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Nr. 10 Erstes Blatt
163. Jahrgang
Montag, 15. Januar <915
Der Slehener Anzeiger erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: vierinal ivöcbentlicb Eteßener^amilienblätter, zwennal ivöchentl.Nrels-- blatl für den Ureis Siegen (Dienstag und Freitag); zweimal nronatl. Landwirtschaftliche Seitsragen Fernlprech - Anschlüsse: für die Redaktion *112, Verlag 11. Expedition 51 Adresse für Depeschen:
Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnunnner bis vormittags 9 Uhr.
Geneml-Mzeiger für Gberheßen
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Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'schen Univ.-Such- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße |6a.
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Die heutige Nummer umscchl IO Seiten
Die M litarvorlage.
Aus Berlin wird uns geschrieben:
Mit der neuen Militärvorlage — zarter besaitete Gemüter bezeichnen sie mit dem milderen Ausdruck Nach- tra g s etat — wird zurzeit die Methode beli.bt, die jener gutmütige Mann seinem Mops gegenüber anwandte, indem er ihm den Schwanz stückweise abschnitt, damit er es weniger merken solle. Zuerst war lediglich von einem Nachtragsetat zwecks Ergänzung unserer Luftflotte die Rede, die, wie allgemein anerkannt wird, angesichts der Überlegenheit der französischen Luftflotte einer solchen Verstärkung dringend bedarf. Im Anschluß daran sickerte durch, daß bei dieser Gelegenheit auch einige sonstige militärischen Lücken ausgefüllt 'werden sollen. Und solche Lücken gibt es immer, es gibt sie auch jetzt. So herrscht Einftirnmig- keit darüber, daß die Bespannung unserer Artillerie einer Verstärkung bedarf, und cs ist ent als berechtigt anzuerkennender Wunsch unserer militärischen Kreise, daß die zum 1. Oktober d. I. zu bildenden M a - schinenge wehrkompagnien früher und zwar so bald als möglich formiert werden sollen. Man war a so darauf gefaßt, daß der angeküirdigte Naclffragsetat sich nicht mil den Mehrforderungen für 'die Lu.tflo te begnügen, sondern noch einige weitere in bescheidenein Rahmen gehaltene Mehrausgaben für das Heer bringen werde. In den letzten Wochen sickerten nun „immer mehr Nachrichten durch, die auf eine steigende Erweiterung dieses „bescheidenen Rahmens^ . hinauskamen, bis dann jetzt die „Post" mit meinem ganzen Arsenal von Mehrforderungen aufwartete. Ter zu einer umfassenden Militärvorlage angeschwollene Nach- tragsetat sollte danach die Mittel 'anfordern zu einer bedeutenden Verstärkung der Kompagnien im Frieden, zur Ergänzung der noch fehlenden dritten Bataillone, zu einer Ausstellung der Kavalleriedivisioncn, zur Bildung eines neuen Armeekorps aus den bei einigen Armeekorps vorhandenen, die normale Zahl Merschreitenden Brigaden und Regimentern und zu einer umfassenden Ausbildung der Ersatzreserve mit der Waffe.
Ter Meldung der „Post" sind alsbald mehrere Dementis, darunter auch ein solches aus dein Kriegsministerium, gefolgt, und in der Tat liegt es auf. der Hand, daß Jene Ankündigung _ formell den ..Tatsachen nicht entsprechen kann, weit über den Nachtragsetat noch kein endgültiger Beschluß gefaßt worden ist und die Verhandlungen zwischen dem Kriegsministerium, das immer mehr zu verlangen pflegt, als ihm bewilligt wird, und den: Reichs- schatzamt, das den Daumen auf den Beutel hält, nock) hin und hergehen.
