Ausgabe 
13.1.1913 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

Nr. tO

163. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

der

peqr oarane Deroor. on^ oie vrk'vrl>erviiiiin'"vlr iu-un > --- - ..... . .. m . ." . m

bestimmte Vor schlag gemacht ha* die bereits 1909 von der Ber-.^'nlll.ck bekommen bot m hie Vetriebtz, und ®efAafl§OPbetmm^ liner Sortc^fommer fenThoni-rt und te'sweise ergänzt wurde iemes Vrin^.volS und nicht nur dos: wenn er durch ^'ne neue

den die Ver­

ist.

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Die Tendenz gebt «uf Vereinheitlichung des A n - I e st e I l t e n r e ch t s: dos bat auch auf dem letzten Iuristentag ein Echo pefurbnt. Daß die kaufmännische Konkurrenzklausel von anderen Gesichtspunkten beurteilt werden soll, als die der ' technischen und der do^-ei beteiligten Arbeiter, kann ich nicht zu- g.hen. Wir bolten iedenfolls auch für diese ein Gesetz für brina« lieh. Die Frage ist auch für die technischen Angestellten reif DoS gebt daraus hervor, daß die Gewerbekommission schon 190«

Wichtigste scheint uns. di? richtige Gehalts grenze zu iinden. Hosicinlich läßt die Negierung ihre Bedenken fallen, wie sie es bei der Entschädigunge-pflich, getan bat Einzelne Belt>m- nningen sind ganz willkürlich, wie z B. die über die kleine Konkurrenzklausel. Cebr bedi'-'.lib ist, bah d i e tech- Nischen Angestellten nicht in das Gesetz ausgenommen morden sind; in ibren Kreisen sind die Klagen am lautesten und auch am berechligsten. Man hätte wenigstens den Versuch mähen sollen, ihnen zu Helsen. Wir werden jeden solchen Versuch mit illen unseren Kräften unterstützen.

Unser Ideal wäre, daß die Bestimmung Bürgerlichen Ge- 'etzbuches, die Abmachungen wider die guten Sitten für ungültig rklärt, für unser kaufmännisches Lehen ausreichen würde.

D i e Rejane als Deutschenfeindin. Slus Paris wird gemeldet: Im Thöätre Rsjane wurde ein Stück aufgeführt, das sichA1 s a c e nennt, und das nach dem Titel zu schließen höchstwahrscheinlich die elsässische Frage behandelt. Dabei wäre weiter nichts. Merkwürdig ist nur eine Maßregel, die Frau Röjane zu treffen beliebte. Sie hat allen deutschen Journalisten für die Generalprobe den Eintritt in das Theater verboten. Ja, sie geht in ihrer Vorsicht noch weiter: es darf überhaupt kein auswärtiger Korrespondent in das Daus, damit nicht etwa ein Deutscher als Italiener oder Engländer vermeidet sich einschleicht. Aus diesem Vorfall läßt sich schließen, daß das Stück ziemlich heftiger und aufreizender Watur ist. Ob Frau Stefane befürchtete, daß die deutschen Korrespondenten sich zu stürmischen Kundgebungen hinreißen lassen, ist nicht sicher. Frau Sieiane, die als Künstlerin bei ihren Gastfahrten in Deutschland viel guten Geschmack entwickelte, scheint sich diesmal sehr ver» griffen zu haben.

Stellung nicht nur überhaupt, sondern erheblich in der Loae ist »einen früheren Vrinzivol zu schädigen. Stellt man sich auf diesen Standpunkt, so lauft das wahrscheinlich darauf fiinait? daß die Konkurrenzklausel in Zukunft eminent eingeschränkt wird. Freilich, wenn angedeutet wird, ein derartiges Schutz-

