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s'ch die Eisenbahn-' ^cßen nicht verschließen ’c*ng wehrt. Wir 5 sich die maßgebenden valtung in Verbindung § nach Möglichkeit zu
Großherzog begab Gefolge im Auto nach
Uhr 2 Min. nach Eng- mige Tage verweilen nnb jen und der Prinzessin geben.
Ter Großherzog hat den -r Provinz Lberhessen Dr. unter Anerkenmmg seiner n und ihm das Ritterkreuz ps des Großmütigen der- lblatt. Leutnant Prinz rmont wurde utter Bc- s. von Wilüch (3. Mell.) it (1. Hessisches) Nr. J öden, Kommandeur der arbc unter Serieff « iei des Generalltabes des
Armee v. Uthmann il Grvßh. W.CTnanntl m MtgmM it unter Mchmg »" Ä *** tat ftattflriunbtneii -Altersrente »»“ ’l’ , eine nach 2(k! "icht mehr zn b?r HebernaW
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»»acygeholfen werden muß, um einen guten Heidelbecrwein, den fast jeder Bewohner der hiesigen Gegend im Keller haben muß, zu gewinnen. Der Preis für den Schoppen beträgt vorläufig iroch 10 Pfg., doch wird er voraussichtlich bedeutend in die Hohe gehen, sobald die Händler mit dem Versand beginnen.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 8. Juli. Unsere Jo-c uer ntc ist sehr gut ausgefallen. Das Getreide, namentlich die Winterfrucht, ftchi ebenfalls gut. Kartoffeln und Gemüse berechtigen zu den besten .Hoffnungen. Eb-ens'o die Futterkränter. — Sett einigen Tagen hat die hiesiige Synagoge elek-- t^risches Licht erhalten. 60 Flamin en erlauchten das Schiff und die Emporbühnen des Gotteshauses. — Bei der Ausschreibung 'der Arbeiten zur Errichtung der vorläufigen Kaserne, die die Stadt an einen G'neralunternelpner vergeben will, treten die hiesigen .Handwerker als solche auf. — Hier ist eine Aus tun ftste 14e für Abkohob- kranke errichtet worden.
■ !!. V i l b cl,8.IM. DasRödelheimer „Kohlensäurewerk Wahle I." schloß mit dem Besitzer des hiesigen Sprudels < ine.'. Vertrag über die weitere Verwertung der dem Sprudel entquellenden Kohlensäure ab. Es wird die Anlage einer größeren Berflü ssigungs anlag e für die Kohlensäure geplant; außerdem soll' ein Gleisanschluß nach dem Staatsbahnhos gebaut werden.
Starkenburg und Nheinhessen.
m Offenbach a. M., 9. Juli. Die katholische 65cm ein be beabsichtigt die Errichtung eines weiteren 65ottesHauses, nachdem die St. Marienkirche ziemlich fc.tiggcstetlt ist und am 11. August ihrer feierlichen Weihe entgegensieht. Diese weitere Kirche soll auf dem gegenüber dem Weiher am FriedrichSring an der Sennefelderstraße befindlichen Gelände errichtet werden, das der hiesigen katholischen Gemeinde für diese Zwecke von dem Fürsten von Jsenbulg-Birstein zum Geschenke überlassen wurde.
Kreis Wetzlar.
k. Salzböden, 8. Juli. Das am letzten Sonntag hier abgehaltene M i s s i o n s f e st war außerordentlich gut besucht. Ws Missionsprediger wirkten Pfarrer Landaü-Fron- 0<rufen und Missionar Gisscnvetter aus China mit. Die von der Gcsangsabteilung des Evangelischen Arbeitervereins Gießen unter Leitung von Mufit'lehrer Gernhardt-Gießen zu Gehör gebrachten Chöre trugen wesentlich zur Verschönerung des Festes bei.
Hessen-Nassau.
h. Bad Homburg v. d. H., 8. Juli. In geheimer Sitzung stimmte die Stadtverordnetenversammlung einer Magistratsvorlage zu, die die Erbauung eines Mineralwasser-Sammelbehälters fordert; sie bewilligte dazu die Summe von 150000 M t. Dadurch wird dem nutzlosen Wegfließen des Mineralwassers, namentlich im Winter,^bis zu einem gewissen Grade Einhalt getan.
l). Josbach, 8. Juli. In einer hiesigen Lehmgrube wurde ein Arbeiter von ni-edergehenden Erdmassen verschüttet und getötet.
h. Falken stein, 8. Juli. Zur Verschönerung des Straß en bildes regt die Kurkommission das all- seitige s2üifftcUru von blühenden Blumen in den Fenstern an. Damit die Anregung aber nicht ungehört verhallt, stellt die Kommission jedem, der sich an der Ausschmückung be- 1 eiligen will, die nötigen Blumen kostenlos zur Verfügung.
