Nr. 263
Safe und die Wände waren burch reiche Sanbeiholzschnitzereien I handel nach China stetig zu heben. Es liege in China's Interesse, geziert. Dagegen waren die Möbel im Biedermener Stil ge- auch int übrigen feine Beziehungen zu Dentsd-land immer enger
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irren-Anznge
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Fra nett g eist gegen Männergeist.
Jahresproduktion 5000 Maschinen
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Cmen neuen Beitrag zu der so viel erörterten Frage über die geistige Begabung der Frau und ilst Verhältnis zu der des Mannes bringt der englische Psychologe Michael West in einem Aufsatz von Pearson's Magazine. Er knüpft an die Forschungen der
dessen sind die Fuchsfelle aus dem nördlichen Rußland, aus Sibirien und den nördlichen Gebieten Nordamerikas, besonders aus MaSka, außerordentlich geschätzt, und sie stehen ganz bedeutend höher im Preise, als die unseres Fuchses.
In den nördlichen Polarländern tritt an die Stelle des Rotfuchses ein Fuchs, dessen Pelz in Anpassung an die ewigen Schnee- gesilde seiner Heimat eine reinweiße Farbe trägt, es ist der Polaroder Eisfuchs, der im übrigen in seinem Körperbau unserem Fuchs durchaus gleich ist, nur ist er etwas kleiner. Auch von diesem gibt es eine sehr geschätzte Spielart, die keine weiße, sondern eine stumpfe blaugraue Färbung ausweist und als Blaufuchs in der ganzen Welt bekannt und beliebt ist, so daß sein Pelz außerordentlich hoch im Preise steht. Aber dieser reicht doch noch lange nicht an den der Silber- und Schwarzfüchse heran, die in Sibirien, auf den Alanten und im nördlichsten Teile von Nordamerika Vorkommen. Das Fell dieser Füchse hat ganz schrvarzes, feines, sehr langes Haar von außerordentlicher Weichheit und Dichtigkeit. Trägt dteses Haar weiße Spitzen, so wird der Pelz Silberfuchs 'genannt, überwiegt aber das reine Schwarz in der Färbung, öder sind nur wenige Stellen mit Silberhaaren bedeckt, dann heißt der Pelz Schwarzfuchs. Ganz reine Schwarzfüchse ohne jedes Silber sind ganz außerordentlich selten, es werden jährlich von ihnen noch nicht einmal ein halbes Dutzend auf der ganzen Erde erbeutet, und daher kommt es auch, daß ein einziges dieser Felle mit 1*2 OOO Mark bezahlt wird, es ist damit der kostbarste aller existierenden Pelze.
Ta die wenigen Silber- und Schwarzfüchse der lebhaften Nachfrage nicht einmal zum kleinsteit Teile genügen kämt eit, werden außerordentlich viele Imitationen dieser Pelze hergestellt. Unser guter Rotfuchs wird einfach in eine dünkte Beize gesteckt und dauerhaft schwarz gefärbt, einige Haare werden sogar auf chemischem Wege mit weißen Spitzen versehen, und der Silber- oder Schwarzfuchs ist fertig. Wie manche Dame trägt mit Stolz ihren echten Schwarzfuchs, den ihr der liebende Gatte für 300 bis 500 Mark erworben l-at, ohne zu ahnen, daß ein wirklich echter das dreißig- fache dieser Summe kostet. Für den Kenner gibt es aber ein einfaches Merkmal, das den echten vom unechten Schwarzfuchs unterscheidet. Die Haare des echten Schwarzfuchses fallen infolge ihrer Länge von 8 Zentimetern und darüber immer nach unten, wie man Mich den Pelz halten mag, ganz einerlei, ob mit dem. Kopf nach oben oder unten. Diese bemerkenswerte Eigenschaft haben die Imitationen nickt, denn die Kürschner können den Fuchspelz wohl färben, aber sie können seine Haare nicht länger machen. Aber die Damen, die Silber- und Schwarzfuchs tragen, können sich damit trösten, daß auch die Imitationen schön sind, denn sie sind ja auch echter Fuchspelz, und es kommt ja nicht daraus an, ob dieser Pelz auf dem Serbe feistes ersten Trägers anders gefärbt war, die Hauptsache ist doch, daß er gut kleidet und der Mode entspricht. Vom Standpunkt des Naturfreundes ist zu wünschen, das; die Fuchspelzmode nicht zu lange anhält, damit nicht die Mitglieder der interessanten Familie Reinecke bis auf einen kleinen Rest ausgerottet werden, wie 7s leider den: Lieferanten eines andern kostbaren Pelzes, dem Zobel, ergangen ist.