Als sicher kann, wie gesagt, gelten, daß der Nachtrags- ■etat außer den Forderungen für die Luftflotte eine Verstärkung der Artilleriebespannung und eine frühere Formierung der Maschinengewehrkompagnien bringen wird. Weiter geht ein sehr lebhafter Wunsch dec Militärverwaltung nach einer Erhöhung der Friedensstärke der Kompagnien, wobei man sich auf die jüngsten Mobil.sierungen (offiziell spricht man bekanntlich nur von Vorbereitungen) in Rußland und Oesterreich beruft. Während diese im Zarenreiche, wo die Kompagnien eine größere Friedensstärke aufweisen, glatt und geräuschlos vor sich gingen, bereiteten sie in der Donaumonarchie infolge der geringeren Friedensstärke erhebliche Schwierigkeiten. Es kann deshalb wohl mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß auch eine hieraus bezügliche Forderung noch in den Nachtragsetat gesteckt werden wird. Zwar ist es möglich, ja sogar wahrscheinlich,, daß früher oder später die Bildung eines neuen Armeekorps im Anschluß an die Auffüllung der kleinen Regimenter verlangt werden muß, aber daß diese sowie andere Forderungen noch in diesem Fahre dem Reichstage unterbreitet werden sollen, ist doch fraglich.
Die verbündeten Negierungen werden sich der Erkenntnis nicht verschließen tonnen, daß neben den mehr oder minder umstrittenem militärischen Lücken auch die finanziellen Lücken in Betracht kommen. Daß die vielerörterte Besitz steuer, die ja bisher noch in der Luft schwebt und deren Schicksal noch ganz ungewiß ist, für so umfassende Forderungen nicht ausreichen würde, um "so mehr da ja hiervon auch die Ausfälle infolge der spätestens am 1. Oktober 1916 in Kraft tretenden Ermäßigung der Zuckersteuer gedeckt werden müssen, liegt auf der .Hand. Daß aber die Neichsregierung Neigung hätte, der zweiten Reichsfinanzreform von 1909 eine dritte, nahezu ebenso umfassende von 1913 folgen zu lassen, wird man kaum als wahrscheinlich ansehen, schon deshalb, weil die Mehrheitsverhältnisse im Reichstag und die zurzeit wenig bewilligungsfreudige Stimmung im Zentrum eine derartige Politik als einen Versuch mit untauglichen Mitteln am untauglichen Objekt erscheinen lassen. Es ist also wohl daraus zu rechnen, daß bei dem zur Militärvorlage avancierten Nachtragsetat die militärischen Wünsche e.n Kompromiß mit der Politik schließen werden, die bekanntlich die Kunst des Möglichen ist.
Dar Ein greisen der Mächte.
Nach einer Erklärung der „Nordd. Allgem. Ztg." gibt es keinen Zweifel mehr: die Großmächte werden in Konstantinopel einen Druck ausüben, um die türkische Regierung zum Nachgeben zu zwingen. Das deutsche Regierungsblatt gibt zwar zu, daß über einige Punkte noch nicht volle Uebereinstimmung h rrsche, stellt aber dann doch die gewichtige Tatsache fest, daß der Entwurf einer Note an die Türkei als Ganzes bereits seststehe. In Konstantinopel scheint die Stimmung wieder gespalten zu sein. Die leitenden Kreise tragen sich, wie es heißt, mit der
...................................................................................... Absicht, zur Entscheidung über Krieg und Frieden ein. 'Nationalversammlung einzuberufcn. Ob di.se den drohenden inneren Wirren vorbeugen wird, kann nur die Zukunft lehren. Von Rumänien kommt der Türkei fürs erste keine Hilfe; der rumänische Ackerbauminister hält sich zurzeit zwar in Konstantinopel auf, aber aus Bukarest wird versichert, er halte sich nur zu „privaten Zwecken" dort auf. Ein. Zweifel darüber bleibt in diesen kritischen Zeiten berechtigt. Der Minister ist vielleicht zur „Information" ausgeschickt worden.
