Aus Stabt und Land.
Gießen, 12. August 1913.
>=r Vom Hofe. Prinz und Prinzessin Friedrich k<mÖOn '^ei'fcn mit 3 Söhnen, sowie Miß Chichester und Pfarrer Zimmermann aus Darmstadt nahmen vorgestern an der Frühstückstafel zu Jagdschloß Wolfsgarten teil.
** Ordensverleihung. Der Großberzog M bem katholischen Pfarrer Jakob Klein zu Wimpfen die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse de§ Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Technische Hochschule. Dem Prof. Dr. Karl Roller zu Darmstadt wurde die venia legendi für erteiÜ ° 1 °n bcr ®roM- Technischen Hochschule dahier
Noch ^ne ttaiserrede in Lübeck.
•r^'m Audienzsaal des Lübecker Rathauses erwiderte der ’ ■! c r au[ e^ne Ansprache des dortigen Bürgermeisters mit folgender Rede: ,
Kreis Friedberg.
Crb\b e r 11- 2tu9' UnfeTe Schillerschule (höhere Mädchenschule) machte am vergangenen Freitag ihrer: Som- merausflug. Ern Teil der Schüler unternahm in Begleitung von Lehrern und Lehrerinnen eine Rheiuraise nach dem Niederwald, em anderer Teil besuchte den Vogelsberg — Sem goldenes Priesterjubiläum feierte gestern der hier wohneirde kath. Pfarrer P i ch o n. Vorher war er 34 Jahre lang Priester m Wickstadt.
h- SSilbcI, 11. August. Bei einem nächtlichen Streit zwischen zwei hiesigen Herren und drei auswärtigen Arbeitern wurde der Geschäftsführer Brod, der sich 'als Kriminalbeamter ausgegeben hatte, von einem der Arbeiter durch mehrere Messerstiche in die Hand und den Kopf erheblich verletzt. Ein Finger mußte ihm im Krankenhause abgenommen werden. Der Täter wurde verhaftet; erhalte erst kürzlich drei Jahre Gefängnis wegen einer Messerstecherei verbüßt.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach, 12. Aug. In dem Befinden des bei der Stecherei in der Waldstraße schwer verletzten Kriminalschutzmanns Boller ist eine kleine Besserung eingetretcn, doch ist sein Zustand noch immer sehr bedenklich.
ch Bingen, 11. Aug. Unter starker Beteiligung der Bevölkerung, besonders der Berufskollegen, sowie der Alters-
Aurland.
Der neue Fall von Luneville. tntrs £ Freren Pariser Blättern aus Luneville berichtet wrrd, traf am Sonntag abend der deutsche Arbeiter Schn erbe r der sich darüber beklagt hatte, daß während ferner Drenstnbung Fanatiker in seine Wohnung eingedrun- fU”b feuLe .Eel zerschlagen hätten, mit seiner s 9AbJei?en ^ei Kmdern ein. Vor dem Hause standen Personen und eme derselben rief Schneider zu: „Brst du wreder da, schmutziger Preuße'" Die
Ankunft Schneiders verständigt, der sofort auf das PolMrkommrs,nriat geführt und dort einem ‘ .nntcrzogen wurde. Schneider soll dabe?
imc die Blatter Ms en wollen, erklärt haben, daß eine Frau nL.,?^^^^chrchte erzählt habe, um ihn von seiner & m^en; Der Polizeikommissar begab sich darauf nut Schneider m dessen Wohnung, um in seiner Gegenwart festzustcllen, daß niemand in die Wohnung ein- H-rrtuU1^rfinHhpr blFr^nnd)tun9rvburc^au§ unversehrt war. s• Schnerder erklärte einem Journalisten, daß sie durch
^e Hal ung der Bevölkerung erschreckt worden sei, welche alles ber rhr habe zerschlagen wollen, und sie sei dann aus Furcht ab gereist. Auch der Staatsanwalt verhörte das Ehc- ^ml^der. Es hecht, daß Schnerder ausgewiesen X Uv II I Uli,
Schulwesen. Uebertragen wurde dem Lehrer Martin G ess er in Heusenstamm eine Lehrecstelle an der Gemeindeschule zu Bieber; dem Schulamtsaspiranten l Lhilipp Degen aus Froschhausen die Lebrerstelle an der Gemeindcschule zu Wald-Grlenbach; dem Schul, an ts.ispiranten Peter Herrmann aus Alzey eine Lchrer- Itelle an der Gemeindeschule zu Unter-Hainbach. — Erledigt ist die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende l Lehrcrstelle in Schannenbach, deni Lehrer kann eine Ortszulage bewilligt werdeii; die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Ober-Schönmattenwag.