halten und sicherlich erst vor ganz kurzer Zeit angeschafft worden.
Ich berührte zunächst die wichtigste Frage, die gegenwärtig das innere Leben China's bewegt, nämlich ob die Verfassung noch bis zu Ende des Jahres durchberaten und Gesetz werden wird. Der Ministerpräsident überlegte einige Augenblicke und gab dann folgendes zur Antwort: Ollles hängt davon ab, ob das Verlornem zu chinesifch Neujahr oder schon vorher in die Ferien gehen wird. In letztem Falle dürfte es kaum möglich fein, die Verfassung bis zu Jahrcsschluß gesetzreif zu machen. Sehr viele Parlamentsmitglieder wohnen so iveit von Peking entfernt, daß sie teilweise wochenlang vor dem chinesischen Neujahr aufbredien müssen, um am Neujahrstage in ihrer Heimat zu sein. Soweit ich die Sache augenblicklich übersehe, wird es kaum möglich sein, vor April nächsten Jahres mit der Verfassung zu Ende zu kommen.
Samstag, 8. November 19(3
Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.
R» Lange, Hießen.
Erscheint kS^kkch mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Oiehener Fomklienblätler" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, dar „Kreisblatt für den Kreis Liehen" zweimal wochenttich. Die „candwirtschasllichen Seit- ftageil" erscheinen nwnatlich zweimal.
zu gestalten, zum Nutzen beider Länder. Mit Japan stände China auf freundschaftlidiem Fuße, nachdem die letzten Meinungs- verfchiedenheiten, die nod) aus der Revolution herrührten, zur beiderseitigen Zufriedenheit glatt erledigt worden seien. China fei vorläufig zu schwach, um sich in kriegerische Verwickelungen einzu lassen. Japan aber sei China so nabe benachbart, daß, es füp beide Länder das vorteilhafteste sei, miteinander in Frieden zu lehen
Tie nod) immer schwebenden Verhandlungen mit Rußlaiid über die mongolische Frage dürften sehr bald zu einem beide Nationen zufrieden stell enden Ergebnisse kommen. Ser dies geschehen, so birrfte, nackHem den unruhigen Mvngolenhorden Rußlands Unterstützimg durch Waffen und 'Täniition fehle, die Zurücktreilmng und Unterdrückung der nwngvlischen Unruhen nidtf zu lange auf sich Warten lassen
Schließlich interessierte mich nod) die Frage, wer auf den Posten des Gouverneurs von Sdtantung kommen dürfte. Es heißt ja, daß er mit dem Hartdegen Changshün, der letzthin zur Unterdrückung der zweiten Revolution mit seinen tapferen, aber etlvas verwilderten Truppen viel beigetragen habe, besetzt werden solle. Ter Präsident äußerte dazu, das; eine endgültige Bestim ■ ntung darüber, wer Gouverneur in Tsinanfu werden sollte, nod? nicht getroffen sei. Er persönlich glaube, daß Changshün nicht dorthin kommen dürfe, ebensowenig (General Fengkuochang.
