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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unserer guten Mutter sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten herzlichen Dank. 7360
Familie Seibert. Familie Forbach.
Familie Sommerlad.
Wieseck, den 10. November 1913.
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* Durch Schierling schwer vergiftet. Aus Wattenscheid, 8. Novbr. meldet ein Priv.-Telegr.: AuS Unvorsichtigkeit wurde in der Familie des Gärtnereibesitzers Müller im nahen Westenfeld statt Petersilie giftiger Wasserschierling für Fleischsuppe gebraucht. Infolge des Genusses erkrankten die Frau, 8 Kinder und zwei Lehrlinge. Ein neunjähriges Mädchen ist bereits gestorben. Von den übrigen schweben mehrere in Lebensgefahr.
Automo bilunfall. AuS Stettin wird unterm 8. Nov. gemeldet: In der Nähe von Schwedt a. d. O. überschlug sich ein Automobil beim Ausweichen vor einem Eierwagen und fuhr gegen einen Baum. Die Insassen, Direktor v. EzarlinSkp, Prälat Laubitz und noch ein zweiter Geistlicher, wurden schwer verletzt.
o * Ra bi ater Arti st. Aus Essen (Ruhr) wird gemeldet: >’n oer Nacht aus den Sonntag wurde ein Artist aus einer Dirt- Ichait verweisen. Darauf schoß er auf die Gäste und verwundete einen. Auf der Straße schoß er noch mehrere Male aus seine Der folger, fluchtete dann in eine Bierhalle und tötete ohne weiteres einen Galt durch einen Kopfschuß. Die Feuerwelw umstellte das Vaus, um em Entweichen des Wütenden zu verhindern Erst als ein Poltzeibeamter zwei Schüsse auf ihn abgegeben hatte, fonnte er überwältigt werden.
o * Selb stbezichtig ung Aus Görlitz wird unterm 8. Nov. gemeldet: Gestern stellte sich in Halbau eine Frau i-upe Zische der Polizei mit der Angabe, daß vor zwei Zähren ihre Eltern, ihre Schwester und ihr Schwager einen reichen Handelsmann, der in einem einsam gelegenen Grund- sstück übernachten wollte, ermordet und beraubt und die Leiche im Walde verborgen haben. Die bisherigen Nachforschungen blieben ergebnislos.
*8 9 Mädchen Händler fest genommen. Aus War - Ichau wird gemeldet: In der Nacht zum Sonntag wurden 89 Madchenhändler, darunter mehrere soeben aus Amerika cingo Jtofiene Agenten und Zuführer, in einem Cass festgenommen. Unter den Verhafteten befindet sich das Haupt der Bonde namens Silbermann, der gerade aus Brasilien angekommen war.
* Räuberischer Ueberfall. Aus Petersburg wird gemeldet: Bei Nowaradomskin der Nähe von Lodz überfiel eine Räuberbande vierzehn Fuhrwerke mit Passagieren. Sieben Passagiere wurden ernstlich verletzt. 40 0 00 Mark und eine Menge Wertgegenstände sind geraubt worden.
* Von einem prinzlichen Kraftwagen getötet. Aus Potsdam, 8. Nov., wird gemeldet: Heute vormittag gegen 11 ,Uhr Siberfuhr das Automobil des P r i n z e n F ii e d r i ch Leopold (Sohn) in der Junkerstraße in Potsdam ein kleines Mädchen. Das Automobil wich in langsamem Tempo einem Wagen aus, als plötzlich hinter dem Wagen das vierjährige Töck>- terchen des Schneidermeisters Kirsch quer über die Straße lief. Der Führer des Automobils versuchte vergebens noch rechtzeitig auszubiegen, das Kind wurde vom Auwmobil erfaßt und bei Seite geschleudert. Der Prinz nahm sich sofort des verletzten Kindes an und ließ es umgehend in feinem Automobil in das St. Josefs-Krankenhaus nach Sanssouei bringen, wo es bald nach der Einlieferung seinen Verletzungen erlag. Die Schuld an bem Unfall trifft nach der Angabe der Augenzeugen in keiner Weise den Chaufieur, da das Kind trotz mehrfacher Signale in das Automobil hineinlief.