X. Fulda, 8. Juli. Der Di stelrase ntunnel bei Elm, der eine nennenswerte Verkürzung der Eisenbahnstrecke Bebra—Frankfurt a. M. erbringen wird, soll nach einer Mitteilung der König!. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. nun doch schon am 1. M a i 19 14 eröffnet werden. Infolge d?r baulichen Schwierigkeiten glaubte man, mit einem I unteren Eröffnungstermin rechnen zu müffen.
Vereinsnachrichten.
— Alten-Bufeck, 8. Juli. Bei dem am Sonntag ab- gehalrencn Wertungssingen des Gesangvereins Eintracht in Daubringen bei Gießen errang der Gesangverein „E i n t r a d> t" von Alten-Bnseck, unter Leitung seines Dirigenten Konrad Nikolai von Großen-Buseck, mit dem Lied „Abschied" »an Silcher, 52 P u n k t e. Es ist das erste Mal, daß sich der junge Verein seine gesanglichen Leistungen durck) einen musikalischen Sachverständigen bewerten ließ. Das Ergebnis ist recht gut, da die höchste zu erreichende Punktzahl 54 betrug.
Sport»
(!) Rad-Sport. Bei dem Radfahrerfest in Wißmar errang der Radklub „Germania"-Gießen int Dauer- sowie Korso- iahren je einen ersten Preis. Die Preise sind im Schaickmster des Mitglieds Jakob Friesleben, Bahnhofstraße, ausgestellt.
5. Sitzung Großherzoglicher Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
P r o t ocko ll - Auszug.
Gießen, den 23. Juni 1913.
Anwesend sind die Herren: Geheimer Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Komtnerzienrat Schirmer als 1. stellvertr. Vorsitzender, Kommerzienrat Grünewald als 2. stellvertr. Vorsitzender, Friedberger, Kommerzienrat Haos, Jhttng, Nowack, Rinn, Röhr, Rühl, Stammler, Wenner, Zurbuch und der Syndikus.
1. Einweihung des Handels kammergebäudes. Die Einweihung des Hauses wird auf Samstag, den 20. September festgesetzt. _
2. Zollabfertigung t»io n Maiskleie. Nach einer Mitteilung des Staatssekretärs des Reichsschatzamts hat der Bundesrat auf eine entsprechende Eingabe der Kammer beschlössest, .aus Billigleitsgründen zu genehmigen, daß einer hiesigen Großhandlung von Futter und Düngemitteln der Zoll für eine vom äaut'tircui'ramt Gießen vorbehaltlich späterer 3oUfeftftenung un- verzeilt abgelassene und nachweislich zu Futterzwecken verblendete, tarifntäßig nur noch Vergällung zollfreie Sendung Mais- lleie „Axa" in dem noch festzustellenden Betrage erlassen wird.
3. V er d i n g u n g s w e s e n. In den bei verschiedenen Baubehörden in Gebrauch befindlichen technischen Bedingungen über Fnstallationsarbeiten war bisher^die Verwendung der sogen. Schweizer Fittings oder Formstücke, Marke G. F. vorgeschrieben. Den Bemühungen der Handelskammer ist es gelungert, einen Erlaß d>es Gr. Staatsministeriums an sämtliche Behörden zu erwirken, ! e>onach bei künftigen Ausschreibungen fraglicher Art auch die Fittings der .Firma Bänninger, G. m. b. H. in Gießen zum Wettbewerb zuzulassen und mit heranzuziehen sind.
4. Falsche Anwendung von Gütertarifen. Auf Anregung der Handelskammer in Dormstiadt sind die hessischen Handelskammern und die benachbarten preußischen Handelskam- ntern Frankfurt a. M., Hanau, Wetzlar und Wiesbaden in Ber- bandlungen darüber eingetreten, ob es angezeigt ist, zwecks Ber- nieidtlng einer falschen Anwendung von Gütertarifen eine gemeinsame Nachprüfungsstelle für Frachtbriefe einzurichten. Tie Verhandlungen sind noch im Gange und werden voraussichtlich zu einem bc-sriedigenden Mschlusse führen.