Schließlich stellte der Ministerpräsident einige Deutschland berührende politische Fragen, auf die ich, soweit id) er» von hier aus konnte, Antwort gab. Rad) einer mehr als ein stündigen Unterredung verabschiedete ich mich dann von den Herren, und der Minister bemerftc noch ausdrücklich, daß ich, ttxntn ich nach Berlin zurückgekehrt sei und ich irgendwelche Wünsche hätte, iie 'ihm ohne weiteres mitteilen sollte: er wäre gern bereit, mir and> schriftlich Bescheid zu geben. Am Nachmittag erwartete mich nod) eine besondere Ueberraschung: der Minister liefe mir seine Photographie mit einer liebenswürdigen Tedikation überreichen.
Hieran knüpfte ich die Frage, ob das derzeitige Kabinett, nachdem die Verfassung Gesetz geworden sei, ftn Amte bleiben wurde. Ter Minister erwiderte, das Kabinett befände sich mit seiner politischen Anschauung in vollständiger Harmonie mit der des Präsidenten. Nachdem die Verfassung angenommen sei, würde aber immerhin noch die Zustimmung des Parlamentes zu seinem Verbleiben rm Amte erforderlich fein. Es hinge ganz davon ab, ob dairn das Kabinett den Beifall und die Zustimmung des Parlaments finden luerbe.
Ta der Ministerpräsident im vorigen Kabinett das Ressort des Finanzministeriums inne gehabt hat, stellte ich weiter an ihn die Frage, wie er sich die Regelung der Finanz Verhältnisse Chinas dackste, insbesondere ob er glaubte, daß in absehbarer Zeit die Provinzial-Regierungen lieber wie zu Zeiten der Mcinbschu-Dynastie ihre regelmäßigen jcilnlichen Beiträge zu den Kosten der Zentralregierungsverwaltung übersenden würden. Hierau) erwiderte der Präsident: Sie haben wohl gehört, daß, die Beiträge auch während der letzten Unruhen in China von den Nordprovinzen ziemlich regelmäßig eingegangen sind. Im Süden des Landes ist es schlechterdings unmöglich gewesen, weil gerade die südlichen Provinzen durch die Wirren der ersten und zweiten Revolution schwer heimgesucht worden sind. Wird aber erst vollständig wieder Ruhe im Lande sein, und werden an den Spitzen der reichen Südprovinzcn loyale Gouverneure stehen, 1'0 unterliegt es feinem Zweifel, daß die Südprovinzen die Zentralregierung mit ihren jährlichen Zuschüssen nicht im Stiche lassen werden. Auf meine Zweifel, ob diese Einkünfte genügen dürften, die Kosten der Zentralrcgierung zu decken, erwiderte der Präsident, daß. aller Voraussicht nach noch andere Hilssquellen geschafien werden müßten. Man arbeite in China schon lange an der Erhöhung des Einfuhrzolles und Abschaffung dies Likins. Es sei bereits ein Ausschuß eingesetzt worden, um diese '2lngelegenbeit fo vorzubereiten, daß, sie den beteiligten fremden Mächten nörgelegt werden könnte. Dürft) Erhöhung der Jmporttorife und durch eine eöenil. aufzunehmende innere Anleihe könnten bann die Bedürfnisse der Zentralregierung leicht gedeckt werdeir. Bis es so weit kommt, wird vielleicht, mit Zustimmung des Parlaments, nochmals zu einer ausländischen Anleihe als Zufluckst gegriffen wer-
Kunststeinen, ür elektr. Antrieb
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Redaktion:«^ 112. Tel.-Adru AnzcigerGießen.
Krane tt-Rrindschari.
Fuchspelze.
Von Dr. Ludwig Stabt).
Naturgeschichtliches zur neuesten Mode.
