Vermischter
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Dphma Fahrräder
Qffenhac/b^/cAtain.
Die tief trauernden Hinterbliebenen:
E, Schelborn Wwe.
G. Schelborn, Lehramtsassessor.
in allen Grössen und allen Farben
A.Salomon&Cie.
Für , die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, die trostreichen Worte des Herrn Dekan Gussmann, sowie die ehrenvollen Nachrufe der beteiligten Vereine bei dem Heimgange unseres treuen Gatten und Vaters, des Kgl.Bahnhofsvorstehers E.Schelhorn sagen wir herzlichen Dank.
Elttstsckissabrt.
Einc nute Fluglciftung.
Wie au? (Saini-? berichtet wird, bat der deutsche Flieder Friedrich mit seinem Fahrgast Etrich die Strecke London— kalais in 1 Stunde 35 Minuten zurückgelcgt.
Ein moderner Stuöenfenrctft in Bayern.
Ter Frankfurter Zeitung wird aus München geschrieben: Tie soeben neu seransgegebenen Satzungen für die Studierenden an bäuerischen Universitäten zeigen gegenüber dem veralteten preußischen höchst bemerkenswerte Vorzüge. Nackfdem kürzlich das Recht der Privatdozenien und außeroreentlickum Professoren erweitert wurde, erlangen die Studenten durch die neuen Satzungen gleichfalls erweiterte Rechte. Besonders gilt das von der Regelung des Vereins und Versammlungsrcchtes, das seit Jahren an den preußischen llnircrfi taten als arge Bedrückung der akademischen wie der staatsbürgerlichen Freiheit überhaupr empfunden wird und auch wiederhol! Anlaß zu Erörterungen im preußischen Landtag gab. Während nadi bisherigem Recht zu allen Studenteuver-
reffulär gestrickte Mädchen- u.Knaben- Sweaters
Amtlicher Wetterbericht.
^^bffentlicher Wetterdienst, Gießen. * Wetterausnchten in Lessen für Samstag, den 20. Sept. 1913 • Sßolfia, mei|t trocken, mäßig warm.
ZurZnMenernte empfehle.' [a19/e KcißcnhcimcrMjtorti llnMWMeiliiherhc Edgar Bormami Tel. 165. Neustadt 11.
Kleine Tageschronik.
... .3” ® c_rJ in nmvbe am Donnerstag vormittag das neue Gebäude des Königlichen Kammergerichts im Kleistpark in Gegenwart des Prinzen August Wilhelm feierlich seiner Bestimmung übergeben. Tie Uebergabe des Gebäudes erfolgte durch den In st izmi mster ±v. Bcselcr an das Königliche Kammergericht mit einer Ansprache, ans die der Präsident des Kammergerichts Veinroth antivortete. a 1
^ölu ivird gemeldet: Die Inhaber einer hiesigen Spiritushandlung,* drei Gebrüder Schwartz, sind wegen p i r i t il s - S ch m u g g c l s aus der Schweiz von der Straf kammer in Offenburg und von dem Gericht in Bern zu insgesamt fhbnL?reJ öJr-Loncn sT!c,rf Geldstrafe und zu hohe.i Gefängnis- strafen verurteilt worden.
a einer Blindenanstalt stiftete der Rentier
Konstantin Rn d o l p b in Kassel die Summe von 269 355 9)1 f
r .Aus Laage (Mecklenburg) wird berichtet: Das Auto- ™61(' L hcf) der Vertreter der Berliner Brennabor- Werkc, Muller, befand, ist am Mittwoch auf dem Bahn- , rgcrng kurz vor Laage v o n e i ne m Z u g e e r f a ß t und vollständig zertrümmert worden. Müller erlitt einen Bruch der Wirbelsäule, schwere Schädelverletzungen und mehrere Rippenbruche; er wurde in hoffnungslosem Zustande dem Krankcnhause überführt.