* Die Kosten der Gymnasien betragen nach den neuesten Statistischen Feststellungen für Hessen im Jahre 1911 1 090 389 Mark. Die sämtlichen Gymnasien des Reiches ^orderttn für das Jahr 1911 den Betrag von nahezu <0 Millionen Mark. Hiervon wurden durch Schulgeld nur 221A Millionen Mark aufgebracht. Aus Staatsmitteln wurden rund 30 Millionen, aus Gcmeindekassen noch etwa 14 Millionen Mark zugeschossen.
" Landesvermessung. Erledigt ist die Stelle des KreiSgeometerS des Kreisvermessungsamtes Offenbach
** Neuorganisation des hessischen Kranken- wcsens. Nach den Feststellungen des Oberversicherunqs- amts Darmstad twurden auf Grund der Reichsversicherungs- ordnung vom 1. Januar 1914 folgende Kassenarten zuge- lassen: 23 allgemeine Ortskrankenkassen, von diesen werden 10 neu errichtet und 13 ausgestaltet; 11 besondere Ortskrankenkassen, 14 Landkrankenkassen, 75 Betriebskrankenkassen 7 Jnnungskrankenkassen, zusammen 129 Kassenarten. Nach dem bisherigen Recht bestanden: 699 Gemeindekrankenkassenversicherungen, 93 Ortskrankenkassen, 100 Bctriebskranken- kassen, 5 Jnnungskrankenkassen, zusammen 897 Kassen Hieraus geht hervor, daß die Zentralisation innerhalb der hcsüschen Krankenkassen in weitgehendstem Maße durchgeführt wird. ' ’
m r p"Übungsplatz Alten-gr ab o w, 11. Aua. Der 'Kaiser ist Mit dem Gefolge im Sonderzug um 6.30 Uhr hier emgetroffen. Der Kaiser begab sich sofort zum Truvven- ubungsplatz Hier begann eine Uebung der Gardek^ ^iviston und d^er Kavalleriedivision A gegeneinander unter Seitung be§ Generalinspekteurs der Kavallerie v. d. Mar- witz. Hieran schließt sich eine Uebung des Kavalleriekorps und zwar exerziermaßige Uebungen unter dem Befehl des v 10.
H5. Deutscher Handwerks- und Gewerdekammertag.
mpistp^^R s b*5 Herrenhausmitglieder Klempner-Ober-
^Eisters P l a t s (Hannover) sowie in Anwesenheit von zahlreichen "ugeschlvssenen Innungen und anderen Korpora- trat hier der 15. Deut, che Handwerks- und Gewerbe kämm er- tag zusammen Die Beratungen begannen heute nachmittag mit lossenen Mitgliederversammlung, in der zunächst der Datigkeitsberlcht enwegengenommen wurde. Dieser weist auf die steigende Inanspruchnahme des Geschäftsbetriebes der Zentrale QM9C “n9 Geschäftsganges nötig gemacht hat.