Ck. Zen so r, Dramatiker und — Witzbold Charles Brookfield, der im Alter von 60 Jahren gestorben ist, war in der Londoner Theaterwelt eine der bekanntesten Persönliä»- keiten. Zuerst ein beliebter Schauspieler, bann ein vvelgespielter Dramatiker, wurde er schließlich Zensor, ein Amt, das'ihn mit vielen feiner Kollegen verfeindete. Die zwei Jalwe, die er diesen schwierigen Beruf ausübte, hat er keinen Fuß mehr in ein Theater gesetzt: er las nur noch die Stücke. Seine Familie, eine streng puritanische Familie, in der der Sohn wie der Vater Reverend wurde, war außer sich, als er, nachdem er in Cambridge studiert hatte, feinen unumstößlichen Entschluß erklärte, Schau- spieler zu werden. Dass sei der einzige Beruf, bei dem er fein Lehrgeld wiederkriegen könnte, meinte er. Sein Bruder telegraphierte ihm: „Tritt nicht auf, im Namen des Himmels!" und erhielt die Antwort: „Beruhige Dich, ich trete unter meinem Namen auf st Vom Stückespielen ging er zum Stückeschreiben über und hat mehr als 40 Lustspiele verfaßt oder bearbeitet. Ganz London lachte über seine Werke, aber noch mehr über ihn selbst, denn fein Witz war berühmt. Er war zwar häufig etwas scharf, aber dabei stets liebenswürdig und freigebig. „Ich gehe lieber in den Klub als auf die Bank," meinte er öfters, „da bekommt man schneller gewechfelt." Ein Kollege beklagte sich bei ihm, daß ihn iemand einen Esel genannt hätte. „Soll ich da nid# den Rechtsanwalt konsultieren'?" fragte er entrüstet. „Nein,"
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TirMkT”'- ^ukheit und Hunger wüteten überall Arn entsek- den La^rerten zu: die halbverhungerten Kranket dunÄen^vinsÄen P*,<Wcn unb verschmachteten im
rirner ?bcr andere der Aerzte," erzählt Tr ^L^Mitt'^L ÄL ^brauchte Idee, durch'gewaltig rei< $2^lbtote zu erwecken, gleick.sarn mit ihnen l>b»rlKmr’T^JnadXnr ^^nglich fiel ihr Zutrauen auf den Phos 1 k PcI Etfgelöst, vielen solchen Elenden so stark '^km Munde, besonders abends, eine aana und datz ilw Auswurf und ihr Stuhl
leuchtete und sie unter großen Kblikschnierzen ihr Leben
Frücht im Publikum, sie würden ab- ver^sket. Zwar gelang es in der ersten .Hälfte des Ä btC 9Zu fen durch siegreiche (ifefechte zurück Cll?e planmäßige Plünderung große ,Bor- ließ Ä!?"oln m die Stadt zu bringen; aber die Not
Heffen französischen Jutendanturbcamten
öeSwf« .nuigeiveickierten Nahrilngsvorräte künstlich zurück und e 5C yntcr ^r Van> für hohe Summen: gegen diese bateS^nh ’S hauptsächlich die Wut der Sol-
^mrd der Dresden^ Als die Völkerschlacht sich für Napoleon ^,^ m^r"lMnitigeu Ausgmky neigte, hatte er am 19. Oktober E lick Gt>r "iU lc.bcJ von Vertrag ermächtigt,
k l^cr iu ziehen." Dieser Befehl, der viel
toenn cr rechtzeitig in die ffhr Lr ^^ner Oberbefehlshabers gelangt wäre, kam Saint nach Jahren zu. Im Verttauen auf das Genie des KÄ1"1 s«ner Verantmortimg beschloß er, ohne jeoe "Fracht gefaffen, die stad-t bis aufs äußerste zu uertei- femi. Einschließung Dresdens durch die Oesterreicher unter SkÄ be Su,fen unter Tolstoi, ließ in den letzten Tagen mir Gnh ?c Z^zweiflimg in der Stadt aufs höchste steigen. k Ende unserer Vorräte, unserer Munition, der „Erlichen und seelischen Kraft unserer Truppen, deren Elend Ä »u beichreiben ist," meldete der Marschall am 1. November !!ur noch die Hoffnung, die Ehre der Waffen zu retten." und Hunger ichienen die Stadt völlig verderben zu wollen- teglich fand man mehr als 20 verhungerte Franzosen auf den Straßen; jeher Kehrichthaufen wurde durchwühlt; den gefallenen Werden, die auf der Straße lagen, schnitten die Franzosen das I^'Z^^unte^ so daß im Nu nur noch die Kchochen da waren;