Die „Boss. Ztg." meldet aus C l a u s t h a l: Das Wirtshaus „Zum Lowenhof", in welchem Goethe während seiner Harzrcife wohnte, ist in der Nacht zum Mittwoch niedergebrannt.
„ faum einem Zweifel unterliegen, daß die selbst
mörderische ^at,der jungen, lebenslustigen Prinzessin im Zusammenhang steht mit den Hindernissen, die ihrer Hei - rat m i t He rrn Hans von Bleichröder, dem Sohn der» Seniorchefs der Firma Blcichrödcr, cntgegenstanden. ^urch einen Zufall kam seinerzeit die Nachricht von der Per lobuna der Prinzessin mit Herrn v. Bleichröder in die Oes fentlichkett, bevor die Prinzessin ihren Eltern ihre Neigung gestanden hatte. Jnfolgedcffcif wurde sie von den Eltern, ^.'^.erinnerlich, auch dementiert. Es kam auch zu häuslichen Szenen: trotzdem hoffte das Paar, die Eltern umzustimmen. Insbesondere hat auch der bekannte Dichter diicha^rd Bos; versucht, für das liebende Paar zu vermitteln. -ter Widerstand gegen eine eheliche Verbindung lag weniger bei den Eltern der Prinzessin, als am großherzog- lichen Hof ui Weimar. Der Großherzog stellte die Bedingung, oatz die Prinzessin auf alle ihre Titel verzichten müsse, was sic sich indessen zu tun weigerte.
. Von anderer Seite wird uns noch mitgeteilt: Der Vater der Prinzessin Sophia lebt von einer verhältnismäßig ge- ringen Apanage, die ihm von dem regierenden Großhcrzog Wilhelm Ernsts von Weimar gewährt wird. Er persönlich hatte an und für sich gegen eine Verbindung seiner Tochter mit ocm Baron Hans von Bleichröder nichts einzuwenden gehabt. Aber der regierende Großherzog, als Chef des Hauses, satte erklärt, daß er diese Verbindung nicht zugebe. Und >a dieser Zweig der Linie materiell vom Großherzog abhängig ist, so durfte natürlich der Vater der Prinzessin nichts anderes tun, wie seine Erlaubnis verweigern. Ob der Selbstmord der Prinzessin mit dieser Angelegenheit in Zusammenhang steht, ist natürlich nicht feftzustellen. Es ist anzunehmen, das; der Großherzog aus dem Grunde seine Erlaubnis verweigerte, weil bet Vater des Barons Hans v. Bleichröder >^udc ist und seinen Glauben nicht wechseln wollte. Der Bruder der Prinzessin ist der bekannte Graf Ostheim, der wegen verschiedener Affären den Titel eines Prinzen von Sachsen-Weimar freiwillig ablegte.
. ^ Dritte Statistik des Deutschen Hauptaüs - chusses für Zahnpflege in den Schulen über die Verbreitung der Schulzahnpflege in Deutschland. Tie erste Statistik erschien tm Jahre 1909. Tamals wurde in 42 Orten prak- tuefte Schulzahnpflege ausgcübt. Tic zweite Statistik erschien zwei Jahre spater. Tie Zahl der Orte, in denen praktische Schulzahnpflege ausgcübt wurde, war damals schon von 42 auf 78 angewachsen. Die dritte Statistik führt insgesamt schon 209 Orte oder Landkreise auf. Diese beträchtliche Steigerung ist lediglich der ziechewußten Arbeit des Deutschen Hauptansschusfcs zu verdanken. xvn der dritten Statistik ist eine Acnderung vorgcnommcn worden insofern, als Orte mit Schulzahnkliniken/Orte'mit Für- sorgeftellen