5 Fracktermä ßt gung für das Labn- und ^ tl l- „ebiet einsck'ließlich Oberlsessens Von den Handels- fanimcrn Dillenburg, Gießen, Limburg, Wetzlar und dem Berg-
nnd .Hüttenmännischen Verein für die Lahn, Till- und benachbarten Reviere ist dem prcnßisckx'n Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten eine Tenlsdirift überreicht worden, tu meldjcr die Bitte ousgesprod?n wird, die Streckensätze der im Binnenverkehr des Wtrtsd>aftsgebietes der genannten Kamntent und für Den Wechsel- tnwlehr zn-ischen Lahn-, Till- und Sieggebiet einsdstießlich Ober- Hessens und dem Ruhrrevier bestebenden Brennstoff- und Erz- ausnahntetarife aut 1 Pfg. herabzusetzen und gleichzeitig eine Frachtermäßigung der Abfertigungsgebühr in der Weise vor zunehmen, ,c na^ ^ngc des Transportweges bis zum Höchstsätze von 2 gestaffelt wird, forme ferner die für den Minetteversand nach dem Ruhrrevter vorgesehenen Ermäßigungen auch auf die Hockwfen- ftationen des Lahn- und Tillgebiets auszudehnen.
6. Bahnsteigsperre aus dem Personenbahnhof zu Gießen. Der Mirgerverein Gießen hatte der Kammer eine von ihm an die Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. gerichtete Eingabe, in welcher eine zweckentspredumde Aenderung der Sperrverhältnisse vorgeschlagen wird, zur Unterstützung übersandt. In ihrer Eingabe an die genannte Behörde fort die Handelskammer die vom Bürgerverein gegebene Anregung nicht nur aufs nachdrücklichste unterstützt, sondern sie hat gleichzeitig, über den Antrag hinausgehend, die Eisenbalmverwaltung gebeten, die gänzliche Beseitigung der Sperre in der Empfangshalle und deren Verlegung auf die Bahnsteige 1 und 3 in Erwägung zu ziehen. Hierdurch würde in der Empfangshalle Raum für die Aufstellung eines Kiosks geschaffen werden, in mddjem ein ständiges Postbureaiu, wie es von der Kammer schon seit Jahren angeregt worden ist, untergcbradX werden könnte. Ter Antrag ist von der Eisenbalmverwaltung mit der Begründung abgelehnt worden, daß durch die Beseitigung der Bahnsteigsperre vor den Warteräumen der sperrfreie Uebergangsverkehr zwischen der Main- Wes er-Seite nack) der oberhessischen Seite, der den Ortsverkehr bei weitem überwiege, sehr geschädigt werden würde. Außerdem würden Unzulänglichkeiten dadurch entstehen, daß bei Freigabe der Warteräume die Reisenden erst kurz vor Abgang der Züge die Warteräume verlassen und dann sich durch die Sperre drängen würden.
7. Fa hr pla n wü n sche. Nach dem Sommersahrplan 1913 hält der D 1 lab Frankfurt a. M. 10.25 nachm.) in der Richtung Frankfurt—Bebra—Berlin nicht mehr wie früher in Fulda. Tadurch ist die seit Jahren bestehende Verbindung von Oberhessen nach Berlin wie auch der Anschluß von Süd-Westfalen Siegen- Altena) nach Thüringen—Berlin über Gießen—Fulda verloren. Die Handelskammer hat das Anhalten des D 1 in Fulda beantragt. — Weiter hat die Handelskammer die Beförderung des Personenzugs 534 CW'i von Mücke lHess.^ ab 4.30 vorm., Gießen an 5.22 vorm. vom 1. Mai bis 31. Oktober und vom 1. März ab an Sonn- und Feiertagen beantragt.
8. Tarifangelegenheiten. Den in Frage kommenden Eisenbahnverwaltungen sind ausfiihrlidse Gutachten über Fracht für Mineralöle, flüssiges Oelgas Blaugas^ und über die Verladung leerer Wasserflaschen in Waggons, Kartoffeln, erstattet worden.
9. Ausdehnung des Fernsprechverkehrs. Tie Handelskammer hat die Ausdehnung des Fernsprechbereichs von Gießen auf die Badeorte Karlsbad und Marienbad bei der Kaiserlichen Ober-Postdirektion Darmstadt beantragt.