ihrer schwarzen Oberfläche sind kosmische Symbole eingeprägt, wie bie Sonnenscheibe, Kreuz, Hakenkreuz usw. Auch die Gegenstände aus Muscheln uub Feuerstein, die man in diesen Gräbern sand, zeigen eine hohe Vollendung. Alles atmet hier einen friedlichen Eharakter. Es fehlen die großen Veile, die die Leute von Daley Place wohl bei ihren blutigen Zeremonien benutzten; selten- sind Pfeile und andere Waffen. Als Ornament und Schmuck ver­wenden sie nicht den Aligator und andere Raubtiere, sondern die fünften Eidechsen. Fiitdet man hier bereits Spuren, die auf einen Zusammenhang mit der späteren Kultur des Stammes der Natchez hindeuteit, so verstärkt sich diese Annahme bei den Funden von G a h a g a n. Auch in diesen Gräbern wurden schöne Arbeiten entdeckt, die die Kunstfertigkeit von Amerikas Mpfcr- zeit in einem günstigen Licht erscheinen lassen. _ Der ittteressantefte Gegenstand war auch hier eine Bildnis-Pfeife aus Ton. Den Kopf bildet eine tniccnbc Figur, die selbst raucht; von ihrem Bauch gehen zwei kegelförmige Oesfuungen aus, in die das Pfeifen­rohr gesteckt wurde. Sehr realistisch ist das Rauchen dargestellt; der Rauch kam zum Munde des Mäimchens am Kopfe heraus. Durch die archäologisck>eu Entdeckungen am Sieb River ist mit einem Schlage eine weite Strecke der vorgeschichtlichen Shütur Amerikas erhellt.

»ofpfi triovlvrine, ft-irt rmifc

Nickt die G"werk"freibeit steht in Frage, aber die Ver- traasfreiheit. Vertragstreue ist ein aufrerordeutlich wich­tiges Lebenßekement nuferes ganzen Verkehrs' aber zur Ver­tragstreue gehört Vertragssicherheit und Vertrags­klarheit und dazu brauchen wir ganz bestimmt abaepren ife Bestimmungen. Der Redner erörtert aus diesem Gesichtspunkt eine Reihe von Bestiiumungen d.'s Enttnnrfs. Eine Konkurrenz- ffanfel toll nur gültig fein, wenn der Gebilfe auch wirklich einen

>csteh?nden Gesetzgebung unter Wahrung der berechtigten Inter essen der Pimzipale mit Mitteln die bie Klausel außer Uebung bringen, wo keine erheblichen Interessen entgegenstehen. Wil wollen aber einen praktischen Effekt, da die heutigen Zustände unhaltbar sind, (Beifall im Zentrum)

Abfl. Dr. Thoma (9?">fl):

Meine Freunde begrüßen das Gesetz, weil wir dos geltende Recht auf diesem Gebiet für reformbebürflip halten. Wir sehen darin eine Gelegenheit, ein IneitereS Stück sozialer Arbeit zu leisten und damit das Arbeitsrecht überhaupt Weiter zu entwickeln. Es handelt sich nicht nur um bie wirtschaftliche Seite der Frage, bie immer in ben Vordergrund gestellt wird, sondern um ein ethisches Moment. Es wird durch bie Klausel eine bebenkliche Abhängigkeit der Angestellten ge­schaffen. die wir umso mehr beseitigen möchten, als die meisten Angestellten heute ja dauernd in dieser Stellung bleiben. Des halb sind meine politischen Freunde gewillt, ihnen so weit als möglich zu Dilse zu kommen. Gewiß, bie geschichtliche Entwick lang bat eine schritt- und gruppenweise Bildung des Rechts her- beigeführt; heute aber, wo der Angestelltenstand in immer schärferen Umrissen als bestimmte Arbeitnehmergruvve sich heraus- arbeitet, da ist die Forderung einer Vereinheitlichung des Ange- stelltenrechts berechtigt. Wir erheben dieses prinzipielle Ver­langen, die Reichsreaierung mnne nickst erlahmen, diele Aufgabe so schleunigst wie möglich zu lösen. Jede direkte und auch jede indirekte Verschlechterung des jetzigen Rechl-°-zustandeSnn'issen wir f-ei der Kommissionsberatung deS Entwurfs zu verhüten suchen Bei den teilweise kautfchukarliaen Bestimmungen kommt eine indirekte Verschlechterung, an die niemand denkt nur zu leicku hinein. Sodann müssen wir für klare und scharf umrificne Bestimmungen sorgen. Wir stnd für die Befeitiguna alles ..wenn und aber und insoweit", das nur darauf Hina'^-lauft. in der Hauptsache den alten Zustand zu konservieren. Klivv. und klar muß ausgesprochen werden, was recht ist und was die Recht?-