lBehandlung seitens ortsansässiger Zahnärzte) und Landgemeinden getrennt aufgcführt worden sind. Selfr erfreulich ist es, bau nicht nur in den Groß- und Mittelstädten, sondern auch ui kleineren Orten, insbesondere aber auf dem Lande, Fort- chrrtte unserer Bestrebungen wahrzunchmen sind. Wenn einzelne Orte, wie Eharlpttenburg, Straßburg, allen Bolksschulkindern unentgeltliche Behandlung gewähren, so muß eine derartige Einrichtung als die idealste angesehen werden. Leider läßt sich eine derartige Fürsorge nicht überall durchführen, n>cil einzelne Orte häufig mit allzusehr beschränkten Mitteln zu rechnen haben. Man ist daher in vielen Orten zu einer Verteilung der Lasten ubcrgcgangcn, insofern, als die Gemeinde einen Teil, die Eltern den anderen Teil derselben zu übernehmen haben. Meist werden für 5hnb und Jahr Beträge von 50 Pfg. bis 3 Mk. erhoben. Neben der Behandlung der Scksulkinder wird allerwärts eingehende Be- lchrung über bic Bebeutung eines gesunben Gebisses unb bie Wichtigkeit bcr Zahnpflege erteilt. An dieser Propaganda beteiligen sich nicht nur Behörden, Zahnärzte und Aerztc, sondern vor
<< JVScn auch bic Lehrer, und in dem Zusammenarbeiten aller dieser Kräfte liegt der große Erfolg im Kampfe gegen die weck verbreitete Karies der Zähne unter den Schulkindern. Deutschland kann für sich den Ruhm beanspruchen, unter alleii Ländern an erster Stelle tn dieser sozialen Fürsorge zu stehen.
. * Jach vierj ährig er Verfolgung verhaftet. Der
m Schoneberg bekannte Baumeister und Buchmacher Karl W ' der wegen Betruges, Urkundenfälschung und Widerstandes gegen d'e Staatsgewalt von der Staatsanwaltschaft seit vier Jähren- steckbrieflich verfolgt wurde, und es während dieser Zeit, verstanden hat, sich unsichtbar zu machen, ist ijetzt endlicki von der Schönc- berger Kriminalpolizei festgcnommen worden. Schon vor zwei Jahren war eS einem Berliner Kriminalbeamten beinahe gelungen W. zu verhaften. W. widersetzte sich»damals der Verhaftung, und es kam zu einem erbitterten Kampf zwischen dem Beamten und dem Baumeister, in dessen Verlauf W. seinen Revolver zog. Schließ- lich gelang es W. damals doch, seinem Verfolger zu entkommen Wahrend der vier Jahre ernährte sich der Baumeister nur als Buchmacher. Er wechselte seinen Aufenthalt stets zwischen Berlin Brussel, Amsterdam und Paris und nahm für alle Rennplätze Wetten an. Für die Groß-Berliner Kriminalpolizei war seine Festnahme besonders deshalb schwierig, weil die Behörden kein Bild von dem Gesuchten besaßen und weil W. sich unangemeldet in Berlin aufhielt und auch das Hotel und das Lokal, in dem.ec die Wetten annahm, fast täglich wechselte. Schließlich gelang es der Schöneberger Kriminalpolizei, ein Restaurant in der Motzstraße nahe der Maaßenstraße, auszukundschaften, in dem der Baumeister zeitweise zu verkehren pflegte. Hier gelang gestern die Festnahme des Gesuchten burch folgenden Trick: In dem Lokal hielt sich ein Schöneberger Kriminalbeamter auf, während ein zweiter Beamter von cinem Restaurant in der Nähe telephonisch anrief und den Baumeister W. an den Apparat bat. Als der Kellner laut