। .ur5* SS Errichtung einer Hauptstelle für das Verdingungswesen I die ^rganyation der Geschäftsstelle eine nicht unerhcb-
I liche Aenderun9 im Gefolge haben. Auf dem Gebiete des Gewerbc- Herausgabe einer Denkschrift bett, die Abänderung
I Gewerbeordnung tm Vordergründe. Diese Denkschrift will die ^p(Pfa p9/1^ uri aannL Neuregelung des Handwerks- von 1897 schaffen, die der Entwicklung der Rechtslage Elt- 4*=™ bestehen der Handwerkskammern Rechnung trägt. An den I Reich^ta9 und die Verbündeten Regierungen wurde eine Eingabe I gerichtet, die für das Gebiet des Arbeitstarifrechtes eine gesetzliche Regelung anbahnen und insbesondere dieRechtsverbindlich- k r b c r f 5 e berbeiführen soll. Die immer mehr wachsende Bedeutung und Ausdehnung der Betätigung der ’ty,a 1 ™ Handwerk und die Regelung der rechtlichen Verbält- niise für das weibliche Handwerk haben die Organe des Kammer- tages auch un Berichtsjahre wiederholt beschäftigt. Die Arbeiten "^.abgeschlossen; und namentlich ist noch keine Ueber- nnstimmung hinsichtlich derjenigen Erwerbszweige erzielt worden die als handwerksmäßige gelten sollen. Auch über die Frage der Abgrenzung des Handwerks gegenüber nichthandwerksmäßig betriebenen Gewerbezweigen muß wiederholt eine Entscheidung qetrof- !e" ^rden, namentlich hinsichtlich der gewerblichen Gärtnereien und der Köche. Auf wirtschaftlichem Gebiete standen die Bestrebungen s°rm.de§ B-rdingungsw-s-ns an erster
Stttlc. Es wurden Nicht nur eigene lokale Verdingsstellen vor- gejchlageii, sondern auch in Berlin eine zentralisierte Hauptstelle tur Vcrdingswesen errichtet. Die Vorschläge bezüglich der Ver- gebung öffentlicher Arbeiten und Lieferungen sind vom preutzychen Krregsministerium versuchsweise für die Ljekleidungsabteilung angenommen worden. Hinsichtlich der Scbä- dlgung des Handwerks durch die K o n s u m v e r e i n e ist eine Eingabe an Reichstag und Bundesrat gemacht worden.
. P Tätigkeitsbericht wurde genehmigt und sodann der Bericht f,5k?^g^drusungs-Ausschusses entgegengenommen, der gleich- ■ 4 ^“hgung fand. Als Ort des nächsten Handwerks-- unh Ge- :
S45r6A»a<ArmKta9ecm^Urr^ ann heim gewählt. Damit hatte . die geschlossene Mitgliederversammlung ihr Ende erreicht. — ! Morgen beginnt die öffentliche Hauptversammlung.
firzy/" 51 Ve '1L Heute vormittag kurz vor 10 Uhr gemeldet, in der Holzvearbeitungsfab'rik öon W. Beckert & Co. infolge Explosion von Gasolin pe^er?us Tie Explosion erfolgte im Keller, wo der Ge- ffl--c2tVBer Abfüllen des feuergefährlichen Stoffes nir^a/^at ptoacr;.,-^äert erlitt schwere, aber voraussichtlich un^Brandwunden an Kopf,'Amren Älspden. Mit brennenden Kleidern tarn' er zu feinen bAturmt, dre sie ihm vom Leibe rissen. Er wurde bmfTiA hFe^aUfek SNefuhrt: fein Zustand ist 6e- lirfe Arm «A’e^e,erCnbex.®ftment griff mit solcher Schnel- lin \ei ber Familie Beckert zu Besuch wellendes Mädchen, das durch den Schrecken in Star r-
I Wit Mühe im letzten Augenblick ge-
konnte. Vom Gebäude selbst ist nur noch das sehen, d^e Inneneinrichtung ist vollständig an^e^e des alten Brauhauses errich- der Mtttt b«u ist der Dachsttihl beschädigt, desgleichen an ber Wirtschaft „Zum alten Brauhaus". Durch das tatkräf- tige Eingreifen der hiesigen Feuerwehr wurde trotz des starken Sudwestes ein weiteres Umsichgreifen des Feuers verhütet. Der Schaden i|t bedeutend; es verbrannten z. B. allein 128 Stuck fertige, zum Versand bereitstehende, patentierte, von Beckert erfundene Tische mit eingebauter Wäsche- mangel wovon das Stück durchschnittlich. 50—60 M. kostet. ®tn xetl des Schadens ist durch Versicherung gedeckt. De- merkenswert ist, daß die alte sehenswerte Kanzel der Walpur givkirche, die unter den geschickten Händen Beckerks eine Renovation erfahren sollte, mitverbrannte; schade für dieses ™ ; ?lLU^e der Explosion ist bis jetzt noch nicht vj9f feit kurzer Zeit der zweite Brand,
der sich innerhalb 60—80 Meter von dem jetzigen Personen- bahnhof ab hielt Damals brannte das Sägewerk der Firma Wallach vollständig nieder, und die Feuerwehr konnte da- wegen der großen Hitze trotz größter Ansttengung Ausrichten. Nun soll der neue Personenbahnhof der je^,abgebrannten Beckertschen Dreherei nm 15 Meter näher gerutft iperben. Es ist schwer verständlich, daß die Eisen- bahnbehorde an diesem schwer zugänglichen Platz festhalt.