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion: S-^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

Diesiebener ZamiNenblätter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das KrcisVIatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal»

macht die Rechtslage nur verwickelter und befriedige bie~ An- aestellten in keiner Weife. Berücksichtigen wir aber die Wünsche der Angestellten in der Vorlage, dann wird ste den Arbeitgebern auch nicht mehr gefallen. Damm ist es das beste, die Konkurrenz- Klausel ganz zu beseitigen. Dafür treten wir nach wie vor ein.

Ein Schlußantraa der Rechten wird abqelehnt.

Abfl. Dr. Cttarif

Wir wollen mit dem Verbot der Konkurrenzklausel vor allem rreicben. daß nickt wie bish-c die drehende Gefahr dieser Klausel den Angestellten jede frei? Ausübung ihres Kocstitions- r"cht? unmöglich mackt (Sehr rickstigl b. d. Soz.) Der Wider­stand der Liberalen gegen die völlige Beseitigung der Kla'isel entspringt dem Umstanb. daß zwei Seelen in ihrer Brust wohnen Sie verleugnen damit das einst han Sckulre-Delihfch ausgestellte wirtschaftliche Ideal des Liberalismus. Im Kapitals- -ntereste werden von den Liberalen die Interellen der freien Persönlichkeit zuruckgestellt, für die beute praktisch nut noch die Sozialdemokratie eintritt. (Beifall b. d. Soz.)^

Abfl. Maranardt (Natl.)S

x Die Angaben über das angebliche Kompromiß Ser DandlungS- ^ehilfeunc-rbände mit dem Hansa-Bunb stnd nicht ganz zutreffend. Die drei zu einer Arbeitsgemeinschaft verbundenen Dandlunas- aehilfenverbände fordern nach wie vor das reicbsaefeblicbc Verbot jeder Konkurrenzklausel, darin stnd mit ihnen famt- 'iche DandlungLaebilfen einig Im Interelle der Hanhelsaesckäffe fieat eine folcke Klausel oar nicht. D"r Wettbewerb bat in neuerer °eit aggressive Formen angenommen, er will dem gegnerischen Geschäft fein einaearbeitetes Personal mehr zukommen lallen. DaS ist ein Mißbrauch, gegen den ganz entschieden einaeschrftten werden muß. Der Entwurf genügt ben berechtigten Ansprüchen der .^anb» lungsgebilfen nickt. Wir werben alles tim, um ben Mittelstand, der in ihnen bebroht ist. zu helfen.

Abfl. WalSstekn (W)2

Sehr bebenklick ist bie Bestimmung, daß Sef Prinzipal auf bie Einhaltung ber Konkurrenzklausel vor Beendigung des Dienst- Verhältnisses verzichten kann wlnstt er sich ber Enlsckädigungs- pflicht entzieht Währenb Aba. Tr'mhoin sich hier für bie völlige Beseitigung ber Konkurrenzklausel und gegen ein Kompromiß auSsprack. hat sein Parteifreund Dr. Piper vor gar nickt langer Zeit genau ben entgegengesetzten Standpunkt vertreten. Ick würde es auch am liebsten sehen, wenn stck die völlige Aufhebung ber Klausel erreichen ließe: wenn baS aber nickt angängig ist, bann wollen wir an der AuSgestgltuna ber Vorige im Sinne ber von Weinhausen gekennzeichneten Richtung arbeiten. Wit stehen dabei auf gut liberalem B'den. (Beifall b. d. Vp.)