Wir hatten am Samstag die Notwendigkeit betont, daß von der deutschen Regierung den entsetzlichen Gräueln der Balkankrieger gegen die mohammedanische Bevölkerung auf der Londoner' Konferenz cntgcgcngeircLen würde. Die „Nordd. Alla. Ztg." hat nun inzwischen zu der Angelegenheit die Erklärung abgegeben, daß die deutsche Regierung bei den bete. Valtansraaten Vorstellungen erhoben habe. Bei der Decrntwor.ung der Anfrage des Abg. Erzberger im Reichstag, die wir heute an anderer Stelle veröffentlichen, wird der Reichskanzler wahrseh inlich dieselbe Antwort erteilen. Wir sind aber der Ansicht, daß dies doch nicht völlig genügt. Solche skandalöse Vorkommni.se müssen auch auf den Gang der Verhandlungen in London ihre berechtigte Einwirluna haben. Der Kanzler kann nicht bestreiten, daß die Ausschreitungen vorgekommen sind, aber der Ausgang der Londoner Konferenz, wie er heute sicher steht, könnte für die-Balkanstaaten nicht günstiger sein.
Wir erhalten folgende Meldungen:
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Wochenrundschau:
Tie Ko l l e kt i v n 0 t c der Großmächte, durch welche dem Wiederausbruch der Feindseligkeiten cntgegengcroirti werden soll, war am Freitag abend ihrem vollen Wortlaut nach im Entwurf festgestellt, auf dessen einstimmige A n n a h m e durch die Kabinette gerechnet wird. Tie Einmütigkeit der Großmächte über Form und Inh-alt dieses gemeinsamen Schrittes möge eine gute Vorbedeutung sein, daß auch in den noch offen stehenden Fragen sich eine europäische U e b e r e i n st i m m u n g wird erzielen lassen. Die Hinweise einzelner Blätter auf noch nicht behobene Meinungsverschiedenheiten erscheinen unangebracht in einem Augenblick, wo sich der Friedenswille Europas für ein einheitliches Vorgehen in der Hauptfrage bewährt. Tie der Pforte zu überreichende Note bedeutet einen freundschaftlichen, wenn auch ernsten Rat, der nichts enthält, was gegen die wohl enoogen-en Interessen der Türkei selbst verstößt, die doch für ihr künftiges Erstarien auf die willige Mithilfe der Großmächte rechnet. Auch den Balkcknstaät en gegenübet 'setzte die m^ftleickende mildernde Tätigkeit der Mächte niemals aus. Sie macht sich gegenwärtig u. a. in den zwischen Rumänien und Bulgarien enfftandenen Schwierigkeiten geltend, von denen wir hoffen, daß sie auf dem Wege diplomatischer UnterhaMungen ihre Lösung finden.
Bezugnehmend auf die im englischen Unter- Hause gestellte Anfrage über die im Balkan- kriege vorgekommencU Grausamkeiten schreibt das Blatt':
Zahllose Mitteilungen liegen darüber vor, wie von Irregulären und Banden gehaust worden ist. Bis zu welchem Grade die Beschuldigungen im einzelnen Falle auf Wahrheit beruhen, läßt sich von, hier aus vorläufig uicht nachprüfen. Die deutsche Regierung brachte alle Fälle, die ihr zu Ohren kamen, zur Kenntnis der zur Abhilfe berufenen Regierungen und suchte auch sonst darauf h i n z u w i r f e n , daß dem Treibe n^E i n h a l t geschah. Ter Armeebefehl des Generals Sawow vom 17. Dezember traf auch sehr eingehende, kräftige Anordnungen zum Schutze von Eigentum, Leben und Ehre der mohammedanischen Bevölkerung. Taß trotz aller Strenge der Behörden die Untaten der Banden nicht haben unterdrückt werden können, bleibt auss tiefste zu beklagen.
Die Einberufung einer türkischen Natioual- versammluug.
Aus Konstantinopel wird gemeldet: Der Ministerrat beschloß am Sonntag, die Entscheidung über Krieg und Frieden einer Nationalversammlung zu ü b e r l a s s c u , zu der die Ulemas, die religiösen Chefs der Nichtmohammedaner, Vertreter der Wissenschaft und des Handels, Beamte außer Dienst und sonstige erfahrene Personen berufen werden sollen. Die Nationalversammlung wird an einem vom Sultan zu bestimmenden Tage im Palais zusammentreten. Kia mil Pascha wird die Lage darstellen und der Versammlung die Frage vvrlegen, ob die Türkei nachgeben oder weiterkämpfen soll.