Hierzu teilt uns unser O.-A.-Mitarbeiter noch mit, daß durch die Zerstörung der alten Kanzel aus der Walpurgis- ttrche der Gemeinde ein großer Schaden erwächst. Die Kanzel war zwar hoch versichert, besitzt aber einen weit größeren Altertumswert. Auch sonst konnte fast nichts (wie man hört, ein Klavier und eine Schreibmaschine) gerettet werden. Den Kassenschrank fand man unter dem Schutt völlig dnrchg'lüht, aber sonst unversehrt vor. — Weiter wrrd uns noch gemeldet, daß die Kanzel der Walpurgis- kirche em Werk des Alsfelder Mnstters Michael Fink aus dem Jahre 1618 ist nud sich durch selten schöne Einlegarbett auszeichnete Ferner ist ein aus der Walpurgiskirche stammendes h o l z e r n e s E p i t a p h i u m aus dem Jahre 1622 dns sich ebenfalls zur Erneuerung dort befand, ein Raub der Flammen geworden.
cn ?ie gut fern, meinen herzlichsten und innigsten Dank ""b der gesamten Bürgerschaft Lübecks auszu- wrechen zu dem zu Herzen gehenden Empfang, der mir von der ^evolkerung dieser altehrwürdigen Hansaftadt zuteil geworden ist, wwohl von den Alten wie von den Jungen. Es ist immer schön, die hip mmcn?Cr to^adifenben Jugend sich mischen zu hören in! öic Aufe der Erwachsenen und älteren Männer. Sie haben einen SK ^m?rrschen Ueberblick gegeben über die Zeit des Glanzes und der Mack^ Lübecks, der Vormacht der Hansa und auch über tior ^?"bert Jahren, da auf ihr die Hand Gottes prüfend schwer lag, wie auf unserem ganzen Vaterlande. Sie haben ganz richtig darauf hingewiesen, daß. obwohl durch eine geradezu be-1 i^a^rungswürdige Anregung der Bürger und der Kaufleute im deutschen Vaterlande ein Bundesgebilde entstand, wie es die Welt! nicht wieder geiehen hat. dasselbe auf die Dauer doch nicht Bestand konnte weil die Macht des Reiches ihm fehlte und das Ver- ständms des deutschen Volkes für seine Wichtigkeit nicht vorhanden
^Tol”rnear' .Apode Gottes, die in ganz unaewöhw-
?aifc7 WUHelm dem Großen zur Seite ge- standen hat, der auch einst von Lübecks Bürgerschaft begeistert be- grutzt wurde, ist das geemigte Vaterland und das Deutsche Reich wiedererstanden, mit ihm selbstve''s'tgndlich auch hip n f t e n A u f- n' oic uugelött bleiben mussten, weil die Einigkeit, die Voraussetzung für ihre Losung, fehlte. Und wenn er auch manchem nad) Zbtt, die wir alle noch miterlebt haben, wohl etwas emtonig vorgesnmmen sein man, diespr Ust,p^ang. zu dem gewöhn wepn ich so sagen darf, einfachen Arbeitsleben, so glaube das; wir einen guten Schritt vorwärts ge- P??pnnpwn\^e?n glaube es als meine Aufgabe zuj " diese alten Ausgaben wieder n u f n e b <- ™ a ?, und.sie dem^deutschen Volke vorzustellen und
vnh E^ON^ daß dieselben so schnell wieder aufqefaßt wurden
E.in so überraschender Weise in der gesamten Welt durchgeführt Ä L «Sn ,selbstverständlich kann sich der Kaufmann mit
schreiben und daß die alten Hansestädte mit dem alten bi?fer SP ^s^lt vorausgegangen sind, und so möchte ich von ?!S’rc^ ans b c m K a u f'm a n n meinen ^nnf auä- m Kblrc-^tabtc der norddeutschen Waterkante in bembei! ffrfiP V U nk Wagemut eingetreten waren, um
^...EU schen Handel und der deutschen Industrie und den deutschen S t ai» ten1B p n pi h a b m^er Weltzu sichern, um den uns aiidere
Ko?seu s^mp? - r. ^^en Vor hundert Jahren lag die Hand des Städte Espr uiS 5tabL Zu diesem Jahre feiern überall Dörfer und Provinzen, Vereine und das ganze Volk die!