$rba. Trtmborn (8?nfr.)

wendet sich in kurzen Ausführungen gegen einige Bemerkungen deS Vorredners.

Die Vorlage geht an eine Kommission von 21 Mit­gliedern.

Montag, 1 Uhr: Jugendgerichte und Etat.

Schluß: 5y, Uhr.

Montag, 13. Januar 19(3

Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen Universikäks - Buch- und Sieindruckerei.

R. Lange, Gießen.

bedrüfnis des PrinzipalZ gäbe eS überhaupt nicht und wenn man dem Arbeitgeber den Nachweis seines Schadens auferlegt, wie es im schweizerischen Recht der Fall ist, bann läuft bas praktisch auf bie volle Beseitigung ber Konkurrenzklausel hinaus. Wenn wir in ber .Kommission nack busen Gesichtspunkten arbeiten, werben wir einen sozialpolitischen Fortschritt erreichen, ber sich immerhin sehen lasten kann. (Beifall.)

Abfl. Dr. v. Veit (Kons.):

Es liegen hier Mißstänbe vor. aber noch ist nickt stcker, auf welchem Weg baS Ziel zu erreichen ist. Ein längeres Gesetz empfiehlt sich dafür vielleicht nickt. Aber gegen bie einfache völlige Beseitigung ber Konkurrenzklausel haben meine politischen Freunde hoch große Bedenken. WoHltuenbe Folgen wirb schon bie Bestimmung, bie ben Prinzipal zur Entsckäbigung verpflichtet, haben. Er wirb bie Klausel nur noch in ben Vertrag herein- bringen, Wenn er wirklich ein großes Interesse baran hat. Die Vorlage zeigt einen großen Optimismus, den ihre Durchführung vielleicht nicht rechtfertigen wird. Wir sind stets für Erhaltung und Stärkung b e 8 Mittel st anbes eingetreten und können hoher nur wünschen, baß es trotz der großen Schwierig-- feiten, ber einmütigen Arbeit ber Kommission gelingen wirb, bie tatsächlich bestehenden Mißstände unter Schonung der berech­tigten Interessen der Prinzipale abzuschaffen.

Abfl. Weinbanfen (Vp.)?

Die Schwierigkeiten der Materie scheinen nach dem. was wir heute gehört haben, mit den Jahren nur gewachsen zu fein. Die Prinzipale und die Angestellten klagen in gleicher Weise. Zu dem Kompromißbeschluß ber Angestelltenverbänbe hat ber Hanfa- bunb nichts getan, bie meisten biefer Verbänbe sinb übrigens nach wir vor für völlige Beseitigung ber Konkurrenzklausel. Uebrigens werben von biefer nur secks bis acht Prozent ber Handlungßange- stellten betroffen. Die Vorlage sucht eine Mittelstraße einzu­schlagen. Das glatte Verbot wirb kaum zu erreichen sein, auf ben Tätigkeitsdrang des Zentrums fetze ich kein großes Vertrauen. Das

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0309

TRAlEBHfTE

Den Kompromißl'esckluß der Angest-'lltenverbäube bat Hansa-B.ind vielleicht nicht veranlaßt, aber es ist dock nicht bloßer Zufall, daß nur die dem Danfa-Bunb nahestehenden fäandluugsa'hilfcM'erl'ände bei den Verhanblnugen vertreten waren, nickt aber ber Deutsch-nationale DanblungSaehilsen-- verhanb. obwohl er bock bie führende Rolle fpielt. Der Entwurf