10. Führung des Handelsregisters. In einer großen Reihe von Fällen sind auf Erfordern der Gerichtsbehörden Gutachten über die Eintragung von Firmen ins Handelsregister erstattet worden.
11. W a r e n z e i ch e n - A n g e l e g e n hei t e n. Dem Kaiserlichen Patentamte in Berlin sind Gutachten über di" Wortzeichen „Liebfrauenmilch" für Weine, „Loubet" und „Start" für Wäsche /"Kragen, Manschetten, Oberhemden usw.), „Season" und „Saison" für Tabalsabrikate erstattet worden.
12. Handel mit Tabakfabrikaten. In den weitesten Kreisen der Kigarrenhändler wird andauernd Klag? darüber geführt, daß in größeren industriellen Etablissements, sowohl auf den Kontoren als wie in den Fabrikationsbetrieben von Beamten und Arbeitern ein umfangreicher Handel mit Tabakfabrikaten betrieben wird. Der Verbcnrd der Zigarren-Ladeninhaber hat deshalb an die deutschen Handelskammern die Bitte gerichtet, bet den industriellen Etablissements ihrer Bezirke dahin zu wirken, daß diese den geheimen Handel mit Tabakfabrikaten sowohl im Interesse der Etablissements selbst als auch im Interesse der wirt- sdiaftlichen Gerechtigkeit gegenüber den Zigarrenhändlern ihren Angestellten und Arbeitern untersagen. Die Handelskammer bringt hiermit diese Bitte des Verbandes zur öffentlichen Kenntnis mit dem Bemerken, daß sie ihrerseits den geheimen Handel mit Tabakfabrikaten durch Beamte und Arbeiter verurteilt und mißbilligt.
13. Rechtzeitiger Bezug von Massengütern für den Herb st. Einem Wunsche des Königl. Eisenbahnzentral- amts in Berlin als geschäftsführenden Verwaltung des deutschen Eisenbahnwagenverbandes entsprechend, richtet die Handelskammer an die Verkehrstreibenden ihres Bezirks die Bitte, zur Milderung der Gestellunasschwierigkeiten von Wagen im Herbst sich den frühzeitigen, Bezug ihres Herbst- und Wiiiterbedarss angelegen sein zu lassen, das Ladegewicht der Wagen auszunutzen und die Wagen möglichst sdinell zu behandeln. Dabei sei noch darauf hingewiesen, daß bet Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen von 15 und mehr Tonnen Ladegewicht ein Frachtnachlaß gewährt 'wird.
14. Von unterrichteter Seite liegen noch folgende Mitteilungen vor:
a"i Große Ausstellung Düsseldorf 1915,
bi Ausstelluna des deutschen Handwerks in Dresden 1915, c) Deutscher Weinbau-Kongreß Main; 6.—11. September 1913, di Einfuhr von Pflanzen in die Vereinigten Staaten von Amerika,
e) Ostmarken fahrt der Gesellschaft für wirtschaftliche Ausbildung zu Frankfurt a. M. vom 14.—20. Juli 1913,
f) Gebräuche im Stettiner Speditionshandel, herausgegeben vom Verein Stettiner Spediteure,
g) Fabrikwohlfahrtskorrespondenz der Zentralstelle für Volkswohlfahrt,
, h) vertrauliche Mitteilungen über zweifelhafte Firmen im Ausland: Belgien, Griechenland, Girof’britannien, Italien, europäische Türkei, Afrika und Amerika.
Nähere Auskunft über vorstehende Mitteilungen wird auf dem Sekretariat der Handelskammer erteilt.
w Würzburg, 8. Juli. Heute abend stieg am Schlüsse des Volksfestes der Flieger L e n d n e r aus Würzburg mit einem Franzosen auf einem Zweidecker auf und siog nach dem Kugeliang zu. Tort überschlug sich das Flugzeug und stürzte auf den Boden. Beide Insassen wurden noch lebend bervorgezogen, st a r b e n aber auf dem Wege nach dem Krankenhause
Gerichtssaal.
w. Mannheim, 8. Juli. Das Schwurgericht in Mannheim verurteilte heute nach zweitägiger Verhandlung den 30 Jahre alten Fabrikarbeiter Karl Wolf airs S i n s h e i m , der im Oktober vorigen Jahres in der Chemischen Fabrik von Böhrfftger Söhne dem Vorarbeiter Steffens Anilinöl in den Kaffee schüttete, was den Tod des Vorarbeiters zur Folge hatte, unter Ausschluß mildernder Umstände wegen K ö r pe r v e r l e tz-u n g mit nachgefolgtem Tode zu ächt Jahren Zuchthaus, abzüglich sechs Monate Unter-' suchungsl-aft, und zu zehn Jahren Ehrverlust. Der Staatsanwalt hatte fünfzehn Jahre Zuchthaus beantragt.
