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-.Der Vertreter der Klagerm wies darauf hin, dast die Gräfin ^wuecki verichredene Aeutzerungen gemacht haben soll, die den »erdacht der Kindesunterschiebung verstärken mustten. Auch der Arzt, der nach der Entbindung hinzugezogen wurde, habe Bedenken gehabt, ob das ihm gezeigte frinb ein neugeborenes war — Trotzdem wurde in dem heutigen Urteil die Klage der B°hnw°rtcr,rau Cäcilie -Menet gegen ben «raten Sttmledi mir Abänderung des Standesamtsregisters in der Ricb- tuns- d°st der lunge Graf ihr uneheliches ’frinb sei, kosten- pNtchttg abge wiesen.
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s<v?n»^fn?nrn ?alL Anlastlrch des Regierungs-Jubiläums des Kallers begeht die gesamte Teun'ck>e Landsmannschaft am b" <?•'Jn Berlin eine Huldigungsseicr, vet der^lamtliche ^eutidK* Landsmannschaften vertreten sein wer- den. 44c J-eiei- findet im Landesausstellungsparl in Gegenwart einer Netl^ von geladenen Gästen statt. Anschliestend hieran gibt bie Berliner Bereinigung Alter Herren ein Gartenfest.
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kurts (Braunschweig) hier der Verein Deutscher ')ächrunas- mittcl-Ehemtker zu seiner 12. Hauptversammlung zusammen. Unter den Anwesenden befanden sich zahlreiche Vertreter staatlicher Behörden. — Der Vertreter des StaatS- fekretarS des Innern Geh. Sberregierungsral Dr. Kerp »mes in )einer Erwiderung auf die Begrüßung des Vorsitzen den daraus hui, daß seitens der Regierung die Vorarbeiten sur eine neue Prüfungsordnung für "Nahrungsmittel-Chemi rer bereits tm Gange seien. An die Begrüßungsansprachen der ubriffcn Berttcter schloß sich eine Reihe von Vorträgen, von denen besonders lebhaftes Interesse jener des Dtrek tors des Breslauer .Chemischen Untersuchungsamtes Dr. ^uhrig über „Die Stellung der kommunalen Unter- Wchungsamter imd d^ren Leiter in Preußen" l>ervorrief — Rach einer Pause folgste noch ein Vortrag von Dr. Oiriin- i)iit (Wiesbaden. über Begutachttrng von Dessertweinen, sowie über einzelne .^Bestimmungen des Weingesetzes, außer dem noch einige kleinere Vorträge, die lediglich sachwisscw kchaftliches Interesse boten.
l e u t e n ü r j t c n mit dem Dackistuhle in die .Diese und wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
* Ein teures Bild. Aus Paris, 9 Juni, wird gemeldet: Bei der heutigen Verstrigerung der (Holme Steen - Fracht erzielte das berühmte Gemälde von Rembrandt „B a l h - 1 e b a" einen Preis von einer Million IransS.
* In den F l u st g e st ürzt Aus Mailand wird gc meldet: Ein Autoomnibus stürzte bei Du rang a von einer Brücke in den Fluß. Ein Reisender wurde getötet, an 30 verwundet.
" Der Löwe ist los! Aus Hamburg wird gemeldet: In Wilhelmsburg brach aus dem Wanderzirkus eine Löwin aus, flüchtete ii£ die Wohnung eines Rentners und sprang von dort durch das Fenster auf die Straße. Rach zweistündiger Jagd gelang es den Angestellten der Menagerie das Tier einzufangen. Es hat keinen Schaden angerichtet
Sprung aus dem Jen st er. Aus Halle wird gemeldet: Der zu s i e b e n Jahren Zuchthaus verurteilte Maurermeister Pfeiffer überrannte int Korridor des Ilntersuchungs geiängnisses den (Gefängniswärter und stürzte sich aus einem Ienster des dritten Stockwerkes auf das Pflaster. Er wurde lebensgefährlich v erlebt.
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Die Nieder-Modauer GenossenschaftZkrise.
. bs. Darmstadt, 10. Juni.