.. stliches Tagcslicht. Lange schon beschäftigen sich nCUtC ctnc Tageslicht ersetzende, künstliche Lichtquelle zu schaffen um auch nach Eintritt der Dämmerüna eme dem natürlichen Tageslicht ähnliche Beleuchtung, insbesondere farbiger .Gegenstände zu erzielen. Bekanntlich erscheinen fär- bige Dinge bei künstlicher Beleuchtung ganz anders gefärbt als bei ttnem abschriftlich vorliegenden Prüfungsschein des Physikalischen Staats-Laboratoriums in Hamburg ist es nun der Firma Siemens & Halske Aktiengesellschaft gelungen, eine Sont^r- type tfyrer bekannten Woian-Metalldrahr-Lampen herzustcllen deren Lichtausstrahlung tatsächlich dem Tageslicht sehr nah? kommt ^>ie eignet sich insbesondere auch zur Ergänzung des Tageslichtes ilfr}II9'Sfit9hna beleuchteten Räumen, ohne daß dabei Zwielicht cnt- teht. Für bas Auge wohltuend ist das Licht dieser Wotan-Vcrico- Lampc daburch datz cs arm an kurzwelligen Strahlen ist. — Tie ^n Ma^tt'gebrackst °°n bcn Siemens-Schuckertwnkcn auf
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letzte 2Tacbricbten«
Sie Verhandlungen in Konstantinopel
Konstantinopel, 19. Sept. Wie amtlich mitaeteilt wird, haben die türkischen und bulgarischen Delegierten in ihrer gestrigen Sitzung das Protokoll über die e n d a ü tige Grenzfestsetzung unterzeichnet und darauf andere Fragen, wie die der Nationalitäten, besprochen Ein Unterausschuß wird weniger wichtige Fragen prüfen '
unter breitet worden, sie betreffen die Beförderung des P 2534 (\v auf.der Strecke Gießen—Mücke auch an Sonn- und Feiertagen, Verstellung einer Mittagsverbindung zwischen Oberhesscn und m C-Ö'.n St^terlcaung der Abgangszcit des Triebwagens Jcr.^5843 auf der strecke Gießen Nidda um eine Viertelstunde, Sehernng des Anschlusses des aus .Holland kommenden Zuges an den von Köln in der Richtung nach Gießen 6.03 N abgehenden ©“jwnjugö D 82, bic Anschlu^ielegenheiten bcr von Gießen fom menden Züge an die Züge der Linie Niederwalgern—Herborn, Herstellung einer Abendverbindung Kassel—Gießen—Frankfurt a. M.
d) lieber die Gerüchte einer tdlweisen Verlegung des Güter- bahnhow nach Wetzlar sollen mündlich Erkundigungen bet der zuständigen Stelle eingezogen werden.
e) Heber die Erfahrungen mit den Notstandstarifen vom Jahre 1911 ist nach Anhörung der beteiligten Kreise dem Deutschen Handelstagc ein ausführliches Gutachten erstattet worden.
f) Auf eine entsprechende Anfrage ist der Handelskammer von der Kgl. Eiscnbohndirektion der Bescheid zugegangen, daß der seit 1 Oktober 1912 gewährte Frachtnachlaß bei Vcrwen dm n g von Wagen mit einem Ladegewicht von 15 t und darüber im Falle der Ausnutzung des Ladegewichts oder der Frac : ahlung hierfür während des ganzen Jahres Gültigkeit Hai und unter den im Tarif genannten Bcdingüngcn sich auf alle Güter erstreckt, also auch aus alle Waren der Lebcns- mittelbranüfe.