Vermischtes.
* Schwer er Auto m o b i l u n f a l l. Aus Be r li n wird c m 9 Suü gemeldet: Ein Automobil einer Vergaser-Gesellschaft hatte gestern nachmittag eine Probefahrt auf der Hamburger Chlpkffee unternommen. Tas Automobil, an dessen Steuer der Adrige Chauffeur Kam aike saß, befand sich bereits auf dem Rückwege, als ihm bei dem Dorfe Dallgow ein mit Kartoffeln beladenes Fahrzeug entgegenkam, von dem mehrere Kinder abfprangen, um an dem Kraftwagen vorbei auf die andere
Stratzensnte zu rennen. Der Chauffeur versuchte den Meinen auszutmnchen und nß fernen Wagen zur Seite. Tas Automobil fuhr mit voller Wucht gegen einen Chausseebaum und imirde fast vollstandrg zerttümmert. Kamaika und sein Begleiter- etn **er t meuter derselben Gesellschaft, wurden in bobem Bogen von ihren öi^en auf bte Straße geschleudert und blieben besinnungslos ttegen. Canes der Kinder, die 5jübrige Tochter des Ar- berterS Ra talke, geriet unter den Wagen und mürbe überfahren
sofort bcrbeigerufcner Arzt konnte bei dem Chauffeur und oer verunglückten Kleinen tjur noch den To d feststellen Der Werkmeriter, der fid> innere Verletzungen zugezogen hat, wurde nach Berlin übergesührt.
* Unter schlag-un gelt von 400000 M k. ließ sich der Wirt HolLeck in Rellinghausen als Verwalter der Spar- und Darlehenskasse zu schulden kommen Er ist geflüchtet.
* 25000 M"k. gestohlen. Aus Chemnitz wird gemeldet: In die Räume der Häu.teverwettungs-(55eselsschaft auf dem Schlachthof wurde in der verflossenen Nacht eingebrochen. Den Dieben fielen 25 000 Mk. in die Hände Ein mutmaßlicher Täter, ein Arbeiter, wurde verhaftet.
* Anschlag auf einen Zug? Zwischen Schledan und Halle wurden von entern Streckenwärter unter der Brücke drei Patronen aufgefunden, die mit Zündschnur versehen waren. Ihre Lage erweckt den Eindruck, als ob sie aus einem fahrenden Zuge geworfen worden seien. Die Eisenbahrverwaltung von 500 Mk Ergreifung des wie dör Verbrecher eine Belohnung von 500 Mk aus.
* Landverkäufe in Posen. Das 5000 Morgen große Gut Gwiosdzian im Kreise Lublinitz wurde für 2 Mill Mark von einem Polen dem Deutsclfen Preiß abgelaufl. Ter keutfdie verdient an dem Handel 800000 Mk.
* Jeuersbrunst. Tas Schloß des Prinzen Alfred von Lvwenstetn-Wertheim F-rendenberg ist gestern niedergebrannt. Ter Schaden beträgt ’ ■> Million Mark.
* Die Schni tterkaserne in Alt-Gatschow, die zum Gute des Herrn v. .Heyden-Leistenvw gehört, ging nachts in Flammen auf. Die Schnitter fanden die Türen von innen verriegelt. Es entstand eine furchtbare Panik. Tie ^Schnitter drängten zu den Fenstern und es gelang mehreren, ins Freie zu flüchten. Einige werden vermißt.
* I in M o t o r d r e i r a d v e r u rr g l ü ck t. Aus Paris wird gemeldet: In der Nähe von Fontaineblemi stieß das Automobil des Gutsbesitzers Baron d'Arcy mit einemMotor- dreirad zusammen. Dessen Insassen, der Chefredakieur des „Journal de St. Tenys" Grauce und eine Frau Martin, wurden getötet.