Fuchspelz in allen Arten uni) Formen ist die große Mode dieses Winters: als Boa und Muss, als Kragen und Jackett tritt e uns in den ivärmenden Hüllen der Damen entgegen, und hinter bat Schaufenstern der großen Pelzgeschäfte sind ganze Berge dieses olöstlich so modern gciuurbcnen Pelzes aufgestapelt. Unser Meister fieütede, der Strauchritter des deutschen Waldes, ist dadurch, genrife ganz gegen seine Absicht, zu hoben Ehren und — Preisen ffonnucn, aber wenn auch in Deutschland jährlich durchschnittlich W) OOO Füchse erbeutet werden, so können diese doch nur zu äaem kleinen Teile den ungeheuren Verbrauch unterer Damenwelt Alle nordischen Länder der Erde werden daher als Lieferten des Fuchspelzes herangezogen, und viele Tausende präch- iqet Felle der Vettern unseres Reinecke kommen auf den Markt. Jic sind zum größten Teil viel kostbarer als der Pelz unseres "uchses, gehören dock) zu ihnen die teuersten aller überhaupt auf Welt Dorfommcnbcn Pelze: es ist daher sicherlich von Interesse, 1tn wir diese begehrten Pelze und ihre Herkunft etwas näher
den Charakter des Weibes einholren, zu dem Resultat kamen, daß die Frau „leicht erregt, impulsiv, mitleidig, religiös, taktvoll, nicht begierig nach Geldettoerb, nicht kritisch, nicht ehrgeizig und nicht genau in der Erinnerung dessen, was sie gelesen bat", ist.
Untersucht man die Sinnesempfindungen des Weibes, so kann man auf Grund zahlreicher Experimente feststellen, daß 'sie dem Manne in der Feinheit des Tastsinnes bebeutenö überlegen ist. Außerdem ergibt die Statistik, daß nur verhältnismäßig sehr wenige Frauen ,stonblind" unb „farbenblind" sind: Farbenblmd- he.it läßt sich nur bei 1 Prozent des weiblichen Geschlechts, dagegen bei etwa 4 Prozent des ntännlidtcn Geschlechts nachweisen. Diese Schärfe der Sinne rückt die Frau näher heran an die Veranlagung, des primitiven Adenschen, der jnt Kampf um§ Dasein noch hauptsächlich auf seine fein ausgebildeten Siimesempfindungen angewiesen war. Sodann laßt sich wissenschaftlich Nachweisen, daß bei der Frau das Gefühl für Lust und Schmerz stärker entwickelt ist als beim Manne. Man kann diese Empfindungen an der Tätigkeit des Pulses und der Atmung messen und feststellen, daß das weibliche Geschlecht viel intensiver reagiert. Freude und Schmerz sind aber die Ueberreste einer intuitiven Art, die Welt kennen zu lernen. Die Frau denkt weniger, sie verläßt sich mehr auf ihr Gefühl und ist dadurch dem Mann überlegen. Wie steht es aber nun mit dem eigentlichen Verstände? West untersucht zunächst die Form des GÄ>achtnisses bei den beiden Geschlechtern. Es gibt zwei Arten von Gedächtnis, einmal das für sinnlose Dinge, willkürliche Worte, Zahlen usw. und dann das Gedächtnis für gedankliche Zusammenhänge. Ter Gelehrte liefe mehrere Hundert Versuchspersonen eine Zeitungsstelle lesen, die eine große Anzahl verschiedener Gedanken enthielt, und beobachtete dann, was sie behalten hatten. Die Frauen behielten ausnahmslos weniger als die Männer. Gab man denselben Versuchspersonen aber auf, eine Reihe sinnloser Worte sich einzuprägen, so zeigten sich die Frauen den Männern überlegen: viel mehr dieser Worte blieben in ihrem Geist haften. Um die Resultate geistiger Arbeit bei beiden Geschlechtern zu vergleichen, wurde zunächst bei 500 Frauen untersuche wie viel Rechenexemplare sie in fünf ALmuten lösen. Es ergab sich