W. IQ). * «88s
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SS Ku* bie 1 Ms umrittene £ S jn 9ttocib= ►I I $nnl..ber öandels- bec ^itreitenben n vertretenen For- M mr zu einem Ä5 l\c Ähres- ft bk- A betabgcicßt » BeiliNvndeqeduki ^'welcher seither !egt, du Richtigkeit^-'
Berufungtzgebühr trden. Ae Handels- ng des Anssalls an He Ermäßigung der .cines Paients ner ichen Erhöhung bcr 'sterschuhgeseh, dessen : die Handelskammer itirurf mit seinen tief e der Tabakindustric skammer Anlatz zu der Einführung des :t nur einvefflanden gemein emvfundenen von Zeichen heraus ung iKmfcligfer In- i mutz die Pandels > Aiifgebotsversahrens qi’tem-2' erreicht wird, amtlichen Milsions l)ung der Beichwerde- id) die handelstammer rdnungüberden ineralölmischur nem ist die pandels em Entwuck, der zu doch einheitlich auch in ien soll, gutachtlich zu Auffassung, daß, die im lefcRlidicit ?orjchriiicn [üHigfaten upüHönN rrc Xnidjäriiiiw <Vr H Lei wieder nnis W rveniaiis isi der Wr. « mnehmdar ndfMlt in der natu,teil J immem, in welcher d.r j interMen werden soll, j| einer Neuregelung btt ne Reibe ron Mw. , >els und der 3nbußri' d ommiiiiontn^- I ichungdr-unser
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ic Überband genornn.- ; fteilcn Bedenken M ich daß ein fo W Leben kann unb b-
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euren bat? ^okal rici Herr Boaimcistcr W. wird am Telephon ju fprcchcn gewünscht . eilte dieser an den Apparat. Nackidcu^ er den Hörer in die Hand genommen und „Hier Baumeister W." gerufen hatte, ertönte hinter ihm plötzlich die Meldung: „Hiest Schöneberg! Herr Baumeister SB., Sie sind ver- Sq!!“» t1'? L'^uckste war so überrascht, daß er diesmal keinen leistete. Gleichwohl wurde W. zur Sickwrbcit gefesselt, geliefert aftktC rour^e tn bas Moabiter Untersuchungsgefängnis cin-
zweier Schwestern. Ein mpsteriüser ^.oppelfelbstmord bc;chastigt gegenwärtig die Schöneberger Polizei
^m.,^QUfe Pfalzburger Straße 54 wohnendeir r®n^n!^^eflcrP Emilie und Luise Daun, die im Alter von 70 V, ^'tbcn von Hausbewohnern tot ausqesun-
bcn. x\n der -^ohnung der beiden alten Damen wurde bei der Durck>- Wu£9, ,ct” vermögen von nahezu 300 000 Mark ausgefimden. ,7Qs "?9cbJ. erfahrt darüber folgendes: In dem Hause Pfalz- vurger Straße o4 wohnten seit Jahren in einer kleinen Drei - Zlmmerwohnung bcr ersten Etage die beiben Schwestern Emilie ft’c ^'iden Damen lebten sehr einfach unb waren unermüdlich als lirankenpstegerinnen tätig. In der Nachbarsckxift bcJ^cn Schwestern, die zwar ihren Verpflichtungen stets ^"etlich nachkamen, nicht für besonders wohlhabend. Tic ältere, rc- n2C ®mir l,e ^oun, äußerte ost in der Nachbarschaft, daß M L tJinn.nl,mcn sohr zurückgcgangen seien, und daß sie deshalb .>cahrungs,orgen entgcgcnsehen müsse. Im Anschluß an diese Er- iaglun*J äußerten ,ic dann auch öfters Selbstmordgedankeii. Ms gestern nachmittag das jüngere Fräulein Daun von einer Pflege eLJ. n ■J-'L^,nu.n9 zurückkehrte, sand sie im Schlafzimmer chiV cm n„em Bettmosten erhängt auf. Ta die sofort an- gesteltten Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg blieben, beschloß die jüngere, ihrer Schwester in den Tod nachzufolgen. Sie vcr-. ^Ote sich ein größeres Quantum Morphium und vergiftete sich, nachdem sie die ^ote feierlich aiifgebalpt und die beiden Lager- tatten mit Blumen geichmückt hatte. Als nach einigen Stunden .,cr Verwalter des Hauses an der Wohnungstür klingelte, wurde hm nicht geöffnet Ter Mami schöpfte Verdacht unb benachrich- bic Polizei Zwei Beamten versckfassten sich gewaltsam Ein- 111 die Wohnung unb fanden die beidim Schivcstern tot auf.