orrmmenten. Um den Dals Hing eine Kette von 48 durchbohrten Perlen. Auch Reste eines kupfernen Armbandes waren noch zu erkennen. Dem Däuptling, der zugleich Priester War, hatte man auch seinen Medizinbentel mit gegeben, von dessen Inhalt noch Ein­zelnes um ihn lag, Quarzkriftalle, eine Schiidkrötenllapper, zwei Aligatorzähne, die als Anhänger gedient hatten, ein Gerät von Knochen usw. Hier lag auch ein schön gearbeiteter Schmetter- lings-Stein aus Kristall, der einen Flügel verloren Ijattc. Spuren einer Maske waren noch zu sehen. Von seinen kriegerischen Eigenschaften zeugten verschiedene Wafsen aus Feuerstein. Tas Wichtigste aber waren vier Pfeifen, drei kleinere aus Ton und eine Bildnis-Pfeife aus Kalkstein. Die drei Toirpfeifen mit ihren langen schmalen Rohren uiü> kegelförmigen Köpfen zeigten den Typus der Keramik, wie man sie überhaupt in den Gräbern von Haley Place findet. Tie Kalksteinpfeife, das heilige Kalumet, mit dem Blutsbruderschaften und wichtige Verträge feierlich eingeräuchert wurden, ist ein einzigartiges Werk primi­tiver Kunst. In den viereckigen Kopf ist der ganze Körper un­gefüge, aber doch anschaulich, eingehauen: vorn das ovale Ge­sicht, ein hochiirteressanter Versuch, Porträtähnlichkeit zu erreichen.

Welch große Rolle die Pfeise bei den heiligen Zeremonien dieserFeuerstein-Leute" Amerikas spielte, beweisen die zahl­reichen Pseisen, die in dem andern Danptgrabe, das wohl eben­falls einem Häuptling und Medizinmann gehörte, gefunden wurden. Hier entdeckte man auch eine Wundervoll gearbeitete <) Zoll lange Axt aus Schiefer, einen Trinkbecher', Stücke einer Gabel aus Miesmuschel, einen Steinmeißel u. n. In einem der Gräber lag ein Krieger ohne Kopf; die Feinde, die ihn er­schlagen, hatten den Kopf als Trophäe mitgenommen; in einem anderen Grabe war nur ein Kopf begraben; den Körper hatten die Feinde verzehrt, um so die Stärke des Gefallenen auf sich zu übertragen. Während das Volk von Haley Place einen durchaus kriegerischen Eindruck macht und in seinen Arbeiten eine wilde, primitive Zeit erkennen läßt, deuten die Funde von Foster Place auf eine friedliche, in der Kultur höher stehende Nation hin. Die prähistorischen Gräber, die hier auigebedt wurden, boten einen ungeahnten Reichtum an Tongefäßen dar. In 11 Gräbern wurden 246 Posten Keramik gefunden, jeder Posten 15 Gefäße enthaltend. In diesen künstlerisch auSgeführten Töpfen, Tellen: und Schalen waren den Toten Vorräte für die andere Welt mitgegeben. Sie zeigen eine hohe Schönheit und Anmut in Form und Ornamentik. Aus

!iden zu erlösen. Verbliebenen: össermeister.

Klavier-

^Stimmen !

Reparieren j Polieren n tadellos. Ausführung.

Wilh.Rndolph

Großh. Hess. Hoflieferant

Seilers*. 91 Femspr.388

DaS Gesetz Wenn es ainfanbe kommt, wirb hoffentTr<h Vünfcken ber c^ndlungSg-hilfeu mehr «mtsurecken. als es n^rkage tut. Das österreichische Vurbilb kann bnbei nach 'chiekenen Richt'nmen mnhnebenb fein.

Abfl BchrenS kW'rtfck Vflfl.^!

Abfl. Dombek (Pole)k

Wenn bie Bef-itmnug ber K-uck-.r -n^fnitfeT nickt ?u erreichen so werben wir wenigstens eine Erhöhung der GehallSgrenze auf 5000 Mk. betreten.