Folgendes: 10 Frcmen lösten 3 Exemplare in 5 Minuten, 20 31,4, 30 3Va, 45 4, 50 4i/4, 60 4> S 70 5, 60 51/,, 50 5% 45 6, 30 6*^, 20 6% und 10 7. Die Kurve der Leistungen verlief also ziemlich gleichmäßig ohne sehr schlechte und ohne sehr gute Resultate: bei den Männern dagegen u?aren die beiden schlechtesten Resultate ein Exempel, dagegen die beiden besten Resultate neun Exempel. Danach wird die geistige Begabung der Frau stets ein anständiges Mittelmaß erreichen: die dümmsten Frauen sind klüger als die dümmsten Männer ;aber andererseits bleiben ihnen vorzügliche und außerordentliche Leistungen versagt: die klügste Frau steht weit zurück hinter dem klügsten Mann. Die Erfolge, die auf englischen höheren Schulen bei der Koedukation erzielt wurden, weisen in dieselbe Richtung. Die Mädchen liefern durchschnittlich bessere Arbeiten als die frnaben: sie zeichnen sich besonders in Literatur und Sprachen aus, zwei Fächern, die ihrer besonderen Art des Gedächtnisses entsprechen: aber sie stehen in ausgezeichneten Leistungen hinter den besten Resultaten der Knaben zurück. So ist unb HJeib'fc die örau Herrscherin im Reiche des Gefühls und der Sinne; nie nstrd sie sich zum Sieger in der Sphäre des Verstandes auffchwingen können, und so kommt West zu dem Schluß, daß Unterrid)t unb Erstehung des Weibes nach diesen besonderen Eigentümlichkeiten ihrer Veranlagung einge- ria tet werden muß, daß die Mädchen nicht mit den Knaben wetteifern dürfen, sondern ihr Höchstes in der Ausbildung und Ver- feinerHug der ihnen von der Natur geschenkten Eigenschaften leisten
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Me ~n?5°c-rnen Fath V’ 'hübe huhe
Mnifterpräsi-ent hiunghsilirrg über die Lage in China.
Unterdrückung der zweiten Revolution war die Wahl Juanschikais zum ersten Präsidenten der .stocher*. Sie erfolgte denn auch mit großer V. und die Uebernahme des höchsten Amtes des neuen durch den stärksten Mann von Peking war endtrch der Anfang gesicherter Entwicklungsmöglichkeiten in bcr Mitte. Wohlverstanden, erst der Anfang! ^»wer llLb^lftnirde gilt es nun zunächst tzu überwinden: dre k^imanznot und den losen Zusammenhang der Zeutralregie- vrrt den Proviuzialverwaltungen. Für eine günstige Stauung beider wird die demnächst zu beratende Derfas- Bedeutung sein; denn durch sie Sa ^e Machtbefugnisse der Zentralregierung und 9cnau festgelegt werden. Die Abgrenzung ^35^sÄ^^irefugnisse aber wird entscheidend sein für die ®etterr Entwicklung Chinas.
(£5 ist über deren Aussichten vielerlei geschrieben und g^Kc^orden, optimistisches und pessimistisches. Nur von amv^rfcher Serte fat inan wenig gehört und von den ver- armoorllichen Stellen in China am wenigsten. Um so ivert- Sntc ausführliche Darstellung der Lage, die der IT™!* afie Ministerpräsident kürzlich einem be- ^En Berliner Fv u rna l i sten , Chefredakteur &q. Sch Weitzer, in Peking gegeben hat. Herr Schweitzer beruhtet darüber in einem Briefe aus Peking, 18. Oktober 1913:
d« Gelegenheit eines Empfangs im Auswärtigen Amte mürbe ®a!r Ministerpräsidenten Hiunghsling vorgestellt. Ich bat mir eine Unterredung über einige politische Fragen zu ge- loähren und er versprach mir in liebenswürdigster Weise, mich »u benachrichtigen, .uanit ich zu ihm kommen dürfte. Schon am nochsten Tage erhielt ich eine Karte mit der Bitte, noch an demselben Tage bei ihm vorzusprechen.