'Gleichzeitig wird aber auch folgende Meldung verbreitet :
Da die Unterredung des Großwesirs mit König Ferdinand vor Tschataldscha erfolglos verlief nud auch die gleichzeitig augekuüpsten Verhandlungen mit Griechenland wenig Erfolg versprechen, ist d e r M i u i st r m e h r d e n u j e f ü r die Fortsetzung des Krieges entschlossen. Auch der Großwesir scheint dafür zu sein. Die alte liberale Militärliga, die von der Mehrheit des Generalstabes unterstützt wird, hat sich wieder konstituiert und in einer geheimen Sitzung den Kriegsminister als einen zu den Iuugtürken übergegangcnen Verräter zum Tode verurteilt.
Die Forderungen Rumäniens.
Bukarest, 13. Ian. Offiziös wird erklärt, Bulgarien sei bereit, einen Streifen Land bis an das Schwarze Meer, Silistria eingeschlossen, abzutreten, falls es Adrianopel erhält, sei abex gegen jede Grenz - b e r i ch t i g u n g. Nach Wiener Meldungen u n t e r stützt Oesterreich-Ungarn die rumänischen Forderungen.
Die „Neue Freie Presse" erklärt, es bestände ein vollgültiges Kriegsbüudiiis zwischen Oesterreich-Ungarn und N u in änie 11. An unterrichteter Stelle wird aber versichert, die Auslassungen der „Neuen Freien Presse" beruhten nicht auf amtlichen Informationen. Vielleicht sind sie aber doch wahr?
Die „Vossische Zeitung" berichtet aus Bukarest: Die rumänisch-billg.irischcn Verhandlungen werden gleichzeitig in London, Bukarest und Sofia geführt. Der rumänische Ministerpräsident äußerte sich 0 p t i m i st i s ch über die Verhandlungcm
Serbische Eifersucht auf Bulgarieu<
Belgrad, 11. Ian. Ter Minister des Innern polemisiert im Regierungsorgan „Samuprava" gegen die Behauptung eines auswärtigen Blattes, daß die Bulgaren zweifellos die Hauptaufgaben im Balta n kriege verrichtet haben. Der Minister verweist darauf, daß Bulgarien keine Erfolge hätie erringen fönnen, wenn die serbische Armee, deren Stärke 320 000 Mann betrage, nicht bei Kumanowo und Monastir gesiegt hätte. Serbien habe seiner Bundespflichi in der gew s euhaf.esten Weise genügt, und dadurch zum Erfolg des Balkanbundes in hohem Maße beigetragen.
«griffe der Türken bei Skntari.
Eetinje, 11. Ian. (Amtliche Meldung.) Die Türken auf de In Tarabosch griffen gestern die Vorposten der Südarmee an, wurden jedoch zurück geschlagen. Tas Gewehrfcucr und die Kanonade dauerte drei Stunden ohne Schaden für die Montenegriner. Die Lage von Sku- tari ist verzweifelt. Täglich kommen Flüchtlinge bei uns an und erzählen, daß der Zustand der Stadt besonders für die Einwohner unerträglich sei.
Man muß immer bedenken, daß die Meldung aus montenegrinischer Quelle stammt.
Von der türkischen Flotte.
Konstantinopel, 12. Ian. Der Kommandant del Tardanellenflotte Kochi'än Rem i ist zu rück getreten, weil er, wie verlautet, die Verautwortung über ein weiteres Vorgehen gegen die griechische Flotte nicht übernehmen will. Zu seinem Nachfolger ist Kontreadmircrl Halil P a) cf) a in Aussicht genommen. Es verlautet, die türkische Flotte sei gestern aus den Dardanellen ausgelaufen. Nachrichten über einen Kampf liegen nicht vor.
2lu$ Hessen.
Vom Abgeordneten "Grünewald erhalten wir folgende Zuschrift:
Tie von Sbcrrn Abgeordneten Winkler aufge ft eilten unb von Ihnen veröffentlichten Behauptungen sind sämtlich unwahr:' ihr Gegenteil ist wahr. Ich lehne es aber ab, über meine Privatangelegenheiten und ins^ besondere über Ehrensachen Erörterungen im „Gießener Anzeiger" zu pflegen und ersuche Sie, solche zu vermeiden, dies um so mehr, als von solchen Auseinandersetzungen auch dritte Personen berührt werden müßten. .