Es Ci U^bs Befreiung vom Drucke des Eroberers
^»^'ueF-ugung des Himmels, daß er es so gewandt hat daß in ^bselbe Zeit fallen mußte und die Feiern die ich bibber mitaemacht habe, haben einen Z u s a m m e n k l a n g
5 eu? es ge sa m ten ,V o l ke s zum Ausdrnck gebracht der schöner nicht denkbar ist und ich meine, daß der heutige Abend I ^,uen würdigen und schönen Stein in cher Kette dieser Edelsteine des Gedenkens bildet. Dankbarkeit für das alles,^^ was^ bfe wE SrBl" Cpr±^rIa;1 0rtau 6ap schweren wie in glücklichen Tagen m heute abend m der alten Hansekirche Lübecks zum Ausdruck ne- STi'e Tofien M'T
? ®etoolbe der Kirche schweisen ließ über die alten C^r?lau"schtt^^s?ch^ip'hipE2^"^^-?r? T°nen der Orgel und des v rln bie %lt. zuruckzuversetzen, wo im Mittelalter und schwerer Zeit die Ratsmannen und die Bürgerschaft mit ihren Frauen und Mädchen in der Kirche sich uer- 5i" Bild a.u8 ben ffl’e i ft e r H n g e r n L dlbend vor mir. Wir haben Friedeliszeit, und aAten^ toip TmU SaBert' ba? ^hen wir, wenn wir beob- ,ttne , irn n “ b o [t e n unseres Kontinents schwere ließen^Fch^stehp bU^ ®otte§ Mgung uns unberührt
'"Me hrer vor Ihnen, meine Herren in e m G e w a n d e d e s S ee m a n n s , das ist das Kleid des Kin- b^ Horner Schopsung, und was dazu dienen kann, jetzt und in der ZuÜlnft dem deutschen Kaufmann, der vom Deutschland bal Deutschtum vertritt und für
Deutschland arbeitet, die notige Stärkung und den nö°
5 C r V e ? ' er ben ihm zustehenden 'M«-® 011 nre. behauptet, das soll geschehen! Ich
/h^fcbL$C h mrin Feind! Und Gott gebe l
bafe der deutsche Handel wie bisher auch künftig unter meinem Schuh in Friedenszeit sich entwickeln möge! meinem
"Hessische (Sem e in bereitsroa() (en. Bei der Ge- memberatswahl in Langen würben 4 Sozialbemokraien und 3 Bürgerliche gewählt. — In Bieber unterlagen bie Sozialdemokraten, bie bisher mit 8 Vertretern bie Mehrheit bitten; eS würben 4 Bürgerliche gewählt. Der Gemeinderat besteht nunmehr ans 8 bürgerlichen Vertretern unb 4 Sozial- demokraten. — In Heusenstamm unb Weiskirchen siegten bie Sozialdemokraten, die je 3 Vertreter in ben Ge- memberat entsenden. — In Dieburg unb Großzimmern würben je 3 bürgerliche ©emeinberatSDertretec gewählt. — In Selig en stabt, besten Gemeinderat bisher aus nur Zentrums- lluten bestand, wurden 1 Fortschrittler, 1 Zentrum unb zwei Sozialbemokraten gewählt.
** ^°/^^^rabzeichen. Auf dem Griesheimer Exerzierplatz bei Darmstadt fand am Samstag das Schießen um das Kaiierabzeicheii statt, das in jedem Armeekorps eine Ir”1879Trran!a hnÄ Ab des Jnf.-Regiments
A7n;n?PHtb r;iY^6sCtd^n' bLad bamit zum erftenmale Regiment fallt; außer ihr beteiligte sich noch die Leib-Kompagnie des Jnf.-Regts. Nr. 116 an dem Ent scheidungsschießen.
** Zum Nieder-Vrodauer Konkurs Der Bundesrat hat auf eine Eingabe des Konkursverwalters NechtSanwalt Dr. Hoffmann II.»Darmstadt, aenehmiat daü den haftpsüchtigen Mitgliedern des KrediwereinS und des Konsumvereins Nieder-Modau der Reichsstempel erlassen
Heer «nv Flotte.