Abfl. Warmnih (Np.):

Eine cpoZiemachende Entdeckung aus Amerikas Urzeit

Auch Amerika hat sein Niltal, wo in hohen Gräbern Men­schen der Urzeit schlummern, und aus den Dingen, die ihnen auf die ewige Reise mitgegeben wurden, die Kultur einer fernen Vergangenheit cmporsteigt. Dieses Niltal Amerllas ist der Red River im nordwestlichen Arkansas, und in jüngster Zeit ist es dem Forsckmngseifer der ameritanischen Archäologen gelungen, hier epochemachende Entdeckungen zu vollbringen, die bic Vorzeit der Neuen Welt aus ihrem geheimnisvollen Tuntel ins Licht der Geschichte rückt.

Uebcr die außerordentlichen Ergebnisse der Expedition, die auf dem Tampser Gopher den Red River entlang fuhr und Grabungen veranstaltete, berichtet ein Mitglied der arch.io- logischen Abteilung der Akademie von Philadelphia £». Newell Wardle in einem umfasfendcn Aufsatz von Harpers Magazine. An drei Stätten find die neuen Entdeckungen, die im Auftrag der Akademie von Philadelphia unter der Leitung von Elarence B. Moore gemackit wurden, lokalisiert: bei Haley Place, <ymlcr Place uni) Galzagan, das am Red River bereits nicht mehr tu Arkansas, sonoern schon in Louisiana hegt. In den Hügeln von Haley Place, wo man schon früher auf vereinzelte Pfeil­spitzen und Gefäßscherben gestoßen war, entdeckte man bie w ich - tigste Gruppe von Gräbern, die bisher in den Ver­einigten Staaten gefunden worden ist. sieben Helden der Urzeit lagen hier, tief in die Erde gebettet, beieinander, alle einzeln, nur in einem einzigen Falle lagen zwei Körper zusammen m einem breiten Grabe. Die beiden Leiber waren nicht Seite an Seite, sondern auseinander gelegt. Die Beigaben die,es ^.oppel- grabes waren sehr reich, aber sie würben übertroffen timt 5ivci anberen Gräbern, in denen augenscheinlich zwei große Häuptlinge, Priester und Krieger bestattet worben waren. Die .Ratten und Gewebe, der Feberschnluck unb bie bemalten Haute, bie ihnen ivahrscheinlich auf bie weite Reise in bie Jagbgrunbe des großen Geistes mitgegeben worden waren, sind ui den vielen Jahr­tausenden zu Staub verjallen. Aber andere Kostbarkeiten wurden noch so aut gefunden. Wie sie einst mit dem Helden ms Grab gelegt waren, lieber dem massiven Sckstidel des einen Häuptlings lagen kreuzweise aus Rcuschclsck)alen gearbeitete röhrenförmige Verzie­rungen, die einst sein Haar geschmückt hakten. Zu beiden Seiten des Kopses fand man Ohrringe aus Muscheln nut kleinen Kupfer-

WK um 'abltt'^ tzors^

Mb. Deutscher NekchStaq.

89. Sitzung, Sonnabend, den 11. -Januar.

Am Tische des BundeZrats: D r. L i sco.

Präsident Dr. Kacmpf eröffnet die Sitzung um 12 Uhr,

Die AbSntzerimz ter kon!mre»Mm(el

Wirb in erjter Lefung weiter beraten.

Abfl. Giebel (So;.):

Für bic Regierungen ist wieder nur das JnKresse der Arbeit- geller maßgebend gewesen. Der ©Hnia^rTrctär hat es mit dürren Worten nunenehen. Es poTinri nsirkUck M'U dazu, mit biefer kläg­lichen Vorlage vor die deutschen Angestellten zu treten. _ Die Konkurrenzklausel Dient nur dazu, den Konkurrenzkampf der Unternehmer auf dem Rücken der Angestellten auszukämpfen. Wenn die Regierung angeblich auf dem Boden der G'wrllefrei- heit steht, so ist es unverständlich. Wie sie einen solchen Entwurf borlenen konnte. Tie Freiheit der Angestellten wird ganz un­zulässig beschränkt. Ihre Notlage wird in jeder Weise ausge­nutzt. Man hätte sich die österreichische Gesetzgebung zum Muster nehmen können. Dies Gesetz wird die Konkurrenzklausel in ihrer Zahl nicht einsckränken. den Mivhrauch nicht steuern. Es ist e t n e Barbarei, Wenn eine auaeblicf) moderne Regierung es Wagt, selche hohen Konventionalstrafen, die die Angestellten in die Ge- fahr bringen, hinter schwedische Gardinen zu kommen, in einem Gesetz vorzuschlagen.