In dem Prozen gegen Adam und Genossen wurde heute eine ganz kurze Sitzung abgehalten. Nachdem der Vorsitzende formell die Beweisaufnahme geschlossen hatte, erhielten die An- ^'Nagten das letzte Wort. Adam und Beck halten den Aus- whrunffen ihrer Verteidiger nichts hinzuznfügen. Isaak bat mit Wu Worten um seine Freisprechung, da er int Sinne der .'Jnnoge nicht schuldig sei. Ihrig schloß sich in sachlicher Be- lifflung den Darlegungen seiner Verteidiger an. Persönlich bat ” das Gericht, seinen Beteuerungen, daß er nur das Beste gc- ivoltt habe, zu glauben. Die Sitzung wird dann bis Samstag vormittag vertagt. An diesem Tage wird das Urteil zu erwarten km.
verein Deutscher llahrungsmlttelchemtter^
Breslau, 9. Juni. Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung trat im Nebensaale der Festhalle für die Jahrhundertfeier unter dem Vorsitz von Geheimrat Dr. Bek-
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fc. Frankfurt n. M., 11. Juni. Mrig.-Telegr. des ^Gieü. Anzeigers^.s $i a rt 0 fiel m nrft. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Lik. 4.50—5.00, im Kleinhandel Rik. 5.50—6.00 für je 100 Kg.
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Darmstadt, 9. Juni. Ein umfangreicher Diebstahls' und Hehlerprozest begann heute vor der hiesigen Strafkammer II (janbelt sich um lene zahlreichen Schisssdtebstähle, die in ben Jahren unter Beteiligung eines iRainzer Zollhilssbeamte., aus Marnschiffen auSqekuhrt wurden und bei ihrer Entdeckung im September v. I. grobes Aussehen erregten. Unter Anklage gesteift ftnb neun Personen der 28,ährige Gastwirt Karl Meuz in Kelster- doch, der 4«iahrlge Zollhilssbeamle Heinrich Eckert aus Mainz, bei (Steuermann Hermann Ritter aus Mainz, ber 35jährige baller Paul Poolwlek aus Kelsterbach, der 48jährige Bäcker- meister Adolf Pons aus Kelsterbach, der 30jährige Metzger Georg Heisack aus Kelsterbach, der 30jährige Iruchthändler 9lub. Kiritz von Raunheim, der 29sahrtge Friseur Ludwig Treutel II. aus Kelsterbach und der 61jährige Arbeiter Jakob Kiritz von Raunheim. Die Angeklagten werden von achtRechtsanwälten, darunter vr.J ourdau und -vchnorer aus Mainz, oerireten. Es handelt sich um solgen- den Sachverhalt: Bet der Kelsterbacher Schleuse nahmen die Main- schiffe kurzen Aufenthalt. Am Maintlfer in der Nähe jener Schleuse betreibt der erstgeuaimte Angeklagte eine sonst von allem Verkehr abgeschnittene Gastwirtschaft, bereit Gäste nur aus ben Schiffsmann- schalten bestehen, die dort auch häufig übernachten müssen. Ecken und Ritter waren am 11. September in Mainz auf bas nut Weizen betrachtete Schleppschiff „Drusus" gekommen. Sie besuchten am Abend gegen bas Verbot die Wirtschaft und boten bem Wirt unb Neu Schwager Popliolek Weizen zum Kauf an, ben biese mit 10 Mark für bas Malter bezahlen wollten. Nach Mitternacht fuhren dann Eckert, Ritter, Meuz unb Popliolek im Nachen au bas Schiss md füllten von bem Weizen bie mitgebrachten Säcke. Als sie bereits mtehrere gefüllte Säcke auf ben Nachen gebracht hatten, würben sie durch ben von einem Matrosen geweckten Schtffssuhrer überrascht und festgenommen. Ter Schiffsmatrose war vorher von Ritter in ben Plan eingeweiht unb zur Beteiligung nufejeforbert worben unb hatte scheinbar auch zugesaqt. De angestellte Untersuchung ergab, dag schon seit mehreren Jahren ähnliche Cchiffsdiebstähle in'Kelsterbach unb anbereu Stationen ausgeführt worben sinb, bei denen Meuz, ber mit den Schiffsmannschaften gut bekannt war, unb die "brigeu fünf Angeklagten sich ber gewerbsmästigen Hehlerei und der Beihilfe dazu schuldig gemacht haben. Zu der Gerichtsverhandlung 'die mehrere Tage in Anspruch nehmen wird, sind 40 Zeugen geraden. Die ganze heutige Verhandlung wurde nach Perlesüng ber Anklageakten nut Vernehmung ber Angeklagten Eckert, Ritter Popliolek unb Meuz ausgefüllt, bie in weitschweifiger Weise sich zumeist auss Leugnen verlegten ober sich gegenseitig bie Haupt- schuld zuzuschiebeii suchten.