B erlin, IS.Aug. Zn dem heutigen 7 0. Geburtstage des Generalfeld marschallS .Freiherrn der Goltz schreibt die „Bossische Zeitung'ü „Trotzdem er in den Ruhestand getreten ist, wird v. d. Goltz sem ferneres Leben nicht untätig hinbringen. Sein Tempe- rament wird ihn auch in Zukunft verhindern, daß er feine Muße verlebt.-- - Der „Lo kakan z e i g er-- Wünscht dem Geburtstagskind, von dem er sagt, fein Raine werde stets neben denen v. Moltke, Schlieffen und Häseler ß.^n-aiIn^ werden, möglichst lange Erhaltung feiner Arbeits- f?^9teit und Freudigkeit. — Die „Rundschau" saat- Dankbar werden Heer und Volk und in erster Linie die deut- sche sugeni> <rm heutigen Tage die Augen auf einen alten Preußen richten, der in seiner Unermüdlichkeit im Dienste des Vaterlandes den Spruch zur Richtschnur sich genommen Kalle: „Ich verzehre mich im Dienste des Vaterlandes "
r a- ?us Oberh essen. Im Vogelsberg gibt es in Mem Jahr sehr viel Mäuse. In der Wetterau chertt man aber nur wenig davon.
_ Kreis Lauterbach.
□ 11. Aug. Dem hiesigen Metzgermeister Paul
Ho «mann streß dieser Tage ein Unfall zu. der leicht ernstere Folgen hatte haben können. Hoffmann befand sich auf der und verlreßuach Einbruch der Dunkelheit den Hackstitz. Beim Wstreg entlud »ch Plötzlich sein Gewehr. Der Selrutz .'hn rn den linken Arm und durchschlug ihn vow- undrg. Trotz des großen Blutverlustes war cc noch im- taube, das nahe Dorf zu erreichen, von wo er schleunigst hierher zum Arzt geschafft wurde.
?c.rbln fnQ5 fte Zur Erfüllung ihrer Hastverbinblich- ^Ufrc^eitm9U-nden an Familienangehörige vornehmen.
x ^CAlCruy ^at. eine gleiche Anordnung hin- Ilchtuch des hessischen Lanbesstempels schon vor einiger Zeit erraffen. Es wird hierdurch den schwer betroffenen haft- Psilchtigen Mitgliedern in dankenswerter Weise erleichtert, ihrer Hastverb.ndlichkcit nach»,kommen und zugleich dm Grundbesitz ihrer Familien möglichst zu erhalten.
, . ' Der Schützenvercin Gießen hat auf
seinem Schleßstande einen Hasen- und Tontaubenschießstanb neu eingerichtet. Es wird dadurch jedem Jäger Gelegenheit geboten, sich im Schießen auf bewegliches Wild einzuüben.
r ®^ieBcn sind, wie aus der heutigen Anzeige ersichtlich ist, auch Nichtmitglieder für Donnerstag, den l4. August eingeladen. Bis zum Oktober sinden jeden ‘D°n**cr§ta9 regelmäßige Schießübungen statt.
Das kluge Ernstchen. Der kleine breiiäBriqe Ernst öaS ©0^^^ eines Pfarrers, ist beim Großpapa zum Besuch in Gießen Dieser hat mit dem kleinen unterhaltenden Bub am Sonw- ÄeinelJ §^ang ins Freie unternommen; da wird der Himmel trüb und der Großvater mahnt den kleinen Mann aun- J‘Jnt5nb 8UJd)rC^erem Gehen: Ernstchen geh' zu, sonst k'omntt sL.^sen. Großpapa, fragt ber Enkel mit klugem Augen7u^ entkommt, hat denn der Regen auch Beines — Der Semor der Familie lächelte ob der gelehrten Fraae des tnt^enA ^tmort brauchte er dem Knirps aber nickü mehr iu geben, denn der Regen fiel inzwischen in Strömen vom Himmel.
Landkreis Gietzen.
Aug. Dr. Schmidt hat hier ein Inlaut zur Untersuchung mit R ö n t g e n st r a h te n errichtet.
Kreis Alsfeld.
Großfeuer in Alsfeld.