* Au f der Drahtseilbahn auf den Diet sche- b_erg bei Zürich benutzten zwei Bahnangestellte einen sog. schlitten zum Hinunterfahren. Die Leute verloren die Gewalt über den Schlitten, wurden hinausgeschlendett und getöttt.
* Furchtbare Gewitter haben im vberitalieni- schen Seengebiet ungeheuren Schaden angerichtet. Bei Vareß, Erba und Bergamo fiel der Hagel 25 Zenttmeter hoch. Die Temperatur ist unter 10 Grad gesunken.
* Zwei achtfache Mörder verhaftet. In Kalisch wurde der russische Bandit Nowaczpk verhaftet, der, soviel bisher feststeht, in der Umgegend a ch t M o r d c, 18 schwere Körperverletzungen und Einbrüche verübte. — Aus Los Angelos wird gemeldet: Ein hier verhafteter Mann gestand, im Staate Ohio ach t Ni orde begangen zu haben. Wegen eines dieser Morde seien seinerzeit zwei Studenten verurteilt und hingerichtet worden.
* Neue Untat der englischen Wahlweibe?. Ein Brand zerstötte ein dem Seifcnfabrifanten und Millionär William Lever gehörendes Haus in Horwias (Grafschaft Lancaster). Das Feuer war von Anhängerinnen des Frauenstimmrechts angelegt worden.
Verfahren eingeleitet worden.
* Eine gefährliche Ballonfahrt. Aus London, 7. Juli, wird gemeldet: Am Hudsonriver riß sich ein Luftschiff los, in welchem sich ein junger Assistent befand, und stieß plötzlich 5000 Fuß hoch. In seiner Unerfahrenheit warf der Assistent noch Ballast ans, so daß das Luftschiff auf 8000 Fuß Höhe stieg. Nack) Mei stündig er Fahrt gelang es dem Insassen, eine Landung zu ermöglichen, indem er die Ventile öffnete, so daß der Balbon siel. Im Wasser begann der Ballon plötzlich wieder zu steigen, der Assistent sprang aus der Gondel und sckpvamm einem Boote entgegen, das ihn in Sicherheit brachte.
* F leis ch von räudigen Schafen. Aus Attila, 8. Juli, wird gemeldet: In dem Dorfe Fkores de Avila in Spanien sind sechs Einwohner, die Fleisch von räudigen Schafen gegessen hatten, gestorben, 18 liegen im Todeskamps, viele sind schwer erkrankt. Tas Fleisch ist mit Ermächttgung der städtischen Veterinärbehörden verkauft worden.
Kleine Tageschronik.
Auf der 3 cd)e Brasse bei Marl wurden vier Berglen t e v e r s chü t t et: währeird zwei bald gerettet werden konnten, blieben die beiden anderen abgeschlossen. Man hätte einen Verunglückten noch rufen, währeird von dem zweiten nichts mehr zu vernehmen war.
Wetteraussichten in Hessen st'ir Donnerstag, den 10. Juli 1913: Wechselnd bewölkt, leichte Regenfalle, kühl.
Letzte Ncrchrrehren.
Zufatzanträge zur dreijährigen Dienstzeit in Frankreich.
Paris, 8. Juli, lieber die von verschiedenen Deputierten eingebrachten Zusatzanträge zum Dreijahrgefetz fand gestern abend im Kriegs Ministerium eine lange Besprechung statt., au der Ministerpräsident Barthou, Kriegsminifter Ettenne, Minister des Innern Klotz und die Generale Joffren, Legrand u. a. teilnahmen. Besonders eingehend wurde die Einstellung der Zwanzigjährigen und die Frage der Ernteurlauber erörtert.
Jetzt öaö Billigste und Beste!
Die Sommermilch ist bekanntlich sahnig. Frische Eier gibt's viel und billig. Geschmortes ftischeS Sommer-Obst ist der Gesundheit dienlich. Letzteres mit ^oedamiii
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gibt sehr nahrhafte Gerichte für Kinder, und werden den Fleischspeisen gern vorgezogen. Geben Sie Ihren Kleinen reichlich solche Mondaminspeisen. Mondamin ist in seinenk. nnßartigen Geschmack unübertrefflich und in Ergiebigkeit nn« erreichlich. Achten Sie bitte au,' den Rezeptbuchzettel in ebem Paket a 60, 30 Pf.
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Fritz JVowack a