D<rs Kabinett ist jetzt im westlichen Teile der verbotenen «Xe* 'N dem Gebäudekomplex untergebradrt, in dem vor der liwankung der Mandsftm's der Prinzregent zu wohnen pflegte inn wohin er sich völlig zurückzog, als es ihm in seinem im Norden der Tatarenstadt gelegenen Palaste nicht mehr ganz sicher erfchien.^ Die Gebäude stoßen fast unmittelbar an die Wohnung beJ Präsidenten der Republik an, sind aber von ihr durch eine übermannschohe Mauer getrennt. Eine kleine Tür führt von fdinden von ihnen in die Wohnung des Präsidenten: sie wird terfchLofsen gehalten und ist militärisch besetzt. Rur dann wird ße geöffnet, tuenn der Präsident der Republik dem Ministerpräsi- beirtat befiehlt, einzelne Kabinettsmitglieder vorzustellen.
Hsrnnghsiling empfing mich also in diesem Gebäude. Zu- vächst gab’<5 den üblichen Tee. Nach kurzer Zeft erschien dann der Sefretär des Ministerpräsidenten, den ick) mit den Fragen bekannt machte, um deren Beantwortung ich den Ministerpräsi- batim bitten wollte. Bevor wir eine weitere Unterhaltung ein- gchcm konnten, erschien der Ministerpräsident selbst. Nach fteund- lichvr Bewillkommnung fragte er mich gleich nach meinen Wi'm- fdtat nnb feob l>ervor, daß er es seit Ialnen für richtig gehalten fyibe, sich mit der Presse ins Einverständnis zu setzen, Hamit düie stets genau unterrichtet fei. Der Ministerpräsident sieht infolge der außerordentlichen Ansttengnngen der letzten Zeit etwas <öpefbannt aus: seine Augen blicken aber unter der hoben Stirne recht klar und lebhaft. Sein Sekretär, der fließend euglifd) spriftst, macht den Eindruck eines klugen gebildeten Mannes, und nur die Ülr-fische Tracht, die sowohl er wie der Ministerpräsident loährend
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Frankreichs neuer Luftschiffstyp.
Bereits im Laufe der nächsten Wochen werden in den Besitz der französisckien Heeresverwaltung die vier neuen großen Luftschiffe übergeheit, deren Herstellung und Kon- frruftion vor einigen Mvnaten, nach der Neuorganisation des Lustschiffahrtswesens in der Armee, beschlossen worden waren. Die Arbeiter! der Ingenieure unnd der Ban der neuen Luftkreuzer ist bereits so weit vorgeschritten, daß es möglich ist, die Grundzüge der einzelnen neuen Typen zu vergleichen und das eine der drei Fahrzeuge zu betrachten, das als Frankreichs neuer Luftschissstyp das Sfegengewicht gegen die deutschen Ze^peftnkreuzer bilden soll.
In einem ftanzöstschen Blatt macht ein Sachvertzün-- diger über diese Frage einige interessante Angaben. Aach bei dem neuen Luftschiff sind die Franzosen dem unstarren System treu geblieben, haben sich aber manche Erfahrungen mit den Zeppelinkreuzern zunutze zu machen gewußt. Der neue Luftkreuzer ist ftir ein unstarres Luftschiff von ganz ungewöhnlich großem Umfang: er wird 22 000 bis 23000 Kubikmeter Gas aufnehmen. Gegenüber den deutschen Lustkreuzern glaubt man den Vorteil einer erheblich viel größeren Motorkraft errungen zu haben. Wahrend ein starres Luftschiff bei gleichen Krtbikgehalt nur 5500 bis 6000 Kiko Nutzgewicht mitführen Tann und sich mit 600 bis 700 Pferde- kcäften Motorkraft begnügen muß, ist der neue ftanzösische Typ in der Lage, genau das Doppelte an Nntzgöwicht auf-
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Wertes Blatt |63. Jahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger sür Gberhejsen
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^1913. r b. Lda.