Präsident Dr. Kaemvf ruft den Redner wegen beS Ausdrucks Barbarei zur Ordnung.

Abfl. Giebel (SoZ.'ss

Ein Allgemelngefetz, auch für technische und ändere Ange­stellte, ist bringend nötig. DieS hier ist die Politik der weißen ßalde.

Abfl. Trkmborn (Zenkr.):'

'Jedenfalls Werben wir in der Kommission eine Resolution beantragen, die die Regierung in entsch'ed"nster Weise aufforbert auch eine Vorlage über die Konkurrenzklausel der technischen Angestellten baldigst einqubringen. Es ist auf dem Gebiete der iKonkurrenzklaufel geradezu ein dringender Notstand vor- banden, der durch die-Vorlage nicht in allen Punkten beseitigt Wirb. Das Wird selbst in Prinzipalskreisen rückhaltlos anerkannt DaS Kölner Kaufmannsgericht hat festgestellt, daß die Konkurrenz- Haufe! fast ausnahmslos, nur um die Konkurrenz früherer An- gestellter fernzuhalten, angeWendet wird. Sie schlägt den Ange- stellten in Fessel und bindert ihn am materiellen VorWärts- kommen. _

Der Wirtschaftliche Wettkampf Wirb lallmgekeai. Da fragt les sich doch, ob" man diese Klausel nicht beseitigen soll. Die Ve- grünbuna ber Vorlage verneint diele Frage, aber ihre Gegen- gründe sind nicht überzeugend unb Material bringt sie nickt bei, das uns von der Notwendigkeit der Klausel überzeugen könnte. Bisher liegen eigentlich nur sehr gewichtige Stimmen hegen b t l Konkurrenzklausel vor, so die der Kauf- mannsgerichte unb ber PetitionSkommisiiou der badischen Zweiten Kammer, die einstimmig die vollkommene Beseitigung her Klgusel empfohlen hat. Boi dieser Sachlage werden Wir in bet Kommission sehr eingehend prüfen, ob nicht die völlige A b - sckaffuna der Klausel durchgeführt werden soll. Daran Wird uns auch die Tatsache nickt hindern, daß einige Augeftell- tenverbänbe dem Vernehmen nack in letzter Zeit auf Vermitte­lung des Hansabuudes die völlige Beseitigung der Klausel auf- 'geaehen unb einem Kompromiß zugestimmt hahen. Trotz der zu­gesagten Entschäbigüng Wirb ber Angestellte ungebührlich be­nachteiligt. weil ihre Schäbigung prinzipieller Art ist.

Die heutige Lag» ber Gesetzgebung gibt jebenfalls zu vielen Bebenken Anlaß Vielleicht ist es sehr Wohl möglich, baß bie Kom­mission bis Vorlage ganz unb gar umgestaltet, etwa nach bem Sinne: Werst bas Scheusal in bte Wolssschlucktl (Heiterkeit.) Wenn bie Kommission seb klug zusammengesetzt ist, (Heiter­keit), kann sie sehr Wohl zu biesem Ergebnis kommen. Ich Will darin aber kein Prophet sein; feine Partei scheut bas Gebiet ber Prophezeiungen mehr als das Zentrum. (Heiterkeit.) Aber vermutlich Werden wir einen anderen Weg einschlagen müssen, um den Rechisschutz der Geschäfts, unb Betriebs, gehetrnnifje zu sichern. Wir wollen eine Umgestaltung der

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