rm Darm stabt, 11. Ium. Tas Sberlandesgericht Tarmstabt entschied nach einem jetzt rechtskräftig gewordenen Urteil dahin, dast bie Firma Deutsche Sektkellerei I. (£. H. Heidsick & Go. in Bingen ihren Name n Heidsick L Co. in ihrer Abresie nicht m e h r führen dürfe. Tie Firma Successeurs de Heidsick & Go. in Ncims halte gegen die beul {die Firmienmg Klage erhoben, ber das Mainzer Landgericht ebenfalls stattgegebeu hatte, obwohl die Binger Firma darauf hinwies, dast es ja auch in Reims noch zwei Girmen Heidsick gebe, so dast sie ja nicht ausschliestlich bas Recht habe, den illomen Heidsick zu führen.
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* Der Berliner Polizeipräsident gcaen 0 r e e d) t e 6 f f ä n 3 e. Der Berliner Polizeipräsident wird letzt dem Beispiel einiger seiner ttoUcgcn ans dem Reidst? Li ^n' 'nt)Cm cr siegen die sogenannten Schiebe- und Wadeltänze energisd) vort^cht. Bereits vor zwei Jahren hatten s,d) die Groft-Berliner Tanzlehrerorgani- sanonen zujammengetan und nicht nur in ihren engeren Sitzungen, sondern aud) in einer öffentlichen Protest-Versammlung darauf hiugewiesen, wie unästhetisch und sittenverderbend die Schiebelänze wirken. Tie damals gehegten Hossnungen, dast durch einen festen Zusammenschlust' der Tanzmeister unb Saa besitzerorganisalionen ein Erfolg zu erzielen sei, hab<m jich aber nicht erfüllt, so dast fid) der Verein Berliner Tanzlehrer von 1876 veranlastt sah, sich vor einigen Wochen schriftlich an Herrn v. Iagow zu wenden. Der Polizeipräsident empfing daraufhin eine Tepu tatwn des Vereins und liest dem Vorstand jetzt folgenden sd)riftlichen Bescheid zugehen: „Auf das gefällige Schreiben vom 24. vorigen Monats teile id) dem Verein ergeben st mit, dast die Polizeireviere angewiesen sind, auf die so- aenannten Sd)iebe und Wackeltän^e sowie sonstige an- stöstigc Tänze ihr besonderes Augenmerk zu richten und erforderlichen Falles aus Glrunb der §§ 183 und 360 Zjsf. u des Strafgesetzbuches Strafanzeige zu erstatten." „^Außerdem wird", so sd>liestt das Schreiben, „gegen diejenigen Saalinhaber, die derartige Tänze dulden, vorgegangen werden."
* U c bet eine M i l l i v n e n ft i f t u ng ber Freifrau Cramer-Klett in Nürnberg wird gemeldet, das; btc Stadt Nürnberg zunächst nid45 erhält Tic Lrblasserin hat eine Famrlienltiftung mit 6 Millionen Marl Kapital errichtet und bestimmt, dast, falls die Kinder ihres Sohnes ohne Nach kommen versterben, die Hälfte hiervon, also 3 Millionen, der Stadl Nürnberg zur Förderung von Kunst uno Wissen sä» st zu- fallen sollen. Andt die Zinsen dieser 3 Milli-one-.i Marl, die der Stadt eventuell zufalleu sollten, verbleiben v-orläufig n-xl' der Familienstrstung und gehen nicht in den Besitz der Stadt Nürn berg über.
* Sturz beim Pferderennen. Aus B r 0 m b e r g wird gemeldet: Bei dem Rennen des Bromberg-Schneidemühler Reitervereins in Karlsdorf ftür#e Leutnant Freiherr v. d. H e h d c n von dem Grenadierreaimetit zu Pferde und erlitt einen schweren B r n ch dos Schlüsselbeines. Leutnant F-rhr. v. Lanski von demselben Regiment stürzte gleichfalls unb erlitt eine schwere Betnverstauchung.
E i n e graste Feuersbrunst bat. Nach einer Meldung aus New B 0 r k, gestern nachmittag ans Lang Island ein Fabrik gebäuöc und das benachbarte Haus des amerikanischen Drogisten- verenis fast g ä n; l 1 cl, zerstört. Iwan ig Feuerwehr
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