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aden ist es wenn Sie Bchneider, e|mühlen, ^ide-Biasclnnen. ^pumpen etc. icht kauten bei ?>nser, Giessen °5 Telephon 660 rossen Anewahi die den Preise. ai/
^men-SUäntel aBieu-lW Pelze
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jach ,d’/u [ U. Giesserei
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Unser deutscher Fuchs trägt gewöhnlich einen Pelz in rost- tx gclbrotcr Farbe, die man nad) ihm mit dem Namen „Fuchs- •6t" bezeichnet hat, auf der Unterseite des Körpers geht diese ierbung in aschgrau oder weiß über, während die Ohren und die !<>rderseiten der Läufe schwarz sind. Der prächtige, buschige ^hlvanz, die Lunte, Fahne oder Standarte, ist meist etwas schwärz- i, überlaufen unb trägt eine weiße Spitze, die von den Jägern stlume" genannt wird. Die Färbung des Pelzes variiert aber iitj außerordentlich, wie uns idjon ein Blick in die Auslagen b;CT Pelzbcmdlung zeigt, es gibt ganz hellgelb gefärbte, die eine Iifec Kehle, einen weißen Bauch und eine weiße Luntcmspitze sie werden in der Wcidmannssprache „Birken- oder Gold- genannt, während die bunfelgetärbtcn mit grauer 5lehle schwarzer Schwanzspitze „Kokst- ober Branbfüchse" heißen.
, dunklen Variationen sind sehr rar, und je dunkler sie sind, W seltener sind sie auch. Ich hatte in diesem Herbst Gelegen- t bei einer Jagd im Gebirge einen außerordentlich seltenen, zu sehen, der von meinem Nachbarschützen erlegt worden war.
, qaiw Unterseite sowie das Gesicht dieses Fuchses waren marz ebenso die buschige Lunte und die tiefbraune Oberseite ren von einem schwärzlichen Hauck) überflogen, so daß das ganze £ aus einiger Entfernung schwarz aussah: man nennt diese -Wo in Andeiimng ihrer Farbe, aber meist ihres Vorkommens .f^orfüdne" Nock) seltener als diese siiid ine „Krenzsüchw", d! ^if Äm' Rücken einen dunklen Längsstreifen und auf den Tcultern einen ebensolchen Querstrcifen tragen, alio die <>-orm Kreuzes zeigen; man kennt aber nur ganz veremzette Exem- tzlcie dieser Spielart. 3 . . . .. . —
l! Mag nun aber die Färbung des Taeres fern, wre iie wD, äiü immer ein und dieselbe Fuchsart, ganz einerlei ab der Fuchs 01? 'Rordafrika, aus Spanien Dmttchland Nordminm oba: to stammt. Auch die zahlreichen nordamerikanifchen ^uchs- öreta sind mit unserem Reinecke jelst nahe verwandt, wenn iie OKd. vielleicht nicht dieselbe Art darstellen. nördlicher die fixüraat eines Fuchses liegt, desto schöner und kostbarer ist )em M;,. was ja ganz natürlick) ist, denn ein Fuchs im hohen Norden
den müssen.
Hierauf Tarnen wir zu der äußeren Politik Chrnas. Zuniichst zu den Beziehungen zu Deutschland. Der Ministerpräsident hob hervor, daß er vor mehreren Jahren selbst in Deutschland getoefen sei und aus eigner Erfahrung Land unb Leute kennen gelernt habe. Er habe, nachdeni er auch andere Länder bereift hätte, die Beobachtung gemackst, daß den beut» f che n Erzengnisfen im Vergleich z u den anderer Länder der Vorrang gebühre, hauptsächlich was Mahr Unterredung trugen, ließen die Chinesen erkennen. T-aslfchinen unb Maschineneinrichtungen angehe. Tiefes Liirpfangszinimer war im Acufeeren vollkommen chinesisch, die I Uebergewicht gebe Deutschland die Möglichkeit, seinen Export-
piek' besser gegen die starke und andauernde WiitterksUe go-1 beiden niederländischen Gelehrten Hepmans und Wrersma an, .
fein, als einer aus Ländern mit gemäßigte« Avsta. Infolge'die auf Grmrd von mehreren Taniend Antworten, bfc fie überwerde^