blc Menschen umher und hatten nicht ein- mal die f.hraft mehr, zu betteln." Ludwig Richter, der spätere groste Zeichner, und Gustav Nieritz, der warmherzige Erzähler lml-en uns ergreifende Bilder von diesem alle Grenzen überschrei- »ür ü ^ L!»^ebotem Dennoch versuchte Saint Cyr noch einmal oas Gluck der Wffen in einem Ausfall am 3. November, in dem sich die Generäle Lobau und Bonet mit 14 000 Mann durchschlagen sollten. Sie wurden aber zilrückgeschlagen, und so begannen am 7. November die Verhandlungen, an denen bie in./wÄenmU eingeschlossene Schwester des Kaisers von Oester- rcnch, die Pnnzessin Therese, den entsck-eidendsten Anteil hatte. Ihrem Eingreifen war es zu danken, daß .Klenau Saint Ehr so verhältnismäßig günftige Bedingungen bewilligte, und so konnten nachher mit Recht die Bürger Dresdens in ihr die Retterin der Stadt preisen. Die ganze Besatzung wurde für kriegsgefangen erklärt und mußte die Waffen sttecken, sollte aber nach Frankreich geführt werden. 'So ergaben sich: 1 Marschall, 13 Dioisions- generäle, 20 Brigadegeneräle, 1759 Offiziere, 27 714 Mann 6031 Kranke = 35 538 Köpfe mit 245 Geschützen und 40 000 (Gewehren. Am 14. November begann der Ausmarsch. Oester- reichische und russische Truppen bildeten ein weites Viereck, dessen eene Seite nach der Stadt zii offen war. Nun rückten die fran- zosiichen Kolonnen hinaus; die Gewehre wurden zusammengesetzt, battonentaschen, Säbel uni> Tvommeln wie im Biwak heruiw- gehangt, und dann marschierten die Entwaffneten iveiter.
„Die jungen Soldaten zogen lustig dahin, froh über ihre Befreiung aus dem Jammerleben der Festung. Ten Offizieren und alten Kriegsmännern sah man aber deutlich ihren Ingrimm an. Manche riefen: „Der Kaiser lebe hoch!" Am 17. zogen die letzten Franzosen ab, dem Rheine zu, zumeist ohne Geld und ohne Schuhe, mit dem Keim schwerer Krankheiten in sich. Am selben Tage zu Mittag läuteten die Glocken Dresdens den einziehenden Siegern den Willkommengriiß. Die Verbündeten aber .waren entrüstet darüber, daß man Saint Ehr und seine Truppen nicht als Gefangene abgeführt hatte, und Schwarzenberg schrieb in Wut: „Ter gute Klenau ist persönlich gerade so braf als er diimm ist, und das ist bei Gott ganz unermeßlich." Der Marschall wurde dann bei Altenburg vor die Wahl gestellt, „in den vorigen ■ Zustand nach Dresden zurückzukehren" oder sich auf Gnade und Ungnade zu ergeben, n-nb so mußte er sich denn mit seinen
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siillung erhalten und liegt fahrtbereit in der Halle. Die erste Probefahrt ist auf heule vormittag festgesetzt worden. Denn das Luftschiff in den Besitz der Militärverwaltung übergeht, wird es als Führer Hauptmann MasiuS, als Funkenoffizier Staffelfeld, als technischen Führer Ingenieur Mahr erhalten.
Oldenburgische Eisendahnplä'ne.
Oldenburg, 10. Nov. Für Eisenbahnzwecke werden vom Landtag 645 000 Mark gefordert.
Ein bulgarisch-österreiichischeA Geheimabkommen?
Belgrad, 10. Nov. Als einziges Blatt bringt die „Politika" eine Meldung, wonach König Ferdinand nach ungefähr zehn Konferenzen mit dem Grafen Berchtold in Wien eine gegen Serbien gerichtete geheime bulgarisch - österreichische Militärkonvention zum Abschluß gebracht habe. Nach der Unterzeichnung habe König Ferdinand zu einem Freunde geäußert, jetzt habe er seine Seelenruhe wiedererlangt. Wie das Blatt weiter schreibt, könne man schon im nächsten Frühjahr neuen Verwicklungen entgegensehen. Der König bezivecke mit der Konvention im bulgarischen Volke die Hoffnung auf baldige Revanche zu erhalten und sich seinen bedrohten Thron zu retten.
Ein amerikanisches Ultimatum?
New ?)ork, 10. Nov. Hier wird eine Meldung für zuverlässig gehalten, daß die Washingtoner Regierung Huerta eine Frist von 72 Stunden gestellt habe.