Tie Urkunden, welche den w a h r e n^T a t b e st a n d ergeben, liegen bei mir zur Einsicht offen für Sie und für jedermann, der Interesse an dieser Angelegenheit nimmt. — Eine Grundlage für ein „gerichtliches Nachspiel" ist bis jetzt nicht vorhanden, da eine Forderung nicht gestellt ist. Mein Bevollmächtigter, Herr Geh. Rrgierungsrat Dr. Wallau in Groß-Gerau, ist instruiert, die Forderung, wenn sie gestellt wird, anzunehmen und 6c3 der Bildung des Ehrengerichts mitzuwirken. Ich ersuche Sie, diese Zuschrift auszunehmen.
Hochachtungsvoll!
Justizrat Grünewald, Rechtsanwalt.
Wir haben dazu zu bemerken, daß andere Blätter die Erklärung des Abg. Winkler ihrem ganzen Wortlaut nach aufge- nontmen haben und unter allen Umständen ein Nachspiel zu erwarten war. Wir sind .auch der Ansicht des Herrn Abg. Grünewald, daß 'P r i v ack a n g e l e g e n h e i t e n nicht in der Presse breitgetreten werden sollten. Allein, wenn es sich um Angelegenheiten eines Abgeordneten handelt und um Kou- seguenzen eines in öffentlicher Sitzung ausgebrochenen Konfliktes, kann unsere Zeitung die Erwähnung solcher Dinge nicht unterlassen. Wir können Herrn Grünewald nicht versprechen, daß über die Angelegenheit in unserem Blatte nichts mehr erscheint. Selbstverständlich beschränken wir nns /mf das Notwendigste aber unsere Entschließungen werden sich nach der weiteren Entwicklung der Angelegenheit zu richten haben.
Deutscbes Reich.
Das K r ö n u n g s f e st wurde am gestrigen Sonntag im Berliner Königlichen Schloß gefeiert. Um 9 Uhr begann die Anfahrt der neu zu dekorierenden Herren und Damen, der geladenen Generale, Minister, Diplomaten und Fürstlichkeiten. Es wurden u. a. folgende Auszeichnungen verliehen: Es erhielten den Roten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub u. a. Staatssekretär Lis c 0; den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub Regierungspräsident von Wiesbaden v. M e i st e r, Präsident der Eisenbahndirektion in Frankfurt a. M. Reute aux, der (Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika Seitz; den Noten Adlerorden 2. Klasse u. a.: Bischof Bertram- Hildesheim, Professor W i l a mv w i tz-M 0 e lle u d 0 r f f; den Kroncnorden 1. Klasse: Präsident Wackerzapp int Neichseisenbahnamt; den Stern zum Kronenorden 2. Klasse u. n.: Universitätsprofessor Adolf Wagne r-Berlin. Nachstehenden Parlamentariern wurden Or^ensaus- zeichuungeu verliehen: den RoKn Adlerorden 3. Klasse mit Schleife dem Reichstagsabg. Dr. van Calker, Universitäts- Professor in Straßburg; dem nationalliberalen Mg. von Schmedding, Landgericl)tsra-Dortmund (NaliouallibO und Geheimen Regierungsrat Münster (Zeutr.); den Noten Ädlerorden 4. Klasse dem bisherigen Reichstagsabg. Kammerherrn Goetz von Olenhusen-Hannover (Welfe); den Kronenorden 3. Klasse dem Landtagsabg. Gehümeu Iustiz- rat Cassel-Berlin (Forisehr. Bpt.), dem Herrenhausmitglied Oberbürgermeister Cronow-Stralsnnd, dem früheren Reichstagsabg. Geheimen Negieruugsrat Dr. Lucas, vortragender Rat im Ncichsjustizamt (Natlib.); den Kronenorden 4. Klasse