Zier der Beichlagnahme der Papiere fand man eine Ledertasche in beni .stlciderfchrank, bic in Wertpapieren bas obcngeiiaimtc Vermögen enthielt. Die Leichen wurden in das Wilmcrsdorfcr Schgu-
sammlimgen, gleichviel auf welche Angelegenheiten sic sich be- zogen die vorherige Erlaubnis des Rektors einzuholen, und den Nichtstubierenden die Teilnahme an derartigen Versammlungen verboten war, bestimmen die neuen Satzungen nur, daß allgemeine Stndentcnversammluiigen über Angele.^nheitcn des akademischen Lebens bem Rektor an zu zeigen finb. Tas Gmehmigungsrecht des Rektors ist in ein Verbictungsrecht für den Fall umgewandelt, bau nach bcr Tagesordnung die beabsichtigte Versammlung eine Gefährdung von Ehre, Sitten ober Ordnung des akademischen Lebens zu befürchten ist. Die bisherige Befugnis des Rektors, eine Versammlung auszulösen, ist weggesallen, weil die polizeiliche Auflösungsbefugnis für ausreichend erachtet wird. Ebenso dürsen jetzt Nichtstudicrenbe an Sttidcntcnversammlungen teilnehmen. Tas ist iwch nicht die Freiheit, bic bas neue Reichsgesetz über Vereinsund Versammlungsrecht jedem Achtzehnjährigen gewährt, es ist aber trotzdem eine begrüßenswerte freiheitliche Entwickelung.
Wichtig ist ferner bic Neuregelung ber Ausländer frage. Sie war bisher nur durch gelegentliche Verfügungen notdürftig geordnet und nicht durch feststehende Satzungen. Bisher wurde nur verlangt, daß der Ausländer eine Vorbildung Nachweisen mußte, die ihn nach den Gesetzen seiner Heimat zum Universitätsbcsuch berechtigte. Da nun die Anforderungen einzelner Staaten an die Zulassung zum Universitätsbesuch geringer sind als die Ansorde Hingen, die in Deutschland an Inländer für den Hochschulbesuch 'stswllt werden, so ergab sich hieraus der zweifellose Mißstand, bcr Ausländer unter Umständen leichtere Bedingungen an baye- ff'lhen Hochschulen vorfanden als Inländer. Die neuen Satzungen fegen deshalb vor, daß Ausländer einen Vorbildungsnachweis erbringen müssen, der als gleichberechtigt mit dem Reifezeugnis filier deutschen neunklassigen Schule vom Minister anerkannt ist. Auch behalten sie weitergehende Vorschriften ausdrücklich vor, die das Ministerium etwa hinsichtlich einer Beschränkung in der Jal’f bcr aufzunehmenden Ausländer im Interesse der Inländer zu treffen sich genötigt sieht. Weiter haben Ausländer alle von studierenden zu entrichtenden Gebühren doppelt zu zahlen. Schließlich sind nach den neuen Satzungen auch noch die weiblichen mit den männlichen Studierenden in jeder Beziehung gleichgestellt worden was für die ^tubenhnnen als ein Erfolg bezeichnet werden kann llebrigens wurde un Tiszwlinarrecht bcr antcdiluvianisckic Karzer endgültig abaefchafft. Preußen hätte allen Grund, sich diese neuen baherischen Satzungen ein wenig zum Vorbild zu nehmen.
ror Stotterer
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Ein Hauptmann als Mörder.
Madrid, 18. September. Das Kriegsgericht hat die Ver- Lmblmiq gegen den Hauptmann S a n c h e z kortgesührt unb hat heute seine Beratungen beendet. Das Urteil bleibt geheim: ck wird dem obersten Kriegsgerichte unterbreitet werden. Ter cllgemeiiie Eindruck ist, daß Sanchez zum Tode und seine Tochter ju einigen Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist.
Selbftmorö der Prinzessin Sophie von Zachsen-W eimar
In H e i d c l b c r g starb in der Nacht zum Donnerstag w 25. Lebensjahr die Prinzessin SophievonSachsen- Reimar-Eisenach, die einzige Tochter des dort lebcn- Itn Prinzen Hermann von Sachsen-Weimar-Eisenach.
Es wird dazu noch mitgeteilt, daß es sich dabei um 'L lbstmord handele. So schreibt die „Nationalzeitung":
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