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London, 10. Nov. In hiesigen politischen Kreisen erregen die langen Wiener Unterredungen zwischen König Ferdinand und dem Kaiser Fran- Jo s e f sowie dem Grafen Berchtold große Aufmerksamkeit. In gut informierten Kreisen wird angenommen, daß eine dauernde Annäherung zwischen der Türkei, Bulgarien und Oesterreich letzt außer Zweifel zu stehen scheine.
altbewährt bei Nieren- and Blasenleiden, Harnsäure und Eiweiss. Nach den neuesten
Forschungen ist sie auch dem Zuckerkranken wegen ihres günstigen Natron- und Kalkgebalts
In erster Lime za empfehlen. Für werdende Mütter und Kinder in der Entwicklung ist sie für die Knochenbildung von hoher Bedeutung.
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sagte Brcvkfield, konsultiere lieber den Nerarzt." Gnm«ri bewundene ein Freund eine seiner schlagfertigen Antworten und bedauerte, daß er sie nicht gefunden hätte. „Sei ruhig, mein Lieber," antwortete Brookfield, „Du wirst sie wiedersinden." Als eins feiner Stücke keinen Erfolg hatte, schickte cr an alle Elegants Loildons^dic S’artc einer berühntten Schönheit mit den Porten: „Seien Sie beute im Parkett mit einer Orchidee im Knopfioch," und am Abend glich das Theater einem riesigen Orchibeendcctt Ein andermal hatte er nur 8 Pfund Tageskasse; da ließ er ein Plakat anbringen: „?lusverkauft", und nun gingen die Plätze „unter der Hand" zu doppelten Preisen fort, selbst in seiner Krankheit bewahrte er sich seinen guten Humor. Einen Monat vor feinem Tode erzählte cr einem Freunde: „Mrfii Arzt ist toirfiid) eine Perle. Gestern kommt er zu mir; ich setze ihm auseinander, daß ich an allen möglichen Krankheiten leibt’. Wissen Sie, was er mir antwortet? Er klopft mir auf die Schulter und sagt: „Üta dann hoffe ich, wird schon noch alles imeder gut werden."
* Ter schlaue Ire. Ein Engländer und ein Ire wetteten einmal, wer am weitesten schwimmen würde. Am Tage des Wettkampfes kam der Ire in einem Badekostüm und trug einen großen Sack auf dem Rücken. Ter Engländer fragte ihn, was er darin habe. „Essen für drei Tage," antwortete Pat kaltblütig. „Dann hast du nenxmnen," sagte der erschreckte Engländer und gab ihm das Geld. Ein paar Tage später hötte cr, daß Pat überhaupt nicht schwimmen könnte.
Wetteraussichten in Hessen für T ienStag, den 11. Nov. 1913: Wechselnde Bewölkung, zeitweise anstlärend, trocken, etwas kälter, Nachtsrostaeiahr.
Letzte Finck vielten«
Berliner Stadtverordnetenwahlen.
Berlin, 10. Nov. Zu den gestrigen Stadtverordneten- wählen in Berlin, bei denen die Sozialdemokratie zwei neue Mandact gewann und die Zahl ihrer Vertreter von 43 auf 45 Steigerte, schreibt die „Bossische Zeitung": Es ist höchst bedauerlich, daß in den beiden Bezirken kaum 40 Prozent der Wahl berechtigten zur Stelle zu bringen waren. In Charlottenburg verloren die Sozialdemokraten einen und gewannen einen anderen: in Schöneberg vermehrten die Sozialdemokraten ihre Mandate von 13 aus 15.
Ein neues Zeppelin-Luftschiff.
'toerfoHeaufbent 0t uns bet Hebert l 2?. Oktober aL evoneinemJnbivi- W.Men. Die Be- verließ mich, als ich Wen Ufa in Beruh' M denken, suchte ich • hch wie möglich in i am nördlichen Aus» i geilte. Dort wurde : die polizeiliche Hilfe i- — Wer meine Per-- üchtigkeit dieser An- nachgewiejen werde« hendes Attest des be- i : n.: „Ich bescheinige am Kops, die er am prochenehiebver- 'egenstand beigebracht kurzer Zeit, nachdem iwch ist es ausge- n Fall entstanden ist." a Hessen.
rnstvereinsürdas i ag unter bem Vorsitz auptDcrfamm» i Bieberroaljl des bis- ichtsrat
\ow bn ettoü. IS 600 Mack asisbericht erstattete »es Jahres, den Aus- bt, aber ftststellt, daß Bedeutung nicht ent- aubstummenver- Besten der Errichtuu; r Heims in Friedbe::
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deutsche Fest, ppen des Vereins su Wg. Deutscher Schuloer ani'cbnlicheu Betrag M ivirsl sührte diesmal den "Ln in »'*»" Spielberg m j, «Werfen alter deMl °I°hrdund°rEmA
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