert haben, welche Ihre edle Nation immer für Griechenland bekundet hat. Ich bin meinesteils glücklich, dem ersten Beainten der Nepiiblik meine lebhafte Dankbarkeit auszudrücken für die wertvolle Unterstützung, die Frankreich nicht aufhörte, dem Besreiungswerk Griechenlands zu gewähren. Von seinem Erwachen zur Unabhängigkeit bis einschließlich der ruhmreichen Kämpfe, die es soeben geliefert, in guten wie in bösen Tagen ihrer Geschichte ist die griechische Nation immer aus die Sym­pathie und die Unterstützung der großen französischen Nation ge­stoßen. Neuerdings noch hat Frankreich während zweier Kriege

ritterlich, als daß es dam Oberhaupt einer befreundeten Nation, dessen Regierung alles getan habe, umdieunglucksick^n Worte vergessen zu machen, einen schlechten Empfang bereiten sollte Es wäre passender gewesen, sich auf den Tart oes s ra nzö fisch en Volkes zu verlassen,, als feine Leiden,

De?"P e t'i? P arisic n" schreibt: Wir verlangen gewiß nicht, daß'unsere Leser dem König Konstantin eine Begeisterung entgegenbringen, die ihrem Herzen fern siegt, aber es gibt einen Rus, in den jeder einstimmen kann, der Ruf.Es lebe Grie ch en land". Es heißt, daß die Mitglieder der ch a u ojitn ift:ti* scheu Patriotenliga beabsichtigt haben, g cgen ben Königs Konstantin eine Kundgebung zu veranstasieu Der Präsident dieser Liga, D e r o u l c b c, richtete an den Generalsekretär der Var-, einigimg ein längeres Telegramm, in dem er dringend vor leder feindseligen Kundgebung gegen den König Konstantin warnt' es wäre sonst zu fürchten, daß dann selbst die unzufriedmsten Offiziere und die verständigsten Staatsmänner Griechenlands sich notgedrungen um das Königspaar fdxiren, roeim Pariser Patrioten Miene macksten, den Schützling Kager Wilhelms aus-« zuzischen-r. Sept. Ter König von Griechen­land crnpfiug heute vormittag den Minister des Aeußern. P i ch o n Tie Unterredung dauerte etwa 40 Minuten. Hierauf frühstückte der König im Elysöe, wo ihm militärische Ehren erwiesen und die Königshymne gespielt murde. Ter König überreichte dem Präsidenten Poincare das Groykrcuz des Erlöserordens. An dem Frühstück nahmen der Minister­präsident, der Minister des Aeußern, der Kriegsminister und General Eydoux teil.

Hr. 222 Erstes Blatt <63. Jahrgang Montag, 22. September 1915

Der Siebener Anzeiger MlüßF Ä monatlich?» Vf., viertel-

erscheint täglich, außer JgasMBr fW W _ Jk A jährlich Mt. 2.20; durch

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«ür die Redaktion 112, w- * /I* £6 a ♦♦ Goetz; für .Femlle-

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der Generalstab«, er war nicht Befehlshaber, er war nur!einc Methode, ein Mittel, eine Aushilfe, sondern viele." Ratgeber, er hat nie im Felde den Degen gezogen oder ben |** """ "" A " ,n

Stab, das Zeichen der höchsten Kornmanbowürde, in der Hand gehalten. Er war ein Mann der Karte, des Zirkels, der Fe­der ... Es fehlte ja dem greisen Gelehrten das die Phantasie Packende, bas Legcnbenhafte, welches bic kriegerische Lauf­bahn bes jugenblichen Korsen auszeichnet, so bie Brücke von Lobi, bie Fahnen von Arcole, berUebergang über bie Alpen, bie Pyramiben als Hintergrunb eines Schlachtbilbes, aber es fehlten ihm auch bas Flammenmeer von Moskau,, bie Schrecken ber Beresina, bie Flucht von Leipzig, ber Zusam­menbruch von Waterloo." Die Nachwelt hat sich barüber ge­stritten, ob er Napoleon erreicht, ihn übertroffen oder hinter ihm zurückgeblieben sei.Freilich, er kann sich nicht rühmen, 19 Jahre lang eine militärische Promenabe burch Europa gemacht zu haben, aber er hat es zustanbegebracht, innerhalb sechs Wochen brei stolze Armeen einzuschließen. Seine Siege finb nicht so zahlreich wie biejenigen, welche mit 1796 an­fangen unb mit 1815 abschließen, an Glanz aber übertreffen sie alle anberen, benn er siegte nicht, er vernichtete".